Freitag, 9. Dezember 2011

Backrezepte der Stars - gar nicht so dumm


Im November beschloss ich spontan, wie in jedem Jahr zur Weihnachtszeit, Plätzchen zu backen. Doch kein Fertigteig sollte ins Haus kommen und die althergebrachten Familienrezepte mal etwas aufgepeppt werden.
Als ich am Zeitungsstand vorbei kam und ein Heft fand, das sich praktischerweise "Plätzchen backen" nannte, nahm ich es in die Hand. Woher die Rezepte letztendlich kommen - von Stars oder einem Konditor - spielt keine Rolle, beim duchblättern entdeckte ich jedoch zahlreiche neue Ideen und nahm es mit.
Ein Fan von Ausstechen und aufwendig dekorieren war ich nur als Kind, heute ist mir wichtig, dass ich die Zutaten preiswert kaufen kann und sich der Zeit- und Kraftaufwand in Grenzen hält. Dabei stieß ich auf zwei Rezepte, die so klangen, als müsse man sie zumindest einmal probiert haben.
Yvonne Catterfeld empfiehlt Mokka-Plätzchen. Hässliche, kleine braune Dinger, zu denen ich jedoch immer wieder zurückblättern musste und mich schließlich entschloss, es einfach mal zu versuchen.
(Das Rezept wurde von mir etwas abgewandelt)


250g Butter
250g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
2TL Instant-Kaffeepulver (wer es nicht mag oder nicht extra kaufen will, kann es auch weglassen)
4 TL Kakaopulver
2 Eier
350g Mehl
50g gemahlene Haselnüsse (die ebenfalls weggelassen werden können)
2TL Backpulver
50g geriebene Schokolade
Zum Verzieren:
100g Puderzucker
50g Mokkabohnen
Sahne-Cacao-Likör oder Latte-Macciato-Likör

Zunächst Butter und Zucker und Vanillienzucker verrühren, dann Kaffee und Eier hinzugeben. Mehl und Kakaopulver, nicht zuletzt die Schokoraspel.
Zusammengerührt sieht es nach Schokomousse aus. Mit einem Löffel kleine Tupfen auf ein Backblech geben und 15 Minuten bei 175 Grad (E-Herd) oder 160 Grad (Umluft) backen.

Sie gehen nur mäßig auf.
Wer, wie ich, nicht richtig rechnen kann (*hüstel*) und bei der doppelten Menge zu wenig Mehl nimmt, braucht keine Sorge haben, die Plätzchen werden dann nur zu runden, recht flachen Dingern.

Und sehen schließlich nach Party-Bouletten (so sagt der Berliner, andere nennen es Gewiegtes, Klopse oder Frikadelle.) aus. Aber schon jetzt lohnt sich das kosten!

Die kleinen Mokkabohnen sind im übrigen ziemlich teuer für das, was letztendlich in der kleinen Packung enthalten ist. Es hat nicht einmal für alle Plätzchen gereicht.

Das macht jedoch nichts, denn geschmeckt hat das alles auch so. Der Puderzucker wurde mit dem Likör vermengt und sollte etwas dickflüssiger, als auf meinem Bild, verteilt werden. Lasst die Plätzchen ruhig ein, zwei Wochen liegen und esst sie, wenn sie durchgezogen sind. (Oder noch warm aus dem Ofen.)
Sie sehen nach nichts aus, aber sie schmecken wunderbar!


Gwyneth Paltrow empfiehlt Vanillekipferl, die sie - entgegen dem traditionellen Rezept - komplett mit Puderzucker (und Rum) umhüllt.


Das habe ich nur zur Hälfte gemacht, was sich als Glücksfall herausstellte, da der Puderzuckerguss steinhart wird und kaum zu knacken ist.


Noch mehr Stars? Lady Gaga konnte mich in der Heft-Theorie nicht so ganz überzeugen und Mürbeteig, siehe First Lady der USA, sind nicht so wirklich meins.
Deutsche Fernsehköche und Schauspieler diverser deutscher Serien sind auch mit Rezeptvorschlägen enthalten.



Kommentare:

  1. Mmmh, ich denke, die Mocca-Plätzchen wären auch meine erste Wahl gewesen. Sie sehen unkompliziert aus, ich kann mir aber gut vorstellen, dass sie lecker sind.
    Viel Spaß weiterhin bei der Adventsbäckerei
    wünscht dir Klusi

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  2. Hallo Klusi,

    schön, Dich mal wieder hier zu treffen :)
    Sie waren nicht direkt meine erste Wahl, aber sie haben mich so angefixt, dass ich sie einfach ausprobieren musste! Inzwischen schon dreimal neu, weil sie irgendwie jedem schmecken und ich sie so verschenken konnte.
    Danke Dir!

    LG
    Soleil

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  3. Sieht wirklich lecker aus, werde ich vielleicht auch mal probieren :-)

    Viele Grüße
    Sandra

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  4. Backen will ich auch noch.

    Vielleicht sollten wir nächstes Jahr mal eine Art Blogtag machen: die Lieblingsplätzchenrezepte der Blogger. Ähnlich wie Du bin ich für schnell und einfach gemacht, weshalb es bei mir Makronen in diversen Variationen gibt. Und halt Vanillekipferl. Wobei ich auch Zimtsterne unheimlich mag. Allein der Duft...

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  5. Hallo,

    @Sandra:
    Tu das und sag bescheid, wie es war ;-)

    @Vanades:
    Bissl Zeit ist ja noch :)
    Vanillekipferl müssen auch sein! Nur Zimt (egal in welcher Form) kommt nicht in mein Haus, den mag ich nicht. Meine Mutter hat Orangenplätzchen aus dem Heft gemacht und die waren auch nicht übel. Aber da muss man wieder ausrollen und ausstechen ...

    LG
    Soleil

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  6. Hallo Soleil! Witzige Idee, dieses Heft. Schade, das mir das entgangen ist. Obwohl ich mir selten Kochzeitschriften kaufe. Backrezepte gibt es aus so vielen Quellen. Und weshalb nicht Mal die der Sternchen und Stars nachbacken.

    Herzliche Grüße
    Carmen

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