Freitag, 29. Januar 2010

Brauchen Sie eine Tragetasche? - Sibylle Weischenberg ♥♥♥


Die Ich-Erzählerin schwankt von einem Unglück ins nächste und lässt den Leser daran teilhaben. Sie hat ihr Leben gründlich satt und möchte sich verändern. Das ist jedoch leichter gesagt als getan.
Als der Liebste weit weg ist und die Freundinnen nur noch herummäkeln, unternimmt sie eine Reise mit ihrem besten schwulen Freund nach London. Doch selbst das heitert sie nicht auf und sie versucht es mit einer Schiffsreise. Allerdings mit ihrer Mutter ...

Sibylle Weischenberg wird den meisten aus dem Glamour-Leben der Stars und Sternchen bekannt sein. Und natürlich auch aus dem Frühstücksfernsehen. Nach: "Ich hasse den Sommer: Von Bikinikäufen und anderen Katastrophen" und "Meine 30 Lippenstifte und ich: Vom vierten Frühling und nicht abziehbaren Preisschildern" ist dies nun der dritte Roman aus ihrer Feder. Allerdings ist er auch verständlich, ohne die anderen gelesen zu haben.
An den Titeln ist erkennbar, dass es sich hier um sehr leichte und oberflächliche Lektüre handelt.
Es sind Szenen aus dem Alltag, die von der Autorin auf mitunter recht amüsante Weise dargestellt werden. Obwohl sie sich und den Leser manchmal schon ziemlich damit quält, haben diese Szenen dennoch einen gewissen Wiedererkennungswert. Und genau der bringt dann eben doch den ein oder anderen Lacher mit sich.
Sehr verwirrend die zahlreichen Freundinnen, die kaum voneinander zu unterschieden sind. Gern würde ich so etwas sagen wie: Die müssten aber besser charakterisiert werden. Aber ich glaube, darum geht es hier gar nicht.
Hier fehlt es an einer Liebesgeschichte, aber wer sich gern etwas über das gebeutelte Leben einer Society-Lady erzählen lassen möchte, wird seinen Unterhaltungswert schon finden. Irgendwie.


Kommentare:

  1. Ich weiß noch, wie ich mich im Sommer vor einigen Jahren auf "Ich hasse den Sommer" gestürtzt habe, was dann eine kurzweilige Lektüre wurde, allerdings nicht sehr überragend. Bei "Meine 30 Lippenstifte und ich" griff ich dann zum Hörbuch, von Sibylle Weischenberg selbst gelesen, was ein völliger Reinfall war. So geistreich und witzig sie auf Sat1 im Frühstücksfernsehen glänzt, so langweilig und aufgesetzt liest sie das Buch. Danach habe ich die Finger von ihren Büchern gelassen, man gewinnt den Eindruck, es sei eh immer mehr oder weniger dasselbe, was mir deine Rezi jetzt auch wieder bestätigt hat.

    Viele liebe Grüße
    Katrin

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  2. Hallo Katrin,

    ich kannte die Autorin vor dem Lesen eigentlich gar nicht und habe extra wegen ihr überhaupt mal Sat1 angeschaltet ;)
    Ihre Biografie klingt sehr interessant und ich denke, sie weiß, was sie vom Leben will.
    Schade, dass sie davon nicht auch ein bisschen was in ihr Buch gepackt hat. Also eben eine Vollblutfrau mit starkem Willen zum Beispiel. Aber vielleicht kommt das noch?
    Allerdings habe ich schon einige Leute getroffen, die mögen ihre Bücher sehr.
    Und mal ehrlich: Wer greift zu so einem Buch, mit eben diesem Cover und eben diesem Klappentext? ;) Diesen Lesern gefällt es sicher gut.

    LG
    Soleil

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  3. Morgen!

    In mir hätte sie eine dankbare Leserin gehabt. Ich mag ja Chicklit auch ab und an mal ganz gerne, allerdings habe ich nun nach 3 Büchern denen das gewisse etwas fehlt" das Gefühl, da kommt auch nichts mehr :( Naja, wir werden sehen ;) Im Fernsehen finde ich sie jedenfalls toll.

    Liebe Grüße
    Katrin

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  4. "Ich hasse den Sommer" habe ich verschenkt! Einmal lesen genügt, zweiten Buch muss nicht sein. Sie wird schlechter, auch im Frühstücksfernsehen... BÄH!

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  5. @Katrin:
    Ich könnte mir vorstellen, dass da doch noch das ein oder andere Buch kommt. Immerhin gibt der Mainstream auch noch viele Themen her ;)

    @Jo:
    Schön, dass Du mal wieder vorbeischaust!
    Und was meinst Du, woran das liegt? Thema zu ausgelutscht?

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