Tschernobyl zwischen 2012 und 2014. Der Autor erkundet auf eigene Faust das verstrahlte Gebiet, trinkt verseuchtes Wasser und ernährt sich von Schmalzfleisch.
Titel: Die Zone oder Tschernobyls Söhne
Autor: Markijan Kamysch
Originaltitel: ОФОРМЛЯНДІЯ або ПРОГУЛЯНКА В ЗОНУ
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
ISBN: 978-3751808019
Euro: 18,00
Veröffentlichungsdatum: April 2022
Seiten: 180
Serie: nein
Come in: Tausch
Inhalt/Klappentext
Markijan Kamysch ist der Sohn eines sogenannten
Liquidators, der zu den Rettungs- und Aufräumtrupps gehörte, die nach dem
Reaktorunfall die Schäden vor Ort beseitigten. Seit 2010 führt Kamysch illegale
Ermittlungen in der Sperrzone von Tschernobyl durch. Beinahe ein Jahr hat er
mittlerweile in dem strahlenverseuchten Gebiet um das Atomkraftwerk und die
nahe gelegene Stadt Prypjat verbracht und seine Erlebnisse aufgezeichnet. Sein
Buch ist das einzigartige literarische Dokument einer Erkundung, für die er
seinen Leib riskiert. Als Sohn eines 2003 an den Folgen der Strahlenkrankheit
verstorbenen Ersthelfers gehört er der »Generation Tschernobyl« an. Der Ort,
der das Leben seiner Familie und das einer ganzen Gesellschaft änderte, ist für
ihn »ein Land des Friedens, gefroren und zeitlos«, in dem er eine Art von
Freiheit erlebt, die in den Gefängnissen einer total konsumistischen und
nihilistischen Gesellschaft zu einem Raum der Utopie geworden ist. Wie ein
Blinder findet er sich dort zurecht und nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise
zum »exotischsten Ort der Welt«
