Das war der Juli
Ich bin jetzt das dritte Mal (fast) zu spät
dran mit dem neuen Monatsausblick. Warum vergeht die Zeit so schnell? Der Juli
war arbeitsvoll und hat einige Termine abseits davon gebracht. Am Ende habe ich
mir eine Art Sommergrippe eingefangen und erhole mich noch davon. Gelesen habe
ich trotzdem und das hier ist es geworden:
When
Dealing With Dragons. Drachengold – Dana Swift
Das Buch hatte ich bereits im Juni begonnen und
war schwer begeistert. Das hat sich nicht geändert. Ein Jugendroman voller
Drachen und einer sehr süßen Lovestory.
A
Business Proposal – Haehwa
Südkoreanische Liebeskomödie, die als Webnovel
begann, als Webtoon (Manhwa) adaptiert wurde und weltweiten Erfolg als K-Drama
(filmisch) feierte. Genau deswegen gelesen und eine unterhaltsame Geschichte vorgefunden,
die viele Höhen und Tiefen zu bieten hat – was aber gegen Ende fast fade wurde.
Love
and Rent – Jo Cheetham
Intensiv und gut zu lesen, sehr berührend, wenn
auch mit Prota, die am eigenen Leben nicht ganz unschuldig ist.
Mein
Traumjob bei Facebook – Sarah Wynn-Williams
Sollte jeder gelesen haben. Genauso wie man
immer denkt – und viel schlimmer.
(Neu) Diese Bücher sind im Juni 2026 bei mir
eingezogen
Rezensiert:
When Dealing With Dragons. Drachengold - Dana Swift
Die Wahrsagerin kleiner Schicksale - Julie Leong
Moonfleet - John Meade Falkner
Flut aus schwarzem Stahl - Anthony Ryan
Neue Bücher eingezogen:

Das war das Postfach
im Juli
Am 24. Juli ist der internationale Tag der
Selbstfürsorge, der International Self-Care Day – mit ihm endet der von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene Monat der Selbstfürsorge
(Self-Care Month). Weil Selbstfürsorge aus unserer Sicht mehr ist als Wellness
oder eine kleine Auszeit, möchten wir Ihnen heute das Buch »Too Much!« der Bestsellerautorin Terri Cole ans Herz legen. Machen
auch Sie sich ein Bild, was die renommierte Psychotherapeutin zum Thema
Überlastung zu sagen hat – nicht grundlos folgen ihr auf Youtube und Instagram
mehr als eine halbe Million Menschen!
Früher war Tee einfach nur »Tee«. Heute heißen
Kräutermischungen »Zeit für Dich«, Badezusätze versprechen »Auszeit für die
Seele«. Selbstfürsorge ist zum Lifestyle geworden – liebevoll verpackt, leicht
konsumierbar. Doch was, wenn eine Tasse Tee nicht mehr reicht? Wenn der Alltag
dauerhaft überfordert und das Gefühl bleibt: Es ist einfach alles zu viel? Mit
ihrem Buch »Too Much!« lenkt die bekannte Psychotherapeutin und
Bestsellerautorin Terri Cole den Blick auf die Schattenseiten unseres Strebens,
allem und allen gerecht zu werden – und zeigt, was wirklich hilft, wenn
Belastung zum Dauerzustand wird.
Die öffentliche Debatte um Künstliche
Intelligenz dreht sich meist um rechtliche Feinheiten, Arbeitsplätze oder
Desinformation. Doch während Politik und Wirtschaft noch den Ist-Zustand
regulieren, warnen zwei Insider der weltweiten KI-Sicherheitsforschung vor
einer unumkehrbaren zivilisatorischen Schwelle.
Am 1. September 2026 erscheint die deutsche
Erstausgabe des internationalen Bestsellers „If Anyone Builds It, Everyone Dies“. Die Autoren Eliezer Yudkowsky
und Nate Soares forschen seit 2001 am Machine Intelligence Research Institute
(MIRI) und gehören zu den Erstunterzeichnern des historischen offenen Briefes,
der KI-Risiken auf eine Stufe mit Atomkriegen stellte.
Ein Skelett gibt Tipps für ein erfülltes Leben.
Ein Skelett?
Das klang in meinen Ohren erst einmal kurios,
doch sobald ich Mr. Skelly das erste Mal gesehen hatte, war es um mich
geschehen.
Ich möchte Dir das besondere Buch „Warum ich das Leben liebe“ von Christian
Watson vorstellen. Im Mittelpunkt steht die Figur Mr. Skelly, der uns auf
poetische Weise dazu einlädt, jeden Tag unseres Lebens bewusster wahrzunehmen
und seine Einzigartigkeit zu zelebrieren. Das Buch erzählt vom Leben, vom Tod,
von der Liebe, von den Gedanken, die wir uns alle machen rund um die kleineren
und größeren Fragen des Lebens. Christian Watson möchte uns mit seinem Werk
Hoffnung vermitteln und ermutigen, selbst in schwierigen Zeiten Schönheit und
Sinn im Leben zu entdecken.
Hallo,
mein Name ist Fabiano Docimo und ich bin Autor
sowie Selfpublisher aus Baden-Württemberg. (…)
Vor Kurzem ist mein Debütroman „Seizouh – Das Urteil der Rune“
erschienen. Der Auftakt einer klassischen High-Fantasy-Reihe für Erwachsene.
Mit Seizouh habe ich über mehrere Jahre hinweg
eine eigenständige Fantasywelt entwickelt und den gesamten Weg von der ersten
Idee bis zur Veröffentlichung selbst begleitet. Im Mittelpunkt stehen eine
epische Reise, ein aufeinander aufbauendes Magiesystem und eine langfristig angelegte
Fantasy-Saga. (…)
Seizouh wächst im Schutz eines alten Tempels
auf, in einer Welt, die seit Generationen durch heilige Runen vor der
Dunkelheit bewahrt wird. Sein Alltag besteht aus Training, Disziplin und den Lehren
seines Großvaters Pelbar. Doch während andere Schüler ihren Weg finden, bleibt
Seizouh innerlich unsicher. Etwas in ihm fühlt sich anders an. Nicht stark.
Nicht klar. Nur fremd. Dann beginnen sich die Zeichen zu mehren. Ein Traum, der
sich zu wirklich anfühlt. Eine Schriftrolle, die besser verschlossen geblieben
wäre. Eine beschädigte Rune am Rand des Waldes. Und eine Stille, die nicht
natürlich ist. Je näher Seizouh der Wahrheit kommt, desto mehr gerät der
Frieden ins Wanken. Alte Geschichten, die man für Legenden hielt, scheinen
plötzlich näher zu sein als je zuvor ...
... Doch manche Antworten haben ihren Preis. Und
manche Geheimnisse wurden nicht verborgen, weil sie vergessen werden sollten. Sondern
weil niemand bereit war, sie zu öffnen.
„Seizouh“ ist der Auftakt einer düsteren Fantasy-Saga
über Freundschaft, verborgene Wahrheiten, alte Schuld und den Moment, in dem
ein Junge begreift, dass die Welt um ihn herum nie so sicher war, wie sie
schien.
Das bringt der August
Die üblichen Verdächtigen.
Was mich bewegt hat

Es gibt Zeiten, da hadere ich sehr mit meinem
Job als Lektorin. Das kann viele Gründe haben. Ich mache mir in etwa Sorgen um
die Zukunft, hier sei vor allem die KI genannt. Und ja, es gibt bereits Autoren
und Verlage, die ihre Bücher nur noch mittels KI Korrekturlesen („lektorieren“)
lassen – auch mit direkten Hinweisen darauf, dass diese KI mitunter gern mehr
Fehler einbaut, statt sie herauszusammeln. Aber auch Autoren machen das Leben manchmal
schwer. Meist jene, die über keine Erfahrung im Veröffentlichen verfügen, aber
meinen, sie wüssten alles. Sie verstehen nicht, dass mein Berufsstand dazu da
ist, ihnen zu helfen. Dass ihre Werke leider nur so lala sind und viel
Überarbeitung bräuchten, liegt auf der Hand. Aber genau das ist es, was mich
bei so vielen Autoren fast verzweifeln lässt: Eine Überarbeitung braucht Zeit
und sie macht Mühe, ja. Aber beides sind viele nicht bereit zu geben. Wie oft
lese ich in Rezensionen „da hätte der Lektor aber xyz“. Glaubt mir, sie haben!
Nur liegt es im Ermessen des Autors, was umgesetzt wird. Viele dieser Autoren
stammen aus sog. Literaturagenturen, von denen ich weiß, dass sie kein einziges
der eingereichten Werke lesen (meist Zeitgründe). Sie nehmen nach Themen an,
was eben gerade gesucht wird, dazu bekommen sie Listen von den Verlagen
(übrigens sicher auch einer der Gründe, warum wir alle das Gefühl haben, es sei
irgendwie immer alles das Gleiche – Hinweis: Verlage suchen das, was sich
bereits gut verkauft (hat)). Passt etwas davon, wird es eingereicht. Oder der
Autor kann ein Gimmick bieten: viele Follower oder Beziehung zu einem Z-Promi,
der beim Vermarkten helfen würde. Das verkauft dann ja, auch wenn das Werk
schlecht ist. Andere Autoren stammen direkt aus Schreibforen oder
Fanfiction-Foren. Dazu sage ich nichts. Fakt ist, dass sie, wenn sie einmal ein
professionelles Lektorat durchlaufen
haben, oft erschrocken sind (was ich verstehen kann), dann aber nichts Besseres
zu tun haben, als überall bekannt zu geben, das Lektorat sei eine Katastrophe.
Schon mal so als Vorsicherung, dass die Qualität des Buches nichts mit ihnen zu
tun hat … Oder ich diskutiere im 2026 mit einem männlichen Fantasyautor über
das Frauenbild im Roman. Dabei habe ich mir schon vor etlicher Zeit angewöhnt,
nur noch zu erwähnen, dass es Leser geben könnte, die sich daran stören. Aber
ich gerate dann in Diskussionen, die mir jegliche Energie und manchmal den
Glauben an die Menschheit rauben. Übrigens nicht nur bei männlichen Autoren. Oder
Autoren haben lange nichts von ihrem Verlag gehört und sind sauer auf eben
diesen. Die einzige Person, die sie zu fassen bekommen, ist die Lektorin und
obwohl die freiberuflich für viele Kunden arbeitet und auch nur dann arbeiten
kann, wenn sie eine Freigabe für den Auftrag erhält, ist es genau sie, die den
ganzen Ärger und Missmut der Autoren abbekommt (und man versuche mal, mit so
jemandem professionell zu arbeiten). All diese Dinge frustrieren mich bereits
seit Jahren. Autoren, die nie in eine Veröffentlichung gehört hätten (auch
Übersetzungen), werden auf den Markt geworfen, der ohnehin schon völlig
übersättigt ist. Die Leser goutieren es nicht, sie sind oft gar nicht mehr in
der Lage, einen gut geschriebenen Text zu erkennen. Solange inhaltlich die drei
Eckpunkte enthalten sind, die je Genre erwartet werden (plus viel Gewalt
und/oder Erotik), sind sie zufrieden.
Aber dann gibt es sie noch. Die Autoren, die
wirklich an ihrem Text arbeiten wollen. Ich muss gestehen, dass ich eine
ziemlich üble Phase hinter mir hatte – und ich bin schon extrem vorsichtig
geworden. Aber als sie dann kam, war ich überwältigt. Sie wollte immer mehr
wissen statt mich anzugehen (und ich habe viel am Ursprungstext kritteln
müssen). Sie hat aufmerksam zugehört und dann weite Teile in kurzer Zeit neu
geschrieben. Das muss sie sehr viel Mühe und Kraft gekostet haben. Aber, sagte
sie, sie habe die ganze Zeit überlegt, was wohl die Lektorin gesagt hätte, ehe
sie anfing zu schreiben. Der Text, den ich nach der Überarbeitung auf den Tisch
bekam, war wie von einem neuen Autor geschrieben. Sie hat sich alles angehört
und weiterrecherchiert, sich alles angelernt (das macht praktisch niemand, auch
wenn ich Direktlinks zu weiterführenden Seiten einfüge), was sie noch nicht
wusste. Inzwischen ist das Buch schon eine Weile veröffentlicht und hatte
bisher nur gute bis sehr gute Rezensionen. Und dann klingelt es eines
Sonnabends an meiner Tür und DHL übergibt mir ein Paket. Ein ziemlich großes.
Ich war verwirrt, da ich nichts bestellt hatte. Als ich es öffnete, war ich
platt. Das ist mir in all den Jahren noch nie passiert: ein
Dankeschön-Schoki-Paket. Aber das war nicht mal das Highlight. Das war das
riesige Dankeschön, die Begeisterung der Autorin, die auch mich mitgerissen
hat. Das hat mir Kraft gegeben. Und das war wichtig, weil ich kurz davor bin,
alles hinzuschmeißen. Es kommt nicht von ungefähr, wenn viele Leute nicht mehr
lesen. Es kommt nicht von ungefähr, wenn Bücher immer schlechter werden. Denn
wir haben keine „Kontrollinstanzen“ mehr, auch in Verlagen dreht sich alles nur
noch ums Geld. Inhalte von Büchern spielen schon lange keine Rolle mehr. Und
genau deswegen möchte ich auch, dass wir Blogger stärker hinsehen. Unsere
Meinungen werden in Verlagen zur Kenntnis genommen. Darum reicht es nicht, ein
Buch in die Kamera zu halten und drei Worte zu sagen. Keine gefälligen
Rezensionen; Kleinverlage und Selfpublisher unterstützen: ja gerne – aber nicht
um jeden Preis! Sich mit dem Markt beschäftigen und all dem, was hinter dem
Bücher machen steht, schadet ebenfalls nicht. Und die Buchpreise … immer wieder
die. So oft thematisiere ich sie, aber niemand steigt darauf ein. Solange es
Rezensionsexemplare gibt, spielt das wohl auch keine so große Rolle … Ja, ich
bin frustriert. Schon lange. Wer einmal den Vorhang beiseitegeschoben hat und
tiefer blickt, kann gar nicht mehr anders, als tiefer zu graben. Der will alles
wissen. Und ich? Ich habe keinen Plan B und wieder ein bisschen Aufwind
bekommen. Ich mache weiter. Ich hoffe weiter.
Mal seh’n, wie lange das noch gutgeht.
Gelesen:
Guten Morgen, liebe Daniela
AntwortenLöschenVon deinen gelesenen Büchern kenne ich kein einziges. Mit "Die Wahrsagerin kleiner Schicksale " liebäugelt ich schon eine ganze Weile. Ich habe mir deine Rezension dazu durchgelesen und werde es wahrscheinlich nicht lesen. Längen sind im Moment für mich nichts. Ich schlafe bei der Hitze gerne beim Lesen ein.
Ah, das mit dem Postfach ist eine geniale Idee.
KI ist ein sehr ernstes Thema, welches uns noch mächtig auf die Füße fallen wird. Sämtliche Berufe werden überflüssig werden. Und was wird aus uns? Wir werden auch überflüssig werden. Eine KI hat mittlerweile schon Firmennetzwerke angegriffen, wurde mir erzählt.
KI mag interessant sein und ich nutze sie manchmal zur Hintergrundgestaltung für meine Buchbilder. Das machen eigentlich schon sehr viele über Jahre hinweg. Man wusste nicht, was alles KI ist.
Eine gute Lektorin ist Gold wert und macht ein Buch erst richtig wertvoll. Ich hoffe, die Verlage nehmen von KI Abstand. Auch Illustrationen sind gefährdet. Im Grunde genommen ist wird die Welt von KI KO geschlagen und feiert es auch noch. Vielleicht ist es ein kleiner Trost für dich, dass wir alle betroffen sind, auf irgend eine Art und Weise.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Gisela