Montag, 31. Mai 2010

Das gleiche Kleid! - Cover-Wiederverwendung



Manchmal ist es schon komisch, was man alles entdecken kann. Es ist, als würde man ein altes Familienalbum durchblättern und denken: Hey, die kenn' ich doch!
So geschehen, als ich auf "To Touch the Knight" von Deborah MacGillivray gestoßen bin. Und wie bei Onkel X, der sich in den letzten Jahrzehnten doch etwas verändert hat, dauerte es eine Weile, bis ich darauf kam.
"In der feurigen Umarmung des Highlanders" von Patricia Potter ziert das gleiche Pärchen. Beide Bücher erscheinen in diesem Jahr. Potter im Mai und MacGillivray im Oktober; allerdings kontinental weit getrennt - und vielleicht ist es dann schon gar nicht mehr so wichtig ... Oder?
Man müsste die Autorinnen mal fragen, ob ihnen das wirklich gefällt oder ob es eher in die Sparte: Mist, die hat das gleiche Kleid an, wie ich! fällt.


Sonntag, 30. Mai 2010

(DVD) Prinzessin Fantaghiró (5+6)


Teil 1+2
Teil 3+4

Es war ein Experiment, das ich gewagt habe und Schuld daran ist eine junge (weil gleichalte) Autorin, deren Namen ich nicht nenne. Es gibt ja doch so einige Serien, die an die gute, alte Zeit erinnern und ganz oben auf die Liste gehört sicherlich "Prinzessin Fantaghiró".
Da ich mir vor Jahren die Sammelbox zugelegt habe, konnte ich nun ein sehr gewagtes Experiment angehen. Ich werde mir alle Teile (noch einmal) ansehen und exklusiv (und gnadenlos) über meine Erfahrungen berichten. Dabei muss ich allerdings erwähnen, dass ich die letzten Folgen nie gesehen habe und sie daher nicht wiederhole, sondern erstmalig anschaue.
Nun aber zu Teil 1 und 2.

Die Fantasy-Serie entstand nach dem italienischen Märchen "Fantaghiró persona bella" von Italo Calvino. Der Autor hat ein altes toskanisches Volksmärchen aus dem neunten Jahrhundert ausgegraben und neu erzählt.
Erstmals in Deutschland ausgestrahlt wurde sie im Dezember 1993. Nach den ursprünglichen ersten vier Folgen wurde die Reihe dreimal mit jeweils zwei neuen Folgen fortgesetzt. Jede Folge hatte Spielfilmlänge.

Die Zauberer und Hexen der Welt machen sich große Sorgen, denn Tarabas hat die Macht übernommen. Niemand hat ihn je gesehen, aber jeder weiß, dass er keine Gnade kennt und ein grausames Regime führt. Sie versuchen ihn zu vernichten, doch er besiegt sie alle.
Aber es gibt Hoffnung: einer alten Prophezeiung nach wird ihn ein Königskind besiegen und seine Herrschaft enden lassen. Um das zu verhindern, lässt Tarabas alle Prinzen und Prinzessinnen, die noch keine zehn Jahre alt sind entführen und in sein Reich bringen.
Auch die Kinder von Fantaghirós Schwestern sollen geraubt werden. Im letzten Moment können sie gerettet werden, doch es geschieht ein Unglück. Romualdo stürzt zusammen mit den steinernen Soldaten von Tarabas in den Fluss und wird selbst zu Stein. Es heißt, dass nur ein Kuss ihn wieder lebendig werden lassen kann. So oft Fantaghiró ihre Lippen auf seine presst, so oft geschieht nichts. Denn was niemand weiß: Nicht der Kuss Romualdos ist gemeint, sondern der von Tarabas höchstpersönlich. Fantaghiró lässt sich davon nicht abschrecken und macht sich auf den Weg in das Reich des bösen Zauberers.
Inzwischen sind die steinernen Soldaten auch in das Königreich der kleinen Smeralda gelangt und töten ihre Eltern. Fantaghiró kann sie im letzten Moment vor der Entführung retten und lenkt so die Aufmerksamkeit Tarabas' auf sich. Der noch junge Mann beginnt zum ersten Mal in seinem Leben etwas zu fühlen und wird fortan von schrecklichen Selbstzweifeln gequält.
Und während die Frauen des Königtums Schlange stehen, um selbst ihr Glück bei Romualdo zu versuchen, trifft Fantaghiró eine folgenschwere Entscheidung.

Die meiner Meinung nach bisher besten zwei Folgen der gesamten Staffel, was an verschiedenen Dingen liegt. Zum einen finde ich die mir erzählte Grundstory sehr viel ausgereifter und durchdachter, als jene zuvor. Und zum anderen liefern die Schauspieler tolle Leistungen ab.
Schon der Anfang war zauberhaft, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Magier(innen) waren zwar ein wenig klischeehaft, aber auch völlig anders, als es mir je zuvor begegnet ist. Ganz besonders angetan war ich von den dreien, die sich auf den Weg zu Tarabas machen. Ihre Kostüme und Magierstäbe haben es mir angetan.
Aber auch Brigitte Nielsen, an der ich einen echten Narren gefressen habe, war toll. Ihr Kostüm wirkte an ihr wunderschön und für sie war es besonders schwer, da sie nur teilweise agieren konnte. Nur ihr Kopf wird von Blitz und Donner wieder zum Leben erweckt und so muss ihre Mimik alles sagen, was sonst wilde Gestiken tun. Ich finde, das ist ihr gut gelungen.
Am allermeisten, wen wird es wundern, war ich jedoch von Tarabas begeistert. Es war nicht nur er, als er selbst, seine schönen Augen, sein ganzes Äußeres. Auch diese Selbstzweifel, dieses Nachdenkliche wirkt einfach nur bezaubernd und sehr anziehend. Dann wird er aufbrausend und gefährlich, im nächsten Moment aber wieder leidend, weil seine Gefühle nicht erwidert werden. Gibt es einen besseren Helden? Das alles, was in der Figur steckt, schafft es Nicholas Rogers hervorragend rüber zu bringen.
Die kleine Smeralda hat mich schon vor Jahren, als ich die Folgen das erste Mal gesehen habe, einfach nur genervt. Aber zum Ende standen mir wieder Tränen in den Augen, weil ich so gehofft habe, dass sie ihre Eltern zurückbekommt ...
Aus Fantaghirós Sicht kann ich es ein wenig verstehen, dass sie sich gegen Tarabas und für Romualdo entscheidet, sie lernt ihn ja nicht so wie der Zuschauer kennen. Aber schade ist es dennoch.
Was an Folge 5&6 deutlich wird, ist der Erfolg, der hinter der Serie steckt. Denn hier wurde im Prinzip eine völlig neue Geschichte mit einigen bereits vorhandenen Personen erdacht. Das finde ich nicht weiter schlimm, denn es ist absolut gelungen.
Sehr sehenswert!


Darsteller (5+6):
Alessandra Martines- Fantaghiró
Kim Rossi-Stuart - Romualdo
Nicholas Rogers - Tarabas
Elena D'Ippolito - Smeralda
Ursula Andress - Xellesia (Tarabas Mutter)
Barbora Kodekova - Caterina (Teil 3-6)
Katerina Brozova - Carolina
Tomas Valik - Ivaldo
Stefano Davanzati - Cataldo
Brigitte Nielsen - Schwarze Hexe
Lenca Kubalkova - Donner
Jakub Zdenek - Blitz


Nützliche Links:
http://www.prinzessin-fantaghiro.de/
Fanpage
Wikipedia-Zusammenfassung
http://fantaghiro.forum-aktiv.com/
Fanforum
youtube.de
Suche: Fantaghiro (es gibt die Filme gekürzt zu sehen)
http://aranea.de.hm/
Deutsche Fanfiction, die nach dem Ende weiterspinnt


Samstag, 29. Mai 2010

Interessante Fantasy-Neuerscheinungen Juni



Die Erbin der Welt - N.K. Jemisin
Natürlich befolgt Yeine Darr den Befehl ihres Großvaters, sich unverzüglich aus der Provinz zu seinem Palast zu begeben. Schließlich ist er der Herrscher über die ganze Welt. Doch als er sie zu seiner dritten Erbin ernennt, befindet sie sich unvermutet inmitten tödlicher Palastintrigen. Ihre einzige Hoffnung auf Überleben ist ein Bündnis mit Nahadoth – dem zwar versklavten, aber immer noch ebenso mörderischen wie verführerischen Gott der Finsternis.

Die Gabe der Magie - Kathleen Duey
Sadima verfügt über magische Kräfte, doch es ist beinahe unmöglich für sie, einen Lehrmeister zu finden. Daher verdingt sie sich als Haushälterin zweier Magier. Sie hofft, so zumindest ein wenig über ihre Gabe zu erfahren. Da verliebt sie sich in ihren Dienstherrn, den jungen Magier Franklin. Doch er sieht sich außerstande, Sadimas Gefühle zu erwidern. Denn er und sein ehrgeiziger Freund Somiss haben sich einer großen Aufgabe verschrieben – der Gründung einer Akademie der Magier.

Die verborgene Stadt - Die Prophezeiung - Vadim Panov
Seit ewiger Zeit existiert neben unserer Wirklichkeit eine zweite, magische Welt – die Welt der Werwölfe, Hexen und Magier. Und nach Jahrhunderten der Verfolgung durch die Menschen haben sich die magischen Geschöpfe an einen geheimen Ort zurückgezogen, durch mächtige Zauber vor den Augen der Bewohner Moskaus geschützt: die verborgene Stadt.

Im Dämonenwald - Jennifer Roberson
Teil 2: Die junge Audrun und ihre Familie trennen sich von der Karawane, von der sie sich ursprünglich Schutz versprochen hatten, um ihr Glück auf eigene Faust zu versuchen. Nur beschützt von dem Karawanenwächter Rhuan – der angeblich sechs Mal von den Toten zurückkehren kann – versuchen sie, den finsteren Wald Alisanos zu umgehen. Doch das erweist sich als weit schwieriger als gedacht, denn Alisanos lebt – und der Dämonenwald hat seine eigenen Pläne mit Audrun und ihrem ungeborenen Kind ...

Sturmpfade - Nicole Schuhmacher
Teil 2: In einer Welt, regiert von Göttern und der Kraft der Magie, ist die junge Rika dazu ausersehen, dem Gott der Sturmkraft zu dienen. Doch Neid und Habgier haben die Magie in Verruf gebracht. Rika findet sich plötzlich inmitten eines Krieges wieder, in dem politische Intrigen und eifersüchtige Götter mit ihrem Schicksal spielen – bis sie beschließt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Damit beginnt für Rika ein Abenteuer voll stürmischer Gefühle und Gefahren ...

Die Heilerin - Janice Hardy
Auf den Inseln von Geveg gibt es Heiler mit einer besonderen Gabe. Sie können den Schmerz anderer Menschen in sich aufnehmen und ihn in ein seltenes Metall ableiten. Aus diesem Stoff werden wertvolle Waffen geschmiedet.
Auch das Mädchen Nya ist eine Heilerin. Aber Nya ist anders. Sie kann jemandem die Schmerzen nehmen und diese an andere Menschen weitergeben. Ein verbotenes Talent, das sie zu einer Ausgestoßenen macht – und zu einer Gefahr im Krieg der Heiler.


Freitag, 28. Mai 2010

Pakt der Könige (Die Legende von Ayesha 2) - Ange Guéro


Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Penhaligon-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken!

Zunächst eine Warnung: Beim "Pakt der Könige" handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie. Alle, die den ersten Teil "Rune der Knechtschaft" nicht kennen, laufen Gefahr, Dinge zu erfahren, die ihnen den Lesespaß nehmen könnten.

Das Türkisvolk - Menschen mit hellen Haaren und blauen Augen - kam vor Jahrtausenden über das Meer. Ein Priester fand kurz darauf eine Rune am Sternenhimmel, die ihm und allen sagte, dass diese Menschen zum Sklavendienst geboren sind. Und so leben sie seitdem geknechtet und gefoltert. Aber es gibt eine Legende, die ihnen Hoffnung schenkt.

Zwischen Arekh es Morales' Flucht vor der Wahrheit um Marikani und ihre Sklavenherkunft und der einsetzenden Handlung liegen einige Monate. Arekh streift ziellos durchs Land, flieht aus einer Stadt, die von den Meriniden nieder gemacht wird und nimmt dabei eine kleine blonde Sklavin mit sich. Er besucht sogar seine Heimat aus Kindertagen, die ihm einst nur Schmerz bereitet hat. Schließlich wird ihm dort der Vorschlag unterbreitet, für den Hohen Rat von Salmyra als Befehlshaber zu arbeiten. Die Geschöpfe der Abgründe, die im hohen Norden leben und sich nie weit vorwagten, vernichten nun ganze Landschaften, Dörfer und Städte. Fällt Salmyra, überschwemmen diese Wesen auch den Rest des Kontinents.
Arekh stimmt zu, nicht ahnend, dass eben dieser Hohe Rat eine Zusammenkunft der Könige, die aus dem alten Göttergeschlecht stammen, einberufen hat. Unter ihnen auch die Königin von Harabec, Marikani, und ihr Gemahl Harrakin.
Marikani begreift immer mehr, welche Last auf ihren Schultern ruht. Sie, die eigentlich eine Sklavin ist, sitzt auf dem Thron und muss nicht nur mit ansehen, wie das Türkisvolk - ihr Volk! - geknechtet und misshandelt wird, sie muss sogar Befehle zur Tötung dieser Menschen geben.
Arekh weiß, dass er Marikani hasst. Sie hat ihn betrogen wie noch kein Mensch vor ihr, sie hat ihm den wahren Blick für die Dinge gegeben. Und er glaubt doch eigentlich felsenfest an das bestehende System: Herrschaft und Versklavung.
In Salmyra, mitten in der Wüste, gehen seltsame Dinge vor und beide haben den Kopf voll mit anderen Dingen. Doch dann entschließt sich Marikani dazu, ihrem Gatten Harrakin die Wahrheit zu sagen - und der ergreift die Chance, sich zum alleinigen Herrscher von Harabec aufzuschwingen.
Nur einer kann Marikani und das Türkisvolk jetzt noch retten, doch der kommt gegen seine Gefühle nicht an.

Leseprobe: HIER


Im Original unter dem Titel "Les trois lunes de Tanjor, Tome 2: La flamme d'Harabec" (Die drei Monde von Tanjor: Die Flamme von Harabec) erschienen, fand sich dazu dieses Cover. Es passt wie die berühmte Faust aufs Auge zum Inhalt des Romans, denn darauf sind Marikani und die kleine blonde Sklavin zu erkennen, die sich an Arekh gebunden hat.
Dennoch: Die drei zusammengehörenden Romane nicht nur in kurzer Folge zu veröfentlichen, sondern sie auch optisch einander anzugleichen, ist ein Geniestreich. Die Bilder bauen aufeinander auf und jeder Roman hat eine zu ihm passende Farbe bekommen.
Teil 1 in Rot: wie die Liebe, aber auch ein Hinweis auf Gefahr und einen Umbruch, den Anbruch einer neuen Zeit.
Teil 2 in Grün: wie die Hoffnung. Die Göttin der Prophezeiung ist wiedergeboren, ein neues Leben kann für das Sklavenvolk beginnen.
Teil 3 in Blau: wie Kälte, aber auch Erhabenheit. Die Farbe der Weite und Ferne und vielleicht auch ein bisschen Sehnsucht.
Der Titel ist stets in goldenen Lettern zu bewundern.

Zunächst wieder ein Wort zum Klappentext: Auch diesmal verrät er viel, obwohl einiges in der Handlung recht am Ende des Buches geschieht. Zunächst war ich davon etwas verärgert, dann aber ändert sich in der Handlung noch so viel, dass es verzeihlich ist. Ich selbst habe auf den Klappentext bei meiner Inhaltsbeschreibung zurückgegriffen.

Obwohl ich es nicht geglaubt, wenn aber gehofft habe, vermögen Ange Guéro im zweiten Teil noch impulsiver, fulminanter und spannender zu werden.
Der Handlungsstrang baut sich wieder gemächlich auf, ohne dabei langatmig zu werden. Dem Leser bleibt also genug Zeit, sich umzusehen und die vergangene Zeit in sich aufzunehmen. Wieder wird aus der Sicht Arekhs das Geschehen geschildert, doch diesmal gibt es auch einige Kapitel, in denen Marikani das Wort erhält. Beide Figuren gewinnen an sehr viel Tiefe und scheinen beinahe wirklich zu atmen. Ihre jeweiligen inneren Kämpfe mit sich und ihren Dämonen, aber auch ihren Gefühlen sind sehr nachvollziehbar und emotional geschildert.
Arekh hat in seinem Leben viel durchgemacht und alles, was er erlebt hat, ließ ihn verhärten. So bekommt er zwar kleinere Weichheiten, in etwa durch die kleine Sklavin, die er rettet und behält, bleibt aber immer Krieger. Auch Marikani bekommt seine Wut und seinen Hass zu spüren, denn schließlich hat sie ihn gelehrt zu sehen, was wirklich vorgeht. Nicht die Scharlatanerie, die man ihm anerzogen hat. Dafür verachtet er sie. Und dennoch spürt er, dass sie ihm, einfach als Mensch, nicht egal ist. Und dafür hasst er sich. Diese Selbstzweifel machen ihn menschlich und zumindest bei mir furchtbar beliebt.
Aber auch Marikani hat Eindruck hinterlassen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die trotz aller Schicksalsschläge wusste, das Leben mit Humor zu nehmen. Doch zunehmend werden ihr die Umstände der Sklaverei bewusst, zunehmend wird sie mit der Priesterschaft konfrontiert, der nicht gefällt, dass sie so viel für das Türkisvolk tut. Kann man es ihr etwa ansehen? Trotz ihrer dunklen Haut und den dunklen Haaren spüren? Ihre Angst wächst mit jeder Seite, die ich umschlug.
Die Gefühle, die Ange Guéro im Leser auslösen sind es, die einfach mitreißen. Das und auch der Umstand, wie sie subtil immer neue Informationen über die Sklaven und wie sie leben, in die Handlung einfließen lassen, haben mich beeindruckt. Wo war das Autorenpaar bisher, dass ich sie noch nicht gefunden habe?
Einzig der Verbleib Lionors hat mich zunächst gestört, sie taucht aber wieder auf und es wird auch eine kleine Geschichte um sie gesponnen.
Die Welt, die Ange Guéro schaffen ist noch ein wenig detaillreicher geworden, was vor allem an dem neuen Ort liegt, an dem das Geschehen angesiedelt wird. Eine Wüste, in der selbst ich das Gefühl hatte, mein Mund sei völlig ausgetrocknet.
Danke an das Autorenpaar für diese wundervolle Fantasygeschichte!
Wie sich all dies aber nun in nur einem einzigen Folgeband auflösen soll, ist mir noch nicht ganz klar. Und leider muss ich nun wieder zwei Monate warten, ehe ich erfahren darf, wie es ausgeht.
Darum meine Empfehlung: Wartet, bis alle Bücher erschienen sind und holt sie Euch erst dann. Ihr werdet sie nicht mehr aus der Hand legen wollen.

"Volk der Verbannten" (Die Legende von Ayesha 3) erscheint im Juli 2010.

Keine Homepage gefunden.
Ange ist eines der Pseudonyme, hinter denen sich ein überaus produktives und vielseitiges Autorenpaar verbirgt: Anne und Gérard Guéro. Unter diesem Namen haben sie seit 1990 die Texte zu zahlreichen Comics (darunter „Die Legende der Drachenritter”), Science-Fiction-Romane für Erwachsene und Jugendliche und zahlreiche Übersetzungen verfasst. Kurz und gut: Ange ist ein vielbeschäftigter Autor. Das ist auch kein Wunder, wenn man wie Ange vier Arme, zwei Herzen, vier Augen und – zumindest im Augenblick – nur eine Brille hat ...


Donnerstag, 27. Mai 2010

Interessante LiRo-Neuerscheinungen Juni


Unter dem Genre Liebesroman (LiRo) versteht man nicht nur historische LiRos, Frauenromane und Chick Lit, sondern auch Paranormals (Vampire, Gestaltwandler etc.) und sogar einige Fantasy-Romane. Auch können Krimis unter das Großlabel fallen.
Wichtigstes Augenmerk: Die Liebesgeschichte nimmt einen Groteil der Handlung ein, entweder genauso viel wie die Rahmenhandlung (Verbrechen muss aufgeklärt werden, Dunkler Herrscher besiegt etc.) oder mehr.
Darum trenne ich Paranormals und Fantasy-Romane strikt. Bisher kenne ich nur eine einzige Buchhandlung in Berlin, die es ebenso handhabt.


Voll auf Ex-Kurs - Lena Gold
Sind Sie schon mal verlassen worden? Nein? Dann hatten Sie entweder Glück – oder Sie leben zölibatär. Auf mich trifft leider keines von beidem zu, denn meine große Liebe hat mit mir Schluss gemacht. Seitdem bin ich todunglücklich. Ich – das ist Pia, 33, Texterin in einer Werbeagentur. Er – das ist Sebastian, 35, Musikproduzent. Wir waren DAS Traumpaar! Und ich will ihn zurück! Nur – wie stellt man das an? Ich bin ratlos. Aber dann stolpere ich im Internet über die Lösung: Mit einem Coach! Und zwar beim Seminar „Voll auf Ex-Kurs“.

Küsse auf Eis - Rachel Gibson
Zugegeben, der 80-jährige Virgil ist für die 25-jährige Faith Duffy vielleicht ein bisschen alt. Aber schließlich kennt Liebe keine Grenzen und Faith liebt ihn heiß und innig – bis dass der Tod sie scheidet. Dies passiert schon fünf Jahre nach ihrer Hochzeit, und Faith steht allein da. Fast allein, denn Virgil hat Faith zur Erbin seiner Eishockeymannschaft gemacht. Die Jungs sind von ihrer neuen Trainerin überhaupt nicht begeistert, und vor allem mit dem attraktiven Ty Savage kommt es immer wieder zu Reibereien. Aber wo Reibereien sind, da sprühen auch Funken ...

Wolfsspur - Kit Whitfield
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der der überwiegende Teil der Bevölkerung Werwölfe sind. Und stellen Sie sich vor, Sie sind einer der wenigen verbliebenen »echten« Menschen. Und dann stellen Sie sich vor, dass einer Ihrer Freunde ermordet wird – von einem Werwolf –, und Sie werden beauftragt, diesen Mord aufzuklären ... Kit Whitfields »Wolfsspur« ist ein Roman, wie es ihn so noch nie gab. Er zieht den Leser in eine Welt, wie sie faszinierender nicht sein könnte.

Zuckerguss und Liebeslieder - Rosie Wilde
Alice Fisher hat einen guten Job bei einer Plattenfirma, einen zuverlässigen Freund, eine nur mäßig verrückte Familie und vor allem: einen perfekt geregelten Alltag. Doch der steht Kopf, als Alice nach Amerika geschickt wird, um den Superstar Wyatt Brown zu einem neuen Album zu überreden. Die Reise geht nicht nach New York, wie Alice angenommen hatte, sondern nach Barnsley, Ohio. Dort stolpert Alice schon bei ihrer ersten Begegnung mit Wyatt in jeden Fettnapf, muss sich um eine Kuh namens Mary Lou kümmern und einen Backwettbewerb bestehen. All das kann sie aber nicht davon ablenken, dass Wyatt ihr Herz gewaltig zum Klopfen bringt …

Gefährliches Begehren - Celeste Bradley
Ausgerechnet Lady Alicia Lawrence, von der guten Gesellschaft als notorische Lügnerin gebrandmarkt, kommt einer gefährlichen Verschwörung auf die Spur. Nur Stanton Horne, Spion des Königs, schenkt ihr Glauben. Auf einer skandalösen Hausparty gibt sie sich als seine Mätresse aus, um den Feind zu enttarnen. Unversehens geraten die beiden in einen wilden Strudel leidenschaftlichen Begehrens.

Magisches Feuer - Christine Feehan
Der Milliardär Jake Bannaconni hat eine schwere Kindheit hinter sich: Nachdem er die Erwartungen seiner grausamen Eltern, seine magischen Fähigkeiten zu nutzen, nicht erfüllen konnte, vereinsamte er zunehmend. Was seine Eltern jedoch nicht wissen – Jake verbirgt seine gestaltwandlerische Gabe bewusst vor ihnen. Mit seiner Volljährigkeit tritt er das Erbe seines Großvaters an und wird zu einem äußerst erfolgreichen, aber auch skrupellosen Geschäftsmann. Er hat sein Leben scheinbar im Griff, bis es zu einem dramatischen Autounfall kommt und er der schönen Emma begegnet. Er verfällt der jungen Witwe und öffnet zum ersten Mal in seinem Leben einer anderen Person sein Herz. Trotz ihrer ungleichen Beziehung entbrennt eine glühende Leidenschaft, die sowohl Emma als auch Jake vor eine schwere Wahl stellt.

Vampirgeflüster - Charlaine Harris
Für Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin, ist das Leben mit Vampiren und Werwölfen nichts Besonderes. Im Gegenteil: Sie hat mehr mit übernatürlichen Wesen zu tun, als ihr lieb ist, seit die Vampire vor einigen Jahren ihre Existenz öffentlich gemacht haben. Für die meisten Menschen sind sie jedoch rätselhafte und unheimliche Wesen geblieben. Jetzt wollen es die Werwölfe den Vampiren nachtun und sich ebenfalls outen. Das scheint zunächst gut zu gehen. Doch dann wird ein junger Werwolf in der Nähe der Bar, in der Sookie arbeitet, gefunden - grausam ermordet. Sookie ahnt nicht, dass dem kleinen Ort Bon Temps noch weitaus größere Gefahren drohen: Eine Gruppe von uralten Wesen, die vollkommen im Verborgenen existiert haben, rüstet sich zum Kampf ...

Ein Hauch von Frühling - Marcia Willet

Daisy ist so verliebt in den geheimnisvollen Paul, dass ihre Gedanken nur noch um ihn kreisen. Dabei hätte die junge Ballerina allen Grund, über ihre Zukunft nachzudenken. Ihre Tanzlehrerin ahnt, dass sich ein Drama anbahnt. Denn sie weiß nur zu gut: Liebe macht blind. Vor der malerischen Kulisse Südenglands entfaltet die Autorin einen warmherzigen Roman über Liebe und Freundschaft.

Blau wie Schokolade - Cathy Lamb

Die PR-Managerin Jeanne Stewart muss Chicago verlassen und ein neues Leben anfangen, nachdem sie sich von ihrem untreuen Freund getrennt und ihren Job hingeschmissen hat.
Auf dem Weg zu ihrem Bruder bleibt sie in einem kleinen Ort in Oregon hängen. Hier findet sie in ihrer Pensionswirtin und den anderen Bewohnern ebenso liebenswerte wie exzentrische Freunde. Jeanne nimmt an einem Aggressionsbewältigungskurs teil. Als sie bei einer Übung, einer Art Mutprobe, nackt am Fluss entlang läuft, stolpert sie und landet in den Armen eines hilfsbereiten Fremden ...
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die zeigt, dass man manchmal von seinem Weg abkommen muss, um sich selbst zu finden.


Mittwoch, 26. Mai 2010

(Neuerscheinung) Shadowfever - Karen Marie Moning


Wir deutschen Leser können es kaum abwarten Teil 4 in den Händen zu halten, der im Dezember beim Ullstein-Verlag erscheinen wird. Nach diesem oberfiesen Cliffhanger am Ende von Teil 3 "Im Schatten dunkler Mächte" ist es aber sicher für die Fans nicht ganz unwichtig, wie weit Karen Marie Moning eigentlich mit Teil 5, dem Abschlussband der Serie, ist. Immerhin soll dieser bereits Anfang Dezember im Original erscheinen.
Dazu schreibt die Autorin auf ihrem Blog folgendes:
"We’ve spent the past four years journeying together to the end of Mac’s story. I have no doubt it’s been easier on me than you because I’ve known the ending since the beginning. I knew there was light at the end of the tunnel (...)."
(Wir sind die letzten vier Jahre gemeinsam zum Ende von Mac's Abenteuern gereist. Für mich ist es zweifellos einfacher gewesen als für Sie, weil ich das Ende von Anfang an wusste. Ich wusste, dass es ein Licht am Ende des Tunnels geben würde (...))
Weiterhin schreibt sie, dass sie das Ende der Serie für ihre Leser spektakulär machen möchte, eben zu einem Buch, das man wie einen Schatz hütet und nicht mehr hergeben will. Beim Brainstorming zum Cover des Buches fielen Wortgruppen wie "verführerische Bedrohung" in die Runde und geben zumindest einen winzigen Einblick.
Was Karen M. Moning nicht verrät, steht im Newsletter.
"Hi all, Leiha here. Karen is writing SHADOWFEVER and loving it but she says it's the book that will never end, LOL. Whenever she says that I laugh and say great! Give me more!"
(Hi, ich bin Leiha. Karen schreibt fleißig an "Shadowfever" und liebt es, aber sie sagt auch, dass es ein Buch ist, das wohl nie enden wird, LOL. Immer wenn sie das sagt, muss ich lachen und sagen: Großartig! Mehr davon!)
Da möchte ich mich Leiha anschließen. :)

Wen aber nun interessiert, wie das Buch aussehen wird, der sollte diesem Link folgen. Weitere Informationen gibt es auch auf dem Blog der Autorin.
Der Klappentext fasst kurz zusammen, worum es in der Serie geht und bringt daher leider keine neuen Erkenntnisse darüber, was im letzten Teil alles geschehen wird.

Aber es gibt noch mehr Neigkeiten. Offenbar wird es auch eine Graphic Novel der fünf Bände geben. Dies aber eher zusätzlich begleitend zur Serie, die Sidhe-Seherinnen und ihr andauernder Kampf sollen in etwa vorgestellt werden. Auch werden den Fans spannende neue Ausblicke in geliebte Charaktere gegeben.

Und eine talentierte Künstlerin hat soeben ihre Arbeit beendet und ein ganzes Deck an Tarotkarten gestaltet, die auf Monings Bücher aufbauen. Die Autorin selbst hat dazu wohl gesagt, dass einige dieser Karten eine nicht ganz unwesentliche Rolle im neuen Buch spielen werden. Weitere Informationen dazu gibt es hier.


Neuerscheinungen von Lindsey Kelk


In den letzten Suchanfragen, die ich zu jedem Monatsersten poste, war auch folgendes zu lesen: "verliebt verlobt versace fortsetzung".
Im Original heißt das Buch "I heart New York" und hat inzwischen zwei englischsprachige Fortsetzungen. "I heart Hollywood" und "I heart Paris".
Ersteres wird nach Aussagen des Verlages im Januar 2011 unter dem Titel "Mit Chic, Charme und Chanel" auf Deutsch erscheinen.

Angela Clarke fliegt von New York City nach Hollywood, um dort für ihr Magazin „The Look” den angesagtesten Schauspieler derzeit, James Jacobs, zu interviewen. Schnell merkt sie, dass der vermeintliche Frauenheld der einzig aufrichtige Mensch in dieser scheinbar so glamourösen Stadt zu sein scheint. Doch als ein Paparazzo ein zweideutiges Bild der beiden schießt, steht Angelas Leben plötzlich Kopf: Mitten im Focus der Klatschpresse wird Angela eine Beziehung mit James angedichtet, dabei hat sie doch den perfekten Mann längst gefunden ...

Was die Veröffentlichung weiterer Titel angeht, so ist offenbar noch nichts Konkretes geplant. "Aber unwarscheinlich ist es nicht." (Zitat ;) )


Montag, 24. Mai 2010

Blogumstellung abgeschlossen


Endlich ist es soweit: mein Blog ist umgestellt. Wie schon vor einigen Tagen angekündigt, habe ich gewerkelt und gebastelt, bis schließlich dies nun dabei herausgekommen ist. Ein wenig Gewöhnung braucht es, denke ich, aber im allgemeinen bin ich recht zufrieden.
Vielen lieben Dank an Chris, der sich die Mühe gemacht hat, das Headerbild zu vergrößern. Die Qualität ist leider durch den Bloganbieter bedingt.
Vielen lieben Dank auch noch einmal an Kerstin, die mir das große Geheimnis der drei Spalten verraten hat. Ebenso großen Dank schulde ich Evi, die selbst auch ihren Blog gewaltig umgestaltet hat. Die gegenseitige Motivation hat mir sehr gut getan.

In der rechten Spalte unter "Meine Blogliste" sind einige Headerbilder von Bloggern zu finden. Hinter den Bildern versteckt sich der Link zur jeweiligen Homepage. Ich füge gern weitere hinzu, sofern mir der Besitzer des Blogs dieses Bild per E-Mail zusendet. Unter http://fotosverkleinern.de/ ist es möglich, die Größe eines Bildes zu bearbeiten.
Alle anderen Blogger wie gehabt unter "Links".
Ich hoffe, wir lesen uns auch weiterhin. :)


Eine unzüchtige Lady - Emma Wildes


Ascot, 1812. Nicholas, Herzog von Rothay, und Derek, Graf von Manderville, behaupten nach einer durchzechten Nacht der jeweils beste Liebhaber zu sein. Am nächsten Morgen würden sie die Wette am liebsten vergessen, doch es spricht bereits die ganze Stadt darüber. Als Schlichterin meldet sich die junge Witwe Caroline Wynn bei ihnen, die wegen ihres brutalen Ehemannes zwar nie wieder heiraten, aber dennoch die wahre körperliche Liebe erleben möchte.
Die gesamte Rezension kann hier nachgelesen werden.

Wie schon im Buch angekündigt, werden weitere Romane der Autorin Emma Wildes auf Deutsch erscheinen. "Schön und ungezähmt" bereits im Dezember diesen Jahres. Mit einem sehr ansprechendem Cover und so kurz vor Weihnachten wird sich sicher eine kaum zu zählende Leserschaft finden. Dem Klappentext nach zu urteilen, dürfen wir uns auf eine ähnlich gute Story freuen.

Brianna Northfield, die junge Duchess of Rolthven, sehnt sich nach lodernder Leidenschaft. Um endlich die Aufmerksamkeit ihres viel zu gesitteten Ehemanns zu wecken, greift sie zu einem Exemplar von Lady Rothburgs skandalösem Ratgeber für Kurtisanen. Colton Northfield kann den neuen Verführungskünsten seiner Frau nicht lange widerstehen, lustvoll geben sie sich der Liebe hin. Doch Brianna wünscht sich mehr. Wird sie auf diesem Weg Coltons Herz erobern können?


http://www.emmawildes.com/
Emma Wildes ist in Minnesota geboren, in New Mexico aufgewachsen und lebt heute im Mittleren Westen. Sie hat an der Illinois State University Geologie studiert. Mit ihrem Mann Chris, den sie während ihrer Studienzeit kennengelernt hat, hat sie drei Kinder. An warmen Sommertagen trinkt sie gerne ein Glas an dem See, der sich in der Nähe ihres Hauses befindet. Am liebsten allerdings sitzt sie in ihrem Arbeitszimmer und schreibt Romane.


Sonntag, 23. Mai 2010

Neuzugänge der letzten Woche


Auch in dieser Woche haben mich wieder ein paar Bücher erreicht.
Nicht mit auf dem Bild ist "Dragon Love: Feuer und Flamme für diesen Mann" von Katie MacAlister. Ich wollte die Autorin schon eine Weile lang ausprobieren, auch wenn ich schon viele gegenteilige Meinungen von ihr gehört habe.
Die junge Amerikanerin Aisling Grey soll eine wertvolle Antiquität an eine Sammlerin in Paris liefern. Zu ihrem Entsetzen findet sie die Frau tot in ihrer Wohnung vor. Geheimnisvolle Zeichen weisen auf ein Verbrechen mit okkultem Hintergrund hin. Da taucht unvermutet ein gut aussehender Mann am Tatort auf, der sich als Drake Vireo von Interpol vorstellt. Aisling ist fasziniert von seiner Ausstrahlung, doch sie muss bald erfahren, dass der Schein trügt. Denn Drake gehört zu einem uralten Geschlecht von Drachen, die menschliche Gestalt annehmen können ...
"Ursula, under" von Ingrid Hill klang einfach nach einer wunderschönen Story und ich hoffe, dass ich damit nicht falsch liege.
Hill's enchanting debut novel spans more than 2,000 years and is brimming with an engaging cast of characters. Annie and Justin Wong, who live in Michigan's Upper Peninsula, are on a day trip exploring the area where Annie's Finnish great-grandfather died in a mine collapse in 1926. Suddenly their only child, Ursula, disappears down an abandoned shaft, setting off a monumental rescue attempt and accompanying media frenzy.
The author leaves that predictable plot behind, focusing instead on the young girl's many ancestors--those with the most interest in her safe return. A second-century B.C.E. Chinese alchemist, a deaf Finnish peasant living in 700 C.E., the child born to a crippled Chinese girl in the 1600s, and more--"a crowd of all the people whose blood and lives went into this little girl," brought vividly to life. In an elaborate "six degrees of separation" game, the author reveals centuries-old ties between relatives of both Annie and Justin, creating a magically entertaining, poetic, and heartfelt look at the often overlooked significance of extended family.
Ange Guéros zweiter Teil "Die Legende von Ayesha - Pakt der Könige" ist schon zur Hälfte ausgelesen, obwohl ich erst einige andere Bücher lesen wollte. Aber ich mag die Geschichte und sie ist sogar noch besser, als der erste Teil.
Marikanis größte Hoffnung auf Erfolg besteht in der Unterstützung durch den ehemaligen Galeerensklaven Arekh. Aber die Vergangenheit dieses Mannes liegt im Dunkeln, und seine Loyalität ist so wankelmütig wie ein Fähnchen im Wind.
Ebenfalls nicht auf dem Bild ist Kathryn Caskies "Stürmische Eroberung". Ich habe das Buch ertauscht, weil ich es liebe, alle Bücher einer Serie zu kennen. Der letzte Caskie, den ich gelesen habe ("Ein sündiges Versprechen") hat mich dazu inspiriert. Der gehört allerdings zur Royle-Sisters-Reihe, während die "stürmischen" Bücher alle die Merriweather-Schwestern betreffen.
Die hübsche Miss Hannah Chillton ist überzeugt: Zwei Menschen, die füreinander bestimmt sind, erkennen sich auf den ersten Blick. Doch Lord St. Albans verwirrt sie zutiefst: Mal ist er der vollkommene Gentleman und am nächsten Tag ein unerträglich arroganter Schurke. Als hätte sie es mit zwei ganz unterschiedlichen Männern zu tun ...
"Das Lied von Malonia" von Catherine Banner wird im Juli als TB-Ausgabe erscheinen. Da ich nun über ein Mängelexemplar des Hardcovers gestolpert bin, habe ich es eben mal eingesteckt. Wenn der Klappentext stimmt, darf ich mich auf einiges freuen.
Ein skrupelloser Tyrann beherrscht das Reich Malonia, seit Prinz Ryan, der rechtmäßige Thronfolger, verschwunden ist, ohne eine Spur zu hinterlassen. Doch dann findet der junge Malonier Leo North ein geheimnisvolles Buch, das ihm verrät, wohin der Prinz verbannt wurde: in ein Reich namens England, das von seiner Heimat durch eine magische Pforte getrennt ist … Aber wird Prinz Ryan in der Stunde der Not zu seinem Volk zurückkehren – auch wenn er dafür die Frau verlassen muss, die er mehr liebt als das Leben?
Der erste Roman einer fantastischen Trilogie – das Debüt einer erst achtzehnjährigen Engländerin. Catherine Banner entführt die Leser in eine fantastische Welt voll großer Gefühle, Magie und Abenteuer.
Großartige All-Age-Fantasy aus England: so gefühlvoll wie Jenny-Mai Nuyens NIJURA, so spannend wie Christopher Paolinis ERAGON – und so originell und jung wie die Autorin selbst!
Nicht zuletzt hat auch Volker Ferkaus "Mythenland - Drachenhauch" zu mir gefunden. Die Aufmachung dieses Heftromans ist sehr gelungen, man sieht es auf dem Foto nicht, aber das Cover hat eine glänzende Oberfläche. Die Schrift ist recht groß, so dass das Lesen bestimmt schnell geht. Leider habe ich diesen Heftroman im normalen Handel immer noch nicht entdecken können und ich lebe in Berlin (also nicht unerreichbar).
Zum Inhalt kann ich nicht viel sagen, weil ich den Roman noch nicht gelesen habe und auf dem Klappentext nur mit den Stimmen anderer geworben wird.


Samstag, 22. Mai 2010

(Neuerscheinung) Stacia Kane


Normalerweise finde ich es nicht unbedingt toll, dass sich Autoren gegenseitig empfehlen. Oft spielt einfach Freundschaft dabei eine Rolle und weniger die Qualität des weiterempfohlenen Werkes.
Wenn man aber als Leser nun ein Werk - ob Einzelband oder Serie - besonders mag, dann lässt man sich doch schon mal beeinflussen.
In meinem Fall empfiehlt nämlich Karen Marie Moning auf ihrem Blog das Werk einer jungen Autorin namens Stacia Kane. Ob sich die Autorinnen kennen, hat sich mir beim lesen des Artikels nicht erschlossen.
Aber wenn einer Autorin, die mir gefällt, eine Serie eines anderen Autoren gefällt, kann ich doch davon ausgehen, dass sich das Niedergeschriebene ein wenig ähnelt? Immerhin wirken da die gleichen Mechanismen von Gefallen und Nichtgefallen mit ... Oder?
Stacia Kane hat eine Trilogie geschrieben, deren erster Band "Unholy Ghost" vielleicht nicht ganz überraschend von Egmont Lyx entdeckt wurde und vom Verlag im Februar 2011 in Deutsch herausgebracht wird. "Chess Putnam 01. Geisterflut" verspricht viel.

In einer Welt, in der die Geister der Toten auferstehen und die Lebenden verfolgen, sind Geisterjäger sehr gefragt. Chess Putnam besitzt magische Kräfte und die Fähigkeit, Geister zu bannen. Ein Job, der ihren Lebensunterhalt sichert, aber nicht genug abwirft, um ihre Schulden bei dem Drogenboss Bump bezahlen zu können. Dieser zwingt Chess dazu, einen gefährlichen Auftrag anzunehmen. Ein Unbekannter bedient sich schwarzer Magie, um Dämonen zu beschwören und dunkle Energien zu entfesseln, die eine ganze Stadt vernichten könnten. Chess muss all ihre magischen Kräfte aufwenden, um dem Schuldigen auf die Spur zu kommen.

Meine allergrößte Hoffnung möchte ich dabei auf Chess, also die weibliche Hauptfigur, setzen. Wenn sie nur annähernd, nur ein winziges Bisschen wie MacKayla Lane ist, werde ich das Buch sicher in vollsten Zügen genießen. (Nein, Soleil, nicht vom Cover beinflussen lassen!)


Freitag, 21. Mai 2010

Covergleichheit: CupCake







Durch Zufall bin ich auf diese beiden Cover aufmerksam geworden. Susan Mallery "Frisch verliebt" (10/09) und Rosie Wilde "Zuckerguss und Liebeslieder" (06/10).
Ich hoffe gerade wirklich, dass es diesen kleinen süßen Kuchen wirklich gibt. Er sieht nämlich sehr appetitlich aus, obwohl sich meine Hüften wohl weniger darüber freuen würden.
Falls jemand weiß, wie sich dieser Muffin nennt und auch das Rezept kennt, immer her damit.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Die Magierin des Windes - Misty Massey


Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken!

Die junge Falkin ist Maatin auf der "Vogelfrei" und untersteht nur Kapitän Binns, der sich ihrer vor einigen Jahren angenommen hat. Er ist auch der einzige, der weiß, dass Falkin ein magisches Talent besitzt, denn sie kann Wind herbeipfeifen.
Eines Tages entgehen Mannschaft und Schiff nur knapp einer Entführung. An Land, wo alle hoffen sich davon erholen zu können, wird der Kapitän gefangen genommen und in den Kerker geworfen. Schuld scheint an beidem nur einer: der mysteriöse McAvery, der Falkin immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Falkin gelingt es in einer Verkleidung, in den Kerker gelassen zu werden und erfährt von Binns, dass dieser an geheimen Machenschaften mitwirkt, in die selbst das Königshaus verwickelt ist. Er kann nicht näher darauf eingehen, sie verabreden aber, dass Falkin versuchen wird, ihn zu befreien. Sollte ihr das nicht gelingen, muss sie sein Logbuch an einen bestimmten Ort bringen.
Gemeinsam mit ihrer Mannschaft tüftelt Falkin einen Befreiungsplan aus, doch als sie in den Hafen zurückkehren, um ihn in die Tat umzusetzen ist die "Vogelfrei" verschwunden. Und alles deutet auf McAvery als Täter hin.

PS: Im Original heißt Falkin "Kestrel" was "Turmfalke" bedeutet. Ich weiß nicht genau, warum das nicht auch so übersetzt wurde. Vielleicht spielt es irgendwann noch mal eine Rolle.
Ebenfalls lautet offenbar der Originalname des Schiffes "Wolfshead".

Das deutsche Cover war es, das mich sofort angezogen hat. Es sieht sogar noch besser aus, als auf dem Bild. Hoher Wellengang, Schiffe, die sich im Kampf befinden, eine zierliche Gestalt, die einen leuchtenden und sehr künsterlisch gestalteten Stab in den Händen hält. Das allein erzählt schon eine Geschichte für sich.
Dennoch passt das Originalcover besser zur Handlung. Dieses nämlich indiziert, dass es da um Piraten und Gold und versteckte Schätze geht. Und eine Frau, die den Ton angibt, auch wenn das nicht ganz ungefährlich für sie zu sein scheint.

Da ich ein großer Fan von Seeräuber-Geschichten und Magie bin, war es beinahe eine Pflicht für mich, dieses Buch zu lesen.
Leider bin ich ziemlich enttäuscht davon und muss gestehen, dass ich im letzten Drittel aufgehört habe, es zu lesen. Was ist passiert?
Zunächst lässt sich die Geschichte sehr gut an, was vor allem daran liegt, dass man wirklich das Gefühl hat, dass es dort beginnt. Dort und nirgendwo sonst.
Doch schnell lässt sich feststellen, dass Misty Massey zur Langatmigkeit durch viele Details neigt. Das ist nicht wirklich schlimm, weil sie es charmant verpackt, aber an einigen Stellen - in etwa Kämpfen oder Versteckungsmanövern - eben doch unangebracht.
Hinzu kommen die unausgereiften Charaktere. Inzwischen habe ich verstanden, dass es eher ein Buch für das jüngere Publikum ist. Das erklärt natürlich diese Heldin.
Falkin ist nicht unsympathisch, aber als Charakter einfach unglaubhaft.
So ist sie auf den Straßen aufgewachsen (so habe ich das jedenfalls verstanden) und kam dann in Dienst in einer Taverne. Normalerweise geht das für Mädchen Hand in Hand mit dem bezahlten Beischlaf, aber die Besitzerin hatte was für Falkin übrig und ersparte ihr das. Schließlich entdeckte Kapitän Binns sie dort und nahm sie mit auf sein Schiff. Obwohl in dem Job sonst nicht viele Frauen anzutreffen sind und Falkin auch sehr jung ist, wird sie schnell Maatin und damit direkte Befehlshaberin unter dem Kapitän. Als Freibeuterin musste sie viele Kämpfe bestehen.
Es wird klar, worauf ich hinaus will. Wie stellt man sich als Leser so eine Frau vor? Schön? Weiblich? Nett und zuvorkommend? Zurückhaltend, unwissend, launisch? Sicher nicht. Ich hätte mir also eine starke und gestandene Frau gewünscht, die es gewohnt ist, Befehle sowohl zu geben, als auch entgegen zu nehmen. Aber Falkin ist Jungfrau und wird zumeist von ihren Jungs rausgehauen. An den wenigen Stellen, wo das nicht so ist, hat sie einfach mehr Glück als Verstand. Irgendwie scheint sie auch nie zu wissen, was eigentlich vor sich geht und lässt sich ein ums andere Mal ziemlich übers Ohr hauen.
Das war ehrlich gesagt eine herbe Enttäuschung für mich.
Der Magie-Faktor kommt reichlich kurz und besteht was Falkin angeht, nur darin, dass sie Wind herbeipfeifen kann. Die "richtigen" Magier werden nur erwähnt, aber so wirklich trifft der Leser keinen. Oder?
Das bringt mich zum nächsten Punkt: die Handlung. Ich verstehe, was Frau Mastey versucht hat und es gefällt mir. Ich glaube nicht, dass ein anderer Autor das anders gehandhabt hätte. Doch leider ist ihr die Umsetzung nicht ganz geglückt, denn ich kann nicht behaupten, dass ich alles verstanden hätte. Ganz im Gegenteil, ich neigte dazu, (männliche) Personen zu verwechseln, die aber für den Fortgang der Handlung nicht unwesentlich sind. Diese beiden haben sich sogar einen Spaß daraus gemacht, mich immer wieder vom eigentlichen Geschehen abzulenken.
Dann werden unzählige Andeutungen in die Handlung eingestreut. Das ist natürlich nicht schlecht, aber irgendwann hat man einfach kapiert, dass alle Figuren mehr sind, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. An dieser Stelle müsste eigentlich eine Erklärung oder ein Teil davon einsetzen, stattdessen wird alles nur endlos mit Scharmützeln oder waghalsigen (und teilweise unnötigen) Aktionen in die Länge gezogen. Ein paar davon, vor allem jene in denen Falkin die Befehlsgewalt übernimmt, sind auch ein klein wenig überzogen und für mich nicht nachvollziehbar.
Eine Liebesgeschichte gibt es im übrigen (noch?) nicht. Sie trifft nur immer mal wieder auf McAvery, dann lächelt er sie kokett an und sie wird wütend darüber. Er nimmt ihr etwas weg und sie wird wütend. Er stellt sich schließlich auf ihre Seite und sie lässt ihn - weil sie nachtragend ist? - in Ketten legen.
Ich möchte das Buch nicht komplett verreißen, denn ich sehe auf jeden Fall das Potential, das in "Die Magierin des Windes" steckt. Es handelt sich um eine vielversprechende Geschichte, die mich nur leider nicht überzeugen konnte.


http://madkestrel.com/
"Yes, this is the official site for the book(s), Mad Kestrel written by Misty Massey.
Her debut novel (March 4, 2008) is a fast-paced pirate story that will transport you deep into a fantasy world of true high seas adventure."
http://mistymassey.com/
"My parents are both educators, and encouraged my reading addiction from the time it manifested sometime in kindergarten. I read everything I could get my hands on. I plowed through Nancy Drew, the Bobbsey Twins and all the wonderful horse stories by Marguerite Henry by the time I was ten, and soon moved on to C S Lewis, JRR Tolkien and Edgar Allen Poe. I was one of those kids who was never seen without a book in her hand. (...)"
Falls jemand an dem Buch interessiert ist, sollte er mich in einem Antwort-Post davon überzeugen, ihm das Buch zu geben.


Mittwoch, 19. Mai 2010

(Hörbuch) Das Rad der Zeit - Drohende Schatten


Als jahrelanger und großer Fan der Serie in Buchform, konnte ich es mir nicht entgehen lassen, bei der Abstimmung zum Sprecher des ersten (deutschen) Hörbuches teilzunehmen. Und weil ich unter den ersten Tausend war, habe ich "Drohende Schatten" gewonnen.
Was ich ein wenig schade finde ist, dass es die Ausgabe nur als Datei gibt und nicht als CD. Als Computer-Depp kann ich mir das leider nicht selbst drauf ziehen und bin so darauf angewiesen, am PC zu hören, was ich nicht gerne mache.
Ich möchte auch vorausschicken, dass ich anerkenne, dass Helmut Krauss die Abstimmung fair gewonnen hat und es ist eben, wie es ist.

Die folgende Inhaltsangabe ist schon viele Jahre alt, stammt aber allein von mir:
Am Beginn ist Rand ein ganz normaler Junge, ungefähr siebzehn oder achtzehn Jahre alt, der mit seinem Vater in einem weit abgelegenem Dorf lebt. Die Geschichten über Aes Sedai, große Magierinnen die sich der Einen Macht bedienen, aber auch jene, welche von den dunklen Horden des Dunklen Königs berichten, hält er für Märchen und Legenden.
Ein großes Fest steht bevor und er und sein Vater Tam machen sich auf nach Emondsfeld. Schon auf dem Weg dorthin fühlt er sich beobachtet. Im Dorf selbst erwarten ihn seine zwei besten Freunde Mat und Perrin um ihm zu berichten, dass einige Fremde angekommen seien. Ein richtiger Gaukler und eine Dame in edlen Gewändern die von einem geheimnisvollen Mann begleitet wird.
Doch dann wird das Dorf angegriffen. Rand und sein Vater wohnen etwas außerhalb auf einem eigenen Hof und auch dort schlagen die Trollocs zu.
Sein Vater wird schwer verletzt und es ist an ihm, ihn ins sichere Dorf zu bringen, im Schutz des Waldes, versteckt vor den Trollocs. Doch das Dorf ist ebenso angegriffen worden, es gibt viele Verletzte und Tote. Die Seherin Nynaeve, eine Art Heilerin, sagt ihm, sein Vater sei nicht mehr zu retten.
Die Dame aber hat sich als Aes Sedai herausgestellt, ihr Begleiter als ihr Behüter. Den magiekundigen Frauen werden große Heilkünste nachgesagt. Sie rettet Rands Vater, aber sie verlangt von ihm und auch Mat und Perrin, dass sie Emondsfeld verlassen. Der Angriff der Trollocs galt nämlich diesen drei Jungen, die nur im Abstand weniger Wochen geboren worden sind. Der Dunkle König sucht den Wiedergeborenen Drachen und es scheint, als sei einer der drei genau dieser. Rands Vater sprach im Fieberwahn davon ein Kind gefunden zu haben, damals mitten in der Großen Schlacht und Rand bekommt Angst.
Also fliehen sie, verfolgt von Drakar und Myrdraal. Und mit der Warnung Tams, den Aes Sedai könne man genauso wenig trauen.
Mit den drei Jungen und der Zauberin gehen außerdem der Gaukler Thom Merrilin und Egwene, die Tochter des Wirtes und Bürgermeisters.
Es wird eine lange und harte Flucht. Schließlich wird die Truppe voneinander getrennt und muss sich nun allein bis zu ihrem Treffpunkt durchschlagen.

Die Bücher enthalten alle ganz hinten ein Glossar, welches die wichtigsten Begriffe, Städtenamen, Personennamen etc. enthält, aber für das Verständnis nicht zwingend notwendig ist. Im Hörbuch wird das nicht enthalten sein, ich kann es nicht sagen, ich habe es nicht zuende gehört, sondern nur bis kurz vor dem Überfall. Die Stimme des Sprechers ist mir so unleidig, so falsch in meinen Ohren, ich habe es einfach nicht ausgehalten.
Da ich schon alle bisherigen auf deutsch erschienenen Bücher gelesen habe, weiß ich, dass dies eine junge Geschichte ist (auch wenn sie vor vielen, vielen Jahren niedergeschrieben wurde). Junge Leute kämpfen um die Welt und agieren, junge Leute leben ihr Leben in einer Welt mitten im Umbruch. Und dann setzt man mir diesen alten Tattergreis vor! Der passt schon mal gar nicht. Zu der Stelle, als die jungen Frauen ihre Ausbildung in Tar Valon, der Stadt der Magierinnen, beginnen, sind wir noch nicht vorgestoßen, glaube ich. Aber das muss absolut schrecklich sein, das so gelesen zu hören.
Die Namen allerdings sind alle richtig ausgesprochen, wenngleich ich "Rand" (Name des Protagonisten) immer mir einem "a" im Kopf gelesen habe. War vom Autor natürlich nicht beabsichtigt.
Alles in allem liest Helmut Krauss schon ordentlich und er besitzt eine aussagekräftige und charismatische Stimme. Aber er passt einfach nicht zur erzählten Geschichte.

Am besten ist überhaupt, man liest die Bücher, denn aus anderen Rezensionen konnte ich erschließen, dass einige Passagen gelesen/ gehört ziemlich lang sind. Das glaube ich auch. Beim lesen habe ich das allerdings selbst nie so empfunden. Allerdings habe ich vor geschätzten dreizehn Jahren angefangen "Das Rad der Zeit" zu lesen. Wer weiß, ob ich in meinem jetzigen Alter und aus meiner jetzigen Sicht überhaupt noch etwas Gutes am Anfang finden würde. Die Frauengestalten, die Jordan verwendet sehen nämlich nur im ersten Augenblick stark und selbstbewusst aus, sie sind es aber leider nicht. Es gibt massenhaft Sätze oder Szenen, in denen klar wird, dass sie - und wenn es nur im Kopf des Autors ist - mitnichten gleichberechtigt sind.
Doch mich hat die Geschichte im Ganzen stark beenflusst und das in mehrer Hinsicht. Dafür bin ich dankbar und dafür liebe ich sie.


Dienstag, 18. Mai 2010

Magie der Sehnsucht – Sherrilynn Kenyon


Diese Rezension stammt vom 11.01.2008 und der Band ist der erste der Dark-Hunter-Reihe. Vielleicht würde ich es heute gern noch einmal mit Band 2 versuchen.
Übrigens mein allererster Paranormal ... und weil es so schön peinlich ist zu sehen, was ich damals dachte:

Grace ist Sexualtherapeutin, hat aber selbst einige Probleme in dieser Hinsicht. Von einem ehemaligem Freund im College „vergewaltigt“ hält sie sich von Männern fern.
Ihre beste Freundin Selena ist der Meinung, so könne es nicht weitergehen. Da sie selbst einen Stand besitzt, in dem sie aus der Hand oder Tarotkarten liest, kennt sie sich bei übersinnlichen Dingen aus. Ihr ist nun ein Buch in die Hände gefallen, in dem Julian von Makedonien gefangen ist. Er soll nach einer bestimmten Beschwörung herauskommen und einen Monat als Liebessklave bleiben.
Natürlich glaubt Grace nicht an so etwas, lässt aber zu, dass Selena in ihrem Wohnzimmer das Buch drapiert. Und wirklich: ein wunderschöner Mann kommt heraus und will ihr Freuden bereiten. Sie allerdings ist geschockt.
Sie unterstützt ihn darin, dass er ein Mensch ist und sich selbst wieder als einen solchen sehen sollte. Auch mit seiner nicht einfachen Vergangenheit beschäftigt sie sich. Sie verlieben sich und erfahren von Eros, dem Halbbruder Julians (der ein Halbgott ist), wie der Fluch besiegt werden kann. Doch da ist noch mehr. Was soll er tun, wenn er nicht mehr ans Buch gefesselt ist? Immerhin sind 2000 Jahre vergangen und er ist mit einem weiteren Fluch belegt. Keine Frau kann ihn ohne Begierde ansehen, kein Mann ohne Eifersucht mit ihm reden.
Ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich sage, dass alles gut ausgeht. Denn ist das bei Liebesromanen (heutzutage) nicht immer so?

Mir hat das Buch einerseits gefallen, andererseits nicht.
Mir waren die meisten Erklärungen viel zu schwammig. Julian findet sich zu gut zurecht, er kennt die meisten Erfindungen. Das wird damit erklärt, dass er zwar im Buch gefangen war, aber immer alles hören konnte, was gesprochen wurde.
Darum spricht er als gebührtiger Grieche so gut englisch, mit allen Slangausdrücken. Weiß was Pizza ist, ein Fernseher etc.
Seine Ausbildung war lang und sehr hart, um nicht zu sagen unmenschlich. Man sollte meinen, dass einen Menschen so etwas prägt.
Der Umgang mit der Sagenwelt ist auch… grenzwertig. Eros und seine Freundin (die ebenfalls eine Halbgöttin ist) treten als Rocker/ Schläger auf, Aphrodite, niemand anderer als Julians Mutter, wird als verwöhnte, eingebildete Frau dargestellt.
Grace, selbst Therapeutin, die ihre Probleme erkannt hat stellt sich diesen nicht.
Gut, auf all das kommt es sicher nicht an. Das, was man lesen will, wenn man das Buch kauft, bekommt man. Und vielleicht ist der Rest auch egal. Die meisten Liebesromane glänzen ja nicht gerade vor Tiefsinnigkeit.
Die Aufmachung und der Preis des Buches sind jedenfalls top, ein Grund, warum man ruhig zugreifen kann.

Homepage der Autorin: http://www.dailyinquisitor.com/sherrilyn/
Sherrilyn Kenyon ist promovierte Historikerin und schreibt unter dem Pseudonym Kinley MacGregor, unter anderem vor einer Highlandkulisse.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in der Nähe von Nashville, Tennessee.


Montag, 17. Mai 2010

Neuzugänge der letzten Woche(n)


Ich freue mich immer sehr über neue Bücher und endlich habe ich es mal wieder geschafft, ein Foto von ihnen zu machen.
Drei der Bücher habe ich tatsächlich schon gelesen: Summers, Quick und Caskie. Quick hat nämlich etwas total Tolles gemacht: Sie schuf eine Serie um die geheimnisvolle Arcane Society, die sich in historische, zeitgenössische und Science Fiction (Liebes-)Romane aufteilt. Darum habe ich "Verzaubertes Verlangen" ertauscht und hoffe sehr, dass wenigstens einige Verlage langsam auf die SciFi-LiRos kommen und wenigstens ein paar davon übersetzen. Wer mehr wissen will, der sollte den kommenden LoveLetter lesen.
Auf "Das Isis-Tor" habe ich mich sehr gefreut und mittlerweile ungefähr einhundert Seiten gelesen. Anfangs war ich auch ausgesprochen positiv überrascht. Doch ich fürchte, dass ich das Buch erst einmal beiseite legen werde und zu "Nachtgeister" greifen. Es ist nämlich ein bisschen langatmig, wenn auch nicht uninteressant und wer wie ich ein Ägyptenfaible hat, wird auf seine Kosten kommen.
"Percy Jackson" hat es nach dem Film zu mir geschafft, nachdem einige seiner Leser mir angedeutet haben, dass sich Film und Buch doch ziemlich unterscheiden.
Jessica Grant durfte ich bei der Leser-Welt gewinnen, nachdem ich die Leseprobe gelesen habe. Diese übrigens hat mich zuerst stutzig gemacht und mir schließlich sehr gut gefallen. Die Rezension von Jana lässt einiges erwarten.
"Sohn der Nacht" wurde mir freundlicherweise vom Fallen Star Verlag zur Verfügung gestellt. Auf der Verlagshomepage gibt es eine Leseprobe und einen Buchtrailer.
Hier noch mal alle Bücher gelistet:
Kathryn Caskie: Ein sündiges Versprechen
Amanda Quick: Süßes Gift der Liebe
Amanda Quick: Verzaubertes Verlangen
Ursula Donner: Sohn der Nacht
Marliese Arold: Das Isis-Tor
Rosie Wilde: Zuckerguss und Liebeslieder
Rob Thurman: Nachtgeister
Judith Summer: Wohin mit Fluffy?
Rick Riordan: Percy Jackson-Diebe im Olymp
Jessica Grant: Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers
Wer an den drei erstgenannten (ungelesenen) Büchern interessiert ist, kann mich gerne kontaktieren.


Sonntag, 16. Mai 2010

LoveLetter Mai


Liebe Liebesromanleserinnen,

die Mai-Ausgabe ist verschickt. Erhältlich ist das Magazin ab heute im Bahnhofsbuchhandel und an Flughäfen, in ausgewählten Buchhandlungen und gut sortierten Zeitschriftenläden.

In dieser Ausgabe:

Von Harvard auf den Liebesromanolymp
Im Gespräch mit Julia Quinn

Liebesroman-Vorschau
Herbst/Winter 2010/11

Romance in Space:
Die schwierige Suche nach dem richtigen Cover

Clockworker
Interview mit Alex Jahnke

Dru Pagliassotti
Im Gespräch mit der Autorin

Timothy Lantz
Interview mit dem Künstler

Mit dem Zweiten liebt man besser
Interview mit Thorsten Ritsch

Meine Serie: Schattenwandler
von Jacquelyn Frank

Newcomer:
Jess Haines

Die Entstehung der Darkyn
von Lynn Viehl

10 Fragen an ...
Shannon Drake (alias Heather Graham)

Preview: Wenn es plötzlich Liebe ist
von Jessica Bird (alias J.R. Ward)

Dazu gibt es wie immer jede Menge Neuigkeiten und weitere Informationen rund um das Thema Liebesroman.

Viel Spaß beim Lesen!
Ihr LoveLetter-Team


Samstag, 15. Mai 2010

Samtene Nächte - Aveleen Avide


Bei "Samtene Nächte" handelt es sich um eine Kurzgeschichtensammlung, die insgesamt zehn Geschichten der Autorin Aveleen Avide beinhalten.
Erotischer Zirkel
Kuschel-Luder
Soll ich ... oder soll ich nicht?
Heiße Wünsche
Wie man sich bettet ...
Lockende Versuchung
Annes süße Versuchung
Spieglein ... Spieglein
Ein Höschen flattert im Wind
Sinneslust
In den einzelnen Geschichten spielt stets eine Frau die Hauptrolle. Immer wagt sie etwas und gewinnt oder verliert dadurch. Es gibt also nicht nur Happy End Geschichten in diesem Buch. Frauen treffen sich, um gemeinsam erotische Geschichten zu lesen. Frauen brechen aus ihrem Alltag aus. Mehrere Liebende finden sinnlich zueinander, massieren sich, denken sich Spiele aus ...

Insgesamt konnte mich die Kurzgeschichtensammlung leider nicht überzeugen. Das einzige, was mir wirklich gefiel war die Tatsache, dass größtenteils auf das im Genre sonst übliche vulgäre Vokabular verzichtet worden ist. Dafür allerdings gibt es einige Geschichten in denen für mein Empfinden etwas grenzwertige Handlungen praktiziert werden. Auch das deutsche Setting überzeugt mich, wenngleich einige Namen wie in etwa "Frauke" oder "Clothilde" dadurch natürlich sofort ein gewisses Bild in meinen Kopf gezaubert haben. Das mag es schwieriger gemacht haben, meine Vorurteile im Inhalt zu durchbrechen.
Leider reicht es für Liebhaber des erotischen Genres heute nicht mehr aus, puren Geschlechtsverkehr (das Wort bewerte ich anders, als das Wort "Sex") vorgesetzt zu bekommen. Neulingen mag das genügen, die erfahreneren Leser allerdings werden von diesem Werk leider enttäuscht sein. Zwar gibt es die ein oder andere Geschichte, die in ihrer Idee und ihrem Aufbau positiv auffallen, aber leider vermag es keine einzige, die Starrheit zu durchbrechen, die fast jeder Zeile anhaftet.
Es ist reichlich schwer, in Kurzgeschichten tiefe Momente aufzubauen, Emotionen zu erzeugen und den Leser sinnlich anzuregen. Schwer, aber nicht unmöglich.
Nachdem ich alle Geschichten gelesen habe und über die vielen Klischees in den Geschichten nachdenken musste, habe ich mich gefragt, was eigentlich noch offen geblieben ist? Hätte noch eine elfte Geschichte ins Buch gepasst oder haben wir von unbefriedigter Hausfrau, über nach Liebe suchender Stripperin bis hin zur lesenden Frauenrunde schon alles durch?
Abgesehen von der Handlung jedoch war es die noch recht unausgereifte Schriftsprache, die mir sofort ins Auge stach. Es gab zu viele Beschreibungen, beispielsweise darin, wie das Paar sich im Auto hin und her dreht, um in Stellung X zueinander finden zu können. Der eigentliche Akt kommt dabei reichlich kurz und die Geschichte ist aus, ehe sie begonnen hat.
In den Szenen, auf die es bei erotischen Werken ankommt, werden verschiedene Themen angesprochen, wenn es dann aber heiß hergeht, nicht genau benannt. Oft stehen drei Punkte zwischen einzelnen Wörtern für ganze Handlungssequenzen, Gefühle und Empfindungen. Das steht im Wiederspruch zur Rahmenhandlung die wesentlich genauer abgehandelt wird.
Die meisten Figuren sind auch leider etwas steif geraten. Was denken, was fühlen sie? So ganz unwichtig finde ich das hier nicht, da mir ohnehin jegliche Beweggründe und Meinungen auf dem Silbertablett serviert werden. Aber leider nur erzählt, nicht gezeigt oder eben von den einzenen Charakteren gelebt.
Meine Empfehlung wäre, aus den zehn Geschichten das nächste Mal zwei zu machen, diese dann aber zu verlängern. Das gibt mehr Raum für Gefühle und den Antrieb der jeweiligen Protagonisten. Auf einer beschränkten Zeichenanzahl ist das ja immer schwierig. So kann auch eine noch so klischeebeladene Idee und Handlung zum besseren hin aufgewertet werden. Ich selbst lese gern jedes Klischee, wenn es denn nur gut verpackt wird in eine lesbare und mich unterhaltende Geschichte. Mehr Zeichen gäben mehr Raum, dann fiele sicher das Nacherzählen im Pressestil weg und schüfe neue Möglichkeiten. Ich möchte atmende Figuren, ich möchte Staub in den Ecken und wenn es dann noch möglich ist, möchte ich das alles selbst entdecken.


http://aveleen-avide.com/
http://aveleen-avide.blog.de/
Aveleen Avide, geboren 1965, lebt und arbeitet als Autorin in München. "Seidene Küsse", ihr erster Band mit erotischen Kurzgeschichten, den sie zusammen mit Jasmin Leheta geschrieben hat, hielt sich über vier Monate auf Platz 1 der Amazon-Erotik-Bestseller.


Freitag, 14. Mai 2010

(Film) Wolfhound


Wolfhund lebt glücklich mit Mutter und Vater zusammen, als sein Dorf eines Tages von Menschenfressern überfallen wird. Der gesamte Clan wird ermordet von Zhadoba, der eine Tätowierung an der rechten Hand trägt, die sich auf die Seele des Jungen legt. Er wird in die Edelsteinminen gebracht, wo er aufwächst und schließlich frei kommt. Doch nur ein Gedanke beseelt ihn: Rache.
Bei der Ausführung befreit er das Mädchen Nilit und den blinden Heiler Etilor. Auch erscheint ihm Mutter Kendarat, die eine Priesterin des Leuchtenden Mondes ist.
Auf der Flucht der drei begegnen sie einem Händlertransport, der die Prinzessin Jelen zurück in ihre Heimatstadt Galirad bringen soll. Sie reist verkleidet und so wird sie nicht gleich von den Schergen erkannt, die den Transport überfallen. Man hält Nilit für die Dienerin der Prinzessin und Wolfhund, der ein starker Krieger ist, setzt alles daran zu verhindern, dass sie entführt wird. Der Anführer der Bande ist niemand anderer als Zhadoban, der inzwischen den Plan gefasst hat, die böse Göttin Marana wieder zu erwecken.
Die Prinzessin wählt Wolfhund danach als ihren Leibwächter aus, der sie heil zu ihrem Bräutigam bringen soll, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch er wird den Frieden für ihre Heimat sichern.
Beide verlieben sich ineinander, aber den wahren Grund für ihre Reise verschweigt Jelen ihm bis es fast zu spät ist ...
Der Film basiert auf einer mehrbändigen Buchreihe von der Autorin Maria Semenova unter dem Titel "Wolkodaw" (Wolfhund). Auch zu sehen auf dem Buchcover, das mir von einem russisch Muttersprachler übersetzt worden ist.
Ich habe leider keine Homepage oder andere Informationen zu den Büchern oder der Autorin gefunden, geschweige denn eine deutsche Übersetzung, aber wenn ich nach dem Film gehe, würde ich die wirklich sehr gerne lesen. Sie sind auch noch gar nicht so alt, wenn es stimmt, was ich an vagen Angaben gefunden habe, dann 1995. Aber schon schwanken die Angaben, es sei eine Trilogie, nein ein Fünferband.
Fantasyfans wissen nicht erst seit den "Wächter"-Romanen, dass Russland im Genre eine Menge zu bieten hat. Mich selbst spricht die weibliche Autorin bei männlichem Hauptcharakter sehr an. Außerdem ist es erwachsene Fantasy und die ist nun wirklich extrem selten.
Offenbar dauerte es mehrere Jahre, bis der Regisseur Nikolai Lebedev den Film auf die Leinwand bringen konnte. 2006/07 war es dann soweit und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich den Film nach nur einmaligem Sehen nicht ganz verstanden habe bzw. mir einige Dinge unklar geblieben sind.
Einhundert Jahre vor Wolfhund gab es schon einmal einen Helden, der die Himmelstore geschlossen hat. Nun ist es an ihm, sie wieder zu öffnen. Aber warum sind sie denn dann erst geschlossen worden? So ganz unwichtig finde ich diese Information nicht, da die Handlung des Films darauf aufbaut. Mir erschloss sich leider auch nicht, was die Prinzessin damit zu tun hat. Man benötigt ihr Blut um ... ja was eigentlich? Öffnen? Schließen?
Der Film erzählt sich vor allem in Bildern. Die russische Landschaft ist atemberaubend, aber auch die anderen Kulissen, vor allem die Stadt Galirad können sich sehen lassen. Was mir aber am meisten gefiel war die Authentizität, denn Held und Nebencharaktere sind auch wirklich mal schmutzig im Gesicht nach der Flucht, die Frau trägt keinen Lippenstift und ihre Frisur sieht nicht gekünstelt, sondern natürlich verdreckt und verfiltzt aus.
Allerdings sind die Mädels schon extrem jung, sie sehen fast wie zwölf aus. Dadurch hat die Verkleidung der Prinzessin als Junge funktioniert. Eine Sache, die mich schon seit Jahren gestört hat, denn ich dachte bei Filmen so oft, dass man schon Tomaten auf den Augen haben muss, um nicht zu erkennen, dass das KEIN Junge ist. Klar, es waren Männer, aber gerade die müssten dafür doch Antennen haben ... hier glaubte ich zum ersten Mal, dass das keine literarische Erfindung ist, sondern wirklich so passiert sein kann.
Im übrigen gibt es eine Kriegerin, die ich mehr als nur gelungen fand. Ihren Namen konnte ich leider nicht herausfinden, aber sie sah so genial in ihrer Rüstung aus! Natürlich will sie auch den Held, wie alle Frauen im Film (das war das einzige, das mich wirklich genervt hat), aber sie darf ehrenvoll in der Schlacht sterben, wie sich das für einen Krieger gehört.
Es gibt Handlungsstränge, die ich nicht verstehe und die für die Handlung völlig unerheblich sind. Dazu zähle ich die Aktion mit der Befreiung der Frau und ihrem Baby. Halt! Ist das überhaupt ihr Baby oder ist sie nur die Hebamme? Und woher weiß sie, wer Wolfhund ist? Warum wird sie mitsamt dem Kleinkind den ganzen Weg mitgeschleppt bis hin zur allerletzten Schlacht?
Man sieht, da liegt einiges im Argen. Trotzdem möchte ich eine deutliche Empfehlung für den Film aussprechen. Es sind die Details die funktionieren und unterhaltsam ist er doch.
Dem Film schloss sich im Original dann eine mehrbändige Fernsehserie an, die ich gern sehen würde. Sie wird nicht wie "Merlin" oder "Legend of the Seeker" sein, aber genau dadurch übt sie auf mich einen faszinierenden Reiz aus. Was die Fantasy angeht, habe ich von Hollywood langsam genug. Ich will Abwechslung! Echtheit und wieder back to origin - Fantasy. Einen Held mit Narben, Dreck auf der Haut, von mir aus sogar einen riesigen Altersunterschied zwischen Held und Heldin. All das bekam ich hier. Ich mochte es. Und für den Rest schaue ich den Film eben einfach so oft, bis ich es kapiere. Oder es erbarmt sich ein Verlag und übersetzt mir die Bücher?

Anmerkung zum Schluss: Auch viele Bücher werden oft als Nachfolge von "Der Herr der Ringe" bezeichnet. Ob das nun stimmt oder nicht, es verkauft sich offenbar gut. Hier liegt der Fall genauso. Es gibt keine Orks oder Elben und handlungstechnisch überschneidet sich ebenfalls nichts. Außer man zählt den wortkargen Krieger dazu. Die Vergleiche zu Conan finde ich auch etwas übertrieben. Das Dorf wird am Anfang überfallen, alle getötet, bis auf ihn. Aber das wars auch schon und kommt sicher in vielen Geschichten so vor.
Youtube Video mit Musik untermalt.


Donnerstag, 13. Mai 2010

(Ankündigung) Designänderung


Im Großen und Ganzen bin ich mit der Optik meines Blog recht zufrieden. Aber eine Sache wollte ich schon eine ganze Weile ändern und nun ist es mir geglückt. Dahingehend möchte ich meinen allerherzlichsten Dank an Kerstin aussprechen, die mir einen wirklich tollen Tip gegeben hat! Nun heißt es noch ein wenig rumfummeln - da ich leider keine Ahnung von html habe bedeutet das, dass ich wahllos Befehle eingebe und schaue was passiert. Auch muss ich den Künstler meines Headers noch einmal bemühen, weil die Größe nun nicht mehr ganz passend ist.
Dieser Post dient im wensentlichen als Warnung: In den nächsten Tagen wird sich hier ein bisschen was verändern. Also bitte keinen Schreck bekommen, es ist alles in Ordnung!



Mittwoch, 12. Mai 2010

(DVD) Prinzessin Fantaghiró (3+4)


Teil 1+2

Es war ein Experiment, das ich gewagt habe und Schuld daran ist eine junge (weil gleichalte) Autorin, deren Namen ich nicht nenne. Es gibt ja doch so einige Serien, die an die gute, alte Zeit erinnern und ganz oben auf die Liste gehört sicherlich "Prinzessin Fantaghiró".
Da ich mir vor Jahren die Sammelbox zugelegt habe, konnte ich nun ein sehr gewagtes Experiment angehen. Ich werde mir alle Teile (noch einmal) ansehen und exklusiv (und gnadenlos) über meine Erfahrungen berichten. Dabei muss ich allerdings erwähnen, dass ich die letzten Folgen nie gesehen habe und sie daher nicht wiederhole, sondern erstmalig anschaue.
Nun aber zu Teil 3 und 4.

Die Fantasy-Serie entstand nach dem italienischen Märchen "Fantaghiró persona bella" von Italo Calvino. Der Autor hat ein altes toskanisches Volksmärchen aus dem neunten Jahrhundert ausgegraben und neu erzählt.
Erstmals in Deutschland ausgestrahlt wurde sie im Dezember 1993. Nach den ursprünglichen ersten vier Folgen wurde die Reihe dreimal mit jeweils zwei neuen Folgen fortgesetzt. Jede Folge hatte Spielfilmlänge.

Endlich soll sie stattfinden, die große Hochzeit von Fantaghiró und ihrem Romualdo. Ihre Schwestern haben ihren jeweiligen Liebsten nämlich schon längst das Ja-Wort gegeben und erwarten den ersten Nachwuchs.
Geschenke aus allen Teilen des Landes werden ins Schloss gebracht. Dabei ist auch das der Schwarzen Hexe, die es durch ihre Dienerin Donner überbringen lässt und damit nichts Gutes im Sinn hat. Als die Weiße Hexe aber das Schlimmste verhindern kann, ersinnt sie einen neuen Plan.
Auf der Hochzeitsfeier bricht ein Bote von Fantaghirós Vater zusammen. Der König ist entführt worden! Da Fantaghiró zur Hochzeit den Schwur abgelegt hat, nie wieder ihr Schwert zu führen, muss sie im Schloss zurückbleiben, während Romualdo, Cataldo und Ivaldo zur Grenze reiten.
Doch die Schwarze Hexe hat mehr im Sinn. Sie will Romualdo alles vergessen machen, aber ganz besonders seine Liebe zu Fantaghiró. Denn nichts hasst sie mehr als die Liebe! Also zaubert sie sich in die Gestalt von Fantaghiró und luchst Romualdo so einen Kuss ab. Von nun an erinnert er sich an nichts, nicht einmal seinen Namen. Und noch immer ist der alte König in Gefangenschaft.
Fantaghiró macht sich auf den Weg, um beide zu befreien. Doch wird sie auch ihrem Geliebten die Erinnerung wieder beschaffen können? Schlimmer noch ist, dass sie durch den Zauber der Weißen Hexe weder ihr eigenes, noch ein anderes Schwert führen kann. Und auf dem Weg zur Grenze muss sie erst einige Abenteuer bestehen, ehe sie den schwersten und fürchterlichsten Kampf ihres Lebens antreten muss. Den gegen Romualdo, der inzwischen der Schwarzen Hexe hörig geworden ist.

Brigitte Nielsen hat schon was, so als Schwarze Hexe. Zwar ufern ihre Gestiken und Mimiken auch ziemlich aus, aber unter dem Aspekt, dass es sich um eine Kindergeschichte handelt, passt das schon. Ich mag die Schauspielerin, sie war toll als "Red Sonja" und sie hat auch gut getanzt in "Let's Dance". Eine andere als Bösewicht(in?) könnte ich mir - zu dieser Zeit, als der Film gedreht wurde - nicht vorstellen.
Ich mag Romualdo immer noch nicht so besonders, wenngleich er hier um einiges mehr her macht. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass er selbst ja zum (halben) Bösewicht wird.
Zum Ende des vierten Teiles kam mir in den Sinn, dass hier nicht nur ein einziges Märchen bedient wurde. Hier findet man auch "Der gestiefelte Kater" oder "Der Froschkönig" wieder. Das sind die, die mir ohne Nachzudenken einfallen, wenn ich meine grauen Hirnzellen anstrenge, komme ich sicher auf noch mehr.
Einige Sachen sind inhaltlich leider ziemlich weit hergeholt. So erschließen sich mir der Zwischenstopp Fantaghirós beim Zitronenfresser und Romualdos Zwischenstopp bei der Feenkönigin nicht so wirklich. Außerdem trifft der jeweils andere nicht auf die anderen. Fantaghiró beispielsweise darf den Wald ungehindert passieren.
Auch die Nummer mit dem Ich-darf-kein-Schwert-berühren war nicht immer völlig durchsichtig. Schließlich gibt sogar die Weiße Hexe ihre Kräfte auf, damit Fantaghiró ihren Schwur brechen kann. Andererseits tauchen Gans, Pferd und Stein immer noch auf und zumindest eines davon IST doch die Weiße Hexe. Wie ist es ihr möglich, sich zu verwandeln?
Was ich an diesem Teil besonders mag ist die Feenkönigin. Sieht sie nicht toll aus! Sie passt farblich so gut in Umgebung und Kostüm. Zwar wirkt es ein wenig verwunderlich, warum alle anderen Feen wie Bäume aussehen und sie wie ein Mensch, aber darüber denke ich nicht allzu lange nach. Sie hat ihre Sache nämlich gut gemacht.
Ich mochte übrigens auch den Fisch und die Schildkröte. Wie schon in Teil 1 bin ich beeindruckt davon. Heute würde man sicher langweilige (wenngleich regelrecht künstlerische) Computeranimationen dafür schaffen. Hier gibt es Modelle, aus was gefertigt, kann ich nicht einmal sagen. Aber sie sehen sehr liebenswert aus.
Mein kleiner Stein ist auch wieder da. Diesen grummelige Gesichtsausdruck muss man doch einfach lieb haben! Obwohl sein: "Ich bin ein Zurückkehr-Stein." auch ein Kichern aus mir hervorgelockt hat.
Ich glaube, dass wir die Serie so sehr mögen liegt daran, dass sie aus einer Zeit stammt, als man noch keine großartigen Bilder durch PC und Co. schaffen konnte. Hier geht es um die Handlung, die überzeugen und unterhalten soll. Sie steht im Vordergrund. Das ist heute leider nicht immer so. Da sollen auch mal Animationen über andere Dürftigkeiten hinwegtäuschen.
Ich bin immer noch auf dem Fantaghiró-Trip und freue mich auf Teil 5 und 6. Denn Ihr wisst ja bestimmt, wer hier erstmalig auftritt?

Darsteller (3+4):
Alessandra Martines- Fantaghiró
Kim Rossi-Stuart - Romualdo
Barbora Kodetová - Weiße Hexe / Weißer Ritter (Teil 3+4)
Mario Adorf - König, Vater Fantaghiró
Barbora Kodekova - Caterina (Teil 3-6)
Katerina Brozova - Carolina
Tomas Valik - Ivaldo
Stefano Davanzati - Cataldo
Brigitte Nielsen - Schwarze Hexe
Lenca Kubalkova - Donner
Jakub Zdenek - Blitz
Stanislav Triska - Zitronenfresser

Nützliche Links:
http://www.prinzessin-fantaghiro.de/
Fanpage
Wikipedia-Zusammenfassung
http://fantaghiro.forum-aktiv.com/
Fanforum
youtube.de
Suche: Fantaghiro (es gibt die Filme gekürzt zu sehen)
http://aranea.de.hm/
Deutsche Fanfiction, die nach dem Ende weiterspinnt


Dienstag, 11. Mai 2010

Die Klingen des Lichts - Lois McMaster Bujold


Diese Rezension stammt vom 14.07.2008 und ist eine meiner ersten.
Klappentext: Die junge Fawn flieht wegen ihrer ungewollten Schwangerschaft vor ihrer Familie. Dabei gerät sie unversehens in noch viel größere Gefahr.
Gemeinsam mit dem zauberkundigen Seenläufer Dag stellt sie sich einer schrecklichen Kreatur: einem Landzehrer. Fawn erwirbt das Anrecht auf einen magischen Knochendolch. Dieser Dolch birgt ein Geheimnis, das Fawn lüften will. Denn immer noch streifen gefährliche Landzehrer umher, und es gibt zu wenige Wächter.
Ein großartiges Fantasy-Epos um Magische Dolche, grässliche Monstren und eine tragische Liebe.

Ich habe das Buch zufällig ausgewählt, als ich im Buchladen stand und mich mal wieder nicht entscheiden konnte. Neugierig geworden bin ich durch den Klappentext. Cover und Titel implizieren eher etwas anderes als das, was man dann tatsächlich liest. Es gibt keine Schlacht und auch der Kampf ist eher nebensächlich. Es geht wirklich vorrangig um die Beziehung Fawns und Dags.
Mit sehr viel Interesse und Spaß habe ich die Rückkehr Fawns zu ihrer Familie verfolgt, bei der Dag dann um ihre Hand anhält. Das war wirklich super gemacht. Man erfährt auch sehr viel über die unterschiedlichen Völker, denen beide angehören. Sitten, Gebräuche, "Lebensaufgaben". Die Sache mit dem Dolch lässt noch viel erwarten. Diese besonderen Klingen, die aus den Knochen der Toten gewonnen werden, sind wahre Kunstwerke und machen mich sehr neugierig. Fawn jedenfalls geht mit Dag - nach den Bräuchen ihres Volkes mit ihm verheiratet - zu seinem Volk, wo es fraglich ist, ob sie anerkannt werden wird. Da ist dann noch ihre Klinge, die die Seele ihres ungeboren Kindes aufgenommen hat.
Ich glaube, das wird das erste Mal seit langer Zeit sein, dass ich mir einen zweiten Teil einer Reihe anschaffe.

Offizielle Homepage der Autorin: http://www.dendarii.com/

Leider bin ich nie dazu gekommen, mir den zweiten Teil zuzulegen, wahrscheinlich weil er damals noch gar nicht erschienen war. Heute müsste ich erst Teil 1 noch einmal lesen und zweifle gerade daran, ob ich die gleiche Meinung hätte.


Montag, 10. Mai 2010

Piper-Fantasy Verlagsvorschau


Vor ein paar Tagen erreichte mich die Fantasy-Vorschau Herbst 10/ Frühjahr 11 vom Piper-Verlag. Im Netz kann sie hier angesehen werden. Ich konnte einige nützliche Informationen darin einsehen und viele kleine Perlen entdecken.

Zwei Bücher im Herbstprogramm sind ganz besonders in mein Blickfeld gerückt.
Karen Chance kommt mit einer neuen Serie auf den deutschen Markt und "Dämonisch verführt" ist Band 1. Übrigens von Andreas Brandhorst übersetzt, der selbst Autor ist.
Dorina ist ein 500 Jahre alter Dhampir – halb Mensch und halb Vampir –, verdammt sexy und fällt öfter mal durch unkontrollierte Zornausbrüche auf, um nur ein paar ihrer ungewöhnlichen Marken zeichen zu nennen. Als ihr Onkel Dracula aus seinem Gefängnis entkommt, muss sich Dorina mit dem gut aussehenden Vampir Louis-Cesare zusammentun. Vampire und Dhampire sind zwar Todfeinde, und Dorina arbeitet sowieso lieber allein – doch gegen ihren berüchtigten Onkel Dracula muss sie jede Hilfe annehmen, die sie kriegen kann.
Rasante und verführerische Urban Fantasy für alle Fans von Cassie Palmer!
Also für mich! Wer Cassie Palmer kennt, wird sich von der Inhaltszusammenfassung nicht irritieren lassen, sondern wissen, dass Chance das mit diversen tollen Ideen und Einfällen würzt.
Weiterhin freue ich mich auf "Nachtlilien" von Siri Lindberg.
Seit Generationen lastet auf der Familie der jungen Jerusha ein schrecklicher Fluch: Alle F
rauen sind dazu verdammt, den Menschen zu verraten, den sie am meisten lieben. Jerusha droht das gleiche Schicksal, als sie Kiéran begegnet, einem Krieger, der nach einer schweren Schlacht erblindet ist. Jerusha verliebt sich in ihn, doch sie will ihn auf keinen Fall ins Unglück stürzen. Aber ist es richtig, der wahren Liebe für immer zu entsagen? Oder ist es Zeit, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn es die mutigste und gefährlichste ihres Lebens sein wird?
Siri Lindbergs Debüt »Nachtlilien« lässt einen nicht mehr los – romantisch, spannend und fesselnd wie ein gefährlicher Liebesbann.
Nun, wir werden sehen, aber es klingt irgendwie anziehend für mich. Außerdem handelt es sich bei Frau Lindberg um eine deutsche Autorin, die in der Nähe von München lebt.
Große Werbeauftritte bekommt der Roman "Alera - Geliebter Feind" von Cayla Kluver. Zum einen konnten die Leser zwischen zwei Covern wählen und zum anderen wird das Buch auf vorablesen.de zu gewinnen sein.
Piper-Fantasy.de wird Michael Peinkofer vorstellen, der im September mit "Die Zauberer - Das dunkle Feuer" den Finalband seiner Trilogie vorlegt.
Dort wird ebenfalls Monika Felten anzutreffen sein, die im September ihren neuesten Roman "Kristall der Macht" vorstellt. Begehrenswert schon allein deswegen, weil es sich offenbar um ein abgeschlossenes High-Fantasy-Epos handelt.
Ein geheimnisvoller Kristallkreis bannt den Dämon, ein uraltes versteinertes Geschöpf, dem erbarm
ungslose Rachsucht nachgesagt wird. Noelani hütet den Kristallkreis wie ihren Augapfel – auch wenn sie dafür einen hohen Preis zahlt. Sie lebt allein, getrennt von ihrem Volk und ihrer Zwillingsschwester Kaori. Eines Tages geschieht das Unfassbare: Gelber Nebel verschlingt das Land und vernichtet alles Leben, auch Kaori stirbt; doch das Unglück scheint nicht das Werk des Dämons zu sein. Sind die Legenden eine Lüge? Verbirgt sich in den Kristallen eine ganz andere Macht? Erst als Noelani gezwungen wird, die Macht der Kristalle selbst zu erproben, erkennt sie deren fürchterliches Geheimnis – und die Aufgabe, der sie sich zu stellen hat.

In den Monaten danach gibt es ebenfalls sehr ansprechende Bücher, die sicher in der ein oder anderen Weise hier im Blog auftauschen werden.