Freitag, 21. Januar 2011

(Heftroman) Die verschwundene Prinzessin - Viola Larsen


Komtess Ariane will heiraten und zwar ihren alten Jugendfreund Attila, Graf von Wolfsbrok. Der allerdings hat schon drei, sehr vermögende, Ehefrauen unter die Erde gebracht. Kein Wunder also, dass der andere Jugendfreund Rul, Graf Westercamp wenig begeistert davon ist. Auch er hat um Komtess Arianes Hand angehalten, aber Attila ist ein Frauenschwarm, er dagegen nicht.
Trotz aller Zweifel hält Komtess Ariane an ihrem Willen fest und so beschließt ihr Vater, die Hochzeit vorzuziehen. Die Jagd auf Schloß Kronensee ist allemal Anlass genug. Doch seit sich die Gesellschaft dort angekündigt hat, spukt es im Moor. Das muss eine der Frauen Attilas sein!
Ob Komtess Ariane auf ihr Herz hören wird?


Einer von den Heftromanen, die mich leider nicht überzeugen konnten. Nicht nur, dass man ab der ersten Seite bescheid weiß, wie sich die Story höchstwahrscheinlich entwickeln wird, da nimmt der Titel auch noch die allerletzte Spannung, denn der erzählt den Rest.
Sehr auffällig und nach einer Weile auch sehr aufdringlich ist das ständige "Komtess" vor Arianes Namen. Auch wenn das ein "Fürsten, Grafen und Barone - Romantische Adelsgeschichten" Heftroman ist, muss das nicht stetig wiederholt werden. Bei nur 65 Seiten kann ich mir das auch merken.
Ariane hat nicht viel zu bieten, außer ihrem Titel und dem Geld, das sie besitzt. Dass sie nie ins Grübeln kommt, aber auch nie von Liebe spricht, ist ermüdend. Selbst ihre Passion für Attila, dem Traum ihrer Jungmädchenfantasien, wird nur kurz erwähnt, aber nie gezeigt. (Motiv!)
Der Verlauf der Handlung ist ziemlich lahm und nimmt gegen Ende regelrecht abstruse Züge an, bis es dann schließlich gar keinen Sinn mehr ergibt.
Romantisch ist hier auch nichts. Eher erinnert das Geschehen an eine halbe Gruselgeschichte, die aber noch weniger Sinn ergibt. Keine der Frauen starb auch nur annähernd in der Nähe von Schloß Kronensee: eine in Afrika auf Safari und eine in Venedig beim Gondeln. Warum sie es dann trotzdem sein sollen? Dafür hat dann nicht mal der Verwalter eine Erklärung, auch wenn er sich redlich bemüht. Da hätte mehr Wert auf die Gefühle und die Dreiecksgeschichte - auf Ruls Eifersucht in etwa - gelegt werden sollen. Immerhin steht es so im Serientitel.
Mir kam es so vor, als hätte sich die Grundidee etwa zur Hälfte des Romans um Hundertachtzig Grad gedreht. Plötzlich musste fast zwanghaft jede Figur in ihr persönliches Happy End gebracht werden und alles wird gut ...
Damit gehört "Die verschwundene Prinzessin" sicher nicht zu den Heftromanen, die man gelesen haben sollte, noch weniger zu denen, die ich empfehlen würde.

Kommentare:

  1. Puhu, das klingt ja schauderhaft! Es erinnert mich allerdings dran, dass ich hier auch noch 2 Fürstenromane im Regal habe...

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  2. Es gibt gute Heftromane! Ich weiß es ;) Aber leider muss ich sie in letzter Zeit immer suchen ...
    Das Cover gefiel mir gut und die Reihe kannte ich noch nicht.

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