Donnerstag, 24. September 2009

Unheimlichkeiten aller Art - Pierdomenico Baccalario ♥♥♥♥



Will Moggley ist Waise, außer einer Tante, die er nicht mag, hat er niemanden mehr. Dafür hat er von seinem Onkel Alvin die Geisteragentur der Familie geerbt und wohnt auch dort. Die Agentur vermittelt gegen Bezahlung Geister an Kunden, die beispielsweise jemanden aus ihrem Haus ekeln wollen.
Leider läuft das Geschäft echt mies und auch Wills Freund und Mitarbeiter Tupper kann daran nichts ändern. Wills Laune hebt sich nur kurz, wenn er an die hübsche Nachbarin Susan denken muss.
Doch dann flattert ein Angebot ins Haus: Ein neueröffnetes Hotel, das "Scary Inn" sucht Geister jeder Art um reiche Gäste so richtig schön zu erschrecken. Doch es gibt ein großes Problem - die Konrrurenz schläft nicht. Die Agentur Fullerton, geleitet von einem zwanzigjährigen reichen Schnösel, kommt Will zuvor.
Aber dann stellt sich heraus, dass das Hotel auf einem alten Indianerfriedhof steht und Will weiß das für sich zu nutzen ...

Dieses Buch ist für ein Alter von neun Jahren empfohlen, eignet sich allerdings auch für ältere und viel ältere Kinder und Jugendliche. Mir hat es wirklich gut gefallen, was nicht zuletzt an der Idee und vor allem der Figur des Will gelegen hat.Zunächst möchte ich aber die Aufmachung loben: Hardcover und viele tolle Zeichnungen. Zwar treten nicht alle dargestellten Personen des Anfangs (es sind nicht viele, da das ja hier für jüngere Leser gedacht ist) auf, aber da das Teil 1 ist, macht das nichts. Die meisten der Bilder könnte man ausmalen, wenn man das möchte.
Wills Alter zu schätzen ist schwierig, ich denke 14-16 Jahre werden es sein. Er lebt allein in einer Wohnung (tolle Vorstellung für Kinder!) und ernährt sich hauptsächlich von Pizza und Schokoladenpudding. Sein Papagei Haltdieklappe wird regelmäßig gefüttert und die Agentur recht gut geführt. Trotz der schwierigen Gesamtlage weiß Will sich zu behaupten.
Die Geister, die durch eine alte Standuhr in unsere Welt treten, sind durchdacht und bekannt: römische Feldherren, Dichter und natürlich Onkel Alvin. Zwar wird die Handlung größtenteils durch eine Schwarz-Weiß-Sicht dominiert, doch unterbricht der Autor diese auch gekonnt an einigen Stellen. Kinder und Jugendliche werden das Ende genauso lieben, wie es ist. Auch ich fühlte mich sehr gut unterhalten.
Ich kann das Buch wegen seiner Aufmachung, seines Inhalts und seines Preises wegen empfehlen.


Kommentare:

  1. Der Titel hatte es bei der letzten Katalogsichtung auch auf meine Wunschliste geschafft, mal gucken, ob er auch irgendwann in meinem Bücherregal landet. Nach deiner positiven Rezi habe ich auf jeden Fall noch mehr Lust darauf die Geschichte zu lesen. :)

    Nur der Name des Papageien schreckt mich etwas ab. Hat der neben der offensichtlichen Bedeutung noch einen Hintergrund oder denkst du, dass das nur ein billiger Gag des Autors war?

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  2. Da das ein Kinderbuch ist und zudem ein witzig gemachtes - auf eine etwas andere Art - musst Du Dir da keine Gedanken machen. Ein Gag war es auf jeden Fall, aber kein billiger.
    Ich habs leider schon weggetauscht, sonst hätte ich es Dir rübergereicht. :)

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  3. Hui das klingt ja ganz interessant :)
    Würdest du sagen das der (altersentsprechende) Grusel- oder der Humorfaktor grösser ist bei dem Buch?

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  4. "Ich habs leider schon weggetauscht, sonst hätte ich es Dir rübergereicht. :)"

    Uiui, das ist ein lieber Gedanke. :) Aber ich muss zugeben, dass meine Wunschzettelwünsche sich angenehm oft auch bei mir einfinden, da ich auch "professionell" rezensiere und nicht nur für meinen Blog Bücher bespreche. ;) Ich weiß nur nie vorher, was davon kommt - und was sich noch für (nicht immer so willkommene) Überraschungen in meinen Paketen befinden. >g<

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  5. Hallo,

    ich habe gerade mal nachgeschmökert, was es mit dem Autoren so auf sich hat und auf der Verlagshomepage steht:
    "Pierdomenico Baccalario wurde 1974 in Acqui Terme, Italien, geboren. Schon früh begeisterte er sich fürs Lesen und durchstöberte die riesige Bibliothek seiner Familie nach abenteuerlichen Geschichten. Er studierte zunächst Jura, bevor er sich dem Journalismus und dem Schreiben von Büchern zuwandte, die in über 18 Sprachen übersetzt wurden. Bekannt ist er auch unter dem Pseudonym „Ulysses Moore“."

    Das ist etwas, was man sofort gemerkt hat, dass der Autor nicht sein erstes Buch geschrieben hat UND zudem auf einen gewissen Hintergrund zurückblicken kann.

    @Feenfeuer:
    Gruselig fand ich es nicht, zudem die Geister mit sehr viel Charme gemacht wurden. Auch ist ja Onkel Alvin dabei (in Hawai-hemd *g*). Es gibt aber schaurige Szenen. Ich finde das gesamte Buch witzig oder zumindest auf eine sehr lockere Art geschrieben.

    @Winterkatze:
    O wir schön! Ich finde, das merkt man deutlich an Deinen Rezis. Darf ich fragen wo oder bei wem Du das tust?
    Dieses Buch hättest Du aber sicher in knapp einer Stunde weg, da es ja für Kinder gedacht und sehr unterhaltsam ist. ;)

    LG
    Soleil

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  6. @Soleil: Gerade das kurze und unterhaltsame Lesevergnügen macht ja den Reiz von guten Kinderbüchern aus. ;) Wenn ich Zeit und Lust auf eine dicke Schwarte hätte, dann würde ich endlich "Der Name des Windes" zuende lesen ... >g<

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  7. Oh! Das klingt wirklich toll ... hmmm. ... mal sehen.

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  8. Hallo Soleil!

    Bin heute zum ersten Mal auf dein Blog gestoßen (weiß auch nciht warum nicht schon vorher ;) ). Die Buchauswahl gefällt mir hier super, scheinbar hast du einen ähnlcihen Geschmack wie ich :) . "Will Moogley" hatte ich auch schon im Auge, nach deiner Rezension ist es mir noch viel sympathischer!

    Ich schaue demnächst öfter rein!

    Viele Grüße
    Katrin

    www.BuchSaiten.de

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  9. Hallo,

    Winterkatze:
    Aber das Buch soll doch so toll sein?! Und da musst Du Dich schon quälen? ;)

    @Darki:
    Hast Du schon zuende gesehen?

    @daskaddy:
    Herzlich Willkommen bei mir im Blog :)
    Ich habe Dich auch eher zufällig gefunden und war begeistert. So ist das manchmal ;)
    Komm ruhig, so oft Du möchtest, ich freu mich.

    Das Buch ist preislich wirklich im Rahmen und wenn man es vorsichtig liest, kann man es hinterher noch an ein Kind weiterverschenken.


    LG
    Soleil

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