Freitag, 30. Dezember 2011

(DVD) Priest


Titel: Priest
Regisseur: Scott Charles Stewart
Darsteller: Christopher Plummer, Cam Gigandet, Maggie Q, Brad Dourif, Paul Bettany
Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch
Euro: 13,47
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2011
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spieldauer: 84 Minuten
Serie: Wahrscheinlich
Come in: Ausgeliehen






Inhalt

Schon seit Anbeginn der Zeit kämpfen Menschheit und Vampire gegeneinander. Kurz vor der Ausrottung der Menschen, schicken diese Artgenossen mit übermenschlichen Kräften in den Kampf: die Priester. Dank ihrer Fähigkeiten und effizienter Waffen gelingt es ihnen, die Vampire zu dezimieren und in Reservaten einzusperren.
Die ehemaligen Gotteskrieger wurden ausgemustert, die Menschen sammelten sich in kirchengesteuerten Megacitys, mit engem Gesetzeskodex.
Einer der Priester erfährt Jahre später von der Entführung seiner Nichte Lucy, die in den Wastelands außerhalb der Städte aufgewachsen ist. Obwohl alles für einen Angriff von Vampiren spricht, glauben die Kirchenoberen dem Priester nicht. So ist er gezwungen, gegen seinen heiligen Eid zu verstoßen und wird fortan von seinesgleichen gejagt.
Auf seinem Kreuzzug gegen die Vampire wird er unterstützt von Lucys Freund, einem jungen Wüsten-Sheriff und einer ehemaligen Gotteskriegerin, mit der ihn mehr verbindet, als nur der Eid.
Während ihrer Suche nach der jungen Frau kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das alles verändern könnte: Die Vampire sind vom einstigen Kampf genesen und holen zu einem Gegenschlag aus, der die Menschheit mit einem Schlag vernichten könnte.

Zusatz-Features/Bild/Ton

Zu den Features der DVD kann ich nicht viel sagen, da ich lediglich den Film als Leihgabe angesehen habe.
Es empfiehlt sich, den Film in einem unbeleuchteten Raum anzusehen, da die Bilder mehrheitlich dunkel sind und es so Probleme mit der Detailerkennung geben könnte.
Der Ton ist ausreichend, die Special-Effekts sehenswert.

Meinung

Priest basiert auf der gleichnamigen Graphic-Novel-Reihe von Min-Woo Hyung, wurde jedoch reichlich abgewandelt. Beim Ansehen des Filmes war mir dieser Umstand nicht bewusst, er erklärt nun aber zumindest den Trickfilm-Prolog des Filmes, der wenig Lust auf's Weiteransehen gemacht hat.
Der Film bietet lose Unterhaltung für einen Abend, viel Action und gute Special-Effekt von denen der Film einzig lebt, muss aber leider ohne großen Anspruch auskommen und einige offene Fragen zurücklassen.
In der sehr geringen Filmzeit wird dem Zuschauer kaum Gelegenheit gegeben die einzelnen Figuren und ihre Beziehungen näher kennenzulernen. Da aber einiges davon maßgeblich für die Handlung ist, plätschert das Geschehen oft recht unverständlich vorbei.
Die Rolle der Priester, die namensgebend für die Verfilmung sind, wird nicht näher erläutert. Worin bestehen die Superkräfte dieser Menschen und wie können sie erkannt werden? Warum erst nach so vielen Jahren? Was hat die Kirche damit zu tun, denn immerhin werden diese Supersoldaten "Priester" genannt?
Weiterhin scheint es mehr als unlogisch, die Vampire, die hier als nackte, haarlose Wesen unabhängig von Menschen als eigene Rasse dargestellt werden, erst zu vernichten und dann eine kleine Anzahl von ihnen am Leben zu lassen und in ein Reservat (mit wenigen Wächtern) zu sperren. Wieso wurden sie nicht gleich ausgerottet?
Auch scheint zwischen letztem Kampf und Ausmusterung der Priester nicht genug Zeit vergangen zu sein, denn der einstige Held von damals steht immer noch gut im Saft.
Die Verbindung der Endzeitwelt und Western macht einiges her, bietet aber kaum neue Aspekte und wirkt teilweise undurchdacht. Sie wirken nicht miteinander, sondern werden gegenüber gestellt. Zum einen leben die Frauen mit langen Röcken wie in alten Westernfilmen, zum anderen sind aber auch weibliche Priester zu vermelden, die sich durchaus mit ihren männlichen Kameraden messen können. Auch fahren die Helden modern anmutende Motorräder, die einiges aushalten, zum anderen gibt es kein fließend Wasser und Öllampen.
Der Plot des Filmes ist leider äußerst vorhersehbar, so dass kaum Spannung aufgebaut werden kann und die meisten Filmminuten unbeachtet vorbeirauschen. Wer schöne Bilder und Actionszenen mag, wird jedoch voll auf seine Kosten kommen.
Dabei ist der Ausgang jeder Szene jedoch vorauszusehen, ebenfalls die Beziehungen des Helden und des Bösewichtes (einstige gute Freunde) und die des Helden und seiner (typisch amerikanisch) jungfräulichen Mitstreiterin, für die er mehr empfindet, als er düfte. Dialoge und Schauspieler reißen es nicht wirklich heraus.
Am Ende ist zwar klar, dass es wohl eine Fortsetzung geben wird, aber auch, dass es sich nicht lohnt dafür Geld auszugeben. Schade. Fazit: Kann man ansehen, muss man aber nicht.

Kommentare:

  1. Hallo Soleil,

    mir hat der Film damals sehr wegen der Stimmung gefallen. Die war klasse umgesetzt, super vermengt mit ein bisschen Wester - das sehe ich genauso wie du. Über eine Fortsetzung (sollte sie tatsächlich kommen, der Film kam ja leider nicht sehr gut an) würde ich mich jedenfalls sehr freuen. Für einen netten Abend mit ein bisschen Popcorn reicht es alle mal! :)

    Liebe Grüße,
    Marie

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  2. Hallo Marie Seth,

    schön zu sehen, dass es Dich noch gibt! Vor einiger Zeit wurde mir Dein Blog als gelöscht angezeigt und ich wusste nicht, wo ich nähere Informationen dazu herbekommen könnte. Darum doppelt gut zu sehen, dass es Dir gut geht!
    Bilder sind schon toll, ich sehe einige Schauspieler auch gerne, mag Action ... also so ganz als vertan sehe ich die Zeit nicht. Allerdings muss ich ihn jetzt nicht nochmal sehen. Außerdem ärgern mich einfach mittlerweile gewisse Klischees im Plot. Wenn man schon Zeit und Geld in Special Effects investiert, sollte man auch einen Teil davon in gute Schreiberlinge setzen. Eines funktioniert ohne das andere leider nicht.

    LG
    Soleil

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  3. Ich hab den Film schon vor einiger Zeit gesehen. Due Gründe: Vampire und Karl Urban als Bösewicht.
    Ich fand die Grundidee des Filmes eigentlich sehr interessant, aber die Umsetzung warf mehr Fragen auf, als das beantwortete wurden. Leider.

    Gerade die beziehung zwischen Priest und Black Hat wurde kaum thematisiert und war dabei eigentlich fast das spannenste am ganzen Film.

    Und die Problematik mit den Priestern: Warum wird er Priest genannt, wenn alle anderen einene Namen haben? Und warum diese offensichtlichen Tattoos im Geischt? Warum müssen sich die männlichen Priester die Schädel rasieren, die weiblichen aber anscheinened nicht? Und warum werden sie plötzlich nach Ende dieses Krieges wie Aussätzige behandelt und nicht z.B. in ein Kloster verfrachtete oder weiter im Kirchendienst? Usw. usf.

    Mich würde jetzt der Comic reizen, einfach um zu sehen, ob der etwas logischer und in sich stimmiger ist als der Film. Wenn die Fortsetzung genau so enttäuschend wird, kann ich gut darauf verzichten.

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  4. Hallo Vanades,

    die vielen offenen Fragen und Hä?-Momente haben mich auch gestört. Einiges steht ja ind er Rezi.
    Falls Du rausbekommen solltest, warum es unbedingt Priester (enthaltsam etc.) sein müssen, sag bescheid. ;-)

    LG und einen guten Rutsch
    Soleil

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