Samstag, 27. Januar 2018

(Gesammelt) Abgebrochene Romane

Das Haus der gebrochenen Schwingen - Aliette de Bodard (Tausch)
Paris liegt nach dem großen magischen Krieg in Trümmern. Gefallene Engel kämpfen um die Herrschaft über die zerstörte Stadt. Noch steht Selene an der Spitze der Macht, doch seit dem Verschwinden ihres Mentors Lucifer Morningstar trachten andere nach ihrem Thron. Als ein tödlicher Fluch entfesselt wird, scheint Selenes Ende gekommen. Drei Außenseiter könnten ihre Rettung sein: der gefangene Magier Philippe, die junge Gefallene Isabelle und die Alchimistin Madeleine, deren menschlicher Körper abhängig ist von Engels-Essenz, einer zerstörerischen magischen Droge. Doch mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten könnten sie Selene auch endgültig zu Fall bringen ...

Abgebrochen auf Seite 115 (von 478).
Ich verfolge die Werke der Autorin bereits eine Weile im Original und war sehr erfreut zu sehen, dass sie es endlich in die deutsche Übersetzung geschafft hat. Leider bin ich mit der Geschichte nicht warm geworden, denn hier agieren viele Figuren, aber man versteht leider nicht weshalb. Im Weiterlesen änderte sich daran wenig und es war nicht abzusehen, wann und ob sich das vielleicht noch stärker modifizieren würde. Dazu gehört auch die Hintergrundgeschichte, die absolut unverständlich bleibt. Wer und wie handelt, welche einzelnen Häuser in Paris existieren und warum, was zwischen diesen passiert ... Natürlich ist es ratsam sich Zeit beim Über-die-Schulter-schauen zu lassen, die Figuren lernen auch selbst. Wenn aber bereits in Dialogen Andeutungen erfolgen, die eben diese Figuren verstehen, der Leser jedoch nicht, wird es schwierig.
Idee und Setting sind absolut ansprechend, aber die Umsetzung in jeder Hinsicht so holprig, dass ich leider nicht weiterlesen konnte. Dennoch würde ich der Autorin gern noch eine Chance mit einem anderen Werk geben.


Die Stadt der verbotenen Träume - Emmi Itäranta (Tausch)
Eliana ist eine pflichtbewusste Weberin im prestigeträchtigen Haus der Spinnweben. Sie kann lesen und schreiben und sie kann träumen, eine Fähigkeit, die der »Rat" der Inselstadt strengstens untersagt. Niemand spricht über die Träumer, die in der Gesellschaft geächtet werden. Eines Tages wird ein junges Mädchen bewusstlos aufgefunden. Der einzige Hinweis auf ihre Identität ist ein Wort, das auf ihre Handfläche tätowiert wurde: Eliana. Als Eliana sich dem Geheimnis des Mädchens nähert, beginnt das Lügengebäude der Obrigkeit zu bröckeln.

Abgebrochen auf Seite 77 (von 288).
Seit dem ersten Roman aus ihrer Feder "Der Geschmack von Wasser" habe ich begierig auf ein weiteres Werk der Autorin gewartet. Nach eigenen Angaben hat sie drei Jahre benötigt um dieses fertigzustellen. Leider ist es zwar genauso dicht und atmosphärisch geschrieben, aber leider auch völlig unverständlich. Es gibt eine Insel, auf der oder von der Gondeln wegfahren können. Es gibt einige Häuser auf dieser Insel, in der Jungen zum Schreiber ausgebildet werden, Mädchen zu Weberinnen (wie leben Familien?). Es bleibt völlig unklar, in welcher Welt und Zeit man sich befindet. Auch Details wie Kleidung oder die Umgebung werden nicht beschrieben und näher ausgeführt. Warum gibt es etwas technisch fortschrittliches wie Gondeln, aber Stoffe müssen von Hand gewebt werden? Sind es überhaupt Stoffe oder ist das eine Metapher für die Träume/Traumweberinnen? Was genau hat es mit denen auf sich, die immer mal wieder erwähnt werden, ebenfalls die sie befallene Krankheit, aber weiterhin keine Erklärung, nichts. Träumen alle Menschen oder nur die Weberinnen? Dann gibt es zwar einige Andeutungen, die die Handlung rund um die Hauptfigur betreffen, die sich äußerst spannend angehört haben, aber solange man die Rahmenhandlung nicht versteht, nutzen diese leider auch nichts. So blieb mir nichts anderes übrig, als nach dem ersten Drittel das Lesen zu beenden. Schade.


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