Autorin: Rachel Cohn
Originaltitel: Beta
Verlag: cbt
ISBN: 3570161641
Euro: 17,99
Veröffentlichungsdatum: Februar 2013
Seiten: 400
Serie: Ananda Series 01
Come in: Tausch
ISBN: 3570161641
Euro: 17,99
Veröffentlichungsdatum: Februar 2013
Seiten: 400
Serie: Ananda Series 01
Come in: Tausch
Inhalt
Elysia ist ein Beta, ein Klon, geschaffen nach dem Vorbild eines echten Teenagers, der irgendwo gestorben ist. Weil sie so jung und hübsch ist, wird sie von der Frau des Gouvernor gekauft, die mit ihr die eigene Tochter ersetzen will, die auf dem Festland studiert. Zusammen mit dem Sohn der Familie und der kleinen Schwester bringt sie ihre Tage herum.
Doch
dann stellt sie fest, dass sie Erinnerungen ihrer Vorgängerin besitzt
und auch selbst fühlt. Als der attraktive Nachbarssohn Tahir immer
wieder auftaucht, verliebt sie sich in ihn.
Doch Betas sind nur Sklaven und dürfen kein eigenes Leben führen, sie sind Besitz und können nach Belieben ausgetauscht werden. Obwohl Elysia ihre echten Gefühle versteckt, scheint die Aufdeckung unausweichlich. Aber dann entdeckt sie, dass es noch mehr wie sie gibt ...
Doch Betas sind nur Sklaven und dürfen kein eigenes Leben führen, sie sind Besitz und können nach Belieben ausgetauscht werden. Obwohl Elysia ihre echten Gefühle versteckt, scheint die Aufdeckung unausweichlich. Aber dann entdeckt sie, dass es noch mehr wie sie gibt ...
Meinung
"Beta" ist nicht der erste Jugendroman, den die Autorin geschrieben hat. Sie liebt das düster-emotionale, wie ihre anderen Bücher zeigen, ist damit hier jedoch leider über das Ziel hinaus geschossen. So bleibt am Ende nur ein Kopfschütteln für die Abstrusität übrig, in die sich die Story gerade im letzten Drittel immer mehr hinein steigert.
Dabei beginnt
"Beta" noch recht vielversprechend. Es bleibt genug Zeit, in die
Geschichte hineinzufinden und die Gegebenheiten einzutauchen. Die
Grundproblematik erklärt sich schnell. Leider wird Elysia danach vor
keine echte Herausforderung gestellt und so wie ihr Leben, so plätschert
auch die Handlung beinahe lustlos vor sich hin. Das junge Mädchen kann
das Leben in ihrer neuen schwer reichen Umgebung in vollen Zügen
genießen, auch wenn der goldene Käfig nicht ihr selbst gehört, so ist er
doch recht großzügig geschnitten.
Leider geht nichts aus der Handlung wirklich in die Tiefe. So wie Elysia emotionslos sein soll, so ist es der Grundton in dem erzählt wird auf jeden Fall. Das ist für den Beginn auch völlig in Ordnung. Doch Elysia fühlt, obwohl sie das nicht darf und das ändert eine ganze Menge. Im zweiten Drittel wird nur das Leben der Jugendlichen der abgeschotteten Insel beschrieben, was wenig dystopisches hat und gut in unsere Welt und Zeit passen würde. Alles wird aus Elysias Augen betrachtet, dabei jedoch nicht wirklich reflektiert, was leider mitunter dazu führt, dass einige Details doch recht aufgesetzt wirken.
Das Hauptelement, der Kampf der Klone - oder zumindest hier im ersten Band die Andeutung dazu - gerät so sehr in den Hintergrund, dass es zum Haare raufen ist.
Gegen Ende schien es, als wäre der Autorin selbst aufgefallen, dass da etwas fehlt und Elysia passieren all die Dinge gleichzeitig, die besser auf den gesamten Roman verteilt worden wären. Auch vor einer Vergewaltigung wird hier nicht zurückgeschreckt, wer das also nicht aushält, der fange nicht mit dem Buch an.
Elysia, die perfekte, ist und bleibt stets passiv, was sie wenig sympathisch macht. Obwohl ihr ein gesunder, überaus sportlicher und vitaler Körper gegeben worden und sie auch einigermaßen intelligent ist, lässt sie einfach alles mit sich machen und legitimiert das mit: Ich bin eben Eigentum. Würde sie daraus ausbrechen oder wenigstens darüber nachdenken, wäre es zu verschmerzen. Ihr passives Verhalten jedoch ist mehr als ärgerlich. Damit ist aber noch lange nicht Schluss, denn Rachel Cohn hat sich für die Endseiten noch einiges mehr überlegt, das wenig Lust auf die Fortsetzung macht.
Die Liebesgeschichte wird ziemlich ausgewalzt, ist aber trotzdem so unerwähnenswert, das es auch dabei belassen wird.
Jugendroman mit wenig Hintergrund, der meist recht ereignislos vor sich hinfließt und es am Ende übertreibt. Liest sich flüssig, aber leider oberflächlich weg und wird nicht lange im Gedächtnis haften bleiben. Eine Fortsetzung muss nicht unbedingt sein.
Leider geht nichts aus der Handlung wirklich in die Tiefe. So wie Elysia emotionslos sein soll, so ist es der Grundton in dem erzählt wird auf jeden Fall. Das ist für den Beginn auch völlig in Ordnung. Doch Elysia fühlt, obwohl sie das nicht darf und das ändert eine ganze Menge. Im zweiten Drittel wird nur das Leben der Jugendlichen der abgeschotteten Insel beschrieben, was wenig dystopisches hat und gut in unsere Welt und Zeit passen würde. Alles wird aus Elysias Augen betrachtet, dabei jedoch nicht wirklich reflektiert, was leider mitunter dazu führt, dass einige Details doch recht aufgesetzt wirken.
Das Hauptelement, der Kampf der Klone - oder zumindest hier im ersten Band die Andeutung dazu - gerät so sehr in den Hintergrund, dass es zum Haare raufen ist.
Gegen Ende schien es, als wäre der Autorin selbst aufgefallen, dass da etwas fehlt und Elysia passieren all die Dinge gleichzeitig, die besser auf den gesamten Roman verteilt worden wären. Auch vor einer Vergewaltigung wird hier nicht zurückgeschreckt, wer das also nicht aushält, der fange nicht mit dem Buch an.
Elysia, die perfekte, ist und bleibt stets passiv, was sie wenig sympathisch macht. Obwohl ihr ein gesunder, überaus sportlicher und vitaler Körper gegeben worden und sie auch einigermaßen intelligent ist, lässt sie einfach alles mit sich machen und legitimiert das mit: Ich bin eben Eigentum. Würde sie daraus ausbrechen oder wenigstens darüber nachdenken, wäre es zu verschmerzen. Ihr passives Verhalten jedoch ist mehr als ärgerlich. Damit ist aber noch lange nicht Schluss, denn Rachel Cohn hat sich für die Endseiten noch einiges mehr überlegt, das wenig Lust auf die Fortsetzung macht.
Die Liebesgeschichte wird ziemlich ausgewalzt, ist aber trotzdem so unerwähnenswert, das es auch dabei belassen wird.
Jugendroman mit wenig Hintergrund, der meist recht ereignislos vor sich hinfließt und es am Ende übertreibt. Liest sich flüssig, aber leider oberflächlich weg und wird nicht lange im Gedächtnis haften bleiben. Eine Fortsetzung muss nicht unbedingt sein.
http://www.rachelcohn.com/
Rachel
Cohn ist seit Jahren eine renommierte Autorin für Jugendbücher und hat
bereits zahlreiche erfolgreiche Romane veröffentlicht. Sie hat keine
Hobbies, es sei denn, man zählt die Suche nach dem perfekten Cappuccino
darunter. Und sie verbringt viel Zeit damit, ihre Musiksammlung und ihre
Bücher zu sortieren, oder mit ihren beiden Katzen Bunk und McNulty
herumzuhängen.
Das klingt trotzdem sehr spannend!
AntwortenLöschenJa, aber leider nur in der Idee.
LöschenHallo Soleil,
AntwortenLöschenwenn man bei anderen Blogs sich umschaut, sind die alle eher positiver eingestellt gewesen dazu.
Interessant und durchaus logisch Deine Beurteilung, ob es da recht viel Werbung vom Verlag gab..
LG..Karin..
Ja, die meisten Meinungen waren eher postiver, allerdings habe ich auch ein oder zwei negative gelesen. Vielleicht liegt es ja auch an der Zielgruppe, zu der ich schon seit einiger Zeit nicht mehr gehöre ... wer weiß ;-)
LöschenHab das Buch ähnlich empfunden... Gibt besseres
AntwortenLöschen*nick*
Löschen