Freitag, 30. April 2010

Hexenküsse - Yasmine Galenorn


Der Krieg in der Anderwelt herrscht nach wie vor und die Portale von der Menschenwelt müssen streng bewacht werden. Aber durch die geheime Unterwelt drängen allerhand phantastische Wesen; Goblins und Pixies in etwa. Die Menschen sind damit heillos überfordert und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen.
Die D'Artigo Schwestern werden vom Kronprinz der Dahn-Einhörner um Hilfe gebeten. Nur Camille, die Hexe in der Familie, kann das legendär gewordene schwarze Horn wiederfinden, dass gestohlen worden ist. Nur damit kann sie all ihre magischen Kräfte entfalten und beherrschen lernen. Gegen Schattenschwinge ist so ein mächtiges Artefakt lebenswichtig.
Doch noch während sich die Schwestern auf die Suche machen und ganz nebenbei auch immer das dritte Geistsiegel im Blick haben, taucht plötzlich Smoky, der Silberdrache, wieder auf. Er fordert die ihm versprochene Woche mit Camille ein. Sie gibt diesem Befehl nach und ihre Schwestern und anderen Liebhaber müssen befürchten, dass Camille dem Drachen verfällt.

Das ist der vierte Teil der Schwestern-des-Mondes-Reihe, die unbedingt in Folge gelesen werden sollte. Hier wird es erstmalig actionreicher, viele Kämpfe und kleinere Scharmützel müssen ausgefochten werden.
Es taucht auch so ungefähr alles an mystischen Gestaltenwesen auf, die es gibt und ich habe mich ab und an bei dem Wunsch ertappt, mit der Stirn auf den Schreibtisch zu hämmern. Allerdings kann man das der Autorin nicht lange übel nehmen, denn sie versteht es einfach, unterhaltsam zu sein. Nie kommt Langeweile auf und was immer folgen soll, wird mit Spannung erwartet.
Als Älteste hatte es Camille nie so ganz einfach, musste sie doch stets für die jüngeren Schwestern da sein. Und auch wenn ihre anderen beiden Liebhaber, der Fuchdämon und der Svartaner, keine Schwächlinge sind, bekommt sie doch mit Smoky einen Mann an ihre Seite, der alle Fäden in der Hand hält. Das und sein Sexappeal bringen auch ihre Gefühle völlig durcheinander. Hier wird viel Erotik gekostet und ausgelebt. Wem das im allgemeinen nicht liegt, sollte nicht mit der Serie beginnen, denn das macht einen großen Teil davon aus.
Zunehmend wird allerdings auch deutlich, dass die gehandicapten Schwestern mächtiger und fehlerloser werden. Dabei machte das doch ihren größten Reiz aus, dass sie eben nicht perfekt waren und damit das Ende nie so wirklich gewiss war.
Da ich auch schon die Folgebände gelesen habe, warte ich sehnsüchtig auf das Herbstprogramm des Verlages. Würde die Serie urplötzlich abgebrochen werden, wäre ich sehr traurig, denn ich verfolge sie gern.
Im Original hat Yasmine Galenorn erst kürzlich weitere Verträge unterzeichnet für die Bände 10, 11 und 12. Ganzer Artiekl hier. Hoffen wir, dass es noch mehr von den Schwestern zu lesen gibt, es aber trotzdem auch irgendwann ein Ende finden wird.


http://www.galenorn.com/
Yasmine Galenorn hatte sich in Amerika bereits mit einer Reihe Romane und Sachbücher einen Namen gemacht, bevor ihr mit ihrer Serie um die "Schwestern des Mondes" auch der internationale Durchbruch gelang. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann Samwise und vier Katzen in Bellevue.
Sie schreibt auch unter dem Pseudonym India Ink.
Für weitere Informationen benutzt doch einfach die Suchfunktion dieses Blogs.


"Die Hexe"


Donnerstag, 29. April 2010

Interessante Fantasy-Neuerscheinungen Mai






Die linke Hand Gottes - Paul Hoffman
Das heilige Kloster des Erlöserordens ist ein trostloser Ort, an dem Hoffnung und Freude unbekannt sind. Wer hierhergebracht wird, für den hat das Leben ein Ende. Die jungen Novizen, die diesen höllischen Ort betreten, müssen das schreckenerregende Regime der Mönche ertragen. Gewalt und Grausamkeit stehen an erster Stelle.
Thomas Cale ist einer dieser unglückseligen Klosterschüler. Er ist vielleicht vierzehn oder fünfzehn Jahre alt, da ist er sich nicht sicher. Niemand kann es ihm genau sagen. Schon lange hat er seinen richtigen Namen vergessen. Jetzt nennen sie ihn Cale. Er kann sich an sein früheres Leben nicht wirklich erinnern, und er weiß nicht, was ihn noch alles erwarten wird, aber eines weiß er: Niemals werden sie ihn unterkriegen. Seine Zeit wird kommen, und dann wird er sich rächen ...

Pakt der Könige - Ange Guéro
Teil 2: Marikanis größte Hoffnung auf Erfolg besteht in der Unterstützung durch den ehemaligen Galeerensklaven Arekh. Aber die Vergangenheit dieses Mannes liegt im Dunkeln, und seine Loyalität ist so wankelmütig wie ein Fähnchen im Wind.
--> Rezension Teil 1 "Rune der Knechtschaft" hier

Elfen wie Stahl - Chris Evans
Konowa Flinkdrache ist ein Held unzähliger Schlachten, der Kommandant der Stählernen Elfen – und der Mörder eines Vizekönigs. Für dieses Verbrechen wurde er verbannt und seine Eliteeinheit wurde aufgelöst.
Doch nun werden seine Dienste erneut benötigt, denn ein geheimnisvoller roter Stern bringt längst vergessene Magie ins Reich zurück. Die uralte Elfenhexe Schattenherrscherin triumphiert bereits, und Konowa Flinkdraches alte Truppe – die einzige, die sie aufhalten könnte – ist in alle Winde zerstreut ...

Das mechanische Herz - Dru Pagliassotti
Steampunk: Taya schwebt auf metallenen Schwingen über Ondinium. Sie ist eine Ikarierin – eine Kurierin, die sich frei in allen Sektoren der Stadt bewegen und ungehindert mit all ihren Kasten Umgang haben darf. Doch selbst sie kann dem Netz aus Terrorismus, Mord und Intrigen nicht entrinnen, in das sie sich nach einer kühnen Luftrettungsaktion verstrickt. Taya bekommt es mit den Brüdern Forlore zu tun, Sprößlingen einer Oberschichtfamilie: dem gutaussehenden, brillanten Alister, der im Regierungsrat sitzt und Programme für die große Maschine schreibt und dem linkischen, aber scharfzüngigen Cristof, der seiner Kaste den Rücken gekehrt hat und im ärmsten Viertel Ondiniums Chronometer repariert. Beide hüten gefährliche Geheimnisse in dieser Stadt mit dem mechanischen Herzen ...


Mittwoch, 28. April 2010

(DVD) Prinzessin Fantaghiró (1+2)


Es war ein Experiment, das ich gewagt habe und Schuld daran ist eine junge (weil gleichalte) Autorin, deren Namen ich nicht nenne. Es gibt ja doch so einige Serien, die an die gute, alte Zeit erinnern und ganz oben auf die Liste gehört sicherlich "Prinzessin Fantaghiró".
Da ich mir vor Jahren die Sammelbox zugelegt habe, konnte ich nun ein sehr gewagtes Experiment angehen. Ich werde mir alle Teile (noch einmal) ansehen und exklusiv (und gnadenlos) über meine Erfahrungen berichten. Dabei muss ich allerdings erwähnen, dass ich die letzten Folgen nie gesehen habe und sie daher nicht wiederhole, sondern erstmalig anschaue.
Nun aber zu Teil 1 und 2.

Die Fantasy-Serie entstand nach dem italienischen Märchen "Fantaghiró persona bella" von Italo Calvino. Der Autor hat ein altes toskanisches Volksmärchen aus dem neunten Jahrhundert ausgegraben und neu erzählt.
Erstmals in Deutschland ausgestrahlt wurde sie im Dezember 1993. Nach den ursprünglichen ersten vier Folgen wurde die Reihe dreimal mit jeweils zwei neuen Folgen fortgesetzt. Jede Folge hatte Spielfilmlänge.

Zwei Königreiche im Krieg. Der Herrscher des einen Landes sehnt sich nach zwei Töchtern nach einem Sohn. Voller Hoffnung kehrt er heim und muss nicht nur seine Frau begraben, sondern auch die dritte Tochter akzeptieren. Bevor er sie für den Tod der Mutter, die bei der Geburt ums Leben kam, bestrafen kann, schreitet die Weiße Hexe ein und weissagt, dass es sich bei der kleinen Fantaghiró um ein ganz besonderes Mädchen handelt.
Nähen, Puppen und sittsam schweigen sind so gar nichts für den Wildfang, lieber will sie Bogen schießen lernen. So oft sie bestraft wird, so oft setzt sie doch ihren eigenen Kopf durch. Als sie erwachsen ist, hat ihr Vater genug und jagt sie davon. Im Wald trifft Fantaghiró auf den Weißen Ritter, der ihr fechten, reiten und das Verständnis für die Natur beibringt.
Am Ende der Lektionen heißt er sie einen Pfeil abzuschießen, der beinahe einen jungen Mann trifft, der mit zwei Gefährten an der Grenze entlangreitet. Es handelt sich dabei um Romualdo, den Sohn des Königs des Feindeslandes.
Fantaghiró kann sich zwischen Farnen und Büschen verstecken, doch er entdeckt sie und ist von ihrer Schönheit und ihren Augen fasziniert. Der Weiße Ritter gibt Fantaghiró als eine Fee aus dem Walde aus und schickt Romualdo fort.
Unerwartet stirbt der feindliche König und Romualdo nimmt seinen Platz ein. Er ist des Mordens übedrüssig und kann das Leid seines Volkes nicht mehr mitansehen. Also schlägt er einen Zweikampf vor, der den Krieg entscheiden soll.
Doch die Weiße Hexe sagt dem König voraus, dass kein Krieger Romualdo besiegen kann, sondern nur einer seiner Nachkommen. Doch er hat nur Töchter!
Fantaghiró ergreift ihre Chance. Sie verkleidet sich als Junge und macht sich auf den Weg, um gegen Romualdo zu kämpfen. Als Romualdo sie erblickt, meint er, ihre Augen zu erkennen. Fantaghiró kämpft um den Sieg ihres Reiches, Romualdo um das, was eine Frau am meisten fürchtet ...

Das erste, was mir wieder in den Sinn kam, war die wunderschöne Musik. Leider ist die Qualität der Filme nicht besonders gut, aber man kann es schon gut schauen. Wer sie allerdings erstmalig ansieht, könnte enttäuscht sein, zumal die Box auch keine große Sprachauswahl und noch weniger Extras bietet. Dafür ist der Preis im Gegensatz zum Einzelkauf unschlagbar.
Die Geschichte soll, da folge ich Hörensagen, für Kinder gemacht worden sein, was die zahlreichen Übertreibungen der Schauspieler erklärt. Die Gestik ist beinahe ausufernd, die Mimik nicht immer so ernst zu nehmen, wie es wohl geplant war. Dadurch gerät auch mal eine Figur etwas unglaubhaft. Zum Beispiel Mario Adorf als König. Einerseits grimmig und böse, lässt er doch immer wieder sein gutes Herz durchschauen. Mir wäre wohler gewesen, wenn er sich für eines davon entschieden hätte.
Teil 1 und 2 haben noch Ángela Molina als Weiße Hexe/ Weißer Ritter, die für die Rolle viel besser geeignet ist, als ihre Nachfolgerin, was vor allem in der Männerrolle sichtbar wird.
Die Küstüme sind mitunter recht gewöhnungsbedürftig, vor allem die der Männer, die in leichten Strumpfhosen durch die Gegend rennen. Und Romualdo in Fellen? Kam bei mir beim nochmaligen Sehen auch nicht so gut an.
Natürlich sind die Effekte vergleichsweise einfach gehalten, aber so etwas wie den Stein, der sich darüber beschwert, verlegt worden zu sein und der später noch weiter mitspielen wird, will ich mal in einem heutigen Film sehen. Das bekommt so niedlich bestimmt keiner mehr hin! Meine Vorliebe für grimmige oder (sehr) kauzige Figuren wird hier sicher deutlich.
Alles in allem habe ich mich sehr gefreut, die Filme noch einmal sehen zu dürfen. Alessandra Martines ist wirklich wunderschön und spielt gut. Ich weiß noch, dass ich beim erstmaligen sehen aber enttäuscht war. Damals hatte ich noch kein Faible für Liebesgeschichten (oder Mädchenbücher) und mied sie, wo ich nur konnte. Ich freute mich auf eine starke Frau, die ihren Weg geht, aber als Fantaghiró dann weinerlich wurde, weil sie sich verliebt hat (!) wollte ich schon nicht weitersehen. Aber so viel Auswahl an Fantasyfilmen gabs damals noch nicht ...
Leider, leider ist mir auch wieder meine Abneigung gegen Romualdo eingefallen, in dem ich eher eine Art Milchbubi sehe. Und das schon, wo Tarabas noch gar nicht aufgetaucht ist! Aber gut, er ist hell, wo Fantaghiró dunkel ist und mit seinen blauen Augen sieht er schon so gut aus, wie es ein Prinz tunlichst sollte. Würde man nur sein Gesicht sehen (ohne Haare) und würde er den Mund nicht aufmachen ... och ja, warum nicht?
Die Handlung ist einfach und unheimlich kitschig. Großartige Wendungen gibt es nicht, dafür aber Gefühle und Kämpfe am laufenden Band. Humor gibt es ebenfalls, ebenso wie viele kleinere Ideen am Rande, die stets durchdacht wirken.
Das klingt alles schlimmer, als es eigentlich ist, denn noch immer habe ich "Fantaghiró" sehr gerne gesehen. Wer es noch nicht kennt, sollte nicht länger zögern und sich die Filme ansehen. Übrigens auch ein Spaß für die ganze Familie.

Darsteller (1+2):
Alessandra Martines- Fantaghiró
Kim Rossi-Stuart - Romualdo
Ángela Molina - Weiße Hexe / Weißer Ritter (Teil 1+2)
Mario Adorf - König, Vater Fantaghiró
Ornella Marcucci - Caterina (Teil 1+2)
Katerina Brozova - Carolina
Tomas Valik - Ivaldo
Stefano Davanzati - Cataldo
Jean-Pierre Cassel - General


Nützliche Links:
http://www.prinzessin-fantaghiro.de/
Fanpage
Wikipedia-Zusammenfassung
http://fantaghiro.forum-aktiv.com/
Fanforum
youtube.de
Suche: Fantaghiro (es gibt die Filme gekürzt zu sehen)


Dienstag, 27. April 2010

Chili, Charme und Schokoküsse - Susanne Walsleben


Bea ist rund vierzig Jahre alt und wurde von ihrem Mann Claus, der stets auf einem eigenen Nachnamen bestand, wegen einer jüngeren Frau verlassen. Zum Trost und um den Kopf frei zu bekommen hat sie Urlaub gmacht, dort einen sehr netten Mann kennengelernt und mit ihm schöne Stunden verbracht.
Neben ihren zwei Kindern ist ihr aber ihr kleines Schokoladengeschäft "Xocolatl" am wichtigsten. Da taucht aber plötzlich der charmante Steuerprüfer Hans-Dieter Wiesner auf und will in ihre Unterlagen sehen.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, tritt auch noch die unleidige Schwiegermutter einen Besuch an - und weiß noch nichts von der Trennung. Und Beas Mann fällt ein, dass seine Affäre nicht sein Familienglück bedrohen und sie wieder ale zusammen in einem Haus glücklich sein sollten. Alimente und Unterhaltszahlungen haben natürlich nichts damit zu tun. Als sich dann auch noch Beas Urlaubsaffäre ankündigt, muss die geschlagene Frau erst einmal Ordnung in ihr Leben bringen.

Was sich zunächst nach Nonsens, weil viel zu übertrieben anhört, hat wirklich funktioniert. Die Sprache wirkt nicht aufgesetzt, auch wenn sie sehr locker daher kommt und Ereignis für Ereignis ist überraschend und sehr witzig.
Zwar erschloss sich mir nicht ganz, warum es gerade ein Schokoladengeschäft sein musste, aber das spielt auch nicht wirklich eine Rolle. An den Namen hätte man durchaus feilen können, aber auf das deutsche Umfeld passen sie anstandlos.
Bea nimmt man ab, dass sie selbstbewusst ist, auch wenn es die berühmten paar Kilo zu viel und damit ein paar Selbstzweifel gibt. Ihr Noch-Ehemann ist unsympathisch bis zum Schluss, die Kinder kleine Rabauken, die Affäre schnell beleidigt. Ich hatte jedoch nicht das Gefühl, etwas sei aufgesetzt oder konstruiert. Für mich klappte alles wunderbar und ich fühlte mich gut unterhalten. Dabei hadere ich meist mit solcher Thematik, weil es manche Autorin zu weit treibt.
Mir hat die Geschichte, die sich im übrigen sehr schnell weglesen lässt, sehr gefallen und ich empfehle sie gern weiter.


Keine Homepage gefunden
Susanne Walsleben arbeitete nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Geschichte als freie Autorin (u.a. für "Cosmopolitan", "Freundin", "Maxi", "Elle"), und war Chefredakteurin bei "Burda Moden". Seit Sommer 2004 arbeitet sie wieder erfolgreich als freie Autorin. Außerdem hat sie bereits mehrere Bücher zu den Themen Psychologie und Partnerschaft veröffentlicht.


Montag, 26. April 2010

Die Reise nach Yndalamor - Nina Blazon


In einer Taverne am Rande der Welten lebt der Junge Tobbs. Nur der Wirt Dopoulus, der ihn aufgezogen hat, besitzt all die Schlüssel zu den Türen, die von der Taverne abgehen.
An Tobbs dreizehnten Geburtstag muss er erst einmal eine Dämonenhochzeit überstehen, ehe er selbst feiern und das größte Geheimnis seines Lebens erfahren darf. Schwierig, wenn der kleine Dämonenjunge Sid, der aussieht wie ein blonder Engel, es darauf anlegt, die Welt zu erkunden und Tobbs mit hineinzieht.
Ausgerechnet die Kutsche der Göttin Kali, die gerade zum Tee bei Dopoulus ist, wird von Sid ausprobiert. Und da Tobbs auf ihn aufpassen soll, muss er wohl oder übel mit durch die Tür ins wilde Yndalamor. Was nun folgt ist eine abenteuerliche und bunte Reise, auf der die Kinder neue Wesen und Kulturen kennenlernen. Nicht immer ungefährlich so eine Spritztour!

Die Autorin hat bereits verraten, dass die drei Bücher der Reihe in absehbarer Zukunft neu aufgelegt werden."Über die Neuauflage kann ich leider noch gar nicht mehr sagen, als in meinen News steht. Ich weiß nur, dass, nicht aber, wann genau und in welcher Form. Einen Dreierband daraus zu machen, hätte aber wirklich seinen Reiz, guter Gedanke!" Danke *hüstel*
Was es zuerst gab, war die Idee "mit den vielen Türen, die alle in verschiedene Länder und Zeiten führen. Die Geschichte von Tobbs bot sich dann geradezu an: ein Junge, der sich immer fragen muss, aus welcher dieser Welten er wohl stammt."
Ich war beim lesen besonders von der Vielfalt der Ideen beeindruckt, viele Einzelheiten haben sich zu einem großen Gesamtbild zusammegefügt. Der Junge Tobbs gerät in Schwierigkeiten, die er nicht selbst verursacht hat und auch gar nicht haben will, stellt sich diesen aber (mal mehr, mal weniger) meisterhaft.
Durch seine Kindheit in der Taverne akzeptiert er Andersartigkeit bei anderen und lässt sich auch darauf ein.
Kindern dürfte aber vor allem die Reichhaltigkeit des Inhaltes gefallen. Auf der Dämonenhochzeit gibt es beispielsweise Schlangensaft mit ausgepresster Fledermaus zu trinken. Wie das schmeckt? "Gibt man eine Prise gemahlenen Echsenpfeffer hinzu, schmeckt es ein bisschen wie Tomatensaft plus Cola. Auspressen bitte ÜBER dem Glas per Hand. Wringen hilft."
Eklig? Ungeeignet für Kinder? Mitnichten! Wenn man es richtig verpackt, kann man Kindern mit allem kommen. Der Roman ist nicht zu kompliziert oder grausam geschrieben. Trotz der Dämonen, der Flug (mit runterfallen), diversen Kämpfen und Fluchten ist das alles kindgerecht verpackt. Auch Kinder mögen Spannung! Und die wird eben nicht gerade mit Happy-End-Welten erreicht, da muss auch mal was schief gehen. Tobbs könnte ein Lied davon singen.
Was mir im nachhinein aufgefallen ist, war die der Umstand, dass das Buch eigentlich nicht dick ist und sich rasch weglesen lässt. Aber es passiert eine ganze Menge! Dabei ist nichts gestaucht und ich hatte auch nie das Gefühl, dass da irgendetwas nur rasch abgehandelt wurde. Die Charaktere waren zumeist sympathisch und besaßen genug Eigenheiten um sie entweder zu lieben oder zu hassen.
Eine Sache aber hat mir gar nicht gefallen - vor allem, weil ich es bis zum Ende nicht verstanden habe. Jamie und Megan. Diese Geschichte in der Geschichte wird mir wohl auch weiterhin fremd und verborgen bleiben. Zumindest scheinen sie kein Liebespaar zu sein, auch wenn Megan ihn ständig ihren "Geliebten" nennt. "Liebe Soleil, Jamie ist an Megans Sturz absolut unschuldig. Hier wäre wohl eher Lord Sedrik der Zahnlose ein Fall für C.S.I. Gwynidell." Ich frage mich mitllerweile, ob die beiden in Teil zwei oder drei noch einmal auftauchen? Das Ende von ihnen ist jedenfalls nichts für alle, die so wie ich ein großes Happy End Feeling haben.
Alles in allem aber sprüht die Geschichte nur so vor verrückten und kulturell bunten Ideen und will nicht immer nur ernst genommen werden. Manchmal wirkt es wie bunt zusammengewürfelt, mal hier und da an verschiedenen Zeiten, Orten und Religionen bedient. Doch alles ist genau durchdachte und nicht einfach sinnlos aneinander gereiht.
"Wie ich auf diese Figur kam: Ich lese sehr gerne Märchen - quer durch alle Kulturen und Länder. Und Afanasjews Märchen "Baba Jaga und Wassilissa, die Wunderschöne" gefällt mir besonders. Diese Hexengestalt (die ja nicht immer als böse dargestellt wird, sondern auch andere Seiten hat) passte, so fand ich, gut in die Reihe um Tobbs."
Eine Geschichte, die sicher nicht nur Kindern und Jugendlichen gefällt und die ich ganz sicher weiter verfolgen werde.


http://www.ninablazon.de/
Nina Blazon wurde 1969 geboren und wuchs in Neu-Ulm auf. In Würzburg studierte sie Germanistik und Slawistik, unterrichtete an den Unis in Tübingen und Saarbrücken, bevor sie in der Lokalredaktion der Cuxhavener Nachrichten erste Schreiberfahrungen sammelte. Heute lebt sie als freie Journalistin mit ihrem Mann in Stuttgart.

Die Taverne am Rande der Welten:
1) Die Reise nach Yndalamor
Leseprobe
2) Im Land der Tajumeeren
3) Das Königreich der Kitsune


Sonntag, 25. April 2010

(Kino 2012) Rotkäppchen und der Werwolf


Durch Zufall stieß ich auf die Nachricht, dass "Rotkäppchen" neu verfilmt werden soll und zwar von niemand geringerem, als der Regisseurin von "Twilight", Catherine Hardwicke.
Dabei soll es sich um eine komplette Neuerinterpretation handeln. Diese Quelle hier weiß ein wenig zu den möglichen Darstellern:
"Die Schauspielerin Amanda Seyfried (Mamma Mia!, Chloe) wird die Hauptrolle in dem Horrorfilm "Girl With the Red Riding Hood" bei Warner Bros. spielen. Regisseurin Catherine Hardwicke inszeniert die Gothic-Horror Version des Märchens Rotkäppchen nach einem Drehbuch von David Johnson. Amanda Seyfried wird darin die Rolle einer jungen Frau spielen, die von einem Werwolf terrorisiert wird. Den Part des Holzfällers und Geliebten Peter wird Schauspieler Shiloh Fernandez übernehmen."
Auf dieser deutschen Seite ist noch zu erfahren, dass die Beziehung dreier junger Menschen im Vordergrund stehen wird.
"Hardwicke hat sich in diesem Jahr noch einige weitere High Profile-Teenieprojekte gesichert: Eine neue "Hamlet"-Version mit Emile Hirsch für Overture, "If I Stay" für das "Twilight"-Studio Summit, sowie das Fantasyprojekt "Maximum Ride" und eine von Neal H. Moritz produzierte Kinoversion von "21 Jump Street" für Sony."

Ehrlich gesagt freue ich mich da mehr auf "21 Jump Street", denn diese Serie habe ich geliebt.
Rotkäppchen einmal anders wird sicher interessant, aber wahrscheinlich auch so abweichend von der Märchengrundlage, dass es mir wieder mal auf den Magen schlagen wird. Ansehen werde ich es wohl rein aus Neugier. Schon allein die Schauspielerin, blond mit Schmollmund, lässt mich mit den Augen rollen. Aber ich will nicht unfair sein, immerhin ist ja noch nicht mal abgedreht.

Bild von pixelio.de

Freitag, 23. April 2010

Verlagsgeplauder - Von der Idee zur Anthologie




Der Verleger Torsten Low plaudert aus dem Nähkästchen. Und das auch noch gern! In regelmäßigen Abständen wird er sich ein Thema wählen und einige Worte dazu aufschreiben. Alle, die sich näher dafür interessieren, sind herzlich eingeladen, sich diese Worte durchzulesen und zu kommentieren. Mehr noch: Interessiert ein Thema besonders? Dann her damit, Torsten antwortet gern.

Kleinverlage fangen gerne mit ihr an, ist doch eine Anthologieausschreibung ein recht schneller Weg, an ein paar Autoren zu kommen, ohne ein „Autoren gesucht“-Schild aufzuhängen.
Doch wie entsteht eigentlich so eine Anthologie?
Am Anfang steht eine Idee. Ein Genre. Ein Thema. Ein Gegenstand. Eine Situation. Diese Idee entscheidet darüber, ob die Anthologie ein Erfolg wird. Wobei Erfolg relativ ist – Anthologien verkaufen sich meist mittelprächtig bis schlecht. Die Gründe dafür sind vielfältig und nicht immer eingängig.
So ist der große Vorteil von Anthologien – Geschichten von unterschiedlichen Autoren lesen zu können – auch gleichzeitig der große Nachteil, gefällt doch nicht jede Geschichte auch jedem Leser.
Für Buchhändler ist eine Anthologie ein nicht kalkulierbares Risiko, deswegen finden sich im stationären Buchhandel nur wenige Anthologien. Große Verlage, die haben bereits darauf reagiert und geben nur noch selten Kurzgeschichtensammlungen heraus.
Und auch, wenn viele Leser angeben, gerne Kurzgeschichten zu lesen, geben die meisten ebenfalls an, noch nie eine Anthologie gekauft zu haben. Dabei sind gerade in Kurzgeschichtensammlungen manchmal Perlen versteckt.

Zur Ideenfindung befrage ich mich oftmals selbst, was ich denn gerne lesen würde. Was für Geschichten würde mich interessieren. Ist es ein unverbrauchtes Thema? Oder handelt jede dritte Anthologie davon? Je unverbrauchter das Thema, desto größer sind die Erfolgschancen.
Dazu gehört auch eine umfangreiche Analyse des Marktes.
Was wurde im letzten Jahr von den bekannteren Verlagen herausgegeben. Welche Ausschreibungen sind im Moment gerade aktuell. Was steht derzeit im Überfluss im Buchladen? Diese Themen sollte man besser nicht nehmen, da die Konkurrenz einfach zu groß ist.
Diese Idee sollte nun Stück für Stück verfeinert werden, bis sich das Thema in ein bis zwei knackige Sätze packen lässt.
Bei der Lichtbringer-Ausschreibung war die Grundidee für mich beispielsweise: Gralssuche-Motiv in einer eigenständigen Fantasy-Welt, allerdings mit einem Schwert als Heilsbringer. Und ähnlich wie bei der Suche nach dem heiligen Gral durfte das Schwert in den Geschichten nicht gefunden werden.

Wenn die Idee steht, suche ich mir Personen, die mich dabei unterstützen. Ein oder mehrere Herausgeber müssen gefunden, eine Jury aufgestellt, vielleicht sogar ein bekannter Autor zur Mitarbeit bewegt werden. Beispielsweise konnten wir für "Lichtbringer" die Fantasy-Autorin Heide Solveig Göttner für die Jury gewinnen. Für "Weltenbaum" schrieb Christoph Hardebusch das Vorwort. Und bei den "Geisterhaften Grotesken" unterstützen mich gleich drei deutsche Bestseller-Autoren mit wunderbaren Wasserspeiergeschichten.

Gemeinsam geht es dann weiter – Formulieren der Ausschreibung, Festlegen der Ausschreibungsdauer, Werbetrommel rühren und aktiv in Schreibforen posten.
Und sich wappnen für den Ansturm der Geschichten.
Ansturm der Geschichten? Die Realität sieht anders aus. Bei meiner ersten Ausschreibung fand ich das noch erschreckend. Wir haben alles getan, um Autoren zu motivieren und es kamen zunächst keine Geschichten. In den ersten vier Monaten hatten wir eine einzige Einsendung erhalten.
EINE!
Zwei weitere im fünften Monat.
Voller Euphorie gestartet und dann so unsanft auf den Boden zurückgeholt. Ich war der Verzweiflung nahe! Meine Erfahrungen beim Büchermachen und Verlegen bezog sich ja bisher ausschließlich auf meine eigenen Romane. Hatte ich bei der Auswahl des Themas einen Fehler gemacht? War die Ausschreibung zu schwammig formuliert? War die Werbung verpufft? Oder hatte man kein Vertrauen in mich?
Schnell musste ich feststellen, dass es für einen Neu-Verlag gar nicht so einfach ist, bekanntere Autoren für eine Anthologieausschreibung zu begeistern. Manche lehnten sofort ab. Man wolle erst einmal sehen, wie ich mich schlage. Anscheinend nicht ganz schlecht, denn mittlerweile haben sie sich an Nachfolgeprojekten beteiligt.
Im letzten Monat der Lichtbringer-Ausschreibung endlich die Erleichterung und auch die Erkenntnis: Autoren warten bis zur letzten Minute.
Mit dem Wissen konnte ich die Ausschreibung für "Weltenbaum" oder die "Geisterhaften Grotesken" viel gelassener angehen. Auch hier kam ein Großteil der Einsendungen erst in den letzten Tagen.

Nun geht es an die eigentliche Arbeit. Die Geschichten müssen gelesen und ausgewählt werden. Dabei wurde ich bisher immer sehr tatkräftig durch die Jury und die Herausgeber unterstützt. Die Siegergeschichten durchlaufen ein mehrstufiges Korrektorat und Lektorat. Dabei unterstützen neben den Jurymitgliedern auch meine Eltern, die sich in den letzten zwei Jahren extrem in der neuen deutschen Rechtschreibung auf den neuesten Stand gebracht haben.

Nach Rücksprache mit den Autoren bezüglich eventueller Korrekturen werden die Geschichten digital gesetzt, also mittels eines speziellen Publishing-Programms in eine druckfähige Form gebracht. Erst in diesem Arbeitsschritt wird die endgültige Aufteilung des Textes auf Seiten vorgenommen, Schriften und Formate verändert, Bilder eingefügt, auf Hurenkinder und Schusterjungen geachtet und Wörtertrennungen vorgenommen.
Die Verträge werden versandt. Das Cover wird an die endgültige Buchdicke angepasst und langsam die Werbung angekurbelt. Schließlich müssen ja auch noch Plakate, Postkarten und Lesezeichen gedruckt werden. Das Probeexemplar wird gedruckt und ein letztes Mal geprüft.
Endlich ist es soweit – nun geht das Buch endgültig in Druck.

http://www.verlag-torsten-low.de/
Das andere Buch


Donnerstag, 22. April 2010

Sag's nicht weiter, Liebling - Sophie Kinsella


Emma Corrigan möchte es besser machen. Nur besser als was? Alles, was sie weiß ist, dass ihre Eltern hohe Erwartungen in sie stecken, ihr aber stets das Gefühl geben, ihnen nie gerecht zu werden. Und ihre Cousine Kerry, die seit dem Tod ihrer Mutter bei Emma und deren Eltern lebte, hat nicht nur eine eigene Firma, sondern gibt auch ständig damit an. Als ein Meeting völlig schief geht, trinkt Emma mehr, als sie verträgt und tritt dann mit großer Flugangst die Rückreise an. Auf dem Flug gibt es einige Turbolenzen und da rutschen sie Emma heraus: alle Geheimnisse die sie je gehabt und noch nie jemanden erzählt hat. Der Mann neben ihr ist zwar jung und gutaussehend, aber das spielt keine Rolle, schließlich wird sie ihn ja nie wieder sehen. Was mehr als gut ist!
Doch nur wenige Tage später folgt die totale Ernüchterung: Der Chef der gesamten Firma, in der Emma arbeitet, kommt um sich alles anzusehen. Jack Harper ist Multimillionär und ... der Typ aus dem Flugzeug!


Endlich alle Kinsella-Romane gelesen - abgesehen von den Schnäppchenjäger-Dingern, da mochte ich Buch 1 so wenig, dass ich auch den Rest nicht lesen werde.
Und was soll ich sagen? "Sag's nicht weiter, Liebling" rangiert weit oben auf meiner Kinsella-Bestenliste.
Zunächst beginnt alles ganz harmlos, dafür aber umso witziger. Emma stellt Listen auf, von Geheimnissen, von Dingen, die sie tun oder nicht tun wird. Ihr passiert auf der Konferenz ein großes Missgeschick. Typischer Kinsella-Hauptcharakter eben. Aber Emma ist auch sehr sympathisch und durch ihre Geheimnisse von Anfang an sehr lebensecht.
Unterhaltsam liest es sich bis zur Hälfte, ohne dass etwas Nennenswertes geschehen wäre. Aber dann. Drama, Baby, Drama!
Emmas Welt, die bis dahin sehr glücklich war, bricht zusammen. Und alles dreht sich um Geheimnisse, eigene und die von anderen. Der Mann bricht ihr das Herz! Was hat sie nur getan, um das zu verdienen? Ich war ja SO ergriffen und die Seiten flogen nur so an mir vorbei.
Es ist schwer, nicht alles zu verraten, also nur so viel. Ein typischer Kinsella, mit einer sympathischen Protagonistin, einem ansprechenden (gutaussehenden, wortkargen) Mann, jeder Menge Verwicklungen, Witz und Gefühl.


Göttin in Gummistiefeln

Charleston Girl

Kennen wir uns nicht?

Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin


Mittwoch, 21. April 2010

Im Zauberreich von Bondrix - Marion Rother


Die Geschwister Nils und Hannah leben zusammen mit ihren Eltern und dem Großvater in einem hübschen Haus. Hinter dem Dorf gibt es einen dunklen Wald, den niemand betritt, weil er so düster und gruselig ist.
Eines Tages bauen die beiden zusammen mit dem Opa eine Flugmaschine, die der Ältere in einem uralten Buch gesehen hat. Denn im Dorf sind einige Kinder verschwunden und Nils und Hannah sind auserwählt, diese zu retten.
Der böse Zauberer Bondrix holt sich immer wieder Kinder, weil er deren Tränen braucht. Je mehr sie weinen, umso besser!
Die Geschwister nehmen all ihren Mut zusammen und machen sich auf den Weg. Bondrix macht es ihnen nicht leicht, aber es gibt in seinem Reich auch gute Wesen, die die Hoffnung auf Befreiung vom Tyrannen nocht nicht aufgegeben haben ...

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin, die mir ein Exemplar des Buches zur Verfügung gestellt hat. Ihren Verlag findet man hier. Auf Marion Rother bin ich auf der Leipziger Buchmesse gestoßen, als ich zufällig zu ihrer Lesung fand. Und weil die virtuelle Welt ein Dorf ist, fand sie schließlich auch mich.
Zuallererst ein Mega-Lob an die Illustratorin Marga Lenz. Nicht nur das Cover finde ich wunderschön und absolut gelungen (passt zu einhundert Prozent zum Inhalt), sondern auch die einzelnen Zeichnungen im Buch selbst, die sich dem Geschehen anpassen. Am besten gefällt mir, da folge ich aber meiner persönlichen Leidenschaft, der Hexenkessel.
Aber eine Sache ist leider gar nicht gelungen: die Form des Textes. Im gesamten Buch gibt es nicht einen Absatz (Leerzeilen sind keine Absätze!), was sich extrem umständlich lesen lässt. Und wenn ich bedenke, dass nicht nur Eltern diese Geschichte ihren Kindern vorlesen, sondern diese vielleicht selbst zum Buch greifen, ist das eine absolute Katastrophe. Das Hochsehen wird dadurch unheimlich erschwert, da man kaum in den Text zurückfindet. Hinzu kommt nämlich, dass wörtliche Rede auf wörtliche Rede folgt: (Fiktiv) "Seid ihr soweit? Wir müssen und unbedingt beeilen!" "Ja, ich bins." "Nein, ich nicht, ich muss noch meine Schuhe anziehen!" "Dann beeilt euch, bitte."
Das Lesen erfordert also allein vom formalen Standpunkt aus gesehen so viel Konzentration, dass man nicht viel am Stück lesen kann. Und wenn es für mich schon so schwierig war, wie muss es dann für ein Kind im Erstlesealter sein?
Die Geschichte selbst allerdings finde ich großartig. Sie enthält alles, was man bei Titel, Klappentext und Cover erwarten würde.
Leider ist die Erklärung, warum die Kinder losfliegen etwas schwammig. Welcher Großvater schickt seine Enkel in ein Gefahrengebiet, wenn er weiß, dass dort schon Kinder verschwunden sind? Da hätte ich mir eine etwas genauere Erklärung, als die mit dem Zauberbuch gewünscht und natürlich eine große Abschiedrede mit Ermahnungen wie "Seid bitte vorsichtig!"
Nach der Ankunft im Zauberreich gibt es für meinen Geschmack zu viele Personen und deren Hintergrundgeschichte. Ich konnte mir die ganzen Namen nicht leicht merken und die meisten Chraktere haben dann gar keine Rolle mehr gespielt.
Auch habe ich mir ab und an gewünscht, es wäre keine Geschichte für gar so kleine Kinder, sondern eine ausgearbeitete Story für ältere. Für etwa Zehnjährige - so alt ist nämlich Nils. Dann hätten einige Dinge nicht dauernd wiederholt werden müssen, die Sprache wäre nicht ganz so einfach (und tiefer gehend) und die zahlreichen Details, wie die Augen an den Lehnen der Zaubereresessel, kämen besser zur Geltung. (So ist es aber für Kindergeschichten typisch.)
Der Plot hat mir ausgesprochen gut gefallen, da gibt es nicht nur Ideenreichtum in Hülle und Fülle, sondern auch Spannung bis fast zur letzten Seite. Viele Emotionen und Menschlichkeiten, aber auch kein Zurückschrecken vor manchen Themen. Da krabbelt auch mal dem schlafenden Nils eine Spinne über den Körper bis zum Gesicht, ehe sie von seiner Taubenfreundin entfernt werden kann. Auch die clevere Hexe, die den bösen Zauberer hereinlegt oder das Volk, das Nils beim Kampf unterstützt, ebenfalls die kleine Liebesgeschichte zwischen Prinzessin und Silber-/Goldschmied tragen zum allgemeinen Wohlgefallen beim lesen bei.
Wenn das jetzt alles noch ein bisschen mehr fokussiert und vor allem in eine lesbare Form gebracht wird (dafür kann die Autorin ja nichts), dann kann das zu einem Top-Kinderbuch werden, dass sicher auf der ein oder anderen Bestsellerliste zu finden wäre. Das Potential ist da.


Dienstag, 20. April 2010

Die OmbSdensldmijskwA-Aktion


Die Oh-man-bis-Smaragdgrün-dauert-es-noch-so-lange-da-muss-ich-jetzt-selbst-kreativ-werden-Aktion oder kurz und prägnant: OmbSdensldmijskwA ist eine Idee, die zwei Bloggerinnen hatten. Die Edelstein-Trilogien-Fanseite ruft alle kreativen Köpfe dazu auf, sich die Zeit bis zum Erscheinen des finalen Teils der Autorin Kerstin Gier zu vertreiben.
"Schickt uns eure Beiträge rund um das Thema der Edelstein-Trilogie. Ganz gleich in welcher Form: Videos, Fotos von Lesungen, oder euren ganz eigenen Kreationen, Zeichnungen, Gedichten, Modellen und vieles mehr. Selbst falls ihr das dringende Bedürfnis verspühren solltet, den Inhalt aus Rubinrot oder Saphirblau in einem Ausdruckstanz wiedergeben zu müssen ... wir sind offen für alles."
Weil ich diese Sache richtig gut finde, drücke ich den Mädels ganz fest die Daumen, dass viele Beiträge eingehen. Mich übrigens interessiert der Ausdruckstanz am meisten, aber gegen eine kleine Kurzgeschichte hätte ich auch nichts einzuwenden. Die Aktion könnte sogar mich, die ich bisher einen weiten Bogen um die Bücher gemacht habe, dazu animieren, sie doch noch zu lesen.
Die Ergebnisse werden dann übrigens auf dem Blog ausgestellt. Bis wann Zeit ist? "Wann kommt Smaragdgrün raus?" (Okt. 2010)


Glückwunsch Nummer 50!



Meinen allerherzlichsten Glückwunsch an Anastasia T. aus Bulgarien. Du bist die Nummer 50 meiner Verfolger und hast damit diese Bücher gewonnen. Ganz wie abgesprochen nur Liebesroman und Chick Lit ;)
Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim lesen!

Der oder die nächste, die sich freuen darf, ist die Nummer 75.


Montag, 19. April 2010

(Verlosung) Samtene Nächte - Aveleen Avide


In diesen verführerischen Geschichten nehmen sich Frauen, was sie begehren: Da verliebt sich eine Stripperin in einen reichen Araber. Eine Frau bekommt zu ihrem Geburtstag eine ganz besondere Tantra-Massage geschenkt. Ein Paar erfüllt sich im Urlaub eine lang gehegte Phantasie. Und bei einem erotischen Lesezirkel macht Tanja ungeahnte sinnliche Erfahrungen ...


Zusammen mit der Autorin Aveleen Avide verlost das Forum Verlorene Werke ein signiertes Exemplar des Buches. Wer es gern gewinnen möchte, guckt hier.


Sonntag, 18. April 2010

Interessante LiRo-Neuerscheinungen Mai



Die geheime Sammlung - Polly Shulman
Es ist nicht leicht, eine Außenseiterin zu sein. Doch dann bekommt Elizabeth einen Aushilfsjob in einem ganz besonderen Museum, dem New Yorker Repositorium der verleihbaren Schätze, in dem man Kunst und Krempel, Wertvolles und Verrücktes ausleihen kann. In den geheimnisvollen Lagerhallen fi ndet Elizabeth aber auch endlich echte Freunde, die bereit sind, mit ihr durch Dick und Dünn zu gehen. Und die braucht sie dringender, als sie geahnt hat – denn verborgen im Keller gibt es noch eine ganz besondere Sammlung, deren Schätze allesamt magische Kräfte haben. Ein magisches Leseabenteuer über neue Freunde, echte Helden und die erste Liebe!

(Manga) ZE 01 - Yuki Shimizu
Tollpatsch Raizo zieht in ein ominöses Haus mit seltsamen Mitbewohnern und versucht sich irgendwie in dem wirren Chaos einzuleben. Während er in eine delikate Szene nach der anderen stolpert, fällt ihm der hübsche Kon auf, der niemals zu lächeln scheint. Schritt für Schritt kommt Raizo einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur und beginnt sich dabei in den scheuen Kon zu verlieben. Doch stille Wasser sind bekanntlich tief und Raizo weiß nicht, worauf er sich da eingelassen hat ...

Eine himmlische Liebe - Lisa See
China, 17. Jahrhundert. Mudan, wohlbehütete Tochter einer angesehenen Familie, ist einem Mann versprochen, den sie noch nie gesehen hat. Doch kurz vor ihrer Hochzeit begegnet sie einem jungen Dichter, der ihre romantischen Träume entfacht. Sie weiß, dass diese Liebe keine Zukunft hat, aber wie die Heldin ihrer Lieblingsoper will sie sich nicht mehr ihrem Schicksal fügen, sondern den Mann heiraten, dem ihr Herz gehört, oder sterben ...

Lehrjahre - Carrie Williams
Mein Name ist Genevieve Carter, und ich muss ein Geständnis ablegen. Während meine Schwester Vron, auf deren Sofa ich seit drei Monaten penne, glaubt, dass ich mir tagtäglich die Hacken auf Londons Straßen
ablaufe, um einen Job zu finden, hänge ich in Cafés herum, träume vor mich hin oder fange an, einen Roman zu schreiben. Zwanzig Anfänge habe ich schon, aber weiter komme ich nicht. Und dann ergibt sich
von einem Tag auf den nächsten die Chance, dass sich alles ändert: Ich habe einen Job, ich verdiene Geld, und ich lerne, wie man einen Roman schreibt.

Schattenreiter - Sarah Nikolai
Die junge Berlinerin Jorani kommt nach South Dakota, um den Sommer bei ihrer Tante zu verbringen. Als sie eines Abends von einer Jugendgang attackiert wird, taucht der gutaussehende Rin auf und schlägt die Angreifer in die Flucht. Jorani fühlt sich zu ihm hingezogen, doch obwohl Rin ihre Gefühle offenbar erwidert, weist er sie zurück. Dann entdeckt Jorani Rins Geheimnis: Er ist ein Kentaur – und darf sich nicht ohne weiteres mit einer Menschenfrau einlassen ...

Verzaubert - Laura Resnick
Es gibt Helden, die jeder Gefahr mutig entgegentreten – Esther gehört nicht dazu. Sie ist ein Showgirl und will einfach nur auf der Bühne stehen. Stattdessen landet sie in einem magischen Abenteuer, denn obwohl sie nicht an Übersinnliches glaubt, ist sie die Einzige, die New York vor einem hungrigen Dämon retten kann ...


Freitag, 16. April 2010

Rune der Knechtschaft - Ange Guéro


Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Penhaligon-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken!

Das Türkisvolk - Menschen mit hellen Haaren und blauen Augen - kam vor Jahrtausenden über das Meer. Ein Priester fand kurz darauf eine Rune, die ihm und allen sagte, dass diese Menschen zum Sklavendienst geboren sind. Und so leben sie seitdem geknechtet und gefoltert. Aber es gibt eine Legende, die ihnen Hoffnung schenkt.

Arekh ist als Bestrafung für ein schweres Verbrechen zum Rudersklaven geworden. Auf seinem Schiff wird niemand anderer, als die zukünftige Königin Marikani von Harabec befördert. Als sie vom Emir angegriffen werden und das Schiff mit allen darauf sinkt, befreit die junge Thronanwärterin die Sklaven.
So machen Marikani, ihre Hofdame Lionor, die ganz offensichtlich zum Türkisvolk gehört, der junge Mîr und Arekh sich auf den Weg zurück in ihr Königreich. Dabei ist ihnen der Emir mit seinen Soldaten immer auf den Versen. Sollte es ihm gelingen, Marikani zu töten oder gar gefangen zu nehmen, bevor sie nach Harabec gelangen kann, ist ihr Reich dem Untergang geweiht. Zwar gibt es noch den Cousin, aber durch die jahrhunderte alte Tradition der Inzuchtheiraten ist er unfähig das Land zu regieren. Dabei will er nichts anders und behindert die junge Königin ebenfalls bei jedem ihrer Schritte.
Obwohl Arekh nicht vorhatte, ihr zu helfen, ist er bald an sie und ihr Schicksal gekettet. Mehr noch, er spürt, dass die schöne junge Frau Gefühle in ihm auslöst, von denen er nicht geglaubt hätte, dass er sie besitzt.
Durch Wald und Feld führt ihre Flucht, über Berge und Täler, doch die wahre Gefahr beginnt erst in Harabec ...

"Rune der Knechtschaft" ist der Auftakt einer Trilogie, die - und das ist ein riesen Pluspunkt - in diesem Jahr komplett erscheinen wird.
Leider bin ich vom Klapptext maßlos enttäuscht, denn er hat mich durch den Anfang des Buches regelrecht hindurchstolpern lassen und mich eine ganze Weile an der Nase herumgeführt. Es gibt nämlich niemanden, der Marikani für irgendeine Inkarnation hält; ganz im Gegenteil! Und so verstand ich nicht, warum eine Sklavin Königin sein kann und warum Sklaven ein eigenes Königreich besitzen. Aber so ist es ja gar nicht!
Wer also beginnt, das Buch zu lesen, sollte den Klappentext meiden und zwar rigoros, er enthält Unwahrheiten und passt nicht im geringsten zum Inhalt des Romans.

Die Legende von Ayesha ist keine Geschichte für Jugendliche, obwohl man das zunächst vermuten könnte. Die sehr erwachsene Story spiegelt sich in den Charakteren und dem Handlungsverlauf wieder.
Jede Figur hat ihr eigenes kleines oder großes Geheimnis und mit dem wachsenden Vertrauen zueinander, offenbart sich immer ein wenig mehr davon. Damit erschafft das Autorenpaar sehr individuelle Figuren, die teilweise erschreckend lebensecht wirken.
Die Handlung wird vornehmlich aus der Sicht von Arekh erzählt - nicht in der Ich-Form. Seine Geister der Vergangenheit, sein Herumtasten werden daher am eindringlichsten geschildert. Er ist nicht irgendwer, das ist sofort klar, er ist geschult und rettet die kleine Gruppe immer wieder vor Gefahren.
Zunächst wandern sie fast wild in der Gegend herum, finden zwar auch Hilfe, müssen aber immer auf der Hut sein. Obwohl dieser Strang einen Großteil des Buches einnimmt, wirkt nichts konstruiert oder unnötig in die Länge gezogen, wenngleich ich mir vorstellen kann, dass einige Leser eher weniger davon begeistert sein werden. Wem das so gar nicht liegt, rate ich dennoch durchzuhalten, denn es wird stetig besser.
Ange Guéro präsentieren eine rundum durchdachte und sehr detaillreiche Welt, die zwar auch vor kleineren Klischees nicht zurückscheckt, aber viele neue Ideen enthält. Der Spannungsbogen wird vom Beginn an sacht aufgebaut und schafft es tatsächlich, sich bis zum Ende zu spannen. Der Schluß ist in mehr als einer Hinsicht fulminant.
Die Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund, es gibt keine unnützen Schwärmereien, Händchenhalten oder Küsse. Dennoch zaubern Arekhs Erkenntnisse das ein oder andere (romantische) Lächeln auf das Gesicht des Lesers. Er und Marikani kommen sich nicht zwangsläufig näher, es geschieht einfach. Sie sind sehr unterschiedlich und vielleicht liegt es auch darin begründet. Und er erhält einen Widersacher!
Mit all den Kämpfen, der Flucht gesamt, der großen Welt, die Stück für Stück präsentiert wird, den Intrigen am Königshof und den Andeutungen rund um das Türkisvolk - und natürlich der Liebesgeschichte - dürfte für jeden Leser etwas dabei sein! Fantasy pur.
Das Ende ist trotz des großartigen Ausgangs etwas unbefriedigend, aber da Teil 2 schon demnächst erhältlich ist, verzeihlich.
Eine großartige Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte!


Keine Homepage gefunden.
Ange ist eines der Pseudonyme, hinter denen sich ein überaus produktives und vielseitiges Autorenpaar verbirgt: Anne und Gérard Guéro. Unter diesem Namen haben sie seit 1990 die Texte zu zahlreichen Comics (darunter „Die Legende der Drachenritter”), Science-Fiction-Romane für Erwachsene und Jugendliche und zahlreiche Übersetzungen verfasst. Kurz und gut: Ange ist ein vielbeschäftigter Autor. Das ist auch kein Wunder, wenn man wie Ange vier Arme, zwei Herzen, vier Augen und – zumindest im Augenblick – nur eine Brille hat ...


Donnerstag, 15. April 2010

(Kino) Das Bildnis des Dorian Gray und Date Night


Der junge Dorian Gray spürt heftiges Verlangen nach ewiger Schönheit, dem Garanten für andauernde Sinnesfreuden. Zur Erfüllung seines Traums schließt Gray einen Teufelspakt: Er verpfändet seine Seele. Statt seiner wird in Zukunft ein Porträt von ihm altern. Doch der Vertrag ist befristet, und am Ende fordert die gestundete Vergänglichkeit ihren bitteren Preis. Mit seinem gewagten Roman provozierte der Publikumsliebling Oscar Wilde seine gesamte Fangemeinde und beeinflußte die Literatur des 20. Jahrhunderts maßgeblich. (Klappentext)


Heute läuft im Kino also der Klassiker von Oscar Wilde an.
Ich habe das Buch vor Jahren mal angefangen, aber im letzten Drittel nicht weiter gelesen. Zwar verwendet der Autor wunderschöne Bilder, aber er zieht die Handlung auch ein wenig in die Länge und worum es nun wirklich geht in der Handlung, blieb mir fern. Die Trailer des Films aber versprechen eine Menge, ich werde ihn wohl ansehen.

Ebenfalls ab heute im Kino ist "Date Night - Gangster für eine Nacht"

Hach, da plant man mal ein Ereignis um dem lahmen Familienalltag zu entgehen und dann das! Claire und Phil Foster (Tina Fey und Steve Carell)entschließen sich, in das angesagteste Restaurant von Manhattan zu gehen, denn ihre Ehe braucht Schwung! Dort allerdings verwechselt man sie mit dem Ehepaar Tripplehorn (Mila Kunis und James Franco) und schon geht der Ärger los. Denn die anderen sind offensichtlich kein normales Vorstadtehepärchen, wie die Fosters. Was folgt ist eine wilde Nacht quer durch New York - zu Wasser, Lande und in der Luft, immer gejagt von bösen Gangstern.
Klingt ganz witzig, aber vielleicht eher für einen unterhaltsamen Fernsehabend.


Mittwoch, 14. April 2010

LoveLetter im April


http://www.loveletter-magazin.de/

An alle leidenschaftlichen Liebesromanleserinnen,

besonders freuen wir uns, Ihnen auf den nächsten Seiten ein neues Genre vorstellen zu können. Noch gibt es keine große Auswahl an Titeln, doch wir hoffen, dass Steampunk-Liebesromane schon bald mehr als nur eine Kuriosität sind.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Ihr LoveLetter-Team



In dieser Ausgabe:

Die universelle Sprache der Liebe
Im Gespräch mit Teresa Medeiros

Romance in Space:
Steampunk-Liebesromane

Theresa Stevens
Wenn eine Lektorin die Messingschutzbrille aufsetzt

Von Krügen und Brunnen
von Charlotte Thomas

Royaler Spaß mit Betsy
Interview mit Nana Spier

Unwiderstehliche Helden: Gefährliche Helden
von Nalini Singh

Meine Serie: The Courtship Wars
von Nicole Jordan

Leinwandküsse:
Lieben und Lachen

Verlagstagebuch:
Francke

10 Fragen an ...
Daria Charon

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Heathers Artikel liebe? Wahrscheinlich ... Dieser über Steampunk ist mal wieder mehr als nur gelungen! Ich weiß nicht, wie sie das macht, aber ich lese sie unheimlich gerne, werde nicht gelangweilt und erfahre stets etwas Neues. Einziges Manko: meine Wunschliste wächst an.
Aber auch der Rest kann sich sehen lassen: Franke-Verlag ist eher zufällig in mein Visier geraten, aber mittlerweile fest darin verankert.
Daria Charons neuester Roman "Die Nächte der Aphrodite" ist erst kürzlich erschienen, da passen die "10 Fragen an" sie toll. Übrigens gibt es eine Rezi im Heft zum Buch ...
Wer mehr erfahren möchte, sollte sich obigen Link genauer ansehen.


Dienstag, 13. April 2010

(Verlosung) Nummer 50


An der linken Seite, direkt über der Shoutbox gibt es die Google Friend Connect. Wer sich dort einträgt, kann immer den neuesten Beitrag des Blogs exklusiv, beispielsweise per E-Mail, verfolgen. Da diese Möglichkeit von vielen bereits genutzt wurde und ich das toll finde, dachte ich mir, ich könnte ja mal ein bisschen Anreiz schaffen, für noch mehr Interessierte.
Hiermit gebe ich also bekannt, dass der 50. "Regelmäßige Leser" ein Überraschungs-Buchpaket von mir erhält. Was drin sein wird? Ein Tip: Mit welchen Genres beschäftigt sich mein Blog?
Einige der Bücher werden bereits von mir gelesen sein, aber ich behandle alle meine Bücher wie Rohdiamenten, so dass es kaum auffallen wird. Gerne nehme ich auch Wünsche entgegen, wenn etwas gar nicht gefällt.
Ich freu mich also auf Nummer 50 - viel Glück!


Montag, 12. April 2010

(Verlosung) Operation Ismael - Christian Schoenborn


Der globale Kreuzzug des 21. Jahrhunderts hat begonnen!
Islamistische Terroristen haben mit Biowaffen eine Pockenepidemie in Europa ausgelöst. Es gibt Tausende Tote. Nach dem Abschuss einer Boeing 777 der Saudi Arabian Airlines über Frankfurt ist dem Antiterror-Experten Deek Miller klar, dass es sich nur um einen Vergeltungsschlag handeln kann. Noch ahnt er nicht, dass sich die "Soldiers of the Holy Crusade" längst zum weltumspannenden großen Kampf der Religionen gerüstet haben ...



Zusammen mit dem Autor Christian Schoenborn verlost das Forum Verlorene Werke ein signiertes Exemplar des Buches. Wer es gern gewinnen möchte, guckt hier.


Sonntag, 11. April 2010

Die Herzleserin - Anjali Banerjee


Lina Ray ist Indo-Amerikanerin und steckt zwischen beiden Kulturen fest. Doch sie weiß die Schwierigkeiten auch zu nutzen, denn sie betreibt eine Hochzeitsagentur. Indisch-stämmige Menschen können hier nach einem Partner suchen. Für gewöhnlich sollte die Frau so hellhäutig wie möglich sein, unberührt und den alten Traditionen streng verhaftet. Ihre Gabe, zu erkennen ob ein Paar zusammen gehört, erleichtert und erschwert ihr den Job gleichermaßen.
Linas Verlobter ist zwei Jahre zuvor verstorben und sie muss leider davon ausgehen, dass sie nicht die einzige Frau in seinem Leben gewesen ist. Dies und der Druck, den ihre Familie auf sie ausübt - sie soll endlich heiraten - lässt sie sich einen imaginären Mann erschaffen, der kaum von ihrer Seite weicht.
Auf der Hochzeit ihrer Schwester in Indien trifft sie den geheimnisvollen und sehr gutaussehenden Raja Prasad und genervt von ihrer Familie gibt sie ihn als ihren neuen Verlobten aus - glaubend, dass sie ihn nie wieder sehen wird.
Doch sie geht ihm nicht aus dem Kopf und so kommt er in den USA in ihre Agentur, um eine Frau für seinen Bruder zu suchen. Dabei stellt sich heraus, dass er ein waschechter Prinz ist.
Von nun an verbringen beide viel Zeit miteinander und verlieben sich schließlich. Doch Lina weiß, dass sie niemals zusammen glücklich werden können, denn sie ist genau das Gegenteil von dem, was ein indischer Mann von einer Frau erwartet ...

Im Roman gibt es hinten ein Interview mit Anjali Banerjee, in dem sie verrät, dass ihr die Probleme ihrer Hauptfigur nicht ganz fremd sind. Denn auch sie ist als Inderin in den Staaten aufgewachsen, ihren Wurzeln aber treu geblieben.
Dadurch ist es ihr aber auch hervorragend geglückt, die zentralen Konflikte der Nationalitäten und die einer jungen Frau zwischen Moderne und Tradition glaubhaft darzustellen. Lina fällt beides nicht leicht und sie spürt, dass sie letztendlich nur scheitern kann. Mit all diesen Problemen und Gefühlen ausgestattet wurde sie mir unheimlich nahe und wie gern hätte ich ihr die Hand beruhigend auf den Arm gelegt!
Raja ist ebenfalls sympathisch. Doch leider ist er mir eine Spur zu perfekt geworden, denn alles, was Lina sich je von einem Mann gewünscht hat - und sicher nicht nur sie - ist in ihm verbunden. So viel Perfektion langweilt mitunter, auch wenn er noch so männlich strahlt und ich ihn ihr von Herzen gönne. Irgendwann hat sie sicher das Gefühl, sich an ihm messen zu müssen und wie könnte man das?
Dann sind da auch noch die Szenen mit dem imaginären Mann, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können. Einen Sinn konnte ich nicht entdecken und die Handlung wird auch nicht nennenswert beeinflusst. Allerdings gibt es diese Szenen nur selten und daher kann man damit leben.
Abgesehen davon ist der Roman aber sehr romantisch, mit einer Spur Herzschmerz und viel indischem Flair. Sicher nicht das Letzte, was ich von der Autorin gelesen habe und wärmstens empfohlen.

http://www.anjalibanerjee.com/
Anjali Banerjee was born in India, raised in Canada and California and received degrees from the University of California, Berkeley. She has written five novels for youngsters and two novels for adults, and is at work on her next women’s fiction novel to be published by the Penguin Group. The Philadelphia Inquirer called her young adult novel, Maya Running (Wendy Lamb Books/Random House) “beautiful and complex” and “pleasingly accessible.” The Seattle Times praised Anjali’s novel for adults, Imaginary Men (Downtown Press/Pocket Books) as “a romantic comedy equal to Bend it Like Beckham.” Anjali lives in the Pacific Northwest with her husband and four crazy cats.


Samstag, 10. April 2010

"Schwestern des Mondes" gehen in die nächste Runde



Auf ihrem Blog schreibt Yasmine Galenorn, dass sie bei ihrem Verlag einen Vertrag über drei weitere Bücher der "Schwestern des Mondes"-Serie unterzeichnet hat.
"I have just accepted a new contract from Berkley for three more Otherworld books, (and no, I'm not sure when the series will end, so don't ask). The sisters have a ways to go before mopping up Shadow Wing. ~grins~ I’m thrilled to be continuing the series, I adore my editor, and want to give a shout out to my agent, Meredith, for all her hard work. She deserves every penny."
In ihrem Newsletter verrät sie zudem, dass es sich dabei um die Teile 10, 11 und 12 handeln wird. Damit ist dann offenbar immer noch nicht Schluss, wenn es nach ihr geht, die armen Schwestern bekommen keine Ruhe ... *tze

Bisher erschienene Bände (unbedingt in Reihenfolge lesen!):

1. Witchling - Die Hexe

2. Changeling - Die Katze

3. Darkling - Die Vampirin

4. Dragon Wytch - Hexenküsse

5. Night Huntress - Katzenkrallen

6. Demon Mistress - Vampirliebe

7. Bone Magic

Teil 8 "Harvest Hunting" dürfen die Fans im Oktober diesen Jahres erwarten, ein Coverbild ist ebenfalls schon gefunden und zwar hier.
"Yes, that is the same model, and yes, Delilah DOES cut her hair in the book. I absolutely love it, Tony did a brilliant job."


Donnerstag, 8. April 2010

(Interview) Fallen Star Verlag


Der Fallen Star Verlag wurde im Januar 2010 gegründet. Die Homepage verspricht so einiges, so dass ich es mir nicht entgehen lassen konnte, genauer nachzufragen.
Ronald Donner war so freundlich, mir meine Fragen zu beantworten. Vielen lieben Dank!

Der Fallen-Star-Verlag wurde von Ihnen Mitte Januar 2010 gegründet. Bitte stellen Sie sich doch kurz vor, wer steckt hinter dem Namen?
Der Verlag wird von meiner Frau und mir betrieben. Während meine Frau meist das Lektorat, die Betreuung der Autoren, das Vorbereiten der Druckvorlagen und die Aufbereitung unserer Werbemaßnahmen (Erstellen von Trailern usw.) übernimmt, bin ich mehr für die wirtschaftlichen Belange zuständig. Für den Bereich Science Fiction Übernehme ich auch das Erstlektorat.


Welches Angebot wird der Verlag umfassen, was wird veröffentlicht und was nicht?
Gegenwärtig werden bei uns Bücher der Genres "Dark Fantasy", "erotischer Roman" und "Science Fiction" veröffentlicht. Ich möchte das nachfolgend etwas präzisieren:
Dark Fantasy: Hier vor allem Romane mit dem Schwerpunkt auf sogenannte unsterbliche oder wandelbare Menschen. (Vampire, Werwesen, in diesem - aber nur in diesem - Zusammenhang auch mit Magiern und Hexen, Wanderer durch die Zeiten usw.). Gegenwärtig ist keine Veröffentlichung von Romanen vorgesehen, die sich ausschließlich mit Magiern, Hexen, Elfen oder sonstiger - wenn man so sagen darf - Tolkien'scher Gestalten beschäftigt. Sollten Schnittmengen auftreten, werden wir im Einzelfall entscheiden.
erotischer Roman: Hier auch gerne historische Erotik, Sittengemälde, erotische Liebesromane, mit Krimielementen - wobei hier nicht der Flair zerstört werden sollte. Wir möchten keine Pornographie, demütigende Erotik oder sonst irgendwelche herabwürdigende Romane veröffentlichen. Sollten Romane im Gesamten von uns für eine Veröffentlichung vorgesehen sein, so werden im Lektorat allzu entwürdigende Stellen gestrichen.
Science Fiction: Hier vor allem Military SF oder auch Space Opera, am besten
beides. Gerne auch mit erotischen oder Fantsy Elementen untermalt. Keine Endzeit SF - Wir sehen die Zukunft der Menschen positiv.
Allgemein veröffentlichen wir auch keine Romane mit religiösen Bekenntnissen, selbst dann nicht, wenn diese in eines der oben genannten Genres hineinfällt.


Welche Art Geschichte(n) suchen Sie?
Über die weiter oben genannten Angaben hinaus suchen wir vor allem Geschichten, die an die Realität anknüpfen oder Elemente der Realität verwenden. Ob dies nun historische, gegenwärtige oder - im Bereich der Science Fiction - auf reale Erkenntnisse aufbauende Realitäten sind.
Komplett künstlich erschaffene Welten haben bestimmt ihren Reiz, werden aber in unserem Portfolio nicht vorkommen. Die Grundhaltung dieser Geschichten sollte - muß aber nicht - positiv sein. Ein "happy end" ist nicht zwingend notwendig. Dennoch sollte auch ein unrümliches Ende einen positiven Aspekt beinhalten.
Die Geschichten dürfen keine Religion, Rasse oder Weltanschauung herabwürdigen.


Der erste Roman Ihres Verlages wird im April 2010 erscheinen. Worauf dürfen sich die Leser dabei freuen?
Im April werden beinahe zeitgleich die beiden Romane "Sohn der Nacht" von Ursula Donner und "Paradies der Lust" von Lara Sailor erscheinen.
In "Sohn der Nacht" wird es um einen Vampir gehen, der den passenden Beruf eines
Assasinen ausübt und im Venedig des Jahres 1750 sein Unwesen treibt.
"Paradies der Lust" handelt von den erotischen Erlebnissen einer Privatdetektivin, die in einem "Entspannungszentrum" für betuchte Damen einen Kriminalfall lösen soll.


Das gesamte Interview kann hier nachgelesen werden.


Mittwoch, 7. April 2010

Edward Cullen zum reinbeißen


Wie man hier nachlesen kann, werden sich alle, die Edward in den verschiedensten Wortgruppen googlen, gleich unheimlich freuen, das hier zu lesen. Ihr Traummann ist jetzt nämlich zwecks einer Verlosung in Großbritannien aus achtzehn Kilogramm Schokolade von der britischen Essenskünstlerin Prudence Staite nachgebildet worden. Wer immer also die Glücksfee überreden kann, ihr Handwerk doppelt und dreifach zu tun, kann in den Twilight-Star reinbeißen.
Zwar besteht nicht unbedingt viel Ähnlichkeit zwischen Original und Schokonachguss, es gibt aber immer noch das Reich der Phantasie, welches diese Kleinigkeit sicher wieder ausgleichen wird. Außerdem werden die Neider Schlange stehen und welcher Frau zaubert das nicht ein Lächeln aufs Gesicht - wenn die besten Freundinnen mitnaschen dürfen?


Dienstag, 6. April 2010

Die Geisterfeger - Wendy Roberts


Klappentext
Über ihren Job redet Sadie Novak nicht gern. Was soll sie auch sagen? Nach einem Mord bin ich diejenige, die das Blut aufwischt? Ach ja, und dann erscheinen mir die Geister der Opfer? Das klingt verrückt, findet selbst ihr Kollege, der attraktive Ex-Cop Zack Bowman. Aber es ist nun einmal so: Die Toten sprechen zu Sadie. Doch als ihr der Geist der ermordeten Trudy erscheint, weiß sie, dass es diesmal mit Zuhören nicht getan ist. Der wahre Mörder ist nämlich noch nicht gefunden und setzt alles daran, dass das auch so bleibt.

Autor: Wendy Roberts
Verlag: Goldmann
Erschienen: 03/2010
ISBN: 3442471141
Seitenzahl: 346 Seiten
Die Autorin
http://wendyroberts.com/deadAndKicking.html
Wendy Roberts was born and raised in Winnipeg, Manitoba, Canada, where she fended off frost bite in winter and mosquito bites in summer.

Die Grundidee der Handlung
Schon mal darüber nachgedacht, wer sauber macht, wenn ein Mord geschehen ist? Ohne Menschen wie Sadie Novak müssten die Angehörigen ran. So erging es der jungen Frau, als ihr Bruder Selbstmord beging und das sollte nie wieder eine Schwester oder Mutter durchmachen. Sadie kündigte ihren Job als Lehrerin und gründete die Firma Scene-2-Clean. Mit von der Partie ist ihr Mitarbeiter Zack Bowman, ein Ex-Bulle mit ehemaligem Drogenproblem.
Aber das ist noch nicht alles. Sadie verfügt über die Gabe, mit den Toten zu reden. Sie sieht sie vor sich und hilft ihnen dabei, ins Licht zu gehen.
Als sie zu einem Mitnahmeselbstmord - Mann tötet Ehefrau und dann sich selbst - gerufen wird, erscheint ihr die Ehefrau und deutet an, dass nicht ihr Mann ihr das Leben genommen hat. Sofort erwacht Sadies Spürsinn. Der geheimnisvolle Kent Lasko taucht am Tatort auf und stellt seltsame Fragen. Doch als er sie zu einem Abendessen einläd, stimmt sie zu. Dabei erfährt sie, dass er eine Affäre mit der Frau seines besten Freundes hatte.
Sadie weiß genau, dass sie sich damit in Gefahr bringt, aber sie schaltet den ermittelnden Beamten ein und berichtet ihm alles. Wenig später wird ein Schmuckstück aus dem Hause der Ermordeten bei ihr gefunden und sie selbst als Diebin verdächtigt. Nun kann Sadie sich nicht mehr heraushalten, wie sie es sich eigentlich vorgenommen hatte, denn ihr guter Ruf wurde geschädigt.
Je tiefer sie aber in den Fall eintaucht, desto mehr zieht sich eine unsichtbare Schlinge um sie. Und plötzlich steht mehr auf dem Spiel, als ihre Firma. Ob Zack sie beschützen kann?

Stil und Sprache
Sehr unterhaltsam und kurzweilig versteht es Wendy Roberts die Geschichte aufzubauen. Spürbar ebenfalls, wie intensiv sie selbst recherchiert hat. Klar und schnörkellos legt sie die Handlung dar, beschönigt dabei nichts. Der Leser wird behutsam an die Thematik herangeführt, die schließlich von allen Seiten beleuchtet wird. Kein belehrender Zeigefinger streckt sich dabei in die Höhe und keine gekünstelten Überfiguren werden geschaffen.
Ab etwa der Mitte des Romans baut sich erheblich viel Spannung auf, die mit jeder Seite steigt. Leider liegt die Vermutung über die Identität des wahren Mörders schon relativ früh nahe und so bietet das Ende dahingehend kaum Überraschungen. Dafür streckt sich der Spannungsbogen und läuft zufriedenstellend aus. Für ein unvergessliches und sehr emotionales - und auch sehr unerwartetes - Ende ist dennoch gesorgt. Fulminant und bewegend.

Figuren
Sadie Novak ist eine junge Frau mitten im Leben. Sie konnte den (ungeklärten) Selbstmord ihres Bruders nie verwinden und wird stark dadurch beeinflusst. Mit starken Nerven und jeder Menge Selbstdisziplin macht sie ihre Arbeit und geht so auch viele andere Dinge in ihrem Leben an. Doch sie hat auch ein großes Herz, das sie mitunter sogar für sich selbst überraschend zeigt.
Ihre Gabe macht es ihr nicht leicht, sie sieht sich selbst damit als eine Art Freak, hilft jedoch bereitwillig, wo sie nur helfen kann.
Zack Bowman ist ein Mann im besten Alter, der dankbar für die Chance ist, die Sadie ihm gegeben hat. Er ist ein wenig wortkarg, nimmt Sadies Gabe aber hin, wenngleich er damit nicht gern konfrontiert wird. Seine Gefühle für sie werden dem Leser in kleinen Gesten, in der Mimik und den Dialogen deutlich.
Die Nebenfiguren, lebende wie tote, sind gelungen und werden nicht überstrapaziert. Zwar gibt es hier und da Klischees, aber die bleiben selten aus und Roberts paart das mit genug Eigenheiten, so dass man gut damit leben kann.

Aufmachung
Leider ist das Cover völlig deplatziert. Bei diesem Roman handelt es sich nicht um seichte Frauenunterhaltung. Es geht teilweise recht düster zu und die Spannung wächst mit jeder Seite. Auch trägt Sadie garantiert keine Highheels, sondern verrichtet harte körperliche Arbeit. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und weiß sich durchzusetzen.
All das hätte sich auch im Cover wiederfinden sollen, das viel zu bunt und quietschig für diese Geschichte ist.

Fazit
Ein wirklich runder und absolut gelungener Auftakt zu bisher insgesamt drei Büchern rund um Sadie. Die spannende und emotionale Geschichte überzeugt in der Grundidee und mehr noch in der Umsetzung. Der Spannungsbogen wird gehalten und steil nach oben ausgereizt. Zwar ist das Ende rund um den Mörder etwas unbefriedigend, aber Roberts hat noch eine andere Sache im Petto und gleicht das damit wieder aus.
Die Figuren sind individuell und lebendig, die Beziehung zwischen Sadie und Zack ist zwar von wenig Romantik geprägt, dafür aber von sehr viel Knistern. (Das lässt Raum für die Fortsetzung.)
"Die Geisterfeger" ist keine seichte Frauenunterhaltung und sollte nicht unterschätzt werden, was die "Tatortsäuberung" mit allem was dazu gehört angeht. Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Roman. Einziges Manko wie immer: Die Fortsetzungen sind noch nicht in deutscher Sprache erhältlich.


Montag, 5. April 2010

Harry Potter Drehbuch in Pub verloren


Was passiert, wenn man sich und seine Sache zu sicher nimmt und dann auch noch Alkohol im Spiel ist?
Die Film-Crew von "Harry Potter" jedenfalls verliert dann offenbar gerne mal ein Drehbuch und dann auch noch das des finalen Teils.
Weil Ostern war ist sie nicht wie sonst üblich Freitags in die "Waterside Tavern" gegangen, sondern schon am Donnerstag. Und weil's damit bis zum nächsten Freitag viel zu lange dauert, gleich mal kräftig übertrieben.
Am nächsten Tag fand dann ein Gast das Skript zu "Harry Potter and the Deathly Hollows" und leitete es an seine liebste Zeitung weiter. Die informierten zwar die Filmproduktion und gab das Buch auch zurück, aber nicht, ohne vorher mal reinzuschauen. Natürlich verrät die "Sun" keine Einzelheiten, aber immerhin: "Die Aufzeichnungen zeigen gravierende Abweichungen von der Romanvorlage."

Der Film selbst wird gerade gedreht und kostet ein Heidengeld - 250 Millionen Pfund. Damit wir alle was davon haben auch noch zweigeteilt, im November diesen Jahres der erste und im Sommer 2011 der letzte.
Warner Bros freute sich über die Rückgabe, ließ aber verlauten, dass es nicht das erste Mal war, dass so etwas geschehen ist. Mhm. Offenbar keiner aus seinen Fehlern gelernt. Oder Werbung pur?
Den ganzen Artikel gibt es hier.


Samstag, 3. April 2010

Interessante Lesungen im April (2)



Boris Koch liest aus "Der Drachenflüsterer - Der Schwur der Geächteten"
Der Drachenflüsterer kehrt zurück
Dies sind die Abenteuer des jungen Ben, der dem ersten wilden Drachen seines Lebens begegnet und erkennen muss, dass Drachen ganz anders sind, als die Legen den behaupten. Und dass er selbst eine magische Gabe besitzt ...

24.04.2010
17.00 Uhr
Lesung im Rahmen des Andycon
Zeiss-Großplanetarium
Prenzlauer Allee 80
10405 Berlin

Andreas Fiebig liest aus "Der Kinderdieb" von Brom
Leise wie ein Schatten streift ein merkwürdiger Junge durch die dunklen Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die in einer aussichtslosen Situation nicht mehr weiterwissen. Peter rettet sie – und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch Peter verrät ihnen nicht, dass dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr … Vor 99 Jahren schuf James M. Barrie mit -Peter Pan einen Mythos des 20. Jahrhunderts, der jede Generation aufs Neue begeistert. Nun ist es an der Zeit, Peters wahre Geschichte zu erzählen – und von einem Land voller Magie und Gewalt, Lügen und Abgründe, großer Liebe, falscher Freunde und echter Helden.
20.04.2010
Veranstaltungsort:
Thalia Universitätsbuchhandlung Literatur-Café
Oberntorwall 23
33602 Bielefeld


Iny und Elmar Lorentz lesen aus ihrem Roman "Dezembersturm"
Ostpreußen 1875: Die junge Lore lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater Nikolaus von Trettin. Lore hält diesen für verarmt und ahnt nicht, dass er sein Geld beiseite geschafft hat, um es ihr nach seinem Tod zu vererben – sehr zum Ärger seines Neffen, der die Rivalin aus dem Weg schaffen will. Um sie zu retten, schmiedet Nikolaus einen tollkühnen Plan: Lore soll nach Amerika auswandern und so ihrem geldgierigen Verwandten entkommen ...
21.04.2010
Veranstaltungsort:
Stadtsparkasse Magdeburg
Lübecker Str. 126
39124 Magdeburg
Beginn: 19:30 Uhr


Freitag, 2. April 2010

Osterverlosung auf dem LoveLetter-Blog




Auf dem Blog des LoveLetter-Magazins gibt es über die Osterfeiertage einige Gewinnspiele. Für mich sehr ärgerlich, weil ich mal wieder nicht mitmachen darf, aber vielleicht möchte sich der ein oder andere von Euch beteiligen?

"Allerliebste Schwester" von Wiebke Lorenz

Zusammen mit Francke wird verlost: 2x "Das Schweigen der Nacht" von Kristen Heitzmann und 1x die Trilogie „Stadt der Engel“ von Tracie Peterson & James Scott Bell. Und zwar hier.

"Verführt von einem Engel" von Elizabeth Hoyt

Gewinnen ist ganz einfach! Statt einer Antwort schicken Sie uns diesmal eine Frage für unsere neue Rubrik „Nachgefragt“. Darin wollen wir für Sie bei Autoren und Verlagen in Erfahrung bringen, was Sie rund um das Liebesromangenre brennend interessiert. Wann erscheint das nächste Buch Ihres Lieblingsautors? Geht es bald mit Ihrer Lieblingsserie weiter? Könnte nicht mal dieser oder jener Roman übersetzt werden? Ist eine Neuauflage eines vergriffenen Buches geplant? Was möchten Sie gerne wissen?

Noch bis zum 09.04.2010 ist jeweils noch Zeit. Schaut auch unbedingt in den nächsten Tagen noch in den LoveLetter-Blog, denn er wird sich noch ein klein wenig weiter füllen.
Viel Glück!


Im März gelesen





Die Nächte der Aphrodite - Daria Charon
Die Bauerntochter Elaine Callière, deren Gesicht nach einem Unfall in der Kindheit entstellt ist, macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester Marie, die den Chevalier de Rossac geheiratet hat. Als sie auf La Mimosa ankommt, wo sie Marie vermutet, muss sie erfahren, dass ihre Schwester mit ihrem Mann das Land verlassen hat. Ihr Schwager Troy nimmt sie bei sich auf. Da sie sich heftig zu ihm hingezogen fühlt, ist sie überglücklich, seine Geliebte zu werden. Allerdings weiß sie nicht, dass Troy heimlich in ihre Schwester verliebt war und seine Gefühle jetzt in sie projiziert. Als sie dahinter kommt, nimmt sie das Angebot des Herzogs von Mariasse an, der sie zur Zeremonienmeisterin seiner berühmten Nächte der Aphrodite machen will, die seinen Gästen erotische Spiele und sinnliche Zerstreuung ohne Tabus bieten ..."
- Rezi für den LL. 205 Seiten

Musik meiner Seele - Mary Davis
Für Laurel Rivers bricht eine Welt zusammen, als ihr Vater bei einem versuchten Bankraub stirbt. Niemand will mehr etwas mit ihr zu tun haben. Als der Pastor ihr eine Chance gibt und sie anstellt, flüchtet sich Laurel in die Musik. Dabei entdeckt sie ein geheimnisvolles Musikstück, das ihr neue Hoffnung schenkt. Ein großer Unbekannter ergänzt es täglich um ein paar Takte. Doch wer ist der meisterhafte Komponist, der so genau zu wissen scheint, was ihr verwundetes Herz braucht? Und kann sie es wirklich wagen, auf ein neues Glück zu hoffen?
- Rezi für den LL. 96 Seiten

Sternendieb - Colin Greenland
Die Frachterpilotin Tabea Jute steckt mal wieder in Schwierigkeiten: Das Gesetz ist ihr auf den Fersen, sie ist völlig pleite, und es kann nicht mehr lange dauern, bis man ihr Raumschiff pfändet. Da kommt Tabea ihr neuer Auftrag gerade recht: Sie soll den undurchsichtigen Marco Metz zum künstlichen Habitat Plenty bringen, wo er ein paar Geschäftspartner treffen will. Leicht verdientes Geld also! Doch was ein kurzer Flug hätte werden sollen, gerät bald zu einer atemlosen Flucht vor Verbrechern und Polizei gleichermaßen, die Tabea und Marco schließlich bis in die unergründeten Tiefen des Hyperraums führt...
- Rezi gibt es hier. 635 Seiten

Der Geisterfeger - Wendy Roberts
Über ihren Job redet Sadie Novak nicht gern. Was soll sie auch sagen? Nach einem Mord bin ich diejenige, die das Blut aufwischt? Ach ja, und dann erscheinen mir die Geister der Opfer? Das klingt verrückt, findet selbst ihr Kollege, der attraktive Ex-Cop Zack Bowman. Aber es ist nun einmal so: Die Toten sprechen zu Sadie. Doch als ihr der Geist der ermordeten Trudy erscheint, weiß sie, dass es diesmal mit Zuhören nicht getan ist. Der wahre Mörder ist nämlich noch nicht gefunden und setzt alles daran, dass das auch so bleibt.
- Rezi (Leser-Welt) folgt. 346 Seiten

Die Magier von Montparnasse - Oliver Plaschka
Die geheime Société, die über alle Magie wacht, ist alarmiert und hat bereits ihre Vertreter entsandt, um den abtrünnigen Zauberkünstler Ravi und seine bezaubernde Assistentin Blanche zu bestrafen. Im "Jardin", dem kleinen Hotel am Boulevard Raspail treffen sie schließlich aufeinander, um zu klären, was unerklärlich scheint. Der Kampf zwischen Wirklichkeit und Traum, der nun entbrennt, hält nicht nur Gaspard und Justine in Atem, sondern verschlingt die gesamte Stadt: Paris steht still, keine Glocke schlägt die Zeit. Das Pendel im Chor von Saint-Martin-des-Champs schwingt aus, und niemand weiß, ob sich die Welt noch dreht ...
- Rezi (vorablesen.de). 427 Seiten

In der feurigen Umarmung des Highlanders - Patricia Potter
Die temperamentvolle Spanierin Juliana soll einen Mann heiraten, den sie nicht liebt. Sie wurde ihm versprochen und muss nun schweren Herzens nach England übersiedeln. Auf hoher See kommt es zu einer Meuterei, angeführt von dem charismatischen Rebellen Patrick McLean. Er nimmt Juliana als Geisel und verschleppt sie in seine schottische Heimat. Schon bald erliegt Juliana dem rauen Charme des Highlanders, und auch Patrick kann ihrer Schönheit nicht lange widerstehen. Doch schaffen es die beiden, ihre feurige Liebe gegen alle Widerstände zu verteidigen?
- Rezi für den LL. 432 Seiten

Rune der Knechtschaft - Ange Guéro
Es ist nicht leicht, eine Heldin zu sein
Marikani ist die einzige Hoffnung für das Türkisvolk, das seit Jahrtausenden ein Leben in Knechtschaft führt. Denn es geht das Gerücht um, Marikani sei die Inkarnation von Ayesha, der Göttin, die ihren verfluchten Kindern die Freiheit zurückgeben wird.
- Rezi folgt. 396 Seiten

Das mechanische Herz - Dru Pagliassotti
Steampunk: Taya schwebt auf metallenen Schwingen über Ondinium. Sie ist eine Ikarierin – eine Kurierin, die sich frei in allen Sektoren der Stadt bewegen und ungehindert mit all ihren Kasten Umgang haben darf. Doch selbst sie kann dem Netz aus Terrorismus, Mord und Intrigen nicht entrinnen, in das sie sich nach einer kühnen Luftrettungsaktion verstrickt. Taya bekommt es mit den Brüdern Forlore zu tun, Sprößlingen einer Oberschichtfamilie: dem gutaussehenden, brillanten Alister, der im Regierungsrat sitzt und Programme für die große Maschine schreibt und dem linkischen, aber scharfzüngigen Cristof, der seiner Kaste den Rücken gekehrt hat und im ärmsten Viertel Ondiniums Chronometer repariert. Beide hüten gefährliche Geheimnisse in dieser Stadt mit dem mechanischen Herzen ...
- Rezi für den LL. 510 Seiten

Macht gesamt 3047 Seiten. (Unfertig gelesene Bücher fließen in die anderen Monate nicht mit ein.)