Freitag, 8. Dezember 2017

(Gesammelt) Abgebrochene Romane

Nevernight: Die Prüfung - Jay Kristoff (Tausch)
Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet ...

Abgebrochen auf Seite 150(von 700).
Ein Roman, der mir bereits im Original aufgefallen ist und den ich unbedingt in deutscher Übersetzung lesen wollte. Durch großen Zufall lief er mir dann in einer Tauschbörse über den Weg, wo er OVP angeboten wurde - den Buchpreis selbst hätte ich im Leben nicht bezahlt.
Leider wusste ich bereits nach zwanzig Seiten, dass ich die Geschichte nicht mögen würde, quälte mich jedoch noch bis etwa Seite 150 durch. Mein Missfallen kann letztendlich nicht an nur einer Sache festgemacht werden. Mich hat schon früh das reichlich durchwachsene Frauenbild gestört, das hier auch noch an einem jungen Mädchen hochgefasert wird. Sehr plump übrigens an Sex festgemacht; die intime Szene wird dann später auch noch gleichgesetzt mit einer Mordszene. Aber eben nicht mit Raffinesse, sondern so ungelenk und fadenscheinig, dass es zum Weglaufen ist. Die Art, wie die Geschichte erzählt wird, ist ebenfalls misslungen, hinzu kommt auch der Aufbau der Handlung. Nicht zuletzt ist der Roman mit Infodump überfüllt worden, der in Fußnoten - die ich normalerweise sehr schätze - wiedergegeben wird, die oft länger sind, als das dazugehörige Textstück.
Das Zusammenspiel all dieser Dinge haben dann dafür gesorgt, dass mir teilweise arg die Galle hochkam - und dann war auch das Lesen für mich beendet.


Dunkle Materie - Carolyn Ives Gilman (Kauf)
Berichte über einen neuen, bewohnbaren Planeten haben die Zwanzig Planeten der menschlichen Zi- vilisation erreicht. Für die Erkundung dieser Welt wird eine Gruppe von Wissenschaftlern zusam- menstellt. Nach der Ankunft findet sich das Team auf einem kristallinen Planeten wieder, der vor Dunkler Materie nur so strotzt. Plötzlich wird eine von ihnen ermordet ...

Ein Genre, das mich in letzter Zeit stark zu begeistern weiß und in dem ich - sicher nachvollziehbar weshalb - vor allem gern zu weiblichen Autoren greife. Hier jedoch habe ich schon sehr früh abgebrochen. Vielleicht war es die falsche Zeit für mich und die Geschichte, aber schon auf den ersten Seiten bin ich über Formulierungen gestolpert und fand nur schwer in einen flüssigen Lesefluss hinein. Auch was mir wie erzählt wurde, wusste mich kaum mitzunehmen. Es ist schade, dass ich nicht mehr erfahren werde, woran genau es gelegen hat, denn der Roman ist bereits bei einem anderen willigen Leser.

Kommentare:

  1. Hm schade, Nevernight hatte ich eigentlich auch schon auf dem Wunschzettel zu stehen. Mir ging es so mit Throne of Glass, da war mir die Protagonistin so unsympathisch, dass ich nach der Hälfte des Buches aufgegeben habe.

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    1. Hallo und schön, dass Du mal wieder reinschaust :)
      Nevernight hat ja auch ein paar Fans gefunden, also schau ruhig in die Leseprobe oder vielleicht hast Du die Möglichkeit, im Laden mal reinzusehen. Bei der Glass-Reihe habe ich nach Band 1 auch nie weitergelesen (und auch kein Interesse daran), obwohl er mir insgesamt relativ gut gefallen hatte. So ganz überzeugt war ich dann aber offenbar doch nicht.

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