Donnerstag, 2. Juli 2026

Ausblick auf den Verlorene-Werke-Blog im Juli 2026

 


Das war der Juni

Im Juni war bei mir so viel los, dass ich sogar vergessen habe, den Ausblick pünktlich am ersten des neuen Monats hochzuladen. Ich bin von einem Termin zum nächsten gehetzt – und habe überdies beschlossen, mir einen neuen Kühlschrank zu kaufen. Und das ist gar nicht mal so einfach, weil aus der zunächst einfachen Aufgabe schon wieder eine Umräumaktion geworden ist, bei der ich sogar eine halbe Wand streichen muss. Weil es dann aber plötzlich so heiß geworden ist – Balkon, Hauswand, Schatten sagte 39,2 Grad –, verschob ich die Aktion. Auf jeden Fall dann, wenn der Hochsommer vorbei ist. Aber die Maße der gängigen Kühlschränke machen mir bisher wenig Mut. Denkt denn niemand an kleine Küchen?

Trotz allem habe ich zweieinhalb Bücher lesen können und die haben mir alle angenehme Momente geschenkt.
Die Wahrsagerin kleiner Schicksale – Julie Leong
Eine ruhige Cozy-Story, die mir gegen Ende aber ein bisschen zu konstruiert war.

Moonfleet - John Meade Falkner
Klassische Abenteuerliteratur, die man gelesen haben kann.

When Dealing With Dragons. Drachengold – Dana Swift
Etwa mittig angekommen und schwer begeistert. Nicht nur wegen der Drachen.

 

Rezensiert:
Ich fürchte, fürs Schreiben von Rezensionen hat mir die Zeit gefehlt. ABER das sind andere interessante Beiträge aus dem Juni 2026:

(Neu) Diese Bücher sind im Mai 2026 bei mir eingezogen

(Interview) Kontrabande Verlag: „Ein gutes Buch ist für uns kein Kompromiss.“

(Autorenplausch) Mac Conin: Nirgendwann: Plan B war auch Mist

 


Neue Bücher eingezogen:

 


 

Montag, 29. Juni 2026

(Neu) Diese Bücher sind im Mai 2026 bei mir eingezogen

 

Ich habe einige Bücher gebraucht gekauft, von denen ich schon viel gehört habe und die nicht alle mehr im regulären Handel zu beziehen waren. Ein weiteres Buch habe ich gewonnen. Und noch eines zum Geburtstag geschenkt bekommen. Denn ich habe beschlossen, nur noch die Bücher wegzulesen, die ich bereits zu Hause habe. Die letzten (regulären) Käufe haben mich alle durch die Bank weg enttäuscht. Und dafür ist mir mein Geld zu schade.

 

 

Der Paria (Der stählerne Bund 01) von Anthony Ryan
Es ist die Zeit des großen Aufruhrs und Alwyn wächst als Gesetzloser heran. Er ist ebenso gewieft im Umgang mit einer scharfen Klinge wie mit seinem scharfen Verstand - und er liebt gleichermaßen die Freiheit der Wälder und die Kameradschaft seiner Diebesbande. Der Auftakt einer neuen sagenhaften Trilogie des Bestsellerautors Anthony Ryan.
Ein Verrat trifft den Gesetzlosen Alwyn wie ein Blitz und führt auf einen Pfad voller Blut und Rache. Es dauert nicht lange, da findet er sich als Gefangener und Arbeiter in den Erzminen wieder, wo er unter den verwahrlosten Gefangenen Sihlda kennenlernt, eine Frau,die für diesen Ort seltsam gelehrt ist. Sie bringt Alwyn das Lesen und Schreiben bei. Und dann begegnet er auch noch Evadine, einer Frau, die aus ganz anderem Holz geschnitzt ist und an deren Seite er in den Kampf gegen dunkle Mächte ziehen wird. Beides wird ihn und womöglich das ganze Reich von Albermaine für immer verändern. 

Von dem Autor habe ich gerade ein Buch beendet. Hier kann man nichts falsch machen und das ist die letzte Serie, die ich von ihm noch nicht kenne.

 

Donnerstag, 25. Juni 2026

(Autorenplausch) Mac Conin: Nirgendwann: Plan B war auch Mist

 


Titel: Nirgendwann: Plan B war auch Mist
Autor: Mac Conin
Originaltitel, 403 Seiten
ISBN: 978-3911831185
Euro: 14,99
Erscheinungsdatum: April 2025
https://kontrabande.de/verlagsprogramm/roman/nirgendwann.html
https://www.instagram.com/coninmac/

 

 




Text von Mac Conin

 

Nirgendwann: das nette, harte Leben

Köln, da denkt mancher an den Dom, den Rhein und Karneval, fröhliche Menschen und die Partymeile Zülpicher Straße … Stimmt, das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Aber da gibt es noch mehr. Das, was man auf den ersten Blick nicht sieht oder auch nicht wahrhaben will.

Der Roman ist im Kern eine raue, ungefilterte Erzählung über das Überleben am Rande der Gesellschaft – verortet im pulsierenden, aber unbarmherzigen Mikrokosmos der Kölner Zülpicher Straße.

Ich habe versucht, das Lebensgefühl einer Gesellschaft einzufangen, die versucht, unter dem permanenten Druck einer sich radikal verändernden Großstadt nicht die Hoffnung zu verlieren.

Das urbane Leben ist heute oft von einer spürbaren Härte geprägt. In den Metropolen prallen Welten unbarmherzig aufeinander: Auf der einen Seite stehen die Gewinner der Gentrifizierung, auf der anderen jene, die durch steigende Mieten und prekäre Arbeitsverhältnisse systematisch an den Rand gedrängt werden. Es ist eine Welt, in der der soziale Raum zunehmend kommerzialisiert wird und gewachsene Nachbarschaften zerstört werden. Wo der Zusammenhalt, den eine Gemeinschaft, sei es ein Dorf oder eine Nachbarschaft, geboten hat, immer weiter erodiert.

Inmitten dieser städtischen Kulisse müssen die Figuren des Buches ihren Platz behaupten, während der Boden unter ihren Füßen ständig schwankt.

Donnerstag, 18. Juni 2026

(Interview) Kontrabande Verlag: „Ein gutes Buch ist für uns kein Kompromiss.“

 


Wann und aus welchem Impuls heraus wurde der Kontrabande Verlag gegründet?

Wir sind ganz frisch zum Jahresanfang 2025 gestartet. Der Impuls war eigentlich eine typische „Schnapsidee“ – oder besser gesagt: eine „Boot-Idee“. Gerd und ich saßen im Cockpit seines kleinen Segelboots in Zeeland und quasselten über Gott und die Welt, als Gerd beiläufig erwähnte, dass er mal ein preisgekröntes Jugendbuch geschrieben hat, das völlig in Vergessenheit geraten war. Segler sind immer finanziell auf Kante genäht, und die Idee, ein Buch noch einmal zu veröffentlichen, das es sogar auf die Auswahlliste des Deutschen Jugendbuchpreises geschafft hatte, hey, da dachten wir, coole Idee … bringen wir wieder auf den Markt und Gerd wird reich. Aus diesem einen Projekt wurde dann, weil man ein Buch nicht einfach so veröffentlicht – das Buch braucht einen Verlag, ein Verlag aber mehr als ein Buch – der „Irrwitz“, mit über 60 Jahren direkt einen ganzen Verlag zu gründen. Wobei ich fairerweise sagen muss: Ich bin deutlich jünger als Gerd.

 

Welches Programm / welche Genres werden veröffentlicht?

Wir stehen auf Texte, die etwas wagen – experimentell, gesellschaftskritisch und direkt. Unser Fokus liegt momentan auf Jugendbüchern und Unkonventionellem wie Urban Society. Ein paar Segelbücher lagen auch auf dem Weg. Fantasy, Vampirgeschichten und Romantasy, da sind wir vermutlich der falsche Ansprechpartner.
Aber offen gesagt, da wir so in dieses Abenteuer hineingestolpert sind und auch nicht unbedingt einem wirklich stringenten Plan folgen: Wir lassen uns überraschen. Machen die Segler ja auch. Du schaust raus und siehst, der Wind kommt aus der falschen Ecke, dann planst du eben um und fährst in die andere Richtung.