Donnerstag, 20. Juni 2013

Lichtgeboren - Alison Sinclair


Titel: Lichtgeboren
Autorin: Alison Sinclair
Originaltitel: Lightborn
Verlag: Egmont Lyx
ASIN: B005LVL24G
Euro: 8,99
Veröffentlichungsdatum: September 2011
Dateigröße: 760 KB (445 Seiten)
Serie: Darkborn 02
Come in: Kauf
Medium: E-Book






Inhalt

Während Balthasar und Strumheller auf dem Weg in die Grenzlande sind, reist Prinzessin Telmaine mit Fürst Vladimir zu dessen Bruder dem agierenden Herrscher. Dabei soll Telmaine gnadenlos verheizt werden und muss sehen, wie sie sich und ihre Familie schützen kann, ohne dass ihr Geheimnis über das Gebieten von Magie offenbart wird.
Unerwartet wird der Herrscher der Lichtgeborenen ermordet und seine engste Vertraute und Leibwächterin Floria Weiße Hand wird der Tat beschuldigt. Sein Sohn, der eben erst mündig gewordene Fejelis tritt in seine Fußstapfen, nicht nur seine Feinde im Rücken, sondern auch seine Mutter, die lieber seinen Bruder auf dem Thron sähe.
Fejelis beauftragt seinen alten Freund Tammorn mit der Aufklärung des Falles, während Floria sich in den Palast der Nachtgeborenen flüchten muss. Es war Magie im Spiel, doch niemand scheint in der Lage zu sein herauszufinden, wer der wirklich Schuldige ist.

Meinung

Das Geschehen im zweiten Teil der Darkborn-Trilogie, die in Folge gelesen werden sollte, setzt beinahe nahtlos am ersten an. Was zunächst jedoch verheißungsvoll beginnt, wirkt schon nach kurzer Zeit ziemlich entnervend, da sich die Autorin in sehr langen und ausführlichen Rückblicken ergeht, die es im Grunde gar nicht gebraucht hätte. Dadurch zieht sich aber das erste Drittel des Romans arg in die Länge, wenn fast jeder bisher noch nicht persönlich aufgetretener Figur das Vergangene minutiös erklärt wird; meist in Dialogform. Eine wie auch immer geartete Handlung entwickelt sich so leider nicht und das wird auch so bleiben, bis der Anschlag auf den Herrscher der Lichtgeborenen stattfindet. Aber selbst dann wird nur dort und oft eher dürftig ein Handlungsfaden gesponnen. Alles, was mit Telmaine zu tun hat, bleibt irgendwie stecken. So braucht es einiges Stehvermögen, um überhaupt zur Hälfte, geschweige denn zum Ende der Geschichte vorzustoßen.
Die meiste Zeit über geht es um diverse politischen Intrigen und wer sich mit wem (nicht) verträgt, was geschehen würde wenn. Dabei ist es durchaus interessant dem jungen Herrscher über die Schulter zu schauen, der noch die Stimme des ermordeten Vaters im Ohr hat und gleichzeitig diversen Meuchelmördern ausweichen muss, von denen durchaus einige von nahen Verwandten beauftragt worden sein könnten.
Eine Hauptperson neben Telmaine auszumachen ist schwer. Wer inwieweit eine Rolle spielen wird, lässt sich nicht mit nur einem Blick erkennen, zumal Sinclair eine Reihe neuer Figuren einführt. Am Ende sind es gerade einmal drei Tage an denen das Geschehen von "Lichtgeboren" abgelaufen ist und nur zwei Höhepunkte, an denen erkennbar ist, dass es vorwärts geht.
Nach dem wirklich gelungenen ersten Teil ist dieser Nachfolger also insgesamt leider enttäuschend und trotz diverser Andeutungen am Ende dürfte es schwer fallen, zum Abschlussband zu greifen.


Darkborn-Trilogie:
1. Darkborn (Nachtgeboren)
2. Lightborn (Lichtgeboren)
3. Shadowborn (Shattengeboren)

http://www.alisonsinclair.ca/
Alison Sinclair ist in Edinburgh aufgewachsen und hat in Kanada, den USA und Großbritannien gelebt. Sie besitzt drei Universitätsabschlüsse und arbeitet gegenwärtig an der Universität McGill in Montreal. Ihr erster Roman wurde 1995 veröffentlicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen