Montag, 13. April 2026

(Fast) vergessene Fantasybücher – Fantasy von gestern

 

In letzter Zeit führen viele Suchanfragen auf Verlorene Werke Blog, die in etwa so klingen: „beste fantasy bücher aller zeiten“. Als ich selbst danach suchte, um mir neue Lese-Inspirationen zu holen, stellte ich schnell fest, dass diese Listen immer die gleichen (zehn oder mehr) Autoren umfassten. Wer schnell in sich geht und nur fünf Namen nennen sollte, wird wohl die meisten der Liste treffen. Aber was ist mit den anderen? Die nicht als „die Besten“ gelistet werden, die aber dennoch gerne gelesen wurden? Namen, die wir „alten Hasen“ kennen, aber die Neuleser im Genre (vermutlich) nicht mehr. Ich würde gern ein paar nennen – vielleicht fühlt sich jemand angeregt. Und zudem sind ältere Titel oft gebraucht und damit wesentlich günstiger zu haben. Wer kennt noch mehr fast vergessene Fantasyromane?

 


Im Zeichen der Weide - Sharon Shinn
(mit Link zur Rezension)
Der Meisterschüler Aubrey kommt in die Dienste des Magiers Glyrenden, von dem er sich Unterricht im Gestaltwandeln erhofft. Doch schon als er das verwahrloste Haus betritt, hat er das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Schließlich lernt er die anderen Bewohner kennen: Orion, einen riesigen, behaarten Diener, der nur wenig spricht. Arachne, die herumwirbelnde Magd, die nur stumm vor sich hinmurmelt. Und Lilith, Glyrendens geheimnisvolle Ehefrau, die niemals Gefühle zeigt.
Glyrenden ist ein grausamer Mann und alle im Haus fürchten ihn. Allerdings ist er nur selten daheim und so verbringt Aubrey viel Zeit mit Lilith. Obwohl sie keine Schönheit ist und sie niemals etwas zu berühren scheint, entwickelt er tiefe Gefühle für sie. Doch je länger er im Hause seines Lehrmeisters verweilt, desto mehr spürt er, dass hier absolut nichts so ist, wie es scheint.

Das Buch habe ich 2011 im Blog rezensiert, es ist mir aber in guter Erinnerung geblieben. Wenn ich nicht irre, wurde es nicht nur einmal verfilmt.



Die Fährte des Blinden – Glenda Noramly
(mit Link zur Rezension)
Die Welt Malinwar hat sich vor Jahrtausenden verändert, als das Chaos in Form des Tilgers hereinbrach. Geblieben sind acht Stabilitäten, die vom Unbeständigen durchbrochen werden. In diesen ziehen Feldströmungslinien aus purer Energie ungebunden umher und verändern Mensch und Tier. Regeln und Gesetze sind im Unbeständigen außer Kraft gesetzt und neben den veränderten Kreaturen leben nur die Häscher, Fänger im Dienste des Tilgers, in ihnen und verbreiten Chaos.
Menschen, die feldströmungsfühlig sind, können den Veränderungen entgehen, aber jene, die es nicht sind, werden unweigerlich ins Chaos gezogen. Ihnen ist es verboten, je in eine der Stabilitäten zurück zu kehren.
Das Leben in den Stabilitäten ist streng nach einer religiösen Ordnung der Kantorei geregelt. Diese legt auch fest, dass jeder Bürger einmal im Leben eine Wallfahrt durch eine Unbeständigkeit machen muss.
Kartenzeichner sind hochangesehen und reisen das halbe Jahr durch Malinwar um jede Veränderung sofort aufzunehmen und später in Karten umzusetzen.
Keris Kaylen ist die Tochter eines solchen und zeichnet inzwischen nicht nur die Karten, sie erfindet neue Dinge, so dass sich der Ruhm ihres Vaters mehrt. Doch als Frau ist es ihr verboten, ihm in diesen Beruf zu folgen, obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht.
Als ihr Vater auf einer seiner Reisen getötet wird und ein geheimnisvoller Mann seine Hinterlassenschaft zurück bringt, soll Keris den besten Freund ihres Bruders heiraten. Dieser ist allerdings nur hinter ihrer Mitgift her.
Als Keris in den Paketen des Vaters eine der letzten Trompleri-Karten findet, ist ihr Ziel klar: Sie will lernen, wie man eine solche magische Karte herstellt. Doch der Tilger, der um sein Chaos fürchtet, ist ihr stets dicht auf den Fersen.
Keris gerät an eine Gruppe Reisende, die Teil einer Prohezeiung ist, die ganz Malinwar von Grund auf verändern könnte.

Diesen großartigen Einzelband habe ich 2013 rezensiert und erinnere mich daran, wie sehr er mich mitgerissen hat. Das Cover ist Quatsch, aber der Inhalt top.



Die Welt der Drachen (Die Drachenreiter von Pern 01) - Anne McCaffrey
Seit Jahrtausenden besteht zwischen den stolzen Drachen und den Menschen, die mit ihnen gemeinsam auf dem Planeten Pern leben, ein festes Bündnis. Die Drachen und ihre Reiter schützen mit ihren speziellen Fähigkeiten Pern vor den katastrophalen Folgen, die die periodische Annäherung eines fremden Himmelskörpers mit sich zu bringen pflegt. Aber die Beschützer des Planeten gelten gegenwärtig nicht viel, denn es ist ungewöhnlich lange her, seit Pern zum letzten Mal in Gefahr war. Als Geächtete fristen die Drachenreiter ihr Leben – bis ihre Stunde wieder kommt. Dann, als der rote Stern nah am Himmel seine Bahn zieht, greifen sie ein und verteidigen Pern gegen eine Invasion der ganz besonderen Art.

Im Jahr 2017 war das Science-Fiction-Lektorat des Heyne-Verlages so freundlich, mir einige Fragen zur Neuauflage aller neunzehn Bücher aus der Feder der Autorin zu beantworten. Leider gibt es diese nach wie vor nur als E-Book.

Dienstag, 7. April 2026

Covergleichheit: Ein weißer Hut

 


Wie einfach es ist, eine Frau in hübschem Kleid einfach vor eine andere Kulisse zu stellen. Zeit und sogar Kontinent sind grundverschieden – aber in beiden Storys geht es um Frauen, die sich beweisen müssen.



Mittwoch, 1. April 2026

Ausblick auf den Verlorene-Werke-Blog im April 2026

 


Das war der März

Mein März war geprägt von Terminen, besonders Arztterminen. Dafür sind die wichtigsten davon für dieses Jahr abgehakt. Da meine alte Zahnarztpraxis überraschend geschlossen hatte, musste ich eine neue suchen, was gar nicht so einfach war. Zudem habe ich gleich zu Beginn des Monats die letzte Fensterfront, die noch übrig war, gestrichen – Farbe „Polarweiß“ hatte ich schließlich noch da. Eine Aktion, die drei Tage in Anspruch genommen hat. Danach bin ich, da das Wetter hier in Berlin schon sehr sonnig und warm gewesen ist, den Balkon angegangen. Hier stand noch das Gestrüpp vom letzten Jahr, die verdorrten Geranien in den Kästen … Gepflanzt habe ich noch nichts, aber immerhin ist alles vorbereitet. Geschockt und gefreut gleichermaßen hat mich, dass meine Endlosgeschichte mit meiner WBG nun erst einmal abgeschlossen ist. Überraschend wurde meine Baustelle ja im Januar bearbeitet und behoben – und seitdem gibt es keine Probleme mehr. Nun habe ich eine gewisse Abteilung wohl mürbe gemacht – mein Vermieter stimmte einer Mietminderung über dreizehn Monate (!) zu und entschuldigte sich offiziell und schriftlich bei mir!
Viel Zeit zum Lesen gab es daher nicht.

„Der Gott und die Füchsin“ fing sehr gut an, hat aber eine Protagonistin, der ich einfach nichts abgewinnen konnte. Vom eher jung gehaltenen Cover sollte sich niemand täuschen lassen: Das hier ist keine locker-leichte Story, hier wird es, neben heiteren Momenten, meist düster, blutig und aufregend. Mich hat das überrascht. Im Endresultat bin ich wohl einfach nicht mehr zwanzig und damit außerhalb der Zielgruppe, von daher leider nicht meins.

„The House Witch“ mit ihren über sechshundert Seiten war genau der ruhige und anheimelnde Lesestoff, den ich in einem so turbulenten Monat gebraucht habe. Allerdings habe ich meist auch nur ein Kapitel am Tag geschafft – was ausreicht, das Lesen ist ja kein Schnelligkeitswettbewerb, aber bei so einem seitenstarken Buch dauert es dann eben doch, ehe es ausgelesen ist. Ganz beendet habe ich es noch nicht.

Ende März gab es eine Überraschung, als ich bei vorablesen.de in deren Frühjahrputz-Gewinnspiel gewonnen habe. „Die Spur der Vertrauten“ von Christelle Dabos. Das Buch habe ich leider in der Verlosungswoche nicht ergattern können, aber da ich von der Autorin schon andere Bücher (gern) gelesen hatte und die Leseprobe mich überzeugen konnte, habe ich einfach mein Glück versucht. Und nach all den Jahren, die ich schon dabei bin, hat es endlich einmal geklappt :-)

 

(Altvorderen) Was in meinem alten Phantastik-Buchregal steht

Malbücher für (buchlesende) Erwachsene – noch im Trend?

 

Rezensiert:
Ein Tanz für Emilia - Peter S. Beagle

We Who Will Die - Stacia Stark

The Hive – Wenn die Königin fällt - Anna February

Gesandter der Unterwelt - priest 

 

Neue Bücher eingezogen:

 


 

Montag, 30. März 2026

Gesandter der Unterwelt - priest

 


Titel: Gesandter der Unterwelt
Autorin: priest
Originaltitel: Zhen Hun (镇魂)
Verlag: ‎Bramble
ISBN: ‎978-3426563809  
Euro: 25,00
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2025
Seiten: 400
Serie: Guardian 02
Come in: Kauf

 

 



Inhalt/Klappentext
Menschen strömen in Massen in das Krankenhaus der Stadt, geplagt von unerklärlichen Schmerzen, die die behandelnden Ärzte vor ein Rätsel stellen. Ein Fall für den jungen Ermittler Zhao Yunlan und sein Team aus der Abteilung für Sonderermittlungen, das sich mit allem Übernatürlichem befasst. Als sich der mysteriöse Fall entfaltet, stoßen Shen Wei und Zhao Yunlan auf eine atemberaubende Entdeckung: Eines der vier Heiligtümer ist in die Welt der Sterblichen zurückgekehrt. In den falschen Händen kann das Artefakt das Gleichgewicht zwischen den Welten zerstören. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!