Samstag, 15. September 2012

(Autorenplausch) Sylvie Wolff: Die Stadtwölfin


Titel: Die Stadtwölfin
Autor: Sylvie Wolff
Originaltitel, 236 Seiten
ISBN: 1478191155
Euro: 8,99
Auch als E-Book erhältlich.










Making Off der Werwolf-Komödie „Die Stadtwölfin“

Sylvie Wolff bin ich erst, seit ich mit der „Stadtwölfin“ meinen ersten Erwachsenen-Roman geschrieben habe. Sonst heiße ich Sylvia Stuckmann, lebe im Schwarzwald und schreibe Jugendbücher.

Aber wie kommt man dazu, ausgerechnet eine Komödie über Werwölfe zu schreiben?
Wölfe und Werwölfe faszinieren mich schon mein ganzes Leben, und so war es nur eine Frage der Zeit, wann ich darüber schreiben würde. Aber es sollte keine Gruselgeschichte werden, in der Gestaltwandlung grausam und beängstigend ist, sondern anders, fröhlich, schön.

Den Ausschlag gab schließlich ein Traum, bei dem ich mich leider nur noch an das Ende erinnern kann: Zwei hübsche Geschäftsfrauen im Business-Kostüm verabreden sich nach einem langen Tag zu einer Party. Während sie noch überlegen, wer von ihnen nachher den Taxifahrer vernaschen darf, blitzen ihre Wolfszähne auf. Urbane Werwölfe, stark, sexy und erfolgreich – ich war begeistert. Die Genrefrage war damit geklärt: Eine Werwolfkomödie sollte es werden, ein Mix aus Chick-Lit und Fantasy. Obwohl Genre-Mixe es schwer haben auf dem Buchmarkt, fand ich die Idee unwiderstehlich und begann zu schreiben. Da die neue Geschichte definitiv kein Jugendbuch werden würde, entschied ich mich für ein Pseudonym - Sylvie Wolff war geboren.

Wie viele witzige Situationen musste es geben, wenn Nagellack und spitze Zähne im Geschäftsalltag einer jungen Frau aufeinandertreffen? Ganz zu schweigen von den Problemen der Werwolf-Gemeinde, die mit all ihren Besonderheiten in der großen Stadt zurechtkommen muss. Lange konnte ich mich nicht entscheiden, wer die Geschichte erzählen sollte, meine überaschte Neu-Wölfin oder die erfahrene Leitwölfin. Ich fand beide Perspektiven interessant, also schrieb ich probehalber zwei Anfänge – und stellte fest, dass sie sich hervorragend ergänzen. Also ließ ich meine Protagonistinnen die Geschichte abwechselnd erzählen, was sich als sehr spannend herausstellte.

Bei der Wahl meiner Charaktere ließ ich mich von wild lebenden Wölfen inspirieren, die uns Menschen sehr ähnlich sind. Auch sie leben in Familienverbänden, kümmern sich gemeinsam um ihre Mitglieder und teilen die dabei entstehenden Aufgaben untereinander auf. Großer und für die Stadtwölfin wichtiger Unterschied aber ist, dass echte Wolfsrudel matriarchalisch geführt werden - der Chef ist immer eine Frau! Und die Männer sind das Salz in der Suppe ...

Blieb noch die Frage des Handlungsortes. Üblicherweise spielen Geschichten mit Werwölfen ja in Amerika oder London, aber meine Damen „mit Biss“ sollten in Deutschland zu Hause sein, dem Land von Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Da ich in Bonn aufgewachsen bin und sie für eine sehr typische deutsche Stadt halte, entschied ich mich, meine Figuren gerade hier aufeinandertreffen zu lassen.

Das also ist das „Making Off“ der Werwolf-Komödie „Die Stadtwölfin“ – eine Geschichte über starke Frauen, nicht ganz so starke Männer, coole Werwölfe und die Stadt Bonn. Mindestens eine Fortsetzung ist noch geplant, aber es wird noch eine Weile dauern, bevor ich sie schreiben kann.
Wer mag, kann kann mich über Facebook oder meine Homepage erreichen.

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