Sonntag, 30. Januar 2011

Kristen Steward als Schneewittchen vor der Kamera?

Offenbar mehren sich die Gerüchte, dass ausgerechnet Kristen Steward (Twilight-Filme) für die Rolle des neuverfilmten Schneewittchens vorgesehen ist. "Snow White And The Huntsman" basiert zwar auf der Originalmärchenversion, ist für's Kino allerdings etwas verändert worden.
So soll der Jäger eine wesentlich größere Rolle einnehmen. Er entwickelt sich zum Beschützer des Mädchens, bringt ihr das Kämpfen bei und steht ihr zur Seite, wenn sie gegen die böse Stiefmutter angeht. Ob es auch eine Liebesgeschichte geben wird? - Die sich dann wohl zur Dreiecksgeschichte entwickelt, es sei denn der Jäger ist auch gleich praktischerweise der verkleidete Prinz.
Die Rolle der bösen Königin übernimmt dieser Quelle zufolge Charlize Theron.
Was ich mich dabei nur frage ist: Wie viele dieser neuverbrochenenfilmten Märchen müssen wir noch über uns ergehen lassen? Was ist denn nur an den Originalen falsch? Haben die Autoren wirlich keine neuen Ideen mehr? Ich weiß ehrlich nicht, was mir an diesen Gedanken mehr Unbehagen bereitet ...
Auf jeden Fall gibt's einen Grund, warum ausgerechnet Kristen Steward im Gespräch ist. Schwer zu erraten ist er nicht.
Der Film jedenfalls kommt passenderweise kurz vor Weihnachten, am 21.12.2012 in die Kinos.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Dunkle Küsse (Anna-Strong-Reihe 03) - Jeanne C. Stein


Anna kommt immer besser mit ihrem Leben als Untote zurecht. Sie schaut täglich bei Polizeichef Williams herein, der ihr Unterricht darin gibt, wie sie sich in der übernatürlichen Welt behaupten kann. Sie arbeitet immer noch zusammen mit ihrem Partner David als Kopfgeldjägerin. Und sie belügt auch noch immer ihren Freund Max über ihr wahres Wesen.
Der jedoch verschwindet plötzlich, weil ihn ein neuer Auftrag Undercover trägt. Anna hört hier und da Andeutungen, die sie glauben machen, er sei in ernster Gefahr. Dann verbietet ihr der Gestaltwandler Culebra auch noch, weiter zu ihm in seine Bar zu kommen. Als Anna sich widersetzt, trifft sie auf die (schwarze) Wicca Belinda Burke, über die sie später erfährt, dass sie polizeilich gesucht wird. Williams weiß mehr darüber, verschweigt Anna aber absichtlich die Zusammenhänge. Doch so leicht lässt sie sich nicht abschüttelt: Ein dunkles Ritual steht an, das nur alle zehn Jahre zelebriert werden kann. Hält niemand die Hexe und ihren Zirkel auf, steht das Wohl der Welt auf dem Spiel.
Gerade als Anna eingreifen will, macht ein Serienkiller Jagd auf sie.

Im dritten Teil, der in Folge gelesen werde sollte, hat Frau Stein zu ihrer bisherigen Höchstform gefunden. Obwohl der Anfang zunächst etwas sprunghaft erscheint und das Ende sehr offen ausläuft, bin ich rundum zufrieden und lese sehr gern weiter von Anna Strong und ihren Erlebnissen.
Es geht rund und der Actionanteil steigt merklich. Viel Zeit bleibt oft nicht, um sich auf ein Ereignis einzustellen, schon naht das nächste. Doch diese rasante Entwicklung des Plots macht in diesem Serienteil einen eigenen Reiz aus, dem man sich kaum entziehen kann.
Anna ist als Figur in sich dichter und runder geworden. Sie steht mehr zu dem, was sie tut und was aus ihr geworden ist. Ihre Blutgier erschien erstmalig wirklich glaubhaft und ihr dadurch düster wirkendes Wesen anziehend.
Aber auch auf zwischenmenschlischer Ebene tut sich einiges. In Bezug auf ihren Freund hat die Heldin einiges durchzustehen. Nicht nur, dass sie nur selten aufeinander treffen, Anna muss ihr Geheimnis hüten. Die vorhandene, wenn vielleicht aber nicht gewünschte, Distanz lässt sie einige Fehlentscheidungen treffen, bis sie - was selten genug in ähnlichen Geschichten geschieht - zur Rettung ihres Herzallerliebsten eilt. Diese Fehler aber sind es, die Anna sehr lebensecht und sympathisch machen, auch wenn die Taten das eigentlich nicht sollten.
Ihr Geschäftspartner muss sich mit Annas neuer Rolle abfinden. Dass die beiden sich mögen und gut zusammenarbeiten können, kann nicht mal Davids Freundin schlecht reden, auch wenn sie es versucht. Culebras Zurückweisung und sein Verbot greifen die Psyche der jungen Frau ebenfalls merklich an. Hier hat die Autorin also merklich zugelegt, auch wenn zwischen den ganzen Turbolenzen nicht immer ausreichend Zeit bleibt, um sich ausgiebig in Herzensangelegenheiten zu vertiefen.
Die Handlung läuft in "Dunkle Küsse" auf mehreren Ebenen ab. Nicht nur, dass Anna ihren Tätigkeiten nachgehen muss, ihr nahestehende Personen eigene kleine Rollen bekommen, es braut sich einiges im Hintergrund zusammen. Williams wird als Charakter stärker hervorgehoben und es scheint plötzlich nicht mehr so klar, dass man ihm uneingeschränkt vertrauen kann. Denn er hat einfach zu viele Geheimnisse und die betreffen auch noch prompt Anna. Hinzu kommen einige Gruppierungen der übernatürlichen Welt, in die auch die Heldin einbezogen wird. Praktisch, dass sie durch ihre Kopfgeldjäger-Aktivitäten schon Erfahrung vorzuweisen hat.
Der Handlungsstrang mit dem Killer war spannend gemacht und durch die ein oder andere Finte nicht ganz so leicht zu durchschauen. Obwohl irgendwann zu erahnen ist, was wirklich dahinter steckt. Aber so zackig, wie ein Abenteuer das nächste einholt, bleibt kaum Zeit, weiter darüber nachzudenken.
Jeanne C. Steins "Anna Strong" - Reihe ist auf jeden Fall einen zweiten Blick wert, auch wenn sie ihr volles Potential erst spät ausschöpft. Es hinkt vielleicht hier und da, insgesamt jedoch wird man stets bestens unterhalten.

1. Verführung der Nacht (The Becoming)
2. Lockruf des Blutes (Blood Drive)
3. Dunkle Küsse (The Watcher)
4. Der Kuss der Vampirin (Legacy)
5. Blutrotes Verlangen (Retribution)
6. Chosen


http://www.jeannestein.com/
Jeanne C. Stein wuchs in San Diego auf, wo auch ihre Anna-Strong-Romane spielen. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann außerhalb von Denver, Colorado. Neben der Arbeit an ihren Büchern gibt sie einen Newsletter für einen Bierimporteur heraus und hält sich durch Kickboxen in Form.

Mittwoch, 26. Januar 2011

(Hörbuch) Auf der Jagd nach dem Stein der Macht (Der magische Dieb 1) - Sarah Prineas


Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Audible für die Bereitstellung des Hörbuches bedanken!

Sarah Prineas (Autorin)
Nico Sablik (Sprecher)
Anbieter: Random House Audio
Spieldauer: 04 Std. 46 Min. (gekürzt)
Euro: 13,95



Conn ist ein Gassenjunge, der nicht genau weiß, wie alt er ist. Er lebt in erster Linie von Einbrüchen und Diebstahl und denkt sich nichts dabei; so ist die Welt nun einmal und er wird nichts daran ändern können.
Eines Nachts lauert er dem Magister Nevery auf und greift geschickt in dessen Tasche, um, was immer sich darin befindet, herauszuholen und wegzulaufen. Eigentlich müsste ihn das töten. Denn in der Tasche befindet sich ein magischer Stein, der Locus Magicalicus, der nur von seinem Besitzer oder anderen mit magischen Fähigkeiten berührt werden kann. Doch Conn geschieht nichts.
Neugierig geworden, nimmt Nevery den Jungen mit und stellt ihn als Laufburschen an. Als er merkt, dass an dem Kind mehr dran ist, als Lumpen und Dreck, macht er ihn sogar zu seinem Lehrling, wohlwissend, dass ihn das so manchem Spott aussetzen wird.
Aber der Magier hat andere Sorgen: Die Stadt, in der sie leben und die auf magischen Energieknoten errichtet worden ist, verliert ihre Magie und niemand weiß warum. Der Rat und die Herzogin beauftragen Nevery, der seit Jahren seine eigenen Geheimnisse hütet, damit herauszufinden, was getan werden kann, um die Stadt zu retten. Doch die Zeit läuft ihnen davon ...


Das Cover des Hörbuches ist vom Buch übernommen worden, was wiederum vom Original lebt. Schade nur, dass der magische Stein fehlt, die Franzosen haben ihn drin gelassen.
Das Cover ist Blau gehalten und rahmt geschickt die Ausgangsszene, auf der das gesamte Geschehen aufbauen wird, ein. Das ist in sofern ein Clou, als dass Kleidung, Hintergrund und um das Bild angeordnete Gegenstände verraten, dass es sich um keine typische Geschichte handelt.


Ich habe eine Menge Hörproben angeklickt, ehe ich mich für diese Geschichte entschieden habe. Natürlich klingt der Inhalt spannend und natürlich imponieren die vielen positiven Stimmen dazu. Doch es war der Sprecher, der mich innehalten ließ.
Nico Sablik ist noch sehr jung, aber das passt ausgezeichnet zur Geschichte um Conn, denn der ist selbst noch ein Junge. Außerdem gibt es nur wenige Sprecher, die es schaffen, mich über Stunden zu faszinieren und Herr Sablik hat das geschafft. Es ist beinahe unglaublich, wie er jeder Figur, die ein Stück der Handlung erzählen darf, eine eigene Stimme verleiht. Da ist zum einen die Herzogin zu nennen, die Nevery Briefe schreibt, die dieser halblaut vor sich hinliest. Ohne die Frau näher zu charakterisieren oder zu beschreiben, hat allein die Art, wie Sablik gelesen hat, alles über die Dame verraten, was es zu wissen galt.
Dann gibt es Nevery, der ein gestandener Mann ist und mit dem es das Schicksal nicht immer gut gemeint hat. Er ist niemand, der sich so leicht anpasst und der sich dadurch eine eigene Art, die Dinge zu sehen, erhalten hat.
Und natürlich Conn. Der Junge, der sich freudig in dieses neue Abenteuer stürzt und mit seiner Naivität die Hörer im Sturm erobern wird. Dabei will er nichts falsch machen oder provozieren, aber in seinem Bestreben, es allen recht zu machen, geht so einiges schief. Auch blickt er auf so manches Ereignis mit den Augen eines Kindes, das die Welt noch nicht versteht. Selbst der Zyniker Nevery kann sich dem Charme des Jungen nicht entziehen.
Dass es sich bei Nico Sablik um die deutsche Stimme von Harry Potter handelt, habe ich erst etwa zur Hälfte des Romans gemerkt. Weil ich es gelesen habe, nicht weil die Stimme es mir verraten hat! So einzigartig zu sein, schafft nicht jeder. Mit den richtigen Höhen und Tiefen, einer tollen Betonung und Lebendigkeit in jedem Wort (und Pausen), kann man stundenlang zuhören. Ich hoffe sehr, dass man diesem tollen Sprecher noch viele gute Romane zum lesen vorlegen wird.



Die Handlung, die für das Hörbuch leider gekürzt werden musste, lässt sich spannend an. Nicht nur, dass hier eine Schlüsselszene ins Geschehen leitet, es wird auch sofort klar, an wen sich diese Erzählung richtet. Ebenfalls übrigens, dass auch so manch Erwachsener seinen Spaß damit haben wird.
Mit Conns Augen erhält die Welt nicht etwa einen rosafarbenen Anstrich, auch wenn er vieles erst noch lernen muss. Auch Schreckliches durch seine Augen zu sehen und zu verstehen - was er oftmals nicht tut - verleiht der Geschichte einen dreidimensionalen Anstrich. Durch Nevery relativiert sich vieles. Er kann die jugendliche Begeisterung seines Schützlings schon lange nicht mehr aufbringen und fühlt sich zeitweise sogar dadurch gestört. Aber der Junge schafft es auch, ihm Dinge zu zeigen, für die er sich noch nie interessiert hat. Ich glaube, das schätzt der alte Haudegen irgendwie.
Die Geschichte um den magischen Dieb wird nicht nur in einem Band erzählt, sondern weitet sich auf eine Trilogie aus. Das bringt es mit sich, dass der Anfang sich Zeit nimmt. Es wird gemächlich, wenn aber nicht uninteressant, in die Welt und ihre Probleme eingeführt. Das ist gut und gefällt, auch anhand von Sprecher und Wortfluss. Ich denke, wir sind alle ein wenig von den Geschichten indoktriniert, die sofort mit einer Actionszene beginnen. Das langsame Anlaufen, das gemächliche Umsehen und das mitleiden und -fühlen kennen viele von uns gar nicht mehr. Auch geht der Trend ja deutlich ab von Ausschmückungen und Details, am besten gezielt und ganz genau schreiben. Feeling? Unwichtig. Schade, schade. Aber nur weil es nicht gewohnt ist und es andere gibt, die es nicht so handhaben, muss es nicht schlecht sein. Und eine Story, die in einer Trilogie berichtet wird, darf nicht Knall-auf-Fall beginnen.
Die Atmosphäre im ersten Teil vom magischen Dieb ist sehr dicht und die Welt, die sich Stück für Stück offenbart genau durchdacht. Angesiedelt wurden zwar auch einige klischeehafte Figuren - es ist immerhin eine Geschichte für Kinder - doch sind selbst diese sehr lebendig charakterisiert worden. Und dann gibt es die, die so viele Ecken und Kanten oder eben Macken haben, dass man sie einfach lieben muss, selbst wenn sie böse sind.
In Sarah Prineas Werk taucht man ein und wird durch Nico Sablik darin festgesaugt, so dass es schwer wird, sich auf Nebentätigkeiten zu konzentrieren. Am besten ganz viel Zeit mitbringen zum hören.
Ich selbst war so begeistert, dass ich mir das Buch (ungekürzt) anschaffen und lesen werde. Seit September 2010 gibt es das nämlich als preiswerte Taschenbuchausgabe.



1. Auf der Jagd nach dem Stein der Macht (Der magische Dieb 01) (The Magic Thief)
2. Auf der Spur der silbernen Schatten (Der magische Dieb 02) (The Magic Thief: Lost)
3. (The Magic Thief: Found)




http://www.sarah-prineas.com/
Sarah Prineas lebt mit ihrem Mann, einem Physikprofessor, und ihren beiden Kindern in Iowa City und unterrichtet an der dortigen Universität u. a. Literatur und kreatives Schreiben. »Der magische Dieb – Auf der Jagd nach dem Stein der Macht« ist ihr Romandebüt und der Auftaktband der Trilogie um den Magischen Dieb.
Sie hat einen Hund und eine Katze und schreibt an ihrem Küchentisch.



Nico Sablik
Geboren 1988 ist er seit 2004 die deutsche Synchronstimme des Harry Potter-Darstellers Daniel Radcliffe. Des Weiteren hat er Frankie Muniz in seinen Filmen synchronisiert, sowie Chris Pine (Captain Kirk) in Star Trek. Er wohnt in Berlin. Er leiht ebenfalls seine Stimme an Cameron Bright und Robert Vito.
Sprecher:

Freitag, 21. Januar 2011

(Heftroman) Die verschwundene Prinzessin - Viola Larsen


Komtess Ariane will heiraten und zwar ihren alten Jugendfreund Attila, Graf von Wolfsbrok. Der allerdings hat schon drei, sehr vermögende, Ehefrauen unter die Erde gebracht. Kein Wunder also, dass der andere Jugendfreund Rul, Graf Westercamp wenig begeistert davon ist. Auch er hat um Komtess Arianes Hand angehalten, aber Attila ist ein Frauenschwarm, er dagegen nicht.
Trotz aller Zweifel hält Komtess Ariane an ihrem Willen fest und so beschließt ihr Vater, die Hochzeit vorzuziehen. Die Jagd auf Schloß Kronensee ist allemal Anlass genug. Doch seit sich die Gesellschaft dort angekündigt hat, spukt es im Moor. Das muss eine der Frauen Attilas sein!
Ob Komtess Ariane auf ihr Herz hören wird?


Einer von den Heftromanen, die mich leider nicht überzeugen konnten. Nicht nur, dass man ab der ersten Seite bescheid weiß, wie sich die Story höchstwahrscheinlich entwickeln wird, da nimmt der Titel auch noch die allerletzte Spannung, denn der erzählt den Rest.
Sehr auffällig und nach einer Weile auch sehr aufdringlich ist das ständige "Komtess" vor Arianes Namen. Auch wenn das ein "Fürsten, Grafen und Barone - Romantische Adelsgeschichten" Heftroman ist, muss das nicht stetig wiederholt werden. Bei nur 65 Seiten kann ich mir das auch merken.
Ariane hat nicht viel zu bieten, außer ihrem Titel und dem Geld, das sie besitzt. Dass sie nie ins Grübeln kommt, aber auch nie von Liebe spricht, ist ermüdend. Selbst ihre Passion für Attila, dem Traum ihrer Jungmädchenfantasien, wird nur kurz erwähnt, aber nie gezeigt. (Motiv!)
Der Verlauf der Handlung ist ziemlich lahm und nimmt gegen Ende regelrecht abstruse Züge an, bis es dann schließlich gar keinen Sinn mehr ergibt.
Romantisch ist hier auch nichts. Eher erinnert das Geschehen an eine halbe Gruselgeschichte, die aber noch weniger Sinn ergibt. Keine der Frauen starb auch nur annähernd in der Nähe von Schloß Kronensee: eine in Afrika auf Safari und eine in Venedig beim Gondeln. Warum sie es dann trotzdem sein sollen? Dafür hat dann nicht mal der Verwalter eine Erklärung, auch wenn er sich redlich bemüht. Da hätte mehr Wert auf die Gefühle und die Dreiecksgeschichte - auf Ruls Eifersucht in etwa - gelegt werden sollen. Immerhin steht es so im Serientitel.
Mir kam es so vor, als hätte sich die Grundidee etwa zur Hälfte des Romans um Hundertachtzig Grad gedreht. Plötzlich musste fast zwanghaft jede Figur in ihr persönliches Happy End gebracht werden und alles wird gut ...
Damit gehört "Die verschwundene Prinzessin" sicher nicht zu den Heftromanen, die man gelesen haben sollte, noch weniger zu denen, die ich empfehlen würde.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Amour Fou-Leidenschaft unter zwei Sonnen - Kathrin von Potulski


Jean-Luc, Sohn eines Herzogs, zieht junge Männer den Damen in Liebesdingen vor. Seinem Vater gefällt das gar nicht und er schickt seinen Sohn so weit fort, wie er nur kann - nach Versaille.
Der unerfahrene Adelssprössling trifft dort buchstäblich auf eine andere Welt. Und auf einen wunderschönen Asiaten, den Lackmaler Toshiro. Nach anfänglichem Zögern, zieht es beide zueinander hin und sie verlieben sich. Doch obwohl man in Versaille dieser Paarkonstellation gegenüber etwas offener ist, als der Rest der Welt, stehen zwei Hindernisse einem glücklichen Zusammenleben im Weg. Zum einen, dass Offizielles nicht geduldet wird. Und zum anderen die junge Adelige Victoire, die sich in Jean-Luc verliebt hat. Um ihn in ihr Bett zu bekommen, schmiedet sie einen perfiden Plan: Mithilfe des Okkultmeisters Danceny soll Toshiro verunglimpft werden. Nachdem Jean-Luc überzeugt ist, dass sein Geliebter nur hinter seinem Geld her war, würde er zu Victoire flüchten. Beinahe scheint alles aufzugehen und mehr als ein Herz wird gebrochen ...



Das Cover ist ein bisschen einfach, wenngleich dafür auch ausdrucksstark und irgendwie auch passend. Etwas pathetisch und übertrieben, aber damit passt es sich auch hervorragend der Geschichte an.



Ich muss gestehen, dass ich mit sehr wenig Erwartung an das Buch herangegangen bin. Allerdings wurde ich positiv überrascht, denn die Geschichte liest sich flott weg und unterhält. Dennoch war ich sehr angemosert davon, dass "Gay Historical Romance" auf dem Cover steht und dann ein Geschlechtsakt den nächsten reitet, ohne dass es die Handlung voranbringt und sie manchmal sogar behindert. Irgendwann habe ich das Buch umgedreht und ganz unten steht "Erotischer Roman" versteckt. Ja, was denn nun?
Von ausgewiesenen erotischen Romanen lasse ich nämlich die Finger, denn ich mag das dort sehr oft verwendete Vokabular nicht. Erotische Szenen, sofern geschmackvoll und anregend, lese ich gern. Aber die Mischung muss stimmen.
In "Leidenschaft unter zwei Sonnen" fehlt ganz eindeutig der Romance Aspekt, was ich sehr schade finde, denn dafür gibt es einiges Potential. Dann küssen sich Jean-Luc und Toshiro ein Mal und sind unsterblich und für immer aneinander gebunden. Weil das so unglaubhaft ist, kommt absolut kein Feeling rüber, auch wenn sie es dann noch durch verschiedene Stellungen (und Orte) versuchen zu vertiefen.
Insgesamt gesehen sind die meisten Charaktere sympathisch, aber leider strohdumm. Jean-Luc beispielsweise wird vom Oberbösewicht Danceny angelogen und als er herausfindet, hinter welchen Machenschaften dieser steckt, zweifelt er nicht etwa dessen Wort an, sondern das seines Geliebten. Und als sei das nicht schon schlimm genug, scheint Daceny auch die Autorin übers Ohr gehauen zu haben, denn plötzlich stimmten alle Anschuldigungen wirklich. Das hat mich zutiefst verwirrt und es wirkte, als sei das Frau von Potulski selbst erst gegen Ende eingefallen.
Etwas ernsthafter hätte ich mir die Geschichte gewünscht oder vielleicht auch erwachsener. Mir war, als würde ich die große Verbundenheit zu diversen Mangas spüren. Dabei geht es um erwachsene Menschen in Versaille und ihre Abenteuer.
Wer hier großartig schwarze Messen erwartet, wird enttäuscht sein. Wie alles andere auch, wird stets umrissen, aber nie genau gezeigt. Bei knapp 161 Seiten mag es auch schwer gewesen sein, alles in der Handlung unterzubringen, da hätte es einer Ausweitung bedurft. Ausgehend vom Plot wäre deutlich mehr drin gewesen, dieser verspricht nämlich durchaus eine großartige Geschichte, mit Spannung, Intrigen, Liebe und Herzschmerz.
Die erotischen Szenen sind ein bisschen zu gleich geraten und einige Dinge wiederholen sich die gesamte Handlung und über verschiedene Personen hinweg andauernd. Auch hier hatte ich den Eindruck, als hätte alles, was es so gibt in der viel zu geringen Seitenzahl untergebracht werden wollen. Weniger, dafür aber atmosphärisch dichter, wäre deutlich mehr gewesen.
Es gibt noch mehr nicht ganz zusammenpassende Dinge, weil ich damit aber zu viel verraten würde, lasse ich das jetzt mal so stehen. Insgesamt gesehen bekommen Leser von Gay Erotik genau das, was sie möchten und das noch in einer romantisch angelegten Geschichte. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht sein, das Hauptaugenmerk liegt nur auf Erotik, nicht den Gefühlen. Die Charaktere sind nicht immer glaubhaft, dafür umso attraktiver.
Gut lesbar für die schnelle Nummer zwischendurch.




Kathrin von Potulski wurde 1965 in Mannheim geboren. Nach einem Studium der Germanistik und Politikwissenschaft arbeitete sie mehrere Jahre im Bereich Marketing und werbliche Kommunikation. Seit 2009 veröffentlicht sie erotische Romane. Bei Blue Panther Books erschien ihr Roman "Anwaltshure" unter dem Pseudonym Helen Carter.
Wikipedia ist anderer Meinung: Dort wurde die Autorin 1975 geboren und schreibt unter den oben berits genannten Pseudonymen, aber auch noch als Cassandra Norton. Die Homepages verraten leider nichts Näheres zur (Autoren-)Person.

Mittwoch, 12. Januar 2011

(Gastrezi) Masques - Patricia Briggs


Die neueste Teilnehmerin an der All you need is ... Fantasy! - Challenge hat für Station 2 Patricia Briggs Buch "Masques" gelesen und da sie keine eigene Website hat, mir ihre tolle Rezi geschickt. Vielen lieben Dank, Yella!



“The wolf stood over her, fey and feral, with the stillness of a wild thing.”



Aralorn, die von nobler Geburt ist, kehrte ihrem Erbe den Rücken und entschied sich für ein Leben als Söldnerin und Spionin. Als einer ihrer Aufträge sie in das Schloss des mächtigen Hexenmeisters ae´Magi führt, erkennt sie schnell, dass sich hinter der charismatischen und charmanten Fassade eine Seele verbirgt, wie sie finsterer nicht sein könnte. Seltsamerweise scheint sie die Einzige zu sein, die das wahre Wesen des ae´Magi erkennt. Genauer gesagt, sie und Wolf, ihr langjähriger und rätselhafter Begleiter, der mehr zu sein scheint, als er vorgibt. Doch welche Verbindung hat Wolf zum ae´Magie? Was hat ihn zu dem gemacht, was er ist?
Unerwartet stoßen die beiden Gefährten auf eine Widerstandsbewegung gegen den grausamen Magier und gewinnen eine kleine Gruppe Verbündeter.
Doch wie bekämpft man den mächtigsten Magier aller Zeiten, ohne selbst mit dem Leben dafür zu bezahlen?



Im September 2010 erschien mit “Masques” die Neuauflage von Patricia Briggs Romandebüt, das ursprünglich aufgrund schlechter Verkaufszahlen nach kurzer Zeit wieder aus dem Druck genommen wurde. Wir Leser können uns glücklich schätzen, dass sich ihr zweites Werk schon besser verkaufte und sie nichtsdestotrotz den großen Durchbruch schaffte.
Auch wenn die Autorin “Masques” noch mal gründlich überarbeitet hatte, merkt man ihm doch an, dass es Patricia Briggs Erstlingswerk ist. Die Handlung verläuft relativ geradlinig und bedient sich dem etwas klischeehaften Rezept der kleinen Anzahl guter Freunde, die sich im Kampf gegen den übermächtigen bösen Magier bewähren müssen. Die Geschichte lebt jedoch von den interessanten Charakteren, insbesondere von der Beziehung, die sich zwischen den beiden Protagonisten entwickelt. Vor allem Aralorn ist auf Anhieb sympathisch und es fällt angenehm auf, dass sie nicht wunderschön und obendrein meisterlich begabt in Kampfeskunst und Magie ist. Was es mit Wolf auf sich hat, ist relativ früh zu erahnen, trotzdem hat die Autorin mit ihm eine spannenden Figur geschaffen. Außerdem bestechen die spritzigen, oftmals amüsanten Dialoge, die auch in ihren anderen Büchern positiv auffallen.
Hinsichtlich der Tatsache, dass es sich um Patricia Briggs Erstlingswerk handelt und sie nach eigenen Angaben heute einiges anders machen würde, sind ihr die kleinen Schwachstellen und Längen, die vor allem im Mittelteil auftauchen, leicht zu verzeihen.
“Masques” stellt allerdings keinen Vergleich zu ihren neueren Werken da, vor allem nicht zu den Urban-Fantasy-Reihen.



http://www.patriciabriggs.com/
Patricia Briggs begann 1990 mit dem Schreiben, 1993 erschien mit "Masques" ihr erster Roman auf dem Markt. Ihre Bücher waren beliebt und sie begann, Buch-Serien zu schreiben. Mehrere Bände aus ihrer Mercedes-Thompson-Reihe schafften es in die New York Times Bestseller-Liste.


Montag, 10. Januar 2011

Lockruf des Blutes (Anna-Strong-Reihe 02) - Jeanne C. Stein


Anna Strong ist nun also ein Vampir und hat Dr. Avery beerbt, der ein nicht unwesentliches Vermögen hinterlässt. Doch Anna weigert sich mit Polizeichef Williams zu sprechen, der ihr gern mehr über die Welt erzählen würde, in der sie sich nun zurecht finden muss. Sie versucht, ihr Leben weiterhin so zu bestreiten, wie es auch vorher war.
Bei einem Besuch bei ihren Eltern, die keine Ahnung von Annas neuer Blutgier haben, meldet sich unerwartet eine alte Freundin ihres verstorbenen Bruders Steve. Sie behauptet, dass ihre dreizehnjährige Tochter Trish Steves Kind ist. Und dass diese entführt wurde von ganz skrupellosen Männern. Ein weiteres Mädchen sei bereits ermordet worden. Die Schuld schiebt sie dem Lehrer des Mädchens, Daniel Frey, in die Schuhe und Anna nimmt ihre Kopfgeldjäger-Ermittlungen auf. Dass sie dabei aber auf einen Gestaltwandler und einen Kinderporno-Ring stoßen würde, hätte sie nicht vermutet.



Bis einschließlich Band 3 (erschienen April 2009) haben die Bücher ein sehr ähnliches Cover. Über dem Titel ist ein (jeweils individuelles) Insekt abgebildet und egal, welche Farbe jeweils für das Gesamtcover gewählt wurde, es wird der Eindruck des Genres vertieft. "Ein Vampirthriller" steht unten in der Mitte. Ab Band 4 gabs dann Frauengesichter, was der Reihe eher den Anstrich von seichter, erotischer Frauenunterhaltung vermittelt, was bisher zumindest überhaupt nicht der Fall ist.
Allerdings muss ich zugeben, das hinter dem Wechsel Methode steckt, da die Hintergründe hinter den Damen farblich auf die drei ersten Bände abgestimmt worden sind. Im Regal sieht's trotzdem merkwürdig aus.



Inzwischen weiß ich, dass es sich beim ersten Teil um einen Debütroman gehandelt hat. Dafür war er jedoch recht ordentlich gelungen und ich kann guten Gewissens behaupten, dass sich Jeanne C. Stein im zweiten Teil spürbar gesteigert hat.
Leider bleibt sie immer noch recht lau und oberflächlich, obwohl im ersten Teil von der Figur Anna Strong die schonungslose Wahrheit angekündigt worden ist und es hier in Teil 2 um ein ernstes Thema geht. Kindesmissbrauch. Was aber viel Emotionalität verspricht, wird in weiten Teilen nur erwähnt und selten vertieft. Ob und was die einzelnen betroffenen Charaktere fühlen, muss sich der Leser meist denken.
Auch die Actionlastigkeit von Teil 1 geht hier ab, was, gepaart mit der etwas platten Schreibweise leider zu einer kaum spürbaren, aber eben doch vorhandenen Zähigkeit geführt hat. Ein wenig Durchhaltevermögen gehört also dazu.
Von Zeit zu Zeit muss man zum Cover blättern, um sich daran zu erinnern, dass dies eigentlich ein Vampir-Thriller sein soll, denn Anna wandelt im Tageslicht und geht völlig normalen Tätigkeiten nach. An manchen Stellen erinnerte sich die Autorin aber rechtzeitig daran, dass hier ein bisschen mehr von Nöten ist und läßt Anna das starke übermächtige Monster spielen und irgendjemandem an die Kehle gehen. Das fand ich es dann leider aber nur wenig überzeugend und die böse, taffe Frau habe ich ihr sowieso nie abgenommen.
Annas seit-zwei-Jahren-Freund Max taucht mal wieder auf und endlich wird klar, dass beide eher so etwas wie eine Fernbeziehung führen, weil Max meist Undercover arbeitet. Nur zu gelegentlichen One-Night-Stands reicht es, auch wenn Max plötzlich einfällt, dass er gern ein Baby mit Anna hätte. Von der Vampirsache weiß er nichts und sie sagt es ihm auch nicht. Als er dann wieder auf und davon ist, ergibt es sich rasch, dass da ein neuer Mann Schlange steht, der viel Anziehungskraft auf Anna ausübt. Wirkliche Romantik und Erotik fehlen jedoch, was aber in diese Geschichte ohnehin nicht reingepasst hätte.
Die Auflösung der Kriminalgeschichte konnte mich nur wenig zufrieden stellen, weil alles so seltsam zufällig zusammengepasst. Auch stimmte mit der Motivation einiger Figuren etwas nicht, wenn sie nämlich erst das eine tun und dann etwas völlig gegensätzliches - ich denke da vor allem an Trish' Mutter.
Nach zwei gelesenen Serienteilen und dem, was ich von den Klappentexten der folgenden Bücher vermute, muss ich gestehen, dass ich an diverse andere Serien stark erinnert werde. Nicht, dass es in einer Vampirstory nicht auch Gestaltwandler geben dürfte, aber es kommt noch ein geheimnisvoller Mörder, der es auf Vampire abgesehen hat (und den Anna aufhalten muss). Es kommt eine Frau, die sich mit Anna um das Erbe Averys streiten wird. Hexen und schwarze Magie, Werwölfe, der innere Kampf um ihre Seele, die anderen Vampire wollen sie nicht mehr mitspielen lassen ... Wer das nicht kennt, Hand hoch. Wenn dann die Zombies kommen, wissen wir bescheid.
Nichtsdestotrotz habe ich die Geschehnisse gern weiter verfolgt und bin - trotz aller Kritikpunkte - zufrieden, muss aber sagen, dass dies eher ein Teil ist, den ich noch so hinnehme, gestaltet sich Teil 3 ebenso, lese ich die Anna Strong das letzte Mal. Plot und Grundidee überzeugen mich, in der Ausführung kann aber noch einiges dazugelegt werden, vor allem was Tiefe, Charakter und Emotionalität angeht. Das schafft Jeanne C. Stein noch, davon bin ich überzeugt. Aber es sollte nicht mehr allzulange auf sich warten lassen.



1. Verführung der Nacht (The Becoming)
2. Lockruf des Blutes (Blood Drive)
3. Dunkle Küsse (The Watcher)
4. Der Kuss der Vampirin (Legacy)
5. Blutrotes Verlangen (Retribution)
6. Chosen




http://www.jeannestein.com/
Jeanne C. Stein wuchs in San Diego auf, wo auch ihre Anna-Strong-Romane spielen. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann außerhalb von Denver, Colorado. Neben der Arbeit an ihren Büchern gibt sie einen Newsletter für einen Bierimporteur heraus und hält sich durch Kickboxen in Form.

Freitag, 7. Januar 2011

Mondträume - Iris Grädler (Hrsg.)


Klappentext/ Inhalt:
Was macht ein Regengott, wenn ihn mitten in New York die Liebe trifft wie ein Hagelsturm aus heiterem Himmel? Wenn seine Angebetete aber nichts so liebt wie den Sonnenschein? Welche Folgen hat es für das Liebesleben eines jungen Holzfällers, als er eine Waldfee unsanft aus dem Winterschlaf weckt? Wie verführt eine Werwölfin im Licht des Vollmonds einen unwiderstehlich attraktiven Vampir, der sein Gedächtnis verloren hat?
Welche magischen Drachentricks wendet eine Schwiegermutter an, die um das Eheglück ihres Sohns besorgt ist? Was passiert, wenn plötzlich ein Engel, schön wie ein junger Gott, in den Hinterhof einer Dorfkneipe fällt? Warum ist ein jahrhundertealter Vampir ausgerechnet von Kaci besessen, der Serviererin eines Nachtcafes? Wird es einer Banshee, einer Todesfee gelingen, ihren kranken adligen Geliebten zu retten? Und kann sich ein Untoter aus den Fängen einer grausamen Contessa befreien?
In fast dreißig Geschichten können Sie auf Entdeckungsreise ins weite Reich der Phantastik gehen und Elfen, Engeln, Drachenmenschen und Untoten, Feen und Waldwesen, Vampiren und Gestaltwandlern begegnen.

Der verliebte Regengott - Joanne Harris
Wer die Fee weckt - Lena Klassen
Schattenspiel - Markus Heitz
Betört - P.C.Cast
Drachenmagie - Mary Jo Putney
Den letzten beißen die Schafe - Oliver Dierssen
Weihnachtsmond - Tanja Heitmann
Die Unberührte - Carrie Vaughn
Mondträume - Bernhard Hennen
Ghostwalker - Michelle Raven
Komm, schweb mit mir, mein Amethyst - Kai Meyer
Nachtkuss - Jennifer Armintrout
Der Schrei - Thomas Finn
Siebensturm - Uschi Zietsch
Nachtengel - Jeanine Krock
Die süße Lust der Amoretten - Laurell K. Hamilton
Wie man einen Vampir verführt - Kathryn Caskie
Feuerherz Nina Blazon
Himmelsbote - Sarah Lukas
Der Kriegerprinz - Anne Bishop
Jimberlyne - Oliver Plaschka
Gefallener Engel - Jacqueline Varey
Hic Sunt Vampyres - Lynn Raven
Der Ball der Überlebenden - Kelly Link
Blutsverrat - Marion Zimmer Bradley

Erst vor kurzem habe ich gelesen, dass Frauen ganz besonders Cover mögen und kaufen, auf denen Blumen abgebildet sind. Das muss auch der Grund sein, warum diese hier dargestellt werden, ein anderer fällt mir nämlich nicht ein.
Andererseits ist die Vielfalt der Geschichten enorm und mit dem Mond rechts oben ist sicher schon das wesentlichste, verbindende Element abgedeckt. Und da es in jeder Geschichte der Anthologie irgendwie ein bisschen um die Liebe geht ... passt das schon.
 
Ich mochte diese Anthologie sehr gern und bin noch immer fasziniert davon, wie bunt die Mischung geworden ist und wen Iris Grädler hier nicht alles zusammengetragen hat. Aber mir ist auch aufgefallen, dass nicht alle Autoren mit dem etwas spezielleren Thema der Anthologie vertraut waren und deren Geschichten zwischen Unsicherheit und beinaher Hilflosigkeit wanken. Wirklich übertrieben hat niemand, so dass keine Geschichte ins Lächerliche abgerutscht ist. Manchmal jedoch ist ein Detail eingebaut worden und sei es auch sprachlich, das mich darauf schließen lässt, dass es das erste Mal war, dass sich jemand der Anatomie der Liebe gewidmet hat. Insgesamt aber so verschwindend gering in der Anzahl, dass es nicht weiter stört und wahrscheinlich ohnehin nur jemandem auffällt, der ganz genau liest. Die meisten Geschichten sind jedoch durchweg gelungen, von innovativ, bis herzergreifend, mit einprägsamen Ende oder einfach schön geschrieben.
Anzumerken ist auch, dass nicht alle Geschichten ein Happy End haben, das war also offenbar keine Pflicht. Dennoch oder vielleicht auch deswegen sind sehr unterhaltsame und teilweise auch etwas schräge Geschichten zusammengekommen. Wer also etwas für kurz vor dem Schlafengehen sucht oder die (viel zu kurze) Mittagspause ist hier wirklich gut beraten.
Meine Favoriten habe ich kurz zusammengetragen:

Wer die Fee weckt - Lena Klassen
Mark ist Forstarbeiter und weckt beim Bäumefällen unabsichtlich die Fee Cea, die ihm nach Hause folgt. Erst wenn sie sein Leben verändert hat, kann sie in ihre Welt zurück. Der seltsam gewandete Ritter Mark allerdings hält gar nichts von der Idee ...
Eine sehr charmante kleine Geschichte, die mit einem Augenzwinkern gelesen werden will und mit einem vielleicht nicht ganz so überraschenden Ende aufwartet. Glaubhafte Charaktere und ein flotter Handlungsverlauf lassen keine Wünsche offen.

Betört - P.C. Cast
Candice Cox ist eine Lehrerin reiferen Alters an einer Schule für allerlei übernatürliche Wesen. Eines Nachts trifft sie beim Joggen auf ihren ehemaligen Schüler Jason Thinksalot, der ihr sagt, er habe schon immer etwas für sie übrig gehabt. Candice lässt sich auf das heiße Spiel mit dem (Wer-)Wolf ein ...
Die Rache einer Frau ist süß - aber wohl nur für sie selbst. Für die tolle Idee und das Grinsen, das ich mir nicht verkneifen konnte beide Daumen hoch. Etwas derb, dafür aber umso selbstbewusster ein scharfes Schmankerl für Zwischendurch.

Drachenmagie - Mary Jo Putney
In Claudias und Earls Ehe kriselt es gewaltig. So wird das ganz sicher nichts mit den Enkelkindern, dabei wird das schon schwer genug, wo Claudia eine Hexe und Earl Grey Choo ein Halbdrachen ist. Da muss sich Mama - Vollblutdrachin - Mei Ling ganz schön was einfallen lassen.
Mein Favorit, weil alles so schön zusammen passt, auch wenn Vieles ein bisschen Klischee ist. Eine alltägliche (und schon oft gelesene) Situation, die mit viel Mystik irgendwie völlig umgedreht wird. In der Geschichte steckt viel Charakter und versteckter Witz, einiges an Romantik und der bisher leider unerfüllte Wunsch, die Fortsetzung zu lesen.

Die Unberührte - Carrie Vaughn
Duncan ist Einhornjäger und kauft zu diesem Zwecke die junge Eleanor. Nichts zieht Einhörner so an, wie die Unschuld einer Jungfrau. Aber mit den Jahren wächst das Mädchen heran und stellt Fragen über die Liebe. Und Duncan wäre nur zu gern derjenige, der ihr die Antwort zeigt ...
Eine Autorin, die es geschafft hat, mich auf ihre anderen Werke neugierig zu machen. Idee und Umsetzung dieser kleinen Geschichte sind absolut gelungen, da ist kein Wort zu viel oder zu wenig. Etwas grausam vielleicht, Einhörner zu jagen, aber diese Details, die durchaus als Metapher zu verstehen sind, machen die Erzählung überaus lebendig.

Der Schrei - Thomas Finn
Ihr geliebter Kenneth MacCarthy liegt im Sterben und Mairi kann nichts dagegen tun. Sie weiß, dass etwas nicht stimmt, aber sie kann sich nicht dagegen wehren und stößt ihren Bashee-Schrei Nacht um Nacht aus. Mairi muss die Ursache finden, ehe sie zum dritten Mal den Ruf der Todesfee ausstösst.
Bezaubert schon allein durch mein Lieblingsland. Enthält aber auch genau die richtige Mischung aus Spannung und Mystik, sowie Rache und Gerechtigkeit. Die Idee gefällt, auch wenn sie vielleicht nicht ganz neu ist. In der Umsetzung sehr lesenswert und unterhaltsam gelungen.

Wie man einen Vampir verführt - Kathryn Caskie
Der Vampir Seth verliert jeden Neumond sein Gedächtnis, was sich Janice, die Werwölfin nicht entgehen lässt. Schon lange plant sie, ihn zu verführen und endlich ist ihre Chance gekommen.
Fans des Liebesromangenres kennen die Autorin eher von ihren Historicals und sind sicher über das Wort "Vampir" im Titel verwundert. Die Geschichte ist die schrägste geworden in dieser Anthologie. Über Gefallen und Nichtgefallen kann ich nicht viel sagen, weil ich es schlicht und ergreifend nicht weiß. Aber es ist eine Geschichte, über die man reden wird.
Ein bisschen kam es mir wie ein Auszug aus einer viel längeren Story vor, zwei Randfiguren, die in einem anderen Vampirroman nur eine untergeordnete Rolle spielen. Es wird interessant abzuwarten, ob es diesen Roman aus der Feder dieser Autorin jemals geben wird.

Feuerherz - Nina Blazon
Namida, die Feuernymphe verliebt sich in Tian, den sie den Strahlenden nennt. Er liebt die Poesie, aber nicht das Herrschen. Sie gibt ihr Feuer für die Hälfte ihres Herzens auf und kehrt als Menschenfrau zu Tian zurück. Doch Feuer besitzt viele Eigenschaften und Namida wird sie alle kennenlernen.
Ein weiteres großes Highlight der Anthologie, das voll und ganz überzeugt. Sehr anschaulich und plastisch geschildert, wunderbare Sprache, stringent und fortlaufend erzählt. Überraschendes und grandioses Ende. Schändlich, dass ich noch nichts von dieser Autorin gelesen habe.


Leider keine Homepage
Iris Grädler hat Literaturwissenschaften, Anglistik, Hispanistik, Deutsch als Fremdsprache und Pädagogik an den Universitäten von Bielefeld und Granada/Spanien studiert. Sie ist Lektorin und lebt in der Nähe von Bielefeld und in Berlin. Bisherige Anthologien u.a.: »Spuren im Schnee. Neue Weihnachtsgeschichten aus aller Welt«, »Sommer am Meer und anderswo«, »Mitten ins Herz«, »Mordsgeschichten«, »Zauber der Kindheit« und »Tierische Helden«.

Montag, 3. Januar 2011

Monatsüberblick der Fantasy-Challenge


Wir begrüßen seit einigen Tagen einen neuen Teilnehmer.
Besonderheiten beim Lesen sind nicht aufgetreten, außer, dass sich endlich jemand an Station 8 (Romane zu Fantasyspielen) herangewagt hat. Ansonsten geht es Euch wohl wie mir: die erste Luft der Begeisterung ist raus. Man bleibt fest in dem behaftet, was man kennt oder hat keine Idee, was man sonst so lesen könnte. Und bleibt - wie schade eigentlich - bei dem was man sonst auch liest.
Das muss unbedingt geändert werden! Und ich werde versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Wer geht mit?



Heute laufen auch einige Zufälle zusammen, was mich dazu gebracht hat, eine Überraschung für alle Teilnehmer der Challenge vorzubereiten. Zum einen ist heute der 3. eines Monats, an dem ich immer über alles Neue der Challenge berichte. Zum anderen hat mein Blog heute auch seinen zweiten Geburtstag.
Da ich den Challenge-Bericht im letzten Monat leider auch sträflich vernachlässigt habe, habe ich beschlossen, die ersten Teilnehmer mit Büchern zu beglücken.
Alle, die bereits drei Stationen absolviert haben, sind in einen Lostopf gewandert. Und drei haben ein Überraschungsbuch gewonnen. Ich möchte Euch bitten, mir eine E-Mail mit Eurer Adresse zu senden, damit ich Euch das Buch zukommen lassen kann.
Meinen allerherzlichsten Glückwunsch an:



Biblio Fantastica
Vega
Wörterkatze



Im November und Dezember wurde gelesen:



Der Schrecksenmeister - Walter Moers gelesen von Jo für Station 5
Der magische Skarabäus - Eva Marebu gelesen von Sarahs Bücherwelt für
Station 3
Herr Apropos von Nichten - Peter David gelesen von Sarahs Bücherwelt für
Station 4
Kathryn Lasky - Die Wanderschaft gelesen von Sarah für Station 5
Drachenmeister - Anne McCaffrey gelesen von Sandra für Station 1
Die Legende der Wächter Band 1: Die Entführung - Kathryn Lasky gelesen von Sandra für Station 5
Echt Zauberhaft - Terry Pratchett gelesen von Novia für Station 4
Sirenenklänge – Alan Bard Newcomer gelesen von Sarahs Bücherwelt für Station 12
Drei Wünsche hast du frei - Jackson Pearce gelesen von Alexandra für Station 9
Ronar-Zwei Welten - Anke Höhl-Kayser gelesen von Sarah's Bücherwelt für
Station 9
Dreizehn - Wolfgang Hohlbein gelesen von Sarah's Bücherwelt für Station 6
In den Nebeln Havenas (DSA 98) - Daniel Jüdemann gelesen von BiblioFantastica für Station 8
Finja und das kalte Feuer - Meike Haas gelesen von BiblioFantastica für Station 9
Shiver - Maggie Stiefvater gelesen von Katha für Station 10
Ash - Malinda Lo gelesen von Katha für Station 12
City of Bones - Cassandra Clare gelesen von Katha für Station 7
Ensel und Krete - Walter Moers gelesen von Katha für Station 4
Elbenzorn - Susanne Gerdom gelesen von Katha für Station 11



Alexandra: 7, 9, 11,
Andrea
Bella
Bianca: 6, 7, 9, 10,
Biblio Fantastica: 8, 9, 10, 11, 12
Buecherdrache: 4, 6, 7,
Buecherwurm
Daine: 1, 2, 3, 6, 7,
Darkelve7
DawnAngel
Evi: 3,
Jennyfer
Jo: 1, 4, 5, 11,
Julia
Kai
Katha: 4, 7, 10, 11, 12
Kimyona
Lady Namine
LeseLustFrust
Lila
Lisa: 2, 3, 7, 10,
Maren
Marie
Melli
Misa: 9, 11,
Neptun
Novia: 1, 2, 3, 4, 7, 9, 12,
Pat: 6,
Sandra: 1, 5, 7, 9,
Sarah: 5, 7, 9, 10,
Sarah's Bücherwelt: 3, 4, 6, 7, 9, 11, 12
Schmetterling: 9, 10,
Seychella: 1, 6, 10, 11,
Soleil: 2, 7, 9, 10, 12
StefanieEmmy: 3, 7, 9, 10, 11, 12
Steffi: 6,
Tempelmaus: 1, 4, 7, 10,
Tine
Tintagel
Vega: 1, 2, 4, 11,
Vyoletta: 9, 10,
Winnie: 4,
Wörterkatze: 4, 5, 9,

 

Samstag, 1. Januar 2011

Ausblick auf den Blog im Januar


Ich hoffe, Ihr seid gut nach 2011 gerutscht!
Es folgt ein etwas längerer Text, bei dem ich mich teilweise etwas in Rage geschrieben habe und der ein kleines bisschen zu einer Jahresrückschau 2010 mutiert ist. Wer keine Lust drauf hat, der macht einfach bei "Im Januar" weiter.



Im Dezember gab's das Weihnachtsfest und damit ein paar Bücher, die neu bei mir einzogen. Es wurde aber auch das Pseudonym von Mia James gelüftet, Neues von Melissa Marr erzählt, es gab neue Buchtrailer und Neuerscheinungen diverser Verlage im nächsten Jahr und Roxanne St. Claires erster YA wird verfilmt.
Weiterhin haben sich einige Menschen bei mir gemeldet, die gern in jeweils bestimmter Art und Weise Werbung auf meinem Blog schalten möchten. Dagegen habe ich im Prinzip nichts einzuweden, möchte aber darauf hinweisen, dass ich erwachsen bin. Oft hatte ich nämlich das Gefühl, Blogger werden ganz allgemein für Jugendliche gehalten, die man auch ruhig mal übers Ohr hauen kann. Darum rate ich allen meinen Bloggerkollegen: Lest ganz genau nach! Ein Zitat aus einer dieser Mails: "Dies ist eine großartige Gelegenheit, die Popularität Ihrer Webseite zu erhöhen und mehr Regelmäßige Leser zu gewinnen!" Ja, danke auch. Ich glaube und hoffe, dass ich genug Content versammelt habe, damit auch ohne solches Besucher bei mir reinschauen.
Vorsicht ist auch bei Einladungen zu Foren und Portalen geboten. Auch hier meine Empfehlung: Genau nachlesen und zwar in den AGB's (oft ganz unten beim Impressum).
Grundsätzlich beginnen oder enden diese E-Mails mit sehr viel Honig: ""Verlorene Werke" entspricht genau unseren Qualitätskriterien für interessante und gut geschriebene Artikel und ich bin überzeugt, dass Ihre Beiträge für die Leser des Ressorts "Literatur" eine Bereicherung darstellen. Wenn Sie sich dazu entschließen, bei unserem Projekt mitzumachen, werden Ihre Artikel selbstverständlich immer mit einem Link auf Ihr Blog verweisen."
Doch zuerst muss ich mich dort anmelden und einloggen. Außerdem verpflichte ich mich mit genau diesem Schritt zu einigen Dingen, die meiner Meinung nach nicht korrekt sind. Abgesehen davon, dass ich dann plötzlich französischem Recht unterliege. Oh ja und das Team dort darf an meinen Artikeln so lange rumdoktern, wie es will. Ach und noch was ... haha, fast vergessen. Unwesentlich eigentlich: Wenn ich aufhören und austreten möchte: "(...)und kann zur Folge haben, dass NAME Schadensersatz vom Blogger für den ihr durch den Rückruf des Inhalts entstandenen Schaden einfordert." Irgendwie unkuhl. Na ja, ich bekomme aber auch eine Menge, nicht? Immerhin ist das Portal in anderen Ländern irre berühmt und viele Millionen Menschen täglich lesen es. Und ich bin mit dabei. Irgendwie frage ich mich dann aber doch, warum noch jemand auf meinem Blog lesen kommen sollte, wenn er dann einfach dort alles nachlesen kann?
Außerdem bin ich kein Fan von so etwas. Schon jetzt kann man in der deutschen Buch-Bloggerlandschaft ein Phänomen beobachten, das zumindest mir einiges Kopfzerbrechen bereitet. Zusammenrottung. Plötzlich steht auf allen Blogs nur noch das gleiche. Alle lesen dieselben Bücher, überlegen sich dieselben Dinge, berichten über dieselben Aktionen (meist in diesen Zusammenrottungszentren) ... Wozu braucht es dann Blogs?
Ich habe Ähnliches an mir selbst beobachten können, hoffe aber, dem Ärgsten nun entgangen zu sein. Man wird aufgeregt, weil plötzlich Besucher ausbleiben. Lese ich das falsche? Ohje, dann lese ich fix und hopp mal irgendeine Bestsellerliste hoch und runter. Oder eben das, was gerade viel beworben wird. Bestimmte Themen sind zu heikel? Lass ich sie lieber weg und tue das, was andere auch tun. Die haben doch offenbar Erfolg damit. Und das ist es doch, was ich will. Erfolg. Und wie sieht man den? Richtig: Hohe Besucherzahlen.
Sind wir mal ehrlich: Im Jahr 2010 gab es unheimlich viele Blogger, die genau daran fast verzweifelt sind und ans Aufgeben dachten. Immerhin macht so ein Blog - sofern mit Liebe und nicht aus Verpflichtung oder wegen den kostenlosen Leseexemplaren geführt - eine Menge Arbeit. Die soll sich doch schon irgenwie rentieren. Aber wenn ich nicht das lese oder bespreche, was mir oft ein großes Forum oder ein Verlag vorgibt, dann kommt keiner.
Wo um alles in der Welt bleibt denn da die Individualität?
Ganz ehrlich: Entweder man ist Blogger oder man verfasst Artikel in einem Forum/ Portal. Eines davon geht nur. Wie heißt es in einem meiner Lieblingsbücher? "Kein Pferd trägt zwei Sättel." Verratet nicht Eure Zunft!
Was mir dabei auch sauer aufstieß, waren die anderen Möglichkeiten, die einige Blogger gefunden haben, um Beiträge bei sich veröffentlichen zu können: sie haben sich fix anderswo umgeschaut und kopiert. Solange sie die Ursprungsquelle angeben ist es nur eines: Fad. Aber viele haben absolut keine Skrupel, offen alles zu kopieren, was ihnen in den Weg kommt. Mich selbst hat das oft verärgert, einmal natürlich, wenn bei mir etwas abhanden kam, aber auch sehr oft, wenn von anderen Blogs geklaut wird. Man darf aber nicht einfach so Dinge "mitnehmen", weil man sie gerade spannend findet und beispielsweise niemand ein Monopol auf neu erscheinende Bücher hat. Darum sollte man wenigstens angeben, wo man auf die Idee gekommen, wo man etwas mitgenommen hat. Noch besser aber: Selbst etwas schaffen und sich ausdenken!
Gewinnspiele. Was soll ich dazu noch sagen? Sie langweilen mich, weil sich selten jemand eine tolle Aktion dazu ausdenkt. Oft gibt es nicht einmal eine Gewinnspielfrage. Hauptsache es machen viele mit, wo wir wieder beim Ausgangsthema wären.
Wer nichts zu sagen hat oder dem die Zeit fehlt, der sollte nicht mit dem Bloggen anfangen.
Ich bekomme kostenlose Exemplare von Verlagen zur Verfügung gestellt. Das bedeutet aber nicht, dass ich Gefälligkeitsrezensionen schreibe. Ganz im Gegenteil. Auch lasse ich mir nicht wahllos irgendwelche Bücher andrehen. Zuvor schaue ich, dass ich alle Informationen zum Titel und auch zum Autor (sofern ich ihn oder sie noch nicht kenne) zusammentrage und überlege, ob ich das Buch wirklich, wirklich lesen will. Dass ich die Exemplare annehme oder anfordere hat nur den Grund, dass ich kein Millionär bin und meine Leseleidenschaft anders nicht ausleben könnte.
Übrigens tausche ich auch oft Bücher - sowohl mit anderen Bloggern, als auch mit Besuchern von VeWe Blog, Familie und Freunden - und bleibe auch hier einzig bei meinen Empfindungen, die ich beim Lesen habe.
Ich lese Liebesromane und ich lese sie gern. Damit erfülle ich keine Vorurteile oder "Statistiken". Ich mag einfach das Genre. Warum man ein Buch lesen sollte, wenn man doch schon weiß wie es endet (Stichwort: Happy End)? Fragt das doch einen Krimileser, der ja auch wissen müsste, dass der Täter gefasst wird.
Der Weg ist das Ziel, die erfüllte Liebe nur ein Zusatzbonus.
Ich lese Fantasy und ich lese sie gern. Damit erfülle ich keine Vorurteile oder "Statistiken". Ich mag einfach das Genre. Warum ich von Dingen lese, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt? Weil es diese Dinge in Wirklichkeit gar nicht gibt.
Ich bin keine vereinsamte Frau, die sich nach einem stählernen Männerkörper sehnt und sich in ihrer Phantasie den idealen Partner ausmalt. Ich wohne auch nicht in Muttis Keller und spiele mit meinen Actionfiguren, weil ich sonst keine Freunde habe.
Bitte steckt mich in keine Schublade, ich tue es bei Euch ja auch nicht. Ich möchte ernst genommen und nicht verhöhnt werden. Und bitte: Informiert Euch wenigstens ein bisschen über das Genre, welches Ihr schlecht macht. DAS tut mir dabei nämlich immer am meisten weh: dass ich Euch eigentlich im Gegenzug auch nicht ernst nehmen kann und Mitleid empfinde.
Mein Fazit und was ich 2011 für gute Vorsätze habe:
Ich finde bloggen toll. Es führt die Menschen, die eine Leidenschaft im Leben teilen zusammen und das oft näher, als in Foren. Da ich selbst viele Jahre lang eines geleitet habe, glaube ich, dass ich den Vergleich durchaus anstellen kann. Außerdem habe ich mein eigenes kleines Reich, in dem mir niemand reinreden kann, in dem ich auslebe, was ich empfinde und wo mir niemand etwas verbieten oder ausreden kann. Und schon gar nicht mit "das bringt doch sowieso nichts". Auch bin ich von niemandem abhängig - sobald ich das System durchschaut habe jedenfalls. Allerdings machen mir in dieser Hinsicht einige Gesetze, die neuerdings im Gespräch sind, ein paar Sorgen.
Ich liebe die beiden Genres, denen ich mich mit viel Begeisterung widme. Aber ich möchte meinen Horizont erweitern. Darum werde ich in Zukunft auch Hörbücher, Krimi/Thriller und vor allem Jugendbücher besprechen. Keine Sorge, sie werden nur sporadisch auftauchen. Ich glaube, ich habe sie bisher aufgrund von Vorurteilen gemieden, woran man sieht, dass niemand vor diesen gefeit ist. Krimi/Thriller mied ich, nicht weil sie so schaurig und blutig sind, sondern weil ich stets viel zu schnell durchschaue, worauf alles hinauslaufen/wer der Täter sein wird. Das ging mir schon immer so. Jugendromane (Young Adult), dachte ich, seien nur etwas für eben jene Altergruppe, weil sie ausschließlich deren Sorgen und Nöte beinhalteten. Da ich aber doppelt so alt bin, interessieren diese mich nicht so sehr. Allerdings bin ich in den letzten Wochen auf einige Perlen des (Unter-)Genres gestoßen und hoffe, auch in Zukunft noch mehr davon entdecken zu können. Für Hörbücher hätte ich keine Zeit und die meisten Sprecher seien nicht mein Fall. Wieder geirrt, wie man dann hier nachlesen darf.
Auch das Unter-/Mittendringenre "Steampunk" wird Einzug bei mir halten. Zwar stellen sich bei mir die ersten Ermüdungserscheinungen ein, weil plötzlich jeder auf diesen neuen und ach so ultimativen Zug aufspringen möchte, aber ich glaube, dass mir das Genre liegen wird.
Ganz allgemein möchte ich wieder mehr deutsche Autoren lesen, die ich eine ganze Weile lang aufgrund einiger unschöner Dinge, die nach negativen Rezis einiger Blogger passiert sind, gemieden habe.
Lesetechnisch war es kein allzu ungewöhnliches Jahr, vor wirklichen Herausforderungen habe ich nicht gestanden. Gern verfolgt habe ich die Serien/ Reihen von Yasmine Galenorn, Karen Marie Moning, Robert Jordan/Brandon Sandersen, Michelle Raven, Rob Thurman und Karen Chance.
Lesehighlights: Die Geisterfeger, Ange Guéro Trilogie um Ayesha, Das mechanische Herz, Silberlicht, Nachtgeister, Winterfluch, Die Göttin trägt Gucci, Firelight, Cinderella Unmasked, Nette Mädchen beißen nicht, Der Kuss der Jägerin, Wilder Zauber (Hex Hall 01), Der Kuss des Wikingers.
Zum Schluss möchte ich mich bei allen bedanken, die mir überhaupt ermöglichen, diesen Blog zu betreiben. Die Technikgenies, die mir ihre Geheimnisse anvertraut haben, dem Künstler des Headerbildes ganz besonders, denjenigen, die mir ihre Insidertips zugetragen haben, auf dass ich schlauer wurde. Nicht zu vergessen all jene, die mir Bücher empfahlen und natürlich alle Besucher.
Danke! Ohne Euch wäre das hier nicht Verlorene Werke Blog.



Im Januar läuft das Abenteuer "Blog" schon genau zwei Jahre (mehr dazu in wenigen Tagen) und dafür hat es sich doch gut gemacht, finde ich. Seltsam, dass es auch irgendwie nicht mehr wegzudenken ist. Es haut mich um, wie viele tolle Leute ich dadurch kennenlernen durfte! Und ich weiß nun, ich bin nicht allein in meinem Wahn.
Die Fantasy-Challenge geht auf die Halbzeit zu und es melden sich immer noch neue Teilnehmer an, was mich sehr freut. Es wird eines der wenigen Gewinnspiele geben, die ich 2011 im Blog veranstalten werde. Informationen zu Autoren, Buchmeinungen, Filmrezensionen, Ihr müsst auf nichts verzichten. Außerdem bin ich fest entschlossen, mein Köpfchen auch weiterhin anzustrengen und mir ein paar neue Dinge auszudenken, die uns hoffentlich allen Spaß machen werden.



Literatur-News:
Das Rad der Zeit dreht sich weiter. In der Vorschau von piper-fantasy.de steht ein klitzekleiner Satz dazu: "(...), das Rad der Zeit dreht sich weiter und bringt uns die Türme der Mitternacht, (...)
Direkt beim Verlag gibt es noch keine Informationen dazu, das kann aber nicht mehr lange dauern. Band 34!



Alexandra Ivy gab ihre Veröffentlichungen ab Herbst 2011 bekannt:
"SUPERNATURAL (an anthology with the fabulous Larissa Ione, Jacquelyn Frank, and G.A. Aiken) in September 2011
BOUND BY DARKNESS in November 2011 (Ariyal and Jaelyn's story)
MY LORD VAMPIRE will be out in March 2012 (a re-release of my regency vampire book I wrote under the name Debbie Raleigh)
The next Darkness book late summer or early fall 2012
MY LORD ETERNITY late 2012"
Konkretere Informationen waren noch nicht zu finden.
Larissa Ione wird erstmalig im Juni 2011 auf Deutsch zu lesen sein mit "Demonica 01: Verführt" (Lyx).
Als Dämonenjägerin führt Tayla Mancuso ein Leben voller Gefahren. Eines Tages wird sie verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, das von Dämonen in Menschengestalt geleitet wird. Der Chefarzt der Klinik, der attraktive Eidolon, rettet Tayla das Leben und weckt eine tiefe Leidenschaft in ihr. Doch als Inkubus ist er eigentlich ihr Erzfeind. Auch Eidolon fühlt sich zu der heißblütigen und gefährlichen Jägerin hingezogen. Er glaubt, in ihr seine Seelengefährtin gefunden zu haben. Da werden einige Dämonen ermordet aufgefunden, deren Leichen grausam verstümmelt wurden. Eidolon und Tayla machen sich auf die Suche nach dem Mörder.



Gena Showalter Fans dürfen sich freuen. Nachdem immer mehr von ihnen die Autorin fragten, wann endlich Paris Geschichte geschrieben werde, gibt es nun neue Entwicklungen. Paris Buch erscheint nach dem von Strider - obwohl Kane zuerst geplant war. "The Darkest Seduction" erscheint also im Original 2012.



(Seltsame) Suchanfragen



tasche, darin liegen
Unbequem! Aber gut, jedem das Seine ...



alte bücher über das übernatürliche
Müssen die unbedingt alt sein?



das prinzip von liebe ist ganz einfach. nur liebe selbst ist des Öfteren sehr schwer hinzunehmen
Findest Du? Ich liebe es verliebt zu sein! Ich bin's nur leider viel zu selten ...



flüstern mit echo
Können nur die im Fernsehen.



vielleser ungesund ruecken
Ja, wenn man nach Gründen sucht, um nicht zu lesen, findet man schon irgendwann irgendwas.



die tribute von panem magische schauspieler
Da bin ich aber sehr gespannt, ob sie wen finden ...



nebenjob kondometester
Du, die nehmen aber nicht jeden!



fantasy-charakterhintergrund für halbelf
Oi! Macht das eigentlich noch irgendjemand selbst?



frauen umgangssprache unpassend scheisse
Es gibt eine Sprache nur für Frauen? Das fände ich auch echt ... unpassend! Ich bin übrigens eine Frau und letzteres Wort rutscht mir auch manchmal raus und wenn ich mich richtig geärgert habe, sogar dreimal hintereinander!



suche abschiedsworte für kollegin rente
Und möglichst welche, die von Herzen kommen ... *Augen roll*



und schließlich gibt es das Älteste und tiefste verlangen die große flucht dem tod zu entrinnen
Ja, ich musste es auch mehrmals lesen, um es zu kapieren. Rechtschreibung halt ...



und der hugo hängt tot in den segeln
Oh nein!



wie kann man bei einem neufundländer die haare entwirren
Ich bin kein Hundeexperte, also warum führt diese Suchanfrage zu mir?!



wir schwimmen lieber auf unseren gefühlen, statt in sie einzutauchen, weil wir fürchten, darin unterzugehen
Stimmt.



lösung gewinnspiel börsenblatt
Kenne ich nicht.



10 bücher
Egal welche?



zerbrechen sie sich nicht meinen kopf
Okey, bin ja schon still



neuerscheinungen dorothy hearst 2011
Ich habe Teil 1 der geplanten Trilogie "Das Versprechen der Wölfe" noch nicht gelesen, werde das aber nachholen. Gute Nachrichten: Nach sehr langer Zeit wird in der englischen Originalsprache der zweite Teil "Secrets of the Wolves" im Januar 2011 erscheinen. Hoffen wir, dass das mit der Übersetzung flott geht.



autistisches kind aus moers sucht freunde
Die Suchanfrage finde ich herzergreifend süß!



lebkuchen erst mit kuvertüre bestreichen später mit zuckerguss
Gut zu wissen!



du spielst di melodie meins herzens
Hoffentlich treffe ich die Noten besser, als Du die Buchstaben.



hausgeist kobold hannover
Gibts die nur in Hannover? Ich will auch einen!