Freitag, 30. April 2010

Hexenküsse - Yasmine Galenorn


Der Krieg in der Anderwelt herrscht nach wie vor und die Portale von der Menschenwelt müssen streng bewacht werden. Aber durch die geheime Unterwelt drängen allerhand phantastische Wesen; Goblins und Pixies in etwa. Die Menschen sind damit heillos überfordert und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen.
Die D'Artigo Schwestern werden vom Kronprinz der Dahn-Einhörner um Hilfe gebeten. Nur Camille, die Hexe in der Familie, kann das legendär gewordene schwarze Horn wiederfinden, dass gestohlen worden ist. Nur damit kann sie all ihre magischen Kräfte entfalten und beherrschen lernen. Gegen Schattenschwinge ist so ein mächtiges Artefakt lebenswichtig.
Doch noch während sich die Schwestern auf die Suche machen und ganz nebenbei auch immer das dritte Geistsiegel im Blick haben, taucht plötzlich Smoky, der Silberdrache, wieder auf. Er fordert die ihm versprochene Woche mit Camille ein. Sie gibt diesem Befehl nach und ihre Schwestern und anderen Liebhaber müssen befürchten, dass Camille dem Drachen verfällt.

Das ist der vierte Teil der Schwestern-des-Mondes-Reihe, die unbedingt in Folge gelesen werden sollte. Hier wird es erstmalig actionreicher, viele Kämpfe und kleinere Scharmützel müssen ausgefochten werden.
Es taucht auch so ungefähr alles an mystischen Gestaltenwesen auf, die es gibt und ich habe mich ab und an bei dem Wunsch ertappt, mit der Stirn auf den Schreibtisch zu hämmern. Allerdings kann man das der Autorin nicht lange übel nehmen, denn sie versteht es einfach, unterhaltsam zu sein. Nie kommt Langeweile auf und was immer folgen soll, wird mit Spannung erwartet.
Als Älteste hatte es Camille nie so ganz einfach, musste sie doch stets für die jüngeren Schwestern da sein. Und auch wenn ihre anderen beiden Liebhaber, der Fuchdämon und der Svartaner, keine Schwächlinge sind, bekommt sie doch mit Smoky einen Mann an ihre Seite, der alle Fäden in der Hand hält. Das und sein Sexappeal bringen auch ihre Gefühle völlig durcheinander. Hier wird viel Erotik gekostet und ausgelebt. Wem das im allgemeinen nicht liegt, sollte nicht mit der Serie beginnen, denn das macht einen großen Teil davon aus.
Zunehmend wird allerdings auch deutlich, dass die gehandicapten Schwestern mächtiger und fehlerloser werden. Dabei machte das doch ihren größten Reiz aus, dass sie eben nicht perfekt waren und damit das Ende nie so wirklich gewiss war.
Da ich auch schon die Folgebände gelesen habe, warte ich sehnsüchtig auf das Herbstprogramm des Verlages. Würde die Serie urplötzlich abgebrochen werden, wäre ich sehr traurig, denn ich verfolge sie gern.
Im Original hat Yasmine Galenorn erst kürzlich weitere Verträge unterzeichnet für die Bände 10, 11 und 12. Ganzer Artikel hier. Hoffen wir, dass es noch mehr von den Schwestern zu lesen gibt, es aber trotzdem auch irgendwann ein Ende finden wird.


http://www.galenorn.com/
Yasmine Galenorn hatte sich in Amerika bereits mit einer Reihe Romane und Sachbücher einen Namen gemacht, bevor ihr mit ihrer Serie um die "Schwestern des Mondes" auch der internationale Durchbruch gelang. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann Samwise und vier Katzen in Bellevue.
Sie schreibt auch unter dem Pseudonym India Ink.
Für weitere Informationen benutzt doch einfach die Suchfunktion dieses Blogs.


"Die Hexe"


Mittwoch, 28. April 2010

(DVD) Prinzessin Fantaghiró (1+2)


Es war ein Experiment, das ich gewagt habe und Schuld daran ist eine junge (weil gleichalte) Autorin, deren Namen ich nicht nenne. Es gibt ja doch so einige Serien, die an die gute, alte Zeit erinnern und ganz oben auf die Liste gehört sicherlich "Prinzessin Fantaghiró".
Da ich mir vor Jahren die Sammelbox zugelegt habe, konnte ich nun ein sehr gewagtes Experiment angehen. Ich werde mir alle Teile (noch einmal) ansehen und exklusiv (und gnadenlos) über meine Erfahrungen berichten. Dabei muss ich allerdings erwähnen, dass ich die letzten Folgen nie gesehen habe und sie daher nicht wiederhole, sondern erstmalig anschaue.
Nun aber zu Teil 1 und 2.

Die Fantasy-Serie entstand nach dem italienischen Märchen "Fantaghiró persona bella" von Italo Calvino. Der Autor hat ein altes toskanisches Volksmärchen aus dem neunten Jahrhundert ausgegraben und neu erzählt.
Erstmals in Deutschland ausgestrahlt wurde sie im Dezember 1993. Nach den ursprünglichen ersten vier Folgen wurde die Reihe dreimal mit jeweils zwei neuen Folgen fortgesetzt. Jede Folge hatte Spielfilmlänge.

Zwei Königreiche im Krieg. Der Herrscher des einen Landes sehnt sich nach zwei Töchtern nach einem Sohn. Voller Hoffnung kehrt er heim und muss nicht nur seine Frau begraben, sondern auch die dritte Tochter akzeptieren. Bevor er sie für den Tod der Mutter, die bei der Geburt ums Leben kam, bestrafen kann, schreitet die Weiße Hexe ein und weissagt, dass es sich bei der kleinen Fantaghiró um ein ganz besonderes Mädchen handelt.
Nähen, Puppen und sittsam schweigen sind so gar nichts für den Wildfang, lieber will sie Bogen schießen lernen. So oft sie bestraft wird, so oft setzt sie doch ihren eigenen Kopf durch. Als sie erwachsen ist, hat ihr Vater genug und jagt sie davon. Im Wald trifft Fantaghiró auf den Weißen Ritter, der ihr fechten, reiten und das Verständnis für die Natur beibringt.
Am Ende der Lektionen heißt er sie einen Pfeil abzuschießen, der beinahe einen jungen Mann trifft, der mit zwei Gefährten an der Grenze entlangreitet. Es handelt sich dabei um Romualdo, den Sohn des Königs des Feindeslandes.
Fantaghiró kann sich zwischen Farnen und Büschen verstecken, doch er entdeckt sie und ist von ihrer Schönheit und ihren Augen fasziniert. Der Weiße Ritter gibt Fantaghiró als eine Fee aus dem Walde aus und schickt Romualdo fort.
Unerwartet stirbt der feindliche König und Romualdo nimmt seinen Platz ein. Er ist des Mordens übedrüssig und kann das Leid seines Volkes nicht mehr mitansehen. Also schlägt er einen Zweikampf vor, der den Krieg entscheiden soll.
Doch die Weiße Hexe sagt dem König voraus, dass kein Krieger Romualdo besiegen kann, sondern nur einer seiner Nachkommen. Doch er hat nur Töchter!
Fantaghiró ergreift ihre Chance. Sie verkleidet sich als Junge und macht sich auf den Weg, um gegen Romualdo zu kämpfen. Als Romualdo sie erblickt, meint er, ihre Augen zu erkennen. Fantaghiró kämpft um den Sieg ihres Reiches, Romualdo um das, was eine Frau am meisten fürchtet ...

Das erste, was mir wieder in den Sinn kam, war die wunderschöne Musik. Leider ist die Qualität der Filme nicht besonders gut, aber man kann es schon gut schauen. Wer sie allerdings erstmalig ansieht, könnte enttäuscht sein, zumal die Box auch keine große Sprachauswahl und noch weniger Extras bietet. Dafür ist der Preis im Gegensatz zum Einzelkauf unschlagbar.
Die Geschichte soll, da folge ich Hörensagen, für Kinder gemacht worden sein, was die zahlreichen Übertreibungen der Schauspieler erklärt. Die Gestik ist beinahe ausufernd, die Mimik nicht immer so ernst zu nehmen, wie es wohl geplant war. Dadurch gerät auch mal eine Figur etwas unglaubhaft. Zum Beispiel Mario Adorf als König. Einerseits grimmig und böse, lässt er doch immer wieder sein gutes Herz durchschauen. Mir wäre wohler gewesen, wenn er sich für eines davon entschieden hätte.
Teil 1 und 2 haben noch Ángela Molina als Weiße Hexe/ Weißer Ritter, die für die Rolle viel besser geeignet ist, als ihre Nachfolgerin, was vor allem in der Männerrolle sichtbar wird.
Die Küstüme sind mitunter recht gewöhnungsbedürftig, vor allem die der Männer, die in leichten Strumpfhosen durch die Gegend rennen. Und Romualdo in Fellen? Kam bei mir beim nochmaligen Sehen auch nicht so gut an.
Natürlich sind die Effekte vergleichsweise einfach gehalten, aber so etwas wie den Stein, der sich darüber beschwert, verlegt worden zu sein und der später noch weiter mitspielen wird, will ich mal in einem heutigen Film sehen. Das bekommt so niedlich bestimmt keiner mehr hin! Meine Vorliebe für grimmige oder (sehr) kauzige Figuren wird hier sicher deutlich.
Alles in allem habe ich mich sehr gefreut, die Filme noch einmal sehen zu dürfen. Alessandra Martines ist wirklich wunderschön und spielt gut. Ich weiß noch, dass ich beim erstmaligen sehen aber enttäuscht war. Damals hatte ich noch kein Faible für Liebesgeschichten (oder Mädchenbücher) und mied sie, wo ich nur konnte. Ich freute mich auf eine starke Frau, die ihren Weg geht, aber als Fantaghiró dann weinerlich wurde, weil sie sich verliebt hat (!) wollte ich schon nicht weitersehen. Aber so viel Auswahl an Fantasyfilmen gabs damals noch nicht ...
Leider, leider ist mir auch wieder meine Abneigung gegen Romualdo eingefallen, in dem ich eher eine Art Milchbubi sehe. Und das schon, wo Tarabas noch gar nicht aufgetaucht ist! Aber gut, er ist hell, wo Fantaghiró dunkel ist und mit seinen blauen Augen sieht er schon so gut aus, wie es ein Prinz tunlichst sollte. Würde man nur sein Gesicht sehen (ohne Haare) und würde er den Mund nicht aufmachen ... och ja, warum nicht?
Die Handlung ist einfach und unheimlich kitschig. Großartige Wendungen gibt es nicht, dafür aber Gefühle und Kämpfe am laufenden Band. Humor gibt es ebenfalls, ebenso wie viele kleinere Ideen am Rande, die stets durchdacht wirken.
Das klingt alles schlimmer, als es eigentlich ist, denn noch immer habe ich "Fantaghiró" sehr gerne gesehen. Wer es noch nicht kennt, sollte nicht länger zögern und sich die Filme ansehen. Übrigens auch ein Spaß für die ganze Familie.

Darsteller (1+2):
Alessandra Martines- Fantaghiró
Kim Rossi-Stuart - Romualdo
Ángela Molina - Weiße Hexe / Weißer Ritter (Teil 1+2)
Mario Adorf - König, Vater Fantaghiró
Ornella Marcucci - Caterina (Teil 1+2)
Katerina Brozova - Carolina
Tomas Valik - Ivaldo
Stefano Davanzati - Cataldo
Jean-Pierre Cassel - General


Dienstag, 27. April 2010

Chili, Charme und Schokoküsse - Susanne Walsleben


Bea ist rund vierzig Jahre alt und wurde von ihrem Mann Claus, der stets auf einem eigenen Nachnamen bestand, wegen einer jüngeren Frau verlassen. Zum Trost und um den Kopf frei zu bekommen hat sie Urlaub gmacht, dort einen sehr netten Mann kennengelernt und mit ihm schöne Stunden verbracht.
Neben ihren zwei Kindern ist ihr aber ihr kleines Schokoladengeschäft "Xocolatl" am wichtigsten. Da taucht aber plötzlich der charmante Steuerprüfer Hans-Dieter Wiesner auf und will in ihre Unterlagen sehen.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, tritt auch noch die unleidige Schwiegermutter einen Besuch an - und weiß noch nichts von der Trennung. Und Beas Mann fällt ein, dass seine Affäre nicht sein Familienglück bedrohen und sie wieder ale zusammen in einem Haus glücklich sein sollten. Alimente und Unterhaltszahlungen haben natürlich nichts damit zu tun. Als sich dann auch noch Beas Urlaubsaffäre ankündigt, muss die geschlagene Frau erst einmal Ordnung in ihr Leben bringen.

Was sich zunächst nach Nonsens, weil viel zu übertrieben anhört, hat wirklich funktioniert. Die Sprache wirkt nicht aufgesetzt, auch wenn sie sehr locker daher kommt und Ereignis für Ereignis ist überraschend und sehr witzig.
Zwar erschloss sich mir nicht ganz, warum es gerade ein Schokoladengeschäft sein musste, aber das spielt auch nicht wirklich eine Rolle. An den Namen hätte man durchaus feilen können, aber auf das deutsche Umfeld passen sie anstandlos.
Bea nimmt man ab, dass sie selbstbewusst ist, auch wenn es die berühmten paar Kilo zu viel und damit ein paar Selbstzweifel gibt. Ihr Noch-Ehemann ist unsympathisch bis zum Schluss, die Kinder kleine Rabauken, die Affäre schnell beleidigt. Ich hatte jedoch nicht das Gefühl, etwas sei aufgesetzt oder konstruiert. Für mich klappte alles wunderbar und ich fühlte mich gut unterhalten. Dabei hadere ich meist mit solcher Thematik, weil es manche Autorin zu weit treibt.
Mir hat die Geschichte, die sich im übrigen sehr schnell weglesen lässt, sehr gefallen und ich empfehle sie gern weiter.


Keine Homepage gefunden
Susanne Walsleben arbeitete nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Geschichte als freie Autorin (u.a. für "Cosmopolitan", "Freundin", "Maxi", "Elle"), und war Chefredakteurin bei "Burda Moden". Seit Sommer 2004 arbeitet sie wieder erfolgreich als freie Autorin. Außerdem hat sie bereits mehrere Bücher zu den Themen Psychologie und Partnerschaft veröffentlicht.


Montag, 26. April 2010

Die Reise nach Yndalamor - Nina Blazon


In einer Taverne am Rande der Welten lebt der Junge Tobbs. Nur der Wirt Dopoulus, der ihn aufgezogen hat, besitzt all die Schlüssel zu den Türen, die von der Taverne abgehen.
An Tobbs dreizehnten Geburtstag muss er erst einmal eine Dämonenhochzeit überstehen, ehe er selbst feiern und das größte Geheimnis seines Lebens erfahren darf. Schwierig, wenn der kleine Dämonenjunge Sid, der aussieht wie ein blonder Engel, es darauf anlegt, die Welt zu erkunden und Tobbs mit hineinzieht.
Ausgerechnet die Kutsche der Göttin Kali, die gerade zum Tee bei Dopoulus ist, wird von Sid ausprobiert. Und da Tobbs auf ihn aufpassen soll, muss er wohl oder übel mit durch die Tür ins wilde Yndalamor. Was nun folgt ist eine abenteuerliche und bunte Reise, auf der die Kinder neue Wesen und Kulturen kennenlernen. Nicht immer ungefährlich so eine Spritztour!

Die Autorin hat bereits verraten, dass die drei Bücher der Reihe in absehbarer Zukunft neu aufgelegt werden."Über die Neuauflage kann ich leider noch gar nicht mehr sagen, als in meinen News steht. Ich weiß nur, dass, nicht aber, wann genau und in welcher Form. Einen Dreierband daraus zu machen, hätte aber wirklich seinen Reiz, guter Gedanke!" Danke *hüstel*
Was es zuerst gab, war die Idee "mit den vielen Türen, die alle in verschiedene Länder und Zeiten führen. Die Geschichte von Tobbs bot sich dann geradezu an: ein Junge, der sich immer fragen muss, aus welcher dieser Welten er wohl stammt."
Ich war beim lesen besonders von der Vielfalt der Ideen beeindruckt, viele Einzelheiten haben sich zu einem großen Gesamtbild zusammegefügt. Der Junge Tobbs gerät in Schwierigkeiten, die er nicht selbst verursacht hat und auch gar nicht haben will, stellt sich diesen aber (mal mehr, mal weniger) meisterhaft.
Durch seine Kindheit in der Taverne akzeptiert er Andersartigkeit bei anderen und lässt sich auch darauf ein.
Kindern dürfte aber vor allem die Reichhaltigkeit des Inhaltes gefallen. Auf der Dämonenhochzeit gibt es beispielsweise Schlangensaft mit ausgepresster Fledermaus zu trinken. Wie das schmeckt? "Gibt man eine Prise gemahlenen Echsenpfeffer hinzu, schmeckt es ein bisschen wie Tomatensaft plus Cola. Auspressen bitte ÜBER dem Glas per Hand. Wringen hilft."
Eklig? Ungeeignet für Kinder? Mitnichten! Wenn man es richtig verpackt, kann man Kindern mit allem kommen. Der Roman ist nicht zu kompliziert oder grausam geschrieben. Trotz der Dämonen, der Flug (mit runterfallen), diversen Kämpfen und Fluchten ist das alles kindgerecht verpackt. Auch Kinder mögen Spannung! Und die wird eben nicht gerade mit Happy-End-Welten erreicht, da muss auch mal was schief gehen. Tobbs könnte ein Lied davon singen.
Was mir im nachhinein aufgefallen ist, war die der Umstand, dass das Buch eigentlich nicht dick ist und sich rasch weglesen lässt. Aber es passiert eine ganze Menge! Dabei ist nichts gestaucht und ich hatte auch nie das Gefühl, dass da irgendetwas nur rasch abgehandelt wurde. Die Charaktere waren zumeist sympathisch und besaßen genug Eigenheiten um sie entweder zu lieben oder zu hassen.
Eine Sache aber hat mir gar nicht gefallen - vor allem, weil ich es bis zum Ende nicht verstanden habe. Jamie und Megan. Diese Geschichte in der Geschichte wird mir wohl auch weiterhin fremd und verborgen bleiben. Zumindest scheinen sie kein Liebespaar zu sein, auch wenn Megan ihn ständig ihren "Geliebten" nennt. "Liebe Soleil, Jamie ist an Megans Sturz absolut unschuldig. Hier wäre wohl eher Lord Sedrik der Zahnlose ein Fall für C.S.I. Gwynidell." Ich frage mich mitllerweile, ob die beiden in Teil zwei oder drei noch einmal auftauchen? Das Ende von ihnen ist jedenfalls nichts für alle, die so wie ich ein großes Happy End Feeling haben.
Alles in allem aber sprüht die Geschichte nur so vor verrückten und kulturell bunten Ideen und will nicht immer nur ernst genommen werden. Manchmal wirkt es wie bunt zusammengewürfelt, mal hier und da an verschiedenen Zeiten, Orten und Religionen bedient. Doch alles ist genau durchdachte und nicht einfach sinnlos aneinander gereiht.
"Wie ich auf diese Figur kam: Ich lese sehr gerne Märchen - quer durch alle Kulturen und Länder. Und Afanasjews Märchen "Baba Jaga und Wassilissa, die Wunderschöne" gefällt mir besonders. Diese Hexengestalt (die ja nicht immer als böse dargestellt wird, sondern auch andere Seiten hat) passte, so fand ich, gut in die Reihe um Tobbs."
Eine Geschichte, die sicher nicht nur Kindern und Jugendlichen gefällt und die ich ganz sicher weiter verfolgen werde.


http://www.ninablazon.de/
Nina Blazon wurde 1969 geboren und wuchs in Neu-Ulm auf. In Würzburg studierte sie Germanistik und Slawistik, unterrichtete an den Unis in Tübingen und Saarbrücken, bevor sie in der Lokalredaktion der Cuxhavener Nachrichten erste Schreiberfahrungen sammelte. Heute lebt sie als freie Journalistin mit ihrem Mann in Stuttgart.

Die Taverne am Rande der Welten:
1) Die Reise nach Yndalamor
2) Im Land der Tajumeeren
3) Das Königreich der Kitsune


Freitag, 23. April 2010

Verlagsgeplauder - Von der Idee zur Anthologie




Der Verleger Torsten Low plaudert aus dem Nähkästchen. Und das auch noch gern! In regelmäßigen Abständen wird er sich ein Thema wählen und einige Worte dazu aufschreiben. Alle, die sich näher dafür interessieren, sind herzlich eingeladen, sich diese Worte durchzulesen und zu kommentieren. Mehr noch: Interessiert ein Thema besonders? Dann her damit, Torsten antwortet gern.

Kleinverlage fangen gerne mit ihr an, ist doch eine Anthologieausschreibung ein recht schneller Weg, an ein paar Autoren zu kommen, ohne ein „Autoren gesucht“-Schild aufzuhängen.
Doch wie entsteht eigentlich so eine Anthologie?
Am Anfang steht eine Idee. Ein Genre. Ein Thema. Ein Gegenstand. Eine Situation. Diese Idee entscheidet darüber, ob die Anthologie ein Erfolg wird. Wobei Erfolg relativ ist – Anthologien verkaufen sich meist mittelprächtig bis schlecht. Die Gründe dafür sind vielfältig und nicht immer eingängig.
So ist der große Vorteil von Anthologien – Geschichten von unterschiedlichen Autoren lesen zu können – auch gleichzeitig der große Nachteil, gefällt doch nicht jede Geschichte auch jedem Leser.
Für Buchhändler ist eine Anthologie ein nicht kalkulierbares Risiko, deswegen finden sich im stationären Buchhandel nur wenige Anthologien. Große Verlage, die haben bereits darauf reagiert und geben nur noch selten Kurzgeschichtensammlungen heraus.
Und auch, wenn viele Leser angeben, gerne Kurzgeschichten zu lesen, geben die meisten ebenfalls an, noch nie eine Anthologie gekauft zu haben. Dabei sind gerade in Kurzgeschichtensammlungen manchmal Perlen versteckt.

Zur Ideenfindung befrage ich mich oftmals selbst, was ich denn gerne lesen würde. Was für Geschichten würde mich interessieren. Ist es ein unverbrauchtes Thema? Oder handelt jede dritte Anthologie davon? Je unverbrauchter das Thema, desto größer sind die Erfolgschancen.
Dazu gehört auch eine umfangreiche Analyse des Marktes.
Was wurde im letzten Jahr von den bekannteren Verlagen herausgegeben. Welche Ausschreibungen sind im Moment gerade aktuell. Was steht derzeit im Überfluss im Buchladen? Diese Themen sollte man besser nicht nehmen, da die Konkurrenz einfach zu groß ist.
Diese Idee sollte nun Stück für Stück verfeinert werden, bis sich das Thema in ein bis zwei knackige Sätze packen lässt.
Bei der Lichtbringer-Ausschreibung war die Grundidee für mich beispielsweise: Gralssuche-Motiv in einer eigenständigen Fantasy-Welt, allerdings mit einem Schwert als Heilsbringer. Und ähnlich wie bei der Suche nach dem heiligen Gral durfte das Schwert in den Geschichten nicht gefunden werden.

Wenn die Idee steht, suche ich mir Personen, die mich dabei unterstützen. Ein oder mehrere Herausgeber müssen gefunden, eine Jury aufgestellt, vielleicht sogar ein bekannter Autor zur Mitarbeit bewegt werden. Beispielsweise konnten wir für "Lichtbringer" die Fantasy-Autorin Heide Solveig Göttner für die Jury gewinnen. Für "Weltenbaum" schrieb Christoph Hardebusch das Vorwort. Und bei den "Geisterhaften Grotesken" unterstützen mich gleich drei deutsche Bestseller-Autoren mit wunderbaren Wasserspeiergeschichten.

Gemeinsam geht es dann weiter – Formulieren der Ausschreibung, Festlegen der Ausschreibungsdauer, Werbetrommel rühren und aktiv in Schreibforen posten.
Und sich wappnen für den Ansturm der Geschichten.
Ansturm der Geschichten? Die Realität sieht anders aus. Bei meiner ersten Ausschreibung fand ich das noch erschreckend. Wir haben alles getan, um Autoren zu motivieren und es kamen zunächst keine Geschichten. In den ersten vier Monaten hatten wir eine einzige Einsendung erhalten.
EINE!
Zwei weitere im fünften Monat.
Voller Euphorie gestartet und dann so unsanft auf den Boden zurückgeholt. Ich war der Verzweiflung nahe! Meine Erfahrungen beim Büchermachen und Verlegen bezog sich ja bisher ausschließlich auf meine eigenen Romane. Hatte ich bei der Auswahl des Themas einen Fehler gemacht? War die Ausschreibung zu schwammig formuliert? War die Werbung verpufft? Oder hatte man kein Vertrauen in mich?
Schnell musste ich feststellen, dass es für einen Neu-Verlag gar nicht so einfach ist, bekanntere Autoren für eine Anthologieausschreibung zu begeistern. Manche lehnten sofort ab. Man wolle erst einmal sehen, wie ich mich schlage. Anscheinend nicht ganz schlecht, denn mittlerweile haben sie sich an Nachfolgeprojekten beteiligt.
Im letzten Monat der Lichtbringer-Ausschreibung endlich die Erleichterung und auch die Erkenntnis: Autoren warten bis zur letzten Minute.
Mit dem Wissen konnte ich die Ausschreibung für "Weltenbaum" oder die "Geisterhaften Grotesken" viel gelassener angehen. Auch hier kam ein Großteil der Einsendungen erst in den letzten Tagen.

Nun geht es an die eigentliche Arbeit. Die Geschichten müssen gelesen und ausgewählt werden. Dabei wurde ich bisher immer sehr tatkräftig durch die Jury und die Herausgeber unterstützt. Die Siegergeschichten durchlaufen ein mehrstufiges Korrektorat und Lektorat. Dabei unterstützen neben den Jurymitgliedern auch meine Eltern, die sich in den letzten zwei Jahren extrem in der neuen deutschen Rechtschreibung auf den neuesten Stand gebracht haben.

Nach Rücksprache mit den Autoren bezüglich eventueller Korrekturen werden die Geschichten digital gesetzt, also mittels eines speziellen Publishing-Programms in eine druckfähige Form gebracht. Erst in diesem Arbeitsschritt wird die endgültige Aufteilung des Textes auf Seiten vorgenommen, Schriften und Formate verändert, Bilder eingefügt, auf Hurenkinder und Schusterjungen geachtet und Wörtertrennungen vorgenommen.
Die Verträge werden versandt. Das Cover wird an die endgültige Buchdicke angepasst und langsam die Werbung angekurbelt. Schließlich müssen ja auch noch Plakate, Postkarten und Lesezeichen gedruckt werden. Das Probeexemplar wird gedruckt und ein letztes Mal geprüft.
Endlich ist es soweit – nun geht das Buch endgültig in Druck.

http://www.verlag-torsten-low.de/
Das andere Buch


Donnerstag, 22. April 2010

Sag's nicht weiter, Liebling - Sophie Kinsella


Emma Corrigan möchte es besser machen. Nur besser als was? Alles, was sie weiß ist, dass ihre Eltern hohe Erwartungen in sie stecken, ihr aber stets das Gefühl geben, ihnen nie gerecht zu werden. Und ihre Cousine Kerry, die seit dem Tod ihrer Mutter bei Emma und deren Eltern lebte, hat nicht nur eine eigene Firma, sondern gibt auch ständig damit an. Als ein Meeting völlig schief geht, trinkt Emma mehr, als sie verträgt und tritt dann mit großer Flugangst die Rückreise an. Auf dem Flug gibt es einige Turbolenzen und da rutschen sie Emma heraus: alle Geheimnisse die sie je gehabt und noch nie jemanden erzählt hat. Der Mann neben ihr ist zwar jung und gutaussehend, aber das spielt keine Rolle, schließlich wird sie ihn ja nie wieder sehen. Was mehr als gut ist!
Doch nur wenige Tage später folgt die totale Ernüchterung: Der Chef der gesamten Firma, in der Emma arbeitet, kommt um sich alles anzusehen. Jack Harper ist Multimillionär und ... der Typ aus dem Flugzeug!


Endlich alle Kinsella-Romane gelesen - abgesehen von den Schnäppchenjäger-Dingern, da mochte ich Buch 1 so wenig, dass ich auch den Rest nicht lesen werde.
Und was soll ich sagen? "Sag's nicht weiter, Liebling" rangiert weit oben auf meiner Kinsella-Bestenliste.
Zunächst beginnt alles ganz harmlos, dafür aber umso witziger. Emma stellt Listen auf, von Geheimnissen, von Dingen, die sie tun oder nicht tun wird. Ihr passiert auf der Konferenz ein großes Missgeschick. Typischer Kinsella-Hauptcharakter eben. Aber Emma ist auch sehr sympathisch und durch ihre Geheimnisse von Anfang an sehr lebensecht.
Unterhaltsam liest es sich bis zur Hälfte, ohne dass etwas Nennenswertes geschehen wäre. Aber dann. Drama, Baby, Drama!
Emmas Welt, die bis dahin sehr glücklich war, bricht zusammen. Und alles dreht sich um Geheimnisse, eigene und die von anderen. Der Mann bricht ihr das Herz! Was hat sie nur getan, um das zu verdienen? Ich war ja SO ergriffen und die Seiten flogen nur so an mir vorbei.
Es ist schwer, nicht alles zu verraten, also nur so viel. Ein typischer Kinsella, mit einer sympathischen Protagonistin, einem ansprechenden (gutaussehenden, wortkargen) Mann, jeder Menge Verwicklungen, Witz und Gefühl.

Göttin in Gummistiefeln
Charleston Girl
Kennen wir uns nicht?
Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin


Mittwoch, 21. April 2010

Im Zauberreich von Bondrix - Marion Rother


Die Geschwister Nils und Hannah leben zusammen mit ihren Eltern und dem Großvater in einem hübschen Haus. Hinter dem Dorf gibt es einen dunklen Wald, den niemand betritt, weil er so düster und gruselig ist.
Eines Tages bauen die beiden zusammen mit dem Opa eine Flugmaschine, die der Ältere in einem uralten Buch gesehen hat. Denn im Dorf sind einige Kinder verschwunden und Nils und Hannah sind auserwählt, diese zu retten.
Der böse Zauberer Bondrix holt sich immer wieder Kinder, weil er deren Tränen braucht. Je mehr sie weinen, umso besser!
Die Geschwister nehmen all ihren Mut zusammen und machen sich auf den Weg. Bondrix macht es ihnen nicht leicht, aber es gibt in seinem Reich auch gute Wesen, die die Hoffnung auf Befreiung vom Tyrannen nocht nicht aufgegeben haben ...

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin, die mir ein Exemplar des Buches zur Verfügung gestellt hat. Auf Marion Rother bin ich auf der Leipziger Buchmesse gestoßen, als ich zufällig zu ihrer Lesung fand. Und weil die virtuelle Welt ein Dorf ist, fand sie schließlich auch mich.
Zuallererst ein Mega-Lob an die Illustratorin Marga Lenz. Nicht nur das Cover finde ich wunderschön und absolut gelungen (passt zu einhundert Prozent zum Inhalt), sondern auch die einzelnen Zeichnungen im Buch selbst, die sich dem Geschehen anpassen. Am besten gefällt mir, da folge ich aber meiner persönlichen Leidenschaft, der Hexenkessel.
Aber eine Sache ist leider gar nicht gelungen: die Form des Textes. Im gesamten Buch gibt es nicht einen Absatz (Leerzeilen sind keine Absätze!), was sich extrem umständlich lesen lässt. Und wenn ich bedenke, dass nicht nur Eltern diese Geschichte ihren Kindern vorlesen, sondern diese vielleicht selbst zum Buch greifen, ist das eine absolute Katastrophe. Das Hochsehen wird dadurch unheimlich erschwert, da man kaum in den Text zurückfindet. Hinzu kommt nämlich, dass wörtliche Rede auf wörtliche Rede folgt: (Fiktiv) "Seid ihr soweit? Wir müssen und unbedingt beeilen!" "Ja, ich bins." "Nein, ich nicht, ich muss noch meine Schuhe anziehen!" "Dann beeilt euch, bitte."
Das Lesen erfordert also allein vom formalen Standpunkt aus gesehen so viel Konzentration, dass man nicht viel am Stück lesen kann. Und wenn es für mich schon so schwierig war, wie muss es dann für ein Kind im Erstlesealter sein?
Die Geschichte selbst allerdings finde ich großartig. Sie enthält alles, was man bei Titel, Klappentext und Cover erwarten würde.
Leider ist die Erklärung, warum die Kinder losfliegen etwas schwammig. Welcher Großvater schickt seine Enkel in ein Gefahrengebiet, wenn er weiß, dass dort schon Kinder verschwunden sind? Da hätte ich mir eine etwas genauere Erklärung, als die mit dem Zauberbuch gewünscht und natürlich eine große Abschiedrede mit Ermahnungen wie "Seid bitte vorsichtig!"
Nach der Ankunft im Zauberreich gibt es für meinen Geschmack zu viele Personen und deren Hintergrundgeschichte. Ich konnte mir die ganzen Namen nicht leicht merken und die meisten Chraktere haben dann gar keine Rolle mehr gespielt.
Auch habe ich mir ab und an gewünscht, es wäre keine Geschichte für gar so kleine Kinder, sondern eine ausgearbeitete Story für ältere. Für etwa Zehnjährige - so alt ist nämlich Nils. Dann hätten einige Dinge nicht dauernd wiederholt werden müssen, die Sprache wäre nicht ganz so einfach (und tiefer gehend) und die zahlreichen Details, wie die Augen an den Lehnen der Zaubereresessel, kämen besser zur Geltung. (So ist es aber für Kindergeschichten typisch.)
Der Plot hat mir ausgesprochen gut gefallen, da gibt es nicht nur Ideenreichtum in Hülle und Fülle, sondern auch Spannung bis fast zur letzten Seite. Viele Emotionen und Menschlichkeiten, aber auch kein Zurückschrecken vor manchen Themen. Da krabbelt auch mal dem schlafenden Nils eine Spinne über den Körper bis zum Gesicht, ehe sie von seiner Taubenfreundin entfernt werden kann. Auch die clevere Hexe, die den bösen Zauberer hereinlegt oder das Volk, das Nils beim Kampf unterstützt, ebenfalls die kleine Liebesgeschichte zwischen Prinzessin und Silber-/Goldschmied tragen zum allgemeinen Wohlgefallen beim lesen bei.
Wenn das jetzt alles noch ein bisschen mehr fokussiert und vor allem in eine lesbare Form gebracht wird (dafür kann die Autorin ja nichts), dann kann das zu einem Top-Kinderbuch werden, dass sicher auf der ein oder anderen Bestsellerliste zu finden wäre. Das Potential ist da.


Freitag, 16. April 2010

Rune der Knechtschaft - Ange Guéro


Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Penhaligon-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken!

Das Türkisvolk - Menschen mit hellen Haaren und blauen Augen - kam vor Jahrtausenden über das Meer. Ein Priester fand kurz darauf eine Rune, die ihm und allen sagte, dass diese Menschen zum Sklavendienst geboren sind. Und so leben sie seitdem geknechtet und gefoltert. Aber es gibt eine Legende, die ihnen Hoffnung schenkt.

Arekh ist als Bestrafung für ein schweres Verbrechen zum Rudersklaven geworden. Auf seinem Schiff wird niemand anderer, als die zukünftige Königin Marikani von Harabec befördert. Als sie vom Emir angegriffen werden und das Schiff mit allen darauf sinkt, befreit die junge Thronanwärterin die Sklaven.
So machen Marikani, ihre Hofdame Lionor, die ganz offensichtlich zum Türkisvolk gehört, der junge Mîr und Arekh sich auf den Weg zurück in ihr Königreich. Dabei ist ihnen der Emir mit seinen Soldaten immer auf den Versen. Sollte es ihm gelingen, Marikani zu töten oder gar gefangen zu nehmen, bevor sie nach Harabec gelangen kann, ist ihr Reich dem Untergang geweiht. Zwar gibt es noch den Cousin, aber durch die jahrhunderte alte Tradition der Inzuchtheiraten ist er unfähig das Land zu regieren. Dabei will er nichts anders und behindert die junge Königin ebenfalls bei jedem ihrer Schritte.
Obwohl Arekh nicht vorhatte, ihr zu helfen, ist er bald an sie und ihr Schicksal gekettet. Mehr noch, er spürt, dass die schöne junge Frau Gefühle in ihm auslöst, von denen er nicht geglaubt hätte, dass er sie besitzt.
Durch Wald und Feld führt ihre Flucht, über Berge und Täler, doch die wahre Gefahr beginnt erst in Harabec ...

"Rune der Knechtschaft" ist der Auftakt einer Trilogie, die - und das ist ein riesen Pluspunkt - in diesem Jahr komplett erscheinen wird.
Leider bin ich vom Klapptext maßlos enttäuscht, denn er hat mich durch den Anfang des Buches regelrecht hindurchstolpern lassen und mich eine ganze Weile an der Nase herumgeführt. Es gibt nämlich niemanden, der Marikani für irgendeine Inkarnation hält; ganz im Gegenteil! Und so verstand ich nicht, warum eine Sklavin Königin sein kann und warum Sklaven ein eigenes Königreich besitzen. Aber so ist es ja gar nicht!
Wer also beginnt, das Buch zu lesen, sollte den Klappentext meiden und zwar rigoros, er enthält Unwahrheiten und passt nicht im geringsten zum Inhalt des Romans.

Die Legende von Ayesha ist keine Geschichte für Jugendliche, obwohl man das zunächst vermuten könnte. Die sehr erwachsene Story spiegelt sich in den Charakteren und dem Handlungsverlauf wieder.
Jede Figur hat ihr eigenes kleines oder großes Geheimnis und mit dem wachsenden Vertrauen zueinander, offenbart sich immer ein wenig mehr davon. Damit erschafft das Autorenpaar sehr individuelle Figuren, die teilweise erschreckend lebensecht wirken.
Die Handlung wird vornehmlich aus der Sicht von Arekh erzählt - nicht in der Ich-Form. Seine Geister der Vergangenheit, sein Herumtasten werden daher am eindringlichsten geschildert. Er ist nicht irgendwer, das ist sofort klar, er ist geschult und rettet die kleine Gruppe immer wieder vor Gefahren.
Zunächst wandern sie fast wild in der Gegend herum, finden zwar auch Hilfe, müssen aber immer auf der Hut sein. Obwohl dieser Strang einen Großteil des Buches einnimmt, wirkt nichts konstruiert oder unnötig in die Länge gezogen, wenngleich ich mir vorstellen kann, dass einige Leser eher weniger davon begeistert sein werden. Wem das so gar nicht liegt, rate ich dennoch durchzuhalten, denn es wird stetig besser.
Ange Guéro präsentieren eine rundum durchdachte und sehr detaillreiche Welt, die zwar auch vor kleineren Klischees nicht zurückscheckt, aber viele neue Ideen enthält. Der Spannungsbogen wird vom Beginn an sacht aufgebaut und schafft es tatsächlich, sich bis zum Ende zu spannen. Der Schluß ist in mehr als einer Hinsicht fulminant.
Die Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund, es gibt keine unnützen Schwärmereien, Händchenhalten oder Küsse. Dennoch zaubern Arekhs Erkenntnisse das ein oder andere (romantische) Lächeln auf das Gesicht des Lesers. Er und Marikani kommen sich nicht zwangsläufig näher, es geschieht einfach. Sie sind sehr unterschiedlich und vielleicht liegt es auch darin begründet. Und er erhält einen Widersacher!
Mit all den Kämpfen, der Flucht gesamt, der großen Welt, die Stück für Stück präsentiert wird, den Intrigen am Königshof und den Andeutungen rund um das Türkisvolk - und natürlich der Liebesgeschichte - dürfte für jeden Leser etwas dabei sein! Fantasy pur.
Das Ende ist trotz des großartigen Ausgangs etwas unbefriedigend, aber da Teil 2 schon demnächst erhältlich ist, verzeihlich.
Eine großartige Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte!


Keine Homepage gefunden.
Ange ist eines der Pseudonyme, hinter denen sich ein überaus produktives und vielseitiges Autorenpaar verbirgt: Anne und Gérard Guéro. Unter diesem Namen haben sie seit 1990 die Texte zu zahlreichen Comics (darunter „Die Legende der Drachenritter”), Science-Fiction-Romane für Erwachsene und Jugendliche und zahlreiche Übersetzungen verfasst. Kurz und gut: Ange ist ein vielbeschäftigter Autor. Das ist auch kein Wunder, wenn man wie Ange vier Arme, zwei Herzen, vier Augen und – zumindest im Augenblick – nur eine Brille hat ...


Sonntag, 11. April 2010

Die Herzleserin - Anjali Banerjee


Lina Ray ist Indo-Amerikanerin und steckt zwischen beiden Kulturen fest. Doch sie weiß die Schwierigkeiten auch zu nutzen, denn sie betreibt eine Hochzeitsagentur. Indisch-stämmige Menschen können hier nach einem Partner suchen. Für gewöhnlich sollte die Frau so hellhäutig wie möglich sein, unberührt und den alten Traditionen streng verhaftet. Ihre Gabe, zu erkennen ob ein Paar zusammen gehört, erleichtert und erschwert ihr den Job gleichermaßen.
Linas Verlobter ist zwei Jahre zuvor verstorben und sie muss leider davon ausgehen, dass sie nicht die einzige Frau in seinem Leben gewesen ist. Dies und der Druck, den ihre Familie auf sie ausübt - sie soll endlich heiraten - lässt sie sich einen imaginären Mann erschaffen, der kaum von ihrer Seite weicht.
Auf der Hochzeit ihrer Schwester in Indien trifft sie den geheimnisvollen und sehr gutaussehenden Raja Prasad und genervt von ihrer Familie gibt sie ihn als ihren neuen Verlobten aus - glaubend, dass sie ihn nie wieder sehen wird.
Doch sie geht ihm nicht aus dem Kopf und so kommt er in den USA in ihre Agentur, um eine Frau für seinen Bruder zu suchen. Dabei stellt sich heraus, dass er ein waschechter Prinz ist.
Von nun an verbringen beide viel Zeit miteinander und verlieben sich schließlich. Doch Lina weiß, dass sie niemals zusammen glücklich werden können, denn sie ist genau das Gegenteil von dem, was ein indischer Mann von einer Frau erwartet ...

Im Roman gibt es hinten ein Interview mit Anjali Banerjee, in dem sie verrät, dass ihr die Probleme ihrer Hauptfigur nicht ganz fremd sind. Denn auch sie ist als Inderin in den Staaten aufgewachsen, ihren Wurzeln aber treu geblieben.
Dadurch ist es ihr aber auch hervorragend geglückt, die zentralen Konflikte der Nationalitäten und die einer jungen Frau zwischen Moderne und Tradition glaubhaft darzustellen. Lina fällt beides nicht leicht und sie spürt, dass sie letztendlich nur scheitern kann. Mit all diesen Problemen und Gefühlen ausgestattet wurde sie mir unheimlich nahe und wie gern hätte ich ihr die Hand beruhigend auf den Arm gelegt!
Raja ist ebenfalls sympathisch. Doch leider ist er mir eine Spur zu perfekt geworden, denn alles, was Lina sich je von einem Mann gewünscht hat - und sicher nicht nur sie - ist in ihm verbunden. So viel Perfektion langweilt mitunter, auch wenn er noch so männlich strahlt und ich ihn ihr von Herzen gönne. Irgendwann hat sie sicher das Gefühl, sich an ihm messen zu müssen und wie könnte man das?
Dann sind da auch noch die Szenen mit dem imaginären Mann, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können. Einen Sinn konnte ich nicht entdecken und die Handlung wird auch nicht nennenswert beeinflusst. Allerdings gibt es diese Szenen nur selten und daher kann man damit leben.
Abgesehen davon ist der Roman aber sehr romantisch, mit einer Spur Herzschmerz und viel indischem Flair. Sicher nicht das Letzte, was ich von der Autorin gelesen habe und wärmstens empfohlen.

http://www.anjalibanerjee.com/
Anjali Banerjee was born in India, raised in Canada and California and received degrees from the University of California, Berkeley. She has written five novels for youngsters and two novels for adults, and is at work on her next women’s fiction novel to be published by the Penguin Group. The Philadelphia Inquirer called her young adult novel, Maya Running (Wendy Lamb Books/Random House) “beautiful and complex” and “pleasingly accessible.” The Seattle Times praised Anjali’s novel for adults, Imaginary Men (Downtown Press/Pocket Books) as “a romantic comedy equal to Bend it Like Beckham.” Anjali lives in the Pacific Northwest with her husband and four crazy cats.


Samstag, 10. April 2010

"Schwestern des Mondes" gehen in die nächste Runde



Auf ihrem Blog schreibt Yasmine Galenorn, dass sie bei ihrem Verlag einen Vertrag über drei weitere Bücher der "Schwestern des Mondes"-Serie unterzeichnet hat.
"I have just accepted a new contract from Berkley for three more Otherworld books, (and no, I'm not sure when the series will end, so don't ask). The sisters have a ways to go before mopping up Shadow Wing. ~grins~ I’m thrilled to be continuing the series, I adore my editor, and want to give a shout out to my agent, Meredith, for all her hard work. She deserves every penny."
In ihrem Newsletter verrät sie zudem, dass es sich dabei um die Teile 10, 11 und 12 handeln wird. Damit ist dann offenbar immer noch nicht Schluss, wenn es nach ihr geht, die armen Schwestern bekommen keine Ruhe ... *tze

Bisher erschienene Bände (unbedingt in Reihenfolge lesen!):

1. Witchling - Die Hexe


2. Changeling - Die Katze


3. Darkling - Die Vampirin

4. Dragon Wytch - Hexenküsse

5. Night Huntress - Katzenkrallen

6. Demon Mistress - Vampirliebe


7. Bone Magic

Teil 8 "Harvest Hunting" dürfen die Fans im Oktober diesen Jahres erwarten, ein Coverbild ist ebenfalls schon gefunden.
"Yes, that is the same model, and yes, Delilah DOES cut her hair in the book. I absolutely love it, Tony did a brilliant job."


Dienstag, 6. April 2010

Die Geisterfeger - Wendy Roberts


Klappentext
Über ihren Job redet Sadie Novak nicht gern. Was soll sie auch sagen? Nach einem Mord bin ich diejenige, die das Blut aufwischt? Ach ja, und dann erscheinen mir die Geister der Opfer? Das klingt verrückt, findet selbst ihr Kollege, der attraktive Ex-Cop Zack Bowman. Aber es ist nun einmal so: Die Toten sprechen zu Sadie. Doch als ihr der Geist der ermordeten Trudy erscheint, weiß sie, dass es diesmal mit Zuhören nicht getan ist. Der wahre Mörder ist nämlich noch nicht gefunden und setzt alles daran, dass das auch so bleibt.

Autor: Wendy Roberts
Verlag: Goldmann
Erschienen: 03/2010
ISBN: 3442471141
Seitenzahl: 346 Seiten
Die Autorin
Wendy Roberts was born and raised in Winnipeg, Manitoba, Canada, where she fended off frost bite in winter and mosquito bites in summer.

Die Grundidee der Handlung
Schon mal darüber nachgedacht, wer sauber macht, wenn ein Mord geschehen ist? Ohne Menschen wie Sadie Novak müssten die Angehörigen ran. So erging es der jungen Frau, als ihr Bruder Selbstmord beging und das sollte nie wieder eine Schwester oder Mutter durchmachen. Sadie kündigte ihren Job als Lehrerin und gründete die Firma Scene-2-Clean. Mit von der Partie ist ihr Mitarbeiter Zack Bowman, ein Ex-Bulle mit ehemaligem Drogenproblem.
Aber das ist noch nicht alles. Sadie verfügt über die Gabe, mit den Toten zu reden. Sie sieht sie vor sich und hilft ihnen dabei, ins Licht zu gehen.
Als sie zu einem Mitnahmeselbstmord - Mann tötet Ehefrau und dann sich selbst - gerufen wird, erscheint ihr die Ehefrau und deutet an, dass nicht ihr Mann ihr das Leben genommen hat. Sofort erwacht Sadies Spürsinn. Der geheimnisvolle Kent Lasko taucht am Tatort auf und stellt seltsame Fragen. Doch als er sie zu einem Abendessen einläd, stimmt sie zu. Dabei erfährt sie, dass er eine Affäre mit der Frau seines besten Freundes hatte.
Sadie weiß genau, dass sie sich damit in Gefahr bringt, aber sie schaltet den ermittelnden Beamten ein und berichtet ihm alles. Wenig später wird ein Schmuckstück aus dem Hause der Ermordeten bei ihr gefunden und sie selbst als Diebin verdächtigt. Nun kann Sadie sich nicht mehr heraushalten, wie sie es sich eigentlich vorgenommen hatte, denn ihr guter Ruf wurde geschädigt.
Je tiefer sie aber in den Fall eintaucht, desto mehr zieht sich eine unsichtbare Schlinge um sie. Und plötzlich steht mehr auf dem Spiel, als ihre Firma. Ob Zack sie beschützen kann?

Stil und Sprache
Sehr unterhaltsam und kurzweilig versteht es Wendy Roberts die Geschichte aufzubauen. Spürbar ebenfalls, wie intensiv sie selbst recherchiert hat. Klar und schnörkellos legt sie die Handlung dar, beschönigt dabei nichts. Der Leser wird behutsam an die Thematik herangeführt, die schließlich von allen Seiten beleuchtet wird. Kein belehrender Zeigefinger streckt sich dabei in die Höhe und keine gekünstelten Überfiguren werden geschaffen.
Ab etwa der Mitte des Romans baut sich erheblich viel Spannung auf, die mit jeder Seite steigt. Leider liegt die Vermutung über die Identität des wahren Mörders schon relativ früh nahe und so bietet das Ende dahingehend kaum Überraschungen. Dafür streckt sich der Spannungsbogen und läuft zufriedenstellend aus. Für ein unvergessliches und sehr emotionales - und auch sehr unerwartetes - Ende ist dennoch gesorgt. Fulminant und bewegend.

Figuren
Sadie Novak ist eine junge Frau mitten im Leben. Sie konnte den (ungeklärten) Selbstmord ihres Bruders nie verwinden und wird stark dadurch beeinflusst. Mit starken Nerven und jeder Menge Selbstdisziplin macht sie ihre Arbeit und geht so auch viele andere Dinge in ihrem Leben an. Doch sie hat auch ein großes Herz, das sie mitunter sogar für sich selbst überraschend zeigt.
Ihre Gabe macht es ihr nicht leicht, sie sieht sich selbst damit als eine Art Freak, hilft jedoch bereitwillig, wo sie nur helfen kann.
Zack Bowman ist ein Mann im besten Alter, der dankbar für die Chance ist, die Sadie ihm gegeben hat. Er ist ein wenig wortkarg, nimmt Sadies Gabe aber hin, wenngleich er damit nicht gern konfrontiert wird. Seine Gefühle für sie werden dem Leser in kleinen Gesten, in der Mimik und den Dialogen deutlich.
Die Nebenfiguren, lebende wie tote, sind gelungen und werden nicht überstrapaziert. Zwar gibt es hier und da Klischees, aber die bleiben selten aus und Roberts paart das mit genug Eigenheiten, so dass man gut damit leben kann.

Aufmachung
Leider ist das Cover völlig deplatziert. Bei diesem Roman handelt es sich nicht um seichte Frauenunterhaltung. Es geht teilweise recht düster zu und die Spannung wächst mit jeder Seite. Auch trägt Sadie garantiert keine Highheels, sondern verrichtet harte körperliche Arbeit. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und weiß sich durchzusetzen.
All das hätte sich auch im Cover wiederfinden sollen, das viel zu bunt und quietschig für diese Geschichte ist.

Fazit
Ein wirklich runder und absolut gelungener Auftakt zu bisher insgesamt drei Büchern rund um Sadie. Die spannende und emotionale Geschichte überzeugt in der Grundidee und mehr noch in der Umsetzung. Der Spannungsbogen wird gehalten und steil nach oben ausgereizt. Zwar ist das Ende rund um den Mörder etwas unbefriedigend, aber Roberts hat noch eine andere Sache im Petto und gleicht das damit wieder aus.
Die Figuren sind individuell und lebendig, die Beziehung zwischen Sadie und Zack ist zwar von wenig Romantik geprägt, dafür aber von sehr viel Knistern. (Das lässt Raum für die Fortsetzung.)
"Die Geisterfeger" ist keine seichte Frauenunterhaltung und sollte nicht unterschätzt werden, was die "Tatortsäuberung" mit allem was dazu gehört angeht. Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Roman. Einziges Manko wie immer: Die Fortsetzungen sind noch nicht in deutscher Sprache erhältlich.



Donnerstag, 1. April 2010

Aussicht auf den Blog im April


Heute um 8.15 Uhr ist es passiert. Vor genau dreißig Jahren bin ich geboren worden. Was ich davon halten soll, dass ich jetzt zu den Erwachsenen zähle, weiß ich noch nicht. Warten wir erstmal den Tag ab, würde ich sagen. *lach*

Der Blog ist im April wieder bunt gemischt. Nachdem ich eine ziemlich deutliche Fantasy-Phase hatte, ist mir mal wieder nach reiner Romantik und vor allem Chick Lit. Liegt das an mir oder gibt es in Hinblick auf letzteres so gut wie keine Neuerscheinungen?
Die üblichen Verdächtigen sind wie immer auf jeden Fall dabei!

Ich habe mich dazu entschlossen, mein Herz-Bewertungssystem abzuschaffen. Bisher gliederte es sich wie folgt:

♥ - Nicht empfehlenswert, weil Zeitverschwendung
♥♥ - weniger empfehlenswert, obwohl gute Ansätze erkennbar
♥♥♥ - Kann man lesen, muss man aber nicht
♥♥♥♥ - Ein gutes Buch
♥♥♥♥♥ - Ein hervorragendes Buch

Es wurde einfach langweilig, weil die meisten Bücher vier Herzen erhalten haben. Dabei glich keine 4er Rezension der anderen, nur gibt es bei 1-5 nicht besonders viel Spielraum. Hervorragend, also perfekt, sind die wenigsten Bücher, doch dank meiner sehr genauen Vorauswahl gibt es bei mir viele "gute Bücher". Da ich an mir selbst festgestellt habe, dass ich bei anderen Meinungen oft nur auf die Punkte sehe und/oder das Fazit lese, ist das Projekt "Punktebewertung" bei mir also gescheitert. Sorry, aber Ihr müsst wieder den ganzen Text lesen, wenn Ihr wissen wollt, wie ich das Buch/ den Film/ etwas Sonstiges fand.

Suchanfragen mit Antwort diesmal hier, da es sich in Grenzen hielt.

Ilse Broehl
Sehr oft über einen langen Zeitraum hinweg gefragt. Bei Ilse Bröhl handelt es sich um die Cheflektorin beim Cora-Verlag (cora.de).

Top gesuchte Leute waren: Gesa Schwartz, David Safier, Alyssa Day, Oliver Dierssen, Elizabeth Amber, Brian James (in hunderten Varianten) und Betsy Taylor.
Mhm. Was stimmt an dieser Aufzählung nicht? ;)

"ein vampir kommt selten allein" therapie 17
Das fand ich so interessant, dass ich mich selbst mal auf die Suche danach begeben habe. Es handelt sich dabei um ein Event, das am 02.05.2009 in Wien stattgefunden hat.
Schwank in fünf Akten von Dieter Bauer
Ein leibhaftiger Vampir, noch dazu wenn es sich um Großmeister Dracula höchstpersönlich handelt, ist ein gefundenes Fressen für jede Parapsychologin – beziehungsweise umgekehrt. Die Frage ist nur: Wer wird gewinnen? Die Wissenschaft oder die blutrünstigen Instinkte? Oder weder noch? Da mischen nämlich noch drei andere obskure Komiker mit: Draculas Frau Inferna, ein Vampirjäger und der bodenständige Peter, seines Zeichens äußerst potenter Liebhaber der Parapsychologin Samantha. Gelingt es Peter, Ordnung in das Chaos der aufwallenden Leidenschaften zu bringen, oder wird er am Ende selbst noch Opfer? Aber was heißt hier „Opfer“, wenn die Opferrolle mit höchstem irdischen Vergnügen verbunden ist…?

Ich wünschte, ich wäre dabei gewesen!! Klingt allemal besser, als "Kismet Knight" und auf der Bühne stelle ich mir das recht witzig vor. Haben wir die gute Frau vielleicht sogar inspiriert?

abgelehntes manuskript überarbeiten erneut an verlag schicken
Viel Glück!

ausgedachte fantasy länder
Wo soll ich da nur anfangen?

donau in flammen
Muss ich verpasst haben.

edward cullen in echter lebensgröße
Hauptsache abwischbar.

welches ist euer lieblings autor/autorin
Da kann ich nur aus meiner Sicht antworten. Meine Lieblings-Fantasy-Autorin ist Robin Hobb, weil sie sich mit den Weitseher-Trilogien selbst übertroffen hat und ich die Bücher immer und immer wieder lesen könnte.
Bei den Liebesromanen lese ich Julie Cohen gern und hatte eigentlich gehofft, dass ich sie in diesem Jahr mal wieder auf Deutsch lesen darf.
Aber ich mag noch viele andere Autoren und wenn Du wirklich wissen willst, welche, dann schau Dich hier im Blog etwas um

highländer werden
Das wird nicht einfach. Drei schwere Prüfungen warten auf Dich, junger Jedi-Ritter!