Dienstag, 27. Januar 2009

Interview mit Kirsten Schützhofer




Möchten Sie sich einmal kurz vorstellen? Was für einen Menschen sollte man vor Augen haben, wenn man den Namen „Kirsten Schützhofer“ hört?
Einen wissbegierigen, empathischen Menschen mit eher trockenem Humor.



Mit welchem Buch sind Sie bekannt geworden? Könnten Sie es vielleicht in ein paar kurzen Sätzen schildern?
Mein Debütroman war "Die Tochter des Advokaten". Dieser spielt im späten 18. Jahrhundert in Frankreich, hauptsächlich in Paris zur Zeit der Französischen Revolution und schildert das Schicksal von fünf jungen Menschen. Es geht um Freundschaft und deren Verlust, um Rache und Verrat. Mir war es dabei besonders wichtig, die Ereignisse so zu schildern, wie sie die Menschen damals unmittelbar erlebt haben könnten. Ich möchte, dass die Leser eine Vorstellung der damaligen Zeit bekommen, ganz, als ob sie selbst dabei gewesen wären.



Wie sind Sie zum Genre „Historischer Roman“ gekommen? Was glauben Sie macht dieses Genre aus? Könnten Sie sich vorstellen, auch in einem anderen Genre zu schreiben?
Zum historischen Roman bin ich gekommen, weil ich selbst sehr gerne historische Romane lese und mich natürlich auch für Geschichte interessiere. Ich würde gerne mal einen Psychothriller oder einen Krimi schreiben, dazu hätte ich tatsächlich konkrete Ideen. In gewisser Weise gibt es auch eine Verbindung zum historischen Roman: beide Genres ermöglichen es, Menschen in Ausnahmesituationen zu zeigen.



Wie lange haben Sie insgesamt an "Die Tochter des Advokaten" geschrieben? Wie viel Zeit haben Sie auf die Vorbereitung gelegt? Wie viele Notizen sind entstanden?
Entstanden ist der Roman zwischen 1999 und 2004. Als reine Schreibzeit würde ich etwa 1,5 Jahre veranschlagen. Die Vorbereitung hatte sicherlich schon mit meiner Examensarbeit begonnen, in deren Rahmen ich mich intensiv mit dem 18. Jahrhundert beschäftigt habe. Wie viele Notizen entstanden sind, ist schwer zu sagen. Sowohl von meinem ersten, als auch von meinem zweiten Roman sind heute jeweils etwa zwei Regalbretter Ordner mit Recherchematerial, Notizen, Zeichnungen und Fotos geblieben.



Wie würden Sie sich den Umstand erklären, dass die meisten Protagonisten in historischen Romanen weiblich sind?
Zum Teil, vermute ich mal, ist das eine Marketingsache. Es hat viele erfolgreiche Bücher mit weiblichen Protagonisten gegeben. Was mich angeht, so habe ich immer mehrere Hauptfiguren, sowohl männliche als auch weibliche, deren Geschichten ich erzähle. Mein erster Roman hat zwar den Titel „Die Tochter des Advokaten“, er könnte aber genau so gut „Der Herr von Montfort“ heißen.



Was möchten Sie Ihren größten Kritikern sagen?
Behandelt jeden mit Höflichkeit und Respekt.



Wer sind Ihre fünf Lieblingsautoren? Finden sich darunter vielleicht auch Vorbilder? Welches Buch möchten Sie nie und unter keinen Umständen geschenkt bekommen?
Meine Lieblingsautoren wechseln immer mal wieder, aber unter den historischen lese ich u.a. gerne Lion Feuchtwanger, Julia Kröhn und Charlotte Lyne (letztere sind neu auf meiner Liste). Im Krimi- / Thrillerbereich hat es mir gerade Peter James angetan. Vorbilder habe ich keine, nichtsdestotrotz hat meine Entwicklung als Autorin sicherlich mit meinem Lesestoff zu tun.



Das gesamte Interview gibt es auf
www.verlorene-werke.de zu lesen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen