Freitag, 18. September 2009

Interview mit Emilia Jones


Möchtest Du Dich einmal kurz vorstellen? Was für einen Menschen sollte man vor Augen haben, wenn man den Namen „Emilia Jones“ (http://www.emilia-jones.de/) hört?
Emilia Jones hat sich ihren Nachnamen von Indiana Jones geklaut. Ansonsten halte ich mich für ziemlich gewöhnlich, abgesehen von meinem Hang zum Chaos ...

Könntest Du uns den "Club Noir" in ein paar Sätzen schildern?
Der „Club Noir“ liegt in einer verwaisten Seitenstraße inmitten von Brüssel. Er ist ein geheimer Treffpunkt von Vampiren und ihren LiebhaberInnen. Außerdem ist „Club Noir“ der Titel meines ersten Romans, in dem es um eben diesen geht.

Warum gerade ein erotischer Vampirroman - bzw. was macht gerade den Vampir für Dich so anziehend?
Der Vampir ist für einen erotischen Roman geradezu perfekt geeignet. Hand aufs Herz: Wie stellst Du Dir selbst einen Vampir vor? Sicher nicht mit Buckel, Klumpfuß und schiefer Nase.
Es ist wohl eine weit verbreitete Tatsache, dass der Vampir als eines der attraktivsten Geschöpfe überhaupt angesehen wird. Obendrein hat ein Vampir – bedingt durch seine lange Lebenszeit – sicherlich mehr Möglichkeiten als jeder andere, sich in Liebesdingen zu erproben. Insgesamt macht ihn das nicht nur unglaublich sexy und gut aussehend. Einer wie er weiß auch sicherlich ganz genau, was Frauen wollen.

Welche der Figuren liegt Dir am meisten am Herzen? Warum? Gibt es eine, die Dir oder jemandem Dir nahestehenden ähnlich geworden ist?
Zurzeit liegt mir der düstere Cedric am meisten am Herzen. Mit ihm habe ich mich gerade sehr intensiv beschäftigt. Er kam bereits in „Blutnächte“ vor und erhält nun seine eigene Geschichte. Das Manuskript dazu ist in der Zwischenzeit fertig gestellt. Spontan würde ich behaupten, dass keine meiner Figuren mir selbst oder jemandem aus meinem näheren Umfeld ähnlich ist. Aber wer weiß, vielleicht gibt es Bekannte von mir, die etwas anderes behaupten ;o)

Weißt Du, wer vorrangig Deine Geschichten liest? Bekommst Du auch manchmal Leserkontakt? Wem würdest Du den Roman am ehesten empfehlen und wer sollte am besten die Finger davon lassen?
Ich denke, meine Leserschaft ist in gewisser Weise gemischt. Ich hatte schon Kontakt zu „jungen Mädels“, zu reiferen Frauen und auch zu männlichen Lesern. Es kam schon vor, dass ich begeisterte Rückmeldungen per E-Mail erhielt, woraufhin ich natürlich auch jedes Mal begeistert bin. Das ist toll.
Am liebsten würde ich meine Romane jedem empfehlen, aber ich weiß natürlich, dass nicht jeder Mensch ein Fan von erotischen Vampirgeschichten ist.

In Deiner Brust schlagen zwei Herzen - Emilia ist ein Pseudonym für "Ulrike Stegeman". Was macht beide einzigartig, was unterscheidet sie, was haben sie gemeinsam?
Die einzige und größte Gemeinsamkeit ist die Person an sich – der Körper, wenn man so will ;o) Ansonsten schreibt Emilia die Geschichten, in denen Erotik vorkommt, und Ulrike alles andere. Unter meinem „bürgerlichen Namen“ Ulrike Stegemann habe ich vor den Vampirromanen schon viele Kurzgeschichten geschrieben und veröffentlicht. Zwar waren viele davon fantastisch, aber nie erotisch.

Ulrike ist gleichzeitig auch die Herausgeberin der "Elfenschrift" (
http://elfenschrift.de/).
Wann wurde das Magazin gegründet und wie kam es dazu?
Die erste Elfenschrift erschien im März 2004. Die Idee und die Lust dazu, ein eigenes Magazin zu machen, hatte ich schon lange vorher. Allerdings war mir nicht von Anfang an klar, in welche Richtung ich eigentlich wollte. Außerdem fehlte mir der Mut, mein Vorhaben tatsächlich umzusetzen. Letztendlich hat mir meine liebe Autorenkollegin Rena Larf den entscheidenden Schubs gegeben.

Wie hat sich die Elfenschrift in den letzten drei Jahren verändert, wie wird sie sich voraussichtlich zukünftig entwickeln?
Vor kurzem schrieb mir jemand, dass die Elfenschrift im Laufe der Zeit mehr Pfiff bekommen hätte. Mir selbst fällt das gar nicht mehr so sehr auf. Ich freue mich dann, so etwas zu lesen.
Eine wichtige Entwicklung war für mich selbst zum Beispiel das erste Elfenschrift-Weihnachtsbuch, das im letzten Jahr erschienen ist. Außerdem gibt es für die Dezember-Elfenschrift in diesem Jahr zum ersten Mal eine gesonderte Ausschreibung mit Jury und Preisen. Und für die Zukunft gibt es bestimmt auch noch die ein oder andere Sache, die ich mir einfallen lassen kann ;o)

Deinen eigenen Traummann hast Du bereits gefunden. Möchtest Du mit unseren Lesern vielleicht eine kleine Anekdote des Kennenlernens oder des Alltags teilen?
Mein Freund sagt, er habe das Aussehen von Brad Pitt, den Charme von James Dean und die Raffinesse von MacGyver ... ok, genauer gesagt: Wir nehmen uns beide nicht so ganz ernst und haben dabei ziemlich viel Spaß :)

Möchtest Du Deinen Lesern sonst noch etwas mitteilen?
Ja, die Gelegenheit möchte ich sehr gerne nutzen Demnächst erscheint mein dritter Vampirroman. Dieses Mal begleiten wir Vampir Cedric nach London, wo er nicht nur auf weitere Vampire, sondern auch auf einige Werwölfe trifft. Na ja, und wer Emilia Jones kennt, der ahnt bestimmt schon, dass sich „so ganz nebenbei“ auch eine Liebesgeschichte darin versteckt.
Ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen Leser damit begeistern kann.


Die Fotos sind mir von der Autorin zur Verfügung gestellt worden. Das gesamte Interview gibt es auf
http://www.verlorene-werke.de/ zu lesen, denn da gibt es noch einige Fragen mehr. Danke an alle, die eine oder mehr Fragen eingesandt haben!


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