Dienstag, 15. Januar 2019

Story: Wie man eine Geschichte richtig erzählt - Bobette Buster

Titel: Story: Wie man eine Geschichte richtig erzählt
Autorin: Bobette Buster
Originaltitel: Story. How to tell your story so the world listens
Verlag: Tempo
ISBN: 978-3455004267
Euro: 12,00
Veröffentlichungsdatum: September 2018
Seiten: 128
Kein Serientitel
Come in: vom Verlag










Im Jahr 2008 fanden die ersten DO Lectures statt – ein Event, das zunächst auf einer Hühnerfarm in Wales abgehalten wurde. „Es war nur eine Idee, eine Mischung aus Festival und Konferenz, aber ohne Namensschilder und schlechten Kaffee. Eine überschaubare Zahl an Rednern und Teilnehmern zelteten zusammen an der Westküste von Wales und verbrachten drei Tage als Gemeinschaft zusammen. Die Idee dazu hatten Clare und David Hieatt. Was sie wollten, war Menschen zusammenzubringen: Movers and Shakers, Leute mit ungewöhnlichen Ideen, die Dinge verändern wollten und das auch taten. Sie sollten ihre Geschichten erzählen und damit andere inspirieren, rauszugehen in die Welt und etwas zu TUN.“, heißt es im Pressetext.
Entstanden sind mittlerweile achtzehn Bücher, die laut zugehöriger Homepage „whose ideas have inspired others to go and Do“ und in diverse Sprachen übersetzt wurden. „Each book is fairly short, about 100 pages, as it focuses on the ‘doing’ rather than the background theory. Concise, practical, visually striking guides that make it easier to Do stuff.“, heißt es dort weiterhin.

Bobette Busters Buch aus der „Do“-Reihe ist nichts weniger als ein kleiner Schatz. Sie berichtet darin von zehn Grundprinzipien des Storytellings, die den Unterschied zwischen Geschichte und Page Turner ausmachen. Dabei geht es im Übrigen nicht um das eigentliche Schreibhandwerk, keine Plots, Charakterentwicklung und Co. Buster widmet sich dem, was eine Geschichte im inneren Kern ausmacht. Dabei sind alle zehn Kapitel mit einer Illustration und einem Zitat versehen, die das Buch auch optisch aufwerten. Buster entwickelt sehr viel Dynamik, sie reißt förmlich mit. Ihre Beispiele sind fulminant und beinahe Hollywoodreif – wenn man bedenkt, dass sie seit vielen Jahren große Studios in Hollywood berät und die Kunst des Storytellings unterrichtet, nicht ganz unerwartet. Vielleicht wären einige Beispiele mehr aus dem Leben gegriffen sinnvoller gewesen, nicht jeder hat ein großes Netz aus Geld und einflussreichen Beziehungen hinter sich. Nichtsdestotrotz kann darüber leicht hinweggelesen werden, denn darum geht es im Grunde nicht.
Buster legt dem Lesenden nahe, sich mit sich selbst und seiner Umgebung auseinanderzusetzen und gibt auch zahlreiche Übungen für ihre Prinzipien. Obwohl „Wie man eine Geschichte richtig erzählt“ mit 120 Seiten im Umfang sehr überschaubar bleibt, ist alles enthalten was es braucht. Zudem wurde es mit einem Flair und einer Eindringlichkeit geschrieben, dass es nach dem Lesen tatsächlich anreizt, zu TUN. Mehr geht nicht. 


Kommentare:

  1. Bore da, Daniela.
    Zelten, überschaubare Teilnehmerzahl, schlechter Kaffee...klingt alles irgendwie nach einem Con. :-)

    Die Kehrseite von "Write Right"-Büchern mag wohl sein, daß man/frau die Existenz von Talent nicht grundsätzlich herbeischreiben kann. Zumal Leser keine normierte Einheit darstellen. Für die einen ein "Pageturner". Für die anderen "reißerisch". Die Definition bleibt individuell. Irgendwie.
    Möglicherweise will jemand eine Geschichte für die eigenen Kinder schreiben - nicht gleich eine, die die ganze Welt aufhorchen läßt... ;-)

    bonté

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    1. Habe ich auch gedacht :)
      Ich glaube, beim Storytelling geht es nicht in erster Linie um Talent (es geht ja nicht vordergründig um Romane), sondern darum, eine interessante Story zu erzählen. Und gerade Kinder sind da die kritischsten Zuhörer ;-) Buster schreibt von zehn Punkten wie Zutaten, es geht dabei eben nicht um Schreibhandwerk und Co, sondern darum, was eine gute Geschichte haben sollte. Damit jemand zuhört. Aber "jemand" nicht klingt so spektakulär wie "Welt". Okay, da sind wir wieder beim Punkt. :)

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    2. ...in den Staaten pflegt man/frau nicht nur die gestriegelte positive Selbstdarstellung, sondern entwickelt manches Mal auch eine Tendenz zum Gehabe ("...& Träger des gelben Eukalyptusbonbons am Stiel"). Ist mir zuviel der Eitelkeiten. :-)

      bonté

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    3. Na gut. Aber falls Du mal reinsehen kannst, tu's einfach ;-)

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Es ändert sich nichts am Kommentieren, nur muss jetzt dieser lange untere Absatz dabeistehen. Ich danke allen, die mir einen Gruß dalassen!

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