Donnerstag, 26. September 2013

Pandämonium - Die letzte Gefahr - Alexander Odin


Titel: Pandämonium - Die letzte Gefahr
Autor: Alexander Odin
Originaltitel
Verlag: Bastei Lübbe
ASIN: B008NXG00U
Euro: 7,49
Veröffentlichungsdatum: Januar 2013
Dateigröße: 519 KB (417 Seiten)
Kein Serientitel
Come in: Kostenloser Download (Werbeaktion)





Klappentext/ Inhalt:
Ein gefährliches Virus breitet sich in Berlin aus, das die Menschen grausam verändert. In einem Plattenbau, der unter Quarantäne gestellt wird, bangen die sechzehnjährige Naomi und eine kleine Gruppe von Nachbarn um ihr Leben. Als ihnen die Flucht gelingt, landen sie in Berlin Mitte, das mittlerweile von Stacheldraht umzäunt und zur Seuchenzone erklärt wurde. Noch ahnt keiner, dass Berlin erst der Anfang ist - und dass hinter dem Todesfieber ein globales Netzwerk steckt, das nur ein Ziel hat: Die Menschheit soll sich selbst zerstören ... 

Meinung

Ich habe den Roman bei knapp dreißig Prozent abgebrochen.
Angesprochen hat mich das um sich greifende Seuchenszenario, das beinahe sämtliche Figuren in Zombies verwandelt und das alles im deutschen Setting Berlin. Leider hat es der Autor, der wohl sonst eher für jüngeres Publikum schreibt, geschafft, alle Klischees aufzugreifen, die er gefunden hat. Diese hat er dann genommen und mit wahnwitzig viel Blut und Grausamkeiten angereichert, die weder die Handlung voran gebracht noch für Spannung gesorgt haben.
Sehr gelungen war jedoch die Beschreibung der Verbreitung des Virus und dessen Auswirkungen. Die alte Dame mit ihren Vögeln, die schließlich mutiert und im Zoo die Tiere anfällt. Der kleine Junge und sein Hund. Dieser und jener, bis das Haus von der Polizei umstellt und abgeriegelt wird. Mittendrin einige Überlebende, deren Panik greifbar wird und die auch mal wild um sich schießen.
Insgesamt wirkte der Teil, den ich gelesen habe, aber auf mich, als sollte nun komme was wolle eine bedrückende Atmosphäre geschaffen werden. Alles ist schlecht, niemand hat Grund sich auf die Zukunft zu freuen, alle sind gemein. Im Plattenbau leben selbstverständlich nur Arbeitslose, Alkoholiker, Drogendealer, Leute die es zu nichts gebracht haben. Andere missbrauchen andere, alles wird immer schlimmer und schlimmer. Wäre das wenigstens hier und da durchbrochen worden, sagen wir mal durch so etwas wie Normalität, es hätte eine sehr ansprechende Geschichte werden können. Aber Übertreibungen kommen nie ans Ziel und wirken stets einfach nur unglaubhaft.
Der Autor kann es defintiv besser und ich hoffe, dass er hier nur unabsichtlich über's Ziel hinaus geschossen ist. Ich würde gern noch mehr von ihm lesen, Regionalität durchaus erwünscht, aber mit ein bisschen mehr Authentizität.


http://www.alexander-odin.com/
Alexander Odin, geb. 1970, studierte Kommunikationswissenschaften in München und lebt in Berlin. Er arbeitet als Creative Producer und Dramaturg für nationale und internationale TV-Projekte. Als Autor hat er Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht und schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen. "Pandämonium" ist sein erster Spannungsroman außerhalb des Jugendbuchbereichs.

Kommentare:

  1. Ich lese generell ja eigentlich keine Thriller, aber das Thema finde ich schon sehr interessant. Nach deiner Rezension wird's allerdings wohl nicht auf meiner Wunschliste landen. Ich bleibe da wohl lieber bei Filmen mit dieser Thematik. Danke für deine Meinung!

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    1. Ich lese sonst auch keine Thriller, aber sobald Zombies dabei sind, lese ich alles! Die sind neben Drachen mein absolutes Steckenpferd.
      Versuch es einfach mit der Leseprobe? Ansonsten gibt's ja noch genug anderes :)

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  2. Da gebe ich Nazurka Recht. Dystopische Szenarien interessieren mich sehr, aber wenn es dann in Splatter abdriftet muss ich mir das nicht antun. Ich musste übrigens grinsen als ich das Impressum von 'Verlorene Werke' überflogen habe ;)..."Liebe Blogger" (Oje). LG, Lea

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    1. Willkommen im Blog!
      Baseners Buch habe ich übrigens auch gelesen ;-) Ich drück' Dir die Daumen.
      Ja, der Text im Impressum war leider irgendwann nötig und er bringt nur in 50% der Fälle etwas, denn kaum jemand schaut nach mir als Individuum. Dabei steht die E-Mail-Adresse unter meinem Namen. Nun ja, deswegen bekommen so wenige eine positive Nachricht von mir :)

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