Montag, 16. Mai 2011

(Autorenplausch) Maja Winter: Die Drachenjägerin


Titel: Das Hohe Spiel (Die Drachenjägerin 01)
Autor: Maja Winter
Originaltitel, 544 Seiten
ISBN: 3442268133
Euro: 13,00














Wie kommt man dazu, Drachenfantasy zu schreiben? Meistens sind andere Bücher daran schuld, so auch bei mir. Ich weiß nicht mehr, ob Katla mein erster Drache war, aber auf jeden Fall hinterließ jenes Ungeheuer aus „Die Brüder Löwenherz“ einen bleibenden Eindruck bei mir. Als ich damals, mit sieben oder acht Jahren, ins Buch eintauchte und zusammen mit Krümel und Jonathan auszog, um das Ungeheuer zu besiegen, war es um mich geschehen. Meine erste eigene Grundschul-Drachengeschichte spielte denn auch im Land Nangijala, und darin war ich höchstpersönlich die gefürchtete Drachentöterin, die todesmutig gegen den schlimmsten Drachen aller Zeiten antrat. Die Geschichte endete mit einem spannenden Cliffhanger: „Und die Höhle explodierte.“ Leider gibt es davon keine Fortsetzung.
Seitdem hat meine Begeisterung für Drachen nicht nachgelassen, habe ich unzählige Romane gelesen und Filme gesehen, nur weil Drachen darin vorkommen – manchmal war ich sehr enttäuscht, manchmal begeistert. Mit achtzehn habe ich dann meinen ersten Drachenroman verfasst (möge er selig in seiner Schublade schlummern), in dem die Drachen denen aus der „Drachenjägerin“ schon recht ähnlich sahen. In der Tat haben es ein paar Ideen von damals über die Welt und die Drachen in meine Trilogie geschafft, auch wenn die Drachenjägerin-Romane mit diesem Frühwerk sonst kaum etwas gemeinsam haben.
Inzwischen habe ich mir natürlich längst abgewöhnt, selbst in meinen Geschichten aufzutreten. Das wäre mir auf Dauer auch zu langweilig. Ich lasse mich lieber von Figuren überraschen, die ich noch nicht kenne. Linnia Harlon hat quasi an meine Tür geklopft und wollte unbedingt gegen Drachen kämpfen. Sie hat einen ganzen Koffer voller Motive mitgebracht: Rache und den Wunsch, andere zu beschützen; auch der Drang, es ihrem Vater gleichzutun und sich selbst etwas zu beweisen, gehört untrennbar zu ihrem Wesen. Und sie will unbedingt den Drachen loswerden, der wie ein Fluch über ihr schwebt.
Ich war gerne bereit, ihr zu helfen. Um Linn besser zu verstehen, bin ich, sobald ich wusste, dass sie aus einer Müllersfamilie stammt, erst mal losgezogen und habe mir verschiedene alte Wassermühlen angesehen, die an Besuchertagen geöffnet sind. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt und anhört, wenn das Rad in Betrieb ist, und wie es in einer Mühle riecht - staubig, nach Getreide? Auch wenn die Mühle nur am Rande in der Geschichte vorkommt, hatte ich so immer das Zuhause, aus dem meine Heldin stammt, vor Augen. Eine Welt, die sie nie vergisst, nach der sie sich immer zurücksehnen wird, die ihr wie ein Mühlstein am Bein hängt. Erst jetzt, da ich ihre Herkunft kannte, konnte ich sie in die weite Welt hinausschicken.
Während ich die „Drachenjägerin“ schrieb, ist Linn mir immer mehr ans Herz gewachsen mit ihrem unbeirrbaren Optimismus und ihrem Starrsinn, auch wenn sie es sich damit in Herzensangelegenheiten schwerer als nötig macht – mehr will ich hier nicht verraten. Denn Romantik gehört für mich zu einer guten Geschichte dazu.
Ohne Freunde und Helfer würde Linn in der fremden Hauptstadt allerdings nie ihr Ziel erreichen. Eine weitere Figur, die ich besonders liebgewonnen habe, ist der Narr. Auf die Begegnung mit ihm habe ich mich an jedem Arbeitstag aufs Neue gefreut. Weit weniger sympathisch ist der Drache Nat Kyah. Er ist ein niederträchtiges Ungeheuer, aber auch wenn Linn ihn von ganzem Herzen hasst, ich mag ihn irgendwie. Natürlich. Die alte Faszination für Drachen ist immer noch wirksam. Wie könnte man auch Drachenromane schreiben, ohne diese Biester zu lieben?


1. Das Hohe Spiel (16. Mai 2011)
2. Das geheime Bündnis (18. Juli 2011)
3. Das unterirdische Reich (19.September 2011)

Zusammen mit dem Verlag verlost Verlorene-Werke Blog drei Exemplare vom ersten Teil der Trilogie "Das Hohe Spiel". Für eine Teilnahme am Gewinnspiel gelten folgende Bedingungen:
1) Bis zum 29.05.2011 eine E-Mail mit dem Betreff: "Das Hohe Spiel" an fayum[at]gmx[Punkt]de schreiben. Bitte gleich die Adresse angeben, damit der Roman nach der Ziehung schneller verschickt werden kann.
2) Wer eine solche E-Mail schreibt, willigt ein, eine Rezension zu diesem Roman zu schreiben, die innerhalb von etwa zwei Monaten an einem selbstgewählten Platz im www (Homepage, Forum, Blog, Amazon etc.) gespostet werden soll. Wer keinen solchen Platz kennt, darf eine Gastrezension für Verlorene-Werke Blog schreiben. Sobald die eigene Meinung online gegangen ist, bitte ich darum, mir den Link dazu zu senden.
Darum sollte nur wer sich sicher ist, dass er diesen Roman wirklich gerne lesen möchte und zudem auch in einer angemessenen Zeit rezensieren kann, an dem Gewinnspiel teilnehmen. Die Verlosung ist für alle Gerneleser innerhalb Europas geöffnet.
Allen Teilnehmern viel Glück!

Kommentare:

  1. Hallo,

    tolle Aktion und ich habe auch schon eine Mail gesendet - vielleicht habe ich ja Glück!!!

    Liebe Grüße

    Maddy

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  2. Hallo Maddy,

    vielen lieben Dank! Ist das nicht ein toller Text? Ich mag ihn sehr.
    Ich wünsche Dir viel Glück ;-)


    LG
    Soleil

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  3. Vielen Dank für den Tipp!

    LG Jessi

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  4. Gerne! :)
    Und herzlich Willkommen im Blog.

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  5. Vielen lieben Dank an alle, die sich am Gewinnspiel beteiligt haben. Über die vielen persönlichen Worte habe ich mich sehr gefreut.
    Und nun herzlichen Glückwunsch an:
    C. Reul, Bornheim
    M. Eckert, Glienicke
    S. Lipaj, Bad Soden a.Ts.
    Ich wünsche Euch viel Spaß beim lesen!

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