Mittwoch, 14. Oktober 2009

Der Schwur des Wikingers - Sandra Hill ♥♥♥♥♥



Magnus Ericsson lebt in den Nordländern um 999 v. Ch. Seine elf Kinder beweisen, dass er mehr als potent ist und trotz seiner Liebe zu jedem einzelnen, will er auf keinen Fall mehr und legt ein Keuschheitsgelübde ab.
Seine beiden Brüder sind auf geheimnisvolle Weise verschwunden und weil Magnus genug von seinem Leben hat, packt er seine Kinder ein und besteigt mit ihnen ein Boot. Mitten auf dem Meer taucht ein Wal auf und Nebel hüllt das Boot ein.
Am nächsten Tag erblicken die Kinder Land: sie sind im Hollywood der Neuzeit gelandet. Dort soll gerade ein Wikingerfilm gedreht werden und man hält Magnus für einen Schauspieler.
Die wunderschöne Angela nimmt ihn und die Kinder mit auf ihr Weingut, das von einem fiesen Aufkäufer bedroht wird. Magnus und die Kinder gewöhnen sich schnell an die neue Umgebung und auch zwischen ihm und Angela funkelt es gewaltig. Doch er hält an seinem Gelübde fest. Als es dennoch ernst wird, bemerkt er nicht nur, dass er im Jahr 2003 gelandet ist, Angela gesteht ihm auch noch, dass sie gern ein Kind von ihm hätte ...

Das ist Teil 3 einer Serie, die anderen beiden Brüder sind bereits glücklich in der Neuzeit gelandet und es gibt ein Wiedersehen. Es ist aber nicht nötig, die Bücher in Folge zu lesen, es ist auch so alles zu verstehen.
Man sollte an Zeitreiseromane nie mit Logik herangehen. Auch hier nicht: Magnus und seine Kinder gewöhnen sich rasend schnell an die neue Umgebung (Fernseher, Wall-Mart etc.) und sprechen auch fließend Englisch.
Der Roman aber besticht nicht durch logische und historische Fakten, es sind vielmehr die Handlung und die Charaktere, von denen er lebt. Spritzige Dialoge und sehr viel Humor werten das Geschehen unheimlich auf, so dass man die Kleinigkeiten, die vielleicht stören würden, sehr schnell vergisst.
Angela ist eine kluge, selbstbewußte Frau und Magnus ein Riese mit Muskelpaketen aus dem Mittelalter. Diese Mischung allein sorgt für einigen Lesespaß. Doch auch die Erotik kommt nicht zu kurz - nehmt Euch Zeit beim lesen. Für mich enthalten die sinnlichen Stunden eine Spur zu viel Dialog, aber das ist immer Geschmackssache.
Mir hat "Der Schwur des Wikingers" sehr gut gefallen und ich möchte ihn wärmstens empfehlen. Wer allerdings generell nicht so auf Zeitreise steht und gern immer alles logisch erklärt hat, der sollte lieber nicht zugreifen.
Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim lesen!


Kommentare:

  1. Eine schöne Rezi, die Lust auf das Buch macht. Die Teile 1 und 2 habe ich vor längerer Zeit gelesen und fand sie gelungen. Werde mir diesen Teil auf jeden Fall kaufen. (Oh je, mein SuB wächst und wächst...)

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  2. Hallo Sylvia,

    herzlich Willkommen im Blog!
    Ich kenne bisher leider nur dieses, aber ich habe das allerneueste von ihr auch gelesen und cih mag sie einfach. Mir gefällt was und wie sie schreibt.
    Das mit dem SuB kenne ich ... *Hand reich*

    LG
    Soleil

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  3. Hallo Soleil,

    stöber gerade durch deine "alten" Rezensionen und das Buch hier klingt definitiv interessant - ich hab' es mir gleich auf die Merkliste gesetzt.

    Liebe Grüße,
    Melanie

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    1. Da hast Du Dir ja eine wirklich alte Rezi rausgesucht *g* Aber ich erinnere mich noch an das Buch, was immer ein gutes Zeichen ist.
      Das neuste "Der Kuss des Wikingers" hat mir auch gut gefallen. Nicht nur bierernst mit Herzschmerz, sondern sehr humorig.

      PS: Toll, dass Du ein neues Genre entdeckst! :)

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    2. Würde es jetzt nicht gerade als neues Genre bezeichnen, ich habe schon ein paar Zeitreise-Romane gelesen. Spontan fallen mir zwei von Jude Deveraux ein: "Wenn Zauberhände mich berühren" und "Mehr als nur Träume" - Ist aber schon eine ganze Weile her, das ich die gelesen habe, müssen aber gut gewesen sein, sie stehen noch immer in meinem Regal.

      Liebe Grüße,
      Melanie

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