Montag, 9. Februar 2026

(Gesammelt) Zwei abgebrochene Romane

 

Zwischen den beiden Büchern liegen anderthalb Jahre. Unglaublich, dass ich so lange kein Buch abgebrochen habe.

 


Der Sommer der Sternschnuppen – Mary Simses
(Tausch)
Grace Hammond liebt Ordnung über alles. Als sie ihren Job, ihren Freund und auch noch ihre Wohnung verliert, kehrt sie kurzerhand nach Dorset zurück, in die charmante Kleinstadt an der Küste Connecticuts, in der sie aufwuchs. Hier gibt es den besten Apfelkuchen der Welt, einen weiten Himmel voller Sternschnuppen – und die Ruhe, in der Grace hofft herauszufinden, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Doch schon bald holt sie etwas ein, was sie für immer vergessen wollte. Denn in Dorset erlitt Grace einen Verlust, den sie nie verwunden hat. Und hier verliebte sie sich einst in Peter Brooks. Als Grace nun erfährt, dass er ebenfalls zurück in der Stadt ist, treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander ...

Gelesen bis etwa Seite 176 (von 444).
Auf der Suche nach angenehmer Sommerlektüre mit Herz, gerne im Bereich Meer oder Kleinstadt, stieß ich auf diesen Roman und ertauschte ihn mir. Überrascht sah ich später, dass es über eintausend Meinungen auf A. für ihn gibt. Und die Autorin scheint recht beliebt zu sein, während ich sie das erste Mal in der Hand hielt. Der Anfang gestaltet sich sehr gefällig, genau was man erwartet. Auch die Kleinstadt wird nett charakterisiert. Aber dann wurde der Text immer länger. Leider war ich privat auch recht abgelenkt, so dass ich nicht an einem Stück lesen konnte und wenn ich Zeit fand, waren es meist nur wenige Seiten. Einige Ereignisse waren ein bisschen abstrus, wenngleich sie auch passend für die Zielgruppe (Stichwort: Alter) gemacht sind. Mich haben sie leider nicht einfangen können. Schließlich verwechselte ich Namen und kam so nicht mehr hinterher. Ein Lover (außer dem gewünschten) war schwer auszumachen und dann hatte ich schlicht kein Interesse mehr – und legte das Buch zur Seite. Ich glaube jedoch, dass das subjektiv ist und das Buch und ich einfach nicht recht zusammenpassen wollten. Ruhig mal in die Leseprobe reinsehen.

 

 


Sisters of Sword and Shadow – Laura Bates  
(Kauf, ME)
Cass, die für eine arrangierte Ehe bestimmt ist, träumt von Freiheit. Als eine schöne, kämpferische Frau durch das Dorf reitet und sie einlädt, ihr zu folgen, zögert Cass nicht lange. So wird sie in die geheime Schwesternschaft der Seidenritter eingeführt – Frauen, die das Kämpfen lernen, um ihre Gemeinschaft zu schützen und durch Männer entstandenes Unrecht wiedergutzumachen. Eine aufregende Welt voller tödlicher Fehden tut sich auf. Bald entdeckt Cass, dass sie eine besondere Macht besitzt. Und immer wieder trifft sie im Kampf auf den charismatischen Sir Gamelin – könnte dieser auch zu einem Verbündeten werden?
Eine packende, schicksalhafte Fantasy-Dilogie um starke Frauen, Macht und Liebe von einer renommierten feministischen Autorin

Gelesen bis Seite 167 (von 343).
Viel erwartet, leider enttäuscht worden. Schon die Ausgangslage ist zum Gähnen. Die Prota muss sich nie beweisen, sie ist von Geburt an allmächtig (mit Magie). Als sie extrem zufällig auf die Ritterin trifft, lässt sie ihre angeblich geliebte Schwester in einer Notlage (arrangierte Hochzeit) zurück, niemand erfährt, wohin sie verschwunden ist. Sie wird später nicht einmal versuchen, die Schwester nachzuholen. So ein suchender Ehemann könnte ja der Gruppe Probleme bringen. Es wird leider recht oberflächlich geschrieben, die Figuren bleiben fern. Zudem habe ich persönlich keinen Gefallen an Mädchen und Frauen, denen man Waffen in die Hand drückt und sie zu besseren Männern macht und das eben als Stärke verkaufen will. Frauen sind anders und sollten es auch sein dürfen. Die Ausbildung zum Ritter wird anschaulich beschrieben, man führt Turniere durch etc. Dabei haben die Knappinnen Mützen auf. Das lange Haar wird nie geschnitten. Ich frage mich zudem, ob man eine weibliche Figur tatsächlich mit dieser Kleidung verstecken kann. Und was ist mit der monatlichen Biologie? Die Ritterinnen tragen durch die Bank weg ihre Rüstungen und setzen den Helm nie ab.
Als eine Stelle kam, wo ein Bote in die Burg kommt und die Anführerin damit erpresst, dass er keine Männer sehe, „besticht“ sie ihn mit einer „beglückenden“ Nacht. Aber das ihn das vermutlich nicht (!) davon abhalten wird, weiterzuerzählen, was er gesehen hat, scheint ihr nicht klar zu sein. Was ist das für ein irres Frauenbild, das hier gezeigt wird? Und das „Unrecht von Männern wiedergutzumachen“ beruht auf der These, dass alle Männer schlecht sind, sogar die, die man gerade gerettet hat. Noch mal zum Mitschreiben: Wahre Stärke kommt von innen! Man sieht zu, dass man sich mit der Situation arrangiert und sie geschickt und überlegt angeht.

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Es ändert sich nichts am Kommentieren, nur muss jetzt dieser lange untere Absatz dabeistehen. Ich danke allen, die mir einen Gruß dalassen!

Um die Übersicht über Kommentare zu behalten und Missbrauch zu verhindern, speichert diese Webseite Name, E-Mail, Kommentar, IP-Adresse und Zeitstempel Ihres Kommentars. Sie können Ihre Kommentare später jederzeit wieder löschen. Detaillierte Informationen finden Sie unter "Datenschutz" oben unter dem Header. Wer keine Datenübertragung wünscht, hat die Möglichkeit, einen anonymisierten Kommentar zu hinterlassen. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden.