Samstag, 1. November 2014

Ausblick auf den Blog im November


Das war der Oktober

Im Oktober setzte sich zunächst noch das finnish weird special fort. Dann gab es einen Besuch im Computerspiele-Museum in Berlin, von dem ich schon viel gehört hatte, das mich letztendlich aber leider nicht überzeugen konnte.
Jana Voosen hat ein wenig über ihr neues Buch geplaudert und im Projekt gab es Buchtäschchen aus kleinen Häkelquadraten zu sehen.
Danach die üblichen Verdächtigen und mit mehr Abstand gepostet.


Rezensiert:



Das war das Postfach im Oktober


In ihrer erfolgreichen „Science-Faction“-Trilogie ABATON erzählen Christian Jeltsch und Olaf Kraemer die atemberaubende Geschichte der drei Jugendlichen Edda, Linus und Simon, die sich auf einem Camp zufällig begegnen. Dort geraten sie ins Visier der zwielichtigen Firma Gene-Sys, die mit Gedankenmanipulation und digitaler Überwachung experimentiert.
Literatur in kleinen Häppchen, kurze Leseetappen statt dicke Wälzer: Das ist das Konzept von E-Serials. Zur Frankfurter Buchmesse 2014 startet der mixtvision Verlag sein erstes E-Serial und veröffentlicht die ABATON-Trilogie in 3 Staffeln à 7 Folgen. Jede Folge kostet 1,49 €. Die 7 Folgen des ersten Bandes erscheinen am 8. Oktober. Um die Leser neugierig zu machen, ist die 1. Folge kostenlos. Staffel 2 und 3 erscheinen kurze Zeit später.
„Wir wollen die Zielgruppe da abholen, wo sie sich im Alltag bewegt. Die jugendlichen Leser sind digital unterwegs, lesen spontan und wollen ihre Lektüre immer dabeihaben. Die kurzen Häppchen des E-Serials sind perfekt für den Lesehunger zwischendurch“, so Verleger Sebastian Zembol.

Pressemitteilung
VLB-TIX schafft neuen Standard für digitales Marketing im Buchhandel
Metadatenbank VLB+: Joint Venture von MVB und Newbooks Solutions für branchenweites Titelinformationssystem und redaktionelles Metadatenmanagement
(...)

Als exklusiver Marketing- und Vertriebspartner für Buchverlage präsentiert Literaturtest Verlagen ab sofort die neuartige Technologie mediaspot-App des Berliner Unternehmens mediaspot UG. Die Idee dahinter: digitale Inhalte an allen möglichen Orten zugänglich zu machen, an denen Menschen Zeit haben und unterhalten werden möchten. Bezahl­pflichtiger Content wie E-Books oder Hörbücher kann mit Hilfe der iBeacon™-Technologie in Cafés, Fernbussen oder Buchhandlungen kostenlos gelesen oder gehört werden – allerdings nur so lange, bis die Leser den Ort und damit die Reichweite des iBeacon™s wieder verlassen. Dann können sie das Buch, das sie begeistert hat, über die App direkt und digital kaufen oder als physisches Produkt zu sich nach Hause bestellen. Verlage verfügen damit über ein völlig neues Marketing- und Vertriebstool. Am 1. November startet die Betaphase der App, u. a. mit der Berlin Linien Bus GmbH als Kooperationspartner. Mit Beginn des Winterfahrplans wird dort die Technologie flottenweit eingesetzt, Berlin Linien Bus transportiert über eine Million Fahrgäste jährlich.

(...)anbei übersenden wir Ihnen die Ausschreibung zum On.Line Medienpreis der ERGO Direkt Versicherungen.
Bewerben können sich alle Journalisten, Blogger, Videoredakteure, Medienschaffenden und Studierenden, die mit ihren Projekten und Beiträgen innovative Wege in der Online-Kommunikation gehen – sei es für klassische Medien, mit eigenen Online-Magazinen, Blogs oder Apps. Dotiert ist der Preis mit insgesamt 17.000 Euro, Einsendeschluss ist der 1. November 2014.
Alle Informationen finden Sie unter http://www.ergodirekt-medienpreis.de.

Pressemitteilung
MVB und Digimarc kooperieren im Kampf gegen weltweite Verbreitung illegaler Downloads | Hanser und Suhrkamp testen Service zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen.
Je beliebter E-Books und mobile Lesegeräte werden, desto größer wird auch die Zahl von Raubkopien, die im Internet zum kostenlosen Herunterladen angeboten werden. Allein in den Vereinigten Staaten suchen täglich bis zu drei Millionen Menschen im Netz nach nicht-autorisierten Downloads der 90 meistverkauften Bücher bei Amazon. Verlagen und Autoren entstehen dadurch jedes Jahr Verluste in Höhe von drei Milliarden US-Dollar. Um gegen solche Urheberrechtsverletzungen zukünftig besser vorgehen zu können, kündigt die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH zum Start der Frankfurter Buchmesse 2014 eine Kooperation mit der Digimarc Corporation an. Ab dem 01.01.2015 vertreibt der Dienstleister der Buchbranche damit das international führende Produkt „Digimarc Guardian“ des amerikanischen Technologieunternehmens zur umfassenden, weltweiten und mehrsprachigen Verfolgung potentieller Piraterie in Deutschland – Hanser und Suhrkamp testen das neue Angebot bereits. (...)

Stiftung Lesen bezieht Stellung: Digitale Medien in der Leseförderung
Positionspapier zum digitalen Lesen / Save The Date: Fachtagung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Gesellschaft „Digitale Medien: Chancen für das Lesen“ am 25. November 2014 in Berlin
Um den Austausch von Forschung und Praxis in diesem Bereich weiter voranzutreiben und neue Impulse für die Leseförderung zu setzen, veranstaltet die Stiftung Lesen am 25. November 2014 im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2014 – Die Digitale Gesellschaft“ die Fachtagung „Digitale Medien: Chancen für das Lesen“. Die Tagung wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und findet in Kooperation mit Microsoft Deutschland statt. Sie soll Perspektiven auf eine zeitgemäße und innovative Sprach- und Leseförderung im digitalen Zeitalter eröffnen und richtet sich an Multiplikatoren aus Kindertagesstätte, Schule, Jugendarbeit, Bibliothek und Kulturvermittlung. Im Rahmen der Veranstaltung geben Experten aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus unterschiedlichen Praxisbereichen in Impulsvorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen einen Ausblick auf die Zukunft des Lesens und verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit Praxisansätzen zur Leseförderung.

Zwei erfahrene Neurochirurginnen warnen in einem Enthüllungsbuch vor Missständen in den neurochirurgischen Abteilungen der Krankenhäuser. Ärzte ohne entsprechendes Fachwissen würden, teils nur mit Videoanleitungen, Hirnoperationen durchführen. Die Ausbildung der Neurochirurgen sei katastrophal. Vielfach würden Ärzte sinnlose Operationen durchführen und nicht mehr rettbare Patienten bloß einer spannenden Operation wegen wissentlich zu lebenslangen Koma-Patienten machen. Die Patienten seien bei all dem nur Nebensache, es gehe den Neurochirurgen viel eher um eine schillernde Operationsliste, die sie für ihre Karriere benötigen. Über die Folgen des herrschenden Systems für die Patienten in Form vermeidbarer bleibender Schäden würde niemand sprechen.
Das Buch mit dem Titel „Dachschaden – Zwei Neurochirurginnen decken auf“ von Dr. Marion Reddy und Dr. Iris Zachenhofer erscheint am kommenden Freitag.

Muckefuck, Sendeschluss, Bordsteinschwalbe, Stelldichein, ... Was haben diese Wörter gemeinsam? Für die meisten von uns gehören sie einfach nicht mehr zum aktiven Vokabular! Oder wer von euch sagt noch „Muckefuck“ zu dünnem Kaffee oder „Stelldichein“ für eine Verabredung? Eventuell ist vielen gar nicht klar, was manch veraltete und vergessene Begriffe eigentlich bedeuten. Denn ehrlich gesagt, ich musste erst einmal googeln, was „Muckefuck“ wirklich ist. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mit der in meinem Kopf eingespeicherten Bedeutung komplett falsch lag. (...) ein tolles neues Wörterbuch herausgebracht. Muckefuck & Sendeschluss – Wörter außer Betrieb ist eine liebevolle Sammlung vergessener und unter Artenschutz zu stellender Wörter, unterhaltsam aufbereitet mit witzigen Kommentaren.

Wie erfolgreiches B2B-Marketing funktioniert, lernt man am besten aus der Praxis – so die Autoren der Neuerscheinung „Reality Bites“. Mitglieder des Marketing Benchmark Circles (MBC) – einem Netzwerk von Marketingverantwortlichen aus der IT- und Unternehmensberater-Branche – bieten hier tiefe Einblicke in ihre Best-Practice-Fälle. Die Leser profitieren von geballter Marketingerfahrung und einer Sammlung an Expertenwissen, die es in dieser Form noch nicht gab.

Fantasyroman "Wächter der Erinnerungen":
Seit dem Tod seiner Mutter ist Kevin verängstigt und still. Wegen seiner zurückgezogenen Art ist er in der Schule ein Außenseiter und wird gehänselt. Nur Daniel schließt mit ihm Freundschaft. In den Weizenfeldern am Rande der Stadt erfährt Daniel von Kevins Gabe, die zugleich sein Fluch ist: Er sieht das Grauen, das die Menschen nach dem Tod erwartet.
Dies ist die Geschichte zweier Jungen, die einer dunklen Macht entgegentreten.

Urban Fantasy-Roman mit Setting Australien: "Herz aus Grün und Silber" von Stephanie Linnhe.
Das Leben der australischen Studentin Naya Green gleicht einem Albtraum: Nachts träumt sie von Schlangen, ein Tier verirrt sich in das Auto ihrer Cousine und sogar in ihr Zimmer. Was ihre Eltern für Halluzinationen halten, bereitet Naya schlaflose Nächte. Als sie von Amelia Steer kontaktiert wird, die auf ihrer Farm Hilfe für junge Frauen mit traumatischen Erlebnissen anbietet, scheint das die ideale Lösung zu sein.
In dem kleinen Ort Meelah trifft Naya nicht nur auf den attraktiven Chase, der seine eigenen Geheimnisse hütet. Sie findet auch heraus, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als sie jemals geahnt hat. Und dass manche Kriege zu alt sind, um zwischen den Fronten zu bestehen.

Ceterum Censeo“ erzählt die Geschichte mächtiger Politiker und ihrer Gegner. Über zweitausend Jahre trennen die Lebens- und Herrschergeschichten des römischen Senators Marcus Porcius Cato von dem tunesischen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali. Beide sind mächtig, beide haben große Gegner, beide treffen Entscheidungen, deren Konsequenzen schwer auf dem Volk und auf dem Einzelnen lasten …
Doch wie genau hängen Porcius Cato und Ben Ali zusammen? Und welche Rolle spielt dabei das sagenumwobene Buch des Mago, ein Buch über die landwirtschaftlichen Verhältnisse im alten Rom, das bis heute nur fragmentarisch überliefert ist? Ist es das Buch, das ihnen hilft, den Tod zu überwinden und vermeintlich ewig zu leben?
Mit „Ceterum Censeo“ zeigt Autor Bertel O. Stehen, wie eng Geschichte und Gegenwart miteinander verknüpft sind, indem er sich in die tiefe Verwobenheit der Menschheitsgeschichte begibt. Episodenhaft wechseln Erzähler und Perspektive und es entsteht ein Kaleidoskop an historischen Ereignissen und Fiktion, das auf einen spannenden Höhepunkt zusteuert.

Cornelia Franke "Jamies Quest" (als Postkarte!):
Von Merlin gesandt, erblüht unser Land durch des Wanderers helfende Hand. Jamie kann nicht glauben, dass gerade er ein sagenumwobener Wanderer sein soll. Eigentlich wollte er nur sein neues Computerspiel starten, als er sich plötzlich in Brior wiederfindet. Von monströsen Spinnen verfolgt, fordert sein Abenteuer all seinen Mut, doch lauert auf Jamie ein weitaus größerer Feind …


Das bringt der November
Für den November gab es einige Anfragen für den Autorenplausch, aber der Zeitmangel greift so nah am Ende des Jahres wohl ziemlich um sich. Ob und was dahingehend kommt, kann ich also leider nicht sagen. Ich habe mir mal wieder "Buchgedanken" gemacht, die sich um junge Leser ebenso drehen wie auch darum, ob lesen eigentlich gleich lesen ist. Ein paar Jugendbücher gibt es ebenfalls gegen Ende und natürlich die üblichen Verdächtigen.


Was mich bewegt hat
Im Oktober hatte ich es gleich mehrmals mit verärgerten Autoren zu tun, die offenbar schlicht keine Kritik vertragen bzw. offenbar gar nicht kennen. Dabei muss das ja nichts Schlechtes sein, immerhin kann und soll diese helfen. Als ich einem Autor riet, den Text, den er für einen Autorenplausch geschrieben hatte ein wenig abzuändern, weil dieser Text ja neugierige Leser dazu bringen soll, das Werk unbedingt lesen zu wollen, meldete er sich nie wieder. Aber nur sämtliche Titel der Reihe (auch noch in Großbuchstaben) aneinander zu reihen und dann nur den Klappentext ans Ende zu stellen ... das muss nicht sein.
Besonders meine Worte: "Wir können zusammen daran arbeiten" scheint Autoren dann zu verärgern, sehen sie offenbar nicht die Hilfestellung, sondern nur die Arbeit. Ich frage mich, ob das auch etwas mit der eigenen Einstellung zu tun hat. Gerade Neu-Autoren oder auch Selbstveröffentlicher müssen damit zu kämpfen haben. Aber die Anmerkungen (man muss es ja nicht immer gleich Kritik nennen) richten sich nicht gegen den Verfasser, sondern gegen den Text - da muss man wohl erst lernen, zu differenzieren. Und nach der langen Zeit, die ich inzwischen mit Autoren arbeite, frage ich mich, ob sie es irgendwann einsehen und zurück auf ihren Weg blicken und auch all jene, denen sie Unrecht getan haben. Aber wahrscheinlich gibt es für manche stets nur ein Geradeaus.

Lachen musste ich bei einer E-Mail, die mich gegen Ende des Monats erreichte. Darin meldete sich ein Unternehmer aus Übersee, der auf ein Coverbild in einem "Covergleichheit"-Spezial gestoßen war. Ein englischsprachiger Liebesroman mit eindeutigem Titel, den ich als Bild mit dem Autorennamen und einer Kurzform zum Zeichen, dass das Bild bearbeitet sei, versehen hatte. Diese Kurzform jedoch stellte den Namen des Unternehmers dar.
Nun weiß ich nicht, ob man sich als Unternehmer regelmäßig selbst goo.g.eln sollte und dann auch noch nach Bildern - ok, der Unternehmer hat etwas mit Schauspiel und Casting zu tun - aber er stieß auf seinen Namen (der ja gar keiner war) und den Titel des Buches und dann auch noch alles in einem ... das war offenbar zu viel für den Mann. Aber - und das muss ich ihm lassen - er hat den Translator angeschmissen und seine Bitte in englisch und versuchtem Deutsch geschrieben. Und die Bitte, das Bild unter anderem Namen abzuspeichern, habe ich ihm natürlich gerne getan.
Aber mei ... Sachen gibt's ...
Edit: Eine sehr nette Antwort zurück bekommen und folgender Satz bringt es ja sowas von auf den Punkt: "It is amazing how technology has advanced so much that two people from across the world who don't speak the same language are able to communicate!"

Ich versuche seit einiger Zeit zu lernen, wie man Socken strickt. Mangels (älteren) Damen in meinem Umfeld, die es mir einfach zeigen könnten, habe ich versucht es aus Büchern zu lernen. Das hat sich als Schuss nach hinten erwiesen. Alle, aber wirklich alle Sockenbücher (auch die älteren) stellen lediglich verschiedene Sockenmodelle vor - oder schlimmer: zehnmal die gleiche Socke nur in anderen Farben - legen aber keinen Wert darauf zu erklären WIE sie es machen. Die wenigen Sätzen dazu sind oft nichtmal ein schlechter Witz. Sieht denn da niemand die Marktlücke?
Ich kauf mir so ein Buch doch nicht, wenn ich längst weiß wie es geht, sondern um das erstmal zu lernen.
Und nein, das www versagt hierbei auch auf ganzer Linie, die paar Videos sind in ihrer Qualität so schlecht, dass es keinem nützt. Hinweise darauf, man solle die Oma fragen wenig hilfreich.

Wirklich Zeit, über anderes nachzudenken hatte ich im Oktober leider nicht.

Wer übrigens Lust hat, mich zur Tagung der Stiftung Lesen (siehe oben) zu begleiten (Zeit mitbringen und in Berlin sein), der darf sich gern melden. Die Themen klingen sehr interessant - etwas fürs Lesen, die digitale Geschichte und Kinder übrig zu haben, schadet nicht. Ist eine ganztägige Veranstaltung.


(Seltsame) Suchanfragen

alte bücher über das übernatürliche
Müssen die unbedingt alt sein?

ich verlose ein paar in gewünschter farbe
Toll.

suche abschiedsworte für kollegin rente
Und möglichst welche, die von Herzen kommen ... *Augen roll*

und der hugo hängt tot in den segeln
Oh nein!

science fiction eine junge crew begibt sich
Oh, da gibt es zig Beispiele!

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