Mittwoch, 23. März 2011

Warum Frauen nach Wissen streben (Buchgedanken)


In "Zauberhafte Versuchung" von Robyn Dehart geht es um die Büchse der Pandora. Die Heldin Esme, eine siebenundzwanzigjährige unverheiratete Frau, ist so etwas wie eine Koryphäe auf dem Gebiet. Darum entschließt sich der Held ja auch, sie zu beschützen. Aber warum ist eine Frau 1887 eigentlich eine so intelligente Wissenschaftlerin, die weit mehr drauf hat, als so mancher Mann?:
Esme hält ein geheimnisvolles Kästchen in der Hand. "Ihre Theorie war richtig. Sie musste es sein. In diesem Kästchen lag Pandoras Zauber, der Schlüssel dazu, unwiderstehlich auf Männer zu wirken."
An dieser Stelle ist mir die Kinnlade heruntergeklappt. Was?! Weiter geht's mit einer Beschreibung, dass manchen Frauen Unwiderstehlichkeit in die Wiege gelegt wurde, wie etwa Esmes Schwester. Die war immer von Verehrern umgeben, während sie selbst nie zum tanzen aufgefordert wurde.
Mah!
Eine gestande Frau, die für sich selbst sorgt, gebildet, Koryphäe und so weiter glaubt ernsthaft, dass sie einer Sage folgen sollte, um endlich einen Mann zu finden? Und das Wissenschaftlerding soll sie dann auch noch anziehend für Männer ihres Jahrunderts machen (die "Blaustrümpfe" nicht mal mit der Kneifzange angefasst hätten)?
An dieser Stelle neigte ich dann dazu, das Buch ersteinmal zur Seite zu legen. Da ich dazu aber gern das Kapitel zuende lese, kam ich noch zu einer hochinteressanten Stelle, die einiges für den Fortlauf der Geschichte verspricht. Wenn sich das noch bewahrheitet, ist sicher noch nicht alles verloren.



Übrigens: Was ist das wieder für ein Cover-Unding? Ja, es gefällt mir gut, aber es passt ja nicht einmal annähernd zum Inhalt. Leser, die einen schönen, harmonischen Liebesroman in dem abgebildeten Setting erwarten, könnten enttäuscht sein.
Das ist nämlich mehr ein Abenteuerroman - in dem geschossen, entführt und auf Expeditionen ausgegraben wird - der viele bekannte Elemente aus einem LiRo enthält. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, bisher bin ich ja erst im ersten Drittel.


Sonntag, 20. März 2011

"Schwestern des Mondes" Cover Band 10


Auf der Homepage der Autorin ist nun das Cover ihres 10. Bandes der "Schwestern des Mondes" Reihe veröffentlicht worden. Auch für deutsche Fans ist das nicht uninteressant, sind es doch diese Bilder, die auch wir in leicht veränderter Form auf unseren Büchern zu sehen bekommen.
Das Buch erscheint übrigens im Original im Herbst 2011. Hoffen wir, dass das mit der Übersetzung nicht so lange dauert.
Welche Musik Yasmine Galenorn beim Schreiben gehört hat, ist ebenfalls unter obigem Link anzusehen.




1. Witchling - Die Hexe
2. Changeling - Die Katze
3. Darkling - Die Vampirin
4. Dragon Wytch - Hexenküsse
5. Night Huntress - Katzenkrallen
6. Demon Mistress - Vampirliebe
7. Bone Magic - Hexenzorn (Mai 2011)
8. Harvest Hunting
9. Bloodwyne (Feb 2011)
10. Courting Darkness (Okt 2011)
11. Shaded Vision (Feb. 2012)
12. Shadow Rising (Okt 2012)


Donnerstag, 17. März 2011

Der Kuss der Vampirin (Anna-Strong-Reihe 04) - Jeanne C. Stein


Titel: Der Kuss der Vampirin
Autor: Jeanne C. Stein
Originaltitel: Legacy
Verlag: Knaur
ISBN: 3426506831
Euro: 8,95
Veröffentlichungsdatum: Juli 2010
Seiten: 368
Serie: Anna Strong 04
Come in: Gekauft




Inhalt

Die Vampirin Anna Strong staunt nicht schlecht, als sich Gloria Estrella, die verhasste (Ex-?)Freundin ihres Geschäftspartners David an sie wendet. Die Glamourfee hat Schwierigkeiten mit ihrer Ex-Affäre Rory O'Sullivan, der sie beschuldigt, Geld unterschlagen zu haben. Noch während Anna vor Wut schäumt, da David nichts von der Affäre wusste, steht die Polizei in der Tür. Der reiche und einflussreiche O'Sullivan ist ermordet worden und die Societyfrau Gloria steht ganz oben auf der Liste der Verdächtigen. Als David davon erfährt, gibt er Anna die Schuld, verschwindet in die Wildnis und weigert sich, mit ihr zu sprechen. Der jungen Frau bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Suche nach dem wahren Mörder zu begeben.
Gleichzeitig gibt es noch anderen Ärger: Eine Gruppe Werwölfinnen reist auf ihren Motorrädern in die Stadt. Deren Anführerin Sandra behauptet, mit Avery, Annas Erschaffer, liiert gewesen zu sein und erhebt nun Anspruch auf sein Erbe. Dass die Kopfgeldjägerin ihr dies nur zu gern überlassen würde, glaubt Sandra ihr nicht.
Doch Anna spürt, dass da etwas nicht stimmt. Außerdem übt Sandra eine sehr starke Anziehungskraft auf sie aus, der sie sich kaum entziehen kann. Es scheint, als hätte die Vampirin einen Meister gefunden ...

Cover

In Anbetracht dessen, dass die Serie sehr stark auf Krimi- und Thrilleranteile setzt, wäre es besser gewesen, die ersten Cover beizubehalten. Die sind einfach zum Inhalt passender und fangen die Atmosphäre besser auf.
Das soll nicht heißen, dass mir das Cover nicht gefällt. Zwar sieht das Model etwas unsympathisch aus, aber Farbe und Schrift sind auf einander abgestimmt, im Hintergrund gibt's auch was zu sehen und beim Trend kann es sich auch einreihen.
Der Titel ist auch eher Trend, als Thema, denn küssen muss Anna so gesehen niemanden. Mich irritiert allerdings der Titelzusatz "Ein magischer Thriller", denn magisch ist hier nichts. Keine Magie, kein Zauber, nur eine Vampirin, zwei Gestaltwandler und ein paar Werwölfe. Das frühere "Vampirthriller" war da doch irgendwie stimmiger.

Meinung


Anna versucht trotz ihres Vampirdaseins ein normales Leben als Mensch zu führen. So weiß weder ihre Familie, noch ihr Partner David über ihre Blutgier bescheid. Es ist also nicht verwunderlich, dass das Vampirding sehr stark zum Alibi geworden ist, denn es geht ausgesprochen normal in "Der Kuss der Vampirin" zu. Anna braucht zwar übermenschliche Kräfte, wenn sie allein auf Verbrecherjagd geht oder mal eben aus dem zweiten Stock eines Hauses runterspringen muss. Ansonsten macht ihr Sonnenlicht nicht viel aus, sie kann normale Getränke zu sich nehmen und auch die Dinge, mit denen sie sich herumschlagen muss, passen eher in einen nicht-paranormal-Roman. Da geht dann leider doch Feeling ab und die zwei, drei Szenen mit Blut und Werwolf reißen es dann nicht wirklich heraus. Ich fand das jetzt nicht wirklich schlimm, aber es gibt Leser, denen so etwas wichtig ist und die könnten ein klein wenig enttäuscht sein.
Die Aufklärung des Mordes an Rory O'Sullivan und Glorias Versuche, dabei zu helfen, nicht mehr selbst als Täterin zu gelten, stehen sehr weit im Vordergund. Beinahe gerät der zweite Handlungsstrang um die Werwölfe dabei ins Hintertreffen. Terminlich jedenfalls passt alles perfekt, wenn die jeweiligen Charaktere Anna ein Datum und eine Uhrzeit zum Treffen vorschlagen.
Die Auflösung des Mordes überrascht wenig, wenn beim Rätselraten aber auch hier und da Verwirrung aufkommt und so für Spannung gesorgt ist.
Die Serie setzt eher weniger auf Romantikanteile, daher kann auch nicht wirklich die Rede von einem Liebesleben Annas sein. Ihr Freund, der nun bescheid weiß, verzeiht Anna ihr Schweigen nicht. Da sie aber auf Blut und Lust angewiesen ist, lässt sie sich von ihrem Freund Culebra eine Art Lustknaben zusenden. Der bietet alles, was das weibliche Vampirherz begehrt und es geht genau zweimal zur Sache. Da gibt es dann schon Anlass zu glauben, dass die Szenen nur für die Verkaufszahlen in die Geschichte eingewoben worden sind.
Wer eine lesbische Affäre vermutet, wird enttäuscht sein, denn es gibt keine. Die Anziehungskraft Sandras erklärt sich eher schauderhaft und ein wenig unglaubwürdig, wird aber durch genug Spannung und Action überspielt, so dass das durchaus zu verzeihen ist.
Der vierte Serienteil, der unbedingt in Folge gelesen werden sollte, schafft es nicht, an seinen Vorgänger heranzureichen, bietet aber dennoch wieder gute Unterhaltung. Schon allein, weil Frau Stein auf die üblichen verwaschenen Klischees verzichet und back to origin - vermischt mit kleineren Neuheiten - betreibt, sticht sie aus der Masse heraus. Wenn es auch hier und da kleinere Details zum mäkeln gibt, eines klappt immer: Ein unterhaltsames Lesen, mit einer sehr sympathischen Heldin, die auf Selbstmitleid verzichtet und es mit ihrem Superkräften (die nun mal sein müssen) nicht übertreibt.
Der nächste Teil liegt schon bereit zum lesen, denn ich mag die Serie.


1. Verführung der Nacht (The Becoming)
2. Lockruf des Blutes (Blood Drive)
3. Dunkle Küsse (The Watcher)
4. Der Kuss der Vampirin (Legacy)
5. Blutrotes Verlangen (Retribution)
6. Gesetz der Nacht (Chosen) (August 2011)


http://www.jeannestein.com/
Jeanne C. Stein wuchs in San Diego auf, wo auch ihre Anna-Strong-Romane spielen. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann außerhalb von Denver, Colorado. Neben der Arbeit an ihren Büchern gibt sie einen Newsletter für einen Bierimporteur heraus und hält sich durch Kickboxen in Form.



Dienstag, 15. März 2011

Covergleichheit "in Sünde"


"Eine skandalöse Braut" von Emma Wildes erscheint im August 2011 und ich freue mich schon sehr aufs Lesen. Was ich aber vom ersten Augenblick an nicht mochte, war das Cover. Zwar wirkt die Szenerie sehr idyllisch und das Paar glücklich, doch sieht es so aus, als würde die Frau eine Strumpfhose tragen - die deutlich nach dieser Zeitperiode erfunden worden ist.

Um ein skandalträchtiges Familienerbstück zurückzubekommen, steigt Alexander St. James nachts heimlich in Lord Hathaways Residenz ein. Statt in der Bibliothek des Hausherrn landet er jedoch im Schlafzimmer der Tochter – und überrascht sie in einem sündigen Hauch von nichts. Bezaubert von ihrer Schönheit stiehlt Alex ihr einen Kuss und verschwindet im Dunkel der Nacht. Doch er kann Amalia nicht vergessen und setzt alles daran, dass mehr wird aus diesem einen verführerischen Kuss ...

Als ich auf "Süßes, wildes Herz" von Sandra Hill stieß wurde mir bewusst, dass es auch nicht an der Farbe liegen kann, dass das Cover in meinen Augen leidet. Dort ist nämlich das gleiche Paar abgebildet, wenn auch etwas näher herangezoomt. Dieses Cover übrigens finde ich noch gruseliger, weil die Liebenden sehr schlecht vor einen Hintergrund gesetzt wurden, der offenbar nicht zum Originalfoto gehörte.

Lady Eadyth versteckt ihr hübsches Gesicht unter einem Schleier. Die Mutter eines unehelichen Kindes ist der vornehmen Gesellschaft ein Dorn im Auge. Als der Vater ihres Sohnes damit droht, seine Vaterschaft öffentlich und damit seinen Anspruch auf ihre Ländereien geltend zu machen, sucht Eadyth verzweifelt nach einem Ausweg. Sie beschließt, sich einen Ehemann zu suchen. Als sie ausgerechnet den berüchtigten Eirik of Ravenshire bittet, sie zu heiraten, willigt er ein. Auch er hat noch eine Rechnung mit dem wahren Kindsvater zu begleichen. Was als reine Vernunftehe beginnt, entpuppt sich schon bald als ungezügelte Leidenschaft.

Die Autorinnen kann ich beide empfehlen und es sollte nicht an ihnen liegen, wenn das Buch (optisch) nicht gefällt.

Montag, 14. März 2011

October Daye rettet nicht weiter die Welt


Die im Januar 1978 geborene Autorin Seanan McGuire, die auch unter dem Pseudonym Mira Grant schreibt, ist in Deutschland mit ihrer October-Day-Serie bekannt geworden. Die bei Egmont Lyx erschienen Bücher habe ich bisher sehr gern gelesen, darum trifft mich diese Nachricht vom Verlag hart: "Die October-Daye-Reihe von Seanan McGuire wird, wie es im Moment aussieht, leider nicht fortgeführt."
Und ich fürchte, daran sind allein wir Leser Schuld, denn die Bücher sind offenbar nicht so oft und so gern gelesen (und gekauft!) worden, wie manch anderes Buch im Programm. Liegt es am fehlenden Sexappeal? Die Romane enthalten nämlich zwar die ein oder andere Beziehungskiste, aber nur sehr verhalten.
Liebe Urban Fantasy/ Paranormal Leser, bitte geht nicht am dritten Teil vorbei, der im April 2011 erscheint. Meine Meinung dazu könnt Ihr im LoveLetter nachlesen.
Die Charaktere der Serie und deren jeweiliger Background, die sie umgebende Welt und nicht zuletzt die Heldin stechen auf jeden Fall aus dem Einheitsbrei heraus. Selbstverständlich gibt es auch Männer in Octobers (Tobys) Leben, aber sie lässt sich eben Zeit und fällt nicht auf den Nächstbesten herein; ich finde, das spricht für sie. Außerdem gibt es da generell noch das ein oder andere Hindernis.
Actionsfans und jene, die gerne spannende Geschichten mögen, kommen auch in jedem Serienteil auf ihre Kosten.



Was sind Eure Erfahrungen mit Autorin und/oder Serie?



October-Daye-Serie (Daten laut Autoren-HP)
1. Winterfluch (Rosemary and Rue)
2. Nebelbann (A Local Habitation)
3. Nachtmahr (An Artificial Night)
4. Late Eclipses (März 2011)
5. One Salt Sea (September 2011)
6. Ashes of Honor (September 2012)
7. The Chimes at Midnight (September 2013)
(Empfehlung: In Folge lesen)

Freitag, 11. März 2011

Schön und ungezähmt - Emma Wildes


Titel: Schön und ungezähmt
Autor: Emma Wildes
Originaltitel: Lessons from a Scarlet Lady
Verlag: Blanvalet
ISBN: 3442375010
Euro: 7,00
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2010
Seiten: 416
Kein Serientitel
Come in: Vom Verlag





Inhalt

Die beiden Freundinnen Brianna und Rebecca haben ein Jahr bevor die Handlung einsetzt die Northfield-Brüder kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Doch während Brianna sich ihren Colton angeln konnte und nun die Duchess of Rolthven ist, muss Rebecca sich noch immer damit abfinden, dessen jüngeren Bruder Robert nur von Ferne anschmachten zu können.
Die lebenslustige Brianna ist nicht so ganz zufrieden mit ihrem etwas unterkühlten, stets aufrichtigen und daher etwas langweiligen Mann. Durch Zufall findet sie in einem Buchladen eine verbotene Ausgabe von "Lady Rothburgs skandalöser Ratgeber für Kurtisanen" und kauft sie. Die einzelnen Kapitel sind wie eine Offenbarung und sie macht sich daran, ihren Mann wie dort beschrieben eine Nacht nach der nächsten zu verführen. Doch obwohl sie weiß, dass er ihr zwar zugetan ist, will sie auch seine Liebe erringen.
Als Rebecca ihrer Freundin ihren Liebeskummer gesteht, gibt Brianna ihr das Buch zu lesen. Um einen Lebemann wie Robert, der seine Freiheit zunächst höher schätzt, als das Gefängnis der Ehe, umzustimmen, muss frau in die Schlacht ziehen. Doch auch sein Ruf eilt ihm voraus und Rebeccas Vater würde so einer Verbindung niemals zustimmen.
Aber Lady Rothburg weiß, wie eine Frau bekommt, was sie will ...



Meinung



Wie schon in "Eine unzüchtige Lady" (April 2010) hat Emma Wildes auch hier zwei Paare zueinander finden lassen. Dabei lebt Paar 1 seine Gefühle füreinander sehr sinnlich aus und Paar 2 muss überhaupt erst einmal zu seiner Liebe finden.
Was nach einer schnöden Kopie des ersten Werkes klingt, ist es aber nicht. Zum einen sind schon allein die Charaktere sehr unterschiedlich und mit individuellen Ecken und Kanten, Vorzügen und kleineren Fehlerchen versehen worden. Dann stehen die Paare vor eigenen Hindernissen, die erst einmal überwunden werden wollen, ehe sich das gewünschte Happy End einstellen kann. Auch die Rahmenhandlung ist eigens für diese und nur diese Geschichte konzipiert worden.
Briannas und Rebeccas Geschichten sind gleichwertig angelegt, keine unterliegt der anderen. Zwar konzentriert sich die Autorin zunächst verstärkt auf Brianna, räumt aber schon kurz darauf auch Rebecca viel Spielraum ein.
Die frisch verheiratete Brianna geht ein gewisses Risiko ein, ihren Mann derart erotisch zu provozieren, ist sie doch als Jungfrau in die Ehe gegangen und dürfte Derartiges nicht wissen. Es ist aber absolut glaubhaft, dass sie dieses, für eine junge Frau ihres soziales Hintergrundes, mutige Wagnis angeht. Die dazugehörigen Szenen sind ansprechend, aber nie frivol oder unangenehm.
Daneben gibt es aber auch den gewöhnlichen Alltag des Paares mit den dazugehörigen Höhen und Tiefen, den Liebesbeweisen und -eingeständnissen zu lesen.
Rebeccas Geschichte dagegen ist sehr züchtig erzählt, denn sie ist eine unverheiratete Frau und muss so mit dem hantieren, was ihr zur Verfügung steht. Dabei geht aber auch sie das ein oder andere Risiko ein und muss schließlich alles auf eine Karte setzen.
Es kommen also Leser beider Vorlieben auf ihre Kosten und das zeitgleich; sowohl das mit Spannung erwartete Zusammenkommen zweier Verliebter - mit allen Höhen und Tiefen - kann verfolgt werden, als auch verführerische Nächte voller Begierden von einander innigst Zugetanenen.
Wie Emma Wildes es geschafft hat, beide Handlungsstränge absolut in der Waage zu halten, hat mich absolut verblüfft - und schließlich begeistert. Nichts kam zu kurz, nichts war zu lang, ich hatte nie das Gefühl, es würde etwas fehlen. Wo oft kleinere Ärgernisse aufkommen, dass man gern Paar 1 weitergelesen hätte und nicht ein neues Kapitel mit Paar 2, fehlt das hier komplett.
Auch die dazugehörigen Männer sind äußerst charmant. Colton und Robert sind zwar Brüder, aber ansonsten absolut gegensätzlich. Colton musste schon früh die Familienangelegenheiten in die Hand nehmen und für alle sorgen. Die Verantwortung, die man auf seine Schultern gelegt hat, nimmt er stets sehr ernst. Er erwartet nicht nur von sich selbst, sondern auch allen anderen, allen voran seiner Frau, die höchsten Leistungen und das beste Betragen. Darum ist er sehr verwundert, als Brianna plötzlich ihren eigenen Kopf durchsetzen will. Diesen Versuchen(ungen) hat er nichts entgegenzusetzen. Das macht ihn sehr sympathisch, auch wenn ihn seine Kontrollsucht gegen Ende des Buches einige Pluspunkte kosten.
Robert dagegen ist als Lebemann verschrieen, auch wenn er es nie auf die Spitze getrieben hat. Sein Ruf eilt ihm voraus und er hat nie versucht, das ein oder andere Detail richtig zu stellen. Stattdessen nimmt er die Vorteile, die das mit sich bringt gern in Kauf. Jedenfalls solange, bis er auf eine Frau trifft, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Ein wenig Minuspunkte fährt ein, weil es zunächst nur Rebeccas Körper zu sein scheint, was ihn an ihr fasziniert. Aber schließlich finden sie noch mehr Gemeinsamkeiten und alles ist wieder im Lot.
"Schön und ungezähmt" ist ein sehr emotionaler Roman mit einigen Höhen und Tiefen, die dafür sorgen, dass man ihn kaum aus der Hand zu legen vermag. Die durchweg sympathischen Charaktere sorgen für ein Gefühlschaos nicht nur bei ihren Partnern und unterhalten damit durchweg. Wer gern erotische Szenen in Historicals mag, sollte auf jeden Fall zugreifen. Die Ausgewogenheit beider Handlungsstränge sorgt jedoch dafür, dass jede Leselust befriedigt wird.
Sehr empfehlenswert.




http://www.emmawildes.com/
Emma Wildes ist in Minnesota geboren, in New Mexico aufgewachsen und lebt heute im Mittleren Westen. Sie hat an der Illinois State University Geologie studiert. Mit ihrem Mann Chris, den sie während ihrer Studienzeit kennenlernte hat, hat sie drei Kinder. An warmen Sommertagen trinkt sie gerne ein Glas Wein an dem See, der sich in der Nähe ihres Hauses befindet. Am liebsten allerdings sitzt sie in ihrem Arbeitszimmer und schreibt Romane.




"Eine skandalöse Braut" (Mit einem eher unschönen Cover) von Emma Wildes erscheint am 15. August 2011
Um ein skandalträchtiges Familienerbstück zurückzubekommen, steigt Alexander St. James nachts heimlich in Lord Hathaways Residenz ein. Statt in der Bibliothek des Hausherrn landet er jedoch im Schlafzimmer der Tochter – und überrascht sie in einem sündigen Hauch von nichts. Bezaubert von ihrer Schönheit stiehlt Alex ihr einen Kuss und verschwindet im Dunkel der Nacht. Doch er kann Amalia nicht vergessen und setzt alles daran, dass mehr wird aus diesem einen verführerischen Kuss ...

Montag, 7. März 2011

Süße Unterwerfung - Connie Brockway


Titel: Süße Unterwerfung
Autor: Connie Brockway
Originaltitel: My Dearest Enemy
Verlag: Knaur
ISBN: 3426690624
Euro: Nicht mehr im Handel zu beziehen.
Veröffentlichungsdatum: Februar 2000
Seiten: 392
Kein Serientitel
Come in: Gekauft (Antiquariat)







Inhalt

Avery Thorne kann es nicht fassen. Sein Onkel vermacht ihm nicht, wie erwartet, sein geliebtes Mill House. Statt seiner setzt er die junge Lillian Bede als Verwalterin ein und knüpft zudem eine Bedingung daran. Wenn es Lily schafft, fünf Jahre lang das Anwesen wie ein Mann zu führen und einen Gewinn zu erzielen, gehört ihr das gesamte Erbe. Gelingt es ihr nicht, wird Avery als Nachfolger eingesetzt.
Lily ist von diesem Arrangement ebenso überrascht, aber dennoch wild entschlossen, zu beweisen, dass Frauen genauso intelligent, stark und unabhängig sein können, wie ihre männlichen Konkurenten.
Da die beiden sich noch nie gesehen haben und Avery schon bald nach Testamentseröffnung eine Weltreise antritt, schreiben sie sich erbitterte Briefe. Ein halbes Jahr, bevor die Frist abläuft, kehrt Avery zurück und ist von der Schönheit Lillians und dem, was sie bisher geschaffen hat, fasziniert. Doch sie läuft in Hosen durch die Welt und blickt auf eine uneheliche Herkunft zurück. Außerdem ist sie wild entschlossen, niemals zu heiraten und sich damit einem Manne zu unterwerfen. Der Weltumsegler muss sich einiges einfallen lassen, um seine Herzensdame umzustimmen.

Cover

Das einzige, was mir an diesem Cover gefällt ist der Schriftzug. Zwar mag ich die Farbe Lila - in natura ist es nicht ganz so stechend, wie auf dem Bild - aber hier wurde ein wenig damit übertrieben. Auch das Paar findet nicht meine Zustimmung, obwohl Lily als schwarzhaarig beschrieben wird.
Die abgebildeten Personen und Dinge sind nicht in sich stimmig und darum fehlt es hier an der angestrebten Harmonie.

Meinung

Der Roman beginnt ein wenig gewöhnungsbedürftig und entwickelt sich leider nicht wie erwartet. Hinzu kommen einige unsympathische Eigenschaften der Charaktere, so dass ich diesen Roman lediglich als durchschnittlich einstufen kann und man ihn darum auch nicht unbedingt gelesen haben muss.
Als Avery gleich auf Seite 1 einen Brief seines Onkels erhält, in dem er über das Arrangement aufgeklärt wird und sich verständlicherweise darüber aufregt, wirkt das nicht natürlich. Er gleitet dabei nämlich ziemlich ab und kann sich so nicht mit dem Leser kurzschließen. Frau Brockway liebt augenscheinlich Helden, die ein wenig angeschlagen sind, denn Avery leidet - zumindest in der Theorie - an Asthma und irgendwelchen Anfällen. Das scheint sich aber nach seiner Pubertät und der Weltreise erledigt zu haben.
Lillian ist eine moderne Frau, die durch einige Details weich gezeichnet werden sollte - sie nimmt ausrangierte Rennpferde auf und rettet sie so vor dem Schlachter, sie beschäftigt ausschließlich schwangere Dienstmädchen ohne Ehemann - es aber leider nicht wird. Klar, sie muss ihren Mann stehen, aber in einigen Szenen wirkt sie regelrecht hartherzig. Hinzu kommt, dass sie mit ihren neunzehn Jahren am Beginn und den vierundzwanzig am Ende doch noch recht jung für eine solch große Aufgabe ist. Durchbeißen kann sie sich eigentlich nicht, ihre Arbeiter, ihr Vorsteher, noch nicht einmal die Dienstmädchen hören auf sie und nutzen die Großmütigkeit nur aus. Als Avery schließlich auftaucht, lässt sie sich die Zügel regelrecht aus der Hand reißen - von den Dienstboten wohlgemerkt. Für eine Suffragette und eine Frau, die so lange allein mit allem klar kommen musste, ist das ein unerhörter Zustand.
Die im Klappentext thematisierten Briefe waren eher enttäuschend. Aus den anderen Romanen, die ich bisher von der Autorin gelesen habe, weiß ich, dass sie ein großes Händchen für schlagfertige Dialoge zwischen dem Heldenpaar hat. Doch genau das fehlt hier leider auf weiter Strecke, weswegen die Handlung ziemlich vor sich hindümpelt.
Die ersten viereinhalb Jahre sind auch schon nach nur wenigen Seiten rum und ganze drei Briefe durften wir lesen. Als Lily und Avery schließlich aufeinander treffen, sprühen zwar die Funken, aber manche Dialoge und Gedanken sind ein wenig kindisch geraten. Schließlich sind sie gezwungen, gemeinsam zu arbeiten und hier hätte sich einiges an sinnlichen Momenten und reinem Feuerwerk in den Herzen angeboten, aber Avery bleibt brav und schaut nur zu.
Als es schließlich doch so kommt, wie es kommen muss - das ist schließlich ein Liebesroman - dreht sich plötzlich alles im Kreis. Zwar ist die einzige erotische Szene gelungen, aber man kann sich wieder nicht auf etwas einigen.
Die Nebenfiguren reißen es leider auch nicht raus, obwohl ich die Konstellation sehr interessant fand. Da hätte deutlich mehr herausgeholt werden können.
Gesamt gesehen handelt es sich bei "Süße Unterwerfung" um einen mittelmäßigen Roman, in den zunächst nur schwer hineinzufinden ist, der sich dann in der Mitte etwas zieht, aber schließlich befriedigend ausläuft.



http://www.conniebrockway.com/ 
Connie Brockway begann ihre Karriere als Schriftstellerin im Jahr 1992. Ihre Kinder waren aus dem Gröbsten raus, und sie konnte sich endlich dem Schreiben widmen. Immer wieder findet man ihre vielfach preisgekrönten historischen Romane seitdem auf den amerikanischen Bestsellerlisten. Connie Brockway reist sehr gern, verbringt aber auch viel Zeit in ihrem Garten im heimischen Minneapolis, den sie als gelernte Gärtnerin ständig verschönert.

Freitag, 4. März 2011

Verrückt nach einer Vampirin - Barbara Monajem


Titel: Verrückt nach einer Vampirin
Autor: Barbara Monajem
Originaltitel: Sunrise in a Garden of Love and Evil
Verlag: Knaur
ISBN: 3426508028
Euro: 9,99
Veröffentlichungsdatum: November 2010
Seiten: 448
Serie: Bayou Gavotte #1
Come in: Geschenk




Inhalt

Ophelia Beliveau und ihre Halbschwester sind Vampire. Nicht die blutsaugenden, blassen Geschöpfe der Mythologie, sondern durch einen Gendefekt verändert. Sie ertragen durchaus Sonnenlicht und nehmen normale Nahrung zu sich.
Ophelia hat eine kleine Gärtnerei und als diese zum wiederholten Male verwüstet wird, ruft sie die Polizei.
Detective Gideon O'Toole ist nicht sehr davon angetan, weil er eigentlich gerade Feierabend machen wollte. Doch als er Ophelia sieht, ist sein Ärger wie weggeblasen, denn die junge Frau fasziniert ihn vom ersten Augenblick an.
Eine Freundin seiner Schwester wird von einem Unbekannten erpresst und als Ophelia dahinter kommt, dass sie diese Freundin kennt, will sie ihr helfen. Indem sie den Erpresser herausfordert und auf sich lenkt! Gideon muss sich etwas einfallen lassen, um sie zu beschützen. Das ist gar nicht so einfach, da Ophelia darauf besteht, keine Hilfe zu benötigen. Und überhaupt ist er ja so gar nicht ihr Typ - oder?

Cover

Das Cover ist in sich sehr stimmig und überzeugt. Es vermittelt zusammen mit dem Titel (fast) den richtigen Eindruck vom Inhalt und ich kann mir vorstellen, dass so manche Leserin stehen bleibt und das Buch in die Hand nimmt.

Meinung

Die Geschichte beginnt sehr lesenswert, als Ophelia in ihrem Garten steht und beinahe hilflos ansehen muss, was man ihrem geliebten Garten angetan hat. Aber schon nach wenigen Seiten wird leider deutlich, dass die Erzählung ihr anfängliches Niveau nicht halten kann. Und obwohl ich mehrmals angesetzt habe, war für mich auf Seite 134 (von 448) Schluss.
Das erste Kapitel beginnt mit einer Art Lexikoneintrag, in dem klargestellt wird, dass Vampire genetisch veränderte Menschen sind, die erst in der Pubertät herausfinden, was sie wirklich sind. Und dass diese Mutation so selten vorkommt, das niemand an die Existenz dieser Wesen glaubt.
Soweit so gut. Trotzdem gibt es im Fortlauf der Handlung einige Details, die dazu nicht passen. So ist mir nicht klar, ob die Menschen nun wissen, dass es Vampire gibt oder nicht. Ophelias Schwester hat einen Club, in dem Vampire verkehren, der aber eher von der harmlosen Sorte ist, weil dort gewisse Dinge - unter anderem bestimmte sexuelle Praktiken - nicht geduldet werden. In diesen Club kann jeder hinein und es gibt in der Umgebung noch einige mehr von der Sorte.
Desweiteren gibt es Bekannte und Freunde, die wissen, was Ophelia ist und selbst auch das ein oder andere Geheimnis hüten. Andererseits ist Gideon nicht klar, was Ophelia für ihn und jeden anderen Mann der Welt so anziehend macht. Und auch seiner Schwester muss sie erst erklären was los ist. Solche Dinge passen nicht zusammenpassen und können den Leser verwirren, weswegen sie hätten wesentlich genauer dargelegt werden müssen.
Ophelia ist leider auch ein eher widersprüchlicher Charakter. Sie mag ihr Vampirsein nicht, denn alle Männer fliegen auf sie und sie kann sich kaum noch dagegen wehren. Obwohl sie eine taffe Frau ist, lässt sie sich gern retten und dreinreden. Wie alt sie ist, wird nicht explizit erwähnt, aber schon nach wenigen dutzend Seiten wächst der Eindruck, dass sie im Teenageralter in ihrer Entwicklung stehen geblieben ist.
Obwohl die Handlung sich gut anlässt und einiges verspricht, sind es die Charaktere, allen voran das Hauptpaar, die verhindern, dass sich ein gewisser Leserythmus einstellt. Denn nicht der rote Faden steht im Vordergrund, sondern nur ein einziges Thema: Ophelia will Sex mit Gideon, weiß aber nicht, ob das so eine gute Idee wäre.
Obwohl ihr Garten verwüstet wurde und sie dem Erpresser auf die Spur kommt, ist nicht dies das erste Gesprächsthema bei ihren, eher ungesetzlich lebenden, Freunden. Statt ihnen davon zu berichten und nächste Schritte zu planen, gibt es einen ziemlich unreifen Dialog darüber, dass Gideon gut aussieht, viel versprechend wirkt und sie es einfach tun soll. Was mit den anderen Dingen ist, wird von den Freunden nicht angesprochen.
Gleiches wiederholt sich mit Ophelias Schwester, Gideons Schwester, einer alten Nachbarin, Ophelias Nichte ... und schließlich dürfen auch Ophelia und Gideon - nachdem sie sich keine vierundzwanzig Stunden kennen - sich darüber auslassen. Ich bin sicher, dass das so nicht geplant war, aber selbst Fünfzehnjährige wären zu reif für diese Art Gespräch.
Es ist einfach aufdringlich, wenn immer nur das eine thematisiert wird. Alle Männer wollen Ophelia. Gideon will Ophelia. Ophelia ist einmal sehr enttäuscht worden, will aber Gideon. Ich war ehrlich gesagt irgendwann so genervt, dass ich dachte: Tu es doch einfach! Es sind ohnehin keine echten Gefühle im Spiel, also lass dich von ihm verführen und gut ist.
Denn vielleicht wäre es dann mit der eigentlichen Handlung weitergegangen. Zwar ist es schön, wenn zwei Handlungsstränge nebeneinander ablaufen, aber sie müssen sich die Balance halten, sonst kann die Gesamthandlung nur verlieren.
Die Beziehung zwischen Ophelia und Gideon steht viel zu weit im Vordergrund und krankt daran, dass sie eigentlich keine ist, auf der Stelle tritt und von zwei unreifen Personen zu aufdringlich gelebt wird.
Ich komme mit solchen Kindereien nicht gut zurecht, darum habe ich mich dafür entschieden, aus der Handlung auszusteigen. Vielleicht ist das alles auch nur Ansichtssache, denn ich glaube, dass ein durchaus glaubhafter und spannender Plot in "Verrückt nach einer Vampirin" steckt. Nur leider konnte ich ihn aufgrund der aufgezählten Punkte einfach nicht sehen.





1. Verrückt nach einer Vampirin (Sunrise in a Garden of Love and Evil)
2. Tastes of Love and Evil



http://www.barbaramonajem.com/ 
Barbara Monajem hat ihre erste Geschichte in der dritten Klasse über Apfelbaumgnome geschrieben. Seitdem verfolgt sie zielstrebig eine Schriftstellerkarriere und benutzt ihre häufig wechselnden Wohnorte als Inspiration für ihre Romane. Heute lebt sie in Georgia im Süden der USA, und New Orleans diente als Vorbild für die kleine, eigenwillige Stadt Bayou Gavotte, in der ihr erster übersinnlicher Liebesroman VERRÜCKT NACH EINER VAMPIRIN spielt.

Donnerstag, 3. März 2011

Positiver Coverwechsel: "Die Krieger der Königin"


Im November berichtete ich von einigen Knaur-Neuerscheinungen und unter anderem auch von L.J. McDonalds "Die Krieger der Königin". Dabei konnte ich mir nicht verkneifen auf das eher unansehnliche - um nicht zu sagen: scheußliche - Cover hinzuweisen.
"Mich erinnert das Cover irgendwie an ein Historiencover mit unschuldiger Maid vorn drauf. Das passt zu einem Titel wie "Zeit der Sehnsucht", aber nicht zu einem, in dem das Wort "Krieger" vorkommt. (...) Denn es handelt sich hier um die Übersetzung von "The Battle Sylph"; die Rezension zum Original im LoveLetter war sehr vielversprechend. Die meisten Leser sind ja fast durchweg begeistert und auch mir ist das Buch schon empfohlen worden. Aber wenn ich mir so einige Meinungen durch den Kopf gehen lasse, habe ich gleich noch mehr Unverständnis im Hinblick auf das Cover."

Nun habe ich zufällig gesehen, dass das Lektorat offenbar noch einmal in sich gegangen ist. Das Äußere des deutschen Romans hat sich komplett verändert - zu seinem Vorteil. Zu dem Wort "Krieger" passt ein Schwert wunderbar und nach allem, was ich gehört habe, beides zum Inhalt.
Das obligatorische Frauengesicht ist vielleicht einen Tick zu jung geraten und mit dem Mascara war's auch zu gut gemeint, aber alles in allem bin ich zufrieden.



Schon seit Jahren gibt es im Königreich Eferem Gerüchte darüber, dass junge Frauen verschwinden. Die selbstbewusste Solie muss schmerzhaft erfahren, dass diese Geschichten wahr sind: Sie wird verschleppt und soll in einem geheimen Beschwörungsritual als Jungfrauenopfer dienen. Es gelingt ihr zwar, die Zeremonie im entscheidenden Moment zu stören, doch dabei bindet sie die herbeigerufene Kreatur unwiderruflich an sich. Solie reagiert zunächst panisch auf das gefährliche Wesen, doch die Angst verfliegt, als es sich in einen gutaussehenden jungen Mann verwandelt, der ihr jede Bitte erfüllt und sie sogar seine Königin nennt. Als ihre Feinde Solies Tod befehlen, ist der seltsame Mann schließlich sogar ihre einzige Chance zu überleben ...



Erscheint: 02. Mai 2011

Übersicht der Fantasy-Challenge


Obwohl das Ende naht, dürfen wir wieder drei neue Teilnehmer begrüßen, was mich sehr freut. Aber nun rückt auch die Frage näher, ob die Challenge pünktlich enden oder noch einmal um ein halbes Jahr verlängert werden soll. Diese Entscheidung hatte ich ja zu Beginn offen gelassen - und ich überlasse sie allein Euch!



Mich erreichte auch die Frage, ob die Gewinner, die drei der zwölf Stationen absolviert haben, nun gezogen worden seien. Nein, das sind sie nicht.
Die Zwischenverlosung resultierte aus einem Zusammentreffen zweier Daten, nämlich dem dritten eines Monats - wenn es diese Übersicht gibt - und dem zweiten Geburtstag dieses Blogs.
Darum dürfen alle Teilnehmer weiter hoffen und natürlich weiterlesen.



Im letzten Monat waren wir alle etwas lesefaul oder haben Romane gelesen, die zu keiner offenen Station zugeordnet werden können.
Merkt Ihr, wie schwer es wird, alle Stationen abzudecken? Die eigenen Vorlieben und der innere Schweinehund machen einem da immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Aber das ist ja eine Challenge, die das Ziel verfolgt, Neues kennenzulernen - niemand hat gesagt, dass das einfach ist.



PS: Wie immer möchte ich noch einmal alle Teilnehmer daran erinnern, dass sie mir ihre Links bitte in dieser und nur in dieser Form schicken. Ich rate doch so furchtbar ungerne und nachher stufe ich Euer gelesenes Buch in die falsche Station ein:
Titel - Autor gelesen von Name für Station X
Die Macht der Pyramide - Sara Douglass gelesen von Soleil für Station 10
Bitte nicht mit dem Link hinterlegen, sondern diesen darunter stellen. Vielen lieben Dank, damit erleichtert Ihr mir die Sache ungemein! Oh und bitte, mit dem Namen, mit dem Ihr auch an der Challenge teilnehmt!






Dienstag, 1. März 2011

Ausblick auf den Blog im März #2


Was mich bewegt hat
Viele Blogger berichten seit einiger Zeit verstärkt von allgemeinen Neuigkeiten, seien es Lesereisen von Autoren oder bestimmten Sendungen im TV oder ob bald ein neues Buch des Lieblingsautors erscheinen wird. Aber die meisten Blogger schreiben nicht dazu, wie sie darauf gekommen sind. Doch das ist so nicht richtig.
Zum einen bekommen die Leser ihres Blog so nicht die Chance, sich bei der Ursprungsquelle genauer zu informieren. Zum anderen begehen sie hier eindeutig (geistigen) Diebstahl. Und mal ehrlich: Niemand glaubt, dass die Information allein in den Kopf des Bloggers gehüpft ist. Darum geht auf Nummer sicher und nennt die Quelle, die erstmalig von dem Ereignis berichtet hat. Dann seid Ihr auf der sicheren Seite und es zeugt ebenfalls von Eurem Respekt gegenüber anderen Blogs, Verlagen, Autoren, Magazinen oder allgemein Homepages.

Ausblick auf den Blog im März #1


Da der gesamte Beitrag leider nicht in einen Post gepasst hat, habe ich ihn in zwei Postings aufgeteilt.

Das war der Februar
Im Februar habe ich die Teilnehmer der Fantasy-Challenge darauf aufmerksam gemacht, dass viele der von ihnen gelesenen Bücher eigentlich gar keine Fantasy sind.
Aufmerksamen Bloglesern ist sicher nicht entgangen, dass es ein paar mehr Rezensionen gab, als üblich. Das liegt daran, dass ich etwas Hilfe erhalten habe und zwar von der lieben Maja. Sie liest sehr gern Fantasy und mag - zumindest momentan - keine Vampire mehr sehen.
Ich habe einen Narren an der Autorin Connie Brockway gefressen, von der ich gleich drei Romane innerhalb kürzester Zeit gelesen habe. Der vierte folgt, noch während Ihr diesen Satz lest.
Dann gab es einige Fantasy-Neuigkeiten in gesammelter Form, unter anderem zum neuen Eragon, zur P. Rothfuss' Fortsetzung, dem Rad der Zeit und einigem mehr.
Die LoveLetter-Leser mussten mit dem letzten Beitrag zu "Romance in Space" im Heft leben, denn Heather hat heimtückisch die Seiten gewechselt. ;)
Es gab den bei Verliebten heiß ersehnten Valentinstag und ein Auszug aus "Der menschliche Verehrer - Tips und Tricks zur übernatürlichen Partnersuche, Kapitel 13: Der Valentinstag" zeigte, was man einer Werwölfin zu diesem Anlass schenken kann - und was besser nicht.
Es wird einen neuen Kinsella-Roman geben, Amanda McIntyre fragt nach Leserinspirationen, Jeaniene Frost war in einer Online-Lesung zu bewundern und was machen Superhelden in ihrer Freizeit?
Yasmine Galenorn muss sich ein wenig mit Fans rumschlagen, die etwas gegen ihre 'lesbian sex scenes' um die Vampirin Menolly haben. Cover können manchmal verwirrend sein, vor allem, wenn ein Motiv darauf immer mal wiederkehrt.
Endlich gab es auch mal wieder ein neues Verlagsgeplauder "Der Tag hat 24 Stunden ..." und es gibt wieder einmal übernatürliche Wesen in alten Klassikern zu bestaunen.


Das bringt der März
Im März gibt es die üblichen Verdächtigen, die inzwischen zu einer festen Institution dieses Blogs geworden sind. Dann gibt es einige noch ausstehende Rezensionen, diesmal vor allem im Historical-Bereich, meine Paranormal und Urban Fantasy Phase ist aber noch lange nicht vorbei. Auch liegen hinter mir auch mal wieder reine Fantasyromane, denn derzeit und auch in den nächsten Monaten dürfen wir uns auf einige interessante Neuerscheinungen freuen. Die Information rechtzeitig wie immer hier.
Es werden mal wieder einige Autoren zu Wort kommen und ganz nebenbei werde ich am Freitag den 18.03. zur Leipziger Buchmesse fahren und habe schon jetzt einige Verabredungen. Falls noch jemand Interesse hat, siehe Impressum


(Seltsame) Suchanfragen
filme in denen humpelnde männer mitspielen
Quasimodo?

fanta giroohr
Das tut beim Hingucken richtig weh!

wie schreibt man eine rezension einer rezensionDiese Suchanfrage ist leider bitterer Ernst. Ich verweise auf das Logo.

fantasy film mit verunstalteten mädchenFällt mir keiner ein.

genre fantasy liebesroman zielgruppeÖhm. Ich?

meine facharbeit zur hälfte plagiatDu wirst erwischt werden, sowas kommt immer raus.
Edit: Das habe ich übrigens vor einem gewissen Ereignis in der Politiklandschaft Deutschlands geschrieben ;-)

mccoy schlechte laune enterprise
Die hatte er öfter, nicht? Vor allem wenn jemand Spitzohriges anwesend war ...

was schreibt ihr in den betreff der mail an literaturagenturGute Frage.

beim wort regen denkt man an erotikWow, was für eine Phantasie!

5 schauspieler spielen rotkäppchen nachEin Mädchen, ein Wolf, eine Großmutter, ein Jäger und ... ein Stein?

vampirtexteSind nur für Eingeweihte *flüster*

wie schreibt man anzeige über verlorene katzeMit Köpfchen und Herz.

ab wie vielen jahren ist charleston girl freigegebenExtra nur für Dich habe ich mich auf die Suche nach der Antwort begeben. Allerdings steht weder auf Verlagshomepage, noch Onlinehändler eine Angabe dazu. Da der Inhalt aber nicht weltbewegend ist, glaube ich nicht, dass man volljährig dafür sein muss *Augenroll*

lektor für liebesromaneNiedliche Frage. Wenn Du Betaleser suchst, dann melde Dich bei mir.

der leser hat's gut er kann sich seine schriftsteller aussuchenStimmt.

unterschied zwischen literarischen und wissenschaftlichen plagiatEs gibt keinen, beides ist absolut verwerflich, denn abgeschrieben ist abgeschrieben.

wie baue ich eine assassinenklingeWenn Du das nicht weißt, hast Du sie nicht verdient!

die erd ist höllenheiß - mir eiskalt unmöglich! mensch! bedeutungManche Suchanfragen machen mir Angst.

ich lächle vor mich hinDas tue ich jetzt auch.