Dienstag, 31. August 2010

Neue Helden im paranormalen Liebesroman: Drachen


Nach Vampiren, Gestaltwandlern und Engeln schwappt bereits die nächste Welle phantastischer Wesen an unsere Gestade. Drachen.
Faszinierende Geschöpfe: Einerseits wilde Tiere, in ihren Instinkten gefangen, andererseits langlebig, alt und weise. Edel und wunderschön. Es lag nahe, auch sie zu Gestaltwandlern zu formen und nach der einen Gefährtin suchen zu lassen, die nur für sie bestimmt ist. Aber nicht nur die Männer werden hier zu Alphas, es gibt auch die ein oder andere Frau, die mehr kann, als nur Tacheless zu reden.
Eine (unvollständige) Bestandsaufnahme:

"Dragon Actually (Dragon Kin)" - G. A. Aiken
Unter dem Titel "Dragon Kiss" wird dieser Roman im November 2010 auf deutsch erscheinen.
Annwyl (the Bloody) ist eine Kriegerin und das macht sie nicht unbedingt anziehend für das andere Geschlecht. Als sie auf Fearghus (the Destroyer) trifft, glaubt sie, auf einen Seelenverwandten gestoßen zu sein. Doch leider stellt er sich als Drachen heraus - die wilde, zerstörerische Sorte. Trotz ihres Wiederstandes erwacht auch Verlangen in ihr. Und das ist nicht ihr einziges Problem.
Offenbar spielt es in einer mittelalterlichen Welt und dreht die üblichen historischen Liebesromane ein wenig um. Annwyl ist eine übermächtige Kriegerin, die im Kampf schwer verwundet wird. Statt sie als Zwischenmahlzeit zu verputzen, nimmt Fearghus sie mit in seine Höhle und versorgt ihre Wunden. Das Leben mit dem einsiedlerischen Drachen ist nicht immer einfach, scheint aber genug Stoff für den ein oder anderen Schlagabtausch zu liefern.

Teil 2 "About A Dragon" wird im Dezember 2010 unter dem Titel "Dragon Dream" auf deutsch erscheinen. Unverständlich an dieser Stelle für mich die englischen Titel: In Deutsch hätten sie ebenfalls gut geklungen, wären nicht länger gewesen und hätten keine Verwirrung in Bezug auf die richtigen englischen Titel gestiftet.
Es findet ein neues Paar zusammen: Briec, der Drachen rettet die schöne Talaith vor der Verurteilung als Hexe und glaubt nach Drachenrecht, nun nach Belieben über sie verfügen zu können. Da hat er aber nicht mit ihr gerechnet - bis sie herausfindet, dass er ein Gestaltwandler ist und in menschlicher Gestalt einiges her macht.
Wieder viel Potential für Schlagabtäusche, wenn man den Lesern der Originalsprache glauben will. Kein Wunder also, wenn Geschichten, die nach diesem Muster gestrickt wurden, mehrere Formen von Liebesromanleser-Herzen ansprechen.
In Teil 3 "What a Dragon Should Know" findet ein weiteres Paar zusammen. Muster bekannt. Aber wem das gefällt und der nicht genug bekommen kann, wird sicher nichts dagegen haben. Die Meinungen zu den Büchern gesamt ist jedenfalls fast durchweg positiv.

"Playing with Fire (Silver Dragons, Book 1)" - Katie MacAlister
Der Roman wurde als "Silver Dragons 01. Ein brandheißes Date" ins Deutsche übersetzt und wird im Januar 2011 erscheinen.
May Northcott ist eine Doppelgängerin, ein magisches Wesen, das sich unsichtbar machen und in der Welt der Schatten wandeln kann. Sie ist an den Dämon Magoth gebunden, der ihre Fähigkeiten dazu benutzt, um Diebstähle zu begehen und magische Gegenstände in seinen Besitz zu bringen. Bei einem ihrer Diebeszüge begegnet May dem gut aussehenden Gabriel Tauhou, dem Anführer der Silberdrachen. Dieser erkennt sofort, dass May seine Seelengefährtin ist. Doch obwohl sich auch May zu ihm hingezogen fühlt, sträubt sie sich zunächst gegen ihre Gefühle. Da erteilt ihr Magoth den Auftrag, ein wertvolles Artefakt aus Gabriels Hort zu stehlen ...
Hier hangelt wie bei der Autorin üblich das gleiche Heldenpaar durch alle Bücher. Da die Autorin inwzischen schon Erfahrung hat (auch mit Drachen), kann man sicher davon ausgehen, dass die Romane sehr lesbar sind.
2. Up in Smoke
3. Me and My Shadow

"Dragonborn" - Jade Lee
Kiril glaubt, dass seine Familie einst von einem Drachen getötet wurde, was er niemals verwunden hat und zum gefürchtesten Drachenjäger wurde. Nur noch ein Ei ist schließlich übrig, dann hat er sein Ziel - die Ausrottung der Drachenspezies - erreicht. Dieses jedoch wird von der wunderschönen Natiya bewacht, die schon viele Jahre auf das Schlüpfen der letzten Drachenkönigin wartet. Nicht ohne Grund.
Ziemlich durchwachsene Meinungen, ich sehe aber durchaus Potential und außerdem gefallen mir die Cover, so dass ich das Buch selbst lesen werde.
Teil 2 "Dragonbound": Die zwölfjährige Sabina wird von ihrem Vater an den gemeinen Dag Racho verkauft, damit sie ihm als Dragonmaid dienen kann. Ihre Aufgabe ist es, sich um den Drachen Cordain zu kümmern, was sie nicht mag, da sein Feuer ihr die Haare vom Kopf gebrannt hat. Aber beide leben in Knechtschaft unter Dag Racho und verbinden ihre Geister miteinander um so zu kommunizieren. Als Sabina älter wird, verführt Dag Racho sie vor Cordain und durch ihre Magie ist es möglich den Drachen zu töten und Cordain in den Körper des Bösewichtes zu transformieren. Der aber hat viel von seinem Gedächtnis verloren, außerdem kann Sabina sich nicht an sein neues Aussehen gewöhnen und so flüchtet er in die Einsamkeit einer Höhle. Als aber die Feinde näher rücken, braucht Sabina seine Hilfe und sie müssen sich zusammenraufen.
Auch hier sehe ich viel Potential für eine ans Herz gehende Liebesgeschichte.

"Kiss of Fire (Dragonfire, Book 1)" - Deborah Cooke
Die Rasse der gestaltwandlerischen Drachen nennt sich Pyr (Bewacher der Elemente) und hat sich gespalten (Pyr/ Slayer): die einen schützen die Menschen, die auf der Erde leben, die anderen glauben, dass die Menschen die Erde zerstören und verfolgen diese.
Tyrrell Quinn ist ein Drachen und lebt lange Zeit zurückgezogen von seinen Artgenossen, weil er sie für den Tod seiner Familie und seiner Geliebten verantwortlich macht. Schließlich trifft er auf die schöne Sara Keegan, die als neue Gefährtin auserwählt wurde, davon aber noch nichts weiß. Mit der Vereinigung der beiden würde eine alte Prophezeiung erfüllt werden, was die Slayer nicht zulassen wollen und alles daran setzen, beide zu vernichten.
Klingt ein bisschen nach 08/15, aber es schließen sich einige Folgebände an, so dass sich Leser gefunden haben müssen, denen es gefallen hat.
2. Kiss of Fury
3. Kiss of Fate
4. Winter Kiss
5. Whisper Kiss
Es finden jeweils andere Paare zusammen, bei denen der Drache seinen "firestorm" spürt und sich auf die Suche nach seiner Gefährtin macht, die er zunächst retten muss, ehe sie glücklich werden können. Einige der Damen haben nette Geschichten um sich versammelt, so dass das Niveau und das Können der Autorin in der Serie mit jedem neuen Buch ansteigen dürfte.

"Dragon Heat (Dragon Series, Book 1)" - Allyson James
Lisa Singleton erbt von ihrer Großmutter ein Haus, mit allem, was sich darin befindet. Sie staunt nicht schlecht, als sie merkt, dass dazu auch der riesige Drache Caleb gehört, der dort lebt und das Recht, die Fernbedienung zu benutzen für sich allein gepachtet hat. Als er sich nach einiger Zeit schließlich in einen attraktiven Mann verwandelt und ihr erzählt, dass er ein großer Krieger ist und alle Frauen aus dem Hexengeschlecht beschützt, staunt sie nicht schlecht.
Aus dem Couch-potatoe wird aber schnell ein waschechter Kämpfer, als ein schwarzer Drachen versucht, Lisa das Leben zu nehmen. Inzwischen ist sie Caleb nämlich ziemlich ans Herz gewachsen.
Klingt nach humoriger Spannung, die durchaus einige Unterhaltung verspricht. Meinungen gehen aber auch mal weit auseinander.

"Breath of Fire" - Tammy Kane
Karl, ein Mattaen (eine Mischung aus Mönch und Krieger), reist durch die Welt auf der Suche nach Wissen. Es schlägt ihn in ein einsam gelegenes Dorf, wo man an Drachen glaubt. Erschrocken muss er mit ansehen, wie diesem eine Jungfrau geopfert werden soll. Wohl wissend, dass es keine Drachen gibt, bietet er sich selbst als Opfer an und staunt nicht schlecht, als er plötzlich tatsächlich einem Drachen gegenübersteht.
Elera ist eine Drachentöterin und tötet nicht nur den Drachen, sondern rettet auch den von den Dorfbewohnern angeketteten Karl. Als Preis verlangt sie eine Nacht mit ihm, in der sie mit ihm tun kann, was immer sie will. Aber die Mattaen legen ein Keuschheitsgelübde ab, wenn sie initiiert werden ...
Hier ist der Drache nur schmückendes Beiwerk, stört mich weniger, das Buch ist auf meine Wunschliste gewandert - nicht zuletzt, weil ich sehr neugierig auf Elera und ihre Sippe bin.

"Naked Dragon" - Annette Blair
McKenna Greylock trauert noch um Mutter und Großmutter, als sie deren letzten Wunsch erfüllen will: Das Haus soll in ein Bed&Breakfast umgewandelt werden, damit das Land, das seit Jahrhunderten der Familie gehört, nicht an die Bank fällt. Dazu engagiert sie den Handwerker Bastian Dragonelli, der kaum englisch spricht und in Wirklichkeit ein Drachenkrieger und auf der Suche nach seinen Brüdern ist. Neunzig Tage, um Haus und Land zu retten, neunzig Tage, um zusammenzufinden und alles zum Guten zu wenden.
Die Autorin hat bereits bewiesen, dass sie es kann. Auch diese Serie klingt, als würde sie viel Lesespaß bringen.

"Ladies of the Lair (Dragon Knights, Books 1 & 2)" - Bianca D'Arc
Besteht aus den beiden Büchern "Maiden Flight" und "Border Lair"
Buch 1: Nicht viele Menschenfrauen können mir Drachen sprechen, als es aber eine tut, bringt der Drache Kelvar sie zu seinem Ritter Gareth. Der und Belora verlieben sich sofort, hüten aber beide so viele Geheimnisse, das ein Zusammenkommen fast unmöglich ist.
Neue Serie, in der die einzelnen Paare miteinander verwandt sind. Klingt vielversprechend, bietet aber wohl nicht viel Neues.
1+2. Ladies of the Lair
3. The Ice Dragon
4. Prince of Spies
5. Wings of Change
6. FireDrake

Auch die jungen Leser kommen nicht zu kurz:

"Firelight" by Sophie Jordan
Jacinda ist eine Draki, aber als sie in Gefahr gerät, verlässt ihre Mutter mit ihr den Clan und gebietet ihr, ihre Drachennatur zu unterdrücken. Sie geht das erste Mal auf eine normale Schule und trifft dort auf Will, der einer sehr alten Familie von Drachenjägern angehört. Beide fühlen sich zueinander hingezogen und verbringen Zeit miteinander, doch dann wird es Zeit für die Wahrheit.
Meine Meinung zu diesem ersten Teil einer Trilogie könnt ihr im LoveLetter (September) nachlesen.

Dragon's Keep - Janet Lee Carey
Der Roman wurde mit dem Titel "Drachenkuss" ins Deutsche übersetzt und kommt bei uns offenbar ein bisschen kurz. Die Meinungen durchweg positiv.
Rosalind, Prinzessin von Wild Island, hat einen schrecklichen Makel: Anstelle ihres Ringfingers besitzt sie eine Drachenklaue. Außer ihr und ihrer Mutter ahnt niemand davon. Eine alte Prophezeiung, noch von Merlin selbst, steckt dahinter. Als es immer wieder zu feindlichen Auseinandersetzungen kommt, muss Rosalind zum Mittler zwischen Menschen und Drachen werden. Ein Drachlord und seine mutterlosen Kinder werden eine besondere Rolle im Leben der jungen Frau einnehmen.

Mittwoch, 25. August 2010

Wie schreibt man eine Rezension?


Schon ein paar Mal bin ich gefragt worden, wie man am besten eine Rezension schreibt. Da ich das auch erst lernen musste, weiß ich noch, wie hilflos ich am Anfang war. Denn niemand gibt eine Anleitung oder zumindest eine Art roten Faden, im Gegenteil, es heißt dann immer, man solle sich einfach andere Rezensionen durchlesen und irgendwann lerne man es schon. Quatsch! Das lernt man nur, indem man es selber tut. Allerdings ist es auch enorm hilfreich, sich bei anderen das ein oder andere abzugucken und schließlich daraus seinen eigenen Weg zu basteln.
Hier möchte ich mehr oder weniger kurz darlegen, wie ich vorgehe, es ist also eine Soleil-Anleitung, denn ich bin sicher, dass andere Leser das anders handhaben. Ich stelle keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit!

"Eine Rezension oder auch Besprechung ist die schriftlich niedergelegte und veröffentlichte Form einer Kritik, die einen bestimmten Gegenstand eines abgegrenzten Themenfeldes behandelt." (wikipedia.de)
Eine Rezension ist aber vor allem eine Meinungsbildung und eben diese muss klar erkennbar sein. Dabei ist die Subjektivität zu beachten, denn nicht alle Menschen - und damit auch nicht alle Leser - empfinden Bücher und ihre Geschichten gleich. Das ist vollkommen in Ordnung! Wichtig ist nur, dass die eigene (subjektive) Meinung begründet wird und das möglichst konstruktiv. Ein: "Das Buch fand ich einfach nur zum einschlafen." reicht natürlich nicht aus.
Doch von Anfang an.

Welche allgemeinen Dinge gibt es zu beachten?
Es sollte immer die ehrliche Meinung geschrieben werden, denn der (erfahrene) Leser einer Rezension merkt, wenn jemand rumdruckst, verheimlicht oder schönredet. Das ist nicht immer einfach, denn es erfordert Mut, ein Buch schlecht zu bewerten. Ebenfalls nicht einfach ist es, bei der eigenen Meinung zu bleiben, wenn man schon einige andere gelesen hat. Unvoreingenommenheit ist daher wichtig, allerdings nicht immer zu erreichen.
Da viele Blogger den gelesenen Büchern Punkte/Sterne verleihen, sollte beachtet werden, dass sich Text und Punkteanzahl nicht wiedersprechen. Wenn in einer Rezension fast ausschließlich Negatives aufgezählt wurde und kaum Postitives, kann das Buch keine "4 von 5" Punkte erhalten. Darum ist es am besten, sich vor dem Schreiben zu überlegen, wie viele Punkte man vergeben möchte und sich dann daran zu orientieren.
So lustig manche Verrisse auch zu lesen sind, ich bin der Meinung, dass sie sich nicht gehören. Zwar spiegeln auch sie eine subjektive Meinung wieder, doch sollte die Intigrität von Autor und auch Leser gewahrt bleiben. Darum sollte man gleichbleibend höflich auftreten, statt sich über etwas lustig zu machen, das man im Grunde selbst wohl auch nicht besser hinbekommen hätte.
Der wichtigste Punkt: Der eigenen Kreativität sind in Rezensionen keine Grenzen gesetzt.

Der Aufbau
Es gibt keinen allgemeingültigen Aufbau, außer einem: Zunächst folgt eine (kurze) Inhaltszusammenfassung und danach die eigene Meinung. Deren beider Längen hängt von dem Medium ab, in dem die Rezension erscheinen soll. Im eigenen Blog also allein von Euch.
Wie genau Ihr anfangt, ist Euch überlassen. Viele Blogger beginnen mit dem Klappentext, dem sie einige Informationen zum Autor folgen lassen. Schließlich eine Inhaltszusammenfassung mit eigenen Worten, die mit der eigenen Meinung zusammenläuft.
Ich bin der Meinung, dass das für einen Blog zu viel ist. Im Forum Verlorene Werke, handhabe ich es ähnlich, aber hier im Blog wäre es Platzvergeudung. Außerdem finde ich es unsinnig, dem Klappentext bzw. dem Text, den der Verlag zum Buch veröffentlicht sofort die eigene Zusammenfassung folgen zu lassen. Das doppelt sich und man hat als Leser Mühe, zum eigentlichen Kern - der Meinung - vorzudringen.
Darum grenze ich die Bereiche auch klar ab. Zunächst folgt eine Inhaltszusammenfassung meiner eigenen Worte, dann eine Leerzeile, einige (sehr) kurze Gedanken zum Cover und schließlich nach einer oder zwei Leerzeilen meine Meinung. Das klingt kompliziert, aber man darf nicht vergessen, dass das Auge mitisst. Außerdem befinden wir uns in einer Mediengesellschaft, in der das Auge in kurzer Zeit so viele Informationen wie nur möglich aufnehmen will. Anders ausgedrückt: Rumsuchen nervt!
Am Ende meiner Meinung stehen oft zwei bis drei zusammenfassende Sätze, die das Fazit bilden.
Ich verzichte übrigens auf eine Punktevergabe, weil ich an meinem eigenen Leseverhalten bei Rezensionen gemerkt habe, dass ich oft nur das Fazit lese und die Punkte anschaue. Dafür hat sich der Leser aber sicher nicht die Mühe so vieler Worte gemacht.

Sehr wichtig: Die eigene Meinung darf niemals kürzer sein, als die eigene Inhaltsangabe!

Übrigens:
Lisa von Blattgold hat aus dem Aufbau ihrer Rezension eine eigene Wissenschaft gemacht und mir verraten welche:
"Rezension: Ich nenne den gesamten Artikel zu einem Buch in meinem Blog Rezension, da das eben alles beinhaltet: Information zum Buch, inhaltliche Angaben und eigene Meinung/ wie ich es aufgenommen habe = Rezeption.
Demnach ist die Rezeption bei mir ein Teil der Rezension, in dem ich meine Eindrücke, Interpretationen usw. festhalte. Generell ist Rezeption einfach nur die persönliche Aufnahme von etwas (muss sich nicht auf Bücher beschränken). Von Wolfgang Iser hat sich in einer Theorie damit beschäftigt, die nennt sich Wirkungsästhetik oder auch Rezeptionsästhetik, genauso gut könnte man es wohl auch Wahrnehmungsästhetik nennen. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf dem Leser und wie er das Geschriebene aufnimmt. (Das stützt sich noch auf Tiefergehendes, wie den impliziten Leser, der beim Lesen die Bedeutung des Geschriebenen mitgestaltet usw.)
Weil es ja genau das ist, worüber ich schreiben will - also, wie ich die Geschichte beim Lesen aufgenommen habe - nenne ich den Teil meiner Rezension Rezeption.

Inhalt
Natürlich ist es möglich, an dieser Stelle einfach den Klappentext zu zitieren, aber ich finde das ein bisschen langweilig. Oft ist er sehr kurz gehalten und gibt nicht alle wesentlichen Punkte (richtig) wieder. Außerdem setzt man sich mit einem Buch völlig anders auseinander, wenn man versucht, es mit eigenen Worten wiederzugeben.
Doch das ist fast das Schwierigste an einer Rezension, denn oft erzählt man zu viel, streicht weg, weil man der Meinung ist, zu viel zu verraten. Bis wohin sollte man also den Inhalt zusammenfassen?
Darüber gibt es unterschiedliche Meinungen, ich halte mich an die, die ich gelernt habe: die ersten drei Kapitel (oft weniger) und das Kernproblem des Romans.
Held und Heldin verlieben sich, können aber (Problem) nicht zusammenkommen. Dass sie es schließlich doch tun und wie, spielt für die Inhaltsangabe keine Rolle.
Formel: A+B=C oder anders ausgedrückt: Ursache und Wirkung.
Niemals, aber wirklich niemals das Ende eines Buches verraten, das will niemand lesen! Gerade in Krimis, aber auch vielen anderen Genres, nimmt man damit allen anderen das Vergnügen daran, selbst ins Abenteuer einzutauchen.
Darum schön geheimnisvoll bleiben, Andeutungen machen und elegant ausblenden.

Meinung
Hier beginnt das große Abenteuer Rezension erst richtig. Und hier zeigt sich auch das Zusammenspiel von (eigenem) Inhalt und Meinung, denn beides baut unbedingt aufeinander auf.
Ich beginne gern mit einigen wirklich kurzen Randinformationen, wenn das Leben des Autors zu seinem Roman passt. Spielt die Handlung beispielsweise in Paris, wo der Autor lange Zeit gelebt hat, lasse ich das geschickt einfließen, denn es ist meinem Empfinden nach nicht so ganz unwichtig. Dafür gibt es aber auch den positiven Erwähnungsfaktor und den negativen. Ich kann schreiben: "Der Autor hat lange selbst in Paris gelebt und darum ist es ihm auch gelungen, mir die Stadt sehr lebhaft zu schildern."
Ich kann aber auch schreiben: "Dafür, dass der Autor selbst lange Zeit in Paris gelebt hat, ist mit die Stadt viel zu grau und substanzlos geblieben."
Informationen zu einem Autor findet man am besten über seine Homepage oder bei seinem Verlag oder einfach durch ein bisschen rumsuchen bei goo.gle.
Anschließend können allgemeine Dinge, wie beispielsweise die zu große/ kleine Schrift, die vielen Rechtschreib-/ Grammatikfehler, die schlechte Übersetzung und ähnliches erwähnt werden.
Dann folgt die Beurteilung des Inhaltes. Hier wird auch deutlich, welche Wichtigkeit die eigene Inhaltszusammenfassung hat. Wenn man beispielsweise etwas zur Sympathie der Figuren sagen möchte, sollte man diese wenigstens schon einmal erwähnt haben. Sind sie für die Handlung nicht wichtig, umschreibt man sie am besten mit "die Nebenfiguren konnten ebenfalls punkten, denn ...". Sind sie wichtig, verdienen sie eine namentliche Erwähnung.
Gibt es Unlogiken in der Gesamthandlung, sollte das auf jeden Fall gesagt werden. Wichtig dabei die klare Abgrenzung zwischen "ist absolut unlogisch" und "das habe ICH nicht verstanden". Zur Erklärung kann eine kleine Stelle herangezogen und das Beispiel daran erklärt werden.
Manche Leser machen die Unterscheidung zwischen erfahrenen Autoren und Debütanten. Andere sind der Meinung, dass jeder, der veröffentlicht wird, auch gut zu sein hat.
Auch das ist subjektives Empfinden und bleibt im Endresultat jedem selbst überlassen. Allerdings lassen sich zwischen Anfängern und Erfahrenen immer Unterschiede feststellen, die durchaus wesentlich sein können oder zumindest eine Erwähnung wert.
Kritik bedeutet im übrigen nicht nur, alle Negativpunkte aufzuzählen, Kritik beinhaltet auch alle Positivpunkte, also die ausdrückliche Erwähnung von Dingen, die gefallen haben. Manchmal überwiegt aber eines das andere und dann sollte man sich nicht zwingen, noch etwas Gutes oder noch etwas Schlechtes hinzuzufügen. Immer an der eigenen Meinung bleiben!
Kritisieren können bedeutet auch immer, die Argumente und Erklärungen der Gegenseite zulassen zu können. Das kann ganz triviale Dinge betreffen. In historischen Romanen kann die Geschichte nicht einfach umgedichtet werden. Ein Autor denkt sich auch oft etwas dabei, wenn der Held so handelt, wie er es nun einmal tut. Oder wenn dieser stirbt. Ob man selbst das Empfinden hat, das passe jetzt nicht, spielt keine Rolle. Es sei denn, es sind am Ende alle tot und der Mord unaufgeklärt. Oder der Held wird als gemeiner Mistkerl beschrieben, füttert aber nicht nur die Enten am Teich, sondern spendet monatlich für Waisenkinder in Bangladesh.
Wichtig ist, das Genre des Romans zu beachten, denn die Leser der Rezension orientieren sich daran und erwarten, dass gewisse Dinge erwähnt werden. Sind die Liebesszenen in erotischen Romanen detailliert und anregend? Wird der Mordfall in Krimis befriedigend aufgelöst? Sind die Schwertkämpfe in der Fantasy authentisch?
Dabei sollt Ihr keinen Inhalt verraten, sondern diese Dinge nur erwähnen! "Das Ende dieses Liebesromanes wird Happy End verwöhnte Leserinnen enttäuschen.": Verrät nichts, deutet aber an, dass da etwas nicht ganz stimmig ist und man eventuell die Finger davon lassen sollte.
Solche Informationen sind wichtig und sollten nicht unterschlagen werden. Immerhin muss sich ein Leser unter millionen Titeln entscheiden, die er lesen könnte; er verlässt sich auf Eurer Urteil.
Gibt es andere Werke des Autors, dessen Werk Ihr gerade besprecht, solltet Ihr diese erwähnen und vielleicht einen kleinen Vergleich vornehmen. "Der letzte Band dieser Reihe hat mich eher enttäuscht, dieser hier dafür umso mehr begeistert."
Auch können Verlgeiche zu anderen Werken anderer Autoren gemacht werden, wenn sich das Thema und/ oder das Genre gleicht. "Den Einzelkampf habe ich nie Besser als bei B gelesen, die Darstellung von Schlachten jedoch ist bei C wesentlich besser gelungen."
Es zeichnet einen Leser aus, wenn er nachweisen kann, dass er weiß wovon er spricht. Das hat nichts mit angeben zu tun, sondern mit der schon erwähnten Intigrität.
Wie Ihr seht, gibt es dutzende Punkte an einer Geschichte, zu denen es sich lohnt, etwas zu sagen. Lasst nichts aus, was Euch in den Sinn kommt, nichts an der eigenen Meinung ist zu trivial um nicht gesagt zu werden. Jede Erwähnung kann eine Leseentscheidung unterstützen.

Was sage ich wie?
All diese obigen Dinge hat man vielleicht schon einmal gehört oder gelesen. Doch wie genau drückt man nun das aus, was man im Herzen trägt?
Da hilft es, sich bei anderen, vielleicht auch professionellen Lesern (Zeitungen/ Zeitschriften, TV, Internet) einige Formulierungen abzuschauen und diese dann irgendwann umgewandelt (denn es sind ja unterschiedliche Bücher) selbst anzuwenden. Hilfreich hier die Verwendung von Adjektiven.
Die Handlung ist: anfangs zäh, dann zu schnell, originell, langweilig, unlogisch, spannend etc.
Nicht vergessen, alles belegen! Die Handlung kann langweilig sein, weil man zum Beispiel etwas anderes erwartet hätte (Was?) oder einfach nichts passiert (Inwiefern?). Oft wird mitten in den Liebesszenen die Perspektive gewechselt und aus Sicht der anderen Person erzählt. Oder Held und Heldin schauen sich nie an und plötzlich macht er ihr einen Heiratsantrag. Oder ...
Man konnte manchen Szenen nur schwer folgen weil ... man die verwenden Fachbegriffe nicht kannte, man die Figuren nicht unterscheiden konnte, die englischen Sätze nicht ins Deutsche übersetzt wurden ...
Die Idee der Geschichte (Welche? Am besten nennen) ist toll, aber die Umsetzung nicht gelungen (Warum?).
Die Figuren sind: eindimensional, sympathisch, liebeswert, hasserfüllt, unglaubhaft etc.
Die Art zu Schreiben ist: Substanzlos, dem Leser entfernt, intensiv, detailliert etc.
Die Perspektiven wechseln zu schnell. Es gab eine immens große Anzahl an Wortwiederholungen. Sehr oft ziemlich kurze/ lange Sätze. Alles sehr detailliert beschrieben, was bewirkte dass ... die Handlung unnötig in die Länge gezogen wurde, ich mir alles super gut vorstellen konnte ...
Der Lesefluss war vorhanden/ nicht vorhanden, was an ... lag.
Es ist auch möglich mit Vergleichen zu arbeiten, die aber nicht übertrieben und dezent eingesetzt werden sollten.
Wenn es zum Beispiel, egal in welchem Genre, um eine Schiffsreise geht, kann gesagt werden: "Die Handlung war wie ein zum Bersten beladenes Schiff mit vollen Segeln - leider ist es auf halber Strecke gekentert."
Wenn Nahrung eine Rolle spielt, beispielswiese in Form einer Konditorei, in der der Held lebt, kann man schreiben: "Süß wie die kleinen Leckerein in Alberts Reich, zergehen dem Leser die Sätze auf der Zunge."
An dieser Stelle sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

"Ich" oder nicht?
Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen zur Art einer verfassten Rezension. Soll man sie persönlich halten ("Ich fand die Handlung spannend.") oder nicht ("Die Handlung war spannend.")
Meiner Meinung nach liegt das allein in der Entscheidung des Verfassers einer Rezension oder in der desjenigen, in dessen Medium diese vorgestellt werden soll. Es hat wesentlich mehr Professionalität, wenn man auf persönliche Bezüge verzichtet und seine Meinung allgemein hält (auf Wörter wie: ich, man, du usw. verzichtet). Die Frage ist nur, ob man das überhaupt will.


Ich hoffe, dieser kleine Überblick war ein wenig hilfreich. Haltet Euch am besten immer vor Augen, dass diejenigen, die Eure Meinung zum Buch lesen, sich darauf verlassen, dass es wirklich Eure echte Meinung ist. Haben sie das Gefühl, dass Ihr etwas verschweigt oder unglaubhaft seid, werden sie Eure Rezenionen nicht mehr lesen oder sogar als Negativbeispiel verwenden. Darum einfach fallen lassen und Mut beweisen. Kein Leser dieser Welt findet alle Bücher, die er liest nur gut oder nur schlecht - sonst gäbe es ja gar nichts, worüber man sich austauschen kann.

Dieser Artikel ist einem lesebegeisterten Bärchen gewidmet!

Montag, 23. August 2010

Cinderella Unmasked - Bonnie Dee/ Marie Treanor


Dreizehn Jahre nach ihrer Hochzeit ist Cinderella nicht viel von ihrem großen Glück geblieben. Prinz Charming ist seit fünf Jahren auf und davon um sich selbst zu finden und sie muss nicht nur allein ein Königreich managen, sondern auch mit ihrer Einsamkeit fertig werden.
Einzig Sebastian Crowley steht ihr als ihr persönlicher Assisstent zur Seite, doch ist er stets korrekt und fast emotionslos.
Um wieder einmal etwas Schwung in ihr Leben zu bekommen, beschließt Cinderella, einen Ball im Schloß zu veranstalten. Und damit ihre Libido auch etwas davon hat, soll es ein Maskenball sein. Sie erhofft sich davon, einen Liebhaber zu finden, der ihr nach Jahren der Enthaltsamkeit - Charming blieb ihrem Bett schon lange vor seinem Verschwinden fern - wieder Erfüllung schenkt.
Der Ball wird ein voller Erfolg, das Volk freut sich darüber und ein geheimnisvoller, attraktiver Mann verschafft ihr eine Nacht voller Leidenschaft. Doch nicht alle sehen das mit Wohlwollen. Die böse Stiefmutter und ihre älteste Tochter, die inzwischen den König vom Nachbarreich geheiratet hat und dieses an seiner statt regiert, neiden Cinderella noch immer alles. Die Affäre auf dem Ball ist nicht so geheim geblieben, wie erhofft und die beiden beginnen damit, Cinderella einen Strick daraus zu drehen und ihr nicht nur das Königreich, sondern alles, was ihr etwas bedeutet, wegzunehmen.
Doch Cinderella übersieht die Anzeichen von drohender Gefahr und plant mit Sebastians Hilfe einen zweiten Ball. Und auch die gute Fee taucht auf, doch soll sie diesmal nicht Cinderella ihr persönliches Happy End bescheren, sondern dem Mann, dessen Herz seit langem für die junge Königin schlägt ...

Das Cover war es, das mich hat stehenbleiben und den Klappentext lesen lassen. Es gefällt mir ausnehmend gut, auch wenn die arme Frau ein bisschen wie ein Bub' ausschaut. Die Maske ist gelungen und das könnte Cinderella wie im Buch beschrieben sein.
Das ist einer der wenigen Romane, die es geschafft haben, eine Geschichte zu erzählen, die spannend und romantisch ist, die aber trotzdem unter dem Label "erotischer Roman" laufen.
Gerade am Anfang habe ich einiges zu kritisieren, aber insgesamt präsentiert sich "Cinderella Unmasked" als rundes und sehr lesenswertes Buch.
Es ist sicher nicht schwer zu erraten, wer der Mann ist, der sich in die Königin verliebt hat und das klärt sich auch schon recht zeitig auf. Auch, dass er die Gute Fee dazu anstiftet, ihm verschiedene "Kostüme" zu beschaffen, damit er unerkannt bleibt, ist schnell erraten.
Doch leider verwirrt der erste Ball zunächst sehr. Die Königin ist nicht unerkannt, auch wenn sie sich wie ein Milchmädchen verkleidet. Sie muss Gäste begrüßen und SmallTalk machen, so dass wirklich jeder bis zum Stallburschen weiß, wer sie ist. Schließlich verschwindet sie mit dem geheimnisvollen Mann in den Garten, wo es auch zu ihrem ersten Beisammensein kommt. Cinderella wundert sich gegen Ende des Aktes, dass niemand kommt und sie überrascht, erklärt sich das dann aber damit, dass die Wachen sich sicher so positioniert haben, dass niemand durchkommt. Das ist nicht gerade geheim, obwohl es ja so von ihr geplant worden ist. Und natürlich wissen die meisten Gäste darüber bescheid, dass ihre Königin mit einem Mann für eine ganze Weile in den Garten verschwindet und dann ziemlich ramponiert wiederkommt. So erfährt auch die böse Stiefmutter davon.
Sehr liebeswertes Detail: Als die Turmglocken Punkt Mitternacht läuten, muss der Fremde sich sputen und gehen, denn sobald der letzte Glockenschlag verstummt ist ... Sie tauschen kleinere Details aus, wie in etwa, dass der Fremde einer von zehn Geschwister ist. Später verrät auch ER der Königin, dass er der Älteste von zehn ist und für seine Geschwister verantwortlich, seit er noch sehr jung war. Aber Cinderella fällt nichts auf.
Die Handlung wird danach ein kleines bisschen gequetscht, als es auf den zweiten Ball zugeht. Da erwartet Cinderella und den Leser eine kleine Überraschung. Ball Nummer drei ist gelungen, wie die anderen.
Das Geschehen rund um die erotischen Szenen erinnert sehr an einen historischen Liebesroman, was mir sehr gefiel. Auch baut sich ein Spannungsbogen auf, der hier und da ein klein wenig vorhersehbar, aber dennoch sehr gelungen ist. Gerade zum Ende hin scheint alles möglich, da sich verschiedene Lösungen anbieten und nicht klar ist, für welche davon sich die Autorinnen entscheiden werden. Ganz realistisch ist die gewählte nicht, sie stellt das Romantikerherz aber sehr zufrieden.
Die erotischen Szenen sind in meinen Augen gelungen. Keine allzu derbe Ausdrucksweise (die in diese Geschichte auch nicht gepasst hätte), aber auch kein Verzicht auf im Genre übliches Vokabular. Dieses aber wirklich dezent verwendet.
Das Ende und der letzte Satz sind großartig gelungen.
Die Idee, auf der dieser Roman beruht ist großartig, die Umsetzung gelungen, weil sehr durchdacht. Erotikliebhaber kommen auf ihre Kosten, vor allem, wenn sie auch romantisch veranlagt sind. Ich würde auf jeden Fall einen weiteren Roman der "Fairytale Fantasies" lesen.

http://bonniedee.com/
I began telling stories as a child. Whenever there was a sleepover, I was the designated ghost tale teller. I still have a story printed on yellow legal paper in second grade about a ghost, a witch and a talking cat.

http://www.marietreanor.com/
I was born and bred in Scotland, but for some years moved around the UK working and studying. Now I am back home and happily married with three young children.

Freitag, 20. August 2010

Heyne geht ins Jugendprogramm



Ab November startet bei Heyne, die bislang eher vereinzelt Jugendromane im Programm hatten, "Das junge Programm". Vor allem der erste Jugendroman von John Grisham "Theo Boone und der unsichtbare Zeuge" soll zum Spitzentitel werden. Aber auch Annette Curtis Klause's "Blood and Chocolate" verspricht zum Bestseller zu werden.
Damit springt ein weiterer Verlag auf den momentan stark anfahrenden All-Age-Zug auf.





Mich sprechen die meisten dieser Titel leider nicht an und warum man eindeutige Jugendbücher als All-Age und damit auch für Erwachsene geeignet verkaufen will, erschließt sich mir nicht. Denn sie bleiben trotzdem was sie sind - Geschichten für ein junges Publikum. Auch spüre ich, wie sich bei mir bereits eine Überreizung dieser Thematik breit macht. Noch mehr Schulgeschichten oder leidende Teens, die keiner versteht, brauche ich nicht - und wenn noch so viel Phantastik drin steckt.
Allerdings freue ich mich über die Bandbreite unter der Jugendliche heute wählen können. Da ist dann sicher für jeden etwas dabei.

Es kann nur Eine geben - Stephanie Rowe


Justine Bennett ist eine junge Frau, die aber so jung gar nicht ist. Denn mehr als zweihundert Jahre wacht sie über den Quell der ewigen Jugend - einst ein Kelch und nun, mit der Zeit verändert, die Espressomaschine Mona. An Justines Seite Theresa, die einst aus dem Kelch trank und nun zwar unsterblich ist, aber auch gefangen im Körper eines drei Meter großen Drachens.
Derek LaValle hat davon und auch den Auswirkungen des Jobs einer Hüterin keine Ahnung. Alles was er weiß ist, dass auf seiner Familie ein Fluch lastet. Alle männlichen Mitglieder müssen mit einunddreißig Jahren sterben. Um zu verhindern, dass ihn und seinen Zwillingsbruder das gleiche Schicksal ereilt, versucht er die Hüterin des ewigen Lebens zu finden. Denn der Fluch kann nur gebrochen werden, wenn er sie auf archaische Weise tötet.
Tatsächlich gelingt es ihm durch einen Zufall sie ausfindig zu machen und zu ihr vorzudringen. Er hätte aber nie mit einer wunderschönen Frau gerechnet, die nicht auf den Mund gefallen ist. Also macht er das einzige, das ihm bleibt - er läd sie zu einem Date ein.

Ich bin zwar absolut kein Grünfan, doch das Cover gefällt mir relativ gut. Immerhin passt es sehr gut zum Klappentext und verspricht eine lockere, witzige Geschichte. Einige lose Andeutungen, um was es im Buch gehen wird, sind ebenfalls zu finden.

Klappentext und Cover haben mich auf eine nicht ganz ernst zu nehmende und lockere Geschichte eingestellt. Auf den ersten Blick scheint der Leser auch genau das zu erhalten, aber schon auf den zweiten wird klar, dass hier einiges nicht ganz stimmig ist.
Mir schien es beim lesen, als hätte sich die Autorin nicht zwischen einer humorigen und einer ernsten Erzählweise entscheiden können. Zwar gibt es einige witzig anmutende Elemente - der Kelch in Form einer Espressomaschine, die mit Lippenstift geschminkte Drachendame Theresa - doch werden diese voller Ernst vorgetragen. Und das mit spürbarer Zähigkeit.
Hinzu kommen einige Vorkommnisse und Floskeln, die einfach nicht meinem Naturell entsprechen und die ich auch mit Augen zudrücken nicht witzig finden kann. Beispielsweise wird Justine von einem verkleideten Mann angegriffen und es gelingt ihr, ihn außer Gefecht zu setzen. Daraufhin tritt Theresa hinzu und beobachtet, wie Justine sich über den Mann beugt. "Na, kommts dir jetzt?", fragt sie.
Gespräche dieser Art (mit der entsprechenden derben Ausdrucksweise) finden auf fast jeder Seite statt und überhaupt gibt es kaum ein anderes Thema zwischen den beiden, als Männer (erst foltern und dann ins Schlafzimmer zerren) und ihr jeweiliger sexueller Notstand. Zwar gibt es diesen Handlungsverlauf auch in anderen Romanen, aber hier wirkte es einfach so aufdringlich, dass ich regelrecht genervt davon war.
Alles, was bis Seite 92 geschieht - denn hier konnte ich einfach nicht weiterlesen und habe abgebrochen - ist sehr vorhersehbar und zum Gähnen beschrieben.
Mir ist auch nicht klar, was sie zweihundert Jahre davon abgehalten hat, zu einem Date zu gehen ("Buhu, ich darf hier nicht raus!") und es dann, just als Derek erscheint, doch zu tun.
Leider hat hier irgendwie nichts zusammengepasst, so dass ich mich außerstande sah, das Buch zuende zu lesen, obwohl ich mehrmals dazu angesetzt habe.
Leider keine Leseempfehlung.

Immortally Sexy series:
1. Es kann nur eine geben (Date Me, Baby, One More Time)
2. Schau mir in die Augen, Kleiner! (Must Love Dragons)
3. He Loves Me, He Loves Me Hot
4. Sex & the Immortal Bad Boy

http://www.stephanierowe.com/
Award-winning author, Stephanie Rowe, has been obsessed with things that go bump in the night since she was old enough to laugh at them. Never one to play by the rules, Stephanie couldn't quite manage to stick to the tradition of vampire, werewolf or witches, and created a paranormal world that breaks new boundaries with its frenzied, hilarious action and her unique take on the beings of the Otherworld. After experimenting with a legal career, she decided wearing suits wasn't her style and opted for a more fulfilling career making up stories about magical beings that don't actually exist...or do they? She now shares office space with two eighty-five pound lap dogs and a cat that likes to play in the toilet (seriously). When not at the computer, she can be found raiding Starbucks for their toffee bars, watching the Red Sox, injuring herself on the tennis court, or avoiding housework

Mittwoch, 18. August 2010

Alera - Geliebter Feind - Cayla Kluver


Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Piper-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken!

Da ich das Buch leider abgebrochen habe, kann ich nicht den gesamten Inhalt wiedergeben und muss auf den Klappentext verweisen. Hier kurz etwas von mir:
Alera ist eine junge Frau, die einst den Thron ihres Vaters erben wird. Da in ihrem Land aber Frauen keine Rechte zugestanden werden, muss sie zu ihrer Volljährigkeit heiraten, damit ihr Mann die Staatsgeschäfte in die Hand nehmen kann. Kandidaten sind dafür schon genügend vorhanden, Alera muss nur noch auswählen. Leider entspricht so gar keiner ihren Vorstellungen und sie zögert diese Entscheidung hinaus.
Eines Tages werden einige geheimnisvolle Gefangene gemacht und Alera entschließt sich mit ihrer kleinen Schwester, dem jungen Mann, der schon bei seiner Festnahme ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, im Kerker zu besuchen.
(Kurz darauf habe ich aufgehört.)
Klappentext/ Inhalt:
Alera ist nicht nur die Thronfolgerin des Königreichs - sie hat auch ihren eigenen Kopf, und ihre Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit finden am traditionellen Hof nicht immer Anklang. Das Land blickt dunklen Zeiten entgegen. Die lange währende Feindschaft mit dem Nachbarreich droht in einen Krieg zu münden. Und als eines Tages der junge Narian aus dem Feindesland an Aleras Hof auftaucht, ändert sich alles: Ist Narian ein Spion, ein Attentäter oder gar ein Freund?
Alera erfährt mehr über das Volk, das sie für ihren erbitterten Gegner hielt. Sie erkennt, dass sie sich unweigerlich in Narian verliebt hat - und dass ihre Liebe nicht nur ihr Leben, sondern das Schicksal des ganzen Königreichs aufs Spiel setzt.

Für das Cover gab es zunächst zwei Coverentwürfe, unter denen die Leser wählen durften. Was als gute Marketingidee begann, führte zu einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Die Zielgruppe wird damit auf jeden Fall angesprochen und auch andere Leser sehen sicher zweimal hin.

Da mich die Entstehungsgeschichte dieses Buches bzw. dessen Vermarktung sehr fasziniert hat, möchte ich aus dem Pressebrief zitieren:
"Cayla Cluver schrieb die erste Fassung von „Alera“ mit 14 Jahren. Ein Jahr später, 2007, begann sie, mit Hilfe ihrer Familie einen Verlag zu suchen - was sich aufgrund ihres Alters und ohne Empfehlungen und Beziehungen als sehr schwierig erwies. Schließlich verlegte ihre Mutter das Buch im Eigenverlag. Trotz Online-Promotion, Lesetouren durch Schulen, Büchereien und Buchhandlungen und trotz zahlreicher Auszeichnungen und hervorragender Leserkritiken verkaufte sich das Buch nur in einer sehr geringen Auflage.
Ein Jahr nach der ersten Veröffentlichung wurde Amazon auf das Buch aufmerksam und beschloss, diesen Roman zum Aufmacher seines eigenen neuen Verlagsprogramms „AmazonEncore“ zu machen. AmazonEncore gibt Büchern eine Plattform, die trotz herausragender Qualitäten im ersten Anlauf nicht ihren Weg zu den Lesern gefunden haben.
Im August 2009 erschien „Alera“ und wurde seitdem in zahlreiche Sprachen übersetzt, u.a. ins Deutsche, Spanische, Japanische, Italienische, Griechische."

Mit vierzehn Jahren machte sich die Autorin ans Schreiben und hat dafür ein recht ordentliches Werk geschaffen - das allerdings die Arbeit einer Vierzehnjährigen bleibt. Die Geschichte müsste nicht zwingend in einer phantastischen Welt spielen, sie erinnert sogar ziemlich an unsere. Ich vermute außerdem, dass die inzwischen siebzehnjährige Autorin eigene Erfahrungen hineingepackt hat.
Fantasyfans, die auch viel und oft im Genre lesen, sollten unbedingt die Finger von dem Werk lassen! Es baute sich nämlich sogar bei mir, die sehr gerne Liebesgeschichten liest, ein unheimlich großes Frustpotential auf.
In der Welt von Alera ist nichts durchdacht und es passt auch nichts zusammen. Die Jugendliche, die diese Geschichte niedergeschrieben hat, ist mit der für ihre Altergruppe typischen Naivität an die Sache herangegangen und das liest sich auch sehr stark heraus.
Zunächst gibt es da Aleras Königreich, in dem Frauen keine Rechte haben. Der König, ihr Vater ist trotz seinem "Beruf" und dem Druck, der durch beides auf ihm lastet, ein sehr netter, umgänglicher Mann. Er hat seine Frau, die nicht unbedingt sehr helle ist, nie verstoßen, obwohl sie ihm nur zwei Töchter geboren hat. Diese erzog er äußert liebevoll und ermöglichte ihnen sogar eine gewisse Ausbildung, die Frauen im Allgemeinen nicht zugestanden wird. Der zukünftige Schwiegersohn, der einmal das Reich erben und beherrschen wird, kommt nicht etwa aus königlichen oder adligem Blut, nein der Sohn des Heerführers soll es sein. Der ist natürlich ein Frauenschwarm, alle Mädels himmeln ihn an, aber Alera, die einzige, die er will, mag ihn überhaupt nicht.
Die Töchter des Königs erhalten einen Leibwächter, der ihnen überallhin folgt. Alera versteht sich gut mit ihrem, allerdings kommt sie bei der ersten Gefangenen in die Bredoullie, dass sie ihn verraten muss und der als Verräter ins Exil verbannt wird. Bevor das geschehen soll, möchte sich die Prinzessin noch von ihrem Freund verabschieden und weil ihr Vater ihr keinen Wunsch abschlagen kann, wird sie mit ihm allein gelassen. Zur Erinnerung: Alera ist die Thronerbin und er ein verurteilter Landesverräter.
Schließlich muss sie mit ihrem (auch sehr Alterstypischen) Kummer fertigwerden und sich den Avancen ihres (vielleicht) Zukünftigen erwehren.
Da wird ein weiterer Gefangener ins Schloss gebracht. Alera versteckt sich mit ihrer Schwester im Hof und erkennt sofort, dass der junge Mann ins andere Königreich gehört, wie er da mit seiner vollen Bewaffnung und umringt von Wachen in den Hof gebracht wird. Hier erfährt auch der Leser, dass es im Nachbarreich alles ganz anders ist. Da haben nämlich Männer nichts zu sagen und Frauen sind die Tonangeber.
Schließlich ist Alera langweilig und sie will unbedingt den Gefangenen sehen. Es gelingt ihr mithilfe der Schwester, die Wache auszutricksen und zum Gitter des Gefangenen zu gelangen. (Ach, wie grausam, das mein Vater zu so etwas fähig ist ...) Dort gibt es eine Szene, in der ich, die viel gewohnt ist, innerlich rot geworden bin und mich fremdschämen musste.
Daher war auf Seite 159 Schluss, da es zudem viele Andeutungen gibt, die nicht recht Sinn ergaben.
Hinzu kommt, dass wir hier vom Alltag einer Vierzehnjährigen erfahren, die eine Prinzessin ist. (Alera ist eigentlich einige Jahre älter, aber die Autorin war ja in dem Alter.) Es zieht sich unheimlich hin und es passiert im Grunde nichts.
Von Politik, von sozialen Gegebenheiten und sämtlichen Auswirkungen hat die Autorin natürlich keine Ahnung gehabt und so ein ziemlich hohles Werk geschaffen.
Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Leser(innen), die sich in eben diesem Alter befinden, das Buch wieder richtig toll finden könnten. Eben weil es von einer Gleichaltrigen geschrieben wurde und den Alltag einer Prinzessin - mit allen Vorstellungen davon, die man mit Vierzehn hat - sehr genau schildert. Die erste große Liebe taucht auf und niemand will sie zusammen sein lassen. Vielmehr wird ein anderer ausgewählt ...
Mir hat dieses Buch überhaupt nicht gefallen, jedenfalls so weit wie ich gelesen habe. Hinzu kommt, dass es sich hierbei um eine Trilogie handeln soll und Band 1 ("Legacy") an einer gemeinen Stelle endet. Band 2 "Allegiance" und Band 3 "Redemption" sind noch nicht veröffentlicht. Geschrieben scheinen sie zu sein, denn auf der Homepage der Autorin ist es möglich, sich den Prolog von Band 2 durchzulesen (englisch).
Im Blog der Autorin soll man die Fortschritte nachvollziehen können, es steht aber noch sehr viel anderes drin, dass sich die Suche schwierig gestaltet.
Fazit: Sicher Geschmackssache, an meinem ging es komplett vorbei. Vielleicht hätte ich es mit Vierzehn jedoch sehr gemocht.

Cayla Kluver ist siebzehn Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Wisconsin, USA, einer Gegend, in der nur die Starken überleben. Ihr Debüt »Geliebter Feind« ist der Auftakt zu der romantischen Fantasy-Saga um Alera und wurde gleich nach Erscheinen mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft.

Freitag, 13. August 2010

Dark Time: Mortal Path - Dakota Banks



Leider muss ich an dieser Stelle mit dem Originalklappentext daher kommen, da ich das Buch leider abgebrochen habe.
Three hundred years ago, she sold her soul to a demon. Now she wants it back.
For centuries, the woman calling herself Maliha Crayne has lived a second life—as an assassin for the malevolent creature who owns her soul. A haunted killer with the blood of countless victims on her hands, she has finally discovered a way to nullify the demonic pact that chains her: If she saves a life for every one she has taken, she will be free.
But if she fails, her punishments will be unspeakable, unendurable . . . and neverending.


Im Prolog lebt die junge, hochschwangere Frau eines Wirtes Susannah Layhem im Jahr 1692. Nachdem sie der Hexerei beschuldigt wird und in der Gefangenschaft ihr Baby verliert, schwört sie Rache. Im Moment ihres Todes auf dem Scheiterhaufen bietet der Dämon Rabishu ihr einen Handel an: Entweder sie stirbt wirklich, ohne ihren und ihres Tochters Tod zu sühnen. Oder sie wird unsterblich und führt mit ihren neuen Fähigkeiten Attentate für den Dämon aus. Da sie vom Scheiterhaufen gute Sicht auf die Frau hat, die einst ihren Mann ehelichen wollte und sie verraten hat, stimmt Susannah zu.
Nach dreihundert Jahren kommen der immer noch jungen Frau Zweifel. Es sind nun oft ganze Familien mit Kindern, die sie vernichten soll und die Erinnerung an ihr eigenes Kind lässt sie nicht los. Also stellt sie Nachforschungen an, wie sie sich von Rabishu lösen kann.

Ich habe das Buch wegen dem absolut gelungenen Cover und dem dazu passenden und sehr ansprechenden Klappentext gekauft. Aber schon im Prolog merkte ich, dass ich mit Dakota Banks wohl nicht ganz glücklich werden würde.
Ich bin bestimmt kein historischer Fanatiker, aber wenn so viele Details auf mich einprasseln, die einfach falsch sind, dann geht selbst mir schon mal die Hutschnur hoch. Zum einen basierte diese gesamte Anklage auf völligem Nonsens. Die andere Frau hatte den Wirt heiraten wollen, war nun eifersüchtig und bevor das erste Kind auf die Welt kommen sollte, musste die Nebenbuhlerin entsorgt werden. Das wusste irgendwie jeder, aber trotzdem wurde Susannah angeklagt und hingerichtet. So eine löchrige Anklage hätte es selbst damals aber nicht geschafft, zu diesem Ergebnis zu führen.
Hinzu kommt, dass Susannah hochschwanger war und man hätte das Kind nicht sterben lassen und ihr eine Hebamme und wahrscheinlich noch eine Horde Geistlicher geholt. Aber sie im dunklen Kämmerlein zu lassen und ... Das war mir alles viel zu klischeehaft und zurechtgebogen, als dass es mir gefallen haben könnte. Doch eine Sache ließ mich am Ball bleiben: Dakota Banks hat eine sehr emotionale und feinfühlige Art das Geschehen zu schildern. Darum hätte ich gut über den Prolog hinwegsehen können, der ja nur dazu da ist, um zu schildern wie es dazu kam, dass sie zur Assassine wurde.
Schließlich springen wir in die Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg und sehen Susannah dabei zu, wie sie ihre Arbeit für den Dämon verrichtet. Alle paar Jahre tötet sie jemanden, entweder Einzelpersonen oder ganze Familien. Immer ist ein Baby involviert (in der Wiege, im Mutterleib etc.) und immer muss Susannah an ihr eigenes Kind denken.
Und immer habe ich mich gefragt, wie lange das noch so weitergehen soll. Außerdem habe ich immer wieder verstohlen zum Klappentext geschielt, denn Susannah hieß auch nach dreihundert Jahren noch Susannah und nicht Maliha Crayne, was mich gewundert hat.
Hinzu kommt, dass ich das Englisch nicht ganz einfach fand. Ich habe inzwischen schon einige Romane und Anthologien in verschiedenen Genres gelesen (wenn auch nicht alle für den Blog), sowohl von sehr bekannten Autoren, als auch von weniger bekannten. Aber diese Art der Wörter und ihre Verwendung und Aneinanderreihung ist mir noch nicht untergekommen.
Was mir immer noch total gut gefällt ist die Idee, auf der der Roman basiert. Ich habe inzwischen mal etwas recherchiert und es wird Ende August diesen Jahres Teil 2 "Sacrifice" erscheinen, die direkte Fortsetzung. Denn offenbar ist es so, dass der Dämon Susannah erlaubt, aus seinen Diensten auszuscheiden, aber nur, wenn sie für jeden Menschen, den sie ermordet hat, einen anderen rettet. Sie nimmt einen neuen Namen an - Maliha Crayne - und macht sich ans Werk. Super Idee zu einer neuen Serie, würde doch glatt zwischen die ganzen anderen Mädels in der Urban Fantasy - vielleicht sogar mit romantischem Anhang - passen. Aber ich denke nicht, dass ich a) Buch 1 auslesen werde, obwohl ich inzwischen schon dreimal dazu angesetzt habe und b) zu Teil 2 greifen werde.
Schade ist es, denn das richtige Potential war auf jeden Fall gegeben.

A demon's enslaved executioner—a ravager of lives and souls—Maliha Crayne has been reborn, willing to sacrifice her immortality for a chance at freedom . . . and salvation. Now she has an opportunity to prevent the death of thousands—perhaps tens of thousands—to make up for the countless lives she has obliterated over the centuries. To do so, she must locate and destroy an evil cabal of madmen in possession of a weapon of unspeakable power—and survive the immortal assassins who are now after her blood. But it means reverting to the old ways and surrendering once more to the darkness. And if Maliha dies before the mission is accomplished, the hell she once knew will seem like a picnic compared to the eternal torments awaiting her.

http://www.dakota-banks.com/
I wrote short stories in high school and college, submitted them, and got rejection letters. I still have some of them. Writing was shelved while life ran amuck, and I came back to it in the 1990s. I published six books, all hard-edged suspense thrillers dealing with virtual reality, one of them set in a future world. None were written under the Dakota Banks name.
I live on the western fringe of St. Louis, Missouri with my husband. Our two sons, one adopted from Peru and the other from Ethiopia, are in college. My cats Peanut and Marble sometimes ghostwrite my books. Good stuff, too, if you speak Cat.

Donnerstag, 12. August 2010

Verstand und Gefühl - Jane Austen


Als der Vater der Schwestern Elinor und Marianne stirbt, hinterlässt er ihnen so gut wie nichts. Das Anwesen, auf dem sie leben und der Großteil des Vermögens gehen an den älteren Halbbruder. Dieser und vor allem seine Frau Fanny sind nicht gewillt eine Witwe mit drei Mädchen bei sich zu dulden und so schlägt es die Familie in ein kleines Cottage bei entfernten Verwandten der Mutter. Die ruhige und geradlinige Elinor versucht, das beste aus dieser desolaten Situation zu machen, auch wenn ihr Herz mit Schmerz gefüllt ist. Der Bruder Fannys, Edward Ferrars, hat ihr den Kopf verdreht mit seinem ebenfalls ruhigen und angenehmen Wesen. Doch die verarmte Elinor ist nicht das, was die reiche Mutter sich für ihren ältesten Sohn wünscht und so müssen sie getrennter Wege gehen.
Marianne lernt bei einem Spaziergang in der neuen Heimat, bei dem sie sich den Knöchel verletzt, den gutaussehenden, dynamischen Willoughby kennen, mit dem sie viel Zeit verbringt. Dabei übersieht sie den wesentlich älteren Oberst Brandon, der gern im Hintergrund bleibt, dessen Herz aber im Sturm von dem jungen, impulsiven Mädchen erobert wurde.
Die Welt der beiden älteren Dashwood-Schwestern scheint still zu stehen, als sie eine Reise nach London antreten und dort mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert werden ...

Bisher kannte ich nur die Verfilmung und da ich "Das Buch zum Film" gelesen habe, lässt sich ein Vergleich leider nicht vermeiden.
Vorab: Das Buch ist ein Klassiker und stammt aus einer völlig anderen Zeit. Darum kann ich mir gut vorstellen, dass nicht alle das Geschehen so aufregend fanden wie ich und die meisten den Roman wahrscheinlich vor Langeweile zuklappen würden.
Als ich den Film das erste Mal gesehen habe, war ich enttäuscht, denn gerade die Entwicklung am Schluß mit Marianne und Oberst Brandon gefiel mir gar nicht. Nun, nachdem ich das Buch gelesen habe, bin ich damit mehr als versöhnt worden und muss gestehen, dass ich die Geschichte sehr mag.
Der Anfang des Buches gestaltet sich wie der Film, allerdings auf nur wenigen Seiten. Jane Austen hat eine Art zu schreiben, die so wirkt, als würde sie die Geschichte einer hochgeschätzten Freundin erzählen (was wohl daher rührt, dass der Roman zunächst in Briefform verfasst worden ist). Das lässt nicht viel Tiefe in der Erzählweise zu und vieles an Emotionen und großen und kleinen Dramen muss vom Leser selbst in seinem Herzen produziert werden. Hier liegt die Schwierigkeit aber besonders in den vergangenen zweihundert Jahren (Erstveröffentlichung 1811), denn wie soll sich eine Frau von heute in eine von damals hineinversetzen, wenn sie nicht über genug historische Kenntnisse verfügt?
Als nächstes fielen mir die Altersangaben der Personen im Buch auf und ich muss gestehen, dass ich sie anhand des Filmes wesentlich älter geschätzt hätte. So ist Elinor gerade einmal neunzehn Jahre alt, Marianne siebzehn und die dritte Schwester, die ich für knapp zehn hielt, ist schon dreizehn.
Sehr blass geblieben in der Charakterisierung sind mir sowohl Oberst Brandon, als auch der junge Willoughby. Es hatte fast den Anschein, als sollten sie nur für etwas stehen, wie eine Art Symbol oder, ich muss es leider sagen, ein Klischee.
Jane Austens absolute Stärke sind die Dialoge, in die sie sehr viel Kraft und Esprit hineingesteckt hat. Ich erinnere mich besonders an jenen, als John Dashwood mit seiner Frau Fanny überlegt, was seinen Halbschwestern überhaupt zusteht und warum sie es brauchen sollten.
Der Film hat im übrigen einige Personen unterschlagen, vor allem die Kinder, von denen sich doch eine ganze Menge mehr im Buch tummeln. Wirklich wichtig für den Handlungsverlauf sind diese Personen nicht, weswegen man gut darüber hinwegsehen kann.
Schlüsselszenen im Film sind im Buch eher kurz und beinahe lieblos abgehandelt worden, als hätte die Autorin es nicht zulassen wollen, dass ihren geliebten Figuren etwas derart peinliches geschieht, wie zum Beispiel auf dem Ball. Auch die große Hochzeit am Ende, die so nur für eine der beiden Schwestern stattfindet - die andere braucht zwei Jahre länger, um unter die Haube zu kommen - wird in nur einem einzigen Satz erwähnt. Danach zieht sich das Ende aber endlos hin, da lang und breit erklärt werden muss, von was die Brautleute leben werden und ob und warum ihnen vergeben wird und ... ein klein wenig Zähne zusammenbeißen ist hier angesagt!
Alles in allem handelt es sich bei "Verstand und Gefühl" aber um die wunderbare Geschichte zweier Schwestern, die beide erst einen Leidensweg durchlaufen müssen, ehe sie zu ihrem persönlichen Glück finden dürfen.

PS: Die Autorin Joan Delano Aiken hat mit "Elizas Tochter" eine Art Fortsetzungroman zu "Verstand und Gefühl" geschrieben. Darin macht sich die junge Eliza (Liz) auf, herauszufinden, wer ihre wahren Eltern sind. Wir erinnern uns, dass Oberst Brandon für eine junge Frau Sorge trug, die das Kind seiner ersten großen Liebe war. Diese wurde ebenfalls früh Mutter und eben dieses Kind ist Eliza.
Ob der Roman dann also wirklich so viel mit den Hauptpersonen in Jane Austens Roman zu tun hat, sei mal dahingestellt.

http://www.jane-austen.de/
1775 wird Jane Austen am 16. Dezember in Steventon, Hampshire, als siebtes Kind des Pfarrers George Austen und seiner Frau Cassandra, geb. Leigh, geboren.
Als etablierte Romanautorin lebte sie in relativer Zurückgezogenheit und wurde schließlich schwer krank. Heute nimmt man an, dass sie an der Addison-Krankheit litt, deren Ursache damals noch unbekannt war und für die es daher keine Behandlung gab.

Dienstag, 10. August 2010

(DVD) Tintenherz



Die junge Meggie Folchart (Eliza Bennett) lebt mit ihrem Vater Mortimer/ Mo (Brendan Fraser) zusammen. Er restauriert Bücher und sucht seit Jahren nach einem ganz bestimmten Exemplar: Tintenherz. Seine Leidenschaft für Bücher teilt auch seine Tochter.
Eines Tages ereilt Mo die Warnung des Landstreichers Staubfinger (Paul Bettany). Capricorn ist hinter ihm her und so flüchtet er mit seiner unwissenden Tochter zu Tante Elinor (Helen Mirren). Doch ihre Verfolger holen sie nur wenig später ein und erneut hört Meggie das Wort, auf dem alles beruht. Zauberzunge.
Die seltsamen Wesen, die wie aus einer fiktiven Geschichte entsprungen scheinen, nehmen die drei gefangen. Und nun erfährt Meggie die ganze Wahrheit. Ihr Vater Mo ist eine Zauberzunge, mit deren Magie er laut lesend Figuren aus einem Buch herauslesen kann. Doch für jede Figur die hinausgeht, muss eine andere hinein. So erging es neun Jahre zuvor auch Meggies Mutter, die Mo seither versucht wiederzufinden.
Die Figuren "Tintenherz" und einige weitere haben sich zusammengefunden und Mo will sie alle zurückschicken. Doch diese weigern sich und ihr Anführer Capricorn zwingt ihn, Reichtümer und ähnliches aus den Büchern herauszulesen. Wenn es nicht zur Katastrophe kommen soll, muss Meggie sich etwas einfallen lassen.

Ich habe den Film angesehen, weil ich vor Jahren das Buch abgebrochen habe, aber trotzdem eine spannende Geschichte dahinter vermutete. Und so ist es auch; Idee und Plot sind top und ich bin richtig fasziniert davon! Der Film hat mir alles in allem auch gut gefallen, wenngleich ich auch einiges zu kritisieren habe.
Der Anfang des Filmes ist ein anderer als der, an den ich mich aus dem Buch erinnere, was aber nicht unbedingt etwas Schlechtes bedeuten muss. Irritiert bin ich nur von der Zeit, in der die Handlung spielen soll. Haben die amerikanischen Filmemacher nur keine Ahnung davon, wie es in Italien aussieht und zugeht oder spielt der Film in einer Zeit vor vielen Jahrzehnten?
Der zum niederknieen süße Staubfinger ist eine tragische Figur, beweist aber immer wieder seine Stärke, was nicht so wirklich zur Charakterisierung passen will, die sein Schöpfer für ihn vorgesehen hat. Aber vielleicht liegt das nur daran, dass alle Menschen mit ihren Aufgaben wachsen und sich dementsprechend verändern. Mir hat diese Figur sehr gefallen, was aber auch daran liegen kann, dass ich eine Schwäche für solche Helden habe.
Mo und seine Tochter sind liebevoll gezeichnete Figuren, ebenfalls die etwas schrullige Tante, die aber irgendwann ihre Sympathien verliert. Enttäuscht war ich von Fenoglio, den ich gar nicht mochte.
Die Handlung ist immer wieder von kleineren Höhepunkten durchsetzt, die deutlich auf einen großen Showdown am Ende ansetzen. Allerdings läuft vieles ziemlich sprunghaft ab, irgendwie husch-husch, als hätte man etwas in eine gewisse, knapp bemessene Zeitspanne reinquetschen müssen. Da hätte ich mir schon vom Plot her ein bisschen Ausführlichkeit gewünscht, die den Schauspielern sicher auch mehr Raum gegeben hätte, sich zu beweisen.
Das Ende selbst habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden. Es sind während der ganzen Handlung immer wieder Figuren in Bücher hineingelesen worden (während andere hinaus kamen), die da eigentlich nicht hingehörten. Sind denn alle wieder zurückgetauscht worden? Den Eindruck hatte ich irgendwie gar nicht, aber da Tintenherz der erste Teil einer Trilogie ist, klärt sich das vielleicht erst noch auf.
Ich glaube jedoch nicht, dass es weitere Verfilmungen geben wird, da sich das Ende zu sehr nach Happy End, eben nach Abschluss, ausnimmt. Nach einigen Recherchen habe ich gelesen, dass Teil 1 eher tragisch ausgeht und kaum etwas geklärt werden konnte. Allerdings hat man bei einigen Testvorführungen gemerkt, dass sich das Publikum eben ein glückliches Ende wünscht und dieses hat es dann auch bekommen. Das ist schade, denn so werde ich nie erfahren, wie es mit Teil 2 und 3 weitergeht und vielleicht sollten manche Filmemacher einfach auch mal beachten, dass solche Verfilmungen auch von Leuten angesehen werden, die die Büchervorlage nicht kennen und auch nicht unbedingt kennen wollen.Ein Fazit fällt mir an der Stelle schwer. Den Film fand ich nicht schlecht und habe ihn sogar die meiste Zeit über genossen. Ich glaube, für Kinder ist er sehr gut geeignet und damit auch für einen tollen Familiennachmittag. Wirklich herausragend ist er aber auch nicht und damit eher ein Film unter vielen im Regal.

Montag, 9. August 2010

Neues von den "Schwestern des Mondes"


Endlich erscheint Teil 9 im englischen Original, was bedeutet, dass wohl auch die deutschen Leser wieder hoffen dürfen. Denn bisher sind immer drei Bücher gemeinsam erschienen - der Lauf der Serie ist ja Hexe-Katze-Vampirin.
Im Februar 2011 ist es soweit und das Cover wieder sehr gelungen, wenngleich mir das von "Harvest Hunting" etwas besser gefällt. Infos zum Buch und welche Musik die Autorin dabei gehört hat, gibt es hier.

Weiterhin gibt es von den Schwestern jetzt jeden Freitag einen neuen "Moon Daughters web comic". Künsterlin der Zeichnungen ist J.L.Anderson und Galenorns persönliche Assisstentin.
Tja, ich würde sagen, das sieht so aus, als würde es nicht lange dauern, bis auch die Schwestern des Mondes ihre eigene Graphic Novel haben. ;) Ob das so gut ist, lässt auch bei allen anderen Serien diskutieren. Ich für meinen Teil stelle mir die Figuren oft ganz anders vor, als sie dann auf den Bildern aussehen, aber ich glaube, das geht allen ein bisschen so. Und solange die Augen genug Aufregendes zu sehen bekommen, ist der Rest doch egal. Oder?


1. Die Hexe (Witchling)
2. Die Katze (Changeling)
3. Die Vampirin (Darkling)
4. Hexenküsse (Dragon Wytch)
5. Katzenkrallen (Night Huntress)
6. Vampirliebe (Demon Mistress)
7. Bone Magic
8. Harvest Hunting (Oktober 2010)
9. Blood Wyne (Februar 2011)

Es gibt zu den neuesten Büchern einige Buchtrailer, die auf einiges hoffen lassen. So scheint Smoky einen Vater zu haben, Chase muss sich mit einer "zweiten Natur" auseinandersetzen, die mit dem Vollmond zu tun hat und Delilah vereint sich mit ihrer verstorbenen Zwillingsschwester. Außerdem lassen diese Videos darauf schließen, dass die Handlung sehr viel düsterer und spannender werden wird, als das bisher so der Fall gewesen ist.

Darum kann ich wohl auch im Vorfeld schon mal allen Lesern und Fans der Serie viel Spaß beim lesen wünschen!



Samstag, 7. August 2010

Dragon Love 01: Feuer und Flamme für diesen Mann - Katie MacAlister


Aisling Grey reist von Amerika nach Paris, um für ihren Onkel eine wertvolle Antiquität bei einer seiner Kundinnen abzuliefern. Doch als sie dort endlich ankommt, findet sie die Frau ermordet vor - umgeben von okkulten Symbolen, einem geheimnisvollen schwarzen Fleck an der Wand und dem attraktiven Interpolagenten Drake Vireo.
Obwohl er behauptet, nicht der Mörder zu sein, ist ihr spätestens, als er ihre goldene Antiquität stiehlt und sie allein mit der Leiche und der Polizei lässt klar, dass sie ihm nicht trauen kann. Ohne den goldenen Drachen kann Aisling nicht wieder nach Hause fahren und da sie kein Geld hat, muss sie auf eigene Faust ermitteln. Bei ihrer Suche helfen ihr ein zuvorkommender Taxifahrer, die Besitzerin eines Hexenladens und zwei Wicca-Schwestern, die Aisling in einem übernatürlichen Club kennenlernt.
Schnell wird klar, dass ein Dämon seine Spur durch Paris zieht und dabei einige Leichen hinterlässt, blöderweise aber immer so, dass Aisling als erste an der Fundstelle ist. Um sich etwas mehr Klarheit zu verschaffen, beschwört sie selbst einen Dämon, da sie aber unerfahren ist, gelingt ihr nur Jim, der aussieht wie ein großer Hund. So hat sie sich sicher keinen Dämon vorgestellt, denn Jim ist vorlaut, faul und bereit für jedes Amüsement.
Bei ihrer Suche nach dem wahren Mörder kann aber nur Drake helfen, der kein Interpolagent, sondern ein waschechter Drachen in Menschengestalt ist. Und Aisling stellt sich als die eine Gefährtin heraus, die ein solcher Drachen Zeit seines Lebens hat. Doch die hat dazu gar keine Lust - selbst wenn Drake noch so sexy ist ...

Katie MacAlister verwurstet in diesem Roman eine ganze Menge Okkultes und mischt das dann mit diversen phantastischen Wesen. Die Mischung ist bunt, aber durchaus geglückt. Wenn ich auch nicht mit allem einverstanden war, so hat mich dieser Roman doch bestens unterhalten.
Aisling ist eine dieser Heldinnen, bei denen man sich nicht entscheiden kann, ob man sie nun hassen oder bemitleiden soll. Oft herrlich naiv und mit einer gehörigen Portion Eigensinn, der sie in noch größere Schwierigkeiten bringt, stürzt sie sich von einem Abenteuer ins nächste. Aber das trifft sicher auf so ungefähr jede zweite Heldin zu, bei der man sich als Leserin fragt, warum sie beispielsweise in High Heels auf Verbrecherjagt geht oder ihrem Auserwählten mit der rechten Hand eine Waffe an den Kopf hält, mit der Linken jedoch gleichzeitig versucht, sich den Lidstrich nachzuziehen (oder über dessen Fehlen nachdenkt).
In diese Kategorie gehört eben auch Aisling. Ihre Treffen mit Drake laufen immer darauf hinaus, dass ihre Gedanken nur um das eine kreisen und ihr Körper ihr nicht mehr gehorcht. Das ist mir ehrlich gesagt ziemlich auf die Nerven gegangen und als sich beide das erste Mal vereinen, nachdem sie drei Minuten zuvor eine Leiche gefunden haben, hätte es Frau MacAlister sich fast mit mir verscherzt. Was mich bleiben und weiterlesen ließ war einfach der Rest der Knabbermischung.
Aisling hat von Übernatürlichem keine Ahnung, selbst wenn sie noch so oft als "Hüterin" bezeichnet wird. Sie erfährt alles erst nach und nach und ich als Leser ebenso. Leider wundert sich Aisling nie und nimmt alles so hin, wie es ihr über den Weg läuft. Aber das ist auch wieder ein Punkt, über den ich hinwegsehen kann, weil sie darin nämlich auch nicht die einzige Heldin eines Romans ist, die das so handhabt.
Der eigentlich Schuldige steht ziemlich schnell fest und einige Hürden, die Aisling zu nehmen hat, haben mich den Kopf schütteln lassen. Aber es ist doch alles witzig und unterhaltsam geschildert. Dazu trägt unter anderem der Dämon Jim bei, der zu allem seinen Senf geben muss und sich so gar nicht wie der Hund verhält, nach dem er aussieht. Einige Szenen mit ihm haben mich tatsächlich grinsen lassen.
Das Seltsame an solchen Romanen ist, dass man immer mehr Punkte findet, warum dieser Roman nicht gefallen hat. Aber es im Grunde eben doch tat.
Ich lese bestimmt auch Teil 2 - ob das alles nun realistisch ist oder nicht, spielt keine Rolle. Katie MacAlister hat mir eine spaßige, mitunter spannende und auch emotionale Geschichte erzählt.

01: Feuer und Flamme für diesen Mann (You Slay Me)
02: Manche lieben's heiß (Fire Me Up)
03: Rendezvous am Höllentor (Light My Fire)
04: Höllische Hochzeitsglocken (Holy Smokes)

Die Fortsetzung der Aisling Grey Serie findet sich in der Silver Dragons Serie, in der von May und ihren Zwillingen erzählt wird.
01: Ein brandheißes Date (Playing with Fire)
02: Up in Smoke
03: Me and my Shadow
http://katiemacalister.com/
Die amerikanische Autorin Katie MacAlister wurde im August 1969 in der Nähe von Seattle, Washington als Marthe Arends geboren. Neben ihrem richtigen Namen und ihrem Pseudonym Katie MacAlister benutzt sie als weiteren Namen Katie Maxwell, unter dem sie ihre Jugendbücher veröffentlicht. Ihre Bücher sind regelmäßig mit anglophilien Einflüssen versehen, und enthalten oft eine Heldin mit starken männlichen Gegenpart. Sie ist Mitglied der Schriftstellervereinigung Romance Writers of America.

Mittwoch, 4. August 2010

Das Volk der Verbannten - Ange Guéro


Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Penhaligon-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken!

Teil 1 "Rune der Knechtschaft"
Teil 2 "Pakt der Könige"

Wieder eine kleine Warnung vorab: Dies ist der dritte Teil einer Trilogie. Alle, die den ersten Teil "Rune der Knechtschaft" und den zweiten Teil "Pakt der Könige" nicht kennen, laufen Gefahr, Dinge zu erfahren, die ihnen den Lesespaß nehmen könnten.

Es sind einige Wochen seit dem Plan, alle Sklaven zu opfern, vergangen. Just in dem Moment, als die Altäre bereit für das viele Blut waren, hob die wiedergeborene Ayesha ihren Arm und der Stern, der die Rune der Knechtschaft bildete, explodierte. Das war das Zeichen für alle Sklaven in allen Ländern, dass ihr Martyrium ein Ende gefunden hat. Sie bekämpften ihre alten Herren und flohen in eine ungewisse Freiheit.
Marikani sammelt viele dieser ehemaligen Sklaven um sich und muss sich mit sehr weltlichen Problemen herumschlagen. Wie soll sie all diese Menschen nur ernähren und wohin soll sie mit ihnen gehen? Außerdem kann sie beim besten Willen keine Reinkarnation irgendeiner Göttin in sich selbst sehen. Hinzu kommt, dass die Länder ihre Armeen zusammengezogen haben. Nicht die Sklaven gelten als vornehmliches Ziel, sondern die geheimnisvollen Angreifer aus dem Norden.
Inzwischen ist Arekh es Morales gefangen genommen worden, ausgerechnet von jenen, denen er einst gedient hat. Der Hohepriester Laosimba macht kein Geheimnis daraus, dass er all jene, die einst mit Marikani zu tun hatten, gern in seinen Folterkammern sehen will. So muss auch Lionor, einst Marikanis beste Freundin, das gleiche Schicksal erdulden, wie Arekh. Und ihr Säugling mit ihr.
Aber Laosimba will mehr. Harrakin, Marikanis Ehemann und nun Herrscher von Harrabec, soll ebenfalls angegklagt werden. So würde der Thron an den Hohepriester fallen, in dessen Händen auch der Herrschaftsanspruch der anderen Länder liegt. Die Angreifer aus dem Norden nimmt er nicht ernst, was sich als großer Fehler herausstellen wird.
Marikani fasst inzwischen den Plan, ihr Volk zur Küste zu bringen. Also machen sich die geschundenen Menschen auf - durch unwegsames Gelände und zwischen den Fronten von mehr als einem Krieg ...

Wunderbarer Schachzug, alle drei Bücher der Trilogie einander anzugleichen und trotzdem individuell zu halten. Die Bilder bauen aufeinander auf und jeder Roman hat eine zu ihm passende Farbe bekommen.
Teil 1 in Rot: wie die Liebe, aber auch ein Hinweis auf Gefahr und einen Umbruch, den Anbruch einer neuen Zeit.
Teil 2 in Grün: wie die Hoffnung. Die Göttin der Prophezeiung ist wiedergeboren, ein neues Leben kann für das Sklavenvolk beginnen.
Teil 3 in Blau: wie Kälte, aber auch Erhabenheit. Die Farbe der Weite und Ferne und vielleicht auch ein bisschen Sehnsucht. Das Sklavenvolk muss kämpfen, wenn es überleben und in die alte, jahrtausende alte Heimat zurückkehren will.
Völlig unverständlich für mich an dieser Stelle jedoch das französische Cover, mit einem Titel, der das Ende verrät.

Trotz Zweifeln meinerseits ist das ein defintives Ende und es wird, zumindest mit den beiden Hauptpersonen, keine Fortsetzung geben. Das sage ich als erstes, weil ich das als sehr wichtige Information ansehe.
Wie auch schon bei Teil 2, setzt der Abschlussband einige Wochen nach den letzten Ereignissen an. Leider! Denn diesmal hatte ich arge Probleme in die Handlung zu finden, weil ich nicht wusste, woran ich mich orientieren sollte. Wie viel Zeit letztendlich vergangen ist und was in dieser Zeit alles geschah, wird erst langsam und nach und nach aufgeklärt. Darum hieß es einige Seiten lang Zähne zusammenbeißen.
Auch kamen mir einige Handlungsstränge nicht ganz ausgereift vor und einige Problem sind meiner Meinung nach nicht zufriedenstellend gelöst worden. Der Plot ist wie auch zuvor sehr stark! Aber er ist etwas eng bemessen für nur einen Band dieser Seitenstärke. Manches musste etwas abgekürzt werden und das ist leider zu spüren.
Alles in allem aber bin ich wieder sehr zufrieden. Ich liebe diese Trilogie und würde wahnsinnig gern noch mehr vom Autorenduo lesen.
Marikani hat eine nachvollziehbare Wandlung durchgemacht. Sie wirkt nun sehr gereift auf mich, ist keine perfekte Überfrau, macht Fehler wie alle anderen. So bleibt sie menschlich und ob sie das nun ist oder doch eine Göttin, bleibt bis zum Schluss offen. Da sie selbst es nicht glauben kann, wankt auch der Leser.
Arekh hat wieder ein kleines Abenteuer zu bestehen und kann sich erneut beweisen. Obwohl es ihm in mehr als einer Hinsicht nicht leicht gemacht wird, versucht er sein bestes. Zwischen allen politischen und kriegerischen Lagern stehend ist das nicht immer leicht für ihn, zumal er diesmal nicht allein ist.
Lionor steht an seiner Seite, eine geschundene Frau, die versucht, ihr Baby durch diese wirre Zeit zu bringen. Sie allerdings ist eine Person, mit der ich plötzlich nicht mehr wirklich klar kam. Zu sehr hat sie sich verändert. Durch die Zeitsprünge in der Handlung konnte ich nicht alles nachvollziehen, was mit ihr passiert ist, auch wenn es mir als Leser gesagt wird. Aber wie es möglich ist, dass sie sich so sehr um sich selbst dreht, bleibt mir unverständlich.
Am meisten gefallen hat mir jedoch die Aussage, die Ange Guéro am Ende treffen. Die Ketten an unseren Gelenken müssen nicht immer aus Eisen sein. Die Tiefe, die mit dieser Aussage und dem Inhalt verbunden, gefällt mir sehr, da sie mich zum Denken angeregt hat.
Was nun die Liebesgeschichte zwischen Arekh und Marikani angeht, - wenn man das so nennen will - so bin ich damit äußerst unzufrieden. Wenngleich ich verstehen kann, dass die Autoren diesen Weg gewählt haben. Wer im übrigen keine Liebesgeschichten mag kann versichert sein, dass diese nur sehr hintergründig in allen Bänden abläuft und von mir nur erwähnt wird, weil ich aus einer meiner Vorlieben heraus, stark auf so etwas achte, selbst wenn es nur ein Ansatz ist.
"Volk der Verbannten" ist voll von Krieg und Schlachten, der Leser mittendrin, alles wird von allen Seiten gezeigt. Vom ausgearbeiteten Plan, zu Scharmützeln, zu Intrigen, zur Schlacht. Actionfreunde kommen also auf jeden Fall auf ihre Kosten.
Ich möchte die Trilogie allen Fantasylesern ans Herz legen, die gern mal wieder "Echtes" lesen möchten, nichts, das beschönigt wird. Keine ständig gleichen Völker oder Rassen. Man möchte fast sagen: Eine Geschichte eben, die aus dem wahren Leben gerissen scheint. Und so kam es mir auch vor. Sehr genau gezeichnete Charaktere, ein genauer Plan in den Köpfen der Autoren was die Länder, ihre Politik und Beziehungen zueinander angeht. Eine Geschichte voller Emotionen, sowohl Dramatik, als auch Hoffnung.
Heroische Fantasy (Sword and Sorcery) durch und durch.
Keine Homepage gefunden
Ange ist eines der Pseudonyme, hinter denen sich ein überaus produktives und vielseitiges Autorenpaar verbirgt: Anne und Gérard Guéro. Unter diesem Namen haben sie seit 1990 die Texte zu zahlreichen Comics (darunter „Die Legende der Drachenritter”), Science-Fiction-Romane für Erwachsene und Jugendliche und zahlreiche Übersetzungen verfasst. Kurz und gut: Ange ist ein vielbeschäftigter Autor. Das ist auch kein Wunder, wenn man wie Ange vier Arme, zwei Herzen, vier Augen und – zumindest im Augenblick – nur eine Brille hat ...

Dienstag, 3. August 2010

Monatsüberblick der Fantasy-Challenge


Der erste Monat begann mit unzähligen Listen, in denen Ideen für die einzelnen Stationen notiert wurden. Mir ist dabei aufgefallen, dass einige Stationen deutlich überbesetzt waren, während andere nur leichtes Stirnrunzeln und nervöses Augenflattern hervorriefen.
Es folgen nun einige der Listen, die ich mal aufgelistet habe, damit alle listen können, was sie noch nicht gelistet haben. ;)

Bella, Bücherwürmchen, Katha, Steffi, Seychella, Vega

Dass das Thema der Challenge so viele Leser begeistern konnte, macht mich sehr glücklich. Die meisten haben sich sehr intensiv mit dem Genre auseinandergesetzt und somit habe ich mein Ziel fast erreicht. Auch stoßen immer mehr Fantasybegeisterte dazu: Inzwischen sind wir 35 und da werden unter Garantie einige Bücher und Meinungen zusammen kommen ...

Einige ganz (Fantasy-)Wahnsinnige haben sogar schon Bücher gelesen und rezensiert. Applaus für den allersten Einlauf der All you need is ... Fantasy!-Challenge-Mannschaft:
(geordnet nach "wer zuerst kommt, mahlt zuerst")

Himmelsauge. Die Geheimnisse des Brückenorakels - Melissa Fairchild gelesen von Stefanie Emmy für Station 7

Die erste Wahrheit - Dawn Cook gelesen von Jo für Station 1

Das Haus der roten Dämonen - Peter Dempf gelesen von Daine für Station 3

Winterfluch (October Daye) - Seanan McGuire gelesen von Soleil für Station 7

Die Magierin des Windes - Misty Massey gelesen von Lisa für Station 2

Ash - Malinda Lo gelesen von Lisa für Station 12(1)

Die Heilerin - Janice Hardy gelesen von Steffi für Station 6

Das erste Horn - Richard Schwartz gelesen von misa für Station 11

Sturmtochter - Richelle Mead gelesen von Sarah für Station 7

Fabelheim - Brandon Mull gelesen von Sandra für Station ?

Shade - Jeri Smith-Ready gelesen von StefanieEmmy für Station 9

My Soul to Take - Rachel Vincent gelesen von StefanieEmmy für Station 12(1)

Dreams and Visions-Fourteens Flights of Fantasy - Jerry & Helen Weiss gelesen von Bliblio Fantastica für Station 12

Die Macht der Pyramide - Sara Douglass gelesen von Soleil für Station 10

Das Geheimnis des Wilhelm Storitz - Jules Verne gelesen von Evi für Station 3

Heiße Hüpfer - Terry Pratchet gelesen von Alexandra für Station 4

Der Elbenschlächter - Jens Lossau, Jens Schumacher gelesen von Tempelmaus für Station 4

Die Rezensionen werden laufend im Monat in der Haupt-Challengeseite verlinkt!
Zum Schluss noch einmal die Bitte an alle Teilnehmer, mir ihre fertigen Rezensionen per E-Mail zu senden. (Titel, Autor, Link, für welche Station gelesen)
Inzwischen ist mir etwas eingefallen: Was ist, wenn ein Buch gelesen, aber nicht für den eigenen Blog/ HP rezensiert wird? Ich habe entschieden, dass das egal ist, ich möchte nur einen Nachweis sehen. Also entweder einen Link oder den Artikel in der Zeitschrift, meinetwegen ein Foto vom Text, der in den feuchten Sand am Strand geschrieben wurde. ;)

Sonntag, 1. August 2010

Ausblick auf den Blog im August


Im Juli gab es keine großartigen Überraschungen, aber ich möchte nochmal auf das Interview mit Stacia Kane verweisen. Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass sie mich in ihrem Blog erwähnt und das mit sehr netten Worten, über die ich mich sehr gefreut habe! Ob meine deutsche Übersetzung jetzt wirklich so perfekt ist, weiß ich nicht, ich habe mir aber alle Mühe gegeben. Außerdem schreibt sie, dass sie das deutsche Cover von "Unholy Ghosts" (in deutsch "Geisterflut") sehr mag und es kaum erwarten kann zu sehen, was man mit den anderen beiden Büchern anstellen wird. Ich schließe mich an, aber denke mal, dass die ebenso toll werden!
Im August wird es keine großen Überraschungen geben, denke ich. Wie immer Rezensionen, Meinungen, interessante Meldungen, Filme und so weiter und so fort.
Ich befinde mich in einer ziemlich starken Fantasyphase, was sicher der ein oder andere schon bemerkt hat. Dabei habe ich sehr stark zur Urban Fantasy gefunden, am liebsten mit Dämonen. Die Engel sind nicht so meins, muss ich gestehen, auch wenn ich einige interessante englische Neuerscheinungen gesehen habe.
Ich hoffe, es wird so unterhaltsam wie immer und wir lesen uns!

Einige Hinweise:
Es gibt seit kurzem einen Blog, der über alle Challenges berichtet, die es in der Bloggerszene so gibt. Zu finden hier.
Ich selbst bin neben der Fantasy-Challenge, deren Update am 03.08. gepostet wird, auch an einigen anderen beteiligt.
"Jane Austen" darf bei Romantikfans nicht fehlen und Sarah hat sich der Aufgabe gewidmet, die Challenge dazu ein wenig zu koordinieren.
Aber so viel ich gesucht habe, ich konnte meine "Emma" Ausgabe nicht mehr finden. Gelesen habe ich sie vor Jahren, damals leider abgebrochen. Dafür liebe ich aber die Verfilmung. Was ich bisher nur als Film kannte (und liebe!) ist "Überredung". Leider ist es nicht zu ertauschen, aber in Kürze erscheint eine preiswerte Neuauflage, die ich mir leisten werde. Was ich ebenfalls noch gar nicht kenne ist "Mansfield Park". Ob ich es lesen werde? Mhm, vielleicht weiche ich doch auf den Film aus. "Stolz und Vorurteil" kenne ich in zahlreichen Verfilmungen und als Buch, "Die Abtei von Northanger" ist mir fremd. "Verstand und Gefühl" muss ich lesen, daran hat die Autorin, wie ich gestern las, fünfzehn Jahre geschrieben.
Was ich beim Stöbern feststellen durfte ist, dass es zahlreiche Trittbrettfahrer gibt. Über die Zombies haben wir ja schon diskutiert, aber es gibt auch Varianten, da klärt Jane Austen persönlich Mordfälle auf. Oder eine Autorin möchte uns Mädels näher bringen, wie auch wir einen Mr. Darcy finden - nur für uns allein.
"Weltreisen" sollen etwas tolles sein. Natira möchte uns eine in Buchform nahe bringen. Zu finden hier. Meinen Beitrag dazu gibt es hier, aber ich fürchte, ich werde total abstinken. "Das Isis-Tor" hat es nicht geschafft, mich bei sich zu behalten und ich weiß nicht, ob ich es endgültig abbrechen soll. Dabei ist die Heldin noch nicht einmal im alten Ägypten angekommen. Auch "Die verschwundene Dienerin" hat mich noch nicht überzeugt, weil es einfach zu viele Details und Personen gibt (denen der Held anderen Namen gibt!). Ich versuche mich die Tage an Jessica Grant.
Bellas Vampir-Challenge wird mich hoffentlich wenigstens zum Ziel bringen. Ich habe wieder eine neue Serie angefangen, die ich auch gerne beenden möchte, bei der es aber wieder sehr schwer ist, an die Bücher zu kommen (ich will sie nicht kaufen). Falls sie mir jemand leihen möchte: Gerne! Ich gehe sehr sorgsam mit Büchern um und kann im Gegenzug auch Bücher zum Ausleihen anbieten.

Und nun habe ich genug gequatscht. Außer dem hier: Vielen lieben Dank Kirsten, für diesen hübschen Anhänger, der Dich so sehr an meinen Blogheader erinnert hat, dass Du ihn mir geschenkt hast! *schnief*

(Seltsame) Suchanfragen

erotikbücher (muss ich wohl nich erklären)
Mir nicht, nein.

honigblut jennifer schreiner kompletter inhalt wo
Öhm ... im Buch?

linke zeh größer als rechts
Damit wirst Du lernen müssen zu leben.

eine schreibkunst die sich weniger um wortwahl schert
Ich hoffe sehr, dass es die nicht gibt. Denn wie willst Du eine Geschichte erzählen, ohne Wörter einigermaßen lesbar aneinander zu reihen?

ich verstehe frauen nicht was soll ich tun
Ähm. Zuhören wäre ein Anfang, aber vor allem: Gaaanz ruhig bleiben!

kommen kalix und gawain zusammen
Das werden wir ja schon im September erfahren!

wir stehen im kampf von dunkelheit und licht
Gut zu wissen! Wird dann sicher 'ne anstrengende Nacht.

lebt katryn caskie noch???
Auf ihrer Hompepage behauptet sie es jedenfalls.

bauanleitung bundeslade
Ui, Wahnsinn! Wenn Du die hast, sag bescheid!

meine Fische schwimmen nicht
Füttern!

grundstein liebesbeziehung
Hippe Klamotten natürlich! Wohl nicht bei GZSZ aufgepasst, wie?

sind schlafsocken erotisch
Mhm, ich würde sagen das kommt darauf an, wer drin steckt.

schirogen
Ich habe ehrlich gesagt Angst mir vorzustellen, welches Wort das bilden würde, wenn es richtig geschrieben wäre ...

vampirkleidung
So dunkel wie möglich, damit die Haut noch heller erscheint. Je nach Vampirclan und Stellung innerhalb diesen, entweder ... Ach, wer das goo.glet, der wird ohnehin nie ein echter Vampir! *findet*