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Donnerstag, 5. Juni 2014

(Kino) Maleficent - Die dunkle Fee


Titel: Maleficent - Die dunkle Fee
Regisseur: Robert Stromberg
Darsteller: Angelina Jolie, Elle Fanning, Sharlto Copley u.a.
Studio: Disney
Filmstart: 29. Mai 2014
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren (gekürzt um 40 Sekunden)
Spieldauer: 97 Minuten












Inhalt
Zwei Länder, das eine regiert von einem grausamen König, das andere ein Land voller Wunder und märchenhafter Wesen, die keinen König brauchen. Denn sie haben Malefiz, die ohne Eltern in diesem Land aufwächst und schließlich zu seiner Beschützerin wird. Noch als Mädchen lernt sie den gleichaltrigen Menschen Stefan kennen, der nichts besitzt, aber davon träumt, eines Tages im königlichen Schloß auf dem Thron zu sitzen. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, nutzt er sie: Der König liegt im Sterben und will Land und Tochter jenem übergeben, der Malefiz tötet.
Stefan bringt das zwar nicht übers Herz, aber er stiehlt ihr ihre Flügel und verrät so auch ihre Gefühle. Malefiz schwört Rache.
Als Stefan und der Königstochter schließlich eine Tochter geboren wird, verflucht sie das Kind Aurora, es möge sich an seinem sechzehnten Geburtstag an einer Spindel stechen und in einen todesähnlichen Schlaf fallen. Aurora wird von ihren Eltern in einem tiefen Wald versteckt, wo Malefiz sie jedoch findet ...

Donnerstag, 6. September 2012

The Magic Knot - Helen Scott Taylor


Titel: The Magic Knot
Autorin: Helen Scott Taylor
Originaltitel
Verlag: Lovespell Books
ISBN: 0505527960
Euro: Nur noch als Kindle-Datei erhältlich.
Veröffentlichungsdatum: Januar 2009
Seiten: 320
Serie: The Magic Knot Fairies Series 01
Come in: Geliehen
Sprache: Englisch







Inhalt

Rosenwyn, Rose, Tremain kommt als Steuerberaterin nach Cornwall. Obwohl ihre Mutter Ailla sie vor ihrem Tod gewarnt hat, nicht an den Ort ihrer Kindheit zurückzukehren, hofft Rose, hier ihren Vater zu finden.
Im Pub der Zwillingsbrüder Niall und Michael O’Connor, ihrer Auftraggeber, stößt sie auf einige Ungereimtheiten. Was sie nicht weiß: Die beiden sind Mischlinge aus Thuatha De Danaan und Kobolden und Niall arbeitet für Tristan Jago, einen dunklen Druiden.
Dreißig Jahre zuvor hat Tristan die letzten Pixies in Gemälde gesperrt, die aber von Ailla, deren Königin, gerettet und fortgeschafft werden konnten. Nun hofft der Druide, seine Macht durch Rose weiter ausbauen und die Gemälde zerstören zu können. Er befiehlt Niall, den er mit dem Leben seiner Schwester erpresst, die junge Steuerberaterin zu ihm zu bringen, die nichts von ihrem Erbe als Feenkönigin weiß.
Unabsichtlich bindet Rose zuvor Niall durch einen alten Zauber an sich und ihre Tarotkarten verraten ihr, dass er ein König sein und sie verraten wird. Obwohl beide sich zueinander hingezogen fühlen, scheint es für sie keine glückliche Zukunft zu geben.

Meinung

Das ist der erste Teil der Magic-Knot-Serie, in der jeweils ein neues Paar zusammenfindet und die so nicht in Folge gelesen werden muss. Das Feenthema war es, das mein Interesse geweckt hat, doch Taylor schafft es trotz gutem Grundplot bei weitem nicht, sich an Autorinnen wie Hamilton, Mead oder Moning heranzuarbeiten. Obwohl die Autorin Mythen ihres eigenen Landes aufgreift, wirken diese unausgegoren. Wie auch die Umsetzung der geplanten Handlung bekommen diese einen recht kindischen Touch, die man beinahe nicht ernst nehmen möchte.
Es wirkt, als hätte es dieser phantastische Komponente nicht gebraucht und als wäre sie lediglich wegen der derzeitigen Mode eingebaut worden. Wirklich recherchiert wurde hier nicht, alles rund um die Feenwelt bleibt blass.
Der Anfang des Romans wirft den Leser sofort ins Geschehen, ohne ihn darüber aufzuklären, was vor sich geht. Es scheint, als gebe es noch einen Vorläuferroman bei dem die Handlung nahtlos ansetzt. Eine leichte Verwirrung gleich zu Beginn will also zunächst verdaut werden.
Die Charaktere sind meist einfach gestrickt, die Bösen nur böse und die Guten nur gut. Bösewichter haben alle die gleiche Motivation für ihr Tun: Alle anderen haben sie in ihrer Kindheit abgelehnt.
Niall ist unsympathisch, kämpft mit einer Kindheit, in der er vom Vater abgelehnt wurde (der ihn aber immer geliebt hat und nur beschützen wollte), schwankt in seiner Beziehung zu Rose ebenfalls hin und her, was teilweise recht ermüdend ist. Es gibt eine erotische Szene der beiden, die aber zu schnell vorüber geht und sehr verschüchtert, statt selbstbewusst rüberkommt.
Rose ist eine junge Frau, über die es nur wenig zu sagen gibt. Sie ist recht eindimensional geblieben, muss beständig gerettet werden und hadert nur wenig mit den immensen Neuigkeiten, auf die sie trifft.
Die Handlung, die innerhalb nur einer Woche abläuft, ist recht spannend aufgebaut, zwischen den einzelnen Handlungssequenzen aber gibt es weite Strecken, in denen das Geschehen stockt und den spannenden Verlauf bremst.
Vielleicht bin ich einfach mehr (und Härteres) gewohnt, mir sind die meist sehr guten Bewertungen nicht entgangen, denen ich mich leider nicht anschließen kann. Ein guter Plot, der aber nur seicht vor sich hinplätschert und auf seine wenigen Höhepunkte abzielt, die zu reißerisch und vorhersehbar abgehandelt werden.


The Magic Knot Fairies Series:
1. The Magic Knot
2. The Phoenix Charm
3. The Ruby Kiss
4. A Midwinter Fantasy (Anthologie)
Auf der Autorenhomepage ist nachzulesen: "The publisher of this series is no longer in business, but the books are still available as ebooks and in most cases as paperbacks as well."


Studium der Botanik und Zoologie an der Londoner Universität, danach Buchhaltung und Vertrieb und Marketing bei einem pharmazeutischen Unternehmen. Mit ihrem Mann gründete sie ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen, zwei Kinder. Lebt heute in der Nähe von Plymouth in Devon.

Samstag, 14. Juli 2012

Schweigt still die Nacht - Brenna Yovanoff


Titel: Schweigt still die Nacht
Autorin: Brenna Yovanoff
Originaltitel: The Replacement
Verlag: Script5
ISBN: 3839001277
Euro: 17,95
Veröffentlichungsdatum: Januar 2011
Seiten: 368
Kein Serientitel
Come in: Tausch









Inhalt

Mackie Doyle ist ein Wechselbalg, das den eigentlichen Sohn der Familie Doyle ersetzen sollte. Seine kränkelnde Gesundheit stempelte ihn zum Opfer, doch Mackie ist nicht gestorben, sondern als normaler Jugendlicher in der Kleinstadt Gentry aufgewachsen. In der Schule gilt der blasse Junge als Außenseiter, hat nur wenig Freunde, verträgt außerdem kein Eisen und kann kein Blut riechen.
Doch der Kindesraub wiederholt sich alle sieben Jahre, ein offenes Geheimnis in der Stadt. Als es die kleine Schwester von Mackies Klassenkameradin Tate trifft, bedrängt diese ihn aufgrund einer Ahnung, sich zu seinen Wurzeln zu bekennen. Außerdem sind einige seltsame Gestalten in die Stadt gekommen, von der eine Mackie eröffnet, dass er dessen wahre Natur spüren kann. Und dass Mackie sehr krank sei und ohne eine bestimmte Medizin nicht überleben wird. Notgedrungen lässt der junge Mann sich zu den Hügeln und in die Höhlen unter der Stadt führen, wo sich eine morbide, düstere Welt für ihn öffnet, die Hoffnung und Zerstörung in einem für ihn bereit hält.
Als er erfährt, dass Tates Schwester noch am Leben ist, muss Mackie sich entscheiden, zu welcher Welt er fortan gehören will.

Cover

Die Umschlaggestaltung hat Christina Keller übernommen und dazu weitestgehend auf das Original zurückgegriffen. Dieses macht eine Menge her, sticht aus dem Üblichen heraus und zieht damit an. Es vermittelt eine Grundstimmung, die so jedoch nicht ganz im Roman zu finden. Das Motiv und die Gestaltung an sich sind aber sehr sehenswert.

Meinung

Mackie erzählt seine Geschichte selbst und obwohl er sehr symphatisch rüberkommt, schafft er es leider auch, sich ein wenig vor dem Leser zu verstecken. Das macht aber insofern nichts, als das, worauf es ankommt, mehr als deutlich wird und die Handlung ihr übriges tut.
Zunächst lässt sich das Geschehen jedoch ruhig an. Leser, die aufgrund des Covers etwas anderes erwartet haben, könnten sogar leicht enttäuscht sein, wenn erst einmal ein Jugendlicher in seinem Umfeld vorgestellt wird. Schnell wird jedoch klar, dass Mackie alles andere als normal ist. Verwunderlich dabei ist jedoch, dass er, obwohl er als Außenseiter gilt, doch recht viele Freunde besitzt und sich die Schulschönheit für ihn interessiert. Auch sein bester Freund, ein Alleskönner und Mädchenschwarm passt da nicht so ganz ins Bild. Solche kleineren Ungereimtheiten gibt es im Laufe des Buches hier und da mal, sie fallen aber nicht soweit ins Auge, dass sie stören würden.
Eine leicht marode Atmosphäre macht sich recht schnell breit, wenn Mackie über die Schulter geschaut wird, wie er durch die Straßen der Stadt schlendert oder sich des Nachts ein wenig herumtreibt. Die Stimmung nimmt an Intensität zu, wenn klar wird, was es mit ihm auf sich hat und er einigen Wesen seines Volkes begegnet. Mackie öffnet sich ab hier eine von Tod gekennzeichnete Welt, die wohl eher für Leser ab vierzehn Jahren geeignet ist und nicht bereits ab zwölf.
Wer sich ein wenig mit den Selie und Unselie auskennt, wird auf alte Bekannte treffen, von denen er aber auch etwas irritiert sein könnte. Nichts destotrotz entwirft die Autorin ein in sich stimmiges und sehr klares Bild, das sie auch beibehält.
Mackies Beziehungen zu den Menschen seiner nähereren Umgebung sind größtenteils von positiven Gefühlen geprägt. Dass er sich zu Tate hingezogen fühlt, merkt er recht spät und obwohl ihre Emotionen nachfühlbar sind, ist es doch seine Schwester Emma, die deutlich im Gefühlsvordergrund steht. Sie ist einige Jahre älter als er und hielt stets ihre schützende Hand über ihn. Seine Liebe zu ihr ist echt und überschattet so manch anderes, ohne ihn jedoch zu erdrücken. Dennoch kann es passieren, dass Mackie, obwohl ganzer Mann, mitunter einen recht weiblichen Touch erhält und sei es, weil er stets grüblerisch durch die Welt zieht und sich ungeliebt vorkommt.
Der Roman setzt eindeutig mehr auf die Figuren und ihre gegenseitigen Beziehungen, bleibt dahingehend aber doch noch ein wenig oberflächlich. An Spannung mangelt es gegen Ende hin nicht, doch zieht sich mittendrin manche Stelle etwas hin. Insgesamt ist Brenna Yovanoff jedoch ein sehr lesenswertes Debüt gelungen, das so manche vergnügliche oder leicht düstere Stunde verspricht, die so, gerade im Jugendbuchsektor, wohl eher selten gelesen sein wird.


Brenna Yovanoff wuchs in einer Kleinstadt in Arkansas auf und studierte an der Colorado State University. Sie spielt hervorragend Fußball und backt leckere Pasteten, dafür ist sie eine grauenvolle Tänzerin und kann sich einfach nicht entscheiden. (Außerdem mag sie Klammern.) (Sehr sogar.) Brenna lebt mit ihrem Mann in Denver. "Schweigt still die Nacht" ist ihr erster Roman.

Freitag, 18. November 2011

Neues von Karen Marie Moning


Wie HIER schon angekündigt, ist nun die Graphic Novel zur Fever-Serie von Karen Marie Moning fertig.
Am 15.11. schrieb sie dazu auf ihrer FB-Page: "Release dates: FEVER MOON: The Fear Dorcha was just moved up to July 10th, 2012! (I'll be signing at Comic-Con.) The special edition of INTO THE DREAMING has been moved to May, 2012, and ICED goes on sale October 30th, 2012. Which means soon I get to share some sneak peeks!"
(Veröffentlichungsdatum: "Fever Moon: The Fear Dorcha" ist auf den 10. Juli 2012 verschoeben worden. (Ich signiere es auf der Comic-Con.) die Special-Edition von "Into the Dreaming" gibt's im Mai 2012 und "Iced" wird am 30. Oktober 2012 erscheinen. Das heißt, sobald ich ein paar mehr Einblicke bekomme!)

Was meint sie im einzelnen damit?
"Fever Moon: The Fear Dorcha" war zunächst nur ein Arbeitstitel, scheint sich inzwischen jedoch durchgesetzt zu haben. Laut Goodreads handelt es sich um eine 150 Seiten starke farbige Graphic Novel mit Mac und Barrons.
Wer die Bücher kennt, wird sich über den Inhalt im klaren sein. Fans können die ersten Bilder sicher kaum abwarten. Wird die gezeichnete Mac der späteren Kriegerin im Buch gerecht? Und viel wichtiger: Barrons! Kann so ein Charakter überhaupt angemessen dargestellt werden?
Hoffen wir das beste!

"Iced" ist das erste Buch einer geplanten Trilogie, die in der Fever-Welt spielen soll.
Frau Moning sagt dazu selbst: "I'm currently working on a trilogy that features Dani, Christian MacKeltar, Ryodan, and the mysterious 'Dancer,' set primarily in Fever-Dublin. Each installment in the trilogy is a stand-alone mystery, however there are larger plot arcs unfolding in the background. Where Mac was introspective and her story could feel somewhat esoteric, Dani is down and dirty in the streets. Lots of details, lots of action. There’s a different feel to the two series, totally different vantage points. I’m having a blast writing it.
For those of you who have been worrying—the trilogy is not YA. If I had to categorize it, I would say it straddles the line between YA and adult uneasily. I don’t pull any punches. It may be controversial in some ways. But whose teen years weren’t? LOL! Many of the questions I left unanswered in the FEVER series are addressed in this new series."
(Lose übersetzt: In der Trilogie wird es um Dani, Christian MacKeltar, Ryodan und den mysteriösen "Dancer" gehen, primär in Fever-Dublin. Es wird deutliche Unterschiede zu Macs Geschichte geben, viel Action, viel Details, zwei völlig verschiedene Blickwinkel.
Es ist keine Geschichte für junge Erwachsene (YA), wenn es sich wohl auch an der Grenze dazu bewegt. Viele Fragen, die in der Fever-Serie ungelöst blieben, werden hier gelöst.)
Bisherige Titel der "Fever-World-Serie":
1. Iced
2. Burned
3. Flayed
Über eine eventuelle deutsche Übersetzung ist bisher noch nichts bekannt. Sie dürfte aber, wenn, beim bisherigen Verlag Ullstein zu suchen sein.

Auch die Fever-Serie an sich hat offensichtlich noch kein Ende gefunden. Bei Goodreads sind Buch #6 und #7 gelistet, beide noch ohne Titel. Auch ein Erscheinungstermin steht noch nicht fest, abgesehen davon, dass vermutet werden darf, dass die Bücher noch ungeschrieben sind.
Auf ihrem Blog schreibt Frau Moning, dass sie erst die Trilogie um und mit Dani beenden möchte und dann diese beiden neuen Bücher schreibt.
Übrigens: "JZB Sex Scene" (16 Seiten) hier

Bei "Into the Dreaming" handelt es sich um Buch 8 ihrer Highlander-Serie. Davon erscheint dann im Mai eine Sonderausgabe.

Für die deutschen Leser ist aber sicherlich erst einmal der 09.Dezember 2011 am wichtigsten, wenn Teil 5 der Fever-Reihe erscheint.
Der deutsche Verlag hat das ursprünglich vorgesehene Cover noch einmal abgeändert. Es passt immer noch nicht recht, ist aber schon ein Schritt in die richtige Richtung. Meine Hoffnung ist, dass die Serie komplett neu aufgelegt wird, mit passenden Titeln und Covern (die auch zueinander passen). Dann schaffe ich sie mir auch garantiert an, denn bisher habe ich keines der (deutschen) Bücher behalten, weil ich sie so hässlich fand.
Ullstein habe ich leider auf keine Art und Weise erreichen können, darum gibt es nur lose Vermutungen meinerseits zum neuen Cover.

Montag, 13. Dezember 2010

Gefangene der Dunkelheit (Faefever 04) - Karen Marie Moning


Es handelt sich bei dem Roman "Gefangene der Dunkelheit" um den vierten Teil der Faefever-Serie. Jeder, der die Vorgänger nicht kennt, läuft Gefahr, sich selbst den Lesespaß zu nehmen, weil er Dinge erfahren könnte, die das Ende eines anderen Teiles verraten. Darum bitte nur lesen, wenn die anderen Serienteile bekannt sind.

MacKayla Lane ist Gefangene der unheilvollen Prinzen, die sich an ihrem Leid laben. Doch es gibt Hoffnung: Die junge Sidhe-Seherin Dani(elle) hat sich auf den Weg gemacht, um ihre Freundin zu befreien. Unwillig folgen ihr einige andere Seherinnen, die eher an Macs heiligem Speer interessiert sind, als an ihr.
Doch obwohl es ihnen gelingt, Mac die Freiheit wiederzugeben, scheint es für sie keine Zukunft zu geben. Sie ist nun eine Pri-ya, ein bloßes Tier, das nur auf seine Bedürfnisse reagiert und keinen klaren Gedanken fassen kann.
Doch Jerricho Barrons holt Mac aus der Abtei der Seherinnen zu sich in sein geheimes Versteck. Es dauert viele Monate, doch es gelingt ihm, sie zu heilen und ihr die Erinnerung an ihre Vergangenheit wiederzugeben.
Dublin liegt derweilen noch immer in Trümmern, Schatten und Unseelie haben sich eingenistet und zerstören alles und jeden, der ihnen in die Quere kommt. Doch es gibt auch Menschen, die nicht gegen die neue Bedrohung kämpfen, die sich den neuen Herren der Erde anschließen.
In all dem Chaos folgt Mac ihrem Wunsch, ihre Eltern zu besuchen, gibt sich ihnen jedoch nicht zu erkennen. Dabei belauscht sie ein Gespräch, in dem es um eine uralte Prophezeiung geht. Zwei Schwestern, die eine verdammt zu einem frühen Tod, die andere dazu, die Welt zu zerstören. Und Macs Eltern wissen, es sind ihre Töchter, die damit gemeint sind ...


Das Cover gefällt mir ehrlich gesagt wenig und das nicht nur, weil es grün ist. Ich stelle mir die Figuren im Buch gern selbst vor und mag es nicht, wenn sie mir wie auf dem Silbertablett präsentiert werden.
Hinzu kommt, dass die Frau auf dem Cover keiner Frau im Buch gleicht, was mir stets wenig gefällt. Wenn schon, denn schon.


Der vierte Band knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an, was nur insofern schade ist, als dass zwischen der Veröffentlichung beider Serienteile mehrere Monate liegen.
Obwohl Karen M. Moning wieder einen sehr spannenden Page Turner vorgelegt hat, gibt es doch einige Dinge, die mich gestört haben.
Das Thema Vergewaltigung ist nie einfach. MacKayla stellt sich der Herausforderung und gewinnt, setzt sich mit dem Thema an sich aber nie auseinander. Man sollte meinen, dass ihr Hass geschürt wird oder sie viele Nächte lang durchweint, statt dessen vergehen die Szenen, in denen die Sprache auf die Tat kommt - und Barrons nimmt da sicher kein Blatt vor den Mund - so schnell, dass sie fast einen sehr oberflächlichen Touch erhalten.
Natürlich gibt es die Zeit nach der Rettung mit Barrons, die sehr düster und extrem erotisch ist, was aber alle Leser, die so weit in der Serie gekommen sind, nicht stören dürfte. Hier ist Mac aber nicht sie selbst, sie weint um vieles, sie tanzt und lacht, aber das ist nicht sie, die das tut. Danach hieß es stets: Ja, ich war eine Pri-ya, eine abhängige Sklavin von Feensex, aber ich habe es überwunden und bin noch stärker aus der Sache herausgekommen. Seht euch also vor.
Ich kann nicht behaupten, dass mich das übermäßig gestört hat, aber es hat mich gestört und darum gehört es auch erwähnt.
Macs Beziehung zu den Sidhe-Schwestern hat sich kaum verbessert. Zwar gibt es da die dreizehnjährige Dani, die Mac aus den Händen der Prinzen gerettet hat und die nun das heilige Schwert führt, aber ansonsten ist die Frauengemeinschaft doch arg hin und her gerissen. Es ließ mein Herz bluten, dass die Frauen, die genau für diese Aufgabe geboren wurden, nun zu hilflosen kleinen Mädchen wurden, die nicht wissen, was sie als nächstes tun sollen. Ob mehrere hundert Frauen wirklich nur von einer Anführerin abhängig sind und wirklich keine in vielen Jahrzehnten auf die Idee kam, sich selbst fortzubilden, wage ich zu bezweifeln. So ganz glaubhaft war das für Karen M. Moning sicher auch nicht, denn sie hat die Figur der Kat selbstbewusst auftreten lassen. Damit wurde auch ein innerer Bürgerkrieg unter den Seherinnen verhindert, der sich sicher auch nur sinnlos über mehr als nur noch zwei Bände verteilt hätte. Aber auch nicht uninteressant gewesen wäre.
Mac an sich hat sich noch stärker verändert, wenn auch nicht ganz so, wie ich mir das gewünscht hätte. Natürlich muss sie auf die beste Woge im Meer setzen, aber dass sie sich so abhängig macht, hätte ich mir anders gewünscht. Ich hoffe, sie findet zu ihrer Stärke aus dem dritten Teil zurück.
Es werden endlich einige Geheimnisse von Jerricho Barrons gelüftet, da Mac es ein paar Mal gelingt in seinen Geist einzudringen. Wirklich schlauer ist danach weder sie noch der Leser, es gibt seinem Charakter aber noch mehr Tiefe.
Das Ende ist eindeutig zu lang geraten und wirkt eher wie eine Art Puffer. Der Kontrast zum restlichen Roman, wo sich mehrere Actionszenen mit solchen, die ein weiteres Geheimnis offenbaren abwechseln, ist enorm. Der Cliffhanger am Ende beinahe langweilig, ich musste mit den Augen rollen.
"Gefangene der Dunkelheit" lässt mich also etwas zwiespältig zurück, obwohl ich das Buch in sehr kurzer Zeit gelesen habe und viel Spaß dabei hatte! Als großer Fan der Serie werde ich natürlich auch den letzten Band lesen, aber überlege dennoch, ob ich wirklich den teuren Hardcover im Original anschaffen soll oder nicht lieber auf die Taschenbuchausgabe warten. Und wenn es die gibt, ist sicher auch schon die deutsche Übersetzung gelistet.
Postiv ist auf jeden Fall der Anhang, in dem die wichtigsten Begriffe und Personen gelistet und erklärt sind. Übrigens von Mac selbst. Die älteren Einträge aus vorherigen Bänden sind mit Zusätzen versehen, in denen die neueren Entwicklungen zum tragen kommen. Und ganz am Ende gibt es einige sehr schmackhafte Rezepte Macs, in denen sie verrät, wie man das Unseeliefleisch am besten zubereitet, damit es nicht mehr ganz so eklig ist.
Fans der Autorin und der Serie werden zugreifen und das sollten sie auch.

1. Im Bann des Vampirs (Darkfever)
2. Im Reich des Vampirs (Bloodfever)
3. Im Schatten dunkler Mächte (Faefever)
4. Gefangene der Dunkelheit (Dreamfever)
5. Shadowfever (18.01.2011)


http://www.karenmoning.com/
Karen Marie Moning was born in Cincinnati, Ohio, one of four children. She graduated from Purdue University with a BA in Society and Law. After a decade of working with insurance litigation and arbitration, she quit her job to pursue her dream of a writing career. Four manuscripts and countless part-time jobs later, Beyond the Highland Mist was published by Bantam Dell and nominated for two prestigious RITA awards. Author of the beloved HIGHLANDER series and the thrilling new FEVER series, featuring MacKayla Lane, a sidhe seer. Her novels have appeared on The New York Times, USA Today, and Publisher's Weekly bestsellers lists, and have received many industry awards, including the RITA



Freitag, 8. Oktober 2010

Sturmtochter (Dark Swan 01) - Richelle Mead



Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Sarahs Buch-Archiv für die Leihung des Buches bedanken!



Die junge Odile Dark Swan verdient sich ihr Geld als Schamanin, die Geister und andere übernatürliche Wesen zurück in die Anderwelt schickt. Da tritt der schüchterne Will an sie heran, der seine von Feen entführte Schwester Jasmine zurück haben möchte. Doch um das junge Mädchen zu befreien, muss Eugenie selbst in die Anderwelt reisen. Kein guter Zeitpunkt, denn dort hat sich herumgesprochen, wer sie in Wirklichkeit ist. Eugenie Markham, die zusammen mit ihrem guten Freund Tim eine Wohnung nahe der Wüste teilt.
Nun, da ihre Identität gelüftet ist, treten immer mehr "Feine", Feenwesen der Anderwelt, in die reale Welt über und versuchen, sich körperlich mit ihr zu vereinen. Schuld daran ist eine alte Prophezeiung, die der Sturmtochter - der halbmenschlichen Tochter des Dornenkönigs - und vor allem deren Kind die Herrschaft über die Anderwelt verspricht. Blöd nur, dass Eugenie, die nichts von ihrer wahren Herkunft ahnt, die gar nicht haben will.
Ihr zur Seite stehen einzig der attraktive Fuchswandler Kiyo, in den sie sich Hals über Jopf verliebt, der aber seine eigenen Geheimnisse hütet. Und der Feenkönig Dorian, der ihre Gefühle ebenfalls gehörig durcheinander wirbelt.
Aber wessen Gefühle sind echt und wer ist nur auf die Prophezeiung aus?



Ich schreibe diese Rezension einige Wochen nachdem ich das Buch gelesen habe, was mich stark fordert und sicher einiges an Authentizität einbüßen wird.
Es handelt sich bei "Sturmtochter" um den ersten Teil der Dark-Swan-Serie, der mit "Dornenthron" im Oktober seine Fortsetzung findet. Da es sich um eine fortlaufende Geschichte handelt, sollten die einzelnen Bände unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.
Mein erster Kontakt mit Richelle Mead war zwar durchwachsen, aber dennoch freundschaftlich und unterhaltsam. Ich werde die Reihe sicher weiter verfolgen.
Wie auch schon andere Autorinnen vor ihr greift sie die Feenwelt auf, wenngleich doch mit kleineren Unterschieden, die sich aber unter Umständen in den Folgebänden auflösen könnten.
Eugenie ist eine sympathische junge Frau, die in ein interessantes Umfeld - sowohl territorial, als auch sozial - gesetzt worden ist und der eine Reihe interessanter Nebencharaktere zur Seite stehen. Ein wenig gehadert habe ich mit ihrem Schamanenberuf, unter dem ich mir etwas anderes vorgestellt habe. Es wäre eventuell besser gewesen, ihr einen anderen Job zu verpassen; gleiche Tätigkeit, anderer Name.
Es dauert, ehe man in die Geschichte findet, aber es lohnt sich doch, durchzuhalten. Die Beziehung zu Kiyo ist durchaus gelungen, schon deren Begegnung ist interessant gestaltet. Auch Dorian weckt das neugierige Romantikerherz.
Allerdings hatte ich an manchen Stellen das Gefühl, dass einige erotische Szenen erst im Nachhinein eingefügt worden sind und mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun haben. Sie wirkten fehl am Platz und hielten die Handlung nur unnötig auf.
Das gleiche betrifft einige Kämpfe und Scharmützel, die sich zwar genauso nett lesen, aber die man auch hätte streichen können.
So weist der Roman doch einige Längen auf, durch die man sich ziemlich durchquälen muss, die man aber auch einfach überblättern kann, ohne großartig etwas zu verpassen.
Dennoch weist die Grundstory viele interessante Details auf und weiß mit ihrer Spannung und ihren Ideen zu überzeugen. Allein die Geheimnisse der Hauptcharaktere und einiger Nebenfiguren lassen sehr viel Raum für die Fortsetzung.
Vielleicht nicht unbedingt der beste Einstieg zur Autorin, aber ein durchaus lesenswerter, der zumindest nicht abstösst, wenn er auch kein Highlight bildet.



1. Sturmtochter (Storm Born)
2. Dornenthron (Thorn Queen)
3. Iron Crowned (März 2011)



http://www.richellemead.com/
Richelle Mead wurde in Michigan geboren. Sie hat Kunst, Religion und Englisch studiert. Nach dem Erfolg ihres Romans Succubus Blues hat sie mit Vampire Academy ihre erste Roman-Serie an den Start gebracht, mit der ihr auf Anhieb der Sprung auf die amerikanische Bestsellerliste gelang!

Montag, 23. August 2010

Cinderella Unmasked - Bonnie Dee/ Marie Treanor


Dreizehn Jahre nach ihrer Hochzeit ist Cinderella nicht viel von ihrem großen Glück geblieben. Prinz Charming ist seit fünf Jahren auf und davon um sich selbst zu finden und sie muss nicht nur allein ein Königreich managen, sondern auch mit ihrer Einsamkeit fertig werden.
Einzig Sebastian Crowley steht ihr als ihr persönlicher Assisstent zur Seite, doch ist er stets korrekt und fast emotionslos.
Um wieder einmal etwas Schwung in ihr Leben zu bekommen, beschließt Cinderella, einen Ball im Schloß zu veranstalten. Und damit ihre Libido auch etwas davon hat, soll es ein Maskenball sein. Sie erhofft sich davon, einen Liebhaber zu finden, der ihr nach Jahren der Enthaltsamkeit - Charming blieb ihrem Bett schon lange vor seinem Verschwinden fern - wieder Erfüllung schenkt.
Der Ball wird ein voller Erfolg, das Volk freut sich darüber und ein geheimnisvoller, attraktiver Mann verschafft ihr eine Nacht voller Leidenschaft. Doch nicht alle sehen das mit Wohlwollen. Die böse Stiefmutter und ihre älteste Tochter, die inzwischen den König vom Nachbarreich geheiratet hat und dieses an seiner statt regiert, neiden Cinderella noch immer alles. Die Affäre auf dem Ball ist nicht so geheim geblieben, wie erhofft und die beiden beginnen damit, Cinderella einen Strick daraus zu drehen und ihr nicht nur das Königreich, sondern alles, was ihr etwas bedeutet, wegzunehmen.
Doch Cinderella übersieht die Anzeichen von drohender Gefahr und plant mit Sebastians Hilfe einen zweiten Ball. Und auch die gute Fee taucht auf, doch soll sie diesmal nicht Cinderella ihr persönliches Happy End bescheren, sondern dem Mann, dessen Herz seit langem für die junge Königin schlägt ...

Das Cover war es, das mich hat stehenbleiben und den Klappentext lesen lassen. Es gefällt mir ausnehmend gut, auch wenn die arme Frau ein bisschen wie ein Bub' ausschaut. Die Maske ist gelungen und das könnte Cinderella wie im Buch beschrieben sein.
Das ist einer der wenigen Romane, die es geschafft haben, eine Geschichte zu erzählen, die spannend und romantisch ist, die aber trotzdem unter dem Label "erotischer Roman" laufen.
Gerade am Anfang habe ich einiges zu kritisieren, aber insgesamt präsentiert sich "Cinderella Unmasked" als rundes und sehr lesenswertes Buch.
Es ist sicher nicht schwer zu erraten, wer der Mann ist, der sich in die Königin verliebt hat und das klärt sich auch schon recht zeitig auf. Auch, dass er die Gute Fee dazu anstiftet, ihm verschiedene "Kostüme" zu beschaffen, damit er unerkannt bleibt, ist schnell erraten.
Doch leider verwirrt der erste Ball zunächst sehr. Die Königin ist nicht unerkannt, auch wenn sie sich wie ein Milchmädchen verkleidet. Sie muss Gäste begrüßen und SmallTalk machen, so dass wirklich jeder bis zum Stallburschen weiß, wer sie ist. Schließlich verschwindet sie mit dem geheimnisvollen Mann in den Garten, wo es auch zu ihrem ersten Beisammensein kommt. Cinderella wundert sich gegen Ende des Aktes, dass niemand kommt und sie überrascht, erklärt sich das dann aber damit, dass die Wachen sich sicher so positioniert haben, dass niemand durchkommt. Das ist nicht gerade geheim, obwohl es ja so von ihr geplant worden ist. Und natürlich wissen die meisten Gäste darüber bescheid, dass ihre Königin mit einem Mann für eine ganze Weile in den Garten verschwindet und dann ziemlich ramponiert wiederkommt. So erfährt auch die böse Stiefmutter davon.
Sehr liebeswertes Detail: Als die Turmglocken Punkt Mitternacht läuten, muss der Fremde sich sputen und gehen, denn sobald der letzte Glockenschlag verstummt ist ... Sie tauschen kleinere Details aus, wie in etwa, dass der Fremde einer von zehn Geschwister ist. Später verrät auch ER der Königin, dass er der Älteste von zehn ist und für seine Geschwister verantwortlich, seit er noch sehr jung war. Aber Cinderella fällt nichts auf.
Die Handlung wird danach ein kleines bisschen gequetscht, als es auf den zweiten Ball zugeht. Da erwartet Cinderella und den Leser eine kleine Überraschung. Ball Nummer drei ist gelungen, wie die anderen.
Das Geschehen rund um die erotischen Szenen erinnert sehr an einen historischen Liebesroman, was mir sehr gefiel. Auch baut sich ein Spannungsbogen auf, der hier und da ein klein wenig vorhersehbar, aber dennoch sehr gelungen ist. Gerade zum Ende hin scheint alles möglich, da sich verschiedene Lösungen anbieten und nicht klar ist, für welche davon sich die Autorinnen entscheiden werden. Ganz realistisch ist die gewählte nicht, sie stellt das Romantikerherz aber sehr zufrieden.
Die erotischen Szenen sind in meinen Augen gelungen. Keine allzu derbe Ausdrucksweise (die in diese Geschichte auch nicht gepasst hätte), aber auch kein Verzicht auf im Genre übliches Vokabular. Dieses aber wirklich dezent verwendet.
Das Ende und der letzte Satz sind großartig gelungen.
Die Idee, auf der dieser Roman beruht ist großartig, die Umsetzung gelungen, weil sehr durchdacht. Erotikliebhaber kommen auf ihre Kosten, vor allem, wenn sie auch romantisch veranlagt sind. Ich würde auf jeden Fall einen weiteren Roman der "Fairytale Fantasies" lesen.

http://bonniedee.com/
I began telling stories as a child. Whenever there was a sleepover, I was the designated ghost tale teller. I still have a story printed on yellow legal paper in second grade about a ghost, a witch and a talking cat.

http://www.marietreanor.com/
I was born and bred in Scotland, but for some years moved around the UK working and studying. Now I am back home and happily married with three young children.

Montag, 9. August 2010

Neues von den "Schwestern des Mondes"


Endlich erscheint Teil 9 im englischen Original, was bedeutet, dass wohl auch die deutschen Leser wieder hoffen dürfen. Denn bisher sind immer drei Bücher gemeinsam erschienen - der Lauf der Serie ist ja Hexe-Katze-Vampirin.
Im Februar 2011 ist es soweit und das Cover wieder sehr gelungen, wenngleich mir das von "Harvest Hunting" etwas besser gefällt. Infos zum Buch und welche Musik die Autorin dabei gehört hat, gibt es hier.

Weiterhin gibt es von den Schwestern jetzt jeden Freitag einen neuen "Moon Daughters web comic". Künsterlin der Zeichnungen ist J.L.Anderson und Galenorns persönliche Assisstentin.
Tja, ich würde sagen, das sieht so aus, als würde es nicht lange dauern, bis auch die Schwestern des Mondes ihre eigene Graphic Novel haben. ;) Ob das so gut ist, lässt auch bei allen anderen Serien diskutieren. Ich für meinen Teil stelle mir die Figuren oft ganz anders vor, als sie dann auf den Bildern aussehen, aber ich glaube, das geht allen ein bisschen so. Und solange die Augen genug Aufregendes zu sehen bekommen, ist der Rest doch egal. Oder?


1. Die Hexe (Witchling)
2. Die Katze (Changeling)
3. Die Vampirin (Darkling)
4. Hexenküsse (Dragon Wytch)
5. Katzenkrallen (Night Huntress)
6. Vampirliebe (Demon Mistress)
7. Bone Magic
8. Harvest Hunting (Oktober 2010)
9. Blood Wyne (Februar 2011)

Es gibt zu den neuesten Büchern einige Buchtrailer, die auf einiges hoffen lassen. So scheint Smoky einen Vater zu haben, Chase muss sich mit einer "zweiten Natur" auseinandersetzen, die mit dem Vollmond zu tun hat und Delilah vereint sich mit ihrer verstorbenen Zwillingsschwester. Außerdem lassen diese Videos darauf schließen, dass die Handlung sehr viel düsterer und spannender werden wird, als das bisher so der Fall gewesen ist.

Darum kann ich wohl auch im Vorfeld schon mal allen Lesern und Fans der Serie viel Spaß beim lesen wünschen!



Dienstag, 13. Juli 2010

Winterfluch (October Daye 1) - Seanan McGuire



Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Egmont LYX für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken!

October Daye, genannt Toby, ist ein Wechselbalg - halb Mensch und halb Fae. Durch einen bösen Zauber war sie vierzehn Jahre lang im Stadtpark gefangen und als sie sich endlich befreien konnte, war nichts mehr wie zuvor.
Größtenteils versucht sie nun alte Bekannte und Freunde zu meiden, aber dann gelingt es der Winterrose, einer Fae-Fürstin, sie durch einen Zauber zu binden. Die Fürstin wusste, dass sie sterben würde und beauftragt Toby, die als Privatdedektiv gearbeitet hat, damit herauszufinden, wer sie ermordet. Schafft Toby das nicht, ist ihr eigenes Leben verwirkt.
Bei den Ermittlungen stösst sie auf ein Artefakt, dass sie nur aus alten Legenden kennt und hinter dem einige Leute her sind.
Aber sie muss sich auch ihrer Vergangenheit stellen und alte Freunde wieder in ihr Leben lassen. Dazu gehört auch Devin, der Wechselbälger-Straßenkinder bei sich aufnimmt. Schon bald flammt ihre alte Zuneigung wieder auf ...

Ich mag es, wenn auf dem Cover Gesichter oder Körper abgebildet sind. In Mimik und Gestik lässt sich viel ausdrücken. Ein wenig kalt kommt das Cover von "Winterfluch" daher, passt aber genau darum gut zu Titel und Inhalt.
Ich kann mir aber vorstellten, dass es eines dieser Bilder ist, das man entweder mag oder nicht.
Das Original ist wesentlich düsterer und passt ein klein wenig besser. Die Nacht ist Faes Tag ...

Ich habe lange gebraucht, um dieses Buch zu lesen und ich bin froh, dass ich es doch getan habe. Zwar gefiel mir kurz nach Erscheinungstermin eine Leseprobe sehr gut, aber ich war durch die eher zwiespältigen Meinungen verunsichert. Inzwischen wurde es mir von Leuten, denen ich lesetechnisch vertraue mehrfach empfohlen.
Die Welt der Fae und all die Mythen, die sich darum ranken, wurde auch schon bei K.M.Moning oder Laurell K. Hamilton thematisiert. Um davon schreiben zu können, muss ein Autor viel und lange recherchieren, denn die Politik, die Beziehungen und die vielen Details verlangen ein feines Händchen dafür. McGuire kann zu recht behaupten, dass sie dieses besitzt. Sehr feinfühlig geht sie beim Schreiben vor, überstürzt nichts. Obwohl sie eine Geschichte erzählt, die so auch von anderen Autoren stammen könnte, besitzt sie etwas sehr eigenes, das sie aus der Masse heraushebt.
Toby ist ein vielschichtiger Charakter und wird auch genauso dargestellt. Sie ist eine junge Frau, die einiges hinter sich hat und sich den Gegebenheiten zu stellen weiß. Dabei wird jede Hürde, die sie nehmen muss, nicht unnütz als Heldentat von der Autorin hervorgekehrt. Toby tut, was sie tun muss; so ist es und nicht anders. Dadurch gelingt es, sie als sehr starken Charakter darzustellen. Kein unnützes Chick-Lit-Gebahren, das gewollt lustig vom Leben einer gebeutelten Frau erzählt. Nichts ist aufgesetzt, es wirkt alles sehr echt.
Obwohl sehr viel Spannung und Action in der Geschichte enthalten sind, hat man als Leser das Gefühl, alles laufe eher gemächlich ab. Das ist eigentlich nicht der Fall, aber McGuire konzentriert sich mehr auf ihre Figuren, als auf die Handlung. Beides läuft gleichberechtigt nebeneinander, während für gewöhnlich einem der Vorzug gegeben wird.
Die Liebe findet in Form von mehreren Männern zu Toby, aber auch hier überstürzt die Autorin nichts, was mein großes Wohlgefallen findet. Zum Ende ist wieder alles offen, was - auch nach der spannenden Krimihandlung - sehr auf den zweiten Teil hoffen lässt.
Wer letztendlich für den Tod der Winterrose verantwortlich ist, bleibt eine ganze Weile unklar, weil es mehrere Verdächtige gibt. Für mich war also auch das gelungen.
Mir hat "Winterfluch" sehr gut gefallen, denn hier war alles enthalten, was ich mir von einer solchen Geschichte erwarten würde. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sie auf eine erwachsene Art erzählt worden ist und das ist selten geworden. Spannung, Action und Emotionen sind in die Handlung eingestreut worden, die Liebe eher dezent. Wie auf einer Wippe hielt sich alles die Waage. Ich kann den Roman nur empfehlen!


Teil 2 "Nebelbann" erscheint im Oktober 2010

Donnerstag, 28. Januar 2010

Im Schatten dunkler Mächte - Karen Marie Moning ♥♥♥♥♥


Teil 3: MacKayla Layne hat den Mörder ihrer Schwester gefunden - den Lord Master. Nun will sie ihn auch töten, dazu muss sie aber erst an ihn herankommen.
Sie lebt noch immer im Buchladen von Jericho Barrons, bekommt ihn selbst aber kaum zu Gesicht. Dafür taucht der Feenprinz V'lane umso öfter auf und versucht, sie zu betören. Barrons reagiert eifersüchtig, schließlich soll Mac das Buch und andere Feenobjekte nur für ihn finden.
Die Sidhe-Seherinnen, die in einem alten Kloster nahe Dublin leben, nehmen Kontakt zu Mac auf. Deren Anführerin Rowena allerdings möchte nichts von ihr wissen und heißt einige ihrer Schülerinnen, Mac zu überfallen, um ihr den Speer wegzunehmen. Ohne diesen aber kann Mac nicht gegen die zahlreichen dunklen Geschöpfe bestehen, die immer mehr in ihre lichte Welt drängen.
Von diesen drei Fronten erhofft sich Mac Hilfe, als sie erfährt, dass der Lord Master die Grenzen zwischen den Welten zum Einsturz bringen will. Aber wird sie es auch schaffen, dass die drei zusammen arbeiten?
Plötzlich bricht die Dunkelheit herein und Mac begreift, dass sie - trotz allem - allein steht ...

Fazit? Ein Buch, wie ich es haben will.
Ich gestehe zunächst aber, dass ich Teil 1 ("Im Bann des Vampirs") nie gelesen habe. Teil 2 ("Im Reich des Vampirs") habe ich vor so ziemlich genau einem Jahr rezensiert. Damals mit sehr gemischten Gefühlen, erinnerte ich mich doch sehr schnell an Personen und Schauplätze. Aber wie gewohnt gibt Moning eine ausführliche Einführung am Anfang. Trotzdem sollten Neueinsteiger von vorn beginnen, denn spätestens ab Band 3 ("Im Schatten dunkler Mächte") verdichtet sich die Handlung zu sehr.
Ich sehe durchaus die Schwächen des Romans. Jetzt suchen sie beispielsweise das doofe Buch und dann kann es keiner anfassen. Das macht mir alles aber nicht das Geringste aus.
Barrons wird auf einige Leser sehr unsympathisch wirken. Er ist verschlossen und gehemnisvoll wie eh und je, aber hier auch richtig düster und teilweise gewaltätig gegenüber Mac. Doch er kennt seine Grenzen. Ehrlich gesagt fand ich das gut gemacht von der Autorin - nicht nur Mac merkt, dass Barrons alles mit ihr machen könnte, wenn er wollte und sie nicht den Hauch einer Chance hätte. Aber er tut es nicht, was sie innerlich aber insgeheim hofft. Mir gefiel dieses kleine Spiel zwischen den beiden und ich hätte gern noch mehr davon gehabt.
Die Episode um die Sidhe-Seherinnen, die Mac nicht mitspielen lassen wollen, umfasst ebenfalls, was ich gern lese. (Es ist schwer, nicht zu viel zu verraten.)
Aber hier ist es vor allem Mac, die mich beeindruckt hat. In den ersten Teilen war sie das verwöhnte Südstaatengirl, hier ist sie mehr und mehr zur Kriegerin herangereift. Als sie merkt, dass sie immer nur allein gestanden hat, ist es fast zu spät. Und kennt Ihr all die Bücher, als im letzten Moment irgendjemand kam, um die Heldin zu retten? Vergesst es Mädels, hier nicht.
Mac steht allein, Mac kämpft allein. Sie ist eine der größten Sidhe-Seherinnen, wurde aber nie ausgebildet. Sie lernt das Kämpfen und wendet es Nacht für Nacht an. Sie sucht nach Hinweisen um das Puzzle zusammenzusetzen und bemüht sich redlich, alle Beteiligten zusammenzuführen. Denn keiner traut dem anderen.
Bei allem aber bleibt sie Mensch und Frau. Den Tod ihrer Schwester hat sie nicht verwunden und sinnt auf Rache. V'lane und Barrons sind in ihrem Kopf, aber nur einer von ihnen in ihren Gefühlen.
Das Ende. Teresa Medeiros schreibt auf ihrem Blog in einigen Schreibtipps am 11.01.2010: "It's the 1st sentence of your book that sells that book to the editor or reader. It's the last sentence of your book that sells the next book."
Das hat Karen Marie Moning sicherlich mehr verinnerlicht. Kaum, dass "Im Schatten dunkler Mächte" auf Deutsch erschien, will ich wissen, wie es weitergeht. Und zwar so stark, wie kaum bei einem anderen Buch. Und ich denke mit Erschrecken daran, wie lange es gedauert hat, ehe ich diese Ausgabe in der Hand halten durfte.
Ich sehe mich also nach dem vierten Teil im Original um. Das Hardcover übsteigt leider meine finanziellen Möglichkeiten und so kann ich nur auf TT hoffen. Es wird noch einen fünften und (erstmal) letzten Teil geben, der allerdings noch in Arbeit ist und im Original Ende 2010 erscheinen wird.
Fans der Autorin deuten auf verschiedenen Medien an, dass es einen Zusammenhang zwischen dieser Serie und der Highlander-Serie gibt. Letztere ist mir nicht bekannt, aber das wäre ein großer Anreiz, es einmal damit zu versuchen.
Was soll ich noch sagen? Wenn das Warten wirklich so lange dauert, lese ich vielleicht wirklich doch noch Teil 1.
Was auch immer ich davon halten werde, ich weiß, dass sich die Autorin mit Teil 3 selbst übertroffen hat.


Freitag, 6. November 2009

Lamento-Im Bann der Feenkönigin - Maggie Stiefvater


Die sechzehnjährige Deirdre Monaghan ist ein völlig normaler Teenager mit einer ausgesprochen musikalischen Begabung. Dadurch fällt sie der Feenkönigin ins Auge, die eifersüchtig auf das Mädchen wird.
Sie schickt ihren besten Auftragskiller Luke Dillon aus, damit er das Mädchen tötet. Doch der junge Mann, der sich seit Jahrhunderten in der Hand der Königin befindet und nichts lieber tun würde als fliehen, verliebt sich in sein Opfer.
Als sie sich näher kommen, erfährt Deirdre von dem Geheimnis, das Luke umgibt und muss sich damit abfinden, dass er entweder sie tötet oder selbst sterben muss. Denn in der Welt der Feen gibt es so etwas wie Gnade nicht und Luke ist nicht der einzige Mörder, der unter der Königin dient.
Obwohl Deirdres Großmutter und ihr bester Freund James, der heimlich mehr als nur Freundschaft für sie empfindet, sie warnen, kann sie sich ihren Gefühlen nicht mehr entziehen: sie ist unsterblich verliebt.
Die Königin spürt derweil, dass ihre Zeit abgelaufen ist und ihr Volk sich eine neue Herrscherin wünscht. In der Annahme, dass Deirdre dafür ausgewählt wurde, entführt sie James und Luke, um das Mädchen unter Druck zu setzen. Und der Kampf beginnt ...

Maggie Stiefvater über sich selbst:
"I'm an avid reader, an award-winning colored pencil artist, and play several musical instruments, including the Celtic harp, the piano, and the bagpipes." Ihre Affinität zur Musik und der Welt der Kelten und Iren spiegelt sich im Roman mehrfach wieder und weiß ihn gekonnt mit Leben zu füllen.
Meine gesamte Meinung zu dem Buch kann nachgelesen werden. :) Alles in allem kann ich sagen, dass ich mich auf den kommenden Sommer freue, denn dann müsste Teil 2 auf Deutsch erscheinen, wenn ich das mal so orakeln darf.


Sonntag, 12. Juli 2009

Schwestern des Mondes-Die Vampirin - Yasmine Galenorn



Teil 3 flacht leider wieder ab!

Menolly ist nun die jüngste der drei Schwestern. Sie hatte das Pech Dredge, einem Vampirfürsten, in die Hände zu fallen, als sie dabei war ihn für den AND auszuspionieren. Das konnte der natürlich gar nicht leiden und folterte sie. Schließlich enschied er sich dafür, sie nicht sterben zu lassen, sondern als Vampirin mit immensem Blutdurst nach Hause zu ihrer Familie zu schicken. Irgendwie händelte sich alles ein und da sie ihre Seele behalten hat, lebt sie mit ihren beiden Schwestern friedlich zusammen. Wenn der große Hunger kommt, hält sie sich an Bösewichte, wie Drogendealer und Vergewaltiger.
In der Stadt, in der sie und ihre Schwestern leben, verschwinden Menschen und tauchen wenig später als Untote wieder auf. Es stellt sich heraus, dass es Dredge ist, der einen neuen Vampirstamm aufbauen will. Um ihn zu bekämpfen, muss Menolly in die Anderwelt und sich einer Rückfühungszeremonie unterziehen. Dabei muss sie sich ihren größten Ängsten stellen, denn sie erlebt die Folterungen Dredges noch einmal. Ganz nebenbei erfährt sie, dass Dredge so mächtig ist, weil Loki, ein Gott, hinter ihm steht. Wie soll man so jemanden besiegen?
Ihr zur Seite stehen nicht nur ihre Schwestern und deren Liebhaber, sondern auch Wade, ihr eigener Ex und Nerissa, einer Werpumafrau, die gewisse Gefühle in ihr weckt.


Im dritten Teil geht es mit der Haupthandlung leider nicht voran. Die Geistsiegel scheinen bis kurz vor Ende vergessen und Schattenschwinges Name taucht ebenfalls nur ein einziges Mal auf.
Dieser Serienteil ist allein Menolly gewidmet. Als "böses Mädchen", wie im Vorwort erwähnt, wird sie als gefährlich, aber nicht wirklich böse eingeführt. Sie tut eben, was sie tun muss und nur tun kann, denn als Vampir ist man gewissen Regeln unterworfen. Stolz, weil einst schwer verletzt, hat sie nie ihre Seele oder ihr Herz verloren. Ihr Körper ist gezeichnet von Narben. Als sie merkt, dass sie sich zu Nerissa hingezogen fühlt, ist sie überrascht, denn nie hätte sie gedacht, dass das noch möglich wäre.
Ich muss gestehen, das "böse Mädchen" ist vollkommen an mir abgeprallt. So böse fand ich sie nicht und ich habe auch schon besser gestaltete Vampire gelesen. Außerdem ist vieles wieder nur ein einziges Blabla und da es auch in der eigentlichen Handlung nicht voran geht, wirkt die Geschichte manchmal langatmig. Der Kampf ist recht spannend aufgebaut, wenn auch im Höhepunkt vieles einfach verpufft.
Man kann nicht behaupten, dass "Die Vampirin" schlecht wäre, aber wirklich gut oder gar herausragend ist sie eben auch nicht. Wer gern Telenovelas schaut, wird wissen, was ich meine. Man will schon wissen, wie es ausgeht, aber wirklich vom Hocker gerissen wird man auch nicht.



Dienstag, 24. Februar 2009

Schwestern des Mondes-Die Hexe - Y. Galenorn


Camille ist die älteste von drei Schwestern. Durch ihre Eltern sind die drei halb Feen (Sidhe) und halb Mensch, weswegen sie eine "leichte magische Behinderung" vorweisen. Camilles Zaubersprüche - sie ist eine Hexe - gehen gern mal nach hinten los und Delilah, die sich eigentlich in eine monströse Werkatze verwandeln sollte, schafft es gerade mal zum orangen Stubentiger. Menolly wurde wenige Jahre zuvor zum Vampir gemacht.
Auf die Erde geschickt, wo man inzwischen weiß, dass all die mysteriösen Wesen, wie Feen, Elfen, Werwesen, Vampire etc. wirklich existieren, betreibt Camille einen Buchladen, Delilah ist Privatdedektiv und Menolly Besitzerin einer Bar.
Die Portale zur sog. Anderwelt sind offen. Daher gibt es auch eine Organisation, die dafür zuständig ist, Ordnung zu halten, das AND. Die drei Schwestern sind sich nicht sicher, ob sie strafversetzt wurden oder man einfach ihre halbmenschliche Herkunft nutzt. Jedenfalls bekommen sie es schnell mit einem Mord an einem kleinwüchsigen Riesen (nur 2,20 m) zu tun und erfahren, dass Schattenschwinge, der Oberfiesling, die Grenzen zwischen den Welten erneut einreißen will. Dazu benötigt er die neun Teile des Geistsiegels und die Schwestern machen sich auf, das erste Stück davon zu finden.


In der Ich-Form begleiten wird hier Camille, die Hexe, die dem Leser zunächst ihre Welt und ihre Sicht darauf vorstellt. Es gibt, wie nicht anders zu erwarten, jede Menge Männer in ihrem Leben. Den menschlichen Kommissar Chase, der mit den Schwestern zusammenarbeitet und Camilles Körper will, sich dann aber Delilah zuwendet. Den Svartaner Trillian, dem sich Camille eigentlich entziehen wollte, da eine körperliche Bindung an Svartaner abhängig macht. Und den Fuchsdämon Morio, den sie ebenfalls anziehend findet und der ihr ein eindeutiges Angebot unterbreitet.
Obwohl direkt hinein gestoßen, lässt sich die Handlung nur äußerst langsam an. Die Männer kommen ebenfalls spät hinzu und wirken beinahe daneben platziert. Die erotischen Szenen folgen unerwartet, lesen sich gut, wären aber so gesehen absolut unnötig gewesen. Sie tragen absolut überhaupt nicht zur Handlung bei. Natürlich sehen alle gut aus, doch hier ist es schon recht stark übertrieben. Camille verwendet beinahe mehr Zeit auf ihr Äußeres und Galenorn eben die auf die Beschreibung von Kleidung, Haaren und "Titten" (Zitat!), als auf die eigentliche Handlung rund um das Geistsiegel.
Im Prinzip hat die Autorin einige wirklich originelle und vielversprechende Ideen gehabt, lässt diese aber irgendwie verpuffen. Es scheint alles ohne Ziel und Sinn geschrieben, vieles passiert einfach so unerwartet und teilweise unlogisch - als müsse jetzt etwas passieren, weil es sonst zu langweilig werden könnte. Vor Klischees schreckt sie nicht zurück, wobei sie auch mit einigen spielt. Der böse Dache, der alle fressen will. Klar. Sich dann aber in eine menschliche Gestalt zaubern kann und umwerfend und exotisch aussieht. Und von Camille Smooky (Feuerspeier eben) getauft wird. Es driftet eben ein wenig zu sehr ins halblächerliche ab. Dennoch habe ich den Roman streckenweise sehr gerne gelesen. Wenn ich mich an anderen Stellen allerdings auch zwingen musste, nicht ungelesen weiterzublättern. Verpasst hätte ich dabei übrigens nichts.
Nun bin ich sehr gespannt, was Delilah in Band 2 Neues offenbaren wird, denn dort wird das weitere Geschehen aus ihrer Sicht erzählt. Schafft es Galenon, mir eine neue Person zu offenbaren oder ist es einfach wieder Camille, nur in blond? Wir werden sehen ...


Montag, 26. Januar 2009

Lila Black - Justina Robson



Im Jahr 2015 gab es auf der Erde eine große Katastrophe. Eine Explosion in Texas hat das Gewebe des Universums zerrissen und andere Sphären geöffnet. Magische, denn sie werden von Elfen, Dämonen und anderen fremdartigen Wesen bevölkert. Die Menschen haben sich gut damit organisiert. Lila Black hat eine Vergangenheit. Die sie vergessen muss, denn für ihre Familie gilt sie als verschollen und tot in der Sphäre der Elfen. Doch sie lebt und man rettete ihr Leben, indem man sie zur halben Maschine machte. Eine Kampfmaschine. In diesem Roman erhält sie den Auftrag, einen Rockstar (Zal) zu schützen, der elfischer Herkunft ist. Sie sträubt sich, nimmt den Auftrag dann jedoch an. Seine Feinde sind zahlreich und oft muss sie ihm das Leben retten. Aber was sind das für Gefühle, die er in ihr auslöst? Das herauszubekommen ist die eigentliche Herausforderung für sie. Im Zuge eines Angriffs muss sie erneut in die Sphäre der Elfen eintreten, in der sie einst verwundet worden ist, da Zal dorthin entführt wurde. Er ist nämlich ein kleiner Rebell, der einiges in seiner Heimatwelt ändern möchte und sogar einen dämonischen Namen angenommen hat.

Meine Motivation das Buch in die Hand zu nehmen, war das Cover. Es zu kaufen Preis und Klappentext. Eine Mischung aus Fantasy und Science-Fiction? Geht so was überhaupt? Mehrere Sphären, aha. Elfen, Dämonen, anderes. Klingt gut. Was mir nicht gefiel war dieses Lara Croft Ding, gepaart mit den Worten: „Eine starke Frau, eine echte Heldin. Zur Hälfte wunderschöne Frau, zur Hälfte stählerne Kampfmaschine.“ Was sollte das denn bitte für eine Männerfantasie sein? Und doch: Von einer Frau geschrieben. Also kaufte ich das Buch. Mir gefiel es anfangs sehr gut, aber je weiter ich las, desto enttäuschter war ich. Die innere Zerrissenheit kann ich gut nachvollziehen, aber die meisten ihrer Handlungen nicht. Oft wirkte es auf mich, als wolle die Autorin jetzt etwas „Abwechslung“ in der zähen Handlung schaffen, denn gerade, als Lila in die elfische Sphäre vordringt, zieht sich der Inhalt doch sehr stark in die Länge und driftet schon beinahe ins langweilige ab. Was tun? Ja, klar, mit irgendeinem Typ schlafen lassen. Super. Die Idee des Buches überzeugt, ist sicher etwas Neues und sorgt obendrein für Abwechslung. Die Umsetzung allerdings lässt doch stark zu wünschen übrig.


Dienstag, 20. Januar 2009

Im Reich des Vampirs - Karen M. Moning



Das ist Teil 2 der "Fever Series". Im englischen erschien "Faefever" also Teil 3 laut Homepage der Autorin am 16. September 08. Wann dieser auf deutsch erscheinen wird, konnte ich leider nicht herausfinden.

MacKayla Lane reiht sich ein in die zahlreichen anderen "Heldinnen", die es mit (wortwörtlich) unmenschlichen Gegnern zu tun bekommen. Noch vor dem Prolog weist die Autorin darauf hin, dass es im hinteren Teil des Buches ein Glossar mit Namen und Begriffen gibt und das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Allerdings machte ich nach der Lektüre dessen ein doch recht langes Gesicht. 'Meine Güte', dachte ich. 'Hat sie etwa abgeschrieben?' Wer "Schattenkuss" (Hamilton) kennt, dem werden die meisten der genannten Begriffe: Seelie, Unseelie etc. nicht fremd sein. Teil 1, das sollte ich vielleicht noch erwähnen, habe ich nicht gelesen, was aber auch nicht wirklich notwendig ist.

MacKayla Lane hat es (noch) nicht geschafft, den Mörder ihrer Schwester zu finden und die furchtbare Rache, die ihr so vorschwebt an ihm zu vollziehen. Sie lebt im Buchladen bei Jericho Barrons und lässt erst einmal einiges auf sich wirken. Zunächst ihre Gefühle Barrons gegenüber, den sie glaubt zu hassen, mit dem sie aber doch einige erotische Momente verbindet. Dann taucht plötzlich der Feenprinz V'lane bei ihr auf und möchte sich mit ihr "anfreunden". Schließlich kommt sie mit der geheimnisvollen Schwesternschaft der Sidhe-Seherinnen - getarnt als Post Hast Inc. - in Berührung. Alle haben scheinbar nur das Ziel, sie auf die eigene Seite zu ziehen, die angeblich gute. Warum diese drei Guten dann dennoch auch gegeneinander kämpfen ist weder Mac noch mir so richtig klar. Macs Vater taucht auf und möchte sie heim bringen, reist dann aber, nach Barrons Trick mit der allmächtigen Stimme, wieder ab. Mallucè ist, wie bei seiner ersten Erwähnung im Buch erwartet, nicht wirklich tot und es gibt den ebenfalls erwarteten Endkampf. Bei allem bleibt das Hauptziel aber immer noch die Suche nach Feenobjekten, die nur MacKayla spüren kann, allem voran natürlich das Sinsar Dubh, das dunkle Heiligtum (ein Buch) der Tuatha Dè Danaan.



Es ist eben ein Teil 2. Zunächst wird doch recht straff die Handlung aus Teil 1 mit zahlreichen Erklärungen wiedergegeben, was zunächst wenig Laune aufs weiterlesen macht. Aber sobald die eigentliche Handlung einsetzt, ist man drin. Die Liebesgeschichte zwischen Mac und Barrons hat Karen M. Moning, wie nicht anders zu erwarten, wunderbar hinbekommen. Darin nämlich hat sie Übung, schreibt sie doch schon länger Highlandromane, in denen das Gefühl nie zu kurz kommt. Diese Beziehung steht auch bei jeglicher anderen Handlung stets im Vordergrund. Wo die Vampire sind, die laut Titel doch massenweise auftreten müssten, ist mir nicht so recht klar. Ich vermute, dass der Lord Master ein Vampir ist oder wenigstens so tut, denn immerhin beansprucht er das Gebiet, in dem sich Mac nun befindet als sein Machtzentrum. Was immer er aber ist, Barrons muss ihm mindestens ebenbürtig oder mächtiger sein, da er, fast im vorbeigehen, Mac für sich beanspruchen kann und das in einer Situation, in der der Lord Master weit überlegen gewesen sein dürfte. Mir hat das Lesen Spaß gemacht, aber dennoch reicht Moning für mich nicht an namhafte Autoren des Vampir/ Feen/ Übersinnliche-Wesen Genres heran. Sie probiert sich eben aus und das merkt man. Natürlich ist Mac ein It-Girl, das nun gezwungen ist, völlig anders zu leben und dadurch wohl wirklich kuhl (cool) sein soll. Und natürlich wird sie von allen Männern begehrt. Aber hier schien es mir alles eine Spur zu viel des Guten. An einigen Stellen des Buches wurde ich einfach nicht mit Mac warm, wenn ich allerdings ihre Situation nachfühlen und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Dass sie sich unbedingt retten lassen muss, war mir irgendwie von Anfang an klar. Ist Geschmackssache. Ihre erfunden Bezeichnungen für die Wesen, die es offenbar nur in Schottland/ Irland gibt (Haben die keine Lust, sich nach 240.000 Jahren mal die weite Welt anzusehen?), da Mac sie dort das erste Mal sieht, sind zunächst erst einmal befremdlich. Aber wenn man so darüber nachdenkt eigentlich doch sehr treffend. Tod-durch-Sex-Feenwesen passt doch und liefert gleich eine Erklärung (und Warnung) mit. Was ich mir allerdings unter Rhino-Boys vorzustellen habe und wie sie auf diesen Namen gekommen ist, das weiß ich nicht genau. Was Karen M. Moning aber geschafft hat, ist, dass ich gern auch Teil 3 lesen würde. Im englischen ist dieser am 16.September erschienen, wann man ihn auf deutsch zu lesen bekommt, konnte ich leider nicht herausfinden. Vielleicht hilft da auch Ullstein ein wenig weiter? Ich würde mich freuen. Das Kuriose daran ist aber, dass ich Teil 1 nicht anschaffen werde. Mir sind nach "Im Reich des Vampirs" kaum Fragen offen geblieben und mich interessiert im Grunde auch nur, wie es mit Mac und Barrons weitergeht. Dass sie den Mörder ihrer Schwester schnappen und töten wird, scheint ohnehin klar zu sein.


Sonntag, 4. Januar 2009

Gegen das Sommerlicht - Melissa Marr




"Gegen das Sommerlicht" ist ein unterhaltsamer Roman, der nicht nur Jugendliche ansprechen dürfte.

Ashlyn kann Elfen sehen. Nicht diese kleinen geflügelten Wesen, sondern erwachsene, menschengroße Geschöpfe. Natürlich sehen diese nicht immer menschlich aus. Sie gleichen oft Tieren oder es schlängeln sich Blätterranken über ihre Haut wie ein lebendes Tattoo. Ash bringt Tag für Tag große Konzentration auf, denn die Elfen dürfen nicht erfahren, dass sie die Sehergabe besitzt und auch die Menschen nicht. Ihre Großmutter, bei der sie aufgewachsen ist, hat ihr dies beigebracht.
Seth lebt in einem Eisenbahnwagon und ist Ashlyns bester Freund, von dem sie gern hätte, das er mehr ist. Eisen übrigens ist etwas, das Elfen fern hält, warum sie sehr oft bei Seth ist. Eines Tages wird Ash von zwei Elfen verfolgt, einer männlichen und einer weiblichen. Es handelt sich dabei um Keenan, den zukünftigen Sommerkönig und Donia sein derzeitiges Wintermädchen. Ash ist ausersehen, die neue Sommerkönigin zu werden. Versagt sie bei der Prüfung, wird sie das neue Wintermädchen und leidet, so wie Doria.
Und Keenans Mutter, die Winterkönigin, will mit aller Macht verhindern, dass ihr Sohn durch seine Königin zu seiner vollen Macht findet und schreckt vor nichts zurück. Ashlyn widersteht allen Versuchungen Keenans, denn ihr Herz gehört bereits Seth. Doch sie ist auserkoren und niemand kann seinem Schicksal entgehen.


Ich glaube nicht, dass ich mir das Buch von allein gekauft hätte. Der Klappentext (in den Innenseiten) und auch das Cover sprachen mich überhaupt nicht an. Aber ich muss sagen, dass ich sehr froh bin, den Roman gewonnen zu haben, denn er gefiel mir wirklich gut. Natürlich ist er an junge Mädchen gerichtet, was man auch sehr stark an den herrschenden Klischees spürt. Alle sehen gut aus, beispielsweise. Die "Szene" in der sich Seth bewegt, seine Tattoos und Piercings. Die Freundinnen Ashs. Aber ich fand das nicht so vordergründig und aufdringlich, wie in manch anderen Büchern.
Die Handlung geht konstant vorwärts und Teile des Buches liest man mit rasanter Geschwindigkeit; entweder ist es so spannend, das man das Ende erfahren möchte oder die Gefühle der Personen springen auf den Leser über. Leider gibt es auch die ein oder andere Stelle, die sich etwas in die Länge zieht, aber das hält sich in Grenzen.
Das Ende gefiel mir, anders hätte man die Angelegenheit nicht regeln können. Es lässt außerdem Raum für eine Fortsetzung, was mir - das muss ich gestehen - gut gefallen würde. Alles in allem ein sehr empfehlenswerte Buch, wenngleich auch ein wenig teuer. Vielleicht kommt doch bald die Taschenbuchausgabe heraus, dann kann man auf jeden Fall nichts falsch machen!