Dienstag, 25. Oktober 2016

(DVD) Candice Renoir (Staffel 2)

Titel: Candice Renoir
Regisseur(e): Nicolas Picard, Christophe Douchand, Etienne Leduc, Stéphane Malhuret, Olivier Barma
Darsteller: Cécile Bois, Raphaël Lenglet, Mhamed Arezki, Gaya Verneuil, Alix Poisson
Sprachen: Deutsch, Französisch
Euro: 21,45
Veröffentlichungsdatum: April 2016
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spieldauer: 520 Minuten (4 DVDs)
Serie: Staffel 2
Come in: Agentur







Inhalt
Die ehemalige Polizistin Candice Renoir ist nach zehn Jahren Singapur nach Frankreich zurückgekehrt. Nachdem ihr Mann sie betrogen hat, lebt die Mutter von vier Kindern in Scheidung und steigt überraschend in ihren alten Job wieder ein. Dabei wird ihr als Leiterin ein Team von drei Leuten zugeteilt, das davon wenig begeistert ist. Als die Blondine mit Hang zu Rosa auftaucht, machen sie es ihr alles andere als leicht. Hinzukommt, dass Candice die zehn Jahre Berufsabwesenheit nicht so ohne Weiteres überspielen kann: Computerarbeit, neue Gesetze, Teamprotokolle usw.

In Staffel 2 haben Candice und ihr Team sich ausgesöhnt und dieses, nicht zuletzt mit ihrer Hilfe, einige private Probleme lösen können. Den Alltag kann Candice auch besser managen - nur ihr Herz wird auf die ein oder andere Probe gestellt. Dabei gerät sie nicht nur durch ihre zu lösenden Fälle in teils kuriose oder auch mal gefährliche Situationen.


Meinung
In Frankreich läuft derzeit Staffel 4 im TV und es scheint, als könne durchaus eine weitere hinzukommen. Die einzelnen Folgen bringen es mitunter auf ansehnliche Quoten. Im deutschen TV lief die Serie Anfang des Jahres in ZDFneo.
Die Rolle der Candice Renoir scheint Cécile Bois wie auf den Leib geschneidert zu sein, selten, dass sich das so extrem gut verträgt. Insgesamt musste ich die Serie zweimal anschauen, denn es ist unmöglich alles, was darin steckt gleich beim ersten Mal zu erfassen. Meine Meinung zu Staffel 1 ist HIER nachzulesen.
Leider hinkt Staffel 2 ein klein wenig ihrem Vorgänger hinterher, ist allerdings dennoch sehr sehenswert. Die vielen Männer, die plötzlich auf Candice fliegen sind einfach zu viel des Guten, weil es auch unglaubhaft wird. Das scheinen auch die Macher mittendrin gemerkt zu haben, denn ein paar müssen sich dann verabschieden.
Gelungen sind am meisten die Fälle, die auf den ersten Blick kurios wirken können, dann aber stets ernste Hintergründe haben, über die nachzudenken es sich lohnt. Diese werden meistens mit dem Privatleben von Candice verknüpft - es ist also wieder die Mischung, die die Faszination an der Serie ausmacht. Es gibt Klischees - Stichwort: Kohlsuppendiät - aber diese werden so geschickt mit Neuartigem verbunden, dass man getrost darüber hinwegsehen kann. Für mich aus persönlichen Gründen am einprägsamsten die Folge, als jemand sich in die Technik von Defibrilatoren verschiedener Patienten einhackt und diese zu einer bestimmten Uhrzeit zu Tode bringt. Nicht nur Candice wird jedoch privat näher beleuchtet, auch ihr Team rückt stärker ins Rampenlicht. In besagter Folge ist es in etwa Capitain Antoine Dumas (Raphaël Lenglet), der insgesamt zu einer sehr interessanten Figur heranwächst, dann jedoch leider plötzlich arg weichgespült wird, weil auch er Gefühle für Candice entwickelt.


Chrystelle Da Silva (Gaya Verneuil) ist noch ein wenig bockig beim Überwinden ihrer inneren Dämonen und wird somit ebenfalls fassbarer. Sie ist nicht mehr ganz so düster und kann so mehr Charakter beweisen. Das Team gewinnt, kommt dem Zuschauer näher und bringt auch der Serie mehr Tiefgang.
Es sind aber vor allem die abwechslungsreichen Szenen, die ausgefallenen, bizarr wie paradoxen Fälle, die überdies zum Mitdenken einladen und immer etwas nach dem Nachgrübeln zurücklassen. Die dreidimensionalen Charaktere und der hintergründige Witz, die die Serie wahnsinnig interessant gestalten und für hohen Anschauspaß sorgen. Mir persönlich sind es zu viele Männer rund um Candice geworden, aber das mag subjektiv sein. Das Setting weitet sich aus und es ist mehr von diesem Ort in Frankreich zu sehen und zu spüren. Eine Mischung aus Soap Opera und Krimi gewürzt mit einer starken Frauenpersönlichkeit, die Cécile Bois nicht nur verkörpert, sondern lebt.
Es gibt zwei Sprachen, Folgen einzeln wählbar im praktischen und einfach zu bedienen Menü oder automatisch hintereinanderweg abspielbar. Die Bilder sind scharf, kein unnötiges Gewackle, strahlende Farben, kein Rauschen oder Zischen im Ton.
Der Preis für Staffel 1 ist merklich gesunken und wer etwas für Serien dieser Art übrig hat, sollte sich diese hier nicht entgehen lassen.



Kommentare:

  1. Ich liebe die Serie! Vor allem die Folge mit den Haschkeksen. �� Hast du zufällig gehört, ob es auf NEO irgendwann mal mit S3 weitergeht?

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    1. Ich wüsste ehrlich gesagt auch gerne, ob man Staffel 3 als DVDs plant, aber leider: nichts Genaues weiß man nicht. Ich bin mir nicht mal sicher, ob die Serie in D so beliebt ist, weil es schwer ist, Infos dazu zu finden. Schade, ich mag sie nämlich auch.

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