Dienstag, 18. Februar 2014

(Projekt) Häkelkragen


Was ich als Kind richtig doof fand, erfährt in den letzten Monaten ein echtes Revival: der Häkelkragen.
Verwendung findet er als Randverzierung von Kleidungsstücken und kann noch das langweiligste und fadeste Stück Stoff aufwerten. An Omas Zeiten muss er dabei nicht mehr unbedingt erinnern, weil er mit anderen Accesoires verbunden zum echten Hingucker motiert.

Die ersten Nadelspitzen sind aus dem Italien des fünfzehnten Jahrhunderts bekannt und haben sich rasant verbreitet. Vor allem am Kragen und an Ärmeln getragen, galten sie als echtes Statussymbol, weil die Herstellung aufwendig und damit teuer war. Gerade beim Adel war Spitze sehr beliebt und dürfte Lesern von historischen Romanen, Fantasy und Steampunk - und natürlich auch Filmliebhabern - daher nicht ganz unbekannt sein. Übrigens: nicht nur Frauen haben ihn verwendet.


Reine Wolle, wie ich sie benutzt habe, wurde damals natürlich nicht gebraucht, macht aber trotzdem etwas her. Die Anleitung der Häkelkragen auf den Fotos stammt aus der Zeitschrift "Simply Häkeln" Ausgabe 05/2013. Je nachdem, ob sehr fest oder etwas lockerer gehäkelt wird, verändert sich der Halsumfang. Und mit verschiedenen Farben gespielt, passt er nicht nur zu verschiedenen Anlässen, sondern auch verschiedenen Altersstufen. Und weil alt UND ungewöhnlich in der heutigen Modewelt ist (als selbstgemacht auf jeden Fall), wird er zum echten Hingucker.

Kommentare:

  1. karin18.2.14

    Na ja, es kommt halt alles mal wieder, hihi.

    Ich glaube, man hat 100% Baumwolle verwendet.

    Auch umhäkelte Taschentücher waren mal angesagt(bevor der Tempo gab!) bin gespannt, ob die auch wiederkommen

    LG..Karin..

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    1. Sieht man derzeit auch an den riesigen Brillen, die sich viele auf die Nase setzen. War aber damals schon nicht schön ;-)
      Taschentücher kann man ja leider nicht so herzeigen wie so einen Kragen und die Fummelei war auch nervig.
      Wirkt übrigens so, als sei ich hundert, stimmt aber nicht!

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    2. karin20.2.14

      Keine Sorge Du bist nicht hundert, aber so im Nachhinein war es halt einfach schön ..sowie es war..auch wenn wir es damals nicht so empfunden haben..

      LG..Karin..

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    3. Früher war eben alles besser *lach*

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  2. Als ich klein war, waren es eher große, voluminöse Schleifen im Haar (ein wenig wie im Ariel-Film, nur noch größer und noch voluminöser).
    Ein Spitzenkragen... das hätte mir gefallen :).

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    1. Achje, an die kann ich mich auch noch erinnern, aber wirklich lange Haare hatte ich als Kind nie, darum gabs die nur selten bei mir.
      Ich musste meinen Kragen auch noch selber machen ... nein, ich mochte die Dinger nicht und das vor allem auch, weil ich die einzige war, die einen hatte. Heute würde ich gern mal wieder, aber wenn man es so macht wie im Heft angegeben, passt es nur sehr, sehr schlanken Hälsen. Und wenn man ihn größer macht, verrutscht er leicht. Früher muss es da einen Trick gegeben haben ...

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    2. karin20.2.14

      Hm, die Schleifen auch so eine Sache, schön glänzend mussten sie sein.

      Besonder rot für den Sonntag kam immer gut.

      LG..Karin..

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  3. Häkelkragen! Da stehe ich total drauf und fand ich schon als Kind am Feiertagskleidchen super! :)

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    1. Willkommen im Blog!
      Und heute so? ;-)

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