Samstag, 25. November 2017

(DVD) Candice Renoir (Staffel 4)

Titel: Candice Renoir (Staffel 4)
Darsteller: Cécile Bois, Raphaël Lenglet, u.a.
Sprachen: Deutsch, Französisch
Euro: je nach Anbieter
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2017
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 505 Minuten (3 DVDs)
FSK: 12
Come in: Agentur










Inhalt
Candice Renoir scheint vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Antoine hat das Team gewechselt und zusammen mit dem Neuen kehrt noch keine familiäre Beziehung im täglichen Miteinander ein. Zudem wird Candice als Zeugin vor Gericht geladen, wo ihre Ermittlungstaktik angezeifelt und eine Hetzkampagne gegen sie gestartet wird. Auch muss sie sich mit ihrer Mutter auseinandersetzen, die noch immer den gewaltätigen Vater in Schutz nimmt und überdies in einen Mordfall verstrickt zu sein scheint. Inzwischen sind die Kinder alle in der Pubertät und sorgen zu Hause für viel Wirbel. Und obwohl sie mit Canovas in einer glücklichen Beziehung steckt, entdeckt Candice plötzlich Gefühle für Antoine.


Meinung
Sehr erfreulich ist bereits Staffel 4 in die deutsche Übersetzung gekommen und kann so recht schnell an ihren Vorgänger anschließen. Die bisher beste Staffel, die dem Nervenkostüm des Zuschauers einiges abverlangt, endet leider mit einem gewaltigen Cliffhanger. Wann Staffel 5, die in Frankreich bereits abgedreht wurde, zu uns kommt, steht leider noch nicht fest.
In den zehn Folgen dieser Staffel hat sich einiges getan. Die Charaktere stehen nicht fest auf einem Punkt und klären stoisch Fälle auf. Jede einzene Figur macht eine gewaltige Wandlung durch, die glaubhaft und trotz einiger Leichtigkeit in der Handlung auch von Zeit zu Zeit sehr emotional ist. Am meisten hadert diesmal Candice mit sich. Sie fühlt sich in ihrem Job nicht mehr recht wohl seit Antoine fortgegangen ist, kann aber gleichzeitig nicht sagen, wie viel Schuld sie daran selbst trägt. In ihrer kleinen Familie hat sich Canovas mit den Kindern sehr gut gestellt, die ihn gern bei sich haben. Und dann muss sich Candice plötzlich ihrer Vergangenheit stellen. All dies macht die Figur unglaublich lebensecht und fassbar; ein Highlight der Serie: Candice mit dunkel gefärbten Haaren.
Es ist erstaunlich, dass den Machern der Serie immer wieder Neues einfällt, schon allein was die zu lösenden Fälle betrifft. Diese stehen nicht mehr ganz so stark im Vordergrund, machen aber noch immer einen ganz eigenen Reiz der einzelnen Folgen aus. Nie ist sofort klar, was geschehen, wer der Mörder ist. Auch zahlt es sich eben aus, dass die Charaktere von Anfang an sehr vielschichtig angelegt worden sind, so dass es nie langweilig wird, da stets genug Konfliktpotential vorhanden ist.
Als Candice (und der Zuschauer!) endlich an dem Punkt angelangt, den sie sich innerlich gewünscht hat, wird sie erneut vor eine gewaltige emotionale Herausforderung gestellt. Der Wechsel zwischen Fallaufklärung und Soap Opera würzt die Serie und lässt nicht mehr los.
Am Ende dann heißt es tapfer sein - und die nächste Staffel herbeizusehnen. Dass diese wieder einiges zu bieten haben wird, kann kaum bezeifelt werden.


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