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Donnerstag, 7. Mai 2020

Was Du schon immer von einem (Phantastik-)Verleger wissen wolltest - Frag hier!


Im Verlagsgeplauder von Verleger Torsten Low, das hier in Verlorene Werke Blog in den Jahren 2010 bis 2015 stattfand, hat eben jener von Freud und Leid des Verlegerdaseins erzählt. Dabei reichten seine Ausführungen von den Anfängen seiner Tätigkeit und weshalb er überhaupt ins Verlagsgeschäft eingestiegen ist bis hin zu Ideen für Anthologien, Gedanken zu E-Books oder wie er seine Manuskripte auswählt. Der beliebteste der Beiträge ist immer noch dieser hier: „(Verlagsgeplauder) Durchkalkuliert! Von derSchwierigkeit, mit Büchern Geld zu verdienen“.
Aus Zeitgründen und einer kleinen Auszeit, die ich hier im Blog eingelegt habe, schlief das Verlagsgeplauder leider ein. Kürzlich jedoch hat Torsten es neu aufgelegt – und das waschecht im Geiste der Neuzeit: als Youtuber!

Dienstag, 13. Oktober 2015

(Neu) Das öde Land und andere Geschichten vom Ende der Welt - Oliver Plaschka

Am 17.10. erscheint ein neues Werk aus der Feder von Oliver Plaschka im Verlagshaus Torsten Low. "Das öde Land und andere Geschichten vom Ende der Welt"* enthält vierzehn Kurzgeschichten des Autors, von denen fünf in deutscher Erstveröffentlichung erscheinen.
"Kurzgeschichten, heißt es im Vorwort des Bandes, in dem ich auch einiges zur Entstehung der Geschichten erzähle, führen auf unserem Buchmarkt ein Schattendasein. (...) Es ist jedoch meine Hoffnung, dass dieses Buch auch Leser meiner Romane und Nicht-Szenegänger anspricht. Ich war immer der Ansicht, dass Textformen umso anspruchsvoller werden, je kürzer sie sind; von daher steckt in jeder dieser Geschichten ebenso viel oder gar mehr "Feinschliff" als in den meisten vergleichbaren Passagen meiner Langtexte. Die Zeichnungen, die man auch auf dem Cover sieht, stammen von Karin Graf, die bereits "Das Licht hinter den Wolken" und das "Narnia-Rollenspiel" illustrierte", sagt der Autor selbst dazu. (Quelle)

Der Kurzgeschichtenband kann HIER bestellt werden und bis 16.10. noch zum Subskriptionspreis von 12,90 Euro.

Fantastische Geschichten aus Vergangenheit und Zukunft, den fernen Winkeln der Welt und vom Ende aller Tage.
Ein Dieb auf der Flucht im Orient Express.
Eine Mission ins strahlende Zentrum der Galaxis.
Ein Wasserspeier auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Die letzten Tage der Menschheit in den Weiten der Antarktis ...
Vierzehn Reisen hinaus in die Ferne jenseits des Horizonts und hinab in die Tiefen der Seele. Dieser Band vereint Oliver Plaschkas gesammelte Kurzgeschichten in neuer Überarbeitung mit zahlreichen Erstveröffentlichungen. Außerdem dürfen sich Leser seiner Romane auf ein Wiedersehen mit Figuren aus London, Paris und Fairwater freuen.

Dienstag, 14. Juli 2015

(Verlagsgeplauder) Einzelunternehmer heißt nicht Einzelkämpfer!

Titel: Die Irrlichter
Autor: F. Siegmund (Hrsg.)
Seiten: 358
Preis: 13,90 Euro
ISBN: 978-3-940036-32-2
Erschienen am: 30.04.2015

Irrlichter. Manche sagen, sie führen verirrte Wanderer ins Verderben, locken sie ins Moor. Andere wiederum sagen, dass jene leuchtenden Wesen, die oft als diffus verschwommenes Licht beschrieben werden, alle Pfade kennen. Die Wahrheit liegt – wie wohl alle Wahrheiten – irgendwo dazwischen. Aber vielleicht verhält es sich auch ganz anders …
In dieser Sammlung finden sich 26 Geschichten – 26 Versuche zwischen A wie Abenteuer und Z wie Zwielicht, dem Wesen des Irrlichts auf den Grund zu gehen. Folgen Sie den Lichtern zwischen die Zeilen von Christoph Marzi, Ann-Kathrin Karschnick, Thilo Corzilius, Diana Kinne, Markus Heitkamp und vielen, vielen mehr.
Mit einem Vorwort der Mittelalter-Fantasy-Folk-Band "Die Irrlichter".



Einzelunternehmer heißt nicht Einzelkämpfer!
Torsten Low - Verleger


Eine Frage, die mir recht häufig gestellt wird, ist: "Wie schaffst du das mit dem Verlag eigentlich alles?"
Sehr oft erzähle ich dann etwas von "Zeitmanagement", von "Träumen" und "Wünschen", von "der Macht der Gedanken" und von "Prioritäten".
Eines der größten Geheimnisse des Erfolges habe ich bisher jedoch nicht angesprochen: Es sind die tatkräftigen Helfer und Unterstützer!

****

Manche Gespräche mit befreundeten Unternehmern und deren Ehepartnern machen mich sprachlos.
"Was macht euer Geschäft?"
"Das musst du meinen Mann fragen; keine Ahnung, wie es zurzeit läuft. Aber ich glaube, ganz gut - sonst hätte er was gesagt."
"Willst du dich nicht ein bisschen mehr einbringen?"
"Ach wozu? Mein Mann hat doch so viel Spaß daran, da wäre ich nur im Weg ..."

Manche Gespräche lassen mich sogar am Verstand meiner Gesprächspartner zweifeln.
"Meine Frau wollte bei mir in der Firma anfangen."
"Das ist ja toll."
"Spinnst du, was ist denn daran toll? Ich konnt es ihr zum Glück ausreden."

Und manche Gespräche machen mich einfach nur traurig.
"Ich hab gehört, du bist arbeitslos. Willst du dich nicht von deiner Frau einstellen lassen?"
"Pah, die mit ihrem Quatsch. Die soll ihren Kram mal schön alleine machen. Ich hab letztens beim Wäschewaschen sogar die Laken vom Geschäft aussortiert. So weit kommt's noch, dass ich für den Laden Wäsche wasche."
"Spinnst du? Das ist doch euer Geschäft!"
"Quatsch - sie wollte das Gewerbe unbedingt haben, muss sie nun auch sehen, wie sie klarkommt."

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Donnerstag, 7. August 2014

Blutschwur – Die Söhne des Drachen - Stefanie Mühlsteph


Titel: Blutschwur – Die Söhne des Drachen
Autorin: Stefanie Mühlsteph
Originaltitel
Verlag: Low, Torsten
ISBN: 978-3940036230
Euro: 13,90
Veröffentlichungsdatum: März 2014
Seiten: 382
Keine Serie
Come in: Vom Verlag










Inhalt

Cathrin ist eine typische junge Frau, die an der Londoner Universität studiert und deren beste Freundin Jessica auch ihre Mitbewohnerin ist.
Als sie eines Abends die Bahn verpasst und im Bahnhof einnickt, wird sie von zwei geheimnisvollen Fremden angegriffen, die sich später als Kudlaks herausstellen. Ihr eilen jedoch weitere Fremde zu Hilfe - Kresniks, die sie retten und in ihren Unterschlupf führen. Dort eröffnen sie Cathrin, dass sie das Blut des letzten Nachfahren eines grausamen Herrschers in sich trägt. Die Kudlaks wollen diesen, ihren einstigen Schöpfer, wiederbeleben und benötigen dazu nun Cathrins Blut.
Der jungen Studentin wird der mysteriöse Richard zur Seite gestellt, der sie beschützen und ausbilden soll. Doch es ist dessen dämonischer Widersacher Matthew, der Cathrin fasziniert und mit dem sie sich heimlich trifft. Als er sie vor die Wahl stellt, muss sie sich entscheiden - für das Wohl der Welt oder ihr Herz.

Meinung

Blutschwur ist ein Roman, der es dem Leser zu Beginn nicht immer ganz einfach macht, der aber mit seinem Ende dafür mehr als entschädigt.
Cathrin ist zunächst eine gewöhnliche junge Frau, sie studiert Historie, hat einen Hund und einen hartnäckigen Verehrer. Zunächst wirkt sie nicht sehr sympathisch, was vor allem an ihrem Umgang mit ihren Mitmenschen und ihrer altklugen Art liegt.
Als sie angegriffen wird, ist es schwer, zwischen den neuen Begriffen und deren Zugehörigkeit zu unterscheiden, da sich eben diese auch sehr ähneln. Das ist jedoch nicht sehr vordergründig und kann getrost überlesen werden.
Obwohl sich Cathrin als letzte einer langen Linie herausstellt - dank einer Bluttransfusion, nicht von Geburt an - und die ganze Welt ins Chaos gestürzt würde, sollten die Kudlaks sie in die Finger bekommen, verbleibt sie nicht im Unterschlupf der Beschützer. Die Feinde haben die junge Frau bereits in ihrer Wohnung aufgespürt, dort ihren Hund bestialisch ermordet und sind ihr nach wie vor auf den Fersen. Dennoch entlässt man sie genau an diesen Ort mit nur einem einzigen Krieger an ihrer Seite, der sich fortan als Student ausgeben soll. Leider gelingt es nicht, sich an diesem Logikloch vorbeizulesen, das mitunter recht breit aufklafft.
Richard, der Beschützer, beginnt schnell, etwas für Cathrin zu fühlen, was zwar nicht der Studentin, aber dem Leser schnell klar wird. Es stehen jedoch mehr WG-Themen im Vordergrund, als Herzschmerz. Cathrin wird von den Kresniks im Kampf ausgebildet um sich im Fall der Fälle selbst verteidigen zu können. Wie auch beim Rest der Story hat man auch hier das Gefühl, dass es zu schnell vonstatten geht. Sie mag gut lernen, aber nicht in Wochen fertig bringen, was andere in Jahren kaum beherrschen.
Schnell trifft Cathrin auf Matthew, der mit seiner düsteren und auch mal leidenden Art schnell ihre Gefühle für sich einnehmen kann. Sie treffen sich ein paar Male, wirklich romantisch geht es jedoch nicht zu.
Bereits mittig nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und ist im letzten Drittel kaum aufzuhalten. Der Hintergrund um die beiden Gruppierungen löst sich geschickt nach und nach auf und hält bei Laune. Cathrin macht eine spürbare Wandlung durch und darf sich auch geschickt selbst den Weg frei kämpfen, ohne auf den einen oder anderen Mann warten zu müssen.
"Blutschwur – Die Söhne des Drachen", das als in sich abgeschlossen betrachtet werden kann, lässt sich langsam an, schafft es jedoch schnell, eine anregende Story mit spürbaren Spannungsbogen und mitreißendem Ende zu entwickeln. Kleinere Verwechslungen und Logiklücken sind da schnell überlesen, wenn auch nicht ganz zu vergessen.

Stefanie Mühlsteph
Homepage: http://stefaniemuehlsteph.jimdo.com/
Ich wurde im Jahre 1987 im schönen Hessen geboren. Mit meiner Technikbegeisterung und den vielen imaginären Freunden, die mir am Rockzipfel hängen und meine ganze Aufmerksamkeit verlangen, teile ich mein Leben mit einem Kobold, der mich - öfter als ihm und mir lieb ist - inspiriert.