Montag, 30. Mai 2011

Küsse auf Eis - Rachel Gibson


Titel: Küsse auf Eis
Autor: Rachel Gibson
Originaltitel: True Love and other Disasters
Verlag: Goldmann
ISBN: 9783442472598
Euro: 8,95
Veröffentlichungsdatum: Juni 2010
Seiten: 320
Lose Serie
Come in: Gekauft





Inhalt

Die knapp dreißigjährige Faith Duffy muss ihren achtzigjährigen Ehemann Virgil zu Grabe tragen. Trotz des immensen Altersunterschieds hat sie ihn sehr geliebt, da er sie als eigenständige Person wahrgenommen hat. Ihre Karriere als Stripperin Layla und die Fotos im Playboy hat er ihr nie nachgetragen.
Sein Sohn Landon dagegen war nicht mit der Wahl seines Vaters einverstanden. Als dieser, wie eine letzte Ohrfeige, nicht ihm, sondern Faith die Eishockeymannschaft Chinooks vererbt, ist Landon außer sich. Obwohl sich die üppige Blondine zum Verkauf bereit erklärt, beleidigt er sie vor dem Führungsstab der Mannschaft.
Faith beschließt im gleichen Augenblick, die Mannschaft zu behalten und selbst zu führen. Nicht nur für Landon eine Katastrophe. Auch der attraktive Kapitän der Chinooks, Ty Savage, der seinen Sieg des Cups in Gefahr sieht, kann es nicht fassen. Was versteht eine Frau schon von Eishockey? Diese ist auch noch blond und ziemlich heiß. Klar, dass sich da gehörig die Luft aufheizt ...

Cover

Obwohl auch das Originalcover nicht besonders viel mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, wäre es schön gewesen, wenigstens ein bisschen davon vorne drauf zu packen. Dabei bietet der Roman selbst den besten Hinweis: Faith und Ty sollen, um das Marketing der Mannschaft anzukurbeln, gemeinsame Fotos machen lassen. Er in Mannschaftskluft und grimmig dreinschauend, sie sexy und lächelnd.
Der deutsche Titel ist sehr passend.


Meinung

Vom vielversprechenden Klappentext angelockt, haben sich meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Rachel Gibson hat ein ziemlich oberflächliches Werk geschaffen, in denen das Heldenpaar nicht zueinander passt, die Charaktere nur angeschnitten werden und sich die Handlung mitunter in Belanglosigkeiten verliert.
Faith ist eine gebeutelte Frau, der in ihrem Leben nicht viele gute Dinge widerfahren sind. Eines davon jedoch war Virgil, dessen Fehlen an ihrer Seite sie lange nicht wegstecken kann. Hinzu kommt, dass sie nun von der feinen Gesellschaft geschnitten wird, die sie lediglich duldete und nun keinen Anlass mehr sieht, sie unter sich weilen zu lassen. Ihre depressive Stimmung, ihr Schrei nach echter Liebe durchdringen fast jede Seite. Doch statt ihr davon ein bisschen zu gönnen, beschert die Autorin ihr ausgerechnet Ty Savage.
Der gutaussehende Mistkerl lässt keine Gelegenheit aus, Faith mit Gemeinheiten zu überschütten. Der Leser muss zudem durch immer wiederkehrende seitenweise Gedankengänge waten, die sich ausschließlich mit Faith' Körper - Hintern, Brüste - befassen. Nicht ein Mal wird in Tys Innenleben klar, dass er auch die Person, die zu den Nacktfotos im Playboy, die er sich selbstredend nicht hat entgehen lassen, passt, zu schätzen weiß. Wenn schon zeitweise aus Sicht des Helden geschrieben wird, sollte das eigentlich nicht fehlen dürfen. Nicht, wenn er nach dem ersten erotischen Beisammensein gesteht, er habe sie schon seit der ersten Begegnung "lieb gehabt". Daran verbessert auch sein "Zauberstab" in (Kondom)"Größe XXL" nichts.
Die emotional ausgelaugte Faith mit diesem Egoisten zusammenzubringen, tut dem Romantikerherz in der Seele weh.
Die Liebesgeschichte wirkt sehr aufgesetzt und unglaubhaft, da zudem das Geschehen in kürzester Zeit abläuft. Außerdem ist nicht klar, was sich genau und wann ändert. In einem Absatz verlassen sie ein Restaurant, im nächsten findet der Leser sie in seiner Wohnung wieder, wo sie nicht gerade spektakulär zusammenkommen. Tys Gernhaben-Beichte und ... was? "Küsse auf Eis" und fertig. Unheimlich unbefriedigend!
Wer auf beschwingte Schlagabtäusche hofft, wird enttäuscht sein. Es gibt keine, da fehlen Witz und Heiterkeit genauso, wie niveauvolle lockere Sprüche. Dem Happy End kann leider ebenfalls nichts Gutes abgewonnen werden, da es ebenso unglaubhaft und aufgesetzt wirkt, wie das gesamte Geschehen.
Abgesehen davon ist auch wegen des hier präsentierten Frauenbildes unserer Zeit vom Roman abzuraten. Absolute Zeitverschwendung.



Die einzelnen Bände der Serie um die "Seattle Chinooks" bekommen stets ein neues Heldenpaar, das zuvor mitunter als Nebenfigur aufgetreten ist.
Sie kam, sah und liebte (See Jane Score)
Liebe, fertig, los! (Simply Irrsesisteble)
Ein Rezept für die Liebe (The Trouble With Valentine's Day)
Küsse auf Eis (True Love and Other Disasters)
Was sich liebt, das küsst sich (Nothing But Trouble)





http://www.rachelgibson.com/
Seit sie sechzehn Jahre alt ist, erfindet Rachel Gibson mit Begeisterung Geschichten. Mittlerweile hat sie nicht nur die Herzen zahlloser Leserinnen erobert, sie wurde auch mit dem »Golden Heart Award« der Romance Writers of America und dem »National Readers Choice Award« ausgezeichnet. Rachel Gibson lebt mit ihrem Ehemann, drei Kindern, zwei Katzen und einem Hund in Boise, Idaho.

Freitag, 27. Mai 2011

Politisch Korrekt? (Buchgedanken)


Nach all den guten Neuigkeiten rund um die Autorin Robin Hobb beschloss ich, das einzige Buch von ihr, das ich noch nicht kenne, zu lesen. "Die Stunde des Fauns" (unter dem Namen Megan Lindholm) erschien bereits 1991 im Original und die Handlung spielt unter anderem 1976. Mir ist schon nach wenigen Seiten eingefallen, warum ich diese Autorin so liebe: sie schreibt intelligent und sehr bildhaft, mag "Staub in den Ecken" und hat eine phänomenale Gabe dazu, ihren Charakteren Leben einzuhauchen.
Und dann stieß ich auf diesen Absatz der Ich-erzählenden Heldin Evelyn: "Steffie überbrückt die folgende Stille, indem sie zu ihrem Glas greift. Ich kann nicht umhin zu denken, dass es eine angelernte Anmut ist, dass Mutter Maurie sie irgendwann als Halbwüchsige an den Küchentisch gesetzt und ihr beigebracht hat, wie man diskret Eistee aus einem hohen Glas trinkt. Sie tut es zu gut, als dass es ein Zufall der Natur hätte sein können. Ich bestaune sie, wie die nackten braunen Wilden Magellan bestaunt haben mussten, als er ihr Land beanspruchte. Mit der gleichen Ehrfurcht und Verständnislosigkeit. (...)"
Hups? Wann hat man zuletzt etwas Derartiges in einem Roman gelesen?
Später gibt es andere Szenen, in denen beispielsweise ein Rentier (die Handlung spielt in Alaska) erschossen und zerlegt wird. Die Familie lebt davon und muss die Wilderei geheim halten, da sie verboten ist. Es geht nie in eine splatterhafte Richtung, es wird aber auch nichts verschwiegen.
Nach "Beschönigungsaktionen" wie der "politisch korrekten" Version von Tom Sawyer und Huckleberry Finn" (Mark Twain), bei der Begriffe wie "Nigger" durch "bessere" Begriffe wie "Sklave" ersetzt wurden, frage ich mich ernsthaft einige Dinge.
Wir wissen alle, dass im Fernsehen bestimmte Wörter Tabu sind. In Zeitungen werden Direktabschriften nach Dialogaufnahmen "bereinigt". Aber ernsthaft: Werden jetzt auch in Romanen fiktive Geschichten kontrolliert? Wie lange geht das schon so?
Ich frage mich auch, wie man dann in Zukunft als Autor noch bestimmte Figuren darstellen will. Es muss ja noch nicht einmal der Antagonist sein, also der Gegenspieler des Helden. Da reicht auch eine Kontrastfigur, die mit ihrer Einstellung den Charakter der Helden unterstreichen und vertiefen soll.
Anders gefragt: Wie böse darf ein Bösewicht noch sein, wenn ihm Schimpfwörter "schön geschrieben" werden und - wie es in letzter Zeit immer häufiger vorkommt - seine Handlungen durch seine ach so menschliche Seite, die schlimme Kindheit oder ein einschneidiges Erlebnis "bereinigt" werden.
Evelyn übrigens meint ihren obigen Gedankengang nicht böse. Aber er unterstreicht, was und wer sie ist ziemlich gut. Wie und wo sie aufgewachsen ist, wieso sie sich nicht bei Schwägerin und Schwiegermutter wohl fühlt.
Vielleicht sollten wir uns öfter einmal fragen, was alles aus unserem Lesegebrauch verschwunden ist und was unsere Kinder heute alles vor die Nase gesetzt bekommen. Wird es ihnen wirklich besser gehen, weil sie eine "politisch korrekte" Form von Mark Twains Werk zu lesen bekommen? Ging es uns denn schlecht mit der alten?
Ich hoffe nur, dass es nicht daran liegt, dass wir heutzutage seichte Schnellebigkeiten der anspruchsvollen (jawoll auch in der Fantasy!) Nachdenklichkeit vorziehen.



Buchgedanken zu:
Politisch korrekt?



Donnerstag, 26. Mai 2011

(Gastgeplauder) Science-Fiction. Was ist das? (Start einer Challenge)


Das Klischee pendelt zwischen Aliens und Weltraumkriegen; der Science-Fiction Fan wird oft belächelt wegen seines Nerdwissens und seinem Hang zu Plastiklichtschwertern, Darth Vader-Masken und dergleichen. Und weil er sich angeblich ausschliesslich im Internet aufhält und echten sozialen Kontakt allerhöchstens auf den alljährlichen Star Wars und Star Trek-Conventions mit seinesgleichen sucht. Dass Science-Fiction eine Gattung von ungeheurer Vielfalt und unendlichem kreativen Potenzial ist, wird dabei gerne mal vergessen und übersehen.
Das finden wir, die Redakteure von raVenport, äusserst schade, da wir beide selbst gerne Science-Fiction lesen und trotzdem mit beiden Füssen fest auf der Erde stehen.
Was uns daran fasziniert, ist die alles entscheidende Frage: „Was wäre, wenn …?“, um die sich in unseren Augen jede gute Science-Fiction Geschichte dreht … Wie ergeht es uns Menschen in zehn, in fünfzig, in hundert, ja, in tausend Jahren? Wie wäre die Menschheit heute, wenn die Französische Revolution nicht stattgefunden hätte, wenn das Dritte Reich siegreich aus dem zweiten Weltkrieg hervorgegangen wäre, wenn die USA in Vietnam nicht auf die Nase gefallen wären, wenn Jurij Gagarin nicht nur die Erde umrundet, sondern den Mond vor den Amerikanern betreten hätte?
Science-Fiction ist das Genre der Visionen, der Wünsche, der Träume, aber auch der Wahnbilder, der Alpträume und der Extrapolation/der Übertreibung, sie stillt das Bedürfnis, oder sogar die Sehnsucht nach der Ferne, nach dem Andersartigen.
Obwohl wir gerne Science-Fiction lesen, ist unser Einblick in die Myriade von Science-Fiction Geschichten sehr klein. Was wir beide bisher gelesen haben, ist nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs, oder sozusagen nur ein Sonnensystem einer riesigen Galaxie von Sonnensystemen. Da aber zwei Personen mehr und schneller lesen als eine, und viele Personen viel mehr und schneller lesen als zwei, haben wir uns entschlossen, die raVenport Science-Fiction Challenge ins Leben zu rufen, nach dem Vorbild anderer Lese-Challenges, wie z.B. Soleils „All you need … is Fantasy“ Challenge.
Während unserer zehnmonatigen Lesereise durchs Universum erstellen wir eine ausführliche Empfehlungsliste der Rezensionen aller Teilnehmer, die uns Lese-Anreize geben soll und damit mehr vom Eisberg aufdeckt, als nur seine Spitze.
Die raVenport Science-Fiction Challenge beginnt am 1. Juni 2010 und dauert bis zum 31. März 2012 (Späteinsteiger sind immer willkommen). Innerhalb dieser zehn Monate ist unser aller Ziel, bis zu zehn Bücher aus zehn verschiedenen Stationen zu lesen und dann zu rezensieren, also in mehr als vier bis fünf Sätzen zu besprechen. Wie die Stationen genau aussehen, erfahrt ihr auf der Challenge-Hauptseite.
Ihr müsst aber nicht alle zehn Stationen absolvieren! Auch Teilnehmer, die nur ein oder zwei Bücher schaffen werden, sind herzlich willkommen. Jedes Buch, das ihr rezensiert, vergrössert unsere Liste. Die fleissigen Leser unter den Teilnehmern werden in einem Rangsystem aufsteigen. Wir alle beginnen als Rekruten und werden mit zunehmender Anzahl Rezensionen zu Kadetten, Leutnants, Captains und Admirälen aufsteigen.
Wir belohnen allerdings nicht nur die Lese- und Schreibgeschwindigkeit, sondern auch die Qualität eurer Rezis und euren Durchhaltewillen. Jeden Monat prämieren wir die besten beiden Rezis, die ihr uns eingesandt habt, und veröffentlichen sie als eigenständige Artikel auf der raVenport-Hauptseite.
Ausserdem halten wir nach der Hälfte der Zeit (Anfangs November) und am Ende der Challenge je eine Rückschau, wo wir unter allen Teilnehmern, die eine bestimmte Anzahl Rezis geschrieben haben, einen auslosen, der oder die dann ein Buch (bzw. am Ende der Challenge mehrere) Bücher gewinnt – natürlich aus der Liste der während der Challenge rezensierten Bücher.
Damit wir wissen, wer teilnehmen will, bitten wir euch, dass ihr euch bei uns anmeldet. Entweder schreibt ihr uns eine Mail an sf-challenge@ravenport.ch oder ihr schreibt einen Kommentar auf der Challenge-Hauptseite. Wir nehmen euch dann so schnell wie möglich auf die Teilnehmerliste.
Wenn ihr jetzt mehr wissen wollt, dann werft doch einen Blick auf die Challenge-Hauptseite. Dort erfahrt ihr alle Details zu den Stationen, dem allgemeinen Ablauf und den Teilnehmern, ausserdem könnt ihr in Form von Kommentaren all eure Fragen deponieren. Oder falls ihr noch Fragen habt, oder noch etwas unklar ist, schaut doch in unseren Fragen-und-Antworten-Katalog rein, dort sollten alle Unklarheiten beseitigt werden.


Nun denn, haut in die Tasten und sendet uns eure Anmeldungen, wir freuen uns auf jeden Teilnehmer!


Möge die Macht mit euch sein!
LordpronG und Dani Vega @ ravenport.ch

Sonntag, 22. Mai 2011

Neuer Robin Hobb im März 2012


Magische Abenteuer, fesselnde Spannung und mystische Wesen
In uralter Zeit standen die Drachen den Menschen in ihrer schlimmsten Stunde bei. Doch inzwischen sind alle Versprechungen der Menschen vergessen und ihre Pflicht gegenüber den letzten Drachen ist ihnen lästig. Also sollen die Drachen in ihre mystische Heimat Kelsingra umgesiedelt werden. Die Waldläuferin Thymara und die unglückliche Kaufmannsgattin Alise sollen die Drachen auf ihrer Reise begleiten. Doch auf dem Weg nach Kelsingra lauern mannigfache Gefahren, und für die Gefährten beginnt das Abenteuer ihres Lebens ...




Robin Hobb, eigentlich Margaret Astrid Lindholm Ogden, schreibt hauptsächlich Fantasyromane und dürfte vor allem durch die Weitseher-Bücher bekannt sein.
Nun hat sich endlich ein Verlag den "Rain Wild Chronicles" angenommen und übersetzt. Am 12. März 2012 erscheint "Drachenhüter" (Dragon Keeper) erstmalig in deutscher Sprache.
Zwar war ich etwas geknickt, da mir der Verlag in letzter Zeit ein wenig negativ durch mangelnde Qualität aufgefallen ist, ich hoffe bis zum nächsten Jahr aber mal das Beste.
http://www.robinhobb.com/



Der Weitseher-Zyklus (Farseer Trilogy)
1. (Assassin's Apprentice) Der Adept des Assassinen, NA: Der Weitseher (2009)
2. (Royal Assassin) Des Königs Meuchelmörder, NA: Der Schattenbote,
3. (Assassin's Quest) Die Magie des Assassinen, NA: Der Nachtmagier



Die Zauberschiffe (Liveship Traders)
1. (Ship of Magic) Der Ring der Händler und Viviaces Erwachen (Doppelband)
2. (The Mad Ship) Der blinde Krieger und Die Stunde der Piraten, (Doppelband)
3. (Ship of Destiny) Die vergessene Stadt und Der Herrscher der drei Reiche (Doppelband)



Die zweiten Chroniken von Fitz, dem Weitseher (Tawny Man)
1. (Fool's Errand) Der lohfarbene Mann
2. (The Golden Fool) Der goldene Narr
3. (Fool's Fate) Der weiße Prophet und Der wahre Drache (Zweiteilungspolitiksopfer)



Nevare (The Soldier Son Trilogy)
1. (Shaman's Crossing) Die Schamanenbrücke (März 2008), NA: Die Schamanenbrücke
2. (Forest Mage) Im Bann der Magie, NA: Im Bann der Magie
3. (Renegade's Magic) Die Stunde des Abtrünnigen, NA: Die Stunde des Abtrünnigen



Kein Zyklentitel (The Rain Wild Chronicles)
1. (Dragon Keeper) Drachenhüter (März 2012)
2. Dragon Haven





Robin Hobb schreibt auch unter dem Namen Megan Lindholm.
http://www.meganlindholm.com/



Der Windsänger-Zyklus (Windsinger)
1. (Harpy's Flight) Der Fluch der Zigeunerin
2. (The Windsingers) Die versunkene Stadt
3. (The Limbreth Gate) Der Lockruf der Steine
4. (Luck of the Wheels) Das Glück der Räder



Der Schamanen-Zyklus (Reindeer People)
1. (The Reindeer People) Das Rentiervolk
2. (Wolf's Brother) Wolfsbruder



Weitere Werke
Wizard of the Pigeons
Cloven Hooves (Die Stunde des Fauns)
Alien Earth
The Gypsy (gemeinsam mit Steven Brust)


Freitag, 20. Mai 2011

(DVD) Star Trek


Titel: Star Trek
Regisseur: J.J. Abrams
Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Ben Cross, Winona Ryder
Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch
ISBN: 26528346
Euro: 9,99
Veröffentlichungsdatum: November 2009
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spieldauer: 122 Minuten
Serie: Star Trek 11
Come in: Gekauft



Inhalt

In der Nacht als James Tiberius Kirk (Chris Pine) geboren wird, greift ein übermächtiges Schlachtschiff der Romulaner das Förderationsraumschiff "USS Kelvin", auf dem sich seine Eltern befinden, an. Kirks Vater opfert sein eigenes Leben, um das seiner Frau und seines ungeborenen Sohnes zu retten. Noch ahnt niemand, dass damit die Zeitlinie verändert worden ist.
Viele Jahre später hat Kirk sich zu einem aufsässigen Schlägertypen entwickelt, der das Fehlen eines Vaters in seinem Leben nie verwinden konnte. Ein Captain der Sternenflotte, Christopher Pike (Bruce Greenwood), überzeugt ihn davon, eine würdige Nachfolge seines Vaters im Weltall anzutreten. Da auch die charismatische Uhura (Zoë Zaldana), die er in einer Bar kennengelernt hat, dort eine Ausbildung als Kommunikationsspezialistin beginnt, fasst Kirk sich ein Herz und springt in das letzte Schiff, das die Kadetten zur Raumflotte bringt. Mit dabei Leonard McCoy (Karl Urban), mit dem er sich anfreundet.
Im dritten Ausbildungsjahr Kirks kehrt das romulanische Schlachtschiff zurück. Captain der "Narada", der verbitterte Romulaner Nero (Eric Bana), hat nur ein Ziel: Spock zu töten und die Zeit zurück drehen. Denn Frau und Kind sind durch einen unbeabsichtigten Fehler Spocks zusammen mit dem gesamten Planeten Romulus untergegangen.
Das Ziel der "Narada": Vulkan, auf dem sich auch die Eltern (Ben Cross, Winona Ryder) vom jungen Spock (Zachary Quinto) befinden. Dieser ist inzwischen erstmalig zum ersten Offizier avonciert und mag Kirk, der auch mal schummelt um zu gewinnen, nicht. Es verschlägt die zukünftige Crew (Fähnrich Pavel Chekov (Anton Yelchin) ist gerade siebzehn) auf das Flottenschiff "USS Enterprise".
Während die "Narada" die Zerstörung des Planeten vorbereitet, muss Kirk um die Anerkennung seiner zukünftigen Crew kämpfen. Spock, der aufgrund der Abwesenheit des Captains zum Führer des Schiffes ernannt wird, hört nicht auf ihn. Aber nur, wenn Kirk das Kommando übernimmt, kann das feindliche Zeitschiff besiegt und die Föderation gerettet werden.

Zusatz-Features/Bild/Ton

Drei Sprachen, Untertitel, ein Making Of der lustigsten Szenen und ein Interview. Letzteres allerdings nur mit Untertiteln, die leider äußerst ungünstig im Bild untergebracht werden, so dass sie die meiste Zeit über nicht zu lesen sind.
Nicht gelungen sind die Szenenübergänge, bei denen immer das letzte Stück der vorherigen Szene abgeschnitten wird und sei es mitten in einem Dialog. Da wären weichere Übergänge wünschenswert gewesen.
Der Film setzt auf hektische Bilder und Nahaufnahmen, was oft verhindert, dass die gesamte Umgebung ihre Wirkung auf den Zuschauer entfalten kann. Videospielgeübte mögen jedoch ihren Spaß daran haben.
Begeistert war ich von der deutschen Stimme Kirks, Nico Sablik (Hörbuch: Auf der Jagd nach dem Stein der Macht - Sarah Prineas, deutsche Stimme Harry Potters).

Meinung

Im auf der DVD enthaltenen Interview spricht einer der Macher von den alten Werken und dass er sich immer gedacht hat, dass es unheimlich toll sein müsste, die damaligen Filme mit den Möglichkeiten der heutigen Zeit (z.B. Computertechnik) noch einmal abdrehen zu können. Und ich fürchte, genau das hat man hier auch versucht, denn es ist praktisch eine Art neue Zeitlinie oder neue Dimension geschaffen worden, in der alles von vorn beginnen könnte. Zwar sind Schiff und Crew die gleichen, aber eben nicht so ganz, denn durch die Einmischung des romulanischen Schiffes sind viele Leben verändert worden.
Warum nicht gleich ein anderes Schiff und/oder eine andere Zeit (vor oder nach Kirk, Picard und Co.) erdacht und umgesetzt worden sind, liegt auf der Hand. Denn das hat auch schon zuvor nicht funktioniert, die Fans haben neue Crews nur mäßig angenommen. Darum sind weder Kosten, noch Mühen gescheut worden, als es daran ging, diesen Film abzudrehen.
Daran liegt es wohl auch, dass sowohl Geschichte, als auch Umsetzung etwas überdehnt worden sind. Schon allein am Beginn wird das klar, als Kirks Vater gerade noch die Chance erhält, den ersten Schrei seines Sohnes zu hören und erst dann in die ewigen Jagdgründe eingeht. Der jugendliche Kirk hat ziemlich viel von James Dean mitbekommen und fährt auf einem (modernen) Motorrad durch die Gegend. Auch die Angewohnheit, den Bösewicht mit "menschlichen" Zügen auszustatten, statt ihn einfach nur böse zu machen (und immer sind es Frau und Kinder), ist ein eher neueres Phänomen. Gegen das im Grunde nichts einzuwenden ist, wenn es richtig und glaubhaft gemacht wird. Das ist hier jedoch leider nicht der Fall. So wirklich spielt das auch keine Rolle, denn um Nero oder die Motivation des Zeitschiffes geht es im Grunde nicht. Die "Narada" ist nur dazu da, um den alten Draufgänger Kirk zu fordern und widerum ihm die Motivation zu geben, aus gewissen Grenzen auszubrechen - Nero tötete Kirk Vater, jetzt tötet Kirk ihn.
Es bleibt bei manchen Szenen im Film leider nichts anderes übrig, als mehr oder weniger heimlich mit den Augen zu rollen. Das ist leider immer so, wenn es um Kassenschlager geht, denn da wird für gewöhnlich jedes Klischee ausgeschlachtet, das es gibt. Dieses auf ein Massenpublikum zugeschnittene - das ebenfalls im Interview angesprochen wird, es ist also Absicht - gefällt unter Umständen nicht jedem. Mir nicht.
Als weiblicher Star Trek Fan bin ich überdies von der Rolle der Frauen entsetzt, denn hier hat sich überhaupt nichts erneuert oder unserer Zeit angepasst. Uhura, die für mich immer eine große Sympathieträgerin und voller Charisma war, ist hier als überaus schöne und zunächst etwas kühle Frau dargestellt (und sonst nichts) und alle Männer wollen sie. Es hält sie leider nichts davon ab, sich durch die Führungselite des Schiffes zu schlafen. Dass auch sie einiges drauf hat, wird leider ziemlich unter den Raumschiffteppich gekehrt.
Der Film setzt auf Muskeln und Action, verwendet dazu viele gut gemachte Computergrafiken und unterhält so durchaus. Die sowohl bekannten, als auch die neuen Schauspieler verstehen etwas von ihrem Handwerk und sind dazu noch etwas fürs Auge. Die geliebten Helden von früher in einer neuen Geschichte zu sehen und dann auch noch in ihren jungen Jahren hat viel für sich. Aber es hat eben auch dafür gesorgt, dass sich nach dem Ende große Enttäuschung im Herzen des Alt-Fans breit macht. Es liegt nicht nur daran, dass man sich unheimlich alt vorkommt und sich fragen muss, ob man zum "alten Eisen" gehört, da plötzlich alles, was vorher da gewesen ist, umgeschmissen wird. Es soll, auch diese Information stammt aus dem Interview, ein neues, jüngeres Publikum in die Kinos und zum Genre gezogen werden. Indem man alles besser macht, als es früher war. Aha.
Wenn man diesen, nicht zu unterschätzenden Fakt weglässt und sich einfach auf die Geschichte einlässt, kann man sich trotzdem auf knapp zwei Stunden Unterhaltung freuen. Es ist aber leider bittere Kost, die dieser wie ein Pilotfilm wirkende Film bietet. Ich wünschte, ich hätte ihn nicht gesehen.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Die Stunde der Wölfe - Carrie Vaughn


Titel: Die Stunde der Wölfe
Autor: Carrie Vaughn
Originaltitel: Kitty and the Midnight Hour
Verlag: Heyne
ISBN: 9783453524897
Euro: 12,00
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2008
Seiten: 352
Serie: Midnight Hour 01
Come in: Gekauft








Inhalt

Kitty Norville lebt sehr zurückgezogen. Nur wenn sie ihre Mitternachtssendung im lokalen Radiosender macht, blüht sie etwas auf.
Als sie eines Abends etwas aus einem Schundblatt vorliest und ihre Hörer um Meinungen zum dort thematisierten Fledermausmann bittet, hat sie schließlich (angebliche) Werwölfe und Vampire in der Leitung.
Zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand, dass sie weiß, mit welchen Nöten und Ängsten sich diese herumschlagen müssen, denn Kitty ist selbst eine Werwölfin. Und ihr Rudelführer, dem sie komplett unterworfen ist, zeigt sich wenig begeistert, schließlich soll niemand erfahren, dass es die unterschiedlichen phantastischen Wesen der Nacht wirklich gibt.
Kittys Boss beim Radiosender jedoch ist hocherfreut, da so viele Leute wie nie der Sendung gelauscht haben. Nun soll Kitty regelmäßig eine Sendung machen, in der sie mit Vampiren, Hexen oder Angehörigen von frisch Verwandelten über deren Probleme spricht.
Ihren Rudelführer und seine Gefährtin kann sie noch mit einem Teil ihres Lohns mäßigen, doch auch der Anführer der Vampirgemeinde will verhindern, dass die Sendung weiter ausgestrahlt wird.
Als Radiosender des ganzes Landes Kittys "Midnight Hour" ausstrahlen wollen, befindet sich die junge Frau plötzlich in Lebensgefahr. Der erste Anschlag schlägt fehl und Kitty tut sich mit ihrem Attentäter zusammen, um sich ihren Gegnern Auge um Auge zu stellen. Dabei lernen sich beide etwas näher kennen ...

Cover

Leider fällt bei mir die gesamte Aufmachung des Buches durch. Handelt es sich noch im Original um ein stinknormales Taschenbuch, wurde es hier künstlich auf viele Seiten aufgebläht und in eine sehr unhandliche, weil sowohl schwere, als auch für die Tasche zu große Form gebracht. Mit diesen riesigen Buchstaben und dem großen Zeilenabstand war der Preis von zwölf Euronen dann keineswegs gerechtfertigt. Und wer weiß, vielleicht würden mehr Leser zu einer preiswerten TB-Ausgabe greifen.
Das Coverbild kann im Vergleich zum Original nur verlieren. Zwar prangt im Hintergrund ein überdimensional großer Mond, aber der Zusammenhang von diesem und der Frau wird nicht klar. Das Originalcover hat einen Wolf abgebildet ...
Leider verändert dieses Cover im Fortlaufen der Serie nur die Farbe, aber sonst nichts. Der Preis übrigens bleibt gleich ...


Meinung


Zunächst macht Kitty nicht viel her, die Gefahr ist sogar groß, sie am Beginn der Geschichte für das zu verachten, was sie tut oder eben gerade nicht. So schließt beispielsweise die komplette Unterwerfung ihres Rudelführers nicht nur das Teilen der Beute nach der gemeinsamen Jagd ein, sondern auch die körperliche Hingabe. Da wird weiblichen Mitgliedern wenig Wahl gelassen, alle männliche Mitglieder, die in der Rangfolge über ihr stehen und wollen, dürfen. (Nein, solche Szenen gibt es hier nicht.)
Doch schon nach einigen Seiten wird klar, dass der Fall hier nicht so klar ist. Denn nach und nach lüftet Carrie Vaughn ein Stück vom Leben, welches ihre Heldin bisher geführt hat. Der Schock- und Schwebezustand, in dem sie verharrt, bedingt ihr Verhalten. Als man Kitty jedoch ihre geliebte Sendung wegnehmen will, erwacht die Wölfin in ihr und auch ihr Geist (und ihr Herz) lassen den Dornröschenschlaf hinter sich. Sie fängt an sich zu wehren, auch wenn sie dazu in sehr engen Bahnen agieren muss. Nicht nur, dass sie glaubt, ohne Rudel nicht überleben zu können, macht es ihr die Vampirgemeinde auch nicht leichter. Hinzu kommt, dass die Gefährtin und Alphaweibchen des Rudelführers spürt, dass Kitty sie eines Tages fordern könnte.
Die Stärke dieses Romans liegt nicht in den rar gesähten Actionszenen und auch nicht in den unterhaltsamen Zwiegesprächen der Radiomoderatorin mit ihren Anrufern. Es ist die Entwicklung, die Kitty innerhalb der Geschichte durchmacht. Sehr glaubhaft wandelt sich die graue, schüchterne Maus in eine starke und kämpferische Natur. Dabei gelingt ihr jedoch nicht alles und nicht jeder Kampf wird gewonnen, doch das sind trotzdem alles kleine Meilensteine, die Kitty nach und nach absolviert.
Dabei hat sie natürlich Hilfe. Zu Beginn muss sie beständig gerettet oder in Schutz genommen werden. Zwar hält dieser Zustand bis zum Ende an, doch fordert Kitty ihn nicht mehr heraus und tritt selbst viel mehr in Aktion.
Eine romantische Liebesgeschichte gibt es (noch?) nicht, dafür erste Flirtereien mit ihrem (ehemaligen) Attentäter, der sicher auch in den Folgebänden hier und da auftauchen wird.
Die Sendung ist äußerst amüsant und kurzweilig geschildert. Allerdings auf diese "es passiert eigentlich nicht viel und die Handlung wird kaum voran getrieben" Art und Weise, die nicht bei allen Leser Gefallen findet. Doch wer sich darauf einlässt, wird viel Spaß haben. Hier geht es um Alltagsprobleme von frisch Verwandelten oder Werwölfen, die Angst haben, ihrem Ehepartner zu gestehen, dass sie bereits seit zwei Jahren den Mond anheulen. Dinge, auf die man erst mal kommen muss. Die Autorin hat sich da eine Menge einfallen lassen und es bleibt zu hoffen, dass dies in der Fortsetzung beibehalten wird.
Nur eine Sache habe ich nicht ganz verstanden (über diesen Umstand bin ich aber gut hinweggekommen, weil er im Prinzip (noch) keine Rolle spielt): Die (Urban Fantasy) Welt weiß nichts von Werwölfen und Vampiren - allenfalls wie wir. Es gibt Bücher und Filme und das war's auch schon. Doch dann gibt es Kitty und ihre Sendung und sie gewinnt immer mehr Zuhörer. Sie wird sogar in Talkshows eingeladen.
Heißt das nun, dass "die Welt" an die Existenz dieser Wesen zu glauben beginnt? Oder bleibt es weiterhin eine Ausgeburt der Phantasie, mit der sie glauben, dass jemand nur Geld machen und die Zuhörer unterhalten will?
"Die Stunde der Wölfe" ist kein Meilenstein im Genre, bietet aber genug Abwechslung von diversen anderen Romanen. Diese Absetzung bewirkt, dass Buch und Autorin im Kopf des Lesers verweilen und löst sie allein dadurch aus dem Schatten so manch anderer Geschichte. Locker und abwechslungsreich geschildert, genau richtig für kurzweilige Unterhaltung, wenn mal wieder nichts im TV läuft.





Midnight Hour:
1. Die Stunde der Wölfe (Kitty and the Midnight Hour)
2. Die Stunde der Vampire (Kitty Goes to Washington)
3. Die Stunde der Jäger (Kitty Takes a Holiday)
4. Die Stunde der Hexen (Kitty and the Silver Bullet)
5. Die Stunde der Spieler (Kitty and the Dead Man's Hand)
6. Die Stunde des Zwielichts (Kitty Raises Hell)
7. Kitty's House of Horrors
8. Kitty Goes to War
9. Kittys Big Trouble





http://www.carrievaughn.com/
Als Tochter eines US-Air Force Piloten wuchs Carrie Vaughn zusammen mit ihrem jüngeren Bruder nomadisch auf. Carrie Vaughn wurde 1973 in Kalifornien geboren. Nach ihrem Studium in L.A., York (England) und Boulder (Colorado) hatte sie zunächst diverse Jobs in der Kultur- und Theaterszene, ehe sie sich dem Schreiben zuwandte. Der Durchbruch als Autorin gelang ihr mit der Serie um die Radiomoderatorin und Werwölfin Kitty Norville. Seither zählt sie zu den beliebtesten Mystery-Autorinnen in den USA.

Montag, 16. Mai 2011

(Autorenplausch) Maja Winter: Die Drachenjägerin


Titel: Das Hohe Spiel (Die Drachenjägerin 01)
Autor: Maja Winter
Originaltitel, 544 Seiten
ISBN: 3442268133
Euro: 13,00
















Wie kommt man dazu, Drachenfantasy zu schreiben? Meistens sind andere Bücher daran schuld, so auch bei mir. Ich weiß nicht mehr, ob Katla mein erster Drache war, aber auf jeden Fall hinterließ jenes Ungeheuer aus „Die Brüder Löwenherz“ einen bleibenden Eindruck bei mir. Als ich damals, mit sieben oder acht Jahren, ins Buch eintauchte und zusammen mit Krümel und Jonathan auszog, um das Ungeheuer zu besiegen, war es um mich geschehen. Meine erste eigene Grundschul-Drachengeschichte spielte denn auch im Land Nangijala, und darin war ich höchstpersönlich die gefürchtete Drachentöterin, die todesmutig gegen den schlimmsten Drachen aller Zeiten antrat. Die Geschichte endete mit einem spannenden Cliffhanger: „Und die Höhle explodierte.“ Leider gibt es davon keine Fortsetzung.
Seitdem hat meine Begeisterung für Drachen nicht nachgelassen, habe ich unzählige Romane gelesen und Filme gesehen, nur weil Drachen darin vorkommen – manchmal war ich sehr enttäuscht, manchmal begeistert. Mit achtzehn habe ich dann meinen ersten Drachenroman verfasst (möge er selig in seiner Schublade schlummern), in dem die Drachen denen aus der „Drachenjägerin“ schon recht ähnlich sahen. In der Tat haben es ein paar Ideen von damals über die Welt und die Drachen in meine Trilogie geschafft, auch wenn die Drachenjägerin-Romane mit diesem Frühwerk sonst kaum etwas gemeinsam haben.
Inzwischen habe ich mir natürlich längst abgewöhnt, selbst in meinen Geschichten aufzutreten. Das wäre mir auf Dauer auch zu langweilig. Ich lasse mich lieber von Figuren überraschen, die ich noch nicht kenne. Linnia Harlon hat quasi an meine Tür geklopft und wollte unbedingt gegen Drachen kämpfen. Sie hat einen ganzen Koffer voller Motive mitgebracht: Rache und den Wunsch, andere zu beschützen; auch der Drang, es ihrem Vater gleichzutun und sich selbst etwas zu beweisen, gehört untrennbar zu ihrem Wesen. Und sie will unbedingt den Drachen loswerden, der wie ein Fluch über ihr schwebt.
Ich war gerne bereit, ihr zu helfen. Um Linn besser zu verstehen, bin ich, sobald ich wusste, dass sie aus einer Müllersfamilie stammt, erst mal losgezogen und habe mir verschiedene alte Wassermühlen angesehen, die an Besuchertagen geöffnet sind. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt und anhört, wenn das Rad in Betrieb ist, und wie es in einer Mühle riecht - staubig, nach Getreide? Auch wenn die Mühle nur am Rande in der Geschichte vorkommt, hatte ich so immer das Zuhause, aus dem meine Heldin stammt, vor Augen. Eine Welt, die sie nie vergisst, nach der sie sich immer zurücksehnen wird, die ihr wie ein Mühlstein am Bein hängt. Erst jetzt, da ich ihre Herkunft kannte, konnte ich sie in die weite Welt hinausschicken.
Während ich die „Drachenjägerin“ schrieb, ist Linn mir immer mehr ans Herz gewachsen mit ihrem unbeirrbaren Optimismus und ihrem Starrsinn, auch wenn sie es sich damit in Herzensangelegenheiten schwerer als nötig macht – mehr will ich hier nicht verraten. Denn Romantik gehört für mich zu einer guten Geschichte dazu.
Ohne Freunde und Helfer würde Linn in der fremden Hauptstadt allerdings nie ihr Ziel erreichen. Eine weitere Figur, die ich besonders liebgewonnen habe, ist der Narr. Auf die Begegnung mit ihm habe ich mich an jedem Arbeitstag aufs Neue gefreut. Weit weniger sympathisch ist der Drache Nat Kyah. Er ist ein niederträchtiges Ungeheuer, aber auch wenn Linn ihn von ganzem Herzen hasst, ich mag ihn irgendwie. Natürlich. Die alte Faszination für Drachen ist immer noch wirksam. Wie könnte man auch Drachenromane schreiben, ohne diese Biester zu lieben?




Maja Winter bei Blanvalet:
1. Das Hohe Spiel (16. Mai 2011)
2. Das geheime Bündnis (18. Juli 2011)
3. Das unterirdische Reich (19.September 2011)




Samstag, 14. Mai 2011

Neu bei mir eingezogen ...


"Silver Dragons 02. Viel Rauch um Nichts" von Katie MacAlister habe ich schon gelesen und endlich auch das Buch, damit sich Teil 1 nicht so alleine fühlt. ;-)
Die Doppelgängerin May ist die Seelengefährtin des Silberdrachens Gabriel. Doch auch der attraktive Dämon Magoth gibt sich die größte Mühe, May für sich zu gewinnen. Und dieser fällt es immer schwerer, seinen Verführungsversuchen zu widerstehen. Umso erschütterter ist sie, als Gabriel sie bittet, dem Werben des Dämons nachzugeben. Was führt der Silberdrache im Schilde?

"I care for you" von Ayano Saijo kommt von TT zu mir. Und läuft unter dem Motto: Die Welt ist ein Dorf. Denn dort stellte sich heraus, dass die TPlerin ebenfalls Bloggerin ist und wir in letzter Zeit oft Gast beim jeweils anderen sind. :)
Welches Mädchen wünscht sich nicht einen starken Beschützer, der alles Übel von ihr fernhält? Vor allem Kotome hat so einen bitter nötig, schließlich hat sie ausgerechnet am Tag der Aufnahmeprüfung für eine gute Oberschule Fieber und muss jetzt auf eine ziemlich miese Schule gehen ... Dort hätte sie unter den vielen Rüpeln schlechte Karten, hätte nicht Takashi, Anführer der übelsten Gang von allen, ein (wachsames) Auge auf sie geworfen! Ein echter Kerl zum Dahinschmelzen - ein Romance-Manga von Ayano Saijo zum Verlieben!

Von der Autorin Sharon Ashwood gibt es gleich zwei Werke, von denen eines allerdings so extrem nach Deadline reingeschneit ist, dass es schon wieder ärgerlich ist. Das schaffe ich nie und es artet in Stress aus.
Teil 2: Vampirdämmerung
Teil 3: Seelenkuss
Ashe Carver ist eine hervorragende Monsterjägerin. Doch nun hat sie ihren Job an den Nagel gehängt, denn sie befindet sich mitten in einem Sorgerechtsstreit um ihre Tochter Eden und muss beweisen, dass sie eine ebenso gute Mutter wie Jägerin sein kann. Deshalb reagiert sie auch zunächst abweisend, als der gutaussehende Reynard sie bittet, ein gestohlenes Objekt für ihn zu finden. Doch die Tage des Unsterblichen sind gezählt, wenn Ashe ihm nicht hilft. Denn Reynard wurde etwas Unersetzliches geraubt … seine Seele.

"Küsse auf Eis" von Rachel Gibson kommt als ME zu mir. Da ich die Autorin schon länger mal ausprobieren wollte, war das eine gute Gelegenheit. Allerdings ist das Buch wirklich beschädigt.
Zugegeben, der 80-jährige Virgil ist für die 25-jährige Faith Duffy vielleicht ein bisschen alt. Aber schließlich kennt Liebe keine Grenzen und Faith liebt ihn heiß und innig – bis dass der Tod sie scheidet. Dies passiert schon fünf Jahre nach ihrer Hochzeit, und Faith steht allein da. Fast allein, denn Virgil hat Faith zur Erbin seiner Eishockeymannschaft gemacht. Die Jungs sind von ihrer neuen Trainerin überhaupt nicht begeistert, und vor allem mit dem attraktiven Ty Savage kommt es immer wieder zu Reibereien. Aber wo Reibereien sind, da sprühen auch Funken ...

"Chicagoland Vampires 2: Verbotene Bisse" von Chloe Neill hat mir viel Freude bereitet, einfach dadurch, dass es hier angekommen ist. Hoffentlich schafft es die Autorin den tollen ersten Teil genauso stark fortzusetzen.
Nach ihrer Verwandlung in eine Vampirin zieht Merit in das Haus Cadogan ein. Im Auftrag ihres neuen "Meisters", dem Vampir Ethan Sullivan, soll sie fortan die Rolle der Vermittlerin zwischen Menschen und Vampiren spielen. Doch irgendjemand hat es darauf abgesehen, Zwietracht zwischen Sterblichen und Unsterblichen zu säen, und droht, eines der dunkelsten Geheimnisse der Vampire an die Öffentlichkeit zu bringen. Zu allem Überfluss beginnt Merit eine Affäre mit dem neuen Oberhaupt von Haus Navarre. Schon bald muss sie jedoch feststellen, dass sie noch immer Gefühle für Ethan hegt, dessen widersprüchliche Natur ihr wieder und wieder Rätsel aufgibt ...

Mittwoch, 11. Mai 2011

Neues Egmont-Label: INK


Aus der Pressemitteilung des Verlages:
Bühne frei für INK: Die EGMONT Verlagsgesellschaften starten ein neues Label für jugendliche Leser
Der Herbst 2011 bringt für die EGMONT Verlagsgesellschaften ein besonderes Highlight. Neben den fünf Verlagsmarken SchneiderBuch, VGS, EGMONT Manga & Anime, Ehapa Comic Collection und LYX präsentieren die Verlagsgesellschaften ein neues, aufregendes Label. Bühne frei für INK! Es steht für hoch spannende und durch und durch emotionale Bücher für junge Leserinnen von 12 bis 16 Jahren. INK setzt auf erstklassige Unterhaltung mit Bestsellerpotenzial, eine trendgerechte Mischung großer Namen und verheißungsvoller Talente.
Mit dem Spitzentitel des ersten Programms feiert INK gleich eine Weltpremiere: Die international bekannte Bestsellerautorin Elizabeth George veröffentlicht eine Romanserie für jugendliche Leser. „Whisper Island – Sturmwarnung“ erscheint im November 2011 bei INK noch vor der amerikanischen Ausgabe! Flankiert wird „Whisper Island“ von vier weiteren Romanen, die bereits im August 2011 auf den Markt kommen. Alle INK-Titel werden als Hardcover mit Schutzumschlag und in hochwertiger Ausstattung erscheinen.
Verantwortlich für das neue Label zeichnen Programmleiterin Katharina Braun und Verleger Volker Busch, der bei den EGMONT Verlagsgesellschaften maßgeblich zum Aufbau der Marke LYX beigetragen hat. „Für INK nutzen wir die Erfahrungen, die wir mit der Erfolgsgeschichte von LYX gemacht haben“, so Volker Busch. „Wir haben den Jugendbuchmarkt für unser Vorhaben genau analysiert und positionieren uns dort, wo wir am besten sind: ganz nah an unserer Zielgruppe. Mit INK versprechen wir genau das, was wir
können und wofür uns unsere Leserinnen lieben: Bücher zur lustvollen Unterhaltung.“
Auf die Nähe zur jungen Zielgruppe setzt auch die Einführungskampagne des Labels. Im Mittelpunkt steht ein Alternate Reality Game rund um „Whisper Island“. Daneben setzt INK vor allem auf die direkte Ansprache der Leser via Facebook, Twitter oder YouTube und greift dabei auch auf die passionierte LYX-Fangemeinde zurück, die inzwischen zu den größten Verlagscommunitys bei Facebook gehört.
Mehr Infos unter http://www.egmont-ink.de



Sturmwarnung (Whisper Island 01) - Elizabeth George (04.11.2011)
Becca King hat eine Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Rauschen, dem sie nicht entrinnen kann. Jetzt ist Becca auf der Flucht, weil ihr Stiefvater ihre Fähigkeiten skrupellos ausnutzen wollte. Sie hat eine neue Haarfarbe und eine neue Identität. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel hofft Becca, Unterschlupf bei einer Freundin ihrer Mutter zu finden. Doch als sie dort ankommt, erfährt sie, dass die Freundin drei Wochen zuvor gestorben ist. Verzweifelt versucht Becca, ihre Mutter zu erreichen – ohne Erfolg: Das Handy ist tot ...



Ashes-Brennendes Herz - Ilsa J. Bick (04.08.2011)
Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Die geerbte Braut - Elizabeth Rolls


Titel: Die geerbte Braut
Autor: Elizabeth Rolls
Originaltitel: The Dutiful Rake
Verlag: Cora
ISBN: 9783899417739
Euro: 4,90
Veröffentlichungsdatum: Januar 2009
Seiten: 252
Kein Serientitel
Come in: Gekauft


Inhalt



Als Marcus St. John Langley, der achte Earl of Rutherford zu dem verwahrlosten Anwesen seines verstorbenen Großonkels reist, um dessen letzte Angelegenheiten zu ordnen, staunt er nicht schlecht. Der alte Mann hatte seine Eigenarten und eine davon war, die verwaiste Nichte seiner Frau bei sich aufzunehmen, sie jedoch wie eine Dienstmagd leben und arbeiten zu lassen. Die junge Marguerite Fellowes ist aufgrund der schlechten Behandlung sterbenskrank und Marcus sieht sich genötigt, sie gesund zu pflegen.
Doch sein Ruf als Frauenheld und Herzensbrecher eilt ihm voraus und Marguerite ist ruiniert. Da er ohnehin heiraten wollte, bittet er die willensstarke Frau um ihre Hand - die Vergangenheit ihrer Eltern geflissentlich ignorierend. Sobald sie ihm einen Sohn geschenkt hat, sagt er ihr, stehe es ihr frei, sich diskret außerhalb der Ehe zu vergnügen, er würde dies ebenfalls tun.
Was er nicht weiß ist, dass sich Marguerite längst in ihn verliebt hat und alles tun würde, um sein Herz für sich zu gewinnen. Doch das ist nicht die einzige Hürde, vor der das junge Aschenputtel steht, denn die Ehe wird von vielen Neidern nicht gern gesehen ...

Cover

Wie für die Lords-und-Ladys-Reihe üblich, wurde das Cover dreigeteilt. Unten ein gemalt wirkendes Bild einer jungen Frau, die ein Buch im Schoß haltend, harmonisch im blühenden Garten sitzt. Mittig der Titel mit dem Regency-Wappen und oben ein Paar in inniger Verbundenheit.
Wer genau für die Bilder verantwortlich ist, lässt sich leider nicht genau sagen, da mehrere Agenturen angegeben sind. Zumindest eine der Abbildungen jedoch scheint vom Originalverlag zu stammen.



Meinung



Die Geschichte besticht schon nach wenigen Seiten durch ihre auffällige, gelungene Sprache, die nicht besser zu einer Reihe wie dieser passen könnte. Auch die Charaktere fügen sich in dieses Bild, so dass der Grundstein zu einer Handlung gelegt ist, die voller Höhen und Tiefen erzählt wird.
Marguerite erinnert am Beginn des Romans an Figuren einiger Klassiker des Genres, macht dann eine glaubhafte, aber nicht zu weit gedehnte Veränderung durch. Als Lady Rutherford hat sie viel zu lernen und auch, wenn ihr einiges davon nicht gefällt, meistert sie es doch mit Bravour.
Marcus ist einer jener Helden, die sich nicht eingestehen können oder wollen, dass auch sie zu wahren Gefühlen fähig sind. Und noch weniger, dass sie von Anfang an in ihre Frauen verliebt waren. Er wirkt wie ein Mann, der weiß was er vom Leben will, der sowohl für sich und auch andere einstehen kann.
Die Beziehung ist zwar voller Emotionen, aber leider auch voller Missverständnisse. Das bringt jede Menge verletzter Gefühle und großen Herzschmerz mit sich; wem das nicht liegt, der sollte die Hände vom Roman lassen, da es doch ziemlich mitreißend ist. Die Dinge, die sich beide im verletzten Stolz sagen, sind weniger schön, gehören aber in die Geschichte.
Leider, leider war die große Versöhnung, auf die alles ja unweigerlich zusteuern musste, nur ein kleines Verpuffen und somit nicht befriedigend. Der Anstoß kam von außen und war ohne große Probleme umgesetzt. Warum dann überhaupt ein Zureden nötig war? Die Enttäuschung jedenfalls war groß, als sich Marcus und Marguerite küssend in die Arme sanken, obwohl genau das ja eigentlich erhofft wird.
Die Motivation des größten Feindes von Marcus ist leider nicht nachvollziehbar gewesen. Warum dieser ihm und vor allem seiner Frau so sehr schaden wollte, hat sich leider nicht erschließen lassen und verlor so etwas an Glaubhaftigkeit.
Es gibt keine erotischen Szenen im Buch, bevor diese beginnen, wird diskret ausgeblendet. Vermisst wurden sie von mir nicht, auch wenn ich nichts gegen sie einzuwenden gehabt hätte.
Was ein bisschen irritierend, aber trotzdem machbar umgesetzt wurde, waren einige Perspektivenwechsel mitten im Kapitel und ohne Leerzeile dazwischen. Wenn zunächst auf die Gedanken der Herrin, die nicht weiß, was ein Ankleidezimmer ist und sofort danach auf das Zimmermädchen, das dies, ebenfalls gedanklich, bedauert, umgeleitet wird, braucht es schon einige Contenance. Es hält sich in Grenzen, ist aber an einigen Stellen im Buch vorhanden.
Insgesamt handelt es sich bei "Die geerbte Braut" um eine vielschichtige Erzählung, die voller tiefer Gefühle und mehrerer Höhepunkte steckt. In einem Rutsch durchgelesen.





http://www.elizabethrolls.com/
Elizabeth Rolls, Tochter eines Diplomaten, wurde zwar in England geboren, kam aber schon im zarten Alter von 15 Monaten in die australische Heimat ihrer Eltern. In ihrer Jugend, die sie überwiegend in Melbourne verbrachte, interessierte sie sich in erster Linie für Tiere – Hunde, Katzen und Pferde – las viel und schrieb kleine Geschichten. Mit 14 trat sie in den Schulchor ein und entdeckte ihre Leidenschaft für Musik. Sie nahm Klavier- und Gesangsstunden und studierte schließlich Musikwissenschaft an der Universität von Melbourne, um anschließend als Musiklehrerin zu arbeiten.
Zwischenzeitlich heiratete sie den Nuklearphysiker Paul, bekam zwei Söhne – und entdeckte ihre Lust am Schreiben neu. Angeregt von ihrer Freundin Meg, verfasste sie ihren ersten historischen Liebesroman, der einen englischen Verleger fand: Mills & Boon. Elizabeth war überglücklich und schwebte wie auf Wolken. Nun verbringt sie ihre gesamte Freizeit damit, weitere Romane zu verfassen. Sie entspannt sich am liebsten bei einer guten Tasse Tee – nicht aus dem Beutel, sondern in einer kleinen Zeremonie auf die traditionelle englische Art zubereitet.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Cassandra Palmer (Karen Chance) kehrt zurück


Obwohl als Abschlussband angekündigt, war den Fans nach dem Lesen des vierten Bandes der Cassie-Palmer-Serie von Karen Chance sicher klar, dass das keinswegs der Fall ist. Und auch die Autorin sagte mir damals: "In answer to your questions, I can't talk a lot about the next Cassie book, as I try never to spoil upcoming novels. But Pritkin is back, along with most of the usual cast, and he plays an important role. I have nine books total planned for Cassie, which work with the Dory books to tell one big story."
(Sie spricht leider nie über noch kommende Bücher, aber Pritkin wird auf jeden Fall wieder dabei sein und eine wichtige Rolle spielen. Insgesamt sind neun Bücher insgesamt für Cassie geplant.)
Nun wird "Hunt the Moon", der fünfte Band der Serie am 07. Juni 2011 im Original erscheinen. Zeit für eine kleine Nachfrage beim deutschen Verlag, ob und wann dieser übersetzt wird: "Ja, es wird auch bei Piper einen 5. Band geben - Headline: Cassie Palmer ist zurück. Der Band hat den Titel "Verlockend untot" und erscheint im Februar 2012."
Wenn das keine guten Neuigkeiten sind!
Was das Cover angeht, so hat sich Piper bisher stark ans Original gehalten und es bleibt zu hoffen, dass das auch diesmal wieder der Fall sein wird. Zumindest ist man sich dem Titelzusatz "untot" treu geblieben.

"Hunt the Moon" von Karen Chance
Cassandra Palmer recently defeated a god, which you'd think would buy a girl a little time off. But it doesn't work that way when your new job description is Pythia — the world's chief clairvoyant. Cassie is busier than ever, trying to learn about her power, preparing for her upcoming coronation, and figuring out her relationship with the enigmatic sexy master vampire, Mircea.
But someone doesn't want Cassie to become Pythia, and is willing to go to any lengths to make sure the coronation ceremony never happens—including attacking her mother before Cassie is even born.
(Laut Autorenhomepage)


Cassandra-Palmer-Serie:
1. Untot mit Biss (Touch the Dark)
2. Hinreißend untot (Claimed by Shadows)
3. Für immer untot (Embrace the Night)
4. Unwiderstehlich untot (Curse the Dawn)
5. Verlockend untot (Hunt the Moon)