Samstag, 20. Juni 2009

Film: Der Teufel trägt Prada



Die graue, aber schlaue Maus Andy Sachs (Anne Hathaway) hat das geschafft, wofür tausende andere junge Frauen morden würden. Gleich nach ihrem Collegeabschluß bekommt sie den Job als Assistentin bei Miranda Priestly (Meryl Streep), der angesagtesten und mächtigsten Modegöttin des Runaway Magazines. Anfangs begeistert, merkt Andy schnell, dass sie nur eine von vielen ist und Miranda mit nichts zufrieden stellen kann. Außerdem machen es ihr die anderen Mitarbeiterinnen nicht leicht. Die wissen nämlich, was up to date ist und kleiden sich dementsprechend. Die Haare immer exquisit, Strähne für Strähne akkurat gelegt, stöckeln sie auf ihren Pfennigabsätzen um Andy herum.
Doch Andy beißt die Zähne zusammen, denn schließlich ist das ihre Chance. Dass sie sich dabei mehr und mehr in das verwandelt, das sie zuvor abgelehnt hat, merkt sie nicht. Ihre Feunde und ihr Partner fühlen sich mehrmals vor den Kopf gestoßen, dringen aber kaum zu ihr durch.
Erst als Andy hautnah miterlebt, was Miranda bereit ist alles für ihren Job zu opfern und dabei auch über Leichen geht, fängt sie, die Sache zu überdenken.

Ein Film nach der Romanvorlage von Lauren Weisberger ("Die Party Queen", "Ein Ring von Tiffany" und natürlich "Der Teufel trägt Prada"), ganz in der Tradition der jungen Frauenromane. Und das mit zwei Spitzenschauspielerinnen, die meiner Meinung nach noch den ein oder anderen Schnitzer in der Handlung rausgerissen haben. Andere hätten es vielleicht lächerlich aussehen lassen, aber Meryl Streep weiß, wie man eine biestige Chefin gibt, die weiß, wer sie ist und dabei nie wirklich die Contenance verliert.
Die Besetzung von Andy fand ich dagegen nicht ganz so gelungen, was aber auch daran liegen kann, dass mich Anne Hathaway unglaublich nervt, seit ich sie in "Plötzlich Prinzessin" sehen musste (Eine Freundin hatte Geburtstag und hat uns mitgeschleift.) Und ich kenne auch das Buch nicht.
Dennoch garantiert der Film einen netten Fernsehabend, auch wenn er sich an der ein oder anderen Stelle etwas zieht. Erstaunlicherweise kann ich gar nichts weiter zum Film mehr sagen. Streep hat nicht umsonst Preise dafür gewonnen, ohne sie wäre das alles nur noch die Hälfte wert. "Der Teufel trägt Prada" ist ein weiterer Modewelt-auf-die-Schippe- Nehmer, neben „Prêt-à-Porter“ und "Zoolander" (den ich neulich zum ersten Mal gesehen habe) würden mir keine weiteren einfallen. Der Film ist eigentlich nicht sonderlich umwerfend, aber zusammen mit den Schauspielerinnen funktioniert er irgendwie.



DVD
FSK: ohne Altersbeschränkung,
Spieldauer: 104 Minuten
Bild: Widescreen,
Ton: Dolby Mehrkanalton AC3
Sprache: Deutsch, Englisch Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Mit Meryl Streep, Anne Hathaway, Stanley Tucci u. a.
Regie: David Frankel. 20th Century Fox


Kommentare:

  1. Ich fand den Film auch ganz nett. Nicht weltbewegend, aber kann man sich angucken. Wie das Buch eben.

    Schönes Wochenende,
    Nina

    AntwortenLöschen
  2. Fand den Film auch ganz ok, mir hat Meryl Streep super in der Rolle gefallen. Wie sie Miranda spielte genau so hatte ich es mir ausgemalt, das war klasse.

    LG und ein schönes WE
    Melli

    AntwortenLöschen
  3. Das Buch kenne ich leider nicht, aber nach dem Film muss ich es auch nicht unbedingt lesen. *g*
    Mit anderen Schauspielern wäre es wahrscheinlich total langweilig und hohl geworden.

    AntwortenLöschen