Donnerstag, 9. Juli 2015

Der Aufstieg Nyphrons - Michael J. Sullivan

Titel: Der Aufstieg Nyphrons
Autor: Michael J. Sullivan
Originaltitel: Nyphron Rising
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 978-3608960143
Euro: 16,95
Veröffentlichungsdatum: März 2015
Seiten: 448
Serie: Riyria 03
Come in: Kauf









Inhalt

Hadrian Blackwater und Royce Melborn sind gestandene Männer, die man anheuert, wenn etwas im Graubereich der Gesellschaft abgehandelt werden soll. Hadrian jedoch hat genug und will aussteigen, was seinem Gefährten wenig gefällt, zudem der noch ein uraltes Familiengeheimnis Hadrians hütet. Als die beiden zusammen mit Prinzessin Arista in Hadrians altes Heimatdorf kommen, setzen sich gewisse Dinge in Gang und schließlich finden sich alle im Krieg des Imperiums wieder.
Die neue Imperatorin inzwischen lebt, gefangen in ihrem eigenen Geist, nicht in Prunk, sondern wird im Kerker weggesperrt. Eine Spülmagd wird ihr zur Seite gestellt.
Aber auch der echte Nachkomme wandelt umher und der mächtige Zauberer Esrahaddon hat ihn gefunden ...


Meinung

Nur aufgrund eines Gutscheines angeschafft, denn leider sind die Bücher nicht sehr preiswert. Immerhin, es war nicht verschwendet, Sullivan hat zu (s)einer Story gefunden und sie kontinuierlich aufgebaut. Leider hat er auch hier wieder nur in kurzen flackernden Stößen zum Verhältnis der beiden Gauner aus dem ersten Teil gefunden. Inzwischen gibt es aber auch diverse andere Figuren, die einen mehr oder weniger großen Raum einnehmen. Nicht zuletzt Prinzessin Arista, die mit den beiden durch die Gegend zieht - ohne Kutsche oder Diener. Sie schlägt sich gut und der Autor hat das auch nicht allzusehr ausgereizt, dabei aber nachvollziehbar dargestellt. Seltsam ist die Richtung, in die die Beziehung Hadrians und Aristas gedrängt wird. Es scheint, als würde Sullivan den Boden für eine Liebesbeziehung legen, da alle anderen möglichen Kandidaten entfernt werden und Hadrian sich reichlich ungeübt in Komplimenten übt.
Am Interessantesten ist der Handlungsstrang um das ehemalige Bauernmädchen Trace gelungen, die das Monster erschlug und daraufhin zum verschollenen Nachkommen des alten Königs erklärt wurde. Nur leider hat sie die Ereignisse nicht gut verwunden und muss weggesperrt werden. Eine Spülmagd, kaum älter als sie selbst, wird abgestellt, für sie zu sorgen. So erfährt man mit ihren Augen auch die Geschehnisse am Hof und im Herzen des Imperiums. Auch hier werden einige Grundsteine gelegt, die in der Fortsetzung (hoffentlich) viel Raum für eine packende und mehr als unterhaltsame Geschichte legen.
Hadrian und Royce hingegen hätten einige Konflikte mehr vertragen können, da Royce auch etwas vor seinem langjährigen Freund geheimhält, was dieser leider recht einfach schluckt. Auch der geplante Ausstieg aus der Riyria wird zu wenig thematisiert, wenn es darum geht, diese Beziehung näher zu definieren. Das sind aber eigentlich nur Nebensächlichkeiten, denn inzwischen ist alles da, was in eine kurzweilige Geschichte hineingehört und das lässt über so manch anderes leicht hinwegsehen.


The Riyria Revelations:
1. The Crown Conspiracy (Der Thron von Melengar)
2. Avempartha (Der Turm von Avempartha)
3. Nyphron Rising (Der Aufstieg Nyphrons)
4. The Emerald Storm (An Bord der Smaragdsturm, August '15)
5. Wintertide
6. Percepliquis


http://riyria.blogspot.de/
Michael J. Sullivan, geboren 1961 in Detroit, begann seine ersten Geschichten mit acht Jahren zu schreiben. Er lebt heute mit seiner Frau und drei Kindern in Fairfax in der Nähe von Washington D.C. als freier Autor. Zunächst publizierte Michael J. Sullivan seine sechsteilige Riyria-Reihe sehr erfolgreich im Eigenverlag. Nach seinem großen Publikumserfolg wurden US-Verlage auf den Autor aufmerksam. Inzwischen wurde sein Fantasy-Epos in 14 Sprachen übersetzt und hat mehr als 100 Preise gewonnen.

Kommentare:

  1. Hi!

    Freut mich, dass dir die Reihe zunehmend besser gefällt. Ich schon gespannt auf Band 4.

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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  2. Bei mir war es andersherum, ich mochte Buch 1 weniger, dafür Buch 2 mehr. Beim dritten Band kann ich dir zustimmen, es unterhält wirklich gut, hat aber noch ein paar Schwächen. Der Beginn hatte mir sehr gut gefallen, auch besonders die Sache mit Trace. Aber das Ende war mir dann etwas zu hektisch. Erst gestern habe ich Band 4 auf Englisch herausgekramt und werde demnächst weiterlesen :)

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Ich hab's gelesen. ;-) Immerhin baut der Autor immer mal neue Sachen ein, bei denen man dann doch wissen will, was er daraus macht. Bin schon auf Deine Meinung gespannt.

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    2. Jaa, irgendwie will man doch weiterlesen, obwohl nicht alles überzeugend war. Aber schon damit finde ich, macht der Autor einen weit besseren Job als viele andere. Denn gerade nichts vollends überzeugende Auftakte und Folgebände breche ich oft ab.

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    3. Da gebe ich Dir recht. Ich mag die Geschichte, sonst hätte ich auch kein Geld dafür ausgegeben. Und na ja, so viele Alternativen gibt es nicht (mehr).

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