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Mittwoch, 23. November 2011

I care for you - Ayano Saijo


Titel: I care for you
Autorin: Ayano Saijo
Originaltitel: Mamotte Agemasu
Verlag: Ehapa Comic Collection
ISBN: 3770473388
Euro: 6,50
Veröffentlichungsdatum: Februar 2011
Seiten: 192
Kein Serientitel
Come in: Tausch







Klappentext/ Inhalt:
Welches Mädchen wünscht sich nicht einen starken Beschützer, der alles Übel von ihr fernhält? Vor allem Kotome hat so einen bitter nötig, schließlich hat sie ausgerechnet am Tag der Aufnahmeprüfung für eine gute Oberschule Fieber und muss jetzt auf eine ziemlich miese Schule gehen ... Dort hätte sie unter den vielen Rüpeln schlechte Karten, hätte nicht Takashi, Anführer der übelsten Gang von allen, ein (wachsames) Auge auf sie geworfen!

Meinung

Jeder Leser, auch von Mangas, hat so seine ganz speziellen No-Gos. Das hier ist eines meiner.
Der Manga enthält drei Geschichten junger Mädchen, die zu ihrem ersten festen Freund finden. Die erste ist dabei die Längste und im Vergleich harmloseste Story.
Jedes einzelne dieser Mädchen wird aufs widerlichste erniedrigt, gedemütigt und (sexuell) erpresst. Die jungen Männer drängen sich jedes Mal so sehr auf und engen die Heldinnen so ein, dass es sogar auf den Leser beklemmend wirkt. Die Mädchen spüren auch, dass etwas nicht in Ordnung ist, kommen aber nicht einmal auf die Idee, etwas zu unternehmen oder sich zu wehren. Da sie neu an der Schule und damit noch Außenseiterinnen (und somit isoliert) sind, bleibt ihnen da auch nicht viel Auswahl.
Gegen ihren Willen werden ihnen Küsse und diverse Berührungen aufgezwungen (z.B. Finger unter's Höschen), die sie nicht wollen und gegen die sie sich nicht wehren können. Doch kaum sind die ersten Tränchen ob dieses Schocks getrocknet, spüren sie, dass es "etwas Positives" in ihrem Körper ausgelöst hat und dass dies doch nichts Schlechtes sein kann. Also drängt es sie, kaum verstehend was es war, wieder in eine depressive Position.
Romantisch geht hier sicher nichts zu und jungen Mädchen diesen Manga in die Hand zu drücken, davon kann ich nur dringend abraten. Zwar gibt es hier recht fragwürdige, aber immerhin jedes Mal ein Happy End. Sehr realistisch ist das jedoch nicht und niemand sollte einfach alles tun, aufgeben und gefallen lassen, um ... ja was eigentlich? Eine sehr zweifelhafte "Sicherheit" zu bekommen? Ein Amt im Schülerrat?
Wir sollten inzwischen aus dem Jahrhundert heraus sein, in dem sich Frauen so sehr selbst erniedrigen, dass sie die Achtung vor sich selbst verlieren (müssen). Das alles um eines Preises willen, den sie wahrscheinlich nie angestrebt haben, der ihnen jedoch von der Gesellschaft so aufdoktriniert wurde. Und selbst wenn es ihr eigener fester Wille ist - wie in etwa eine höhere Position - muss (hoffentlich) niemand mehr den Umweg über einen männlichen Mitstreiter und seine Launen gehen.
Dieser Manga wird von mir in keine anderen Hände gegeben, das könnte ich nie verantworten. Hände weg, Schund!


Ayano Saijo
Ayano Yamane ist am 18.12. auf Awajishima in der Präfektur Hyogo geboren und hat die Blutgruppe A. Derzeit lebt und arbeitet sie in Osaka. Sie ist seit 1996 professionelle Mangaka und hat sowohl Shonen-Ai-Manga veröffentlicht, als auch viele Light-Novels illustriert. Ayano Yamane ist auch Schöpferin der Serie Crimson Spell.

Montag, 28. September 2009

Manga: Wild Rock - Kazusa Takashima ♥♥♥♥♥



Yuen ist sehr zierlich für sein Alter und hat es wieder nicht geschafft, den Säbelzahntiger zu erlegen, den sein Stamm als Zeichen gewertet hätte. Stattdessen ist ihm ein anderer zuvor gekommen - Enba, der Häuptlingssohn des Feindes.
Zur Strafe schickt ihn sein Vater aus, den anderen jungen Mann zu töten. Als Mädchen verkleidet! Denn Yuen soll Enba erst täuschen und dann im richtigen Moment zuschlagen.
Doch dann kommen sich die beiden näher und Yuen verliebt sich unsterblich. Was er nicht weiß ist, dass Enba sein falsches Spiel längst durchschaut hat und seine Gefühle erwidert. Als seine Schuldgefühle zu stark werden, verlässt er Enba und kehrt zu seinem Stamm zurück. Sein Seelengefährte entführt ihn kurzerhand ...

Bei Carlsen Comics 2005 erschienen, begeistern die 192 SW-Seiten durchweg.
Das beginnt schon damit, dass es sich hier um einen in sich abgeschlossenen Band handelt und daher keine weiteren Folgebände angeschafft werden müssen.
Die Liebesgeschichte ist herzerwärmend - das langsame Herantasten, die Schuldgefühle, das Verlassen werden. Schließlich eine mutige Tat und die Auflösung des Problems. Alles, was eine romantische und sinnliche Story benötigt.
Hinzu kommen die sexy aussehenden Helden: Enba ist groß und muskulös. Seine Gesichtszüge sind kantig hervorstechend, zeigen aber auch weiche Züge. Yuen ist weiblicher geraten, er ist klein und zierlich. Damit werden auch die Charaktere der beiden schon sehr genau beschrieben: Enba, der weiß, was er will und es sich nimmt. Und Yuen, der an sich zweifelt und emotional auf alles reagiert.
Die erotischen Szenen sind sehr ausgeprägt und daher offiziell ab 16 Jahren empfohlen. Die Zeichnungen sind genau und sehr fein, entbehren auch nicht an Details. Kazusa Takashima hat ein gutes Händchen für Gesichtsausdrücke und Mimiken. Auch Gefühle in Szenen einzuarbeiten gelingt hervorragend.
Einer der Mangas, die ich auf jeden Fall behalten werde und den ich damit uneingeschränkt empfehlen möchte.


Mittwoch, 9. September 2009

Manga: Tochter von Basilis 02 - Chiho Saito ♥♥



Shuka, die schon mit vierzehn auf eigenen Beinen stehen musste, glaubt, sich in Ryoto verliebt zu haben. Darum will sie auch auf jeden Fall verhindern, dass er von ihrer Liebesbeziehung zu Kou erfährt.
Doch dann taucht ein Zeitungsartikel auf, der genau dies thematisiert. Shuka muss Ryoto also alles beichten. Der scheint das sehr leicht zu nehmen, doch die junge Frau ist einfach nur froh, dass scheinbar nichts mehr zwischen ihnen steht.
Inzwischen weiht ein abtrünniger Diener die Verlobte Ryotos in die wachsende Zuneigung der beiden ein und sie holt zu einem allumfassenden Schlag aus. Auf einer großen Feier soll endlich das Datum für die Hochzeit angekündigt werden, so dass es kein Zurück mehr gibt.
Ryoto nutzt diese Gelegenheit, die von ihm inszeniert wurde, aber für seine eigenen Pläne und Shuka muss erkennen, wie er wirklich ist.
Und dann taucht auch noch ein geheimnisvoller dritter Abkömmling von Baron Midorikawa auf.

Das ist nun tatsächlich gar nichts mehr für unter Zehnjährige, wie noch bei Teil 1 vom Verlag angegeben. Da tun sich menschliche Abgründe auf, Vergewaltigung, Sex mit Minderjährigen und das ein oder andere nicht erziehungsberechtigtenfreigegebene Bild schleicht sich ein.
So wirklich vermag es die Handlung immer noch nicht, mich in ihren Bann zu ziehen. Sie ist einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen und läuft viel zu schnell ab. Kaum hat man sich auf eine Figur und ihre Gefühle eingestellt, tut sie etwas so unerwartetes, dass man am liebsten den gesamten Manga in die Ecke feuern würde. Auch mein erhoffter Abschluss findet nicht statt, es wird eine neue Figur eingeführt, die aber nach ihrem ersten Auftreten nichts Neues erwarten lässt. Nach diesem Band - den es zugegebenermaßen umsonst zu Teil 1 dazu gab - werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen.
Auch hier gibt es keine asiatisch aussehenden Menschen, obwohl die Namen darauf schließen lassen. Das Thema Pferd kommt nur noch sehr, sehr am Rande vor, obwohl es immer noch als Marketinginstrument dient.
Die beiden Teile haben mir komplett nicht gefallen, wenn ich auch gute bis sehr gute Ansätze in der Geschichte feststellen kann. Darüber hinaus geht es aber leider nicht.


Samstag, 5. September 2009

Manga: Tochter von Basilis 01 - Chiho Saito ♥♥



Prolog: 1925 kann nur die Pferdetrainerin Momiji die schwierige, weil charakterstarke Stute Basilis reiten. Baron Midorikawa, dem das Tier gehört ist zunächst eifersüchtig. Doch er will auch Momiji für sich als Geliebte haben und stellt ihr nach. Sein Neffe Awa rettet sie einmal und beide verbringen Zeit miteinander. Schließlich sind sie in leidenschaftlicher Liebe zueinander entbrannt. Doch Awa erleidet einen tödlichen Unfall und der Baron erpresst Momiji, so dass sie sich seinem Willen fügen muss.
Geschichte: Das Tokyo des Jahres 1977 hat ein großes und luxuriöses Hotel zu bieten. Das "Basilis". Eine Steinskulptur ziert den Eingang. Der Besitzer Ryoto, ein Nachfahre des Barons will eine neue, viel prächtigere Statue anfertigen lassen. Dazu lässt er einige Künstler vorsprechen, auch die junge Shuka. Doch mitten im Gespräch platzt ihr Lehrer herein, mit dem sie auch eine Affäre hat und beschuldigt sie, seine Werke gestohlen zu haben.
Bei einem Gespräch mit ihrer Oma stellt Shuka fest, dass auch sie ein Nachfahre des Barons ist.
Nach einer Feier entschließt sich Ryoto dazu, Shuka auf sein Landgut einzuladen, damit sie Pferde studieren kann. Sie lernt seine Welt kennen: seine hinterhältige Verlobte und das Geheimnis, dass er an einer geheimnisvollen Krankheit leidet. Beide sind immer mehr voneinander fasziniert und Ryoto entdeckt das Geheimnis um Shukas Familie.

Ich greife nicht so häufig zu Mangas und vielleicht liegt es auch daran, aber es gibt eine Sache, die ich hier überhaupt nicht verstehe: trotz der japanischen Namen, sieht keine einzige Figur asiatisch aus. Momiji und ihre Nachfahren sind alle blond, groß, weiß. Das hat mich doch sehr verwirrt, wenn dann selten jemand im Kimono aufgetaucht ist. Auch die Häuser und die Umgebung passen viel besser nach England.
Abgesehen davon ist die Handlung sehr vorhersehbar und im Prolog springen kaum Gefühle über. Die Liebesgeschichte entwickelt sich rasant schnell, so schnell, wie sie dann auch wieder zuende ist.
Auch in der eigentlichen Geschichte wirkt vieles gestanzt und ich erhoffe mir von der Fortsetzung mehr Klarheit. Die Verlobte Ryotos ist im Charakter sehr unbeständig dargestellt, mal ist sie fürsorgend und nett, dann wieder hinterhältig und grausam. Was denn nun?
Es gibt drei erotische Bilder, bei denen aber so gut wie nichts zu sehen ist, weswegen sich das auch für jüngere Leser(innen) eignen würde - Der Hersteller empfiehlt tatsächlich 8-9 Jahre.
Allerdings möchte ich eher keine Leseempfehlung aussprechen, denn auch das Thema "Pferd" kommt viel zu kurz.