Donnerstag, 16. April 2009

Shopaholic-Die Schnäppchenjägerin - Sophie Kinsella




Rebecca Bloomwood arbeitet bei einer Wirtschaftszeitung und schreibt Artikel, die sie aus verschiedenen Pressemitteilungen zusammenstellt. Viel verdient sie damit nicht und im Gegensatz zu ihrer Mitbewohnerin verfügt sie auch über kein wohlhabendes Elternhaus. Aber leider hat sie eine große Leidenschaft - das Einkaufen.
Sämtliche bekannten Designer können sie als Kundin verbuchen und sie gibt auch gern mal 150 Pfund für ein Halstuch aus. Kein Wunder also, dass die Endwich Bank und besonders Derek Smeath sie wegen ihrem überzogenen Konto gern sprechen würden. Aber Rebecca lässt sich doch stets etwas neues einfallen - Bein gebrochen, Hund gestorben - und ignoriert alle Briefe, denn die Schulden wachsen ihr bald über den Kopf.
Auf diversen Pressekonferenzen trifft sie auf Luke Brandon, der seine eigene Businessfirma aufgezogen hat. Er macht sehr viel Eindruck auf sie und unbewußt versucht sie ständig, ihn zu beeindrucken. Sie scheint ihm ebenfalls zu gefallen, aber er ist mit einer schwerreichen Freundin liiert.
Rebeccas Alltag besteht also daraus, ihre Schulden zu ignorieren, an mehr Geld zu kommen und Luke Brandon nicht allzu häufig und bitte auch nicht in diesen ständigen peinlichen Situationen zu begegnen. Als sie einem Betrug auf die Schliche kommt, scheint auch Luke Brandon darin verwickelt zu sein. Was nun?


Ich möchte vorausschicken, dass ich bereits "Kennen wir uns nicht?" und "Göttin in Gummistiefeln" von der Autorin gelesen habe und beide sehr gut fand. Aber Shopaholic ist ein Buch, das mich sehr aufgeregt hat! So eine blöde Kuh, kann man noch bescheuerter und dümmer sein? Und wo ist der Witz, der z.B. in der "Göttin" viel enthalten ist? Ich fand das ganze Buch ehrlich gesagt nur mega-mega-doof.
Rebecca soll angeblich eine studierte Frau sein, es wird allerdings nicht verraten, was sie studiert hat. Sie ist (nett ausgedrückt) naiv und herrlich unbedarft. Daneben aber auch sehr Ich-bezogen und arrogant. Als ein junger Mann sie um ein Date bittet, weist sie ihn nicht nett zurück, sondern macht ihn richtig blöde an. So verhält sie sich allen Menschen gegenüber: nutzt-mir/ nutzt-mir-nicht. *grrr
Luke Brandon ist ein kultivierter und sypathischer Mann, der aber nur eines an ihr bewundern kann: ihr Aussehen. Und ehrlich: mehr hat Rebecca auch nicht zu bieten. Ich habe bereut, mir das Buch gekauft zu haben, so sehr, wie schon lange nicht mehr. Zwar fand ich die anderen wirklich gut, doch schon beim Klappentext von "Shopaholic" bin ich ins Grübeln gekommen. Aber da nun der Film in den Kinos ist und ich ihn mir eigentlich ansehen wollte, habe ich mich selbst überredet. (Ich lese immer zuerst das Buch.) Das Kinogeld werde ich mir jetzt sparen und auch die Fortsetzung interessiert mich nicht.
Was finden alle so gut an dem Roman? Angeblich Kinsellas bester. Aber gut, was finden die Leute an P. Hilton? Wer sie für das Nonplusultra einer jungen, modernen Frau hält, der sollte zum Buch greifen. Ansonsten Finger weg!!


Kommentare:

  1. Hallo Soleil,

    die "Göttin" habe ich auch gerne gelesen, auch wenn es ein oder zwei Stellen gab, mit denen ich Probleme hatte.
    Rebecca Bloomwood mochte ich schon vom Hörensagen nicht und deine Rezi hat mich nun davon überzeugt, das Buch wirklich nie lesen zu wollen. :-)

    Liebe Grüße,
    Sarah

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  2. Hallo Sarah,

    ja, ich wollte das Buch auch erst nicht lesen, schade, dass ich es dann doch gemacht habe ;) Zum Schluß habe ich nur noch durchgeblättert.
    Welche Stellen in der "Göttin" waren es denn, mit denen Du Probleme hattest?

    LG
    Soleil

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  3. Hallo Soleil,

    ich leide bei Szenen, in denen den Hauptfiguren Peinliches passiert, immer furchtbar mit und bei der "Göttin" war es die Stelle mit der Betriebsparty, wo Samantha sich einschleicht und entdeckt wird - die habe ich nur quergeblättert.
    Und das Happy End war mir ein wenig zu lange hinaus gezögert, da habe ich auch etwas abgekürzt. :-)

    Liebe Grüße,
    Sarah

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  4. Das stimmt, die Szene war wirklich peinlich. Das Ende war... mal etwas anderes. Ich hätte mich selbst nicht entscheiden können, was nun "besser" gewesen wäre, so wie es kam, was es schon in Ordnung.


    Über das Zusammenkommen bei diesem Buch konnte ich mich nicht mal freuen, es war einfach so... ach weiß auch nicht. Es passte einfach nicht. Kurz gesagt: Das Ende war doof.

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  5. Hi Soleil,

    Shopaholic hab ich auch, aber ich konnte mich noch nicht dazu durchringen es zu lesen. Irgendwie überzeugt mich das nicht so wirklich.

    Viele Grüße Lucian

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