Am nächsten Tag fand die Lesung der Autorin im
Quatsch Comedy Club Abends um 20.30 Uhr statt. Da hatte Lara allerdings auch schon einen langen Tag hinter sich, der aber für die Fans sehr schön gewesen ist, wie ich gehört habe. Dank LYX, Audible, LoveLetter und Argon hatten nämlich je fünf Personen die Chance, einen Fanpass zu gewinnen. Los ging es mit einer Schiffsfahrt durch Berlin mit Lesung, Sehenswürdigkeiten, Signierrunden und Fragen stellen. Schließlich wurde ins Gebäude von Audible gewechselt wo ein Grillnachmittag bevorstand. Inklusive einer kleinen Führung und natürlich den weiteren Gästen
Simon Jäger, der die Hörbücher gelesen hat und
Irina von Bentheim.
Ich selbst stieß gegen 19.30 Uhr vor dem Club dazu. Da ich ohne Brille in der Ferne nicht gut sehe, habe ich diese erstmal suchen müssen, aber in den Weiten meiner Tasche doch noch gefunden. Bei den vielen Gesichern wollte ich kein bekanntes verpassen. Da kam plötzlich auch die Gruppe mit den glücklichen Gewinnern und obwohl ich etwas abseits stand während des Suchens, erkannten Lara und John mich und kamen auf mich zu. Wir plauderten kurz und ich fragte Lara, ob sie noch genug Power habe, schließlich lag ein langer Tag hinter ihr. Als sie verneinte, sah ich tatsächlich, dass sie ziemlich müde aussah. Ihr gefiel der Friedrichstadtpalast und sie fragte, ob ich schon mal dring ewesen wäre. Als Kind, aber das ist eine ganze Weile her, den Club habe ich allerdings schon im TV gesehen.
Ich wollte John ein bisschen necken und fragte ihn, ob er noch genug Fotos auf seiner Kamera übrig habe, aber er antwortete ernst, dass da noch eine Menge raufgehe. Aber gut, Lara war das letzte Mal selbst als Kind in Deutschland, wer weiß, wann es das nächste Mal der Fall sein würde. Da möchte man alle Eindrücke mitnehmen für die Familie zuhause.
Ich hörte übrigens schon, dass Lara sich erkältet hatte und sagte auch, dass das Wetter zur Zeit nicht so schön sei. Mal heiß und sonnig und dann wieder kalt und regnerisch. Kein Wunder also, dass der Körper das nicht lange mitmacht.
Schließlich gingen alle rein und Lara in die Gaderobe. Kurze Verschnaufpause vor der Lesung. Ich ging noch auf die Toilette und sah mich um. Es ging übrigens unter die Erde. Am Eingang zum Club standen Kris und Tina vom LoveLetter und verteilten die Ausgabe mit Lara Adrian auf dem Cover. Drinnen gab es eine Gruppe, die ich kannte und setzte mich dazu.
Der Club selbst hat sicher schon bessere Tage gesehen und im TV wirkt er irgendwie größer. Aber alles in allem macht er einen wirklich schönen Eindruck. Da wir noch eine halbe Stunde Zeit hatten, drehten sich die meisten Gespräche um Bücher.
Schließlich eröffnete Christina Knorr vom LYX-Verlag die Lesung. Dabei konnte sie gleich mit einer richtig guten Nachricht für Lara starten, deren neues Buch nämlich gleich ganz oben in den Bestsellerlisten eingestiegen ist. Schließlich wurden Simon Jäger und Irina von Bentheim vorgestellt.
Im Hintergrund und an der Seite gab es übrigens zwei Profi-Kameras und ich habe gehofft, dass das Video zur Lesung vielleicht im Internet bei Youtube oder so auftauchen wird (*). Sollte das nochmal der Fall sein, dann reiche ich das nach, denn Simon MUSS man einfach gehört haben! Ich mag Hörbücher im allgemeinen nicht wirklich, aber wenn er da so liest, wie auf der Bühne, dann werde ich am nächsten Lara Adrian-Hörbuch nicht einfach vorbeigehen.
Ein ganz großes Lob auch an Frau von Bentheim. Ich hätte ja nie gedacht, dass man das so gut hinbekommen könnte, zweisprachig ein Gespräch zustande zu bringen. Aber sie hat das toll und sehr lustig gemacht. Unheimlich informativ und spannend.
Auch sie war, wie glaube ich so ungefähr alle Damen, schwer begeistert von John, aber Lara meinte, sie solle aufhören zu schwärmen, sonst steigt ihm das noch zu Kopf. Nach einigen Fragen rund um die Welt und die Vampire (die im Prinzip Außerirdische sind, die Idee hatte John) las Lara eine Passage ihres Werkes vor. Übrigens war das eine Premiere. Ihre erste Lesereise überhaupt und ihre erste Lesung. Da musste selbst Irina von Bentheim nachfragen, aber so ist es. Noch nie hat Lara vor Publikum aus einem ihrer Werke gelesen. Diesem Umstand und auch ihrer starken Heiserkeit sei es auch geschuldet, dass es ein klein wenig schnell war. Aber sie hat wirklich tapfer durchgehalten.
Schließlich las Simon Jäger ein Stück und ich mochte es wirklich sehr. Später ist er vom Publikum gebeten worden, mal einen anderen männlichen Vampir zu lesen, beispielsweise Nikolai mit dem russischen Akzent. Toll! Ein Raunen ging durch den Saal. Auch Lara bestätigte, dass es ihr sehr gefallen hätte, vor allem das "Tiefe, Männliche". Wem nicht?
Nun konnten die Zuschauer Fragen stellen, wahlweise in deutsch oder englisch.
Eine Frage bezog sich darauf, ob Lara vor dem Schreiben schon wisse, wie das Buch ausgehen würde, was sie bejahte. Früher hätte sie bis zu zwei Jahren benötigt, um ein Buch zu schreiben, mittlerweile schafft sie es in vier bis sechs Monaten (mit plotten und Co.). Die Frage, ob der im Contest gesuchte Babyname unbedingt ein italienischer sein muss, wurde verneint.
Auch Simon Jäger wurden Fragen gestellt. Ob er mal rot geworden wäre an der ein oder anderen Stelle (Achtung Sexszene!). Er doch nicht. Wie lange er benötigen würde, um ein Buch einzulesen. Das käme ganz auf seine Tagesform an. Ich habe die genaue Zahl an Tagen nicht mehr im Kopf, aber ich weiß noch wie ich dachte, dass das schon ziemlich viel ist, was er da so wegliest.
Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu schnell, wie abgeschnitten. Ein paar Abschiedsworte wären nicht übel gewesen. Dafür gab es aber den Verweis, dass Lara nun noch Bücher signieren würde, Simon Jäger übrigens auch.
Da ich das schon hinter mir hatte, brauchte ich mich nicht an die lange Schlange anstellen, wofür ich sehr dankbar war, denn ich war müde. Dennoch ging ich mich noch von einigen verabschieden und habe John noch eine schöne Zeit in Deutschland gewünscht. (Lara saß bereits am Signiertisch.)
Netterweise wurde ich ein Stück im Auto mitgenommen und konnte so eine volle halbe Stunde einsparen. Und als ich schließlich zuhause war und die Füße hochlegen konnte, da wurde immer noch fleißig in Bücher und Hörbücher gekritzelt (das erfuhr ich am nächsten Tag).
Alles in allem zwei wundervolle Tage, für die ich mich bei allen Verantwortlichen ganz herzlich bedanken möchte!
PS: Zwei Kuriositäten zum Schluss.
Als ich Am Tag der Lesung am Bahnhof Friedrichstraße ausstieg und die Unterführung entlang ging, hat es tatsächlich eine Taube geschafft, mich anzusch ... sie hat zwar nur mein Hosenbein getroffen, aber immerhin. Ich finde ja ohnehin, dass es viel zu viele von den Viechern in der Stadt gibt und ich hasse es, wenn die alten Leute in meinem Haus die auch noch dick und rund füttern.
Als ich Nachts aus der Straßenbahn stieg, sah ich ein Wildkaninchen (ich wohne etwas außerhalb) über die Straße hoppeln. An den Schienen, bei denen die Fußgängerampel auf Rot stand, blieb es stehen und wartete, bis die Tram vorbeigefahren war und Grün wurde. Dann hoppelte es wie gehetzt weiter.