Samstag, 7. Juni 2014

Pakt des Blutes - Paul S. Kemp


Titel: Pakt des Blutes
Autor: Paul S. Kemp
Originaltitel: The Hammer and the Blade
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404207541
Euro: 12,00
Veröffentlichungsdatum: Mai 2014
Seiten: 400
Serie: Egil und Nix 01
Come in: Vom Verlag










Inhalt

Die zwei Grabräuber Nix Fall und Egil Verren, Streiter des Ebenors töten bei einer ihrer Missionen den Dämon Vik-Thyss. Damit bringen sie die Familie von Rakon Norristru in arge Bedrängnis. Rakons Blutlinie bezieht die gewaltigen magischen Fähigkeiten aus einem Pakt mit Vik-Thyss. Dieser paart sich mit den weiblichen Mitgliedern der Familie, deren Nachkommen zwischen Dämonen und Menschen aufgeteilt werden. Die Nacht des vollen Mondes naht und Rakon muss seine Schwestern Rusilla und Merelda darbieten, um die Familie und deren Macht zu erhalten. Doch die beiden denken nicht daran, sich zu fügen und den Verstand zu verlieren wie ihre Mutter.
Nix und Egil geraten zwischen die Geschwister: Rakon will einen gefangenen Bruder Viks befreien, damit er den Pakt der Familien erfüllt, und benötigt dazu Hilfe beim Raub eines Artefakts. Rusilla kämpft um die Freiheit der Frauen.
Die beiden Diebe müssen sich entscheiden und nebenbei die eigene Haut retten.


Meinung

"Pakt des Blutes" ist der Auftakt einer geplanten Reihe zu den beiden Gaunern Nix und Egil. Die Fortsetzung wird in deutscher Sprache als "Gilde der Diebe" im März 2015 erscheinen.
Kemp hat eine recht geradlinige, unspektakuläre Geschichte um zwei sympathische Helden geschrieben, die sich als Zwischendurchlektüre bestens eignet. Leider fällt es mitunter etwas schwer, die beiden Diebe zu unterscheiden und zuzuordnen, wer nun Priester und wer Magier ist. Das macht jedoch nicht viel, da sich darüber ziemlich leicht hinweglesen lässt.
Was sich zunächst recht altbacken und belanglos las, nämlich dass die Frauen der Familie Norristru dem Dämon "zu Willen" sein müssen, stellt sich als handfestes Problem heraus. Die beiden Schwestern sind jedoch alles andere als gebeutelte Frauen und nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. Zum einen sind sie ebenfalls magisch hoch begabt, zum anderen genauso intelligent und taff. Leider bleibt das größte Problem der Handlung am Ende ungelöst, auch wenn Egil und Nix natürlich als Helden glänzen dürfen und Happy End Verwöhnte Leser auf ihre Kosten kommen. So wirklich Spaß bei weiblichen Lesern kommt jedoch nicht auf, denn Frauen sind hier zwar nicht auf den Mund gefallen, ein wirklich selbstbestimmtes Leben ist ihnen jedoch nicht vergönnt. Als die Grabräuber dann noch ein Hurenhaus von ihrem Gewinn erwerben, war das schon recht grenzwertig.
Kemp hat jedoch eine leichte Art zu schreiben und schafft immer wieder spannende Handlungsmomente, so dass man sich gar nicht lange mit Derartigem aufhalten will. Ein wenig vorhersehbar ist das letzte Drittel dann schon, aber "Pakt des Blutes" ist so rasant und kurzweilig durchgelesen, dass dies kaum ins Gewicht fällt.
Ein wenig erinnern Nix und Egil an ihre Genrekollegen Royce und Hadrian ("Der Thron von Melengar"), sind aber leider nicht ganz so auf Zack wie Sullivans Diebe.
Nichtsdestotrotz ist "Pakt des Blutes" eine unterhaltsame Geschichte, die zwar nicht sehr tiefgründig, dafür aber mitunter recht mitreißend daher kommt und zwei lässige und recht kecke Protagonisten und jede Menge Dämonen in sich birgt.


Egil und Nix:
1. The Hammer and the Blade (Pakt des Blutes)
2. A Discourse in Steel (Gilde der Diebe, März 2015)

http://paulskemp.com/
Paul S. Kemp lebt mit seiner Frau Jennifer und seinen Zwillingssöhnen Riorden und Roarke in Grosse Pointe, Michigan. Er hat einen Abschluß der University of Michigan. Wenn er nicht gerade schreiberisch unterwegs ist, praktiziert er als Anwalt für Gesellschaftsrecht.


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