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Donnerstag, 18. Juni 2026

(Interview) Kontrabande Verlag: „Ein gutes Buch ist für uns kein Kompromiss.“

 


Wann und aus welchem Impuls heraus wurde der Kontrabande Verlag gegründet?

Wir sind ganz frisch zum Jahresanfang 2025 gestartet. Der Impuls war eigentlich eine typische „Schnapsidee“ – oder besser gesagt: eine „Boot-Idee“. Gerd und ich saßen im Cockpit seines kleinen Segelboots in Zeeland und quasselten über Gott und die Welt, als Gerd beiläufig erwähnte, dass er mal ein preisgekröntes Jugendbuch geschrieben hat, das völlig in Vergessenheit geraten war. Segler sind immer finanziell auf Kante genäht, und die Idee, ein Buch noch einmal zu veröffentlichen, das es sogar auf die Auswahlliste des Deutschen Jugendbuchpreises geschafft hatte, hey, da dachten wir, coole Idee … bringen wir wieder auf den Markt und Gerd wird reich. Aus diesem einen Projekt wurde dann, weil man ein Buch nicht einfach so veröffentlicht – das Buch braucht einen Verlag, ein Verlag aber mehr als ein Buch – der „Irrwitz“, mit über 60 Jahren direkt einen ganzen Verlag zu gründen. Wobei ich fairerweise sagen muss: Ich bin deutlich jünger als Gerd.

 

Welches Programm / welche Genres werden veröffentlicht?

Wir stehen auf Texte, die etwas wagen – experimentell, gesellschaftskritisch und direkt. Unser Fokus liegt momentan auf Jugendbüchern und Unkonventionellem wie Urban Society. Ein paar Segelbücher lagen auch auf dem Weg. Fantasy, Vampirgeschichten und Romantasy, da sind wir vermutlich der falsche Ansprechpartner.
Aber offen gesagt, da wir so in dieses Abenteuer hineingestolpert sind und auch nicht unbedingt einem wirklich stringenten Plan folgen: Wir lassen uns überraschen. Machen die Segler ja auch. Du schaust raus und siehst, der Wind kommt aus der falschen Ecke, dann planst du eben um und fährst in die andere Richtung.

 

Donnerstag, 14. Mai 2026

(Kurz-Interview) Panini-Verlag: Wie geht es weiter?

 

Im September 2021 gab es eine schöne Überraschung für Leser des phantastischen Genres, denn der Panini Verlag startete ein Programmsegment für Fantasy- und Science-Fiction-Romane. Dazu habe ich hier im Blog auch ein Interview mit dem Verlag führen können:

(Interview) Panini Books: „Wir sollten alle mehr lesen!“

Der Verlag, der bis dato durch Comics und Fanartikel bekannt war, erweiterte sein Programm. Wann und warum die Idee dazu entstanden ist, welche Bücher veröffentlicht werden würden oder was er allgemein zu sagen hat, kann in obig verlinktem Interview nachgelesen werden.
Leider zeigte sich bereits 2025 für das Programm: Einzelne Bücher haben sich sehr gut verkauft, aber alles insgesamt zu wenig.
Wer sich für eine Liste der im Panini-Verlag veröffentlichten Bücher interessiert, sollte in diesen Beitrag hineinsehen:

(Lesenswert) Fantasy-Bücher aus dem Panini Verlag

Als ich die Bücher-Liste angefertigt habe, kamen mir einige Fragen in den Sinn. Also schrieb ich dem Verlag und möchte einige der Antworten (mit Erlaubnis) vorstellen. Hinweis: Das ist kein professionelles Interview, nur ein paar Fragen (VeWe), deren Antworten (Panini) für andere Gerneleser der Bücher interessant sein könnten.

 

Dienstag, 12. September 2023

(Interview) Verlag ohneohren: „Die Autor*innen einfach mal schreiben lassen.“

 

Aus der Kleinverlagsszene nicht mehr wegzudenken, ist der 2013 gegründete ohneohren-Verlag, der in Wien seinen Sitz hat. Herkömmliche Geschichten sind in diesem phantastischen Verlag nicht zu finden. Wie es zur Gründung kam, was hinter dem Namen steckt, warum man Autoren auch einfach mal machen lassen muss und was der Verlag in Zukunft zu bieten hat, kann in diesem Interview nachgelesen werden.
Vielen herzlichen Dank an Verlegerin Ingrid für ihre Zeit und Mühe beim Beantworten der Fragen!

Alle Seiten/Kontaktdaten: https://linktr.ee/ohneohren

 


Wann und aus welchem Impuls heraus wurde der Verlag ohneohren gegründet? Oder: Wie wird man Verlegerin?

Das ist eine sehr persönliche Geschichte und, glaube ich zumindest, bei jedem Verlag ein bisschen anders. Geschrieben habe ich, wie es das Klischee so möchte, quasi schon immer. Mit der Zeit bin ich dann bei diversen Kleinverlagen untergekommen, habe aber eine „schräge Nische“ vermisst, die neue Themen erschließt, also habe ich frech gegründet.
Auf der persönlichen Ebene konnte ich mit klassischem Broterwerb á la 9 to 5 noch nie viel anfangen, der Weg in die Selbstständigkeit war also vorgezeichnet. Und eigentlich bin ich Linguistin.

Was steckt hinter dem Verlagsnamen?
Der Abschied vom symbolischen Elfenohr (und damit die Weigerung, „klassische Völkerfantasy“ zu verlegen, das machen schon andere).

Dienstag, 7. Dezember 2021

(Interview) Panini Books: „Wir sollten alle mehr lesen!“

 

Im September 2021 ist ein neues Label auf den deutschen phantastischen Buchmarkt gekommen: PaniniBooks. Der Verlag, der bisher durch Comics und Fanartikel bekannt war, erweitert sein Programm. Wann und warum die Idee dazu entstanden ist, welche Bücher (auch zukünftig) veröffentlicht werden oder was er allgemein zu sagen hat, kann in diesem Interview nachgelesen werden. Vielen Dank an S. Volkmer!
Die ersten Romane, die bis Jahresende veröffentlicht werden, können auf der Panini-Homepage
(Link) genauer angesehen werden.

 


Wann und aus welchem Impuls heraus wurde entschieden, in den Romanbereich einzutauchen?

Wir sind immer auf der Suche nach neuen, lohnenden Produktideen. Und mit den Games-Romanen hat Panini ja bereits ein umfangreiches und erfolgreiches Buchprogramm, das überwiegend im Bereich SciFi & Fantasy angesiedelt ist. Allerdings fehlte uns zur Erweiterung eine Range an Büchern, die in sich ein attraktives Veröffentlichungsbild ergeben. Da wir mit dem Lizenzgeber der jetzt begonnenen Roman-Reihen bereits bei den Comics zusammenarbeiten, sahen wir hier eine gute Möglichkeit, einen ganzen Programmzweig mit dieses Büchern aufzubauen - zudem da hier eine Reihe interessanter Autor*innen am Werke sind, die zwar bekannt, aber zu großen Teilen hierzulande noch unterrepräsentiert sind.

 

Samstag, 3. November 2018

Interview mit Abi Andrews zu "Wildnis ist ein weibliches Wort" (Englisch und Deutsch)


Titel: Wildnis ist ein weibliches Wort
Autorin: Abi Andrews
Originaltitel: The Word for Woman is Wilderness
Verlag: Tempo
ISBN: 978-3455004182
Euro: 22,00
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2018
Seiten: 400











How did you come up with the idea for "The word for woman is wilderness"?
Wie sind Sie auf die Idee für "Wildnis ist ein weibliches Wort" gekommen?

It was much like in the book. I watched Into The Wild the film about Chris McCandless, and was really moved by it. Then I wanted to go to Alaska, with my two friends I watched the film with. But then we started to talk about how it’d be a different film if it was a girl at the centre of the story. So we decided to go to Alaska and make a documentary about what it would mean to do it as a woman. After a couple of hours the dream died; we were going into our third year of Uni, and we had no money. So I started to write it instead, to imagine how Erin would do the trip, and to make the documentary in my head.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Kurzinterview mit Sofia Lundberg zu "Das rote Adressbuch" (Englisch und Deutsch)

Titel: Das rote Adressbuch
Autorin: Sofia Lundberg
Originaltitel: Den röda Adressboken
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-31499-7
Euro: 20,00
Veröffentlichungsdatum: August 2018
Seiten: 352











What kind of person should you have in mind when hearing the name "Sofia Lundberg"? How much of this person has been included in your story (for example, modeling, being a mother, ...)?
Was für einen Menschen sollte man vor Augen haben, wenn man den Namen „Sofia Lundberg“ hört? Wie viel von diesem Menschen ist in Ihre Geschichte miteingeflossen (z.B. das Modeln, selbst Mutter zu sein, etc.)?

I always try to add a "drop of my soul" into my stories, so I use quite a lot of my own experiences and mix it together with the characters. The good thing about that is that it's only me who actually knows whats personal and not. And I will keep it that way.
As a person, I try to be there for my loved ones as much as I can. I like the beauty in life, and I like to search for it. In art, in nature, but also in behaviour and in other people. There is always something good to find.
Ich versuche immer, meinen Geschichten einen "Tropfen meiner Seele" beizufügen, also nutze ich ziemlich viele meiner eigenen Erfahrungen und vermische sie mit den Charakteren. Das Gute daran ist, dass nur ich weiß, was persönlich ist und was nicht. Und ich werde es so halten.
Als eine Person versuche ich für meine Lieben so gut wie möglich zu sein. Ich mag die Schönheit im Leben, und ich mag es, sie zu suchen. In der Kunst, in der Natur, aber auch im Verhalten und bei anderen Menschen. Es gibt immer etwas Gutes zu finden.

Dienstag, 6. September 2016

(Interview) Johanna Schließer: Magische Worte in Fantasy und Gedichten



Liebe Johanna, danke, dass Du Dir Zeit für ein paar Fragen nimmst.

Du bist Jahrgang '77, in Kattowitz, Oberschlesien geboren, aber seit einigen Jahrzehnten in Stuttgart beheimatet. Du magst den Winter, schreibst sehr gern und würdest für Schokoladenkuchen alles tun. Was gibt es noch über die Person hinter Deinen Werken zu erfahren?
Ich glaube, chaotisch beschreibt mich ziemlich gut. Sehr gerne probiere ich neue Dinge aus und lasse mich schnell für etwas begeistern, allerdings ist die Begeisterung nicht immer von langer Dauer. Tatsächlich ist das Schreiben seit Jahren das Einzige, was mich immer wieder aufs Neue fasziniert und jede Menge Spaß macht. Auch hier kann man unglaublich viel ausprobieren. Zudem zwingt mich das Schreiben, Projekte auch einmal fertig zu bringen. Ich fange unglaublich gerne sehr Vieles an, finde aber kein Ende. Was zur Folge hat, dass einige Geschichten immer noch auf ihre Fertigstellung warten und noch so einige Plots in den Schubladen schlummern.


Du hast mit "Drachenfeuerjagd" und "Drachenfeuerjagd - Alte Geheimnisse" zwei Fantasygeschichten geschrieben. Was hat Dich in dieses Genre getrieben, was genau fasziniert Dich daran?
Die Faszination an Fantasy besteht darin, dass fast alles möglich ist. Als Autor kann man die Welt, ihre Wesen und die Natur neu erfinden, Gesetze neu definieren. Phantasie führt uns immer wieder zurück zu Kindheitserinnerungen und einer Zeit, als noch alles ein großes Wunder war, viele Dinge möglich schienen und wir uns an schönen Sommernachmittagen in die eigenen Welten gespielt und geträumt haben.
Zudem liebe ich den Zauber der Magie, kann mich für mystische Erzählungen und Wesen begeistern sowie Schlachten und Kämpfe, gerne auch mal brutal.
Fantasy auch deshalb, weil mir mehrfach attestiert wurde, dass ich überhaupt keinen Sinn für Romantik habe. Das stimmt tatsächlich. Einen Liebesroman aus meiner Feder wird es wohl niemals geben, was aber nicht heißen soll, dass meine Erzählungen keine Liebeleien enthalten.


Du hast den jungen Kopfgeldjäger Merranas vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt und schonst ihn auch in der Fortsetzung nicht. Dabei sind es nicht nur körperliche Strapazen, die er überstehen muss, sondern auch emotionale.
Woher nimmst Du Ideen und Inspirationen?
Merranas muss wirklich viel ertragen. Dies liegt aber auch daran, dass er über einige Dinge gar nicht nachdenkt und nur das schnelle und einfache Ziel vor Augen hat.
Die Ideen und Inspirationen kommen meistens aus dem Alltag, aus Gesprächen, eigenen Erlebnissen und Begebenheiten. Ich versuche sie in die Fantasywelt zu übertragen und mir vorzustellen, wie sich ein Konflikt oder eine Situation entwickeln würde, wenn noch andere Kräfte und Einflüsse im Spiel wären, die es im realen Leben nicht gibt. Hinzukommt, dass ich hier und da versuche, auch philosophische und humoristische Aspekte einzubringen. Wir nehmen gerne das Leben viel zu ernst und merken manchmal erst viel später wie lustig und absurd einige Situationen eigentlich sind. In Geschichten lässt sich das wunderbar darstellen.

Dienstag, 23. August 2016

(Interview) Die erste Dating-Seite für Geeks und Nerds

Wann und aus welchem Impuls heraus wurde g33kdating gegründet?
Während meiner vielen Jahre in der Gaming-Industry als Product Manager dachte ich mir schon immer, dass so etwas im deutschsprachigen Raum fehlt. Es gibt "Gluten-Frei Dating" aber nichts für Geeks und Nerds aller Art?
Dazu kommt noch, dass Geeks auf anderen Dating-Portalen leider immer noch etwas schief angeschaut werden, wenn sie über ihre Lieblings-Hobbies sprechen.
Eine Interessante Ambivalenz wie ich meine, wenn man sieht, dass z.B. Game of Thrones u.ä. Fantasy-Bücher die Leser-Charts anführen, Big Bang Theory im TV auf und ab läuft und Computerspiele mehr Umsatz generieren als Kino & TV zusammen.
2015 haben wir dann das Geek HQ in Berlin gegründet und mit den Arbeiten an dem Portal g33kdating begonnen. Nach einer tollen und lehrreichen Beta sind wir jetzt endlich offiziell am Start und freuen uns riesig über das positive Feedback.

Was ist g33kdating überhaupt?
g33kdating ist die erste deutschsprachige Dating-Plattform für alle Gamer, Cosplayer, Bibliophile, Comic-Fans, LARP-Helden, Anime-Fans & Otakus, Reenactment-Darsteller, Pen & Paper Protagonisten und Brettspiel-Feinschmecker.
Das eigene Profil kann man nach seinen Geek-Vorlieben anpassen, zum Beispiel welches Genre man bevorzugt oder die Lieblings-Geek-Welten. Ein besonderes Feature ist der Geek-Kompatibilitäts-Algorithmus. Aus den eigenen Angaben und den Angaben über den potentiellen Wunschpartner rechnen wir einen Prozentsatz aus, der sofort die Übereinstimmung mit anderen Geeks anzeigt!
Dazu gibt es noch die Möglichkeit, eigene Blogs zu verfassen und mit offenen Antwort-Kategorien das Profil zu individualisieren.


Für wen ist die Seite am besten geeignet und wer lässt lieber die Finger davon?
Wie oben erwähnt, sollen sich Geeks und Nerds aller Art und jeder Altersklasse bei uns wohl fühlen. Wir freuen uns besonders über die vielen kreativen Einsendungen unserer "MitGeeks", wie z.B. Zeichnungen, Cosplay-Kostüme und Artworks. Obwohl der Begriff Geek in unserer Gesellschaft entsprechend besetzt ist (siehe die Kategorien oben), bezeichnet es für mich jeden, der sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzt. Ob das nun Altenglische Literatur mit Spezialgebiet Beowulf ist, experimentelle Archäologie oder die Modelleisenbahn im Keller ... wir lieben und feiern alle Geeks!
Trolle aller Art haben wir geekseidank noch sehr, sehr wenige auf unserer Seite und wir hoffen, das bleibt so. Ansonsten kann es jeder einmal gerne ausprobieren. Die Anmeldung ist kostenlos und ein Profil ist schnell erstellt. Es gibt kein Abo-System und so kann man ungezwungen sofort in Kontakt treten.

Speziell für Verlorene Werke Blog: Die meisten Funktionen fragen eher Gamer ab, aber was ist mit Lesern (Bücher, Comics ...)?
Bücher und Comics bilden für uns den Grundpfeiler der Geek-Kultur. Das zeigt sich auch bei unseren Mitgliedern, man braucht nur "Bücherliebhaber/in" bzw. "Comic-Fan" in die Suchkriterien eingeben und kann sich selbst davon überzeugen.
Viele unserer Mitglieder geben auch gleich ihre Lieblingsbücher in ihrem Profil an und das eignet sich hervorragend, um einen Kontakt herzustellen oder es erleichtert die Suche nach neuem Lesestoff.
Dazu kommt noch, dass Buchvorlagen ausnahmslos und immer besser sind als die darauf basierenden Filme. Bei Geeks muss man sowas nicht lange erklären oder verteidigen.


Welche Funktionen stehen nach der Anmeldung zur Verfügung?
Neben dem erwähnten Geek-Kompatibilitäts-Algorithmus steht natürlich eine umfangreiche Such-Funktion zur Verfügung, die man ganz nach seinen Wünschen anpassen kann. Wenn man vielleicht nicht gleich die perfekten Worte für eine erste Kontakt-Aufnahme findet, kann man auch ganz Star Trek mäßig "Grußfrequenzen senden" oder gleich ein virtuelles Geschenk (z.B. Zitate aus bekannten Büchern und Filmen) verschenken.
Gerne genutzt wird auch das Blog-Feature. Hier findet man so ziemlich alles, von Kritiken zu aktuellen Filmen/Spielen/Büchern bis zu persönlichen Anliegen oder Umfragen.

Gibt es auch kostenpflichtige Angebote?
Wir haben ein sogenanntes Credit-System, mit dem Mitglieder für gewisse Aktionen Credits bekommen (Anmeldung, Login, etc) bzw. auch Credits wieder verbrauchen (z.B. wenn man ein "Geek der Woche" sein möchte und dadurch prominent platziert wird). Wenn einem Credits doch ausgehen, kann man diese auch bequem wieder über paypal aufladen.
Mit diesem System versuchen wir, ein offeneres System als andere Dating-Seiten zu etablieren, wo man sofort ein langfristiges Abo abschließen muss, wenn man in Kontakt treten möchte.


Auch wenn g33kdating noch sehr jung ist: Gab es schon glückliche Paare, neu entstandene Freundschaften?
Wir sind gerade auf der Suche nach solchen Paaren und haben auch schon ein paar Erfolgsstories sammeln können, die sich bereits in der Beta gefunden haben.
Man muss übrigens nicht nur nach "Dates" suchen bei uns, sondern kann ganz klar angeben, dass man z.B. nur an Freundschaften interessiert ist. Wer also noch Gleichgesinnte sucht für seine Geek-Leidenschaft, aber schon seinen Traum-Geek-Partner gefunden hat, kann trotzdem bei uns glücklich werden.

Wo soll g33k-dating in fünf Jahren sein, oder: Wie geht es weiter?
Aufgrund des tollen Feedbacks der Community haben wir noch so einige Features für die Webseite geplant, die wir jetzt sukzessive umsetzen und vorstellen werden.
Weiters möchten wir noch in andere Länder expandieren, die Seite ist auch auf Englisch verfügbar und auf diesen Territorien wollen wir als nächstes unseren Dienst anbieten.
Fünf Jahre in die Zukunft zu blicken ist im schnelllebigen Internet-Geschäft richtig schwer. Der schönste Erfolg und die Vision, die mich vorantreibt wäre, das wir so bekannt werden, dass kein Geek sich mit seiner Leidenschaft mehr alleine fühlen muss und weiß, dass es uns gibt.
Dann hätten wir unsere Mission erfüllt!


Die Fragen wurden beantwortet von CEO und Gründer Matthias Fellinger. Vielen herzlichen Dank!
Bilder Copyright: g33kdating



Samstag, 12. Dezember 2015

(Interview) Endeavour Press


"Freude am Lesen verbindet" findet der Verlag Endeavour Press und veröffentlicht E-Books bekannter und unbekannter Autoren. Wer hinter dem Namen steckt und was es sonst noch zu erzählen gibt, beantworten unten stehende Fragen. Das Vorbeischauen auf Facebook lohnt sich, denn der Verlag öffnet täglich ein neues Türchen in seinem Adventskalender.
http://endeavourpress.de/

Wann und aus welchem Impuls heraus wurde Endeavour Press gegründet?

Endeavour Press wurde 2012 von Matthew Lynn und Richard Foreman in London gegründet. Es ging den beiden Gründern vor allem darum, AutorInnen, die nicht mehr aufgelegt werden, eine neue Plattform zu bieten und ihre Werke wieder einer breiten Leserschaft zugänglich zu machen. Es gibt so viele grandiose Bücher, die nicht mehr gedruckt werden und die nur noch antiquarisch erhältlich sind. Endeavour Press hat es sich zur Aufgabe gemacht, eben diese Werke wieder neu aufzulegen, und zwar mit dem Ziel, Leserschaft und AutorInnen zusammen zu bringen – weil die Freude am Lesen verbindet. Über die Jahre kamen dann auch immer mehr Manuskripteinsendungen und damit auch viele Originalausgaben dazu, also Werke, die bisher noch nicht veröffentlicht worden waren. Das passierte eigentlich ganz automatisch – und hat uns sehr gefreut.

Was begünstigte die Entscheidung, für einen deutschen Ableger?

Es zeichnete sich bald ab, dass neben dem englischsprachigen Raum die meisten LeserInnen unserer Bücher aus Deutschland kamen. Die Entscheidung für einen deutschen Imprint war quasi die logische Konsequenz daraus. Wir dachten uns, wenn deutsche Leser unsere englischen Bücher mögen, warum übersetzen wir sie dann nicht einfach, um noch mehr Menschen mit unseren Büchern zu erreichen. Viele unserer englischen Autoren wurden vor vielen Jahren auch von deutschen Verlagen übersetzt. Diese Übersetzungen, die es meist nicht mehr zu kaufen gibt, versuchen wir jetzt auch wieder auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig verlegen wir auch immer mehr deutsche Originalautoren – eine homogene Entwicklung.

Welches Angebot umfasst der Verlag, was wird veröffentlicht und was nicht?

Wir verlegen Sachbücher und Belletristik. Bei Sachbüchern beschränken wir uns allerdings (noch) auf historische Sachbücher und Memoiren.
In der Belletristik sind wir ziemlich breit aufgestellt. Vom historischen Roman über Frauenunterhaltung, Krimis & Thriller bis hin zu literarischer Belletristik.
Wir verlegen keine Erotika oder Horror. Und bislang machen wir auch nur Bücher für Erwachsene, obwohl ich mir gut vorstellen könnte, auch YA zu veröffentlichen. Der englische Verlag hat gerade angefangen, eine Sci-Fi-Sparte aufzubauen – vielleicht wäre das auch der nächste Schritt für uns.

Sie veröffentlichen ausschließlich E-Books. Sind diese, Ihrer Meinung nach, die Zukunft des Buchgeschäfts?
Worin sehen Sie Vor- und worin Nachteile?

Ich denke, dass E-Books und traditionelle Bücher wunderbar parallel bestehen können. Für Vielleser ist der E-Reader natürlich schon sehr praktisch, man denke allein an den Gewichtsunterschied und den Platz, den man sich spart. Wer schon das ein oder andere Mal am Flughafen den Koffer umpacken musste, weil die zehn Bände Urlaubslektüre die Gewichtsvorschriften der Airline einfach sprengen, weiß wovon ich spreche.
Trotzdem ist es natürlich ein anderes Leseerlebnis, wenn man ein gedrucktes Buch vor sich hat. Auch ich liebe den Geruch oder das haptische Erlebnis – sehr sogar. Aber wie gesagt, das eine schließt das andere nicht aus. Man kann und darf beides lieben (und lesen). Der große Vorteil von E-Books ist allerdings definitiv, dass die Herstellungskosten viel geringer sind, sodass zum Beispiel auch Autoren eine Chance bekommen, sich zu beweisen, auf die kein traditioneller Verlag je gesetzt hätte. Und es passiert so auch nicht mehr, dass massenhaft Manuskripte in Kellern vor sich hin schimmeln, digitale Bücher bleiben frisch.

Für welche Autoren macht es Sinn, sich an den Verlag zu wenden? Wie sollten diese dabei am besten vorgehen?

Grundsätzlich ergibt es für alle Autoren Sinn, auf uns zuzukommen, solange sie die oben genannten Genres bedienen. Auf unserer Webseite (endeavourpress.de) steht alles, was man dazu wissen muss.

Welche Art Geschichte(n) werden gesucht? Welche auf keinen Fall?

Wir suchen vor allem originelle Geschichten. Sehr gerne auch genreübergreifend. Es ist schwer zu sagen, was wir nicht suchen. Natürlich müssen die Geschichten gut geschrieben sein und uns überzeugen. Was dann im einzelnen Fall den Ausschlag gibt, die Entscheidung für ein Buch zu treffen, lässt sich schwer in einem kurzen Interview sagen.

Wer gestaltet die Cover der Titel?

Die Designs der Cover überlegen wir uns selbst. Wenn wir ein paar gute Ideen zusammen getragen haben, wenden wir uns damit an einen Designer, der versucht, unsere Wünsche umzusetzen. Das klappt in den meisten Fällen sehr gut. Manchmal muss man natürlich die Ideen wieder verwerfen, wenn sie dann auf dem Cover nicht so aussehen, wie wir uns das vorgestellt haben. Bei E-Books muss man auch vor allem darauf Acht geben, dass die Cover nicht zu kleinteilig sind – sonst können die Leser nicht erkennen, was es darstellen soll. In jedem Fall ist ein E-Book-Cover genauso entscheidend für die Kaufentscheidung wie das Cover eines Hardcover-Buchs, wenn nicht sogar noch mehr.

Können wir zum Schluss noch einen kleinen Ausblick bekommen? Was erwartet die Leser in der (nahen) Zukunft?

Vor allem machen wir weiter wie bisher. Das hat sich wunderbar ausgezahlt. Aber wir können schon mal versprechen, dass es auch nächstes Jahr wieder tolle Neuerscheinungen geben wird. Aus unserer E-Serie DIE EWIGEN wird eine neue Folge erscheinen und dann freuen wir uns ganz besonders auf ein neues Buch von Markus Seidel, das im neuen Jahr erstmalig bei uns erscheinen wird.

Samstag, 26. September 2015

(Interview) Judith Madera zum kostenlosen Online-Fanzine "PHANTAST"

Was genau ist der PHANTAST?
PHANTAST ist ein kostenloses Online-Fanzine, das sich, wie der Name schon sagt, gänzlich der Phantastik widmet. Dabei wollen wir die phantastischen Genres in möglichst vielen Facetten beleuchten und versuchen, einen ausgewogen Mix aus Rezensionen, Artikeln und Interviews zu kreieren. Hinzu kommen ausgewählte Illustrationen zum jeweiligen Thema und in vielen Ausgaben finden sich auch Kurzgeschichten. Der PHANTAST widmet sich nicht ausschließlich Büchern, sondern auch Filmen, Videospielen, Musik etc. ... eben allem, was phantastisch ist.
Als Herausgeber sind Jürgen Eglseer (fictionfantasy und Amrûn-Verlag) und ich bei jeder Ausgabe dabei, ebenso wie unser Lektor. Der Rest des Redaktionsteams setzt sich bei jeder Ausgabe neu zusammen. Da schreiben sowohl unsere Redakteure mit, als auch Blogger oder Autoren, die was zum jeweiligen Thema zu sagen haben. Der PHANTAST ist damit quasi immer im Fluss ...


Seit wann gibt es das Magazin und wie kam es zu seiner Erschaffung?
2011 wurde der PHANTAST als gemeinsames Projekt von den Onlineportalen fictionfantasy.de und literatopia.de gegründet. Die Idee stammte von den Kollegen von fictionfantasy, die ein Onlinemagazin mit Themenausgaben machen wollten und dafür einen Partner suchten. Nach einer amüsanten Namensdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse haben wir uns auf „PHANTAST“ geeignet – getreu dem Motto: Die einfachste Lösung ist die richtige. Denn der Name drückt genau das aus, was der PHANTAST ist und was ja auch seine Leser sind.


Im ersten Heft "Science Fantasy" spricht Jürgen Eglseer über seine persönlichen Gründe ("Back to the Roots") den PHANTAST zu erschaffen. Was waren Deine?
Ich fand die Idee mit den Themenausgaben sehr spannend, weil wir damit nicht nur die aktuellen Veröffentlichungen abarbeiten, sondern auch phantastische Perlen, die vielleicht schon einige Jahre oder gar Jahrzehnte auf dem Buckel haben, vorstellen können. Außerdem konnte ich im PHANTAST auch über Filme und Spiele schreiben, die ich gerne einmal vorstellen wollte.
Ich denke, PHANTAST ist durch die Themenausgaben ein Magazin, das auch in einigen Jahren noch interessant ist, wenn sich jemand zu einem Thema informieren will. Wenn man beispielweise Steampunk spannend findet, kann man sich einfach unsere Ausgabe 11 zum Thema anschauen und darin jede Menge Anhaltspunkte finden, was man in der Richtung lesen / anschauen könnte!


Jedes Heft widmet sich einem eigenen Thema. Wie werden diese festgelegt? Gibt es darunter eines, das Dir besonders am Herzen liegt?
Anfangs haben wir die Themen noch unter den Stammredakteuren ausdiskutiert, sprich Vorschläge gesammelt und abgestimmt. Da die Vorschläge aber meist nur von Jürgen und mir kamen, entscheiden wir das inzwischen allein und suchen uns einfach die passenden Redakteure für die Themen zusammen.
Die kommende Ausgabe 14 wird sich mit dem Cyberpunk beschäftigen – ein absolutes Herzblutthema von mir! :)
Von den bisherigen Ausgaben hatte ich persönlich die meiste Freude an den Themen „Träume“, „Steampunk“ und „Fernost“.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Kurzinterview mit Lauren Beukes zu "Broken Monsters" (Englisch und Deutsch)

Der deutsche Verlag von Lauren Beukes, die sich kürzlich auf einer knapp zweiwöchigen Europatour befand, war so freundlich, der Autorin einige von mir ausgewählte Fragen zu ihrem Roman "Broken Monsters" vorzulegen. Vielen Dank an die Autorin für die Zeit und Mühe, die sie investiert hat!
Hier die Antworten:
(Übersetzung der Fragen: Frau Krey; Übersetzung der Antworten ins Deutsche: ich)












I have read two of your novels which are different but not so much with respect to the substantial elements. How do you find your stories?
Die beiden Romane, die ich inzwischen von Ihnen gelesen habe, unterscheiden sich, wenn auch nicht in den wesentlichen Dingen. Wie finden die Geschichten zu Ihnen?

My books are all radically different from each other. I collect stray ideas and inspirations all the time, from a conversation or a news story or a street scene or an advert. It’s how they fit together that makes them interesting.
Meine Bücher unterscheiden sich extrem voneinander. Ich sammle die ganze Zeit Einzelideen und Inspirationen; aus einem Gespräch oder einem Artikel oder einer Straßenszene oder einer Anzeige. Es ist, wie sie zusammenpassen, was sie interessant macht.


Do you have a special tendency to mythology? Which mythology did impress or influence you most?
Haben Sie einen besonderen Hang zu Mythologie? Welche war es, die Sie am meisten beeinflusst oder beeindruckt hat?

I love playing with elements of the fantastical and the weird. I grew up on fairytales and Greek and Egyptian mythology, but also socially conscious comics like 2000AD and Roald Dahl’s novels for kids, which always have a base morality. I’m interested in using the fantastic as a lens to give us a clearer perspective on real issues we’re tired of talking about, which feel unbearable, unless they’re viewed with that kind of distorting distance.
Ich liebe es, mit Elementen des Phantastischen und des seltsam-verrückten zu spielen. Ich wuchs mit Märchen und griechischer und ägyptischer Mythologie auf, aber auch mit sozialkritischen Comis wie "2000AD" und Roald Dahl Romanen für Kinder, die immer moralische Vorstellungen beinhalteten. Ich möchte das Phantastische als eine Art Linse nutzen, um uns eine bessere Sicht auf reale Probleme zu geben, über die wir es leid sind zu reden, weil sie sich unerträglich anfühlen; es sei denn, sie werden mit einer Art verzerrendem Abstand betrachtet.


The mother-daughter-relationship in „Broken Monsters“ appears very natural and realistic. How much of yourself can be found in your fictional characters?
In "Broken Monsters" gibt es eine lesenswerte, aber auch natürlich wirkende Mutter-Tochter-Beziehung. Wie viel von Ihnen steckt in den Charakteren?

Every character is an aspect of me, even the truly horrifying ones. You take a seed of a trait you have in yourself and grow it into a tree. With Gabriella and Layla, it was a way of imagining a possible future relationship with my own daughter, who is six, and what a smart, compassionate, sensitive person she is now and how tricky that’s going to be. But it’s not us, it’s an aspect of us. The troublesome, interesting women with wicked humour share some characteristics with me. I’m not Kirby or Gabi or Layla or Zinzi or Kendra, but I think we’d be friends.
Jeder Charakter ist ein Aspekt von mir, auch die wirklich erschreckenden. Sie nehmen einen Samen einer Eigenschaft, die Sie in sich tragen und lassen daraus einen Baum wachsen. Gabriella und Layla, das war eine Möglichkeit sich vorzustellen, wie eine künftige Beziehung zu meiner eigenen Tochter aussehen könnte, die sechs Jahre alt und eine intelligente, sensible Person ist und wie schwierig das sein wird. Aber das sind nicht wir, es ist ein Aspekt von uns. Die lästigen, interessanten Frauen mit schwarzem Humor teilen so einige Merkmale mit mir. Ich bin nicht Kirby oder Gabi oder Zinzi oder Kendra, aber ich denke, wir würden Freundinnen sein.


In the novel I have read many small details that weren’t crucial to the story but added a special element to it. How important is research to you and how do you proceed when researching? (for example the information that with female police officers the bust size is measured for the bulletproof vests – this seems to be an insider information to me)
Immer wieder habe ich am Rande kleine Details gelesen, die für die eigentliche Geschichte nicht wichtig waren, sie aber stark bereichert haben. Wie wichtig ist Ihnen Recherche für Ihre Bücher und wie gehen sie dabei vor?
(Z.B. die Info, dass bei Polizistinnen der Brustumfang für die Schutzwesten gemessen wird - und ein sexistischer Kollege damit vor allen Kollegen angibt. Das ist eine Info, die aus dem puren alltäglichen Leben stammt und vermutlich von einem "Insider" vermittelt wurde.)

Haha, yes, that was absolutely insider information. The kind of detail I couldn’t have made up. This is why I love doing research and interviews and visiting the places I write about, because of those surprising real-life details. I interviewed artists and homicide detectives and teenage theatre geeks and a very cool young female taxidermist, and worked in a soup kitchen for a day, talking to people to get their perspective on the city. There were some beautiful moments I was able to bring into the novel.
Haha, ja, das ist eine absolute Insiderinformation. Diese kleinen Details sind nicht von mir gemacht. Das ist es auch, was ich so daran liebe, Recherche, Interviews und die Orte zu besuchen; wegen diesen überraschenden realen Dingen aus dem Alltag. Ich interviewte Künstler und Detectives der Mordkommission und Geeks aus dem Jugendtheater und einen sehr coolen weiblichen jungen Tierpräparator, und ich arbeitete in einer Suppenküche für einen Tag, sprach mit Menschen, die mit mir ihre Sicht auf die Stadt teilten. Es gab einige sehr schöne Momente, die ich in den Roman bringen konnte.


What are you currently working on, could you tell us a bit about it?
Woran arbeiten Sie gerade? Können Sie schon ein wenig dazu verraten?

I’d love to, but I’m under embargo! I’m working on a new original horror comic I’m co-writing with Dale Halvorsen (aka Joey Hi-Fi) for Vertigo Comics and I have a new novel in the works, which is partly set in Haiti. But that’s all I’m willing (or able) to say right now!
Ich würde sehr gerne, aber ich darf leider nicht! Ich arbeite an einem neuen Horror-Comic, den ich als Co-Autorin zusammen mit Dale Halvorsen (aka Joey Hi-Fi) für Vertigo Comics schreibe und ich habe einen neuen Roman in Arbeit, der zum Teil in Haiti spielt. Aber das ist alles, was ich bereit (oder besser in der Lage) bin zum jetzigen Zeitpunkt zu sagen.

Dienstag, 3. September 2013

Snippets - Literatur News im August


Schreiben:

Kreativitätstechnik: Sheldon Coopers “Kontrafaktuale

"Helden und Schurken" bis 31.12.2013

"Die Pyramiden von Berlin" (Mayapunk-Anthologie) bis 31.03.2014

"Showdown in Laramy" (Spannende Geschichten aus dem Wilden Westen) bis 31.12.2013

"Der hnb-verlag ist ein junger, aufstrebender Verlag im Herzen von Berlin. (...) Unsere Wettbewerbsthemen 2013:
1. Spannende und fantastische Fantasy-Romane für Jugendliche und Erwachsene
2. Ratgeber und Sachbücher"



Lesen/Ansehen:

"Die Stadt des roten Todes" wird verfilmt


Gilmore Girls: The CW entwickelt Serienadaption von Lauren Grahams Buch

Once Upon a Time: JoAnna Garcia wird zur Meerjungfrau

Montag, 12. November 2012

(Test) Die Suche nach einem Phantastik-Magazin (#7)


"Die Mephisto ist das Magazin für Rollenspiele, Table-Top und Phantastik. Mit dem viermal jährlich erscheinenden Magazin bieten wir Ihnen aktuelle News, umfassende Spielbeiträge, Werkstattberichte und Interviews sowie Rezensionen aus den Bereichen Rollenspiel, Table-Top, Brett-, Karten- und Computerspiele, Film und phantastische Literatur.
Im Rollenspielteil bietet die Mephisto regelmässig Material zu Systemen wie Cthulhu, Das Schwarze Auge (DSA), Degenesis, Dungeons & Dragons (D&D), Engel, Shadowrun, Warhammer Fantasy Rollenspiel und den Systemen der Welt der Dunkelheit.
At-43, Confrontation, Hordes, Urban War, Warhammer, Warhammer 40K und Warmachine gehören zu den Systemen, die wir im Table-Top-Bereich behandeln."
Zwischen 80 und 90 Seiten, 5,95 EUR, im Abo für vier Ausgaben im Jahr 19 EUR. Erste Ausgaben etwa 1994, seit Ausgabe 43 ist der Großbereich Table-Top in ein eigenes Heft ausgelagert.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

(Test) Die Suche nach einem Phantastik-Magazin (#6)


Abenteuer und Phantastik - Nautilus
Auf der Homepage ist leider nichts zum Werdegang des Magazins zu finden, Wikipedia weiß allerdings: "Thematisch ist die Nautilus auf die Genres Fantasy, Abenteuer, Mystery, Science-Fiction, Horror und Thriller ausgerichtet. Als Filmmagazin konzentriert sich die Nautilus auf Features zu aktuellen und kommenden Filmen, Setberichten, Interviews mit Regisseuren und Darstellen sowie auf Filmübersichten zu den jeweiligen Themen und Inhalten, denen ein Schwerpunkt im Heft gewidmet ist. Dazu gibt es Inhalte zu Romanen, Hörbüchern, Comics und Adventure-Games sowie Sachartikel zu Themen aus Wissenschaft, Historie, poplären Mythen und dem Phantastik-Genre."
Erstausgabe 1993. 12 Ausgaben im Jahr, im Abo 45 EUR, Einzelheft für 4,50 EUR.

Mittwoch, 26. September 2012

(Test) Die Suche nach einem Phantastik-Magazin (#4)


Teil 1 des Testes ist HIER nachzulesen
Teil 2 des Testes ist HIER nachzulesen
Teil 3 des Testes ist HIER nachzulesen

"Wie der Titel schon verrät, setzt dieses Filmmagazin Schwerpunkte. Horror, Suspense, Mystery, Action, Sci-Fi, Anime, Fantastisches, Surreales und auch schräger Humor sind die Themen, um die sich alles in deadline dreht. (...)
Dabei legen wir großen Wert darauf, in lockerer, ambitionierter, ironischer, kritischer und unabhängiger Weise zu berichten. Die deadline zu lesen soll Spaß machen. Und gleichzeitig fundierte Information liefern.
Aus der Taufe gehoben wurde die deadline Ende 2006. (...)
Eine mehr als 20-köpfige Crew nimmt für die deadline nicht nur den deutschen Markt unter die Lupe, sondern durchforstet, präsentiert und kommentiert auch das internationale Angebot für Freunde der ausgefallenen Unterhaltung."
Es gibt 6 Ausgaben im Jahr für den Einzelpreis je Heft von 6 EUR, im Abo 35 EUR.

Das Magazin hat mich schon eine Weile angelacht und nachdem das Cover nun eine "Fantasy-Filmfest-Vorschau" versprach, kam es mit zu mir nach Hause. Das Vorwort verrät, dass dieses Heft nicht nur um 16 Seiten aufgestockt werden musste (Themenvielfalt), sondern auch wenige Stunden vor Druck ein Interview mit Nicholas Winding Refn reinflatterte. Das Special zur Gaming-Messe E3 wurde daher verschoben, es gab aber das sehr faire Angebot, dass die Leser sich vorab die vier Seiten per Mail zuschicken lassen konnten.

Das Team das Magazins behält Recht in dem, was es auf der Homepage schreibt. Wo andere (Film-)Magazine in erster Linie bunt (bebildert) und Mainstream sind, kann deadline mit sehr viel Konstruktivität und unterhaltsam geschriebenen Artikeln auch für ältere Leser, eben einfach sprachlich, überzeugen. Das heißt allerdings mitunter, dass man sich an Rezensionsstimmen gewöhnen muss, die garantiert Kafka und Hemmingway als Lieblingsautoren ihrer Kindheit angeben würden und überhaupt die Welt ein bisschen besser verstehen als alle anderen. Die sind allerdings die Ausnahme, ich habe auch sehr anregende, amüsante, abwechslungsreiche und einfach gut geschriebene Artikel wie Rezensionen (die wirklich welche sind!) gelesen.

Horror, Trash und Sci-Fi stehen auf jeden Fall weit im Vordergrund des Heftes und obwohl das nicht immer meins ist, habe ich viele gute Anregungen und Tips bekommen, sogar mitunter einfach aus den Anzeigen und das will schon etwas heißen. Liebhaber werden auf jeden Fall sehr zufrieden sein.
Es werden sehr viele Filme vorgestellt, Interviews mit Filmemachern jeglicher Coleur, Rod Usher (dem Sänger von The Other), Hennes Benders oder CALLEJON-Sänger BastiBasti, Kate Beckinsale uvm. Ein großer Cannes-Report, viele Berichte von Filmfesten (z.B. Cinestrange Filmfestival in Dreden), Meinungen zu PC-Spielen, das Animeskop, Zeichentrix etc.
Die Mischung wirkt zunächst wie die bei allen anderen, sie wurde aber sehr individuell und eigen aufbereitet.

Bunt ist hier nicht wirklich etwas, so dass man nicht visuell erschlagen wird und das Auge zunächt nicht recht weiß, wo es zuerst hinsehen soll, wo ohnehin nur der Text wichtig ist. Schwarz/Weiß dominiert, wenngleich Cover/Plakate farbig abgebildet sind.
Das einzige Manko waren die abgelaufenen Verlosungen. Die sollten doch zumindest so lange gehen, bis das nächste Heft in den Kiosk-Regalen steht. Und die Seiten mit den Kurzrezensionen zeichnen sich leider durch eine sehr kleine Schrift aus, bei der es schwierig wird, alles hintereinanderweg zu lesen.

Es fehlen zwar auch hier Bücher (was bei einem Filmmagazin allerdings nicht allzu verwunderlich ist), aber alles andere stimmt. Wer sich für düstere Werke, auch mal musikalisch, begeistern kann, sollte zugreifen und selbst testen. Mir hat es wirklich gefallen.

Samstag, 17. März 2012

(Autorenplausch) Chris Schlicht: Maschinengeist


Titel: Maschinengeist
Autor: Chris Schlicht
Originaltitel, 440 Seiten
ISBN: 3867621209
Euro: 13,99
http://www.dreamspiral.de/













© Chris Schlicht: Peter Langendorf

Schreiben war früher eigentlich nie mein Ding. Ich habe meiner Kreativität lieber mit dem Zeichenstift freien Lauf gelassen. So habe ich beispielsweise alle Personen aus dem „Herr der Ringe“ gezeichnet, der während meiner Schulzeit in den 70/80er Jahren der absolute Renner war. Auch eine „Literarische Arbeit“ habe ich über jenes Monumentalwerk geschrieben, ich glaube, das war meine erste Eins in einem Deutschaufsatz überhaupt. Aber selbst schreiben, das wäre mir nie in den Sinn gekommen. Bis ... ja, bis ich wegen diverser Operationen dazu verdammt war, untätig auf dem Sofa zu liegen und nur mit dem Laptop arbeiten zu können, der zeichnerische Arbeit nur bedingt möglich macht.

Ich habe schon vorher ein paar Kurzgeschichten geschrieben, die auch in diversen Anthologien veröffentlicht wurden. Aber erst, als ich mit der Kurzgeschichte „Dunkle Schwingen“ den „Marburg Award“ 2009 gewann, fand ich den Mut, mich auch an längeren Sachen zu probieren. Heraus kam nun der Steampunk-Roman „Maschinengeist“.

Warum Steampunk, und – vor allem – warum habe ich meinen Steampunk-Krimi ausgerechnet ins Rhein-Main-Gebiet Verlegt? Im Jahr vor dem Sieg mit „Dunkle Schwingen“ hatte ich schon einmal beim Marburg-Award teilgenommen, da war das Thema „Steampunk“ und ich belegte den 3. Platz mit meiner Kurzgeschichte „Deus Ex Machina“. Ich wusste vorher nicht mal, was Steampunk überhaupt ist, als ich an die Kurzgeschichte heran ging und obwohl ich später mit einer reinen Fantasy-Geschichte den 1. Platz gewann, ließ mich das Thema Steampunk einfach nicht mehr los. Die Faszination war größer als für monumentale Fantasy, da hat der Ingenieur in mir die Oberhand gewonnen.

Die meisten Steampunk-Stories spielen im England der viktorianischen Zeit oder speziell in London. Wenn sie mal in Deutschland spielen, dann in Berlin. Doch ich kenne weder den einen noch den anderen Ort gut genug, um ihn eingehend zu beschreiben oder mir eine andere alternative Entwicklung für ihn vorzustellen. Ich wurde in Frankfurt geboren, bin im Umland aufgewachsen, habe im Rheingau studiert und arbeite für die Stadt Wiesbaden in der Stadtplanung als Landespflege-Ingenieur. Dort habe ich auch viel mit dem Denkmalschutz zu tun. Von daher kenne ich das Rhein-Main-Gebiet gut und speziell Wiesbaden auch von der Historie, mit der Entwicklung in der Wilhelminischen Zeit und der Industrie an Rhein und Main.

Der Hintergrund war geschaffen, die Personen standen mir noch aus der Kurzgeschichte „Deus Ex Machina“ bildlich vor Augen, sie mussten nur von ihrer Herkunft und ihren Eigenarten an den Hintergrund angepasst werden. Gänzlich ohne zeichnerische Vorarbeit ging das nicht und so habe ich ein paar meiner Figuren erst einmal bildlich in Szene gesetzt. Vor allem den Protagonisten Peter Langendorf. Ein Bild vor Augen zu haben hilft mir ungemein bei der Charaktererschaffung. Danach entstand ein kompletter Stammbaum, der familiäre Hintergrund usw.

Ich hatte das Gerüst und wusste wie die Geschichte enden würde – ich musste nur noch darauf hin schreiben. So entstand dann die dystopische, alternative Historie für Wiesbaden und Umgebung, in der die arme Bevölkerung unterdrückt und als Verfügungsmasse für die Reichen und Industriellen betrachtet wird. Massen an Menschen, die darunter zu leiden haben, dass die Fabriken immer mehr ihren Lebensraum vergiften, wodurch sich eine gefährliche Spezies von Ratten und neue Krankheiten entwickeln. Dabei werden auch reale historische Ereignisse mit Fiktion verknüpft und in einen neuen Kontext gesetzt.

Eine Historie, die – zum Glück – nie stattgefunden hat. Aber sie sollte erklärbar sein. Von daher habe ich auf die auch häufig in Steampunk-Romanen vorkommenden Elemente der klassischen Fantasy, also Magie oder fremdartige Wesen, völlig verzichtet. Es ist technischer Steampunk geworden, bei dem ich aber ein größeres Augenmerk darauf gerichtet habe, wie es den Menschen in einer solchen Welt ergeht, als dass ich immer neue Maschinen entwickele.

Die Charaktere, besonders die Hure Katharina, weil sie eine so starke Frau ist, sind mir inzwischen so sehr ans Herz gewachsen, als wären es gute Freunde. Von daher kann man noch ein wenig mehr als dieses eine Buch erwarten. Es wird von mir keine Fortsetzungsromane oder so was geben, „Maschinengeist“ ist daher in sich geschlossen und kann für sich stehen. Aber mein Ermittler ist schon wieder unterwegs, ein zweiter Fall bereits in Arbeit und ziemlich weit fortgeschritten.
Ich hoffe, dass „Maschinengeist“ so gut ankommen wird, dass auch der Nachfolger eine geneigte Leserschaft finden wird.

© Chris Schlicht: Elisabeth Wallenfels