Titel: Die Canterbury-Erzählungen
Autor: Geoffrey Chaucer
Originaltitel: The Canterbury Tales
Verlag: Anaconda
ISBN: 978-3730609699
Euro: 9,95
Veröffentlichungsdatum: März 2021
Seiten: 800
Serie: nein
Come in: vom Verlag
Meinung
Wer gern zu Fantasy-Romanen greift, kommt mit
ein wenig Hintergrundrecherche nicht umhin, eine Empfehlung für Chaucers „Canterbury-Erzählungen“
zu erhalten. Das Sittenbild des vierzehnten Jahrhunderts kommt nicht nur
bildreich und mannigfaltig daher, sondern auch sehr unterhaltsam. Chaucer gilt
als großer Dichter der englischen Literatur, was nicht zuletzt daran liegt,
dass er als Erster in der englischen Sprache schrieb. Wo zuvor eher Französisch
oder Latein in literarischen Texten glänzte, schuf Chaucer ein Werk in seiner
eigenen (Volks-)Sprache. Die große Bandbreite an treffend geschilderten
Charakteren und Figuren trug ihr Übrigens hinzu.
Das Werk beginnt mit einem Vorwort. Hier
treffen dreißig Pilgerreisende auf dem Weg nach Canterbury zum Grab des
heiligen Thomas Becket in einer Herberge zusammen und beschließen, sich die
Reise angenehmer zu gestalten, indem sie sich Geschichten erzählen. Der
Vorschlag kommt seitens des Wirts, der sicher auch materielle Gründe dafür
hatte. Nun werden alle Reisenden vorgestellt. Es sind einige zusammengekommen:
Ritter, Damen, Mönche, Rechtsgelehrte, Bauern, eine Äbtissin, Handwerker – eine
bunte Mischung der damaligen Gesellschaft.

