Dienstag, 15. März 2011

Covergleichheit "in Sünde"


"Eine skandalöse Braut" von Emma Wildes erscheint im August 2011 und ich freue mich schon sehr aufs Lesen. Was ich aber vom ersten Augenblick an nicht mochte, war das Cover. Zwar wirkt die Szenerie sehr idyllisch und das Paar glücklich, doch sieht es so aus, als würde die Frau eine Strumpfhose tragen - die deutlich nach dieser Zeitperiode erfunden worden ist.

Um ein skandalträchtiges Familienerbstück zurückzubekommen, steigt Alexander St. James nachts heimlich in Lord Hathaways Residenz ein. Statt in der Bibliothek des Hausherrn landet er jedoch im Schlafzimmer der Tochter – und überrascht sie in einem sündigen Hauch von nichts. Bezaubert von ihrer Schönheit stiehlt Alex ihr einen Kuss und verschwindet im Dunkel der Nacht. Doch er kann Amalia nicht vergessen und setzt alles daran, dass mehr wird aus diesem einen verführerischen Kuss ...

Als ich auf "Süßes, wildes Herz" von Sandra Hill stieß wurde mir bewusst, dass es auch nicht an der Farbe liegen kann, dass das Cover in meinen Augen leidet. Dort ist nämlich das gleiche Paar abgebildet, wenn auch etwas näher herangezoomt. Dieses Cover übrigens finde ich noch gruseliger, weil die Liebenden sehr schlecht vor einen Hintergrund gesetzt wurden, der offenbar nicht zum Originalfoto gehörte.

Lady Eadyth versteckt ihr hübsches Gesicht unter einem Schleier. Die Mutter eines unehelichen Kindes ist der vornehmen Gesellschaft ein Dorn im Auge. Als der Vater ihres Sohnes damit droht, seine Vaterschaft öffentlich und damit seinen Anspruch auf ihre Ländereien geltend zu machen, sucht Eadyth verzweifelt nach einem Ausweg. Sie beschließt, sich einen Ehemann zu suchen. Als sie ausgerechnet den berüchtigten Eirik of Ravenshire bittet, sie zu heiraten, willigt er ein. Auch er hat noch eine Rechnung mit dem wahren Kindsvater zu begleichen. Was als reine Vernunftehe beginnt, entpuppt sich schon bald als ungezügelte Leidenschaft.

Die Autorinnen kann ich beide empfehlen und es sollte nicht an ihnen liegen, wenn das Buch (optisch) nicht gefällt.

Kommentare:

  1. Strumpfhose? LOL! Vielleicht war sie ja auch im Solarium. ;-) Oder einfach zu viel in der Sonne. Wenn sie ihr Kleid immer so freizügig offen hat, dann kriegen die Beinchen schon ein bisschen Farbe ab!
    Und was sagst du eigentlich zu seiner furchtbaren Fönfrisur? Die hast du gar nicht erwähnt!

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  2. Dann hat sie aber defintiv öfter Stoff über den Schultern, als Röcke über den Knien *g*
    Und na ja, seine Frisur ist SO scheußlich, die ist ja unübersehbar. Da ist mir einfach nix zu eingefallen!
    Ich find's einfach nur hässlich, egal in welcher Variante.
    Wenn man sich dagegen das Cover von Wildes Vorgänger anschaut ... das ist sooo schön!

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  3. Ich finde es immer wieder witzig, wenn die gleichen Coverbilder verwendet werden. Anscheinend gibt es nicht genug davon :D. Leider geben sich die Verlage meistens nicht sehr große Mühe, bei so einer Art von Buch. Es soll halt schön kitschig aussehen und man soll von vornherein erkennen könne, um was für ein Genre es sich handelt. Was ich schade finde, denn wer sagt denn, dass genau soetwas auf dem Cover sein muss. Die englischen Ausgaben sehen nicht mal annähernd so aus.

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  4. Hier "muss" ich mich mal klugscheißernder Weise einklinken, denn die Verwunderung Mias ist nicht den Verlagen zuzuschreiben. Die suchen die Cover nämlich nur zu einem Bruchteil selbst aus - meistens läuft sowas über Agenturen, und die verwenden natürlich öfter die gleichen Bilder. Das Mädchen auf dem "Meridian"-Cover zum Beispiel habe ich auf noch zwei weiteren Buchdeckeln entdeckt, und zwar aus völlig anderen Genres.

    Und was die typischen LiRo-Cover angeht, sehen die für mich eh alle gleich aus. Was gut ist, so mach ich nämlich direkt einen großen Bogen um sie ^^

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  5. @Mia:
    Dass das Genre oft vernachlässigt wird, muss ich leider auch einräumen. Oft geht nach der Übersetzung nicht mal ein Lektor drüber. Das finde ich schade, denn das trägt ebenfalls zum schlechten Ruf des Genres bei, den es gar nicht verdient hat.
    Die englischen Ausgaben sind um Weiten besser. Allerdings möchte ich mal für einige Verlage eintreten: In letzter Zeit laufen mir wirklich sehr schöne Cover über den Weg. Da ist jemand auf den Trichter gekommen. Es gibt noch viel Arbeit, aber es geht voran.

    @Schattenkämpferin:
    Oft sind wirklich Agenturen dran, oft wird aber auch ein Zeichner entweder beauftragt oder eines seiner Bilder eingekauft.
    Es gibt einige Portale, da können Bilder preiswert eingekauft werden. Darum sieht man sie oft auf mehreren Bildern. Eines von Nalini Singhs Büchern wird von einer Frau geziert, die ich schon ziemich oft gesehen habe.
    Aber mal was anderes: Die Cover sollten es nicht sein, die Dich vom Genre abhalten. Schau Dir mal die englischen Originalcover an (die oft auch besser zum Inhalt passen). Außerdem vermute ich, dass Du schon ab und am in Genre schmökerst und es vielleicht gar nicht weißt ;) Also spring ruhig mal über Deinen Schatten, wenn etwas für Dich interessant klingt und versuch es. LiRos sind ja oft preiswert.

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