Posts mit dem Label Autoren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Autoren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 22. August 2021

Autorin Åsa Ågren in Berlin – Eine Wanderung durch die Hauptstadt

 


Im März 2021 ist „Im Glanz der Welten: In den Nordlanden“ in neuem Gewand und in einem neuen Verlagshaus wiederveröffentlicht worden. Regelmäßige Besucher von Verlorene-Werke-Blog werden sich vielleicht an den Titel erinnern.

 










Die sechzehnjährige Silke aus dem schwedischen Silvbro flüchtet nach einer Mobbingattacke in die Anderswelt »Nordland«. Nach dem Übergang begegnet sie zwei gleichaltrigen Mädchen, die sich bereits im Leben behaupten mussten: Yrsas Mutter wurde als Hexe verbrannt und Unna ist gezwungen, als riesenhafte Missgeburt in der Schmiede ihres Vaters zu schuften. Zusammen machen sich die Mädchen auf, dem Jahrhundertereignis Nordlands zu folgen: Leit. Unter Bewachung von grimmigen Soldaten ziehen eintausend zwangsrekrutierte Pflückerinnen aus, um die heiligen Diamantblumen zu ernten, die im unwegsamen Moor Fenmarken wachsen. Den Befehl über alle hat der ehrgeizige Anführer Crispin Silberschwert, der die Ehre seiner Familie wiederherstellen muss. Doch die Arbeit im Moor ist gefährlich und nicht alle Mädchen werden Leit überleben.

 



Als am 19.08. ein Zug aus München im Berliner Hauptbahnhof einfuhr, stieg die Autorin Åsa Ågren mit ihrer Tochter aus. Ihr Anschlusszug nach Schweden würde erst fünf Stunden später losfahren und so ergab eine Menge Zeit, um sich ein wenig in der Stadt umzusehen. Natürlich habe ich es mir nicht entgehen lassen, Åsa persönlich zu treffen – wir hatten Glück, denn die neuen Corona-Regeln sollten erst am Folgetag in Kraft treten.

Freitag, 14. Juni 2019

Lebe Lang ... und was ich auf meinem Weg lernte - William Shatner


Titel: Lebe Lang ... und was ich auf meinem Weg lernte
Autor: William Shatner
Originaltitel: Live Long and . . .: What I Might Have Learned Along the Way
Verlag: Hannibal Verlag
ISBN: 978-3854456643
Euro: 20,00
Veröffentlichungsdatum: März 2019
Seiten: 200
Serie: nein
Come in: vom Verlag









Samstag, 13. Oktober 2018

Aus der Tastatur gefallen: Gedanken über das Leben, den Tod und schwarze Hüte - Terry Pratchett

Titel: Aus der Tastatur gefallen: Gedanken über das Leben, den Tod und schwarze Hüte
Autorin: Terry Pratchett
Originaltitel: A Slip of the Keyboard: Collected Nonfiction
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442487295
Euro: 14,00
Veröffentlichungsdatum: September 2018
Seiten: 400
Kein Serientitel
Come in: Vom Verlag








Inhalt/Klappentext

Diese Anthologie versammelt die besten und unterhaltsamsten Essays, Artikel und Reden Terry Pratchetts. Hier findet man alles, was ihn im Lauf seines Lebens bewegt hat: Erinnerungen an seine Großmutter, Gedanken zu Gandalfs Liebesleben oder die Frage, welche Bücher, sein eigenes Werk inspiriert haben. Er spricht über seine Liebe zu Weihnachten, gibt Einblicke in seine Schulzeit oder verrät, zu welcher Tageszeit man am besten schreibt. Selbst die ernsten Themen, denen er sich widmet, sind stets durchdrungen vom Humor und der Lebensklugheit dieses wundervollen Autors.

Donnerstag, 16. August 2018

(Lesereise) Cixin Liu in Deutschland

Cixin Liu, einer der erfolgreichsten und produktivsten chinesischen Science-Fiction-Autoren, kommt im Oktober 2018 nach Deutschland. Am 15.10. dürfen sich die Hamburger auf ihn freuen und am 17.10. alle Berliner. Hier wird die Veranstaltung von der Buchhandlung Otherland veranstaltet. In deren Newsletter klingt das dann so: "Auf dem Podium dabei sein werden auch Dolmetscherin Jing Bartz sowie Autor Dietmar Dath. Ausnahmsweise nehmen wir bei dieser Veranstaltung einen Eintrittspreis in Höhe von 10 Euro. Die Veranstaltung findet im Rahmen einer vom Heyne-Verlag organisierten Lesereise und mit freundlicher Unterstützung des Confucius Institute Headquarters statt. Darüber hinaus wird sie von der Kulturabteilung der Botschaft der VR China unterstützt."
Mehr Informationen zu Autor, Büchern und Lesereise gibt es HIER (Link).

Die Trisolaris-Trilogie
1. 三部曲《三体》 (Die drei Sonnen)
2. 三部曲 《黑暗森林》 (Der dunkle Wald)
3. 三部曲 《死神永生》 (Jenseits der Zeit)


China, Ende der 1960er-Jahre: Während im ganzen Land die Kulturrevolution tobt, beginnt eine kleine Gruppe von Astrophysikern, Politkommissaren und Ingenieuren ein streng geheimes Forschungsprojekt. Ihre Aufgabe: Signale ins All zu senden und noch vor allen anderen Nationen Kontakt mit Außerirdischen aufzunehmen. Fünfzig Jahre später wird diese Vision Wirklichkeit – auf eine so erschreckende, umwälzende und globale Weise, dass dieser Kontakt das Schicksal der Menschheit für immer verändern wird.

Montag, 15. Januar 2018

Online-Fanzine "PHANTAST" Thema: Märchen erschienen



Die neue Ausgabe des Online-Fanzines PHANTAST ist online und wie immer kostenlos zu lesen. Thematisch ist es in die Welt der Märchen eingetaucht.

Enthalten im PHANTAST #19 sind unter anderem:

- Interviews mit Janna Ruth und Jennifer Alice Jager
- Kurzinterviews mit Fabienne Siegmund, Julia Zieschang, Regina Meißner, Alexandra Fuchs, Nina MacKay und Nora Bendzko
- Werkstattbericht zu "Rosen und Knochen" von Christian Handel
- ein Artikel zu den Märchen aus 1001 Nacht von Akram El-Bahay
- Einblicke in Märchen verschiedener Kulturen
- Artikel zu den Kunstmärchen von Oscar Wilde und Hans Christian Andersen
- eine Leseprobe aus "Die Bibliothek der flüsternden Schatten" von Akram El-Bahay
- diverse Rezensionen zum Thema
- 138 märchenhafte Seiten - wie immer kostenlos!

Wer mal hineinschauen möchte, sollte HIER klicken.

Und wer gerne wüsste, was der PHANTAST überhaupt ist, wie er entsteht und wer für den lesenswerten Inhalt sorgt, der sollte HIER hineinsehen.


Sonntag, 6. August 2017

Guerilla Marketing Bibel - Jay Conrad Levinson

Titel: Guerilla Marketing Bibel
Autorin: Jay Conrad Levinson
Originaltitel: The Best of Guerrilla Marketing: Guerrilla Marketing Remix
Verlag: Midas Management Verlag AG
ISBN: 978-3907100691
Euro: 34,90
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2016
Seiten: 400
Kein Serientitel
Come in: Vom Verlag








Klappentext/ Inhalt:
Guerilla Marketing ist eine speziell auf kleine und mittlere Unternehmen und Personen zugeschnittene Form des Marketings, die darauf abzielt, bei minimalem Einsatz der Mittel maximalen Erfolg zu erzielen. So steht die kreative Umsetzung einer Botschaft im Mittelpunkt, ganz im Gegensatz zur herkömmlichen Massenwerbung. Dieses Buch ist deshalb eine Goldgrube für alle, die sich auch ohne große Budgets Gehör verschaffen wollen, sei es für ihr Produkt oder ihre Dienstleistung, eine politische Botschaft oder einfach nur einen originellen Heiratsantrag.

Meinung

Die "Guerilla Marketing Bibel" erschien erstmals 1984, als Levinson seinen Schülern gute Bücher zum Thema Marketing empfehlen wollte und feststellen musste, dass es kaum welche gab. Die wenigen, die er fand, waren für den realen Gebrauch eher ungeeignet. Also setzte er sich hin und verfasste selbst eines. Die vorliegende Ausgabe hat der Autor zusammen mit seiner Frau und zahlreichen Co-Autoren überarbeitet und dem neuen Jahrtausend angepasst.
Dabei ist die schon äußerlich ansprechend designte Ausgabe in zwei Teilen angelegt: Zunächst kommt Levinson selbst zu Wort und schließlich die zahlreichen Co-Autoren, die jeweils ein Kapitel aus eigenen Publikationen und zu einem ganz bestimmten individuellen Thema präsentieren dürfen.
Zunächst einmal wird der geneigte Leser in die Grundlagen des Guerilla Marketings eingeführt; was es ist und was nicht, wie es einst entstand, welche Methode für welches Umfeld zu gebrauchen ist, etc. Dabei werden im laufenden Text immer wieder in kleinen grau hinterlegten Kästchen markante Sätze aus eben diesem wiederholt. Am Ende jedes Kapitels werden die wichtigsten Fakten im Überblick gelistet. Auch versäumt es der Autor nicht, zahlreiche Beispiele gelungener Werbung und/oder gelungener Aktionen einzuflechten. Hierbei orientiert er sich natürlich (leider?) am amerikanischen Markt, deren Marken nicht alle in Europa bekannt sind. Dies verkompliziert mitunter die Erklärungsweise, wenn nicht klar ist, was genau die entsprechende Firma eigentlich produziert. Allerdings sind das nur sehr wenige, da es sich oft um größere Namen handelt, die weltweit bekannt sind. Manche Beispiele sind tatsächlich so genial wie "um die Ecke gedacht", aber leider oft auch schon etliche Jahrzehnte alt. Das Prinzip ist sicherlich das gleiche, aber heutzutage greifen andere Mechanismen ineinander und nicht alles lässt sich noch in der gleichen Art umsetzen. Geschweige denn, dass sich auch die neuen Medien weiterentwickeln.
Im zweiten Teil folgen achtundzwanzig Gastkapitel von Co-Autoren, übrigens eine Sache, die Levinson empfiehlt, denn so erzählen mehr Leute herum, dass es das Buch überhaupt gibt - und alle sind eigene Koryphäen auf ihren jeweiligen Gebieten. Persönlich hat mir dabei das Kapitel "Guerilla Marketing für Frauen" gefallen, in dem Wendy Stevens sich der Frage zuwendet, weshalb es so vielen klugen Köpfen in der Werbung so schwer fällt, anständige, gewitzte Werbung für Frauen zu machen. Dabei stechen die wirklich praxisnahen Beispiele heraus - und sei es, um zu zeigen, wie es nicht funktioniert.
Schließlich gibt es noch den Anhang, in dem kurz etwas zum jeweiligen Autor gesagt wird, was praktisch für alle ist, die sich noch weitere Werke anschaffen möchten.
Die "Guerilla Marketing Bibel" bietet sehr viel sachlichen wie auch unterhaltsamen Stoff zum Thema Marketing, ist aber eher für Anfänger geeignet, hier aber auf jeden Fall. Wer bisher kaum mit der Thematik zu tun hatte, findet einen hervorragend aufbereiteten Überblick, der anschaulich dargestellt wird. Die zahlreichen Beispiele aus der Praxis regen zum Nachdenken und Selbermachen an, wenn es offenbar auch eher darauf hinausläuft, nicht aufzugeben und sich in Geduld zu üben. Empfehlenswert, sich dieses eine Exemplar zum immer wieder Nachschlagen ins Regal zu stellen, als viele andere.

http://gmarketing.com/

Jay Conrad Levinson was an American business writer. Born in Detroit, graduated from the University of Colorado. His studies in Psychology led him to advertising agencies, including a Directorship at Leo Burnett in London, where he served as Creative Director. Returning to the US, he joined J. Walter Thompson (now known as JWT) as Senior Vice President.

Freitag, 14. April 2017

(Neu) "Die Stadt der verbotenen Träume" von Emmi Itäranta

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2014, bei der Finnland das Gastland war, erschien neben einigen anderen großartigen Romanen auch "Der Geschmack von Wasser" der finnischen Autorin Emmi Itäranta. Die Autorin hat ihr Debüt sowohl in finnisch, als auch in englisch geschrieben und gewann 2011 damit einen von einem finnischen Verlag organisierten Wettbewerb für phantastische Literatur. Auch später hat sie noch diverse Preise eingeheimst und unterschiedliche Quellen berichten, dass ihr Roman in mindestens zwanzig verschiedenen Sprachen erschienen ist (Eine Coverliste gibt es HIER.). 

Auch das zweite Werk Itärantas, 2014 noch nicht einmal fertig geschrieben, wurde in mehrere Länder verkauft. Da dieser Roman nun beendet und im November 2016 in englisch erschienen ist, lag die Frage nahe, ob auch deutsche Leser in den Genuss dessen kommen würden. Leider gibt es an dieser Stelle keine guten Nachrichten vom dtv-Verlag: "Demnächst ist leider kein weiterer Titel des Autors bei uns geplant; "Der Geschmack von Wasser" ist vergriffen." (Mail vom Nov. 2016)

So ganz aus der deutschen Sprache wegzudenken ist die Autorin allerdings nicht; sie und ihr neuer Roman haben lediglich den (deutschen) Verlag gewechselt. Im September 2017 wird "Die Stadt der verbotenen Träume" (Kudottujen kujien kaupunki/ The Weaver) im Arctis Verlag (und mit Originalcover) erscheinen.

Eliana ist eine pflichtbewusste Weberin im prestigeträchtigen Haus der Spinnweben. Sie kann lesen und schreiben und sie kann träumen, eine Fähigkeit, die der »Rat« der Inselstadt strengstens untersagt. Niemand spricht über die Träumer, die in der Gesellschaft geächtet werden. Eines Tages wird ein junges Mädchen bewusstlos aufgefunden. Der einzige Hinweis auf ihre Identität ist ein Wort, das auf ihre Handfläche tätowiert wurde: Eliana. Als Eliana sich dem Geheimnis des Mädchens nähert, beginnt das Lügengebäude der Obrigkeit zu bröckeln.


Mehr zur finnischen Phantastik ist hier nachzulesen: (Frankfurter Buchmesse) Fantasyliteratur aus Finnland: Finnish Weird


Wer sich nun etwas näher mit der finnischen Phantastik befassen will - und gerade diese hat ihre ganz besonderen Eigenheiten! - sollte sich den August 2017 freihalten. Hier erscheint eine Anthologie, die von Emmi Itäranta herausgegeben und die ganz verschiedene Autoren beinhalten wird. "(...)all published in English for the first time.", heißt es dazu auf der Homepage der Autorin.

"Osuuskumma International is proud to present "Never Stop – Finnish Science Fiction and Fantasy Stories". The anthology is compiled by Emmi Itäranta and features gems in a wide range of genres, all published in English for the first time.
"These stories invite you to see a glimpse of new lights emerging in the vast sky of international speculative fiction. You may not have expected them, but once they have caught your eye, you will hopefully keep coming back for more."
– Emmi Itäranta, foreword
Never Stop will be published in Worldcon, in August 2017, until then—stay tuned!"



Dienstag, 11. April 2017

Das Tagebuch der Prinzessin Leia - Carrie Fisher

Titel: Das Tagebuch der Prinzessin Leia
Autorin: Carrie Fisher
Originaltitel: The Princess Diarist
ISBN: 978-3854456254
Euro: 19,99
Veröffentlichungsdatum: März 2017
Seiten: 240
Kein Serientitel
Come in: Vom Verlag










Meinung

Carrie Fisher, bekannt geworden durch ihre Rolle als Prinzessin Leia in "Star Wars", fand vor nicht allzu langer Zeit alte Tagebücher, die sie mit neunzehn Jahren während der Aufnahmen zu eben diesem Film geschrieben hat. Sie entschied, diese zu veröffentlichen. Ob das nötig war, darüber mag man streiten, die Antwort, warum sie es tat, gibt sie mit diesem Buch selbst. Nicht selten ereilt den Leser beim umblättern das Gefühl, die Autorin habe sich eine gewaltige Menge Frust vom Herzen geschrieben, der sie allerdings bis zuletzt nicht losgelassen hat. Obwohl sie sehr munter und unterhaltsam schreibt, weist sie doch auf diverse Missstände hin, die sich auch nach vielen Jahrzehnten nicht gebessert haben.
Das eigentliche "junge" Tagebuch ist mittig des Hardcovers zu finden, farblich hübsch abgesetzt. Eingeleitet wird "Das Tagebuch der Prinzessin Leia" jedoch zunächst mit einigen allgemeinen Informationen zu Elternhaus, Schulzeit und schließlich dem Cast zu "Star Wars". Unter einer frischen Feder fliegen die Seiten hier nur so vorbei. Die weltbekannte Frisur wurde einst von Fisher und ihrer Stylistin selbst ausgewählt, was ein gar nicht so einfacher Weg war; zunächst gab es Skizzen, dann wurden verschiedene Frisuren aus diversen historischen Epochen ausprobiert, bis schließlich beide zufrieden waren. Fisher, die immer mit sich und ihrem Körper haderte, beschreibt ihr Gesicht bis heute als mollig und da habe eben nicht jede Frisur "gesessen". Die Neunzehnjährige wurde übrigens vor Drehbeginn in ein Abnehmcamp geschickt, da man fand, sie sei für die Rolle zu dick. Aber da sich damals niemand mit den gesundheitlichen Folgen auseinandergesetzt hat, nahm sie nicht die gewünschten fünf Kilo ab, was allerdings niemand merkte. Dass sie auch in einer "normalen" Figur Eindruck machte, beweisen zahlreiche Poster, die noch heute gern aufgehängt werden.
Auf einer Party nach Drehschluss kam die junge Frau einst in eine missliche Lage, als zwei Arbeiter ihre angeheiterte Lage ausnutzen wollten. Niemand Geringerer als Harrison Ford rettet sie. Was an diesem Abend zwischen den beiden geschah, weitete sich zu einer mehrmonatigen Beziehung aus. Wirklich ins Detail geht Fisher nicht, aber die überschaubaren Seiten des "jungen" Tagebuchs sprechen für sich. Ein wenig pubertär und sicherlich auch naiv schildert eine hochintelligente Frau ihre Beobachtungen - und hinsehen hat sie gelernt. Es gibt dort einige Zeilen, so kurz sie sind, so extrem treffend sind sie auf den Punkt gebracht. Fisher hat sich schon früh mit sich und ihrer Umwelt stark auseinandergesetzt und sich und andere stets hinterfragt.
Später folgen wieder einige vergnügliche Erzählungen. Aber auch hier wird deutlich, dass, hätte die Autorin eine Wahl gehabt, sie sich vielem sicher nicht ausgesetzt hätte und ganz bestimmt nicht in dieser Art und Weise. Die Schauspieler haben nämlich am wenigsten von "Star Wars" gehabt, auch wenn die Filme ohne sie nicht einmal annähernd so berühmt geworden wären. An Dinge wie Merchandising hat damals nie jemand gedacht und so wurde keiner an den Rechten dazu beteiligt. Nur mit Auftritten oder gemeinsamen Fotos mit Fans oder eben Büchern verdienten sie etwas.
Am meisten gehadert hat Fisher mit der Szene im Metallbikini, die sie natürlich trotzdem gespielt hat. Am Ende des Buches, im Kapitel "Die Sensation neben mir" besucht Fisher zusammen mit ihrem geliebten Hund Gary das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds, in der Leia ausgestellt wird. Trotz der vielen Dinge, die auch dieser Charakter im Film getan hat, immerhin auch eine der ersten Rollen, in der eine Frau wirklich zugepackt und etwas verändert hat, ist nur eines geblieben: Leia im Metallbikini, einer Leine um den Hals und hinter sich Jabba, ihren Sklavenhalter. Also auch nicht die wehrhafte Leia, die eben diesen Jabba später mit eigener Hand tötet und sich selbst aus dieser misslichen Lage befreit - ebenfalls in dem sehr knappen Metallbikini.
Ihre Angst, nur als Prinzessin Leia, auf den Punkt gebracht mit dieser einzigen Szene, im Gedächtnis der Leute zu bleiben, schwingt zwischen den Zeilen mit. Bereits im Februar 2016 für das Release im November 2016 geschrieben, ahnte Fisher sicher nicht, dass sie kurz nach Weihnachten desselben Jahres versterben würde. Ein kurzes, aber sehr intensives Leben ging zuende.

"Das Tagebuch der Prinzessin Leia" ist mehrheitlich heiter geschrieben, für Fans ohnehin unerlässlich, blickt aber auch mit scharfem Blick hinter die Kulissen. Wer es nur wegen der Affäre mit Harrison Ford anschafft, wird ein wenig enttäuscht sein, wirklicher Mehrwert wird diesbezüglich nicht geboten. Wer das Buch liest, sollte es wegen Carrie Fisher lesen, ihrer guten Beobachtungsgabe und ihrem scharfen Blick unter die Oberfläche. Mehrere Fotos von Leia wie Carrie sind Highlight des äußerlich wie innerlich gelungenen Buches.


Die US-amerikanische Schauspielerin Carrie Fisher (21. Oktober 1956 - 27. Dezember 2016) wurde durch ihre Rolle der Prinzessin Leia in der Star Wars-Saga berühmt. Neben zahlreichen angesehenen Filmen wie Blues Brothers, 3 Engel für Charlie - Volle Power oder Harry und Sally machte sie sich auch als Autorin einen Namen. Die sympathische Frau wurde nicht nur vom Publikum gefeiert, sondern auch von Kollegen verehrt. Ihr plötzlicher Tod löste weltweite Trauerbekundungen aus.

Freitag, 14. Oktober 2016

(Verschoben) "Feuerhimmel, Sternennacht" von Audrey Coulthurst

Noch ist Coulthursts Roman bei einigen Online-Buchhändlern zu finden, auf der Verlagsseite sucht man ihn indes vergeblich. Der Erscheinungstermin von "Feuerhimmel, Sternennacht" wurde auf März 2018 verlegt. Auf Nachfrage erklärte der Verlag: "(...) aus internen Gründen auf 2018 geschoben. Auf der Homepage finden Sie den Titel nicht, weil er nicht im aktuellen Programm ist."
Diese eher kryptische Antwort ließ viel Spielraum für die Vermutung, dass der Roman gar nicht mehr erscheinen würde. Von seiten der Autorin heißt es zu der Problematik: "My understanding is that the book will be released in March 2018. The publisher decided to change the cover of the book, and will need some time to create the new artwork. I'm so sorry for the delay."
Das bisherige Cover sollte man sich also noch einmal etwas genauer anschauen, denn mit diesem wird die Geschichte leider nicht veröffentlicht. Das englischsprachige Original "Of Fire and Stars" ist übrigens ab November 2016 zu lesen.
Das Jugendbuch, das bei cbt erscheinen sollte, erzählt die Geschichte einer Prinzessin mit seltener magischen Gabe, die in ein anderes Königreich entsandt wird, um den dortigen Prinzen zu heiraten - sich jedoch in dessen Schwester verliebt. Wie rar Bücher dieser Art sind, muss nicht erörtert werden, was es doppelt bedauerlich macht.

Die Vermählung von Dennalaia von Havemont mit Thandi von Mynaria besiegelt eine politische Allianz zwischen zwei einst verfeindeten Reichen, nicht mehr. Dennoch hofft Prinzessin Denna bei ihrer Ankunft am Hof von Mynaria inständig, ihren zukünftigen Gemahl vielleicht auch lieben zu können. Dass der kühle, sarkastische Prinz ihr Herz jedoch nicht zu erobern vermag, spürt sie schnell. Umso dankbarer ist sie, als sich die Schwester des Prinzen, Amaranthine, ihrer annimmt und ihr Reitstunden gibt. Denna bleibt der weiche Kern hinter Maras rauer Schale nicht verborgen, und sie genießt es zunehmend, Zeit mit ihr zu verbringen ...

Freitag, 16. September 2016

(Gesammelt) Literatur-/Themen, über die zu sprechen ist


Im Moment rufen die meisten deutschen Phantastikautoren in ihren Social Media Kanälen zu einer Spende für die große Phantastische Bibliothek in Wetzlar auf. Gerne möchte ich sie - auch wenn selbst nur kleines Licht - darin unterstützen.
Ich habe schon oft auf der Homepage gestöbert und mir auch einige Werke dort gekauft, die es garantiert in keinem Buchladen zu erstehen gibt - für mich ohnehin die beste Spende: Kauft die Bücher bei den Verlagen, denn nur so bleiben sie uns erhalten.
Obwohl sich die Bibliothek über eine Spende von 11,11 EUR freut, gibt es auch diverse Goodies, zur Verfügung gestellt von den unterstützenden Autoren, bei denen sich alle mit einer dort angegebenen höheren Spende bewerben können. Einfach mal reinschauen und sich durch die umfangreiche Spendenseite lesen.



Ich verfolge die aktuellen Neuerscheinungen und Geschehnisse des Berliner binooki-Verlages fast seit seinen Anfängen, weil ich es großartig finde, was sie machen. Nicht jedes Genre fällt in mein Beuteschema, aber schon allein dafür, dass sie auch eine türkische Fantasyreihe übersetzt haben, gehört ihnen meine Anerkennung. Und weil ich selbst bereits, wenn auch in sehr viel kleinerem Rahmen, erlebt habe, wie Politik auch Literatur/Verlage/Autoren/usw. beeinflussen kann, möchte ich ausdrücklich auf den Aufruf des Verlages hinweisen.
Meinungsfreiheit ist ein großes, wertvolles Gut und wir sollten alle dafür einstehen! Darum unterschreibt am besten noch heute: HIER.
Die Petition, innitiert vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels richtet sich an Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten der EU-Kommission Jean-Claude Juncker.


#WerkZeugsLBM
WerkZeugs nicht mehr auf der Leipziger Messe? Offener Brief: Für WerkZeugs auf der Leipziger Buchmesse 2017

Erst vor wenigen Tagen gab WerkZeugs auf seiner Facebookseite überraschend bekannt, dass nicht nur der mit der LBM bestehende Vertrag nach neun Jahren ausgelaufen sei, sondern auch, dass die neuen Konditionen keine wirtschaftlich tragbare Situation mehr zuließen. LBM ohne WerkZeugs?
Undenkbar! Darum gibt es einen offenen Brief, der vor allem von Phantastikautoren unterschrieben wurde, aber für alle offensteht. Und wer über keinen Facebookaccount verfügt, kann immer noch die Messe selbst anschreiben, wie es ebenfalls zahlreiche Fans, Autoren und Aussteller getan haben.
Mehr zum Thema? Eine kleine Linksammlung:


Dienstag, 6. September 2016

(Interview) Johanna Schließer: Magische Worte in Fantasy und Gedichten



Liebe Johanna, danke, dass Du Dir Zeit für ein paar Fragen nimmst.

Du bist Jahrgang '77, in Kattowitz, Oberschlesien geboren, aber seit einigen Jahrzehnten in Stuttgart beheimatet. Du magst den Winter, schreibst sehr gern und würdest für Schokoladenkuchen alles tun. Was gibt es noch über die Person hinter Deinen Werken zu erfahren?
Ich glaube, chaotisch beschreibt mich ziemlich gut. Sehr gerne probiere ich neue Dinge aus und lasse mich schnell für etwas begeistern, allerdings ist die Begeisterung nicht immer von langer Dauer. Tatsächlich ist das Schreiben seit Jahren das Einzige, was mich immer wieder aufs Neue fasziniert und jede Menge Spaß macht. Auch hier kann man unglaublich viel ausprobieren. Zudem zwingt mich das Schreiben, Projekte auch einmal fertig zu bringen. Ich fange unglaublich gerne sehr Vieles an, finde aber kein Ende. Was zur Folge hat, dass einige Geschichten immer noch auf ihre Fertigstellung warten und noch so einige Plots in den Schubladen schlummern.


Du hast mit "Drachenfeuerjagd" und "Drachenfeuerjagd - Alte Geheimnisse" zwei Fantasygeschichten geschrieben. Was hat Dich in dieses Genre getrieben, was genau fasziniert Dich daran?
Die Faszination an Fantasy besteht darin, dass fast alles möglich ist. Als Autor kann man die Welt, ihre Wesen und die Natur neu erfinden, Gesetze neu definieren. Phantasie führt uns immer wieder zurück zu Kindheitserinnerungen und einer Zeit, als noch alles ein großes Wunder war, viele Dinge möglich schienen und wir uns an schönen Sommernachmittagen in die eigenen Welten gespielt und geträumt haben.
Zudem liebe ich den Zauber der Magie, kann mich für mystische Erzählungen und Wesen begeistern sowie Schlachten und Kämpfe, gerne auch mal brutal.
Fantasy auch deshalb, weil mir mehrfach attestiert wurde, dass ich überhaupt keinen Sinn für Romantik habe. Das stimmt tatsächlich. Einen Liebesroman aus meiner Feder wird es wohl niemals geben, was aber nicht heißen soll, dass meine Erzählungen keine Liebeleien enthalten.


Du hast den jungen Kopfgeldjäger Merranas vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt und schonst ihn auch in der Fortsetzung nicht. Dabei sind es nicht nur körperliche Strapazen, die er überstehen muss, sondern auch emotionale.
Woher nimmst Du Ideen und Inspirationen?
Merranas muss wirklich viel ertragen. Dies liegt aber auch daran, dass er über einige Dinge gar nicht nachdenkt und nur das schnelle und einfache Ziel vor Augen hat.
Die Ideen und Inspirationen kommen meistens aus dem Alltag, aus Gesprächen, eigenen Erlebnissen und Begebenheiten. Ich versuche sie in die Fantasywelt zu übertragen und mir vorzustellen, wie sich ein Konflikt oder eine Situation entwickeln würde, wenn noch andere Kräfte und Einflüsse im Spiel wären, die es im realen Leben nicht gibt. Hinzukommt, dass ich hier und da versuche, auch philosophische und humoristische Aspekte einzubringen. Wir nehmen gerne das Leben viel zu ernst und merken manchmal erst viel später wie lustig und absurd einige Situationen eigentlich sind. In Geschichten lässt sich das wunderbar darstellen.

Dienstag, 5. Juli 2016

Lauren Beukes neuer Roman auch in deutscher Sprache?

Lauren Beukes, die ganz besondere Geschichten schreibt, ist in diesem Blog inzwischen mit jedem ihrer Romane vertreten. Nun wird im Oktober 2016 ein weiteres Buch erscheinen, welches allerdings keine zusammenhängende Story, sondern diverse Kurzgeschichten enthält. "Slipping" wird in Kurzform die einzigartige Sprache und Sichtweise der Autorin, die sich auch immer besonders für Frauen und deren Lage interessiert, wiedergeben. Ein Blick hinein schadet nicht. Die Frage ist nur, ob auch deutschsprachige Leser in den Genuss kommen werden. Die Antwort des deutschen Verlages: "Wir werden ihren nächsten Roman veröffentlichen, können aber noch nichts zu den Terminen sagen. Eine Veröffentlichung der Kurzgeschichten ist momentan nicht geplant, für einen späteren Zeitpunkt aber nicht ausgeschlossen."
Wer der englischen Originalsprache gut genug mächtig ist, versucht es also besser erst einmal mit dieser.
Interessant hier jedoch der Ausblick auf einen neuen Roman. Auf der Homepage von Lauren Beukes sucht man diesen noch vergeblich. Im Interview mit Verlorene Werke ließ sie im Juni 2015 jedoch Folgendes auf die Frage nach einem kurzen Zukunftsausblick verlauten:
"I’d love to, but I’m under embargo! I’m working on a new original horror comic I’m co-writing with Dale Halvorsen (aka Joey Hi-Fi) for Vertigo Comics and I have a new novel in the works, which is partly set in Haiti. But that’s all I’m willing (or able) to say right now!
Ich würde sehr gerne, aber ich darf leider nicht! Ich arbeite an einem neuen Horror-Comic, den ich als Co-Autorin zusammen mit Dale Halvorsen (aka Joey Hi-Fi) für Vertigo Comics schreibe und ich habe einen neuen Roman in Arbeit, der zum Teil in Haiti spielt. Aber das ist alles, was ich bereit (oder besser in der Lage) bin zum jetzigen Zeitpunkt zu sagen."
Für einen Roman bietet sich bei Haiti eine Menge an: die geografische Lage, die Einwohner, die Landschaft, die wechselhafte Politik, auch Naturkatastrophen. Auf Twitter bedankt sich die Autorin nach ihrer Recherchereise so: "So long Haiti and thanks for all the poisson, moto rides, art, music, people and the candy-floss blue of baisin bleu."
Was auch immer sich die Autorin herausgepickt hat, es wird sicher in eine durchdachte, spannende Geschichte eingewoben.
Persönlich freut es mich am meisten, dass der Verlag weiterhin auf die Autorin setzt. Folgt man den Onlinemeinungen, wird deutlich, dass der typische deutsche Leser mit dieser Art Literatur offenbar überfordert ist. Weltweit besitzt die Autorin aber mittlerweile unzählige Fans - auch in Deutschland.


In her edgy, satiric debut collection, award-winning South African journalist and author Lauren Beukes (The Shining Girls, Moxyland) never holds back. Nothing is simple and everything is perilous when humans are involved: corruption, greed, and even love (of a sort).
A permanent corporate branding gives a young woman enhanced physical abilities and a nearly-constant high
Recruits lifted out of poverty find a far worse fate collecting biohazardous plants on an inhospitable world
The only adult survivor of the apocalypse decides he will be the savior of teenagers; the teenagers are not amused.
From Johannesburg to outer space, these previously uncollected tales are a compelling, dark, and slippery ride.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Snippets - Literatur News im November

Schreiben:

Der scius-Verlag sucht phantastische Kurzgeschichten zum Thema "Dungeon"! Bis 15.01.2016
via FB D. Herbst

Anthologie: Mutter (Herausgeber: Anja Bagus) bis 31.12.2015
via FB S. Baumgärtner

Autorentipp: Liedzitate im Buch – was ist erlaubt, und wie muss ich vorgehen?

Armer Autor, Du hast echt keine Freunde

Donnerstag, 12. November 2015

Selzers Singen - Alban Nikolai Herbst

Titel: Selzers Singen: Phantastische Geschichten und solche von fremder Moral 
Autor: Alban Nikolai Herbst 
Originaltitel 
Verlag: Kulturmaschinen 
ISBN: 978-3940274175
Euro: 12,80 
Veröffentlichungsdatum: März 2010 
Seiten: 145 
Kein Serientitel 
Come in: Vom Verlag 









Meinung 

Die zwölf Kurzgeschichten, die dieser Band umfasst, lassen sich am ehesten umschreiben mit: wem's liegt. Und das ist gar nicht mal negativ gemeint; sie sind speziell. Nach etwa der Hälfte bin ich auf die virtuelle Suche nach dem Autor gegangen, weil dessen Denken und Fühlen in den einzelnen Geschichten sehr stark ausgeprägt ist. Das nicht unbeschriebene Blatt hat ein bewegtes Leben hinter sich, über das allerdings nur Stichworte aufzufinden sind. Der Name auf dem Cover ist ein Pseudonym, das aufgrund der Familiengeschichte offenbar nötig war. Das "gegen den Strom schwimmen" scheint er so perfektioniert zu haben, dass es vor knapp zehn Jahren nicht mehr für die Miete gereicht hat und beim Onlineversteigerungsportal eine Hauptfigur in einem noch zu schreibenden Roman zu kaufen war (Ausgang ungewiss). Aufgehört zu Schreiben hat er nie, führt ein eigenes Weblog und hat im August einen neuen Roman auf den Markt gebracht. Dass es sehr schwer ist, eine eigene Schriftstimme zu finden, weiß jeder Autor, auch wenn man als Leser dann nicht konform damit geht, so zeichnet dies allein Texte doch schon aus. Nicht alle zwölf Storys waren nach meinem Geschmack. Manchmal bezogen sie sich in einer Vermischung aus Realität und Phantastik auf zu vernebelte Ereignisse, dass sie schlicht kaum zu verstehen waren. Manchmal wirkte es, als sei der Autor beim Schreiben immer mal wieder abgeschweift, andere Erzählungen waren so glasklar, dass es bestach. Manche waren tiefsinnig, andere nicht. Das Frauenbild ist seltsam. Es schadet nicht, es gelesen zu haben. Trotzdem sind manche (Unter-) Töne zu stark ausgeprägt; die Rolle, einmal eingenommen will beständig überdacht werden, sonst fühlt man sich bald allzuwohl in ihr. Und dann: Stillstand. Wem's liegt. Und so.

Alban Nikolai Herbst wurde 1955 in Refrath geboren, studierte Philosophie, arbeitete als Broker und lebt heute in Berlin. Für seinen Roman Wolpertinger und das Blau wurde er 1995 mit dem Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet, für Thetis. Anderswelt (1998) erhielt er den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar.

Samstag, 3. Oktober 2015

Snippets - Literatur News im September

Schreiben:

Murakami beantwortet Tausende Fragen – und landet damit Bestseller


Kein Autor ist eine Insel – entscheidend über Erfolg und Misserfolg ist sein Umfeld
via Twitter M. Kohrt

Warum man Struktur braucht, um kreativ sein zu können
via Twitter A. Coletta

Anthologieausschreibung: Flucht in ein sicheres Leben! (31.10.2015)

Die 20-Sekunden-Manuskriptprüfung
via FB B. Endres

10 Writing "Rules" We Wish More Science Fiction and Fantasy Authors Would Break

via FB M. von Ramin

Wie es ist, heutzutage Schriftsteller zu sein

5 fundamentale Fehler, die deutschen Bloggern den Erfolg kosten
via Twitter A. Bühnemann

Die BücherFrauen Berlin haben 25 Jahre nach ihrer Gründung gestern Abend im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) Bilanz gezogen. Nina George, Schriftstellerin und selbst BücherFrau, hielt ihnen eine feurige Festrede - zur Frage: "Ich liebe meinen Verleger. Aber warum ist er keine Frau?".


Kreativ- und Schreibwettbewerb des Emanzipationsministeriums NRW für Mädchen und junge Frauen zum Thema Respekt im Netz bis 06.01.2016

“Binge-Reading” – braucht man das?
via Twitter @StudiereNicht

Stieg Larsson ist tot. Seinen neuen Thriller hat er zwar nicht selbst geschrieben, ganz oben auf den Bestsellerlisten ist er trotzdem schon. Ein Konzept mit Zukunft!

All over the world: Book Smugglers Publishing: Open Call For Short Stories Submissions (Summer 2016)

Der Valkyren Verlag sucht fähige Autoren.


via Twitter M. Johanus

via Twitter J. Krock

Samstag, 26. September 2015

(Interview) Judith Madera zum kostenlosen Online-Fanzine "PHANTAST"

Was genau ist der PHANTAST?
PHANTAST ist ein kostenloses Online-Fanzine, das sich, wie der Name schon sagt, gänzlich der Phantastik widmet. Dabei wollen wir die phantastischen Genres in möglichst vielen Facetten beleuchten und versuchen, einen ausgewogen Mix aus Rezensionen, Artikeln und Interviews zu kreieren. Hinzu kommen ausgewählte Illustrationen zum jeweiligen Thema und in vielen Ausgaben finden sich auch Kurzgeschichten. Der PHANTAST widmet sich nicht ausschließlich Büchern, sondern auch Filmen, Videospielen, Musik etc. ... eben allem, was phantastisch ist.
Als Herausgeber sind Jürgen Eglseer (fictionfantasy und Amrûn-Verlag) und ich bei jeder Ausgabe dabei, ebenso wie unser Lektor. Der Rest des Redaktionsteams setzt sich bei jeder Ausgabe neu zusammen. Da schreiben sowohl unsere Redakteure mit, als auch Blogger oder Autoren, die was zum jeweiligen Thema zu sagen haben. Der PHANTAST ist damit quasi immer im Fluss ...


Seit wann gibt es das Magazin und wie kam es zu seiner Erschaffung?
2011 wurde der PHANTAST als gemeinsames Projekt von den Onlineportalen fictionfantasy.de und literatopia.de gegründet. Die Idee stammte von den Kollegen von fictionfantasy, die ein Onlinemagazin mit Themenausgaben machen wollten und dafür einen Partner suchten. Nach einer amüsanten Namensdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse haben wir uns auf „PHANTAST“ geeignet – getreu dem Motto: Die einfachste Lösung ist die richtige. Denn der Name drückt genau das aus, was der PHANTAST ist und was ja auch seine Leser sind.


Im ersten Heft "Science Fantasy" spricht Jürgen Eglseer über seine persönlichen Gründe ("Back to the Roots") den PHANTAST zu erschaffen. Was waren Deine?
Ich fand die Idee mit den Themenausgaben sehr spannend, weil wir damit nicht nur die aktuellen Veröffentlichungen abarbeiten, sondern auch phantastische Perlen, die vielleicht schon einige Jahre oder gar Jahrzehnte auf dem Buckel haben, vorstellen können. Außerdem konnte ich im PHANTAST auch über Filme und Spiele schreiben, die ich gerne einmal vorstellen wollte.
Ich denke, PHANTAST ist durch die Themenausgaben ein Magazin, das auch in einigen Jahren noch interessant ist, wenn sich jemand zu einem Thema informieren will. Wenn man beispielweise Steampunk spannend findet, kann man sich einfach unsere Ausgabe 11 zum Thema anschauen und darin jede Menge Anhaltspunkte finden, was man in der Richtung lesen / anschauen könnte!


Jedes Heft widmet sich einem eigenen Thema. Wie werden diese festgelegt? Gibt es darunter eines, das Dir besonders am Herzen liegt?
Anfangs haben wir die Themen noch unter den Stammredakteuren ausdiskutiert, sprich Vorschläge gesammelt und abgestimmt. Da die Vorschläge aber meist nur von Jürgen und mir kamen, entscheiden wir das inzwischen allein und suchen uns einfach die passenden Redakteure für die Themen zusammen.
Die kommende Ausgabe 14 wird sich mit dem Cyberpunk beschäftigen – ein absolutes Herzblutthema von mir! :)
Von den bisherigen Ausgaben hatte ich persönlich die meiste Freude an den Themen „Träume“, „Steampunk“ und „Fernost“.