Dienstag, 29. Juni 2010

Lara Adrian in Berlin: Sonnenschein und Regentropfen


Am 13.06.2010 hatte der LoveLetter zum Picknick mit der Autorin Lara Adrian geladen. Zuzüglich der Redaktion und einiger freier Mitarbeiter waren auch zwei Fans und der Club der Sinne gekommen. So versammelten sich schließlich insgesamt neun Menschen in einer Berliner Wohnung. Leider hatte das Wetter ausgerechnet an diesem Tag stark nachgelassen, so dass an ein gemütliches Essen im Grünen nicht mehr zu denken war.
Wir hatten alle etwas zum Essen mitgebracht und irgendwie schien jeder geglaubt zu haben, es würde eine ganze Armee anrücken ... Wir hatten Nudelsalat, Reissalat mit Thunfisch (der sehr lecker war), kleine Boulettchen (Frikadelle, nur richtig), Obst und Gemüse, leckeren Kuchen, Saft und Berliner Weiße.
Endlich erschienen auch Lara (deren richtiger Name Tina St.John lautet unter dem sie romantische Romane bei Cora veröffentlicht) und ihr Mann John. Beide sehr charmant, nett, überhaupt nicht abgehoben. Voller Energie, das hat man sofort gespürt. Lara fragte nach unseren Namen und hat sie auch tatsächlich behalten (ein Umstand den ich immer bewundere, weil ich mir selbst Namen nur schwer merken kann).
Einige von uns blieben mit John in kleiner Runde stehen und er fragte uns, ob wir die Bücher kennen würden. Ich habe einfach mal ja gesagt, ich hole es nämlich jetzt auf jeden Fall nach. Und da wir schon dabei waren, habe ich John gleich mal gefragt, welcher der männlichen Vampire der Serie er ist. Er grinste und meinte: Na alle. Ein bisschen was von mir steckt in jedem.
Außerdem wollte er wissen, ob wir uns auch schon alle einen Namen für das Baby von Tess und Dante ausgedacht hätten. Auf der Homepage gibt es dazu nämlich einen Contest. Tja, was soll ich sagen? Daniel natürlich!
Die beiden vertragen übrigens keine Milch und trinken ausschließlich Tee. Das hat sie und uns nicht davon abgehalten, alles zu kosten. Wobei ich gestehen muss, dass ich nicht besonders viel Hunger hatte.
Während wir uns gemütlich auf Couch und Sessel setzten, drehte sich das Gespräch bald um die Katzen der beiden. John erzählte, dass er der einen davon einen eigenen Blog eingerichtet habe. Die URL bekomme ich leider nicht mehr zusammen.
Fussball war natürlich auch kurz ein Thema, da an diesem Sonntag die deutsche Mannschaft ihr erstes Spiel bestreiten sollte. Freudige Rufe und Feuerwerkskörper bei einem Tor inklusive.
Lara erzählte, dass auch ihre Website neu gestaltet werden soll (der LoveLetter hat seit einigen Tagen schon kräftig umgestellt). Dabei würde man sich große Mühe geben und sogar einige Charaktere ihrer Bücher würden zu sehen sein. Da darf man wohl gespannt sein.
Ebenfalls thematisiert wurden neue technische Errungenschaft wie Kameras, Digitale Lesegeräte usw., Romane und ihre Entwicklungen, Verlage und einiges mehr.
Schließlich gab es die Gelegenheit, Bücher signieren zu lassen und Fotos zu machen. Dabei musste ich grinsen, als Lara mir verriet, dass sie die gleiche Kamera wie ich habe, schön klein und - ich gebs offen zu - leicht zu handhaben (und in Rot). Ein Buch habe ich für meine Mutter signieren lassen, die demnächst Geburtstag hat und der die Bücher, die sie bisher gelesen hat, sehr gefielen.
Schließlich unterhielt ich mich kurz mit John über seine (professionell wirkende) Kamera, mit der er alles fotografisch festhielt. Die Bilder werden auf der Website zu sehen sein, wenn beide zurück sind. Wir haben ein Gruppenfoto gemacht und ich denke, da darf man dann raten, wer ich bin. Nicht, dass das nicht leicht zu erkennen wäre. Ich mache nicht gern Fotos und sehe darauf immer schrecklich aus. Man stelle sich vor, Lara macht hunderte hintereinander und sieht echt auf JEDEM gut aus (sogar wenn sie gar nicht weiß, dass sie fotografiert wird) und ich mache zwei und beide sind gewöhnungsbedürftig.
Jedenfalls meinte John, dass er bei vier Gigabyte genug Platz für jede Menge Fotos hätte und zeigte mir auch seine Katzen, die im Speicher enthalten waren (und die natürlich genau wissen, wann sie fotografiert werden, wie er verriet).
Dann war es auch schon fast vorbei. Wir bekamen alle eine kurze Umarmung und von John sogar ein deutsches: Auf Wiedersehen.

Am nächsten Tag fand die Lesung der Autorin im Quatsch Comedy Club Abends um 20.30 Uhr statt. Da hatte Lara allerdings auch schon einen langen Tag hinter sich, der aber für die Fans sehr schön gewesen ist, wie ich gehört habe. Dank LYX, Audible, LoveLetter und Argon hatten nämlich je fünf Personen die Chance, einen Fanpass zu gewinnen. Los ging es mit einer Schiffsfahrt durch Berlin mit Lesung, Sehenswürdigkeiten, Signierrunden und Fragen stellen. Schließlich wurde ins Gebäude von Audible gewechselt wo ein Grillnachmittag bevorstand. Inklusive einer kleinen Führung und natürlich den weiteren Gästen Simon Jäger, der die Hörbücher gelesen hat und Irina von Bentheim.
Ich selbst stieß gegen 19.30 Uhr vor dem Club dazu. Da ich ohne Brille in der Ferne nicht gut sehe, habe ich diese erstmal suchen müssen, aber in den Weiten meiner Tasche doch noch gefunden. Bei den vielen Gesichern wollte ich kein bekanntes verpassen. Da kam plötzlich auch die Gruppe mit den glücklichen Gewinnern und obwohl ich etwas abseits stand während des Suchens, erkannten Lara und John mich und kamen auf mich zu. Wir plauderten kurz und ich fragte Lara, ob sie noch genug Power habe, schließlich lag ein langer Tag hinter ihr. Als sie verneinte, sah ich tatsächlich, dass sie ziemlich müde aussah. Ihr gefiel der Friedrichstadtpalast und sie fragte, ob ich schon mal dring ewesen wäre. Als Kind, aber das ist eine ganze Weile her, den Club habe ich allerdings schon im TV gesehen.
Ich wollte John ein bisschen necken und fragte ihn, ob er noch genug Fotos auf seiner Kamera übrig habe, aber er antwortete ernst, dass da noch eine Menge raufgehe. Aber gut, Lara war das letzte Mal selbst als Kind in Deutschland, wer weiß, wann es das nächste Mal der Fall sein würde. Da möchte man alle Eindrücke mitnehmen für die Familie zuhause.
Ich hörte übrigens schon, dass Lara sich erkältet hatte und sagte auch, dass das Wetter zur Zeit nicht so schön sei. Mal heiß und sonnig und dann wieder kalt und regnerisch. Kein Wunder also, dass der Körper das nicht lange mitmacht.
Schließlich gingen alle rein und Lara in die Gaderobe. Kurze Verschnaufpause vor der Lesung. Ich ging noch auf die Toilette und sah mich um. Es ging übrigens unter die Erde. Am Eingang zum Club standen Kris und Tina vom LoveLetter und verteilten die Ausgabe mit Lara Adrian auf dem Cover. Drinnen gab es eine Gruppe, die ich kannte und setzte mich dazu.
Der Club selbst hat sicher schon bessere Tage gesehen und im TV wirkt er irgendwie größer. Aber alles in allem macht er einen wirklich schönen Eindruck. Da wir noch eine halbe Stunde Zeit hatten, drehten sich die meisten Gespräche um Bücher.
Schließlich eröffnete Christina Knorr vom LYX-Verlag die Lesung. Dabei konnte sie gleich mit einer richtig guten Nachricht für Lara starten, deren neues Buch nämlich gleich ganz oben in den Bestsellerlisten eingestiegen ist. Schließlich wurden Simon Jäger und Irina von Bentheim vorgestellt.
Im Hintergrund und an der Seite gab es übrigens zwei Profi-Kameras und ich habe gehofft, dass das Video zur Lesung vielleicht im Internet bei Youtube oder so auftauchen wird (*). Sollte das nochmal der Fall sein, dann reiche ich das nach, denn Simon MUSS man einfach gehört haben! Ich mag Hörbücher im allgemeinen nicht wirklich, aber wenn er da so liest, wie auf der Bühne, dann werde ich am nächsten Lara Adrian-Hörbuch nicht einfach vorbeigehen.
Ein ganz großes Lob auch an Frau von Bentheim. Ich hätte ja nie gedacht, dass man das so gut hinbekommen könnte, zweisprachig ein Gespräch zustande zu bringen. Aber sie hat das toll und sehr lustig gemacht. Unheimlich informativ und spannend.
Auch sie war, wie glaube ich so ungefähr alle Damen, schwer begeistert von John, aber Lara meinte, sie solle aufhören zu schwärmen, sonst steigt ihm das noch zu Kopf. Nach einigen Fragen rund um die Welt und die Vampire (die im Prinzip Außerirdische sind, die Idee hatte John) las Lara eine Passage ihres Werkes vor. Übrigens war das eine Premiere. Ihre erste Lesereise überhaupt und ihre erste Lesung. Da musste selbst Irina von Bentheim nachfragen, aber so ist es. Noch nie hat Lara vor Publikum aus einem ihrer Werke gelesen. Diesem Umstand und auch ihrer starken Heiserkeit sei es auch geschuldet, dass es ein klein wenig schnell war. Aber sie hat wirklich tapfer durchgehalten.
Schließlich las Simon Jäger ein Stück und ich mochte es wirklich sehr. Später ist er vom Publikum gebeten worden, mal einen anderen männlichen Vampir zu lesen, beispielsweise Nikolai mit dem russischen Akzent. Toll! Ein Raunen ging durch den Saal. Auch Lara bestätigte, dass es ihr sehr gefallen hätte, vor allem das "Tiefe, Männliche". Wem nicht?
Nun konnten die Zuschauer Fragen stellen, wahlweise in deutsch oder englisch.
Eine Frage bezog sich darauf, ob Lara vor dem Schreiben schon wisse, wie das Buch ausgehen würde, was sie bejahte. Früher hätte sie bis zu zwei Jahren benötigt, um ein Buch zu schreiben, mittlerweile schafft sie es in vier bis sechs Monaten (mit plotten und Co.). Die Frage, ob der im Contest gesuchte Babyname unbedingt ein italienischer sein muss, wurde verneint.
Auch Simon Jäger wurden Fragen gestellt. Ob er mal rot geworden wäre an der ein oder anderen Stelle (Achtung Sexszene!). Er doch nicht. Wie lange er benötigen würde, um ein Buch einzulesen. Das käme ganz auf seine Tagesform an. Ich habe die genaue Zahl an Tagen nicht mehr im Kopf, aber ich weiß noch wie ich dachte, dass das schon ziemlich viel ist, was er da so wegliest.
Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu schnell, wie abgeschnitten. Ein paar Abschiedsworte wären nicht übel gewesen. Dafür gab es aber den Verweis, dass Lara nun noch Bücher signieren würde, Simon Jäger übrigens auch.
Da ich das schon hinter mir hatte, brauchte ich mich nicht an die lange Schlange anstellen, wofür ich sehr dankbar war, denn ich war müde. Dennoch ging ich mich noch von einigen verabschieden und habe John noch eine schöne Zeit in Deutschland gewünscht. (Lara saß bereits am Signiertisch.)
Netterweise wurde ich ein Stück im Auto mitgenommen und konnte so eine volle halbe Stunde einsparen. Und als ich schließlich zuhause war und die Füße hochlegen konnte, da wurde immer noch fleißig in Bücher und Hörbücher gekritzelt (das erfuhr ich am nächsten Tag).
Alles in allem zwei wundervolle Tage, für die ich mich bei allen Verantwortlichen ganz herzlich bedanken möchte!

PS: Zwei Kuriositäten zum Schluss.
Als ich Am Tag der Lesung am Bahnhof Friedrichstraße ausstieg und die Unterführung entlang ging, hat es tatsächlich eine Taube geschafft, mich anzusch ... sie hat zwar nur mein Hosenbein getroffen, aber immerhin. Ich finde ja ohnehin, dass es viel zu viele von den Viechern in der Stadt gibt und ich hasse es, wenn die alten Leute in meinem Haus die auch noch dick und rund füttern.
Als ich Nachts aus der Straßenbahn stieg, sah ich ein Wildkaninchen (ich wohne etwas außerhalb) über die Straße hoppeln. An den Schienen, bei denen die Fußgängerampel auf Rot stand, blieb es stehen und wartete, bis die Tram vorbeigefahren war und Grün wurde. Dann hoppelte es wie gehetzt weiter.
(*) Auf Nachfrage beim LYX- Verlag wurde mir verraten, dass es tatsächlich ein Video von der Lesung geben wird. Schon in wenigen Tagen soll es auf der Verlagshomepage zu sehen sein. Auf Facebook wird es angekündigt, wer dort also angemeldet ist, sollte schmökern gehen.




Kommentare:

  1. War sicher ein tolles Erlebnis!
    Und hoffentlich liest die Mama deinen Blog nicht, sonst geht die Überraschung flöten *gg*

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  2. Hi, vielen Dank für Deinen schönen Bericht. Klingt ja nach nem echt schönen Tag! Uns hat der Abschnitt bei uns auf der Dachterasse auch sehr viel Spaß gemacht, wenn Du mal wieder in Berlin bist, meld Dich doch.
    Viele Grüße Jennifer vom Audible-Team

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  3. Hallo,

    @evi:
    Das war es. :) Und ja doch manchmal, aber das ist zu viel Text, sie ist das Lesen am Bildschirm nicht gewöhnt, da geht das sicher unter. ;) Außerdem habe ich ihr das ja alles schon erzählt/ erzählen müssen (sie wäre gerne selbst gegangen, konnte aber wegen der Arbeit nicht).

    @Jennifer:
    Willkommen im Blog!
    Ich war ein bisschen neidisch, muss ich gestehen. Nicht auf die Bootsfahrt, mein Magen neigt dazu unsinnige Dinge anzustellen, wenn kein Land unter meinen Füßen ist. Aber ich habe hier und dort gehört, dass es eine kleine Führung durch Audible gegeben hat und ich würde sehr gern mal so ein Tonstudio sehen, wo die Aufnahmen gemacht werden.
    Schöne Überleitung dazu *hüstel und grins* Ich bin in Berlin geboren und lebe seitdem hier ;)
    Schau ruhig öfter rein, ich würde mich freuen.

    LG
    Soleil
    (Daniela)

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  4. Du hast einen richtig tollen Schreibstil. Da kommt man gerne öfters auf deine Seite zum stöbern (;

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  5. Willkommen im Blog, Ines!
    Danke und klar, schau immer rein, Tag und Nacht, schnapp Dir was aus dem Kühlschrank und hau Dich auf die (lese-)Couch ;)

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