Dienstag, 28. Februar 2012

(Autorenplausch) Jennifer Haymore: Secrets of An Accidental Duchess


Titel: Secrets of An Accidental Duchess
Autor: Jennifer Haymore
Originaltitel
432 Seiten, ISBN: 0446573159
Euro: 5,90
http://www.jenniferhaymore.com/












I’ve always loved to write. I thought I’d spend my life just doing it for fun, because I had it in my mind for the longest time that becoming published was an impossible dream. I actually started off writing historical fiction--my first completed novel was a historical fiction novel. But my critique partner was a romance writer, and she told me that my book was really focused on the relationship between the hero and heroine and that she thought romance might be the way for me to go if I was serious about getting published. She was right.

My latest novel is SECRETS OF AN ACCIDENTAL DUCHESS. It’s about Olivia Donovan, who has spent her life being overshadowed by her sisters, who are a bit larger-than-life. Olivia suffers from recurring bouts of malaria, and her family tends to overprotect her and shelter her, assuming she’s meek and weak. But in this story, Olivia comes out of her shell, learns that the malaria doesn’t control her, and she ultimately finds love with Max, the Marquis of Hasley.

Max is intrigued by Olivia at first sight, and soon he finds himself trapped in a bet even he doesn’t approve of. He’s bet the Marquis of Fenwicke that he can get Olivia into his bed. Soon, he becomes embroiled in the lives of the Donovan sisters, especially Olivia, who he can’t get off his mind. Max isn’t used to being out of control, but everything about Olivia (including her illness) spins his world off its axis.

When I started thinking about writing SECRETS OF AN ACCIDENTAL DUCHESS, I was intrigued by the idea of strong women with vulnerabilities and heroes who help them conquer those vulnerabilities. In the 1820’s, people could control malaria with a drug called quinine, but it wasn’t curable and it was still very dangerous. It reminded me of so many diseases we deal with as a society today.

It wasn’t until after the book was finished that I realized that there were many similarities between Olivia and myself. The truth was that I had just gone through a year-long struggle with breast cancer--also an incurable disease that often seems random and uncontrollable. I was still dealing with the residual effects of the illness (in my case, from the chemo and other drugs and not the disease), just like Olivia does in the story. And after a year of the ups and downs of fighting cancer, I learned a very valuable lesson: I can’t let cancer rule my life. I have a career, family and friends, a life that I love, and I can’t let that disease take that away from me… It’s a lesson very similar to the one Olivia learns in SECRETS OF AN ACCIDENTAL DUCHESS.

I think it’s funny that I wrote SECRETS unaware of those similarities between me and the heroine. Of course, I knew that I had been sick and that Olivia was sick. But on a subconscious level, I was writing a story that paralleled my own. For this reason, SECRETS is a very special book to me. It’s about conquering everything that brings you down--all the obstacles in life--and embracing live and love with open arms. I really hope that readers will enjoy this theme and love Olivia and Max’s story as much as I enjoyed writing it!

Thank you so much for inviting me to blog with you!

Samstag, 25. Februar 2012

Rendezvous im Hyde Park - Julia Quinn


Titel: Rendezvous im Hyde Park
Autorin: Julia Quinn
Originaltitel: Ten Things I Love About You
Verlag: Cora
ISBN: 4198561405504
Euro: 5,50
Veröffentlichungsdatum: Januar 2012
Seiten: 318
Serie: Bevelstoke 03
Come in: Kauf









Inhalt

Mayfair, London 1822. Annabel Winslow kann dank ihrer Großmutter eine Saison bestreiten und sich einen vermögenden Ehemann suchen. Nach dem Tod des Vaters gilt es nämlich acht jüngere Geschwister zu versorgen. Der alternde Lord Newbury erklärt sich schnell bereit, sich die junge Dame, mit den gerundeten, gebärfreudigen Hüften, näher anzusehen. Nach dem Tod seines Sohnes würde der Titel an seinen mittellosen Neffen Sebastian Grey fallen, den der alte Mann jedoch nicht ausstehen kann.
Als Annabel auf einem Ball vor dem zudringlichen potentiellen Verlobten flieht, läuft sie im Garten einem gutaussehenden Mann in die Arme. Sie bittet ihn, sie zu küssen, um diese Erfahrung wenigstens einmal im Leben gemacht zu haben. Der geheimnisvolle Gentleman scheint sehr von dem Kuss angetan und möchte Annabel wiedersehen. Doch als er ihr seinen Namen nennt, fangen die Probleme erst an: Es ist Sebastian Grey.

Cover

Das Foto stammt von Marina Grothues und wurde auch im Verlag weiterbearbeitet. Ein hübsches Paar, klassisch in Szene gesetzt, durch die farblichen Akzente ein Hingucker. Die eher mollige Heldin des Romans wäre es aber sicher auch gewesen.

Meinung

Im dritten Teil der Bevelstoke-Serie scheint der Autorin endgültig die Puste ausgegangen zu sein. So ein unmotiviertes und liebloses Werk ist der Leser von Julia Quinn gar nicht gewöhnt - die Enttäuschung ist umso größer. Die Geschichte plätschert beinahe ohne Höhen und Tiefen vor sich hin, die Charaktere sind recht blass und leider bleiben auch die für die Autorin sonst typischen grandiosen Dialoge aus.
Annabel ist eine gutaussehende junge Frau mit runden Hüften und großen Brüsten, worauf sie auch stets und ständig hingewiesen wird. Leider gibt es sonst nicht viel mehr, das positiv an ihr auffallen würde. Zwar ist sie sympathisch, aber weder übertragen sich ihre Emotionen auf den Leser, noch wird sie sonderlich lange im Gedächtnis haften bleiben.
Von Sebastian Grey hätte es nach dem zweiten Teil der Serie, "Fenster zum Herzen", einiges zu erwarten geben dürfen, doch leider wird auch diese Hoffnung schnell zerstört. Der Versuch, einen an der Seele verletzten Helden zu kreieren, ist fehlgeschlagen. Seine humorvolle Weichzeichnung durch das Schreiben von Liebesromanen fast lächerlich, wenn auch zu verschmerzen.
Die erste Begegnung der beiden wäre eine originelle Idee, würde sie nicht so aufgesetzt wirken, wie die meisten, oft nichtssagenden, Geschehnisse auch. Eben jene, in denen seitenweise Tischdekorationen beschrieben oder Steine übers Wasser geschnipst werden, ohne dass dies nenneswert zur Handlung beitragen würde.
Inzwischen ist Julia Quinn wohl zu routiniert und vielleicht wäre ein weiteres Experiment (wie bei "The Lost Duke of Wyndham"/"Mr. Cavendish, I Presume"), eventuell in ein anderes Genre, empfehlenswert (wenn dies hier kein Experiment gewesen sein sollte). Ein neuer Horizont mag Wunder wirken.


Bevelstoke Serie:
1. Für immer und ewig Viscount (The Secret Diaries of Miss Miranda Cheever)
2. Fenster zum Herzen (What Happens In London)
3. Rendezvous im Hyde Park (Ten Things I love about you)


Julia Quinn ist ein Pseudonym der Autorin Julie Pottinger. Sie schreibt historische Liebesromane, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts während der Regency-Zeit in Großbritannien spielen.
Auch als zeitgenössische Jane Austen bezeichnet, studierte sie zunächst Kunstgeschichte an der Harvard Universität. Ihre überaus erfolgreichen historischen Romane präsentieren den Zauber einer vergangenen Epoche und begeistern durch ihre warmherzigen, humorvollen Schilderungen.

Mittwoch, 22. Februar 2012

(Kurz gedacht) Wie war das nochmal mit dem (T)Euro?


Kürzlich ging ich meine Bücherregale durch und sortierte schweren Herzens ein paar meiner Schätzchen aus. Überraschenderweise waren sogar einige dabei, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie noch immer besaß.
Als ich ein paar von ihnen zum Tausch anbieten wollte, fiel mir folgendes Bild bei der Suche der ISBN-Nummer ins Auge:


Eigentlich keine große Sache, ehemals 19,90 DM werden zu 9,90 EUR. Aber ich drehte das Buch, das ich in den Händen hielt, dennoch verwirrt um. 19,90?! Nie im Leben! Das ist doch ein stinknormales Taschenbuch. Und weil es jetzt fast zehn Jahre her ist, frage ich mich wegen mangelndem Erinnerungsvermögen, ob wir früher öfter mal TB-Ausgaben für 20 Deutsche Mark zu kaufen bekommen haben. Oder sollte dieses irrsinnige Cover nur den Übergang verdeutlichen? Sozusagen verheimlichen, dass der Euro eigentlich doch ein bisschen ein Teuro ist? Hätte bestimmt auch dusslig ausgesehen, wenn dort gestanden hätte, dass 9,90 DM zu 9,90 EUR werden. Oder? 



Sonntag, 19. Februar 2012

Flüsternde Seelen - Amber Kizer


Titel: Flüsternde Seelen
Autorin: Amber Kizer
Originaltitel: Wildcat Fireflies
Verlag: Pan
ISBN: 3426283654
Euro: 14,99
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2011
Seiten: 432
Serie: Meridian 02
Come in: Vom Verlag







Inhalt

Es sind knapp drei Wochen vergangen, seit die Fenestrae Meridian Sozu und ihr Beschützer und Freund Tenskatawa - Tens - Valders mit dem Wagen geflohen sind. In Carmel, Indiana müssen sie einen Zwischenstop einlegen und nehmen das Angebot von Joi, einer älteren Teestubenbesitzerin an und arbeiten bei ihr für Kost und Logis. In Meridian wächst die Gewissheit, dass es eine junge Fenestrae, ein Fenster für verstorbene Seelen zur anderen Seite, in der Nähe gibt, die kurz vor dem Erwachen ihrer Fähigkeiten steht und die Meridians Hilfe braucht.
Juliet lebt und arbeitet seit sie denken kann mit anderen Pflegekindern im örtlichen Altenheim. Sie weiß nicht, woher sie stammt und kann sich nicht gegen die tägliche Schikane wehren. Was sie jedoch weiß ist, dass sie in wenigen Tagen sechzehn Jahre alt wird und das noch jedes Kind vor ihr, das dieses Alter erreicht hat, spurlos verschwunden ist.
Meridian muss sich beeilen, wenn sie noch rechtzeitig kommen will. Denn die dunkle Seite, die Aternocti sind näher, als sie glaubt.

Cover

Die ZERO Werbeagentur hat sich beim deutschen Cover farblich erneut an das Original gehalten. Die kleinen Details im Rahmenschmuck verniedlichen den Inhalt zu sehr. Wo im ersten Teil noch Totenköpfe zu sehen waren, fliegen nun Schmetterlinge umher.

Meinung

Für Meridian sind seit den Ereignissen im ersten Teil der Meridian-Serie, die in Folge gelesen werden sollte, wenige Wochen vergangen. Für den deutschen Leser waren es mehr als zwei Jahre. Das legt sich ein Stück weit auf das Leseabenteuer, weil bestimmte Details längst aus dem Gedächtnis verschwunden sind. An dieser Stelle wäre eine kurze Zusammenfassung oder etwas ähnliches wie eine Einführung wünschenswert gewesen.
Nichtsdestotrotz dauert es nicht lange, um in den Roman, der diesmal von zwei Personen in der Ich-Form erzählt wird, hinein zu finden. Was beinahe sofort auffällt ist, dass sowohl die Schreibe der Autorin, als auch die Geschichte selbst wesentlich gereifter rüberkommen, als das beim ersten Teil "Dunkle Umarmung" der Fall gewesen ist.
Wie gewohnt bezaubert Amber Kizer durch die Art ihres Erzählens. Neben einem gewissen märchenhaften Gleiten kommt diesmal eine gehörige Portion Melancholie hinein, was Juliet und ihrer Situation zu verdanken ist. Zwar hätte dies noch ein wenig mehr Potential geboten, als hier ausgeschöpft worden ist, doch darf nicht vergessen werden, dass es sich bei "Flüsternde Seelen" um einen Jugendroman handelt. Leider neigt Frau Kizer nach wie vor dazu, sich in ihrer Erzählung zu verlieren und dann am Ende alles zu schnell abzuhandeln. Das ist schade, denn dass sie erzählen kann, hat sie nun erneut bewiesen. Doch eine gewisse Langatmigkeit kann auch hier nicht von der Hand gewiesen werden. Da heißt es durchhalten.
Obwohl sie einen gehörigen Spannungsbogen aufzubauen vermag, läuft dieser zu lange ohne erkennbaren Höhepunkt vor sich hin. Als endlich der Showdown naht, muss mit einer kleinen Enttäuschung gekämpft werden.
Meridian hat in Tens eine verwandte Seele und einen Intimfreund gefunden. Ihre Beziehung geht aber bisher nicht über heiße Küsse hinaus, obwohl sich Meridian mehr wünscht. Die Beziehung der beiden wird immer mal wieder ausführlich behandelt, nimmt aber keinen so großen Raum ein, als dass das Wesentliche aus den Augen verloren gehen würde.
Um Juliet zu finden, bedarf es einiger interessanter Nebencharaktere, die aber mitunter einige haarsträubende Geschichten erzählen. Darüber sollte hinweggesehen werden.
Juliet selbst ist eine starke Person und wirkt zunächst sehr sympathisch. Ihre Rolle ändert sich jedoch nicht. Zwar ist sie von ihrer Situation eingeengt und kann aus dieser nicht fliehen, aber ihr Leiden und ihre Opferrolle werden bald übertrüssig. Es bleibt abzuwarten, wie es in der Fortsetzung mit ihr weitergehen wird.
In "Flüsternde Seelen" sind es vor allem die Charaktere, die zu überzeugen wissen. Auch die Erzählweise der Autorin spornt zum Weiterlesen an. Jetzt muss sie sich aber mehr auf die Handlung und deren Ereignisse konzentrieren und das ein oder andere Detail beiseite lassen. Die Gefahr, zu ausführlich zu werden, schmälert das Lesevergnügen. Im zweiten Teil geht es auch wesentlich ruhiger zu, so dass er sicherlich Geschmackssache bleibt. Wer jedoch schon "Dunkle Umarmung" gerne gelesen hat und nur mäßige Action und viel Dramatik verschmerzen kann, ist zufriedenstellend bedient.


Meridian:
1. Dunkle Umarmung (Meridian)
2. Flüsternde Seelen (Wildcat Fireflies)
3. Speed of Light (November 2012)
4. Counting Tens (spring 2013)


Amber Kizer liebt saure Süßigkeiten, laute Popmusik und den Geruch von Lilien. Außerdem backt sie für ihr Leben gerne und lebt auf Whidbey Island, einer Insel, die leider nicht in der Südsee liegt, sondern vor der Küste des US-Bundesstaats Washington.

Samstag, 18. Februar 2012

(Coverwechsel) Col Buchanan


Der im April 2012 veröffentlichte zweite Teil von Col Buchanans Farlander-Serie "Im Auftrag der Rache" hat ein neues Cover bekommen. Zunächst wurde der Titel mit dem Coverbild des Originals angekündigt, nun scheint sich der Verlag umentschieden zu haben.

Altes Cover

Wie das Cover von Teil 1 "Der Pfad des Kriegers" wurde das zweite von Volkan Baga gezeichnet und vom Nele Schütz Design in Szene gesetzt.
Leider war es nicht möglich herauszufinden, was letztendlich der Auslöser für den Wechsel war. Weder Autor noch deutscher Verlag haben sich zurückgemeldet.
Macht nichts, beide Cover sind ansehnlich und auch, wenn das Original etwas mehr Eindruck hinterlässt, kann sich auch der Neuling sehen lassen. Und mit ein und dem gleichen Künstler, passen die Romane optisch auch besser zusammen.

Neues Cover


Freitag, 17. Februar 2012

Dunkle Umarmung - Amber Kizer


Titel: Dunkle Umarmung
Autorin: Amber Kizer
Originaltitel: Meridian
Verlag: Pan
ISBN: 3426283018
Euro: 12,95
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2009
Seiten: 352
Serie: Meridian 01
Come in: Vom Verlag







Inhalt

Meridian Sozu erfährt an ihrem 16. Geburtstag, dass sie eine Fenestrae ist, ein Halb-Engel, der den Sterbenden auf die andere Seite hilft. Da die Fähigkeit in der Familie ihrer Mutter liegt und vererbt wird, schickt man Meridian zu ihrer eigenen Sicherheit zu ihrer Tante Meridian Fulbright nach Colorado. Diese soll dem Mädchen beibringen, was es mit den neuen Fähigkeiten auf sich hat und wie sie sie beherrschen kann. Doch die Tante ist sterbenskrank und so bleibt ihnen nicht mehr viel Zeit.
Tenskatawa - Tens - Valders, ein etwa gleichaltriger Junge lebt als eine Art Diener im Haus der alten Frau. Meridian fühlt sich zu dem düsteren, geheimnisvollen Burschen hingezogen, der jedoch stets abweisend auf sie reagiert.
In dem kleinen Ort, in dem die Tante lebt, begegnet man ihnen mit viel Misstrauen und der fanatische Reverend Klaus Perimo wettert gegen sie. Denn es gibt auch dunkle Engel, die Aternocti, welche die Seelen der Verstorbenen für sich selbst beanspruchen, um sie auf ewig zu knechten. Und sie haben Meridians Spur aufgenommen ...

Cover

Farblich ans Original gehalten, macht das Cover einiges her. Verspielte Details passen es der Zielgruppe an und verweisen trotzdem dezent auf den (mitunter eher düsteren) Inhalt.

Meinung

Im ersten Teil der Meridian-Serie entwirft Amber Kizer eine Welt rund um Schmerz und Tod. Meridian ist von Geburt an anders, spürt es selbst und andere lassen es sie wissen. Glück und Freude sind ihr daher fern, was von Beginn an eine eher bedrückende Atmosphäre schafft. Von der Familie fortgerissen und in eine fremde und bedrohliche Umgebung verfrachtet zu werden, helfen da nicht wirklich weiter.
Meridian wird fast buchstäblich von den Tatsachen überrollt, stellt sich ihnen aber nach einiger Zeit, wenn zunächst auch nur zögerlich. Der Gedanke, sie sei ein Fenster für Seelen hat etwas Tröstendes, was das Mädchen sympathischer und liebenswerter macht.
In der Düsternis gibt es aber auch rosige Momente, die zumeist mit einer Begegnung von Meridian und Tens einhergehen. Der junge, schweigsame Mann steht ihr zur Seite und lernt selbst erst nach und nach, wer er ist und in welcher Beziehung er zu Meridian steht. Die Liebe der beiden entwickelt sich langsam und ist sehr behutsam aufgebaut.
Reverend Perimo bildet einen hervorragenden Gegner, der für einige Spannung und Atmosphäre sorgt. Die Entwicklung zum unvermeidlichen Endkampf ist stetig und läuft zufriedenstellend dramatisch aus.
Es ist vor allem die Grundidee, die überzeugt. Ein Fenster für die Seelen Verstorbener in Menschenform. Die Bilder, Gerüche, Erinnerungen, wenn die Seele es durchschreitet. Amber Kizer stellt das sowohl emotional, als auch anschaulich dar. Besonders der Alltag Meridians wird dabei in den Vordergrund geschoben und wirkt daher vielleicht manchmal etwas langgezogen. Wer sich aber darauf einlässt, wird in den Genuss einer in sich stimmigen Geschichte kommen.
Schade jedoch ist, dass Fans rund zwei Jahre lang auf die Fortsetzung warten mussten, die seit Dezember 2011 zu haben ist.


Meridian:
1. Dunkle Umarmung (Meridian)
2. Flüsternde Seelen (Wildcat Fireflies)
3. Speed of Light (fall 2012)
4. Counting Tens (spring 2013)


Amber Kizer liebt saure Süßigkeiten, laute Popmusik und den Geruch von Lilien. Außerdem backt sie für ihr Leben gerne und lebt auf Whidbey Island, einer Insel, die leider nicht in der Südsee liegt, sondern vor der Küste des US-Bundesstaats Washington.

Dienstag, 14. Februar 2012

(Valentinstag) Liebe geht durch den Magen oder: Sweet Stuff


Der Valentinstag wird schon seit vielen Jahrhunderten feierlich begangen, wenn auch sicher noch nie so sehr, wie in unserer Zeit. Durch Blumen- und Süßwarenhändler zu neuer Bekanntheit gebracht, gedenken wir an jenem Tag seltsamerweise eigentlich der Enthauptung eines Märtyrers.
Valentin war Bischof und heilte nicht nur Kranke, sondern verheiratete auch gegen den Willen des Kaisers sich liebende Paare. Eheleuten schenkte er oft Blumen aus seinem Garten, bis er am 14. Februar gefangen und enthauptet wurde.
Aber schon die alten Römer wussten den Tag feierlich zu begehen. Sie feierten die Göttin Juno (Hera), die als Schützerin von Ehe und Familie galt. Ihr zu Ehren wurden am 14. Februar Blumenopfer dargebracht.
Sogar in Indien ist dieser Tag einer der Liebenden. Einem alten Brauch zufolge werden am 14.02. Liebesschwüre an die Angebetete gesandt.
Mit etwas Ausdauer lassen sich noch mehr solcher kleiner Informationen finden. Wer also verliebt ist oder den Herzenspartner bereits gefunden hat, sollte sich am Valentinstag eine kleine Geste einfallen lassen. Wer weiß, welcher (Liebes-)Gott sonst bitter enttäuscht wäre ...

Ein wirklich leichtes Küchlein-Rezept mag allen, die es mal wieder vergessen haben, dabei behilflich sein. Die Zutaten hat sicher jeder zuhause.

Samstag, 11. Februar 2012

(queergelesen) Lesbische Gegenwartsliteratur für EinsteigerInnen – Verlage, Autoren, Genres und Titel


Die Autorin Juliette Bensch ("Last minute Liebe") liest und schreibt über queere (Literatur-)Themen.

Gleich vorweg: dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer aber meint, noch keine oder kaum Romane mit lesbischen Protagonistinnen im Bücherregal zu haben und sich aber für die Thematik interessiert, findet hier sicher die ein oder andere Anregung.

Wie findet man am einfachsten lesbische Romane innerhalb des riesigen Buchmarkts, auf dem jährlich zehntausende Neuerscheinungen pro Jahr hinzukommen? Man sucht gezielt bei Verlagen, die sich auf diese Inhalte und die Zielgruppe spezialisiert haben. Neben den großen Publikumsverlagen, in denen man ebenfalls hier und da Lesbisches finden kann, sind das vorrangig folgende:

Der Orlanda Verlag gründete sich 1974 und beschäftigt sich mit „Themen, die Frauen bewegen“. Es gibt Sachbücher, u.a. zu politischen, kulturellen oder ethnischen Inhalten sowie Sex- und Gesundheitsratgeber. Genau diese Bandbreite spiegelt sich auch im Bereich der Belletristik wider. Am erfolgreichsten war und ist wohl der historische Liebesroman „Patience and Sarah“ von Isabel Miller.

1978 wurde der Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke ins Leben gerufen. Eine Neuheit des Verlages war die Grenzüberschreitung der Künste: Wort und Bild gehen Hand in Hand. Am besten erkennbar ist das wohl an den erotisch-künstlerischen Anthologieserien „Mein heimliches Auge“ (multisexuell, aktuell Ausgabe 26) sowie dessen Nachfolger „Mein lesbisches Auge“ (aktuell Ausgabe 10) und „Mein schwules Auge“ (aktuell Ausgabe 8). Darüber hinaus veröffentlicht der Verlag Werke aus oder über fremde Kulturen (Japan, Kanarische Inseln). Die lesbisch ausgerichteten Titel sind in den Genres Thriller und (erotische) Liebes- oder Unterhaltungsliteratur angesiedelt, wie z.B. die Romane von Regina Nössler.

Den Ulrike Helmer Verlag gibt es seit 1987. Er bietet ein interessantes Profil mit Sach- und Wissenschaftsbüchern zu frauenorientierten Themen (z.B. Gender Studies, Feminismus oder Frauenberufe). Es gibt zudem die „Edition Klassikerinnen“ und im Bereich Belletristik spezialisiert sich der Verlag vorrangig auf die Interessen einer lesbischen Leserschaft. Eines der bekanntesten Werke dieser Reihe ist wohl „Julia und Satine“ von Daniela Schenk.

Seit über 20 Jahren gibt es auch schon die Ariadne Krimis im Argument Verlag. Ihr Anspruch liegt hoch, es geht nicht nur um Morde, nach deren Klärung wieder alle selig und zufrieden sind. Ariadne deckt psychologische Hintergründe auf, setzt sich mit gesellschaftlichen Widersprüchen auseinander. Nebenbei sind die Hauptfiguren mehrheitlich weiblich und nicht selten frauenliebend. Mittlerweile Kult geworden ist Sarah Drehers Stoner-McTavish-Reihe um die gleichnamige Ermittlerin und auch die internationale Größe Val McDermid wurde von Ariadne verlegt.

International geht es bei dem seit 1993 existierenden Verlag Krug u. Schadenberg zu. Die Verlegerinnen haben laut Slogan „Frauen im Sinn“ und kümmern sich mit besonderem Engagement um Übersetzungen aus dem Englischen, Französischen oder Spanischen, verlegen aber auch deutsche Autorinnen. Darunter sind belletristische Titel von Bettina Isabel Rocha, Karin Kallmaker, Manuela Kuck sowie von Shamim Sarif, die ihre Romane („Mitten ins Herz: I Can’t Think Straight“, „Die verborgene Welt“) in der Rolle der Regisseurin zu Verfilmungen geführt hat. Die Sachbuchtitel decken verschiedene Aspekte des lesbischen Lebens ab, privat („Sie liebt Sie“) oder im Beruf („Bringen Sie doch Ihre Freundin mit“).
Seit Kurzem wurden auch die Restbestände und Neuauflagen des geschlossenen Verlags Daphne bei Krug u. Schadenberg aufgenommen. Daphne wurde 1984 gegründet und hat legendäre Werke wie von Radclyffe Hall („Quell der Einsamkeit“) verlegt und großartige Autorinnen wie Sarah Waters („Die Muschelöffnerin“) für den deutschen Markt zugänglich gemacht. Daneben gab es bei Daphne auch die unterhaltsamen Comics von Alison Bechdel (die später mit der Graphic Novel „Fun Home“ über die Grenzen des lesbischen Markts hinaus berühmt wurde).

1995 wurde der Querverlag als erster lesbisch-schwuler Verlag Deutschlands gegründet und richtet seither das Augenmerk auf die Kooperation von Männern und Frauen innerhalb der queeren Gemeinschaft. Es werden sowohl Belletristik als auch Sachbücher verlegt. Maßgeblich zum Profil beigetragen haben zum Beispiel Karen-Susan Fessel (deren „Bilder von ihr“ sich fortwährender Beliebtheit erfreut), Antje Wagner („Der gläserne Traum“, „Schattengesicht“) und Corinna Waffender (die die lesbisch-schwule Krimireihe ‚Quer Criminal’ prägt, u.a. mit „Sterben war gestern“). Die Sachbücher sind wissenschaftlich angehaucht („Gender Theory“), beschäftigen sich mit wichtigen juristischen Grundlagen („Erst Recht“) und sind immer am Puls der Zeit („Regenbogenfamilien“).

1996 wurde die Édition el!es ins Leben gerufen. Autorin und Verlagsgründerin Ruth Gogoll machte sich kurzerhand mit „Taxi nach Paris“ und einem einzigartigen Konzept selbstständig, nachdem ihr Manuskript immer wieder abgelehnt wurde. Sie konnte einfach keine tragischen Geschichten um die lesbische Liebe mehr sehen und besteht seitdem auf das Happy End in jedem ihrer herausgegebenen Bücher – durchweg Liebesromane, ob von Fan Fiction inspiriert, in fantastischen Welten spielend oder im Hier und Jetzt. Außergewöhnlich ist auch, dass Leserinnen ein Abonnement für die monatlich erscheinenden Romane abschließen können. Des Weiteren gibt es seit einigen Jahren den Wettbewerb zum Lesbischen Literaturpreis, bei dem sich Autorinnen dem Urteil der Leserinnen stellen können. Er ist auch ein Trittbrett für Jungautorinnen. Erfolgreiche und etablierte Vielschreiberinnen bei el!es sind u.a. Victoria Pearl, Julia Arden, Julia Schöning und natürlich Ruth Gogoll selbst. Die jüngste Unternehmung ist die Zuwendung zum internationalen Markt durch Übersetzung ins Englische.

Freitag, 10. Februar 2012

Ein Jugendlabel weniger: PAN


Das 2009 gegründete Jugendbuchimprint des Knaur-Verlages, PAN, wird im Herbst 2012 seine Pforten schließen. Dies teilte, neben diversen Onlinemagazinen, der Programmleiter persönlich in Facebook mit. Timothy Sonderhüsken ist seit 1998 Lektor und zuletzt eben Programmleiter im Verlag und wird das Unternehmen Ende März auf eigenen Wunsch verlassen.
"Aber es wird weitergehen mit der phantastischen Unterhaltung - und zwar bei Knaur. Bis es soweit ist, kann man natürlich weiterhin PAN-Bücher lesen und lieben, allen voran die Romane von Thomas Thiemeyer, Ransom Riggs, Jackson Pearce, Amy Kathleen Ryan und vielen anderen. Wie ich immer sage: HEITER WEITER!"
Wünschen wir ihm alles Gute und vielen Dank für den vielen guten Lesestoff!
"Verleger Hans-Peter Übleis zu diesen Veränderungen: "(...) Schade, dass wir trotz schöner Einzelerfolge mit PAN nicht dauerhaft im Jugendbuchmarkt Fuß fassen konnten. Wir konzentrieren uns auf die Kernkompetenzen der Verlagsgruppe Droemer Knaur und werden bereits im Herbst ein neues Imprint lancieren". Quelle
Welches, das wurde leider noch nicht verraten. Da der Verlag jedoch nach eigenen Angaben im deutschsprachigen Raum Marktführer für Memoiren und historische Romane ist, könnte es sich in diesem Bereich einpegeln.

Inwieweit sind nun einzelne Romane und Serien betroffen?
"Sternenfeuer" von Amy Kathleen Ryan, das als Trilogie angelegt ist und im März 2012 erscheint, wird auch nach der Imprintschließung weitergehen. Zitat: "(gleiches Format, gleiche Ausstattung, gleiches alles ... nur anderer Verlagsname)".
Für die zweite Trilogie von Kelley Armstrong sieht es dagegen schlecht aus. "... wird leider nach den jüngsten Ereignissen nicht bei PAN oder Knaur erscheinen."
Die im obigen Zitat bereits erwähnten Autorn Thomas Thiemeyer, Ransom Riggs, Jackson Pearce, Amy Kathleen Ryan werden in Knaur integriert.

Persönliche Favoriten PANs:
"Silberlicht" von Laura Whitcomb.
Helen Lamb ist ein Geist. Sie erinnert sich nicht daran, wie sie starb, aber sie weiß, dass da etwas war, dass Gott ihr nicht vergeben kann. Also harrt sie der Dinge und bindet sich ungesehen an Menschen, die über ein gewisses literarisches Talent verfügen. Eines Tages jedoch blickt ihr James Deardon, der selbst als Geist auf Erden umhergeht und in den Körper des jungen Billy Blake geschlüpft ist, direkt in die Augen. Helen und James fühlen sich zueinander hingezogen und beschließen, ihr den Körper des jungen Mädchens Jennifer Thompson zu borgen.
"Lamento" von Maggie Stiefvater. Die Autorin hat sich mit all ihren Werken, die auch bei anderen Verlagen erschienen sind, einen Namen gemacht.
Die sechzehnjährige Deirdre Monaghan ist ein völlig normaler Teenager mit einer ausgesprochen musikalischen Begabung. Dadurch fällt sie der Feenkönigin ins Auge, die eifersüchtig auf das Mädchen wird.
Sie schickt ihren besten Auftragskiller Luke Dillon aus, damit er das Mädchen tötet. Doch der junge Mann, der sich seit Jahrhunderten in der Hand der Königin befindet und nichts lieber tun würde als fliehen, verliebt sich in sein Opfer.

"Meridian" von Amber Kizer.
Meridian Sozu erfährt an ihrem 16. Geburtstag, dass sie eine Fenestrae ist, ein Halb-Engel, der den Sterbenden auf die andere Seite hilft. Da die Fähigkeit in der Familie ihrer Mutter liegt, schickt man Meridian zu ihrer Tante Meridian Fulbright nach Colorado.
Tenskatawa Valders, ein etwa gleichaltriger Junge lebt als eine Art Diener im Haus der alten Frau. Meridian fühlt sich zu dem düsteren, geheimnisvollen Burschen hingezogen, der jedoch stets abweisend auf sie reagiert.
Neben den guten, gibt es auch dunkle Engel, die Aternocti, welche die Seelen der Verstorbenen für sich selbst beanspruchen, um sie auf ewig zu knechten. Und sie haben Meridians Spur aufgenommen ...

Donnerstag, 9. Februar 2012

(Keine) Historische Entwicklung in Fantasy-Welten? (Buchgedanken)


Als ich im Jahr 2009 den BuCon in Dreieich besuchte, stellte dort ein Zuhörer der Lesung von Aileen P. Roberts eine sehr interessante Frage. Nach eigener Aussage übrigens ein Leser, der eher selten zur Fantasy greift. Warum, fragte er sich, gäbe es in Fantasywelten so selten eine Entwicklung? Bei uns hätte es ja auch Entwicklungsstadien in Form der Steinzeit, des Mittelalters, der Industrialisierung usw. gegeben. Und warum sollte eine Welt in der es Magie gibt, in einem Stadium des Mittelalters stehen bleiben?
Als ich kürzlich mit einem (Hobby)Autor Geschichtenfragmente tauschte, fiel mir eine Textpassage ins Auge, die mich an genau diese Frage erinnerte. Mit Genehmigung des Autors hier der entsprechende Auszug:

Die Stadt X war älter als die Zeit selbst, wie die – zumeist menschlichen – Bewohner zu sagen pflegten und sie war schon so unzählige Male abgebrannt und wieder aufgebaut worden, dass dies durchaus der Wahrheit entsprechen konnte. Manchmal, wenn eine Familie beschloss anzubauen oder der Stadtrat eine Ausweitung der Stadtgrenze bewilligte, kamen seltsame Ruinen beim Bauen zutage, die noch viel seltsamere Dinge enthielten. Werkzeuge, die denen glichen, die auch die Handwerker X' verwendeten und die sich doch wieder in entscheidenden Merkmalen unterschieden. Auch waren es Dinge, die nicht nur von Menschen verwendet worden sein konnten, man fand ebenso Krüge und alte Einlegearbeiten, die eindeutig elfischen Ursprungs waren und Waffen, die nur von einem Zwergenschmied bearbeitet gewesen sein konnten.
Die Bewohner waren stolz darauf, solche Dinge unter ihren Häusern zu finden und sie waren der Meinung, sie bräuchten einen Gelehrten, der diese Dinge absichtlich fand und untersuchte. Bereitwillig zahlten sie ein paar Kupfermünzen mehr an Steuern, damit dieser ihnen sagte, ihre Stadt sei etwas Besonderes.

Wenn es in Fantasyromanen so etwas wie eine Historie gibt, dann meist in Form von Legenden oder relativ kurze Zeitspannen, da die Geschichtsschreibung auch nicht älter als zwei, drei Generationen ist ("Von Mund zu Mund").
Eine nennenswerte Ausnahme bilden hier die Werke J.R.R. Tolkiens, der jedoch mehrere Jahrzehnte an eben diesen gearbeitet hat.
In einigen neueren Fantasyromanen gibt es eine solche "Entwicklung" in Form von "Hochentwickelt - Katastrophe - wieder im Mittelalter".
Großartige Erfindungen, die uns weitergebracht haben, wie in etwa der Buchdruck oder die Dampfmaschine werden selten thematisiert (modernen Medizin, der Abschaffung von Zwangsheirat, Inquisition etc.). Schließt Magie eigentlich solche Erfindungen aus? Und was ist, wenn es keine Magie gibt?
Gibt es nun diese Entwicklung in Fantasy-Welten? Ist sie überhaupt nötig?
Vielleicht wäre es mal ganz interessant von einer Evolution gewisser phantastischer Wesen zu lesen. Oft sind sie ja einfach da, wie von Zauberhand erschaffen ...

Hat jemand einen Erklärungsansatz?

Mittwoch, 8. Februar 2012

Can't Teach an Old Demon New Tricks - Cara Lockwood


Titel: Can't Teach an Old Demon New Tricks
Autorin: Cara Lockwood
Originaltitel
Verlag: Pocket Star
ISBN: 1416550976
Euro: 5,95
Veröffentlichungsdatum: März 2010
Seiten: 384
Serie: #02
Come in: Geliehen
Sprache: Englisch





Inhalt

Rachel Farnsworth ist seit zehn Jahren verheiratet und nur fünf davon unglücklich. Ihr Mann Kevin scheint seit dieser Zeit nicht er selbst zu sein. Auch macht ihr Cassidy Sorgen, denn ihr einjähriger Sohn verhält sich nicht wie ein normales Kind, er verschwindet oder setzt Dinge in Brand. Was die junge Frau nicht weiß ist, dass der Körper ihres Mannes von einem Sloth-Dämon namens Pan besetzt wurde und ihr Sohn damit ein Halbdämon ist.
Gott hat bereits Engel zur Überwachung ausgesandt und ebenfalls solche, die die Dämonen vernichten sollen. Pan, der davon Wind bekommen hat, lässt Frau und Kind im Stich und versucht zu fliehen.
Der gefallene Racheengel Samsapiel – Sam – nimmt sich der Sache an. Er hilft Rachel und bleibt in ihrer Nähe, weil er ihren Sohn überwachen soll. Dabei kommen sich die beiden näher, doch es ist Engeln nicht gestattet, sich mit Menschenfrauen einzulassen ...

Cover

Wer genau sich für das Cover verantwortlich zeigt, habe ich vergessen nachzusehen. Das Cover ist in sich jedoch stimmig und fängt die Atmosphäre des Romans gut ein.

Meinung

Die Dämonenbücher von Cara Lockwood hängen nur lose miteinander zusammen, denn es findet stets ein neues Paar zusammen. Im ersten Teil "Every Demon Has His Day" war es Rachels beste Freundin Constance Plyd, die feststellen musste, das in ihrer Nähe Dinge geschehen, die eigentlich nicht möglich sein sollten.
Auch im zweiten Teil "Can't Teach an Old Demon New Tricks" geht es nicht düster, sondern trotz aller Spannung und Action eher heiter zu. Der Witz, der in dieser Geschichte steckt, ergibt sich aus dem Plot, den erdachten Charakteren und deren Beziehungen. Auch ist Rachel keine Überheldin, die von einem Fettnäpfchen ins nächste rutscht und so wohl eher für unnötige Übertreibungen gesorgt hätte. Sie ist eine gestandene Frau, die weiß was sie will, durch die neuen Entwicklungen, die auf sie zukommen, aber oft überfordert ist.
Das Baby Cassidy steht nicht, wie zunächst befürchtet, im Vordergrund, es bekommt einige Auftritte, die sehr gelungen und witzig sind. Die Heldin ist aber zumeist ohne ihren Sohn unterwegs, der derweilen bei ihrer besten Freundin bleibt (und dort einiges anstellt). Sonst ist sie eine liebevolle Mutter und wirkt dadurch nur umso sympathischer.
Die Autorin verwurstet nicht wahllos phantastische oder in diesem Fall biblische Gestalten. Was sie schildert ist durchdacht. Für den Fall, dass einige Leser gewisse Sequenzen der Bibel nicht kennen (insgesamt nur zwei kurze Geschichten), werden diese innerhalb der Story erklärt und erhalten teilweise einige neue Elemente, die einzig und allein der Phantasie zuzuordnen sind, sich in den Handlungsablauf aber gut einfügen. Ansonsten ist kein biblischer Zusammenhang erkennbar, es erhebt sich auch kein Zeigefinger. Einzig die Wesen der Bibel sind verwendet worden.
Die Liebesgeschichte zwischen Rachel und Sam ist kurz und von nur wenig Romantik geprägt. Es gibt hier und da einen sehr leidenschaftlichen Kuss und gewisse Gedanken, aber keine erotischen Szenen. Cara Lockwood konzentriert sich deutlich mehr auf die Engel/Dämonen Handlung, als auf das Zusammenkommen der beiden Protagonisten. Es gibt aber ein beschauliches Auf und Ab, was, die Liebesgeschichte betreffend, für einige Spannung sorgt.
Einige Charaktere mögen auf den ersten Blick ein wenig stereotyp erscheinen. Das liegt aber an der Rolle, die sie zu spielen haben.
Dämonen spucken hier auch Feuer, können sich teleportieren usw. und sind daher anders gestrickt, als das aus den meisten anderen paranormalen Dämonenbüchern bekannt sein dürfte.
Ein insgesamt sehr unterhaltsamer Roman, der witzig und spannend zugleich ist, ein paar kleinere Überraschungen bereit hält und durch seine gelungene Mischung überzeugt.


1. Every Demon Has His Day
2. Can't Teach an Old Demon New Tricks


She was born in Dallas, Texas, and earned a Bachelor's degree in English from the University of Pennsylvania. She has worked as a journalist in Austin, and is now married and living in Chicago. Her husband is not a rock star, but he does play the guitar -- poorly.

Montag, 6. Februar 2012

Covergleichheit: Mach die Augen zu und küss mich!


Dieses Paar muss sehr billig zu haben sein (als Foto), denn es ist auf dutzenden deutschen und anderssprachigen Covern zu finden, es wird bei Singlebörsen und auf (Autoren-)Homepages verwendet, auf Flyern war es zu sehen ... es ist einfach überall!
Hier nur ein paar Beispiele:


Vielen herzlichen Dank an Marie Seth für den Hinweis. Auch hier ist das Paar zu sehen:


Edit am 25.04.2012

Samstag, 4. Februar 2012

Falkenherz - L.J. McDonald


Titel: Falkenherz
Autorin: L.J. McDonald
Originaltitel: The Shattered Sylph
Verlag: Knaur
ISBN: 3426509474
Euro: 9,99
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2011
Seiten: 384
Serie: Die Krieger der Königin 02
Come in: Kauf







Inhalt

Es sind sechs Jahre vergangen, seit Solie zur Königin des Sylphentales aufgestiegen ist. Leon Petrule, der einstige beste Krieger des Königs, stand ihr zur Seite und brachte ihr sein Wissen über die Führung eines Königreiches bei. Sein Sylph Ril wurde im großen Kampf schwer verletzt und vermag es seither nicht mehr, seine Gestalt zu verändern. Leons älteste Tochter Lizzy ist inzwischen achtzehn Jahre alt und überredet ihre Mutter, allein mit ihrer Freundin einen Ausflug unternehmen zu dürfen. Dabei wird sie gefangen genommen, in das Wüstenreich Meridal entführt und an einen Harem verkauft.
Leon und Ril eilen zusammen mit Justin, Lizzys Jugendfreund, zu ihrer Befreiung. Seine Liebe zu ihr unterdrückt Ril seit Jahren, denn er glaubt, nicht mehr gut genug für sie zu sein.
Als die Männer in Meridal ankommen, können sie zwar Lizzys Aufenthaltsort aufspüren, werden aber selbst gefangen gesetzt. Jede Hoffnung scheint verloren ...

Cover

Die Umschlaggestaltung stammt von der ZERO Werbeagentur
Das Schwert schafft eine Verbindung zum ersten Teil und deutet die Kampfhandlungen an. Das abgebildete Frauengesicht könnte Lizzy darstellen, die ebenfalls blondhaarig ist. Es ist ein ansprechendes Cover gelungen.
Dennoch wären die Cover, dürfte ich sie anfertigen, weniger romantisiert-weiblich.

Meinung

Wie erwartet, schafft es L.J. McDonald im zweiten Teil der "Krieger der Königin"-Reihe noch einmal eine gehörige Schippe draufzusetzen.
Obwohl ein neues Paar zusammen findet, wäre es ratsam, bei Teil 1 mit dem Lesen zu beginnen. Wer und was die Sylphen sind, erschließt sich im zweiten Teil ohne Vorwissen nicht ganz so schnell und da die Gesellschaftsstrukturen in Meridal umfangreicher sind als im Sylphental, könnte es hier und da Verständigungsprobleme geben.
Die Autorin begeistert in erster Linie durch ihre Ausgewogenheit in der Geschichte und dem Detailreichtum einzelner Sequenzen. Ganz davon abgesehen davon, dass sie das gesamte Sylphensystem, und was die Menschen daraus gemacht haben, bis ins Letzte durchdacht hat und es keine Logiklücken gibt.
Die Handlung beginnt zunächst gemächlich, so dass genügend Zeit bleibt, sich mit Ril und Leon zusammen umzusehen und Eindrücke aufzunehmen. Obwohl Lizzy in einen Harem gesperrt wird, ist kein erotischer Roman daraus geworden und was immer hinter den Vorhängen abseits des großen Gemeinschaftraumes vor sich geht, bleibt auch dahinter. Es treffen dort auch verschiedene neue Sylphen zusammen, die in Meridal keine Namen, sondern Nummern erhalten. Das sorgt zunächst für etwas Anspannnung und für die Befürchtung, sich nicht alle Zahlen merken zu können. Da die wichtigen Sylphen aber in ihrer Anzahl begrenzt sind und zudem von den Haremsfrauen, die sie für sich erwählt haben, Spitznamen erhalten, löst sich dies schnell in Luft auf. Außerdem schafft es Frau McDonald, ihre Figuren sehr individuell zu gestalten, auch wenn sie eigentlich auf den ersten Blick alle gleich aussehen.
Offensichtlich wird auch, dass die Autorin ihren ganz eigenen Humor an einigen Stellen einwebt, der nicht aufgesetzt wirkt, sondern zusätzlich für Unterhaltung sorgt.
Wer nicht ganz so viel Gefallen an einem ausgeklügelten Gesellschaftssystem findet, könnte in der Hälfte der Geschichte einige wenige Längen empfinden, die jedoch vom zunehmenden Trouble und dem grandiosen Ende mehr als wett gemacht werden.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass sich L.J. McDonald auch im dritten Teil zu steigern vermag und die Fortsetzungen in Deutsch zu lesen sein werden. Einen Fan hat die Autorin in mir jedenfalls gefunden.


Die Krieger der Königin:
1. Die Krieger der Königin (The Battle Sylph)
2. Falkenherz (The Shattered Sylph)
3. Schattenmacht (Queen of the Sylph) (August 2012)


L.J. McDonald wurde 1970 in Kanada geboren und begann bereits im Alter von 15 Jahren zu schreiben. Ihr Debütroman "Die Krieger der Königin" wurde in Nordamerika mit begeisterten Kritiken gefeiert. So urteilte zum Beispiel die Romantic Times: "Ein herausragender Start für eine Serie, die verspricht, absolut fesselnd zu werden!". Das Buch legte den Grundstein für die gleichnamige Serie. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Ottawa und arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Die Krieger der Königin - L.J. McDonald


Titel: Die Krieger der Königin
Autorin: L.J. McDonald
Originaltitel: The Battle Sylph
Verlag: Knaur
ISBN: 3426508613
Euro: 9,99
Veröffentlichungsdatum: Mai 2011
Seiten: 416
Serie: Die Krieger der Königin 01
Come in: Kauf







Inhalt

Die siebzehnjährige Solie flieht vor ihrem Vater und einer für sie arrangierten Ehe und gerät dabei in die Gefangenschaft der Soldaten des Königs. Da sich niemand für sie verantwortlich zeigt und sie noch Jungfrau ist, soll sie in einem Beschwörungsritual als Opfer für einen Kriegersylphen, einer Art Dämon aus einer anderen Dimension, dienen.
Doch während der Zeremonie wehrt sich das junge Mädchen und kann so den Sylph Hedu an sich selbst binden, der daraufhin versucht mit ihr zu fliehen und dabei den Sohn des Königs tötet.
Da die Bindung an einen Kriegersylphen nur ausgewählten Adligen vorbehalten war und Frauen gleich ganz verboten, müssen Solie und Hedu erst herausfinden, was es mit der Bindung auf sich hat. Auf ihr Geheiß verwandelt sich der Sylph in einen Menschen und liest ihr fortan jeden Wunsch von den Augen ab.
Der König jedoch schwört bittere Rache und verfolgt beide, um Solie grausam hinrichten und Hedu in seine eigene Welt entschwinden zu lassen. Auf der Flucht vor seinem besten Krieger, der ebenfalls einen Sylphen gebunden hat, der ihm in allem gehorchen muss, geraten Solie und Hedu in ein verstecktes Rebellenlager - und entdecken ihre Gefühle füreinander.

Cover

Das Cover dieses Romans hat auch dem Lektorat des deutschen Verlages einiges Kopfzerbrechen bereitet.
Vom ersten Entwurf ist Gottlob nicht viel übrig geblieben und auch, wenn dieses noch immer nicht recht zum Inhalt passen will, macht es wesentlich mehr her. Ein Schwert verrät zumindest einiges und Frauengesichter sind leider noch immer in Mode. Insgesamt jedoch pendelt das Cover sich stimmig ein.

Meinung

L.J. McDonalds Debütroman "Die Krieger der Königin" kann, laut Blog der Autorin, bereits auf fünf Nachfolger blicken, von denen im Original jedoch bisher nur drei in Print erschienen sind. Wegen Schwierigkeiten mit dem Verlag sind die anderen bisher leider nicht erhältlich und es bleibt zu hoffen, dass der deutsche Verlag sich trotzdem die Rechte an den Büchern sichern wird.
Frau McDonald ist ein sehr durchdachtes und durch seine Originalität recht einzigartiges Fantasywerk gelungen. Die wenigen Stereotype, die es hier und dort geben mag, können getrost überlesen werden, denn der Rest der Geschichte und der Charaktere entschädigt mehr als genug.
Sylphe, die in Solies Welt geholt werden, leben in ihrer eigenen Dimension ähnlich eines Bienenschwarms in Stöcken und mit einer Königin. Ohne aufgesetzt zu wirken oder den Leser mit Infodump zu überschütten, gibt die Autorin wesentliche Informationen und verknüpft sie sogleich mit Hedus Verhalten, das vorrangig auf Unverständnis beruht. Er muss sich in einer ihm völlig fremden Welt zurechtfinden, in der ihm mehr als einmal Unrecht getan wird, in der es jedoch auch eine Königin nur für ihn allein gibt. Er ist ein niedlicher, unwissender Held, der Solie zu gefallen sucht und trotzdem unheimlich stark und durchsetzungsfähig ist. Einige heitere Situationen eingeschlossen.
Solie wirkt mitunter einen Tick zu jung, stellt sich den Herausforderungen jedoch mit viel Mut und einer Prise Glück. Durch ihre Figur wird das Worldbuilding weiter verfeinert, denn Frauen nehmen in der Gesellschaft eine untergeordnete Rolle ein, was Solie zu ändern versuchen wird.
Die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte der beiden steht nie im Vordergrund und ist insgesamt von nur wenig Romantik geprägt. Trotz der Gemächlichkeit endet alles jedoch in einem großes Feuerwerk, das Romantikerherzen und Fantasyfans in einem mehr als zufrieden stellen wird.
Trotz einiger Erwartungen, die geweckt worden sein mögen, handelt es sich bei "Die Krieger der Königin" weder um einen reinen Young Adult, noch einen reinen Liebesroman. Zögerliche männliche Leser sollten zugreifen, denn auch für sie ist die neue, unbekannte Welt sicherlich geeignet.
Insgesamt ein in sich stimmiger, spannender Fantasyroman, der so einige neue Aspekte bietet und die wenigen kleinen Wackler des Debüts in der Fortsetzung sicherlich hinter sich lassen wird.


Die Krieger der Königin:
1. Die Krieger der Königin (The Battle Sylph)
2. Falkenherz (The Shattered Sylph)
3. Schattenmacht (Queen of the Sylph) (August 2012)


L.J. McDonald wurde 1970 in Kanada geboren und begann bereits im Alter von 15 Jahren zu schreiben. Ihr Debütroman "Die Krieger der Königin" wurde in Nordamerika mit begeisterten Kritiken gefeiert. So urteilte zum Beispiel die Romantic Times: "Ein herausragender Start für eine Serie, die verspricht, absolut fesselnd zu werden!". Das Buch legte den Grundstein für die gleichnamige Serie. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Ottawa und arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman.