Samstag, 14. Februar 2015

Mit Herz und Hund - Carolina Winter (Hrsg.)


Titel: Mit Herz und Hund
Autorin: Carolina Winter (Hrsg.)
Originaltitel
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404171590
Euro: 7,99
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2014
Seiten: 368
Kein Serientitel
Come in: Kauf










"Mit Herz und Hund", herausgegeben von Carolina Winter, vereint vier Kurzromane aus deutscher Feder in sich, die die Auflage hatten, dass ein Hund in der jeweiligen Liebesgeschichte eine übergeordnete Rolle spielen sollte.
Die Idee ist gelungen, die Geschichten leider mitunter recht durchwachsen. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Emilio, Fausto und die maskierte Frau - Emily Roth
Venedig. Cecilia ist die jüngere Schwester und soll der Tradition nach ihr Leben in einem Kloster verbingen. Als kurz vor ihrer endgültigen Abreise ein Maskenball ansteht, nimmt Cecilia unbemerkt den Platz ihrer Schwester ein. Im Garten lernt sie Fausto, den Hund des Sohns des Hauses, Vincenzo, kennen und letzteren gleich mit. Sie kann ihren Namen nicht preis geben, auch wenn sie spürt, den Mann fürs Leben gefunden zu haben. Doch Vincenzo gibt nicht auf.
Eine Geschichte, die schon allein durch ihr Setting sehr wohlgefällig beginnt. Auch der Maskenball, der Hund und das Gespräch, schließlich seine verzweifelte Suche sind sehr gelungen. Aber dann begeben sich beide auf eine Gondel und leider machen die folgenden Ereignisse die gesamte Geschichte kaputt. So bleibt am Ende kein wohliges Gefühl, sondern eher Kopfschütteln für das Paar übrig, dem natürlich trotzdem das Beste gewünscht sein mag.

Porthos und der vergiftete Graf - Nina Robin
Dresden, 1871. Alexander, Graf von Weydlitz ist überzeugt, dass sein Vater vergiftet wird. Leider steht er als Verdächtiger ganz oben auf der Liste. Die junge Emilia klärt Verbrechen in der besseren Gesellschaft auf und konnte schon zahlreiche Fälle lösen. Um keinen Verdacht zu erregen gibt sie sich als Alexanders Verlobte aus und verbringt mit ihm, ihrem Hund Porthos und den anderen Verdächtigen einige Zeit auf dem Herrschaftsitz Weydlitz.
Gut gesponnene und durchdachte Geschichte, die vielleicht eine Spur mehr Romantik und eine Spur weniger Krimi vertragen hätte. Die Charaktere sind sehr sympathisch, die Atmosphäre stimmt. Gerne gelesen.

Ymir und der verzauberte Wikinger - Shirley Waters
Wikinger. Ishild soll bald von ihrem Verlobten, dem sie viele Jahre zuvor versprochen worden ist, abgeholt werden. Doch dieser weiß noch nichts von der entstellenden Narbe auf ihrer Wange. Um diese loszuwerden, begibt sie sich zu dem geheimnisvollen Seidmann Askr, der jedoch ihr Geld nicht will. Er verlangt, dass sie ihm hilft, seine Hütte neu aufzubauen. Schnell merkt sie, dass er blind ist und ohne seinen Wolfshund Ymir nicht ganz so behände wäre. Und dass er sie tiefer berührt, als er es sollte. Nach einem innigen Kuss taucht jedoch unerwartet der echte Verlobte auf.
Die beste Geschichte in der Sammlung, die hervorragend recherchiert wurde und durch Umgebung und Zeit zu überzeugen weiß. Sie sticht damit natürlich auch aus den anderen Geschichten heraus, was sie jedoch einzigartig macht. Viele Details am Rande, prickelnde Atmosphäre, gelungenes Happy End. Sehr gerne gelesen.

Sir Rupert und der bleiche Betrüger - Anna Bernstein
Emily MacDonald liebt ihren Hund Sir Rupert obwohl er blind ist. Seine anderen Fähigkeiten stechen jedoch heraus. Leider ist sie die einzige, die so denkt, denn auf den unzähligen Hundeshows bekommt Sir Rupert nie einen Preis. Dann lernt die junge Frau Will Shirley kennen, der ebenfalls mit seinem Hund an einem Wettbewerb teilnimmt und verliebt sich in ihn. Doch irgendjemand bleicht die Felle der Hunde, damit sie nicht am Wettbewerb teilnehmen können. Das Paar muss herausfinden wer es war.
Eine leider etwas dröge Geschichte, die mit einem unguten Gefühl endet. Zunächst wird der eigentliche Mann fürs Leben von einem anderen verstellt, so dass nicht gleich klar ist, wer es denn nun sein soll. Dann werden immer wieder Anmerkungen zum traurigen Leben von Emilys Mutter gemacht, bei denen leider deutlich wird, dass die Tochter im Begriff ist, sie zu wiederholen. Da mit einem Lächeln aus der Story und dem Buch zu verschwinden, fällt nicht leicht.

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