Englischer Wohlfühlkrimi zum Mitraten, aber
leider vorhersehbar und ein bisschen spröde.
Titel: Lady Hardcastle und der Tote im Wald
Autor: T E Kinsey
Originaltitel: A Quiet Life in the Country (A Lady Hardcastle Mystery Book 1)
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3734110078
Euro: 13,00
Veröffentlichungsdatum: September 2021
Seiten: 400
Serie: Ein englischer Wohlfühlkrimi 01
Come in: Tausch
Inhalt/Klappentext
England 1908: Ein geruhsames Leben fernab des
Londoner Trubels … genau das ist es, wonach Lady Emily Hardcastle sich sehnt.
Kurzerhand lässt die exzentrische Witwe die Koffer packen und zieht mit ihrer
tatkräftigen Zofe Florence »Flo« Armstrong in die malerischen Cotswolds. Doch
kaum dort angekommen, wird ihr Traum vom ländlichen Idyll rüde gestört: Bei
einem Spaziergang stolpern die beiden über einen toten Mann im Wald. Die hiesige
Polizei ist rasch vor Ort und ebenso rasch auf der falschen Fährte. Und Lady
Hardcastle sieht sich gezwungen, ihren Ruhestand aufzugeben und sich selbst auf
die Suche nach dem Übeltäter zu machen …
Meinung
Lady Hardcastle ist knapp zehn Jahre älter als
ihre Zofe Florence, die die Geschichte erzählt. Beide halten es längst nicht
mehr mit den Konventionen, sie sind eher Freundinnen, die bereits weit in der
Welt herumgekommen sind. Doch nun will sich die Lady, zumindest eine Weile,
aufs englische Land zurückziehen. Dumm nur, dass sie, kaum angekommen, bei
einem Spaziergang auf einen Toten stoßen. Und mit den Ermittlungsmethoden,
sofern überhaupt vorhanden, wenig anfangen können. Als obere
Gesellschaftsschicht, kann Lady Hardcastle unter eben jenen ermitteln und Flo
ist es möglich, mit den Dienern, den Chauffeuren, Gärtnern und Dorfbewohnern zu
sprechen. Das hat sich der Autor gut ausgedacht. Leider geht es nicht
sonderlich zeitgemäß zu, immerhin sollen wir uns im Jahr 1908 befinden. Die
zahlreichen Dialoge und die Handlungen der Damen (und anderen Figuren) lassen
wenig darauf schließen. Wer das überlesen kann, ist im Vorteil.
Mir war recht schnell klar, wer der Mörder sein
muss und auch warum, nur die Zusammenhänge nicht ganz. Etwa mittig hatte ich
einfach keinen Nerv mehr weiterzulesen. Gottlob wird am Ende alles anschaulich
zusammengefasst, so dass man nichts verpasst. Ich glaube, dass die Leser mit
dieser Serie ihren Spaß haben können und vielleicht schreibt sich der Autor in
den weiteren Bänden auch noch ein. Für mich war es aber nichts, so dass ich die
Serie leider nicht weiterverfolgen werde.
T E
Kinsey wuchs in London auf und
studierte Geschichte an der Universität Bristol. Er schrieb einige Jahre lang
als Journalist für Zeitschriften und Magazine, bevor er der glamourösen Welt
des Internets verfiel und bei einer sehr bekannten Unterhaltungswebsite
arbeitete. Nachdem er dabei half, drei Kinder großzuziehen, Tauchen lernte und
sich beibrachte, Schlagzeug und Mandoline zu spielen, beschloss er schließlich,
dass es an der Zeit ist, zum Schreiben zurückzukehren. Zum Glück – denn seine
Reihe um die exzentrische Hobbydetektivin Lady Emily Hardcastle und ihre
tatkräftige Zofe Florence Armstrong wurde ein Megahit.


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Es ändert sich nichts am Kommentieren, nur muss jetzt dieser lange untere Absatz dabeistehen. Ich danke allen, die mir einen Gruß dalassen!
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