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Freitag, 22. Oktober 2021

C.S. Lewis - Ein Leben in Briefen - C.S. Lewis/ Titus Müller (Hrsg.)

 


Titel: C.S. Lewis - Ein Leben in Briefen

Autoren: C.S. Lewis/ Titus Müller (Hrsg.)

Originaltitel

Verlag: Adeo

ISBN: 978-3863343101

Euro: 20,00

Veröffentlichungsdatum: Mai 2021

Seiten: 320

Serie: nein

Come in: vom Verlag

 

 

 

Inhalt/Klappentext
C.S. Lewis war einer der einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Doch er war nicht nur ein brillanter Autor, sondern auch ein großartiger Briefeschreiber, der tiefe Freundschaften zu den verschiedensten Menschen pflegte. Seine Briefe waren hinreißend, emotional, warmherzig, voller Weisheit, Humor und "alltagstauglicher" Theologie. Dieses Buch beinhaltet eine Auswahl seiner Korrespondenz mit Familienmitgliedern, Freunden und Fans - liebevoll kuratiert von Bestseller-Autor und Lewis-Verehrer Titus Müller, abgerundet durch eine Biografie von C.S. Lewis. Anhand seiner Briefe begleiten wir C.S. Lewis durch sein ganzes Leben, angefangen in seiner Jugendzeit bis wenige Wochen vor seinem Tod. Nicht nur ein tiefer, unzensierter Einblick in Gedanken, Herz und Seele des großen Autors, sondern auch ein spannendes Stück Zeitgeschichte durch zwei Weltkriege.

 

Freitag, 3. September 2021

Mann! Bin ich jetzt alt?!: Zwischen Statusverlust und neuer Freiheit - Andreas Malessa

 


Titel: Mann! Bin ich jetzt alt?!: Zwischen Statusverlust und neuer Freiheit

Autor: Andreas Malessa

Originaltitel

Verlag: Adeo

ISBN: 978-3863343132

Euro: 18,00

Veröffentlichungsdatum: Mai 2021

Seiten: 192

Serie: nein

Come in: vom Verlag

 

 

 

Inhalt/Klappentext
Sie selbst reden ungern darüber. Und was andere dazu sagen, Frauen zum Beispiel, stimmt höchstens als Außenansicht: Männer im Alter 60 plus – ihr Lebensgefühl, ihre Wünsche und Herausforderungen in der zweiten Lebenshälfte. Wenn der Körper schwächelt, die Pensionierung naht und das Geld knapper wird. Wenn auch die Partnerin in die Jahre gekommen ist und es mehr Freizeit, aber weniger Lebenszeit gibt. Wenn man geachtet werden möchte, statt peinlich zu werden. In kurzweiligen Porträts quer durch die sozialen Schichten nimmt Andreas Malessa seine Leser mit auf eine höchst unterhaltsame Reise in jene Sphäre aus Scham und Ehre, die Frauen zu kennen glauben und Männer selten zu erkennen geben. Eine psychologisch-gesellschaftskritische Reisereportage durch die Innenwelten der „alten, weißen Männer“. Mit humorigen Schlüsselloch-Effekten für Leserinnen und hohem Wiedererkennungswert für Leser.

 

Dienstag, 13. April 2021

Der Stoff, aus dem die Freiheit ist - Nathalie Schaller und Lennart Will

 


Titel: Der Stoff, aus dem die Freiheit ist

Autoren: Nathalie Schaller und Lennart Will

Originaltitel

Verlag: adeo

ISBN: 978-3863342913

Euro: 20,00

Veröffentlichungsdatum: März 2021

Seiten: 208

Serie: nein

Come in: vom Verlag

 

 

 

Inhalt/Klappentext
Nathalie Schallers Lebensweg scheint vorgezeichnet: Abitur, Jurastudium, Karriere. Doch dann lernt sie auf Reisen nach Indien und Kambodscha Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution kennen. Das Thema lässt sie nicht mehr los. Welche Perspektive haben die jungen Frauen nach ihrer Befreiung überhaupt?

Kann Nathalie irgendetwas tun? Sie entscheidet sich, dem Funken in ihrem Herzen Beachtung zu schenken. Die Vision von einem außergewöhnlichen Modelabel ist geboren: Mit professionellen Designs – aber vor allem fair, nachhaltig und humanitär. Die Idee ist revolutionär! Und natürlich läuft nichts so wie geplant …

Das Buch erzählt vom Träumen, Scheitern, von Ängsten, Kampfgeist und Vertrauen. Als bunte Collage aus Autobiografischem, Hintergrundinformationen und harten Fakten ist es eine packende Inspiration für jeden, der nach seiner Aufgabe im Leben sucht oder davon träumt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

 

Sonntag, 5. Juli 2020

Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens - Titus Müller/ Gaby Trombello-Wirkus

Titel: Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens
Autorin: Titus Müller/ Gaby Trombello-Wirkus
Originaltitel
Verlag: adeo
ISBN: 978-3863342722
Euro: 18,00
Veröffentlichungsdatum: Juni 2020
Seiten: 224
Serie: nein
Come in: vom Verlag










Meinung
Liebe Autoren,

vor einigen Jahren besuchte ich mit einer Freundin das LWL-Römermuseum in Haltern am See, das ich übrigens für Interessierte sehr empfehlen kann. Dort gab es neben den Fundstücken, die vor knapp zweitausend Jahren den Alltag der Menschen bestimmten, auch ganz viel Geschichte zum Ausprobieren. Unter anderem einige kleine Wachstäfelchen, auf die damals mit Griffeln Botschaften geschrieben wurden: „schick mir noch Unterhosen“, „mach dir keine Sorgen, mir geht es gut/ich bin dir treu“, Rechnungen, Listen aller Art, etc. Es ist unheimlich mühsam, beinahe frustrierend, auch nur einen Buchstaben in das feste Wachs zu drücken. Wie lange mag eine ganze Botschaft gedauert haben?

Dienstag, 13. September 2016

Ben Hur - Carol Wallace

Titel: Ben Hur
Autorin: Carol Wallace
Originaltitel: Ben Hur
Verlag: adeo
ISBN: 978-3863341220
Euro: 17,99
Veröffentlichungsdatum: August 2016
Seiten: 477
Kein Serientitel
Come in: Vom Verlag










Meinung

Die Familie habe, schreibt Carol Wallace, Ur-Ur-Enkelin des Autors Lew Wallace, im Nachwort, stets den Roman "Ben Hur" geschenkt bekommen, so dass alle verfügbaren Ausgaben im Hause gewesen seien. Aber gelesen habe sie ihn nie. Das habe sich erst geändert, als eine Neuverfilmung des Film-Klassikers von 1959 angedacht worden sei. Im Zuge dessen habe man nämlich auch eine Überarbeitung des Lesestoffes, der erstmals 1880 erschienen ist, angedacht. Mit mehr als hundert Jahren auf dem Buckel musste dieser ein wenig an die heutige Zeit angepasst werden; aber so viel sei gar nicht zu tun gewesen, schreibt die Autorin, die zuvor bereits mehrere bekannte Bücher veröffentlicht hat. Ein paar Kürzungen, einige Charaktere vertiefen, dabei besonders die weiblichen, mehr sei es nicht gewesen.
Die Arbeit hat sich gelohnt, nicht nur ist das Werk ein absoluter Page Turner, es liest sich flüssig und ist eines jener Werke, das man auf jeden Fall einmal gelesen haben sollte.
Auch über das Leben und Wirken ihres Vorfahren verliert die Autorin einige Worte. Schnell steht fest, dass Lew Wallace zwar durch "Ben Hur" am bekanntesten wurde, aber sich sein Leben ebenfalls für eine Verfilmung eignen würde. An spannenden Ereignissen fehlt es im Leben des ehemaligen Bürgerkriegssoldaten, Anwalts, Politikers und Botschafters im Ausland nicht.

"Ben Hur" nun ist ein Buch in mehreren Teilen und wer die Altverfilmung kennt, kennt auch die Geschichte. Der Junge Ben Hur ist in einer vermögenden Familie aufgewachsen, sein Vater hat sich einen Namen gemacht, inzwischen leben aber nur noch Mutter und Schwester mit ihm im Haus. Sein Jugendfreund Messala kehrt nach seiner Ausbildung in Rom zurück und hat sich leider sehr verändert. Inzwischen verachtet er alles nicht-römische und vor allem die Juden, zu denen Familie Hur gehört. So zögert Messala auch nicht, seinen ehemaligen Freund ohne Gerichtsverhandlung als Sklave auf die Galeeren zu schicken, als diesem beim Einzug des neuen Statthalters ein Missgeschick passiert. Mutter und Schwester kommen in ein fensterloses, flaches Verlies und werden dieses viele Jahre nicht mehr verlassen.
Doch Ben Hur hat Glück und davon schließlich eine ganze Menge - nicht nur erlangt er seine Freiheit zurück, er erhält eine römische Ausbildung, erbt viel Geld, kehrt in die Heimat zurück, wo er seine Familie sucht, noch mehr Geld erbt, Messala stellen kann, die Frau fürs Leben findet und noch reicher wird.
Wenn es also einen Kritikpunkt gibt, dann dass nach kurzer Misere - dem Galeerenschiff - das Leben optimal für Ben Hur verläuft. Herausforderungen für ihn sucht man vergeblich. Da jedoch noch viel mehr geboten und dies zudem in einer sehr angenehmen und wohl formulierten Sprache präsentiert wird, kann darüber hinweggelesen werden. Trotz der Kürzungen sind die Beschreibungen immer noch ausreichend und lassen ein beinahe dreidimensionales Bild vor Augen erscheinen. Ein erstaunlicher Umstand, denn Lew Wallace gelangte erst viele Jahre nach Abschluss des Buches in jene Länder, in denen die Geschichte spielt. Stolz und froh sei er gewesen, schreibt Carol, dass alles wirklich so sei, wie er es nur von Ferne hatte recherchieren können - wohlgemerkt um 1880 herum.
Anders als in den Verfilmungen, besonders der neuen, die offenbar leider wenig beliebt ist, stehen im Buch nicht die Galeerenzeit oder das Wagenrennen im Vordergrund. Das sind einzelne Stationen, die Ben Hur durchläuft, die aber nicht überdramatisiert werden. Die Beziehungen der Personen untereinander sind da ausschlaggebender. Besonders die Suche nach Mutter und Schwester treibt Ben Hur voran, wenn auch seine Gefühle für Messala ihn ab und an überrollen. Rache jedoch ist ebenfalls kein zentrales Motiv des Buches, es lechzt niemand nach Blut oder glaubt, eine wie auch immer geartete Ehre wiederherstellen zu müssen.
Was die Geschichte so faszinierend macht ist ihre Authentizität, ihre immer noch spürbare Aktualität. Die Römer kontrollieren zu Zeiten Jesus Christus einen Großteil der damals bekannten Welt und nicht zuletzt auch die Stadt, in der Ben Hur lebt. Die Galeeren werden von römischen Sklaven angetrieben - gefangen in der ganzen Welt. Alles und jeder ist ihnen unterworfen, wer nicht spurt, muss mit den Konsequenzen zu leben lernen. Nun ist der Messias geboren, einer der drei Weisen rät Ben Hur aus seiner römischen Ausbildung und seinem vielen Geld ein Heer aufzubauen. Wenn ER sich zu erkennen gibt, so glaubt der inzwischen alte Mann, wird ER dieses sicher benötigen und die Juden gegen die Römer in die Freiheit führen. Ben Hur trifft tatsächlich mehrmals auf Jesus, auf dem Weg zu den Galeeren gibt ihm ein unbekannter Mann gegen den römischen Willen etwas zu trinken. Später hört und sieht er Jesus predigen, auch dessen Heilung der schrecklichsten Krankheiten kann er miterleben. Und schließlich auch die Kreuzigung.
Der Roman gehört auf jeden Fall ins Bücherregal. Die Neubearbeitung von Carol Wallace ist lesenwert, gut durchdacht, dezent verändert und sprachlich auf sehr hohem Niveau. Der Schutzumschlag des Hardcovers kann entfernt werden, ein neutraleres Coverbild wäre wünschenswert gewesen, hier ist der Schauspieler aus der Neuverfilmung zu sehen. Aber vielleicht bietet es sich auch an, es wie Familie Wallace zu machen und mehrere Ausgaben anzuschaffen. Die alte und die neue Version in etwa nebeneinander zu stellen.
Gelesen sollte man diesen großartigen Roman, der auch nach einhundert Jahren nichts von seiner Aussagekraft und seinem Esprit eingebüßt hat, auf jeden Fall. Schade, dass ich so lange damit gewartet habe.


Carol Wallace ist die Ur-Ur-Enkelin von Lew Wallace, dem Autor des Klassikers "Ben Hur", der 1880 erschien. Carol hat bereits über 20 Bücher geschrieben, zuletzt den historischen Roman "Leaving van Gogh". Sie ist die Co-Autorin des "New York Times"-Bestsellers "To Marry an English Lord", der als Inspiration zur Erfolgsserie "Downton Abbey" gilt. Carol hat an der Princeton University und an der Columbia University studiert.