Montag, 12. November 2012

(Test) Die Suche nach einem Phantastik-Magazin (#7)


"Die Mephisto ist das Magazin für Rollenspiele, Table-Top und Phantastik. Mit dem viermal jährlich erscheinenden Magazin bieten wir Ihnen aktuelle News, umfassende Spielbeiträge, Werkstattberichte und Interviews sowie Rezensionen aus den Bereichen Rollenspiel, Table-Top, Brett-, Karten- und Computerspiele, Film und phantastische Literatur.
Im Rollenspielteil bietet die Mephisto regelmässig Material zu Systemen wie Cthulhu, Das Schwarze Auge (DSA), Degenesis, Dungeons & Dragons (D&D), Engel, Shadowrun, Warhammer Fantasy Rollenspiel und den Systemen der Welt der Dunkelheit.
At-43, Confrontation, Hordes, Urban War, Warhammer, Warhammer 40K und Warmachine gehören zu den Systemen, die wir im Table-Top-Bereich behandeln."
Zwischen 80 und 90 Seiten, 5,95 EUR, im Abo für vier Ausgaben im Jahr 19 EUR. Erste Ausgaben etwa 1994, seit Ausgabe 43 ist der Großbereich Table-Top in ein eigenes Heft ausgelagert.


Obwohl erst einmal ausführlich gesucht werden muss um des Magazins, das leider nicht am Kiosk zu finden ist, fündig zu werden, ist der eigentliche Bestellvorgang kinderleicht. Danach klappt alles reibungslos und recht zackig.
Bei der von mir gelesenen Ausgabe 54 handelt es sich um das "erste Heft in neuer Aufmachung: Neues Layout, breitere Spielvorschau und Rezension, ausführliche Abenteuer und Spielbeiträge." Bilder von einzelnen Seiten sind HIER anzusehen.
Hier und da erscheint die Schrift einen Tick zu klein, insgesamt lesen sich die Seiten aber sehr angenehm und auch die Aufmachung ist gelungen. So wird das Leserauge nicht mit Bildern und Farben erschlagen, diese untermalen eher die Wörter und dominieren diese nicht.

Die Mephisto ist größtenteils auf Phantastik-Spiele ausgelegt und richtet hier auch ihr Hauptaugenmerk hin. Wer ebenfalls Spaß daran hat, sollte also auf jeden Fall mal reinsehen.
Neben ganz diversen Rollenspielen, wie Deatwatch, Shadowrun oder Warhammer kommen auch Brettspiele (hier: Nightfall, Thunderstone etc.) nicht zu kurz.

Es schließen sich einige Seiten zu Büchern und Comics an. Verschiedene aktuelle Fantasy-, Horror-, Jugendromane werden vorgestellt und rezensiert. Zumeist gut geschrieben und ausgewogen in Inhalts- und Meinungsteil.
Einer weiteren Seite Hörbücher folgen Videospiele, die ebenfalls kompentent wie ausführlich dargelegt werden. Veranstaltungen kommen nicht zu kurz; die Role Play Convention und der Nordcon 2012 werden vorangekündigt.
Das Interview mit Maike Hallmann hat seine Licht- und Schattenseiten. Hier und da kam sie ungewollt unsympathisch rüber.
Zu den Bücherseiten gehört in dem von mir gelesenen Heft auch die Vorstellung verschiedener Phantastikpreise, oft mit Fotos. Da sind alle dabei, die man kennen muss, eine extra Aufzählung spare ich mir daher. Ein kleines Interview mit Oliver Graute ("Seraph") offenbart, dass hier sehr fokussiert vorgegangen wird. Presse und Öffentlichkeit sind ziermlich vordergründig und es bleibt zu hoffen, dass dahinter nicht die wichtigen Dinge zurücktreten müssen.
Arkham Horror, Das Brettspiel, Szenarien-Massaker Reloades, Szenario 5 hüpft ein bisschen arg hin und her und verwendet recht viele Klischeesätze, liest sich trotzdem gut weg.

Viele weitere Seiten schließen sich an, mit denen ich persönlich eher wenig anfangen konnte, da ich selten Zeit für Spiele finde und mich so zu wenig mit der Materie auskenne.
Insgesamt hat das Magazin aber einen soliden, versierten und mit dem Herz bei der Sache liegenden Eindruck gemacht.

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