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Montag, 12. Januar 2026

Zehn Bücher, die ich 2025 nicht gelesen habe, obwohl ich es gern wollte

 

Zehn Bücher, die ich 2020 nicht gelesen habe, obwohl ich es gern wollte
Zehn Bücher, die ich 2021 nicht gelesen habe, obwohl ich es gern wollte
Zehn Bücher, die ich 2022 nicht gelesen habe, obwohl ich es gern wollte
Zehn Bücher, die ich 2023 nicht gelesen habe, obwohl ich es gern wollte

 


Eine unwissende Hexe - E M Graham

Dara Martin ist eine Halbbluthexe in einer Stadt, die von der aristokratischen Hexen Kin regiert wird. Sie wird aufgrund ihres Status gemieden, und eine formelle Zauberausbildung ist für sie unerreichbar. Schlimmer noch: Jeder Hinweis von ihr auf Hexerei wird zu einer schmerzhaften Bindung ihrer Kräfte führen.
Alles, was sie will, ist, den Kopf gesenkt zu halten und zu überleben, doch mit der neuen Hexe in der Stadt ändert sich alles. Seth schürt den uralten Hass der Kin und ruft zu einer Säuberung auf, um ihre Welt von der Magie der „unreinen“ Halbblüter wie Dara und ihren Freunden zu reinigen.
Da sie den Klauen der Sippe nicht entkommen kann und ihre Freunde nicht dem Tod überlassen will, bleibt Dara nur die Möglichkeit, sich zu wehren. Sich auf ihre rohe, ungeübte Magie zu verlassen, ist der einzige Weg vorwärts, aber das wird nicht ausreichen, um die Kin zu besiegen.

Das Buch habe ich Anfang des Jahres in einer Kostenlosaktion heruntergeladen, da ich wieder mehr E-Books lesen wollte. Leider hat mir das Jahr hier einen Strich durch die Rechnung gemacht. E-Books habe ich keine gelesen.

 

 


The Legend of Lady Byeoksa - Die Perlen des Todes - Esther Park

Koreanische Mythologie meets fantastische Frauenpower: das Fantasy-Highlight endlich auch auf Deutsch!
Lady Bin Seomoon hat ein Geheimnis: Sie ist eine Byeoksa – eine Seelenjägerin – und dazu verdammt, dem Treiben von Geistern in der Menschenwelt ein Ende zu bereiten. In der Hoffnung, bald ein normales Leben führen zu können, versucht Bin 108 Geister auszutreiben und dadurch ihr Schicksal zu ändern.
Als Mann verkleidet, schleicht sie sich auf eine rauschende Party und trifft dort auf Eunho, einen loyalen Diener des Königs. Eunho, der die Intrigen des Premierministers untersuchen soll. Eunho, der Bins lange verschollener Verlobter ist – und sich nicht an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnern kann …

Das Buch habe ich sehr erfreut tauschen können. Aber dann musste ich einige Bücherregal umräumen und es geriet außer Sichtweite, so dass ich neuere Bücher vorzog. Inzwischen liegt es näher am Lesestapel.

 

 

Dienstag, 30. Dezember 2025

Der literarische Rückblick 2025

 

Der literarische Rückblick 2024

 

Mein Jahreshighlight 2025

Das Jahr 2025 habe ich als äußerst frustrierend erlebt – und das in jeder Hinsicht. Beruflich wäre es gutgegangen, wenn sich nicht eine „Baustelle“ in meiner Wohnung aufgetan hätte, die monatelang nicht behoben wurde. Als sie endlich bearbeitet war, tat sich infolge dessen eine zweite auf, die bis zum Zeitpunkt, da ich diesen Text schreibe (es ist Mitte Dezember), nicht angegangen worden ist. Selbst erledigen kann ich es leider nicht, da noch Strom in uralten Schächten fließt und jemanden kommen lassen auch nicht, da die WBG es aus Gewährleistungsgründen nicht gestattet. Sie selbst schickt niemanden, da der Handwerkermangel angeblich (in Berlin!) zu stark sei – bis ich herausfand, dass es niemand erledigen will, da der Auftrag zu klein ist und finanziell nicht lohnt. Monatelang habe ich nicht oder nicht richtig geschlafen, da ein extrem übler Geruch hervorströmte und sich auch mit Lüften nicht beseitigen ließ. Dass ich diesbezüglich nicht ernst genommen wurde, lag schnell auf der Hand – und nach Monaten, in denen ich immer nur stark übermüdet war – in manchen Ländern wird das als Folter eingesetzt und ich weiß jetzt wieso –, ging das Leben irgendwie nicht mehr vorwärts. Die Bürokratie dahinter muss wohl nicht näher erläutert werden. Das Aufsetzen von Schriftstücken, das Hinterhertelefonieren … und schiefgegangen ist auch so manches. Es war irgendwann nicht mehr auszuhalten. Am meisten hat mir zugesetzt, dass ich für dieses Jahr so viele Pläne hatte, die ich dann aber nicht angehen konnte, da ich meine Kräfte und Nerven anderweitig einsetzen musste – und irgendwann hatte ich beides nicht mehr. Am Ende des Jahres, als es schon elf Monate lief, war ich vier Monate ohne Geldeingang bzw. werde es noch sein – Freiberufler müssen arbeiten, wenn sie etwas verdienen wollen, aber das konnte ich schließlich auch nicht mehr. Ich habe dann mein letztes Geld zusammengekratzt und einen letzten Versuch gewagt. Es hält leidlich und nach einem Monat Schlaf, scheint sich auch mein Körper zu regenerieren. Welche WBG ich habe, muss ich nicht definieren, sie ist oft genug in den Medien. Inzwischen geht niemand mehr ans Telefon und Briefe (E-Mail wurde generell abgeschafft) werden nicht mehr beantwortet.
Dass sich das alles auch auf mein Lesen und meinen Umgang mit dem Blog(gen) ausgewirkt hat, liegt auf der Hand. Manchmal musste ich eine Seite mehrfach lesen, um zu begreifen, was dort stand. Daher habe ich insgesamt weniger gelesen. Aber dennoch einige schöne Geschichten und Sachbücher ausgegraben. Ich musste wählerischer werden, habe mir genau angesehen, womit ich meine Zeit verbringen würde und mich erst dann entschieden. Vielleicht war das gar nicht so schlecht, oft fragt man sich ja bei einigen, ob die noch lesen oder schon konsumieren.

Montag, 6. Oktober 2025

(Neu) Diese Bücher sind im September 2025 bei mir eingezogen

 

Auch in den letzten Wochen sind neue Bücher bei mir eingezogen und hier zeige ich gern her, welche das waren. Einige habe ich gewonnen, einige als Rezensionsexemplare erhalten, eines geschenkt bekommen und einige habe ich selbst gekauft. Kennt Ihr sie? Welche sprechen Euch an und welche nicht so sehr?

 


Donnerstag, 25. September 2025

(Gastkolumne) Zwischen Streaming und Stille – Hat der Roman noch eine Zukunft?

 

(Gastbeitrag von Lilie Wordsworth)

 

Es ist 21:43 Uhr. Der Roman auf meinem Nachttisch liegt schon seit Wochen unberührt da. Heute habe ich mir vorgenommen, ihn endlich zu lesen – doch statt die Seiten aufzuschlagen, greife ich nach der Fernbedienung. Die nächste Episode einer Serie wartet. Nur noch eine Folge, denke ich. Fünfundvierzig Minuten später werde ich in die nächste Geschichte eingesogen, deren Handlung nie mehr als zwanzig Minuten Pause zwischen den dramatischen Wendepunkten lässt.
Der Roman wartet weiterhin.
Geduldig.
Wie immer.

Diese Szene spielt sich nicht nur in meiner Wohnung ab, sondern ist zur Realität vieler Menschen geworden. In einer Zeit, die von ständiger Reizüberflutung geprägt ist, haben sich unsere Lesegewohnheiten drastisch verändert. Streamingdienste wie Netflix, Disney+ und Co. bieten unaufhörlich neue Serien und Filme an, die uns visuell unterhalten und unsere Aufmerksamkeit schnell fesseln sollen. Die Auswahl ist riesig, und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Der Roman hingegen – das Format, das jahrhundertelang das Bild der Literatur geprägt hat – scheint in dieser Welt von schnellen Bildfolgen und ständigem Strom an Informationen fast wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten.

Freitag, 8. August 2025

(Neu) Diese Bücher sind im August 2025 bei mir eingezogen

 

In letzter Zeit sind verschiedene Bücher neu in meinen Haushalt und mein Bücherregal eingezogen. Einige habe ich gewonnen, einige als Rezensionsexemplare erhalten und einige habe ich selbst gekauft. In diesem Beitrag zeige ich meine neuen Buchschätze, erzähle, warum sie bei mir einziehen durften und welches ich am liebsten sofort lesen würde (und welche ich schon gelesen habe ;-)). Habt Ihr Favoriten? Welches der Bücher kennt Ihr?

 


Thousand Autumns. Buch 1: Tiefer Fall
Yan Wushi, der Anführer der dämonischen Huanyue-Schule, ist ein Meister der Kultivierung, ein brillanter Stratege und ein unverbesserlicher Zyniker. Seiner Ansicht nach wird jedes menschliche Herz von Grausamkeit und Egoismus beherrscht. Wer das Gegenteil behauptet, ist entweder ein Lügner oder ein Narr.
Shen Qiao, der Anführer der daoistischen Xuandu-Schule ist bescheiden, gütig, wohltätig und genau die Art Weltverbesserer, die Yan Wushi zutiefst verachtet.
Als Shen Qiao in einem Kampf eine folgenschwere Niederlage erfährt und nicht nur seine Sehkraft, sondern auch fast seine gesamte magische Kraft verliert, entwickelt Yan Wushi einen teuflischen Plan, um Shen Qiao die Abgründe der Menschheit zu zeigen. Gegenüber dem nun blinden Shen Qiao gibt er sich als Meister aus und nimmt ihn unter seine Fittiche, um ihn auf den Pfad der dämonischen Künste zu locken … Doch kann ein reines Herz so leicht verdorben werden?

Das Buch habe ich recht spontan in einer Buchhandlung gekauft, weil mir das Cover gefallen hat und der Klappentext nett klang. Ich bin großer Fan asiatischer Serien in bewegten Bildern und hoffe auf eine spannende wie emotionale Geschichte.

 

Deckname:Bird
Heather Berriman, genannt Bird, ist eine Frau auf der Flucht. Gerade noch war sie in einer Besprechung in ihrem Büro in Birmingham – und in der nächsten Minute muss sie ihren Job, ihr Zuhause, ihr Leben hinter sich lassen. Es ist der Tag gekommen, mit dem sie gerechnet und auf den sie sich vorbereitet hatte. Aber nichts konnte sie auf das vorbereiten, was als Nächstes passieren würde.
Während Bird versucht herauszufinden, wer hinter ihr her ist, muss sie sich entscheiden, wem sie noch vertrauen kann.

Diesen Thriller lese ich gerade und bin im letzten Drittel angekommen. Die Geschichte ist sehr gut geschrieben, aber nicht ganz, was ich erwartet hatte. Denn sie greift weit in die Jugend der zweiundfünfzigjährigen Prota und erzählt, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass sie nun verfolgt wird. Leider wird das im Klappi nicht thematisiert. Das Buch ist damit ein bisschen literarischer als gedacht, aber mir gefällt es sehr gut.

 

Bittersüß
Charlie lebt ein Leben, von dem sie nach dem Tod ihrer Mutter nie zu träumen gewagt hätte. Sie arbeitet in London in dem Verlag, der bald das neue Buch des preisgekrönten Richard Aveling herausbringt. Als Charlie bei einer Zigarette im Regen mit dem dreißig Jahre älteren Richard zusammenstößt, ist sie überwältigt. Zum ersten Mal fühlt sie sich gesehen und ernst genommen. Was als filmreife Begegnung im Regen beginnt, entfaltet sich zu einer Affäre, die auf Macht, Kontrolle und Schweigen beruht. Charlie wird verzehrt von der Liebe, dem Unverständnis ihrer Freunde, den Anforderungen von allen Seiten. Bis es sie zerreißt.

Ein Buch, das ich ebenfalls über vorablesen.de erhalten habe und daher wohl als Nächstes lesen werde.

 

Verbrannte Gnade: Ein Schwester Holiday-Krimi
Als ihre Klosterschule Ziel eines Brandanschlags wird und der Hausmeister Jack tot aufgefunden wird, stürzen die Schwestern und die umliegende Gemeinde ins Chaos. Unzufrieden mit den Ermittlungen der Behörden ist die eigensinnige Schwester Holiday, die gerne Punkrock hört und Kette raucht, entschlossen, den Täter selbst zu finden. Ihre Ermittlungen führen sie in der schwülen Hitze von New Orleans auf einen verschlungenen Pfad voller Verdächtigungen und Geheimnisse, der sie gegen ihre Mitschwestern aufbringt. Aber Schwester Holiday ist keine Heilige. Um den Fall zu lösen, muss sie sich mit den Sünden ihrer Vergangenheit auseinandersetzen ... 

Diesen ziemlich anderen Krimi habe ich über eine Tauschbörse erhalten. Da ich bereits auf einen Weihnachtskalender „mal anders“ hinarbeite, durfte das Buch einziehen. Vielleicht schaffe ich es noch, es vorher zu lesen.

Montag, 24. März 2025

Schreiben mit ChatGPT für Autorinnen und Autoren: Von der Ideenfindung bis zur Vermarktung - Sandra Uschtrin

 


Titel: Schreiben mit ChatGPT für Autorinnen und Autoren: Von der Ideenfindung bis zur Vermarktung
Autorin: Sandra Uschtrin
Originaltitel
Verlag: ‎Uschtrin Verlag ‎
ISBN: ‎978-3967461008
Euro: 18,00
Veröffentlichungsdatum: Juni 2023
Seiten: 164
Serie: nein
Come in: Kauf

 

 

 

Inhalt/Klappentext
Entdecken Sie, wie ChatGPT Ihnen beim Schreiben und Vermarkten Ihrer Bücher helfen kann und wie Sie das Beste aus der KI herausholen. Kann ChatGPT auch Romane und spannende Unterhaltung schreiben? Kann es glaubhafte Figuren entwickeln und Dialoge entwerfen, die die Handlung vorantreiben? Was sind die Stärken und Schwächen dieser Technologie? Sandra Uschtrin hat ChatGPT gründlich getestet und zeigt Ihnen in diesem Ratgeber, wie Sie die künstliche Intelligenz als Sparringspartnerin und für Marketing-Aktionen nutzen können. Ein Muss für alle Autorinnen und Autoren, die mehr über die schöne neue Welt des Bücherschreibens wissen wollen!

 

 

Donnerstag, 9. Januar 2025

Der literarische Rückblick 2024

 


Es ist erstaunlich, wie schnell ein Jahr vergehen kann. Im Dezember ist es Zeit, sich zu erinnern, was passiert ist, was gerne gelesen oder abgebrochen wurde.


Dienstag, 18. Juni 2024

(Lesen oder Löschen) Kuriose (spicy) Romance E-Books

 

Eine Kategorie, die ich vor einigen Jahren regelmäßig bedient habe und wiederaufleben lassen möchte.
Manchmal stöbert man durch Blogs, Instagram und Co. und bleibt bei dem ein oder anderen Buch hängen, setzt es auf die Wunschliste – und lässt es dort verharren. Irgendwann stellt sich die Frage, ob genau das noch Sinn macht.
Lesen oder Löschen?
Und was steht eigentlich so bei Euch auf der WuLi?

 

(Lesen oder Löschen?) 10 Bücher von meiner Fantasy-Wunschliste
(Lesen oder Löschen?) 10 Bücher von meiner Starke-Frauen-Wunschliste
(Lesen oder Löschen?) 10 Bücher von meiner Science-Fiction-Wunschliste
(Lesen oder Löschen?) 10 Bücher von meiner Sonstiges-Wunschliste

 


Ork Me Baby One More Time: Ein lustiger Monsterroman (Monsterville Deutsch 2) - Ava Ross
Kann sich ein Fake-Date mit dem Ork-Schmied der Stadt in etwas Reales verwandeln?
Wenn ich kein Date für die Geburtstagsfeier meiner Großmutter am Wochenende finde, plant meine Mutter, mich mit meinem Cousin zweiten Grades zu verkuppeln. Das ist zum Kotzen. Spontan frage ich den Ork-Schmied der Stadt, in den ich schon seit Monaten verknallt bin, ob er mich begleitet.
Gunner ist einverstanden, und ehe ich mich versehe, schleichen wir uns von Omas Party weg, um eine eigene, intime Party zu feiern. Endlich kann ich testen, wie gut er seinen Hammer schwingen kann.
Nach der Feier von Granny dachte ich, ich würde Gunner wieder aus der Ferne bewundern. Aber es stellt sich heraus, dass er nicht länger vortäuscht ...

 


Paax: Kriegsherrenbräute (Krieger von Sangrin 1) - Nancey Cummings
Paax wollte nie mit einer Partnerin zusammengeführt werden.
Die Situation in seinem Clan war gefährlich für einen ausgebildeten Krieger und noch gefährlicher für eine zerbrechliche Menschenfrau ohne Reißzähne und Krallen. Sie zur Erde zurückzuschicken, war der einzige Weg, sie zu beschützen, doch als die kurvige Frau aus dem Teleporter stieg, brannte seine Tätowierung mit einer solch leidenschaftlichen Intensität, wie er es noch nie zuvor erlebt hatte. Paax wusste sofort, dass er alles tun würde, um sie zu beschützen und sie sein zu machen. Selbst den gewalttätigen Kriegsherrn seines Clans würde er herausfordern.
Keine Macht im Universum würde ihm seine Gefährtin nehmen.
Mercy, die bei der Musterung mit einem außerirdischen Krieger gepaart worden war, schwor sich, alles dafür zu tun, um aus dem Ehevertrag herauszukommen. Sie mochte ihre Unabhängigkeit und ihr Leben auf der Erde. Niemand würde es ihr wegnehmen, nicht einmal der lächerlich heiße Krieger, den sie Ehemann nennen sollte.
Warum war das Einzige, woran sie denken konnte, von diesem gehörnten, muskulösen Alien genommen zu werden?
Sie wollte nicht bleiben, oder?

 


Ein Feuerwerk für meinen Drachenboss - Honey Phillips
Dieser Drache wird ihr ordentlich einheizen!
Nach diversen Unternehmensfusionen hängt Charlottes Job am seidenen Faden. Als ihr Chef ihr den Auftrag gibt, ein überfälliges Manuskript vom Bestsellerautor ihres Verlags zu besorgen, ist sie entschlossen, damit Erfolg zu haben – auch wenn es bedeutet, die Stadt für das kleine südliche Örtchen Fairhaven Falls verlassen zu müssen.
Sie hat allerdings nicht damit gerechnet, dass der schwer fassbare Autor so groß ist. Und so attraktiv. Und dass er Flügel hat.
Nakor Earlsworth weigert sich, den gängigen Stereotypen über Drachen zu entsprechen. Er lebt in einem gläsernen Haus, nicht in einer Höhle. Er spuckt kein Feuer – zumindest meistens nicht. Und er hortet ganz sicher keine Schätze.
Aber als plötzlich eine nervige, steife und frustrierend attraktive Frau vor seiner Tür auftaucht, möchte er sie nur in seinem Gold sehen – und nichts anderem.
Ein sehr sturer Mann und eine ebenso entschlossene Frau werden herausfinden, was passiert, wenn ein starres Objekt auf eine unwiderstehliche Kraft trifft. Die Funken werden sprühen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Freitag, 12. Januar 2024

Zehn Bücher, die ich 2023 nicht gelesen habe, obwohl ich es gern wollte

Sancia ist eine Diebin – und zwar eine verdammt gute. Daher ist sie im ersten Moment auch begeistert, als sie ihre neueste Beute betrachtet: ein Schlüssel, der jedes Schloss öffnet. Doch dann wird ihr klar, was das bedeutet. Man wird sie jagen! Jedes der mächtigen Handelshäuser wird dieses Artefakt besitzen wollen. Denn die Magie des Schlüssels ist nicht nur alt und mächtig. Die Person, die sie kontrolliert, könnte die Welt verändern. Plötzlich ist Sancia auf der Flucht. Um zu überleben, muss sie nicht nur lernen, die wahre Macht des Artefakts zu beherrschen. Sie muss vor allem alte Feinde zu neuen Verbündeten machen …

Andere Bücher des Autors haben mir gut gefallen. Bei diesem bin ich mir nicht sicher, ob der Autor zu sehr seinen Lesern gefallen wollte. Ich werde sicher noch zugreifen, zumal das Buch bereits im Regal steht.

 


Im Namen des Wolfes (Die Chroniken von Sova 01) - Richard Swan
Im Reich des Wolfes gärt es. Rebellen und mächtige Patrizier gefährden die Macht des kaiserlichen Throns. Nur der Orden der Richter stellt sich dem Chaos entgegen. Sir Konrad Vonvalt ist der gefürchtetste von ihnen, der gemeinsam mit seiner Schreiberin Helena und seinem Vollstrecker Bressinger Recht und Gesetz vertritt. Als die drei den Mord an einer Adeligen untersuchen, kommen sie einer Verschwörung auf die Spur, die bis in die Spitze der kaiserlichen Gesellschaft reicht. Vonvalt muss sich entscheiden: Wird er die Gesetze missachten, die geschworen hat, zu schützen, um das Reich zu retten?

Ich habe das Buch gebraucht gekauft, weil man es offenbar gelesen haben muss, auch wenn es nicht allen Lesern gefallen hat. Ich habe bereits einige Seiten gelesen. Aber das Buch riecht so extrem nach Männerparfum, dass ich es kaum ertrage, es in der Hand zu halten, geschweige denn vor meine Nase. Inzwischen habe ich das Lesen so lange unterbrochen, dass ich nicht glaube, dass ich noch mal zugreife. Dabei habe ich alles Mögliche versucht, um den Geruch loszuwerden …

 

Samstag, 6. Januar 2024

Der literarische Rückblick 2023

 


Aufmerksame Leser wissen sicher noch, dass ich Ende 2022 einen Trauerfall in der allernächsten Familie zu beklagen hatte. Es ist schwer, danach wieder in den Alltag zu finden. Da die letzten zwei Jahre von viel Krankheit und Pflege gezeichnet waren, musste ich 2023 fast ganz von vorn anfangen und das in jeder Hinsicht. Leider auch beruflich, was sich schmerzlich in meinem Geldbeutel bemerkbar gemacht hat. Ohne Rücklagen wäre es nicht zu stemmen gewesen. Von daher sind beinahe keine Käufe zu verzeichnen. Die einzigen beiden, bei denen ich es gewagt habe, habe ich hinterher schwer bereut. Ich ließ mich verleiten – die bunte Social-Media-Blase hatte mich eine Weile gefangen. Qualitativ beide ein Reinfall, was andere Leser darin gesehen haben mögen, erschließt sich mir nicht. Da ich ohnehin immer ungehaltener werde, wenn ich die meisten Neuerscheinungen ansehe, besonders im phantastischen Bereich, habe ich beschlossen, keine Bücher mehr zu kaufen, allenfalls gebraucht. Ich werde 2024 versuchen, alle ungelesenen Bücher im Regal zu lesen und den Rest zu tauschen (sofern möglich, die Preise der Deutschen Post lassen nur sehr wenig Spielraum) oder zu gewinnen. Da ich fleißig daran gearbeitet habe, mir Serien komplett anzuschaffen, bei denen alle Bücher bereits in deutscher Übersetzung erschienen sind, wird es vielleicht etliche Reihen plus Fortsetzungen zu sehen geben.


Dienstag, 24. Oktober 2023

(Buchgedanken) Buch – Alltagsgegenstand oder Luxusartikel? Liest Du Bücher oder benutzt Du sie?

 

Kürzlich las ich einen Artikel zum Alltag mit Büchern, der ungefähr so begann: „Vergilbter Schnitt, Leserillen oder Schimmel – Probleme, die jeder Leser mit eigener Bibliothek kennt.“ Es folgten Tipps, wie mit Büchern richtig umzugehen wäre. Man solle niemals Seiten knicken, nie mit eingecremten Händen zufassen, die Finger nicht befeuchten, um die Seiten leichter voneinander zu trennen, das Buch nicht in der Sonne liegen lassen, nicht in der Nähe von Wasser lesen … Eine wahre Flut von Empfehlungen, die mich jedoch stutzig gemacht haben. Denn das eine wie das andere erscheint mir ein wenig extrem. Oder?
Schnell schloss sich eine weitere Frage an: Sind Bücher heute noch für die Ewigkeit gemacht? Manchmal erscheinen Bücher, die aus dem achtzehnten Jahrhundert oder früher stammen, in einem besseren Zustand zu sein als jene, die nur ein paar Jahrzehnte alt sind. Hier spielt sicher die Lagerung eine Rolle: Kellermuff oder Dachboden tun niemandem gut, ein Zimmer, in dem stets der Wäscheständer stand, hinterlässt Spuren. Nur sollten Bücher überhaupt wie ein rohes Ei behandelt werden?  Niemals ausgeliehen, nie im Garten oder am Strand gelesen, nie beim Kaffee oder Tee trinken, immer außerhalb der Reichweite von Kindern oder Haustieren und ganz sicher nie unter das kürzere Tischbein geschoben. Nur zu etwa neunzig Grad geöffnet, keine Eselsohren, den Umschlag bei Hardcovern vorher beiseitegelegt.
In einer Zeit, wo Bücher vielfach zu Dekoelementen werden – hier seien Cover und farbiger Buchschnitt genannt –, stellt sich die Frage nach innerem und äußerem Wert. Welches Buch wird wo – und wie! – gelesen?

Dienstag, 22. August 2023

(Kindle) Wenn dich die Technik im Stich lässt …

Am 01. November 2011 nahm ich meinen ersten und bis heute einzigen E-Book-Reader in Funktion. Er leistete mir jahrelang gute Dienste, bis ich begann, am PC zu arbeiten und dort viel zu lesen. Da waren mir in der Freizeit Bücher aus Papier lieber. Das liegt ebenfalls einige Jahre zurück – und der Kindle lag ungenutzt in der Ecke.
Letzte Woche jedoch, als ich ein wenig Zeit mitbringen konnte, las ich mich durch verschiedene Leseproben und bekam Lust, es mit einem E-Book zu versuchen. Rasch entschied ich mich für drei Bücher und nahm den Kindle wieder in Betrieb. Sortierte meine Sammlungen, löschte alte Bücher und Dokumente, lud Leseproben herunter und wollte schließlich ein E-Book kaufen. Aber dann das:

 

Samstag, 17. Juni 2023

(Buchempfehlungen zum 70. Gedenken) 17. Juni 1953

 

Wer erinnert sich an dieses Datum oder hat generell schon einmal davon gehört? Laut diverser Medien dieser Tage kennt es nur jeder zweite in Deutschland. Das ist schade.
Da Bücherwürmer sich einem Thema gern literarisch nähern, habe ich eine lose Auswahl an Büchern diverser Gattungen zusammengestellt, die sich mit diesen wenigen Tagen beschäftigen. Schon die Klappentexte erzählen ganz viel davon.

 

 


Zweierlei Grün - Marita Rock
Die Zeit des Kalten Krieges. Deutschland ist zwischen den vier Siegermächten aufgeteilt. In Berlin prallen die Systeme aufeinander. Berlin ist Frontstadt und Schaufenster. Die Bevölkerung versucht, das alltägliche Leben zu meistern.
Die Unruhen 1953 polarisieren die Berliner mehr als je zu vor.
So auch die Familien Riemer und Fichte. Beide Familien werden zerreißen, ein Teil geht in den Westen, der andere bleibt in Ost-Berlin. Dazwischen steht Marie Christine Riemer, die nicht wählen darf, weil sie noch ein Kind ist. Als 1961 die Mauer errichtet wird, als sichtbares Fanal der Teilung, ist die Trennung endgültig.
Der Zwiespalt spitzt sich für Christine Riemer im Laufe der Jahre zu, sie sucht ihren Weg, sie sucht ihr individuelles Glück. Sie schwankt zwischen Anpassung und Ungehorsam, Gehen oder Bleiben.

 


Die Plebejer proben den Aufstand: Ein deutsches Trauerspiel - Günter Grass
Am 17. Juni 1953 gingen die Bauarbeiter der Berliner Stalinallee auf die Straße, um gegen unzumutbare Normerhöhungen zu demonstrieren. So begann ein spontaner Aufstand aus konkretem Anlass, der manchem Intellektuellen nicht durchdacht genug erschien. In "Die Plebejer proben den Aufstand", der wichtigsten Theaterarbeit von Günter Grass, geht es um Macht und Ohnmacht, um Hochmütige und Kleinmütige, um Panzer und Steinewerfer - Themen, die nichts von ihrer Brisanz verloren haben.

 


Der Tag X - Titus Müller
Das Leben der Gymnasiastin Nelly Findeisen wird mit jedem Tag komplizierter. Es reicht nicht, dass sie ihren Vater, der vor sieben Jahren nach Russland abkommandiert wurde, nie mehr sieht, auch ihre Mutter wird ihr zusehends fremder. Hinzu kommt ihr Engagement in einer kirchlichen Jugendorganisation, was im Frühjahr 1953 zum Rauswurf aus der Schule führt. Trost könnte sie bei dem jungen Uhrmacher Wolf Uhlitz finden, der sich in sie verliebt hat. Er will ihr helfen, legt sich dafür sogar mit seinem Vater an, entwendet staatliche Dokumente und landet im Gefängnis. Was Wolf nur vage ahnt: Die junge Nelly steht in einer geheimnisvollen Verbindung mit einem russischen Spion namens Ilja, der sie mit Nachrichten über ihren verschleppten Vater versorgt und den Austausch von Briefen mit ihm vermittelt. Wie Wolf träumt auch Ilja von einem Leben mit Nelly – aber als sich in Berlin und Halle die Unzufriedenheit mit dem Regime in Massendemonstrationen entlädt, hängt ihrer aller Leben an seidenen Fäden.
Titus Müller erzählt eindringlich und packend vom Leben der Aufbegehrenden und entfaltet authentisch und detailgenau das Panorama eines Aufstandes, der beispielhaft wurde.

 

Dienstag, 13. Juni 2023

Neu bei mir eingezogen … Bücher (wer hätte es gedacht?)

 

Im Mai 2023 hatte ich Glück, denn ich habe im Kreuzworträtsel gewonnen. Das löse ich in der Tat sehr gern, wenn ich in einem Magazin eines sehe, besonders wenn Zeit zu überbrücken ist. Auch wenn es „55plus“ heißt … Nein, in diesem Alter befinde ich mich noch nicht. ;-) Nach etlichen Wochen, als ich nicht mehr daran dachte, flatterte per Post ein Gutschein für Thalia ein: zwanzig Euronen waren zu vergeben. Und ich hatte die Qual der Wahl. Der Preis von Büchern ist in den letzten Jahren stark gestiegen, das hat mich sehr erstaunt, aber am Ende sind drei Stück mit nach Hause gekommen:


 

Im Sturm der Echos (Die Spiegelreisende 04) - Christelle Dabos
Risse überziehen die Welt der Archen. Einer jagt den nächsten, die Abgründe werden immer größer. Babel, Pol, Anima – keine der Archen bleibt verschont. Die Bewohner müssen ungläubig mitansehen, wie ihre Welt nach und nach auseinanderbricht. Um die unwiederbringliche Zerstörung der Archen zu stoppen, muss so schnell wie möglich der Schuldige gefunden werden. Muss »der Andere« gefunden werden. Aber wie? Wo doch niemand auch nur weiß, wie er aussieht?
Nachdem ich Band 1 und 2 gelesen habe, wusste ich, dass ich die ganze Serie brauche. Sie wird sich sehr schön im Buchregal machen – und die Fortsetzungen werden mich garantiert genauso begeistern wie diese beiden Bücher.
Leider gab es Band 3 nicht als Taschenbuch im Laden, deswegen habe ich erst einmal den vierten mitgenommen und den dritten dann online bestellt.

Freitag, 10. März 2023

(Buchgedanken) Vielleser haben kein Selbstbewusstsein, oder: Wozu lesen?

 


Der folgende Text stammt aus meiner Feder und wurde im Januar 2009 geschrieben. Ich erinnere mich an diese Chefin. Sie hat diesen Satz tatsächlich so gesagt und ich weiß noch, wie ungläubig ich geschaut habe. Er hat eine Weile an mir genagt – und wie. Ich glaube, das liest sich aus dem Text heraus. Als ich kürzlich auf etliche ältere Blogtexte stieß, hat es mir dieser besonders angetan. Ich musste einfach neu darüber nachdenken.

 

Lesen - Flucht vor der Wirklichkeit?

Freitag, 13. Januar 2023

Index, Eine Geschichte des: Vom Suchen und Finden - Dennis Duncan

 

Ein Sachbuch für ganz spezielle Buchliebhaber, um nicht zu sagen Buchnerds oder feiner ausgedrückt: Bibliophile.

 

 


Titel: Index, Eine Geschichte des: Vom Suchen und Finden
Autor: Dennis Duncan
Originaltitel: ‎ Index, A History of the. A Bookish Adventure
Verlag: Verlag Antje Kunstmann
ISBN: 978-3956145131
Euro: 30,00
Veröffentlichungsdatum: August 2022
Seiten: 352
Serie: nein
Come in: vom Verlag

 

 

 

Inhalt/Klappentext
»Index, eine Geschichte des« ist eines der seltenen Beispiele fröhlicher, lebenszugewandter Wissenschaft, ein Buch der Bücher, voller Entdeckungen, die man in einem Register zuletzt vermutet hätte. Die meisten von uns machen sich kaum Gedanken über den Anhang eines Buchs. Aber hier versteckt sich vor unseren Augen ein unerschöpfliches Reich von Ehrgeiz, von Obsession, Streit, Politik, Vergnügen und Spiel. Hier können wir »Metzger, die wir meiden sollten« finden, oder »Kühe, die Feuer scheißen« und sogar »Calvin, mit einer Nonne in seiner Kammer« erwischen. Das Register ist ein unbesungenes, außergewöhnliches Alltagswerkzeug, eine geheime Welt mit einer ruhmreichen, kaum bekannten Vergangenheit. Dennis Duncan erkundet das Register in den Klöstern und Universitäten vom Europa des 13. Jahrhunderts bis in die Gegenwart des Silicon Valley und zeigt, wie durch den Index Ketzer vor dem Scheiterhaufen gerettet, Politiker von hohen Ämtern abgehalten und wir alle zu den Leser:innen gemacht wurden, die wir heute sind. Wir folgen dem Autor in Druckereien, in Kaffeehäuser, in die Wohnzimmer von Schriftstellern und in die Labore der Wissenschaft, begegnen auf diesem Weg Kaisern und Päpsten, Philosophen und Ministerpräsidenten, Dichtern, Bibliothekaren und natürlich Indexern. Und wir erfahren, welch bedeutende Rolle das Register in der sich entwickelnden literarischen Kultur
gespielt hat. Duncan macht klar, dass wir alle auch im Zeitalter der Internet-Suche im Grunde noch immer am Register hängen.

 

 

Donnerstag, 5. Januar 2023

Zehn Bücher, die ich 2022 nicht gelesen habe, obwohl ich es gern wollte

Die Lichtbrigade – so nennen Veteranen des Marskriegs diejenigen Kameraden, die zurückkommen … und nicht mehr sie selbst sind. Diese Konzern-Kämpfer wurden in Licht umgewandelt, um schnell zu interplanetaren Schlachtfeldern versetzt werden zu können. Doch bei dieser Transformation geschieht etwas mit ihnen. Diejenigen, die die Prozedur überleben, halten sich exakt an die Missionsvorgaben – koste es was es wolle. Dietz, ein frischgebackener Infanterist, muss feststellen, dass seine Erinnerungen an die Einsätze nicht mit denen seines Zuges übereinstimmen. Sie erzählen eine ganz andere Geschichte des Krieges, die ganz und gar nicht dem entspricht, was die Konzernleitung ihren Soldaten weismachen will. Licht oder Schatten? In den Wirren des Krieges ist der Unterschied manchmal nur noch marginal.

Ich habe „Der Sterne Zahl“ sehr gern gelesen und möchte unbedingt noch mehr von der Autorin lesen. Leider scheint sie beim deutschen Leser nicht ganz so gut anzukommen, wie sie es verdient hätte. Das wird mich jedoch nicht davon abhalten, weiter meinen Blick auf ihre Werke zu richten. Bisher war mir nur der Buchpreis zu hoch.

 


Die wahre Geschichte der Wikinger - Neil Price

Mit zahlreichen Karten, Illustrationen und farbigen Abbildungen gibt der weltweit renommierte Experte Neil Price einen verblüffenden Einblick in die Welt der Wikinger: Waren sie wirklich die brandschatzenden Seefahrer und gewaltsamen Eroberer aus den Legenden? »Die wahre Geschichte der Wikinger« stellt die gängigen Vorurteile auf den Prüfstand und zeigt uns die echten Menschen hinter dem Mythos. Basierend auf neuesten archäologischen Funden, zahllosen Textquellen und nicht zuletzt der nordischen Mythologie selbst zeigt Neil Price uns die Wikinger erstmals so, wie sie selbst sich sahen. Fundiert und überraschend lebendig schildert er ihr Alltagsleben und ihre reiche Kultur: Wie übten sie ihre Religion aus, wie gestalteten sie Politik? Welche Rolle hatte die Frau, und wie zentral war Gewalt? Von Eirík I., genannt Blutaxt, der sich den norwegischen Thron erkämpfte, bis zur isländischen Entdeckerin Gudríd, die bis nach Amerika reiste, ist dies die definitive Geschichte der Wikinger und ihrer Zeit, opulent ausgestattet und prächtig bebildert. 

Das Buch klingt so wahnsinnig ansprechend, dass ich es unwahrscheinlich gern lesen würde. Der Preis von fast vierzig Euronen macht mir aber leider bisher einen Strich durch die Rechnung.

 

Freitag, 26. August 2022

Yummy Books!: In 50 Rezepten durch die Weltliteratur - Cara Nicoletti

 


Titel: Yummy Books!: In 50 Rezepten durch die Weltliteratur

Autorin: Cara Nicoletti

Originaltitel: Voracious. A Hungry Reader Cooks Her Way Through Great Books

Verlag: Suhrkamp

ISBN: 978-3518467763

Euro: 16,95

Veröffentlichungsdatum: Juni 2017

Seiten: 332

Serie: nein

Come in: Kauf (ME)

 

 

 

Inhalt/Klappentext
Cara Nicoletti liebt zwei Dinge im Leben: Lesen und Kochen. Warum also nicht beides vereinen? Denn Nicoletti ist nicht nur Konditorin, Köchin und die mit Sicherheit charmanteste Metzgerin in ganz Brooklyn, sondern auch ein ausgesprochener Bücherwurm. Wer könnte also besser die beiden schönsten Dinge im Leben zusammenbringen als diese hungrige Leserin?

Angefangen hat alles in der Fleischerei des Großvaters in Boston, Massachusetts, in der Cara bereits als Mädchen stapelweise Bücher verschlang. Später zog es sie nach New York, wo sie zwischen dem Bücherwälzen fürs Literaturstudium und der Arbeit in Brooklyns bekanntester Metzgerei schließlich auf die Idee kam, aus ihrer Doppelleidenschaft eine einzige zu machen – indem sie die kulinarischen Passagen ihrer Lieblingsbücher nacherzählte und die besten Rezepte kurzerhand nachkochte.

 

Dienstag, 3. Mai 2022

(Buchgedanken) Rezensions- oder Leseexemplare verkaufen?

 

Vor zwei Monaten habe ich einige Bücher über rebuy.de gebraucht gekauft. Die meisten waren in sehr gutem Zustand. Nur bei zweien habe ich mich gewundert:



„Der Höllenkönig“ von James Abbott trug am oberen Buchschnitt den Stempel „Unverkäufliches Rezensionsexemplar“.
Der Verlag Penhaligon zeigt, dass das Buch vermutlich über das Bloggerportal der Penguinrandomhouse-Gruppe angefragt worden ist. Dort heißt es in den FAQ unter Rechtsfragen: „Darf ich mein Rezensionsexemplar verkaufen oder tauschen?

Samstag, 12. März 2022

(Gastfrage) Wie schafft man es als Lektorin, sich das Lesen nicht zu vermiesen?

 


Seit einiger Zeit werde ich von Viellesern angesprochen, die mit dem Gedanken spielen, sich als Lektor selbstständig zu machen. Diese Anfragen sind willkommen und ich gebe mir redlich Mühe, einen ersten Einblick zu geben. Eine Frage scheint die Gemüter am meisten zu bewegen: Kann man noch privat lesen und das möglichst ohne Rotstift oder vermiest man sich das Lesen durch den neuen Job?

Diese Frage ist tatsächlich nicht ganz so einfach und geradlinig zu beantworten. Dabei ist die Antwort so schwierig nicht, wenn sie vielleicht auch nicht jedem gefällt: Nicht jeder Leser sollte Lektor werden, aber jeder Lektor sollte lesen. Zu beachten ist, dass es verschiedene Arten des Lesens gibt, die zudem einer unterschiedlichen Herangehensweise an den jeweiligen Text bedürfen. Privates Freizeitlesen ist nicht gleichzusetzen mit Korrekturlesen oder einer aufmerksamen Analyse der Handlung. Zudem bearbeitet ein Lektor nicht unbedingt immer die Geschichten, die er auch privat für das eigene Vergnügen ausgewählt hätte. Oft sind es gar keine Geschichten, sondern wissenschaftliche Texte, Broschüren, Homepages, Pressetexte usw.

Das (nicht berufliche) Lesen in den bevorzugten Genres, in denen man tätig wird, ist auch eine Art Arbeit, denn es schadet nicht, sich weiterzubilden. Wie werden die einzelnen Geschichten aufgebaut, wie die Charaktere angelegt, wie lauten die Regeln der einzelnen Genres, wer hat gerade einen Bestseller verfasst und warum, wer sind angesagte Autoren in welchem Genre etc.; diese Dinge machen mit den Jahren eine Wandlung durch und Berufsleser sollten diese kennen. Gerne und viel lesen ist also eine Sache, mit Texten arbeiten eine ganz andere.

Kennen Sie Leser, denen anhand ihres großen Stapels ungelesener Bücher die Lust vergeht, weil sie vieles davon auch in kurzer Zeit lesen müssten? An dieses Gefühl sollte sich ein Lektor gewöhnen und es wird Zeiten geben, in denen außerhalb des Berufes gar nicht gelesen wird. Wer also schlicht aus einem Hobby einen Beruf machen will, sollte sich darüber klar werden, dass das einst geliebte Hobby unter Umständen bald nicht mehr sonderlich geliebt wird. Überhaupt ist es sehr wichtig, schon allein für die eigene Gesundheit, sich Freizeit neben dem Lesen zu schaffen, seien es Sport, Ausflüge, Handarbeiten oder -werk, Kochen oder was immer die Seele anspricht. Lesen wird Arbeit und die macht nicht immer Spaß. Wenn man es aber schafft, genügend Freiräume und Abstand zwischen sich und den Beruf(ung) zu schaffen, erhält man sich den Mut, das Vergnügen und den Elan am eigenen Schaffen – und der kleine Schalter im Kopf „Korrekturlesen vs. Privatlesen“ ist schnell umgelegt.